

Wenn von einer Dividendenstrategie die Rede ist, geht es um den gezielten Kauf von Wertpapieren, die regelmäßig Dividenden ausschütten. Es handelt sich um eine Form der Renditeplanung, die weniger auf Kursgewinne von Aktien setzt als auf die zuverlässig gezahlten Dividenden.
Zumindest für einen Teil der eigenen Investitionen ist eine Dividendenstrategie sinnvoll – sie sorgt für ein Nebeneinkommen ohne weiteren Aufwand. Für Anleger ist dabei interessant, dass sie nicht nur mit Einzelaktien auf Dividendentitel setzen können. Auch mit ETF ist eine Dividendenstrategie möglich. Neben dem Kauf einzelner Aktien und Fonds eigenen sich Wertpapiersparpläne für eine Strategie, bei der Dividenden im Vordergrund stehen.
Um erfolgreich eine Dividendenstrategie fürs Portfolio umzusetzen, muss zunächst klar sein, was Dividenden sind und wie man sie bewertet. Der Begriff bezeichnet eine Ausschüttung eines Teils der erzielten Gewinne an die Aktionäre – ein Anspruch auf den Erhalt der Dividende besteht nicht, doch viele Konzerne zahlen sie regelmäßig und freiwillig.
Beschlossen wird die Höhe der Dividende auf einer Hauptversammlung und am folgenden Tag findet die Ausschüttung statt. Das kann einmal jährlich erfolgen – wie bei vielen deutschen Aktien – aber auch halbjährlich oder quartalsweise wie in den USA.
Der Aktienkurs fällt aufgrund der Dividendenausschüttung unmittelbar danach um den gezahlten Betrag – er notiert dann ex-Dividende.
| 💡 Warum zahlen Unternehmen Dividenden? |
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Dividenden sind für Aktionäre erfolgreicher Firmen ein passives Einkommen. Hier stellt sich natürlich die Frage, warum börsennotierte Unternehmen diese Gewinnausschüttung vornehmen – sie müssen es ja nicht tun! Genauer betrachtet handelt es sich um ein Win-Win. Mit regelmäßigen Dividenden halten Unternehmen ihre Aktionäre bei Laune. Diesen verdanken sie nämlich Zugang zu Fremdkapital, und das ohne hohe Verzinsungen, wie sie mit einem Kredit von der Bank verbunden wären. Für die günstige Form der Kapitalaufnahme sagt man mit regelmäßigen Dividenden Danke. Es gibt allerdings noch ein weiteres Motiv – sind die Anleger glücklich, werden sie weniger geneigt sein, sich von ihren Dividendenaktien zu trennen. Eine verdeckte Übernahme lässt sich dann wesentlich seltener auf den Weg bringen – das schützt die Stabilität des Unternehmens gegenüber aggressiven Wettbewerbern. |
| ▶️ Wie viel Dividende ist sinnvoll – und wer zahlt sie? |
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Auf der Suche nach Aktien für eine Dividendenstrategie stellt sich die Frage, wo die Dividendenperlen zu finden sind – und wie hoch die Gewinnbeteiligungen ausfallen. Wer sich hier ein verlässliches Nebeneinkommen aufbauen will, sollte zwei Punkte berücksichtigen:
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Aktien für eine Dividendenstrategie zu finden, ist weniger kompliziert, als es aussieht. Denn die besten Performer werden entsprechend bewertet. Sie haben sich die Bezeichnung als „Dividendenperlen“ durch jahrelang gezahlte gute Ausschüttungen verdient.
Eine Dividendenperle ist eine Aktie, die seit mindestens zehn Jahren nicht nur fortlaufende, sondern auch ständig angehobene Dividenden ausgeschüttet hat. Die besten Vertreter dieser Kategorie gehen darüber weit hinaus – ihre Dividendenzahlungen lassen sich über Jahrzehnte verfolgen.
Anleger, die auf der Suche nach geeigneten Einzelaktien sind, können den Weg zur ersten Strategie mit Dividenden verkürzen. Denn es gibt Indizes, die die führenden Dividendenperlen bestimmter Volkswirtschaften, Branchen oder Börsen bündeln.
