

Viele Börsenneulinge haben ein Problem: Kaum Erfahrung mit dem Wertpapierhandel und oft nur in der Theorie eine Idee davon, wie technische Analyse und Fundamentaldaten benutzt werden. Copy Trading ist die Möglichkeit, um schnell und ohne viel Know-how in den Handel einzusteigen. Oder zumindest entsteht schnell der Eindruck.
Copy Trading wird häufig auch als Social Trading bezeichnet. Da es keine festgelegte Definition für den Begriff gibt, können beide einfach synonym füreinander benutzt werden. Was steckt eigentlich hinter Copy Trading? Und welche Strategien müssen Einsteiger kennen?
Copy Trading ist eine besondere Form des Wertpapierhandels. Als Anleger nutzen Sie nicht die technische Analyse oder Fundamentaldaten, um Ihre Handelsentscheidungen zu treffen. Vielmehr liefern Ihnen die Signale andere professionelle Trader. Deren Entrys können Sie automatisch kopieren und beim Copy Trading direkt in das eigene Portfolio in Echtzeit übernehmen.
Hierdurch ergeben sich einige interessante Ansätze. Copy Trading bietet eine Lösung für Börsenneulinge, in den Handel einzusteigen – ohne sich zuerst umfassend mit allen Mechanismen zu beschäftigen. Außerdem verändert sich die Lernkurve, da Sie als Anleger Strategien und Entscheidungen von erfahrenen Tradern beobachten und replizieren. Als Follower haben Sie trotzdem immer noch einen gewissen Handlungsspielraum – da Sie das Kapital fürs Copy Trading festlegen und je nach Broker auch Aktionen des Signalgebers selektieren können.
Im Zusammenhang mit Copy Trading tauchen verschiedene Begriffe auf. Viele Anleger nutzen diese zwar synonym, dahinter verbergen sich aber mitunter unterschiedliche Ansätze.
Copy Trading erlaubt es Ihnen wie bereits beschrieben, die Handelsaktivitäten anderer Trader automatisch in Echtzeit zu kopieren. Sie wählen einen oder mehrere Signalgeber aus, deren Trades dann proportional zum festgelegten Anteil Ihres Kapitals auf den eigenen Handelsaccount repliziert werden. Copy Trading bietet Ihnen Flexibilität in Bezug auf die Auswahl der Signalgeber und beim Management der kopierten Trades, einschließlich der Möglichkeit, bestimmte Trades zu stoppen oder das Kopieren insgesamt zu beenden.
Mirror Trading geht deutlich weiter als das Copy Trading. Hier automatisieren Sie den Handel und die Übernahme der Trades Ihrer Signalgeber so weit, dass Portfolio und Strategie komplett in den eigenen Account übernommen werden. Sie müssen nicht mehr jeden einzelnen Trade manuell bestätigen, sondern lassen das Ganze einfach „laufen“. Damit ist der Aufwand gering, Sie haben aber weniger Kontrolle im Vergleich zum Copy Trading.
Social Trading geht über das reine Kopieren von Positionen der Signalgeber hinaus. Vielmehr dreht sich hier alles um Informationen, Strategien, Analysen und Handelsergebnisse – die Trader miteinander teilen. Die Lernkurve ist im Vergleich zum Copy Trading deutlich steiler. Im Gegenzug wächst hier die Handelserfahrung besonders schnell, was auf lange Sicht zu mehr selbständigen Entscheidungen führt.
