

Contracts for Difference – zu Deutsch Differenzkontrakte – haben sich inzwischen auch im Privatanleger-Segment etabliert. Wollen Sie in den CFD Handel einsteigen? Als Hebelprodukte sind CFDs eher erfahrenen Tradern vorbehalten. Was Sie brauchen, sind Strategien, um Erfahrung zu sammeln.
Dass Differenzkontrakte ein sehr junges Handelsinstrument sind, hat sie für den Retailmarkt anfangs uninteressant gemacht. Eine Situation, die sich geändert hat. Aufgrund der besonderen Umstände, welche für den Handel mit CFDs gelten, braucht es auch angepasste CFD Strategien. Von einer Idee müssen Sie sich verabschieden: Dass es die eine Strategie fürs Trading auf Differenzkontrakte gibt, die immer funktioniert.
Damit Sie für den Handel mit CFDs die richtige Strategie entwickeln, muss Ihnen zuerst klar sein, um was es eigentlich geht. Differenzkontrakte sind ein Handelswert, der aus zwei Komponenten besteht. Auf der einen Seite haben Sie immer einen Basiswert. Der zweite Aspekt ist die eigentliche Handelsposition.
Je nach Markt können Anleger in eine Hausse handeln – in dem aufgrund der erwarteten Kurssprünge eine Long Position eröffnet wird. Rechnen Sie mit sinkenden Kursen, gehen Sie in die Short Position. Seitens der CFD Broker im In- und Ausland werden Kontrakte auf eine breite Palette verschiedener Assetklassen angeboten.
Diese sehen folgendermaßen aus:
Bevor es um konkrete CFD Strategien für den Handel geht – wie das Scalping – hier noch ein paar Tipps, die jeder Anleger im Hinterkopf behalten sollte. Es geht um allgemeine Hinweise, mit denen CFDs nicht zu 100 Prozent sicher handelbar sind, aber die Risiken vorhersehbarer werden.
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Diversifikation: Setzen Sie nicht alles auf eine Karte. Verteilen Sie Kapital neben CFDs auch in Direktinvestments auf Aktien, ETFs und Bonds. So halten sich Verluste im Rahmen, Sie schmelzen mit einer falschen Entscheidung nicht sofort das gesamte Kapital ab. Für den Handel auf Differenzkontrakte im Speziellen gilt, in verschiedene Werte und Märkte zu investieren. Behalten Sie gerade bei CFDs auf Fonds das „Klumpenrisiko“ im Auge.
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Handeln Sie nie unüberlegt: Gier frisst Hirn – eine alte Börsenweisheit. Machen Sie das Bauchgefühl nicht zum einzigen Signalgeber für Anlageentscheidungen. Erfahrene Anleger arbeiten mit Indikatoren in der technischen Analyse und Fundamentaldaten.
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Demokonten: Viele CFD Broker bieten Ihnen die Option, neben dem Trading-Account auch ein virtuelles Handelskonto einzurichten. Damit erstellen Sie eine eigene
CFD Simulation, die unter sehr realen Bedingungen abläuft.
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Orderzusätze
verwenden: Wenn sich die Gelegenheit bietet, sollten Orderzusätze wie der Stop Loss oder ein Trailing Stop Loss eingesetzt werden. Damit lassen sich Verluste verhindert. Erreicht der Kurs den Stop-Wert, schließt die Plattform eine Position automatisch.
Ein wesentliches Merkmal der CFDs ist der Hebel. Als Anleger hinterlegen Sie eine Sicherheitsleistung und bewegen damit – über den Leverage-Aspekt des Kontrakts – eine deutlich höhere Anlagesumme am Markt. Das Problem: Der Hebel arbeitet nicht nur in eine Richtung. Wenn Sie Gewinne hebeln, passiert das Gleiche auch mit Verlusten.
Die Trendfolgestrategie beruht darauf, etablierte Trends zu identifizieren und auf diese „aufzuspringen“. Ein Vorteil: Die Trendfolge ist als Strategie leicht zu verstehen und umzusetzen. Damit eignet sie sich auch für Anfänger im CFD Handel. Gerade, wenn Trends sehr früh identifiziert werden, bietet sich eine hohe Renditeoption – besonders, wenn es lange gelingt, dem Trend zu folgen.
Um in der technischen Analyse einen Trend auszumachen, nutzen Trader Indikatoren wie:
Angewendet wird die Trendfolgestrategie für CFDs auf Aktien, Forex oder Rohstoffe. Zu den Nachteilen gehört, dass Sie als Trader einen Trend manchmal zu spät erkennen. Außerdem kann es passieren, dass Indikatoren einen falschen Ausbruch anzeigen, der sich wieder nach unten korrigiert.