Wer deutsche Blue Chips in den Vordergrund stellt, kann sich an die Werte des DivDAX halten. Der Benchmark ist ein Subindex des DAX und bündelt verlässliche Dividendenaktien. Das macht ihn zur ersten Adresse für Aktionäre, die geeignete Titel für ihre Strategien suchen. Mit einer eher internationalen Ausrichtung erweitert sich für Anleger allerdings auch der Handlungsradius um wichtige globale Unternehmen. Auch dafür lassen sich Indizes identifizieren:
Zwischen zehn und über hundert Dividendenaktien werden meist entsprechend der Gewinnausschüttung gewichtet und gelistet.
Der Griff zu hochwertigen Aktien für die Dividendenstrategie zahlt sich vor allem bei den echten Dividenden-Aristokraten über längere Zeiträume aus. Hinzu kommt ein regelrechter Zinseszins-Effekt, wenn die Renditen wieder investiert werden. Über eines müssen sich Aktionäre aber dabei im Klaren sein – die Konzerne sind nicht verpflichtet zur Ausschüttung.
In schwierigen Zeiten kann eine Dividende also auch ausfallen, ohne dass Anleger dann einen Anspruch hätten. Zu den wichtigsten Gründen für die Herabsetzung oder das Aussetzen der Dividende gehören die folgenden:
Sie alle haben deutliche Einflüsse auf das frei verfügbare Kapital und die Gewinne – handelt es sich um vorübergehende Phänomene, nehmen Unternehmen die Dividendenzahlungen nach einer Weile wieder auf. Liegen allerdings die Ursachen in der Firma selbst, ist die Aktie vermutlich ein Kandidat für eine Umschichtung im Portfolio.
Für längerfristige Anlagehorizonte sind Dividendentitel mit guter historischer Performance vermutlich eine gute Wahl, doch auch eine Dividendenstrategie kann Nachteile haben. Daher ist sie für einen Teil des eigenen Kapitals sinnvoll, aber nicht für die Gesamtanlage. Wir bringen mit einer Tabelle die Vor- und Nachteile der Dividendenstrategie auf den Punkt!
Der Blick auf Pro und Contra zeigt, dass es nicht nur auf hohe Dividenden ankommt. Anleger, die ihre Investition mit ihrem Gewissen vereinbaren wollen, müssen auf einige der führenden Dividendentitel verzichten.
Das Zusammenstellen geeigneter Aktien aus den gewünschten Gebieten und Branchen, immer mit guter Dividende, ist der erste Schritt zu einer persönlichen Dividendenstrategie. Es geht jedoch einfacher – und zwar mithilfe von Fonds.
Fondsgesellschaften ermöglichen Anleger den Kauf von Fondsanteilen, die einen Korb von Werten repräsentieren. Das können unter anderem dividendenstarke Aktien sein. Für die Wertentwicklung und Handhabung ist die Ausgestaltung des Fonds maßgeblich. Kunden haben die Wahl zwischen aktiven und passiven Anlagen.
| ▶️ Aktiv gemanagte Investmentfonds: |
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| Bei diesen Produkten stellen Fondsmanager das Aktienpaket zusammen, überwachen dessen Entwicklung und passen die Zusammensetzung und Gewichtung regelmäßig an. Die menschliche Kompetenz hat ihren Preis – die Verwaltungskosten, die jährlich für eine Dividendenstrategie mit Fonds anfallen, sind vergleichsweise hoch und müssen von den Renditen abgezogen werden. |
| ▶️ Passiv verwaltete ETF: |
| Börsengehandelte Indexfonds bilden die Wertentwicklung eines zugrunde liegenden Index automatisch ab. Möglich macht es ein Algorithmus – und da die KI sich dafür nicht bezahlen lässt wie ein Fondsmanager, sind ETF hinsichtlich der Verwaltungskosten günstig. Unter den tausenden verfügbarer Produkte finden sich natürlich auch solche, die einen Dividenden-Index abbilden. |
Fonds und ETF haben den Vorteil, dass sie sich gut und mit einer bereits vorhandenen breiten Streuung besparen lassen. Wer keine höheren Beträge für einmalige Investitionen aufbringen kann oder will, nutzt sie für Sparpläne. Schon mit geringen Raten – bei manchen Finanzdienstleistern ab 1,00 Euro – ist der Vermögensaufbau mit Dividendentiteln möglich.
Die flexiblen Sparverträge kommen ohne vertragliche Bindung zustande, können pausiert und angepasst werden. Vor allem mit den kostengünstigen ETF sind Dividendenstrategien für Kleinanleger ein Zugang zu den Vorteilen des Börsenhandels.