| Vorteile des Copy Tradings | Copy Trading als Strategie: Die Nachteile |
|---|---|
| Erfahrene Trader einfach kopieren klingt nach einer attraktiven Strategie für Börseneinsteiger. Sich diese Strategie im Handel – gerade auf Derivate wie CFDs – zunutze zu machen, hat mehrere Vorteile. | Wer sich als Anleger für Copy Trading als Handelsmethode entscheidet, hat die Vorteile vor Augen. Leider gibt es keinen perfekten Ansatz, der in allen Situationen mit ähnlich hoher Zuverlässigkeit funktioniert. Eine Erkenntnis, die auch für das Kopieren von Trades gilt. Genau deshalb muss klar sein, wo die Schwächen dieser Methode zu sehen sind. |
| ✅ Expertenwissen: Handelserfahrung baut sich langsam auf. Copy Trading ermöglicht es Ihnen als Anleger, direkt von den Erfahrungen und dem Fachwissen anderer Trader zu profitieren. Das Kopieren einzelner Entrys und Exits lässt Sie als Beginner an deren Erfolg teilhaben. Hierdurch wird die Lernkurve flacher und Sie erleben sehr schnell Erfolge. | ❌ Abhängigkeit von Signalgebern: Beim Copy Trading hängt Ihr Erfolg von den Fähigkeiten und Entscheidungen der Signalgeber ab. Heißt im Klartext: Sie partizipieren nicht nur an deren Erfolgen, sondern auch an deren Fehlentscheidungen. Mögliche Verlustphasen müssen Sie einfach mittragen. Leider ist es nicht garantiert, dass unzuverlässige oder unerfahrene Signalgeber auf den verschiedenen Plattform einfach aussortiert werden. Es muss Teil Ihrer Copy Trading Strategie werden, die Performance der Signalgeber intensiv zu überprüfen. |
| ✅ Zeit effizient nutzen: Die technische Analyse und Auswertung der Fundamentaldaten nimmt viel Zeit in Anspruch. Anschließend müssen Sie noch die Orderzusätze wie den Stop Loss für die Ausführung von Trades definieren. Copy Trading automatisiert diesen Prozess, was Ihnen einen Vorteil beim Faktor Zeit verschafft. | ❌ Fehlende Kontrolle: Beim Copy Trading können Sie zwar bis zu einem gewissen Grad entscheiden, ob Sie einem Signalgeber nur über einzelne Trades oder mit dem kompletten Portfolio folgen. Zu einem gewissen Grad geben Sie aber Kontrolle ab. Wenn Anleger Signale kopieren, haben sie keine direkte Kontrolle über die einzelnen Handelsentscheidungen. Gerade dann, wenn die Marktsituationen schnelle Entscheidungen erfordert, um den Draw Down zu verhindern, sind Trader vom Verhalten des Signalgebers abhängig, was zum Bumerang werden kann. |
| ✅ Risikomanagement und Diversifikation: Das Kopieren der Trades lässt Sie automatisch an den Risikomanagement-Strategien der Signalgeber teilhaben. Hierdurch verringert sich die Wahrscheinlichkeit für Verluste. Außerdem bietet sich Ihnen damit die Chance, Risiken breit zu streuen. Kopieren Sie die Trades mehrerer Signalgeber, wird automatisch auf verschiedene Strategien gesetzt und damit das Risiko gestreut. | ❌ Gebühren: Copy Trading bieten nur einige ausgewählte Broker an. Die Plattformen erheben teilweise Gebühren für das Übernehmen der Trades. Ob Kosten pauschal entstehen oder auf Basis einer Provision, variiert. Generell sollten Sie sich intensiv mit dieser Frage beschäftigen. Eine pauschale Gebühr pro Trade macht das Kopieren der Positionen auf Dauer teuer – wenn sich die Gebühren summieren. Eine Tatsache, die in der eigenen Copy Trading Strategie immer zu berücksichtigen ist. |
| ✅ Lernkurve: Copy Trading Strategien bei den Signalgeber abschauen heißt auch, deren Tradingskills zu beobachten. Hierdurch entsteht ein Lerneffekt. Besonders, wenn Trader das reine Kopieren ihrer Positionen mit dem Social Trading verbinden, kann so ein tieferes Verständnis der Handelsstrategien und Marktineffizienzen entstehen. | ❌ Zu flache Lernkurve: Gerade Börsenneulinge sehen vor allem die attraktiven Vorteile des Copy Tradings. In der Praxis hat das Kopieren von Entrys erfahrener Trader einen Nachteil: Die Lernkurve wird schnell zu flach. Viele Anleger verstehen nicht, warum der Signalgeber gerade jetzt im Chart den Einstiegspunkt erkennt. Möglicherweise hat seine Swing Trading Strategie den Ausschlag gegeben oder die Mean Reversion Methode. Letztlich bleibt der gewählte Ansatz im Dunkeln und Trader lernen nichts. |
Copy Trading macht wenig Arbeit und funktioniert eigentlich von selbst. Viele Anfänger denken so über diese besondere Handelsmethode. Schließlich werden auch nur die Aktionen anderer Trader, die schon mehr Erfahrung haben (so zumindest die verbreitete Ansicht), in das eigene Portfolio kopiert. Allerdings passiert es schnell, dass auch die „Fehler kopiert“ werden. Und wie in der Schule beim Abschreiben vom Banknachbarn der Lehrer hellhörig wird, rächt sich stumpfsinniges Kopieren auch in der Copy Trading Strategie. Es ist mit dem Copy-Paste-Trading nicht einfach getan. Als Anleger müssen Sie eine konkrete Idee von den Auswahlkriterien haben, die an Signalgeber anzulegen sind. Welche Kriterien spielen für die Auswahl eine Rolle?
