

Der Forex Handel ist für Anleger in mehrfacher Hinsicht interessant. Durch den Hebel wirken sich schon kleine Preisschwankungen aus. Gleichzeitig bietet der Devisenhandel die Chance, verschiedene Forex Strategien miteinander zu kombinieren – um auf Veränderungen am Markt schnell zu reagieren. Aus Anlegersicht geht es darum, mit einfach erlernbaren Methoden in den Forex Handel einzusteigen.
Wenn Sie mit Währungen handeln wollen, steigen Sie in einen Markt mit hohem Handelsvolumen ein. Die Major- und Minor-Währungspaare werden nicht nur von Privatanlegern gehandelt. Sie konkurrieren mit institutionellen Anlegern. Entscheidungen müssen manchmal sehr schnell fallen. Ohne angepasste Forex Strategien treffen Trader schnell falsche Anlageentscheidungen.
Der Forex oder Devisenhandel gilt als einer der weltweit größten Finanzmärkte. Die Angaben zum täglichen Handelsvolumen schwanken je nach Quelle zwischen zwei bis fünf Billionen US-Dollar. Kauf und Verkauf werden über Devisenbörsen abgewickelt. Das Forex oder FX Trading zieht nicht nur institutionelle Anlegern an. Inzwischen sind viele Privatanleger am Forex Markt aktiv – auch dank verschiedener Retail-Broker.
Bevor Sie sich für eine Forex Strategie entscheiden, braucht es Know-how rund um das Trading und dessen Grundlagen. Im Kern des Devisenhandels stehen Forex Währungspaare. Diese teilen sich in zwei Gruppen auf:
▶️
Hauptwährungspaare
(Majors)
▶️
Nebenwährungspaare
(Minors)
Hauptwährungspaare umfassen unter anderem:
Majors heben sich durch ihre Liquidität am Markt ab. Zusätzlich sind im Handeln bei vielen Brokern die Spreads auf die Hauptwährungspaare eher niedrig.
Nebenwährungspaare werden nicht gegen den US-Dollar gehandelt. Dazu gehören:
▶️ EUR/GBP (Euro/Britisches Pfund)
▶️ AUD/NZD (Australischer Dollar/Neuseeländischer Dollar)
Die Grundlagen sind im Handel für beide Währungspaare identisch. Allerdings kann die Volatilität der Minors zu einem Risiko werden. Wenn Sie sich für den Forex-Handel interessieren, müssen Sie als Trader einerseits bereit sein, die Risiken gehebelter Produkte zu tragen. Auf der anderen Seite kommen Trader im FX Handel nicht daran vorbei, sich mit Finanzmarkt-Nachrichten zu beschäftigen. Diese haben fundamentalen Einfluss auf die Märkte.
Der Währungshandeln ist bekannt für hohe Renditechancen. FX Trader wissen aber auch, dass die Kurse stark schwanken. Verluste gehören dazu. Strategien kennen und mit der technischen Analyse umgehen ist eine Seite der Medaille. Jeder erfahren Anleger baut sich ein Sicherheitsnetz auf.
Im FX Handel müssen Sie als Trader schnell reagieren und die richtigen Entscheidungen treffen. Dazu können Sie sich auf das Bauchgefühl verlassen – oder eine Forex Strategie mit hoher Trefferquote einsetzen. Auf diese Weise basieren Handelsentscheidungen auf fundierten Analysen, sind nachvollziehbar und reproduzierbar.
Der Name sagt schon alles. Gerade die Währungsmärkte reagieren auf geopolitische und Finanzmarkt-Nachrichten. Zinsentscheide der Fed oder neue Inflationszahlen aus der Euro-Zone – im Kurs der Majors und Minors sind solche News wiederzufinden. Als Trader nutzen Sie die Volatilität, welche als Reaktion entsteht.
Die in vielen anderen Forex Handel Strategien wichtige technische Analyse spielt hier eine wesentlich geringere Rolle. Aber: Anleger müssen schnell auf News reagieren – aufgrund der Zeitverschiebung manchmal auch in der Nacht. Deshalb sind Orderzusätze besonders wichtig, um Sicherheit zu automatisieren.