Hinter Scalping versteckt sich eine CFD Strategie, die sehr kurzfristig orientiert ist. Als Anleger machen Sie viele Trades und schließen diese in schneller Folge – sobald Sie einen kleinen Gewinn erzielt haben. Der Fokus liegt letztlich darauf, diese überschaubaren Erträge aus dem CFD Handel zu akkumulieren.
Ein Vorteil beim Scalping liegt darin, dass Sie nicht lange in Positionen involviert sind. Fundamentaldaten, die beim Buy-and-Hold sehr wichtig sind, rücken in den Hintergrund. Hier verringert sich die Marktexposition, da die Haltedauer der Positionen kurz ist und Sie das Risiko von Marktumkehrungen verringern. Geeignete Assets für das Scalping sind Währungspaare mit hoher Liquidität wie EUR/USD oder GBP/USD oder Aktien mit hoher Volatilität. Achten Sie bei der Auswahl auf einen engen Spreads und schnelle Bewegungen im Kurs des Underlyings.
Als Indikatoren für die Identifizierung von Handelssignalen eignen sich:
▶️ Stochastischer Oszillator als Anzeiger für überkaufte und überverkaufte Märkte
▶️ RSI (Relative Strength Index) als Maß für die Geschwindigkeit und Veränderung von Preisbewegungen
▶️ Bollinger Bänder als Anzeiger für einen Preiskanal, dessen Berührung oder Durchbruch ein Signal für Handelsentscheidungen markiert.
Zu den Nachteilen gehört der Zeitaufwand. Sobald Sie Scalping in Ihr Portfolio einbauen, müssen Sie den Markt konstant beobachten. Außerdem entstehen durch die vielen Positionen Kosten, da jedes Mal der Spread erreicht werden muss.
In der Breakout Strategie arbeiten Sie mit Widerstands- und Unterstützungslinien. Häufig bewegen sich Kurse des Underlyings innerhalb eines „Korridors“. Die obere Grenze ist eine Widerstandslinie, an der unteren Grenze stößt der Kurs auf eine Unterstützungslinie. Viele Händler setzen ihre Take Profit und Stop Loss Order etwas über bzw. unter den Linien an.
Sobald der Kurs den Korridor verlässt, entsteht damit ein verstärkender Effekt auf den Breakout, was die Performance dieser Strategie mitbestimmt. Die Breakout Strategie produziert oft klare Signale und Trends, die gerade beim sehr langen Verweilen in der Konsolidierungszone signifikant ausfallen.
Als CFD Trader müssen Sie allerdings Mittel finden, um falsche Breakouts zu identifizieren. Außerdem besteht bei CFD Brokern immer wieder ein Slippage-Risiko (Order wird zu ungünstigeren Preis als im System hinterlegt ausgeführt), das sich besonders bei starken Breakouts entwickelt.
Neben Unterstützungs- und Widerstandslinien, die sich als Indikator häufig sehr gut identifizieren lassen, nutzen Anleger für diese Strategie auch Indikatoren wie:
Geeignet ist diese Strategie unter anderem für Forex CFDs oder den Handel mit Indizes als Underlying.
Eigentlich steckt das Kernelement dieser Strategie im Namen. Als Trader setzen Sie bei dieser CFD Strategie auf die Volatilität, welche als Reaktion auf Finanzmarkt-Nachrichten entsteht. Wirtschaftsmeldungen, Unternehmensankündigungen und geopolitische Ereignisse beeinflussen die Entscheidungen viele Anleger.
Innerhalb der erfolgreichen CFD Strategien ist dieser Ansatz wahrscheinlich der mit dem geringsten Bezug zur technischen Analyse. Hierin liegt einer der Vorteile. Viele Trader scheuen sich anfangs, verschiedenen Indikatoren im Handel einzusetzen. Ein zweiter Pluspunkt: Das News-Trading ist in gewisser Weise planbar, da gerade Unternehmensankündigungen teilweise antizipierbar sind.
Auf der anderen Seite müssen Sie mit Herausforderungen klarkommen. Teilweise beeinflussen sich Wirtschaftsnachrichten gegenseitig – indem sie sich verstärken oder Effekte ausgleichen. Zudem ist mit Gaps (Preislücken) und dem Slippage-Risiko zu rechnen. Wichtig: Wenn Sie dieser Strategie folgen wollen, brauchen Sie Zeit. Der Blick auf die Newsfeeds ist hier essenziell. Parallel empfiehlt sich die Arbeit mit Volatilitätsindikatoren, um die Märkte zu kontrollieren.
Besonders gut eignet sich die Strategie für Währungen als Basiswert und Aktien CFDs. Hier wird das Underlying von den Wirtschaftsnachrichten besonders stark beeinflusst.