Um sich für einen Signalgeber zu entscheiden, überprüfen Sie immer die zurückliegenden Positionen. Auf den Retail-Plattformen, welche das „Copy-Paste-Trading“ anbieten, können Sie sich in der Regel die Performance in der Vergangenheit anschauen. Prüfen Sie die Signalgeber über einen längeren Zeitraum. Besonders scharf werden die Aussagen, wenn sich über verschiedene Marktbedingungen hinweg Trades beobachten lassen. Für Trader darf der Blick dabei nicht nur auf die Gesamtrendite gerichtet sein. Achten Sie auch auf die Konsistenz der Ergebnisse, die Volatilität und das maximale Draw down, also den größten Rückgang des Kontowertes über den Beobachtungszeitraum.
Wie gut stehen Signalgeber da? Für die Entscheidung spielt die Bewertung eine nicht zu unterschätzende Rolle. Feedback von anderen Nutzern hilft immer dabei, die eigene Einschätzung auf einer breiten Basis ruhen zu lassen. Bewertungssysteme, in denen Follower ihre Erfahrungen mit bestimmten Signalgebern teilen, sind immer hilfreich – besonders im Hinblick auf Zuverlässigkeit. Über die Reputation bekommen Anleger außerdem heraus, ob ein Signalgeber Informationen teilt und mit der Community agiert – oder einfach nur daran interessiert ist, möglichst viele Follower (was bei einigen Plattformen belohnt wird) zu haben.
Als Trader haben Sie konsequent an Ihrem Risikomanagement gearbeitet. Können Sie dies auch von den Signalgebern behaupten. Bevor einfach Positionen kopiert werden, evaluieren Sie die Risikomanagement-Strategien des Signalgebers. Gute Signalgeber verwenden klare und konsistente Methoden zur Risikobegrenzung, wie eine Stop-Loss-Order oder den Trailing Stop Loss. Das Verhältnis von Gewinn zu Verlust (Risk-Reward-Ratio) ist eine wichtige Größe, wenn es um die Signalgeber geht und muss zu den eigenen Risikopräferenzen passen.
Eine sehr wichtiger Ansatz in den Copy Trading Strategien für die Auswahl der Signalgeber ist die Überprüfung, mit welchen Volumen und wie oft gehandelt wird. Eine lange Haltedauer spricht beispielsweise für einen auf Buy and Hold orientierten Trader. Bei Haltefristen um die Dividendenstichtage wäre an die Dividendenstrategie als zugrundeliegende Handelsmethode zu denken. Auf der anderen Seite zeigt die Volumenkonsistenz, wie ein Signalgeber auf externe Marktbedingungen – etwa durch inkonsistente Handelsansätze – reagiert. Aber auch die Frequenz der Trades ist ein wichtiger Punkt. Werden sehr häufig Entry- und Exit-Signale repliziert, spricht dies für einen Signalgeber mit Affinität zum Hochfrequenzhandel, was hohe Orderkosten nach sich zieht.
Copy Trading macht – wenn es falsch verstanden wird – schnell bequem. Aus Anlegersicht sind damit langfristig Verluste programmiert. Börsenneulinge verstehen nicht, welche Methoden und Strategien hinter den Entscheidungen der Signalgeber stecken. Es kommt aber langfristig gerade darauf an, nicht nur Social Trading Strategien zu kopieren, sondern sich eine eigene Tool-Box zu entwickeln. Welche Strategien spielen im Trading unter anderem eine Rolle?
Mit der Trendfolgestrategie wird einfach versucht, Trend auszunutzen, die sich in den Charts ausbilden. Neben dem Erkennen der Trends braucht es Aussagen zu deren Richtung und Momentum. Um beides zu identifizieren, setzen erfahrene Trader auf diverse Indikatoren aus der Chartanalyse. Ein beliebtes Tool ist der gleitende Durchschnitte (Moving Averages). Dieser zeigt Trends an. Informationen zur Richtung lassen sich dem Moving Average Convergence Divergence MACD entnehmen. Die Trendstärke bewerten Anleger mit dem Momentum-Indikator oder dem Relative Strength Index.
Anleger nutzen die Fibonacci-Zahlenreihe indirekt, um sogenannte Retracement-Level zu ermitteln. Hieraus lassen sich Unterstützungs- und Widerstandsniveaus herauslesen. Was entsteht, sind Niveaulinien im Kurschart bei 23,6 Prozent, 38,2 Prozent, 50 Prozent, 61,8 Prozent und 76,4 Prozent. Diese zeigen Umkehrpunkte im Kursverlauf an. Außerdem kann über Rücksetzer auch die Stärke eines Trends abgeschätzt werden.