Preislücken und Slippage sind als Risiko im Nachrichten-basierten FX Handel ständiger Begleiter. Die News-Methode setzt deshalb voraus, dass Sie sich intensiv mit dem Markt beschäftigen und auch die politische Bühne im Auge behalten.
Die Methode, einfach Trends zu folgen, ist eine verbreitete Strategie. Sie beruht letztlich darauf, Trends in den Kursen von Majors und Minors zu finden, um diesen dann zu folgen. Auch Börsenneulinge verstehen sehr schnell, wie diese Methode funktioniert.
Voraussetzung ist, dass Sie als Anleger die technische Analyse nutzen, um einen Trend auszumachen. Dazu können Sie verschiedene Indikatoren verwenden, wie gleitende Durchschnitte (Moving Averages als Trendindikator), MACD (Moving Average Convergence Divergence, als Indikator für die Trendrichtung) oder den ADX (Average Directional Index).
Erfahrene Trader setzen auf weitere Hilfsmittel, um Trends und deren Momentum zu beurteilen. Mit dem Momentumindikator (Oszillator, zeigt durch seine Divergenz zum Preisverlauf zum Beispiel eine bevorstehende Trendumkehr an) oder RSI verschaffen sich Anleger mehr Informationen zum Momentum des Trends – um das Risiko von Fehlentscheidungen zu verringern.
Aber: Die Trendfolge-Methode hat Grenzen. Sie funktioniert dann wirklich gut, wenn sich die Kurse der Währungspaare eindeutig bewegen. Für den Fall der Seitwärtstrends ist sie ungeeignet. Parallel besteht das Risiko, Indikatoren falsch zu interpretieren und damit auf falsche Ausbrüche zu setzen.
Scalping basiert darauf, dass Sie in sehr schneller Folge mehrere Trades abschließen. Dahinter steckt das Ziel, viele kleine Gewinne mitzunehmen. Neben dem Forex Handel wird diese Methode auch gern im Daytrading oder als CFD Methode benutzt. Ihre Rendite erzielen Sie mit der Methode über die Summe der Gewinnmitnahmen.
Durch die sehr geringe Exposition am Markt sehen Sie sich als Anleger weniger stark dem Risiko von Trendumkehrungen ausgesetzt. Da Scalping in Märkten mit hoher Liquidität gut funktioniert, sind gerade Währungen für die Methode geeignet. Ein Risiko sin hohe Spreads. Steigen Sie als Trader nur in Positionen mit niedrigen Gebühren ein.
Typische Indikatoren, die im Scalping Handelssignale produzieren, sind: Stochastischer Oszillator als Anzeiger für überkaufte und überverkaufte Märkte
▶️
RSI
(Relative Strength Index, Maß für Geschwindigkeit und Veränderung der Preisbewegungen)
▶️ Keltner Channel
(volatilitätsbasierter Kanal, der obere und untere Moving Average Bänder einbezieht)
▶️
Bollinger Bänder
(zeigen Preiskanäle an).
Um Scalping als Forex Strategie zu nutzen, müssen Sie Zeit aufwenden. Trader brauchen einerseits das Know-how im Umgang mit den verschiedenen Indikatoren, die technische Analyse ist einfach sehr wichtig. Parallel haben Sie den Markt kontinuierlich zu beobachten und müssen Währungspaare mit einem sehr niedrigen Spread identifizieren.
Die Grundlage der Breakout Strategie ist das Identifizieren eines Preiskanals. Je weiter Sie im Kurschart für ein Währungspaar „herauszoomen“ – also den Zeithorizont anpassen – umso eher fällt auf, dass Widerstands- und Unterstützungslinien existieren. Finden Sie diese obere und untere Linie, handeln Sie auf den Breakout, also dass der Kurs diese Range verlässt. Zugute kommt Ihnen an dieser Stelle, dass die Linien von anderen Anlegern gern für den Take Profit und Stop Loss benutzt werden.