Viele Dividendenstrategien auf ETF, Fonds oder Aktien sind langfristig ertragreich – es gibt jedoch auch solche, die Daytrader nutzen. Zu ihnen gehören das Dividendenstripping oder das Dividenden-Hopping. In beiden Fällen werden die Aktien anders als bei einer beschaulichen Swing Trading Strategie nur kurze Zeit gehalten. Das steckt dahinter:
| ✅ Beim Dividenden-Stripping nutzen Käufer die Tatsache, dass der Aktienkurs unmittelbar nach der Auszahlung der Dividende sinkt – zum Teil stark. Das lässt auch Aktionäre verkaufen, nachdem sie die Dividende eingestrichen haben. Gewinne lassen sich erzielen, wenn Anleger Dividendenaktien unmittelbar vor der Hauptversammlung zum höheren Kurs verkaufen und sie unmittelbar danach deutlich günstiger wieder erwerben. |
| ✅ Beim Dividenden-Hopping liegt der umgekehrte Fall vor – Trader kaufen die Aktie nur, um die Dividende zu erhalten, und das ganz kurz vor der Hauptversammlung. Um dieses Phänomen zu reduzieren, geben viele Unternehmen die relevanten Daten nur sehr kurzfristig bekannt. |
Wer nicht ständig die Kurse studieren will und einen tatsächlichen Gewinn anstrebt, ist bei Dividendenaktien mit einem langfristigen Anlagehorizont besser beraten. Auch deshalb, weil die Handelskosten dabei minimiert werden.
Um eine eigene Strategie auf Dividenden zu entwickeln, ist es sinnvoll, sich zunächst ein wenig in die Materie einzulesen und dann die eigenen finanziellen Ziele zu formulieren. Ebenso wichtig ist aber die Entscheidung für einen geeigneten Broker oder eine Bank.
Denn die Kosten, die für das Depot und den Handel anfallen, sollten möglichst günstig sein – zugleich muss der Finanzdienstleister mit seinem Angebot und seiner Seriosität überzeugen. Ein Brokervergleich kürt die besten Anbieter anhand von Kriterien, die sich sachlich bewerten lassen.
Der Kauf von Aktien und Fondsanteilen oder die Ausführung von Sparplänen kann ins Geld gehen, wenn man nicht auf die Gebühren beim Broker achtet – das macht die beste Dividendenstrategie zunichte. Es gibt genug empfehlenswerte Angebote, bei denen das Depot kostenlos geführt wird. Auch Wertpapierkäufe und Sparraten sind bei einigen Broker zu günstigen Konditionen möglich.
Der ausgewählte Broker sollte die gewünschten Aktien für eine Dividendenstrategie oder auch Fonds und ETF anbieten. Dazu muss das Handelsangebot groß und abwechslungsreich sein. Ist der Handel an zahlreichen Börsen möglich, können Anleger die Kurse und Börsenkosten vergleichen und die für sie günstigste Investition wählen. Wer auf Teilaktien mit guten Dividenden setzen will, sollte sich vergewissern, dass der Broker dies für Sparverträge anbietet.
Die Aktien oder ETF für eine Dividendenstrategie werden im Wertpapierdepot verwahrt – und bleiben dort jederzeit im Besitz des Kunden. Anders das Kapital auf dem Verrechnungskonto, das für Käufe genutzt wird. Hierhin fließen übrigens auch ausgeschüttete Dividenden – daher sollten die Gelder gewissenhaft verwaltet und geschützt werden. Die Regulierung eines Finanzdienstleisters gibt Aufschluss über die Sicherheit des Handels. Sie lässt erkennen, bei welchem Anbieter eine Dividendenstrategie sinnvoll und günstig ist.
Dividenden nutzen Anleger mit einem Aktien Sparplan, einem ETF Sparplan oder größeren Einmal-Investitionen. Dabei möchten sie sich auf ein vollständiges Informationsangebot beim depotführenden Broker stützen und außerdem bei Bedarf den Kundensupport hinzuziehen.
Vor allem Börsen-Neulinge wissen es zu schätzen, wenn sie ihre Strategie mithilfe von Blogs, Artikeln, Marktnachrichten und Analysen vorbereiten können und zu den Wertpapieren vollständige Produktblätter vorfinden. Auch ein FAQ-Bereich, der auf die wichtigsten Fragen eingeht, sollte vorhanden sein.