Mit der Breakout Strategie setzen Anleger auf eine Methode, die sich in der Praxis auch von Börsenanfängern umsetzen lässt. Über Niveau-Linien im Chart definieren Sie die obere und untere Grenze für einen Kanal, in dem sich der Kurs bewegt. Die beiden Grenzen werden zu Widerstands- und Unterstützungslinien, mit denen Sie als Trader Handelssignale ermitteln. In Kombination mit Indikatoren wie dem On-Balance Volume oder Volume Rate of Change beobachten erfahrene Anleger den Markt, um einen Ausbruch als starken Trend zu bewerten oder um herauszufinden, ob ein schneller Rücksetzer droht.
Mithilfe der richtigen Strategie beim Copy Trading finden Sie einen Signalgeber, der im Risikoprofil und der Konsistenz beim Handelsvolumen einfach zu Ihnen passt. Komplett die Verantwortung abgeben können Sie als Anleger in diesem Zusammenhang aber trotzdem nicht. Was müssen Sie unbedingt im Auge behalten?
Es ist wichtig, das eigene Depot und Portfolio im Auge zu behalten. Slippage werden Sie als Trader immer wieder erleben. Ein unbeobachteter Moment kann aber reichen und in einem Depot werden hohe Verluste realisiert.
Auch erfahrene Anleger machen Fehler. Selbst, wenn Sie der Meinung sind, es mit echten Profis zu tun haben – es wird nie alles glatt laufen. Sie müssen gerade beim investierten Kapital pro Position einen diversifizierten Ansatz wählen. Alles andere kann zu einem echten Problem werden.
Jeder Anleger sollte am Mindset arbeiten. Gerade bei einem sehr starken Commitment kann es passieren, dass Verluste versucht werden auszugleichen. Höhere Einsätze auf Wertpapiere heißen aber nicht unbedingt auch mehr Gewinn. An den Börsen wird nicht gezockt.
Auch im Copy Trading brauchen Sie einen Ansatz, der Kapital eher in die Breite streut. Damit erreichen Sie nicht nur, in verschiedenen Märkten unterwegs zu sein und Outperformer mitzunehmen. Am Ende erreicht die Diversifikation bei den Signalgebern, dass Verluste sehr viel besser aufgefangen werden.
Copy Trading ist in den letzten Jahren zu einem ernstzunehmenden Trend geworden. Gerade für Börsenanfänger bietet sich die Chance, zum Beispiel ins Trading mit Differenzkontrakten einzusteigen. Auf den ersten Blick läuft hier alles ganz vollautomatisch ab. Aber: Wer sich nicht um eine nachhaltige Anlagestrategie kümmert, kommt auch beim Copy Trading nicht besonders weit. Gerade die Auswahl der Signalgeber ist ein wichtiger Punkt, der nach sehr viel Augenmaß verlangt.
Pauschal müssen wir hier einfach eine Antwort schuldig bleiben. Auf den verschiedenen Plattformen sind ganz unterschiedliche Signalgeber unterwegs. Grundsätzlich ist nach sehr individuellen Kriterien zu bewerten, wer ins eigene Portfolio passt. Dabei sollte nicht nur die bisher insgesamt erzielte Rendite eine Rolle spielen – sondern auch der Konsitenzfaktor.
Ja, das Copy Trading scheint sogar besonders auf Börsenneulinge zugeschnitten zu sein. In der Praxis wird schnell offensichtlich, dass ein gewisses Know-how von Vorteil ist. Die Auswahl der Signalgeber verlangt eine dezidierte Copy Trading Strategie. Ohne Erfahrung können sich Anfänger mit dieser Methode schnell verrennen und auch Fehler machen.
Nein, im Test zum Copy Trading und Strategien fällt auf, dass diese Methode nicht überall funktioniert. Es gibt immer noch einen sehr überschaubaren Anteil bei den Brokern, welche mit Copy und Social Trading arbeiten. Insgesamt fällt auf, dass es vor allem im Bereich der Finanzderivate und hier besonders bei den Differenzkontrakten diese Handelsvariante gibt.
An dieser Stelle muss individuell für jeden Broker entschieden werden. Es gibt einige Anbieter, bei denen sich einfach Signalgeber kopieren lassen – und die beispielsweise für CFDs eine Demo anbieten. Aber: Das Copy Trading lässt sich über den Testaccount in der Regel nicht einfach ausprobieren – da hierfür teilweise Gebühren erhoben werden.
Ja, für die Gewinne aus dem Copy oder Mirror Trading fallen Steuern an. Deren Umfang hängt vom Sitz des Brokers ab. In Deutschland wird von Kapitalerträgen die Abgeltungssteuer einbehalten. Im Ausland gelten andere Regeln. Wichtig: Wer im Ausland Gewinne macht, muss diese nachträglich offenlegen.

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Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.