Egal, welche Strategien Sie als Trader am Ende für den Handel auf Differenzkontrakte miteinander kombinieren – Gewinne müssen versteuert werden. In welcher Form, entscheidet sich über den Geschäftssitz der Broker. Eröffnen Sie Handelskonten bei Anbietern in Deutschland, unterliegen die Erträge dem deutschen Steuerrecht.
Die Abgeltungssteuer in Höhe von 25 Prozent wird direkt nach dem Zuflussprinzip vom Broker einbehalten und ans Finanzamt abgeführt. In ihrer Funktion als Quellensteuer vereinnahmen Sie also nur den bereits geminderten Gewinn. Zusätzlich fallen noch der Solidaritätszuschlag und die Kirchensteuer an. Letztere ist nur fällig, wenn Sie Mitglied einer Kirchensteuer erhebenden Religionsgemeinschaft sind.
Für Ihre CFD Strategien ist der Buchungszeitpunkt der Steuern besonders wichtig. Normalerweise erfolgt dies zum Handelsschluss. Halten Sie offene Positionen über Nacht, sinkt aber die verfügbare Margin ab, schließt das Handelssystem Positionen. Die CFD Steuer können Sie übrigens in eine Strategie umwandeln, die indirekt als Liquiditätspuffer fungiert.
Im Ausland werden Kapitalerträge anders als in Deutschland besteuert. Einige Länder – wie die USA – haben einen höheren Steuersatz. Sie treffen aber auch auf das Gegenteil: Länder, die keine Steuern von Anlegern aus dem Ausland einbehalten. Suchen Sie sich diese gezielt aus und handeln mit Ihren CFD Strategien, entsteht ein Liquiditätsvorteil.
Hintergrund: Bei Kapitalerträgen im Ausland, die nicht dem inländischen Steuerabzug unterliegen, sind Sie zur Abgabe einer Steuererklärung verpflichtet. Arbeiten Sie mit einem Steuerberater zusammen – der Sie bei der CFD Verlustverrechnung unterstützt – muss der Gewinn aber erst gegen Ende des nächsten Steuerjahres offengelegt werden. Da Broker im Ausland 100 Prozent der Gewinne auszahlen, nutzen Sie während dieser Zeit einen spürbaren Liquiditätsvorteil.
Differenzkontrakte sind ein junges Handelsinstrument, werden aber auch im Retailsegment von Trader regelmäßig benutzt. Aufgrund der breiten Auswahl verschiedener Assetklassen brauchen Sie verschiedene CFD Strategien, um auf Veränderungen in den Märkten angemessen zu reagieren. Im Idealfall lassen Sie verschiedene Ansätze ineinandergreifen – wie die Kombination des News-Trading mit der Breakout Strategie. Dass gerade Börsenneulinge an dieser Stelle mit einer gewissen Zurückhaltung reagieren, ist nachvollziehbar. Hier bietet sich das Trading mit einem Demo-Account an, um verschiedene CFD Trading Strategien zu testen.
Ja, niemand schreibt Anlegern vor, auf welcher Basis sie ihre Anlageentscheidungen treffen. In der Praxis geht es bei den CFD Strategien darum, eine gewisse Konsistenz zu erreichen. Mithilfe der verschiedenen Strategien sollen Entscheidungen reproduzierbar werden – um das Gewinn-Verlust-Verhältnis zu optimieren.
Grundsätzlich lässt sich keine Strategie pauschal als die beste Lösung für den CFD Handel identifizieren. Ein Grund: Die Auswahl an Assetklassen. Ein zweiter Grund ist in den individuell sehr unterschiedlichen Zielen der Anleger zu sehen. Hieraus ergeben sich einfach verschiedene Ansätze für den CFD Handel.
Über die Testkonten der Broker können Anleger verschiedene Strategien evaluieren und auf deren Perfomance hin testen – ohne dazu das Risiko von Verlusten hinnehmen zu müssen. Dieser Ansatz schützt nicht nur das Anlagekapital, sondern auch das Potenzial der CFD Verlustverrechnung.
Die verschiedenen Strategien machen sich die Eigenschaften und Besonderheiten der Märkte zunutze. Daher arbeiten sie unabhängig von den Brokern. Von Bedeutung ist in der Entscheidung aber, wie umfangreich deren Handelsplattformen die technische Analyse unterstützen.
Ja, es lassen sich einige Gemeinsamkeiten identifizieren. Auf der einen Seite brauchen Trader das richtige Mindset, um sich konsequent an die Strategien zu halten. Andererseits ist eine Versorgung mit Echtzeitkursen entscheidend – als Basis für schnell Anlageentscheidungen.

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Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.