Ist das Gespräch mit dem Support notwendig, möchten Anleger gern die Wahl haben zwischen Telefonsupport, Live-Chat und E-Mail oder Support-Ticket – und dabei auch eine hilfreiche Antwort erhalten.
Sicherheit
Die Sicherheit bei der Realisierung von Trading Strategien und Investitionen online ist ein wichtiger Aspekt. Gute Finanzdienstleister verschlüsseln die Website und Kundenzugänge, ermuntern ihre Kunden, die Zwei-Faktor-Authentifizierung zu nutzen und klären darüber auf, wie man sich sicher im Netz bewegt.
Ein Punkt, der Sparer und Anleger mit Blick auf Dividenden zwangsläufig interessieren sollte, ist die Frage der Besteuerung. Dividenden gelten als Kapitalerträge und müssen daher genau so versteuert werden wie andere Renditen.
Bei einem deutschen Finanzdienstleister bedeutet dies, dass 25% der Dividende automatisch abgeführt werden. Wer bei einem Broker im Ausland investiert, wird dadurch nicht von der Steuerpflicht befreit, sondern muss die erzielten Gewinne selbst angeben.
Dabei können Anleger jedoch die geltenden Freibeträge ausnutzen – für Einzelpersonen oder in doppelter Höhe für Paare.
Zur Ausschüttung von Dividenden sind Unternehmen nicht verpflichtet. Viele tun es dennoch, und haben dafür auch sehr konkrete Gründe. Bei den stärksten Dividendenaktien werden die Gewinnbeteiligungen über viele Jahre oder Jahrzehnte verlässlich angehoben. Wer in diese Aktien investiert, erzielt ein passives Einkommen, vor allem über längere Zeiträume.
Dividendenstrategien sind zwar auch kurzfristig rund um den Ex-Dividende-Tag möglich, lohnen sich dabei aber nur für Trader, die sich auf derartiges Vorgehen spezialisieren. Insgesamt gelten natürlich für Investitionen auch hier die selben Risiken wie für andere Aktien. Wer seine Anlage streuen will, kann dies mit einem breit aufgestellten Portfolio tun oder gleich zu Fonds oder ETF für seine Dividendenstrategie greifen.
Sowohl Fonds als auch einzelne Werte können natürlich auch in Sparpläne eingebunden werden und erschließen die Potenziale von Dividendenperlen für Kleinanleger.
Dividenden sind vom Unternehmen freiwillig gezahlte Ausschüttungen. Ein Teil der Nettogewinne wird auf die Aktionäre umgelegt – mitunter in beachtlicher Höhe. Für Anleger sind Dividenden ein Mittel, um passive Nebeneinnahmen zu erzielen. Werden sie reinvestiert, entsteht sogar ein Zinseszins-Effekt.
Die besten Dividendenaktien kennzeichnet, dass die Ausschüttung verlässlich und oft in steigender Höhe erfolgt – aber einen Anspruch gibt es nicht. Bei einer internen oder gesamtwirtschaftlichen Schieflage können die Dividenden ausgesetzt werden. Das war beispielsweise während der Pandemie bei vielen Unternehmen der Fall.
Für ein Portfolio, das sich auf Dividenden konzentriert, können Anleger einen Dividendenstrategie Rechner nutzen. Unter Eingabe der Investition, des Anlagezeitraums und der Höhe der Dividende kann der Rechner für die Dividendenstrategie die Erträge kalkulieren – natürlich nicht verbindlich, sondern nur aufgrund historischer Entwicklungen geschätzt.
Auch Indexfonds mit Fokus auf ETF werden in großer Auswahl angeboten. Zu den Basisindizes gehören Benchmarks, die ihre Auswahl anhand der Gewinnausschüttung treffen. Die berücksichtigten Aktien werden in der Regel nach der Höhe der Dividende gewichtet. Da ETF eine sehr kostengünstige Form der Anlage sind, eignen sie sich auch für Kleinanleger und können auch für Sparpläne genutzt werden.
Ja – als Kapitalerträge unterliegen die Dividenden der Abgeltungssteuer. Wer sich für einen Broker oder eine Bank in Deutschland entscheidet, muss sich nicht kümmern. In diesem Fall wird die Abgeltungssteuer automatisch abgeführt. Bei einer Strategie auf Dividenden mit einem nicht steuereinfachen Broker müssen Kunden die Renditen selbst versteuern.

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