Um die obere und untere Linie zu identifizieren, nutzen Sie beispielsweise Fibonacci-Retracements oder die Fraktale Indikator-Srategie. Für die Identifizierung des Breakouts können Sie wiederum auf Volumen-Indikatoren (On-Balance Volume oder Volume Rate of Change), um Veränderungen im Handelsvolumen beim Breakout zu validieren. Über Donchian Channels verschaffen Sie sich einen Überblick zur Volatilität am Markt. Oder Sie setzen den Average True Range (ATR) als Volatilitätsindikator.
Die Fibonacci ist eine Forex Trading Methode, die sich tatsächlich die aus der Mathematik bekannte Fibonacci-Zahlenreihe zu eigen macht. Im Kern nutzt der Forex-Handel die Strategie, um potenzielle Unterstützungs- und Widerstandsniveaus vorherzusagen. Dazu setzt die Methode auf sogenannte Fibonacci-Retracement-Level. Diese markieren Punkte für den Einstieg, einen Stop Loss und den Take Profit.
In der Praxis setzt die Fibonacci Methode aber nicht direkt auf die Ziffern der Zahlenreihe. Die Retracement-Level entstehen aus den Verhältnisgleichungen der Zahlen zueinander und tauchen als horizontale Niveaulinien im Chart auf – bei 23,6 Prozent, 38,2 Prozent, 50 Prozent, 61,8 Prozent und 76,4 Prozent. Welche Aussagekraft haben die Retracement-Level?
In der Praxis lassen sich in einem Kurs durch das Anlegen der Retracement-Level die Widerstands- und Unterstützungslinien erkennen. Über die technische Analyse sind Rücksetzer in den Charts zu erkennen, um ein starkes Entry-Niveau in eine Forex-Position zu finden. Je geringer die Rücksetzer in den Retracement-Leveln sind, umso stärker ist ein Trend im jeweiligen Forex-Markt ausgeprägt.
Die Fibonacci-Forexstrategie hat einen Vorteil: Sie kann in der Praxis sehr flexibel zum Einsatz kommen. Aber: Als Trader müssen Sie die Methode beherrschen. Setzen Sie die Extrempunkte der Fibonacci-Retracement falsch an, verwässert sich der Informationsgehalt spürbar. Das Ergebnis: Die Forex-Strategie produziert falsche Eintrittspunkt und Sie legen den Stop Loss falsch.
Wer sich für den Handel an den Devisenmärkten interessiert, braucht Know-how im Hinblick auf die technische Analyse. Und Sie kommen nicht daran vorbei, sich mit Finanzmarkt-Nachrichte zu beschäftigen. Was Börsenneulinge manchmal vergessen: Wer Gewinne im FX Handel macht, zahlt auch Steuern.
Indirekt können Sie sich dafür eine Strategie zurechtlegen. In Deutschland fallen auf Kapitalerträge Abgeltungssteuer, Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer an. Letztere wird nur erhoben, sofern Sie Mitglied einer Kirchensteuer einziehenden Religionsgemeinschaft sind.
Steuersätze auf den Forex Handel in Deutschland:
▶️ Abgeltungssteuer
– 25 Prozent der Kapitalerträge
▶️ Solidaritätszuschlag
– 5,5 Prozent der Abgeltungssteuer
▶️ Kirchensteuer
– 8 Prozent bzw. 9 Prozent der Abgeltungssteuer.
Im Ausland entfällt die Abgeltungssteuer und wird durch andere Quellensteuern ersetzt. Aber: Einige Länder – dazu gehört Zypern – verzichten komplett auf die Besteuerung der Kapitalerträge. Hier setzt Ihr „Hebel“ als Trader an. Zwar sind Sie in Deutschland verpflichtet, Kapitalerträge aus dem Ausland offenzulegen. Die Abgabe der Steuererklärung erfolgt erst Monate nach Ablauf des Steuerjahres eingereicht werden. Sie lassen sich Gewinne aus dem Forex Trading bei Brokern im Ausland auszahlen und nutzen die Gewinne zur Reinvestition.
In Deutschland funktioniert diese Methode nicht, da die Abgeltungssteuer direkt beim Zufluss der Gewinne einbehalten wird. Behalten Sie bei Hebelprodukten die Margin im Auge. Zum Ende der Forex Handelszeiten wird die Steuer verrechnet – die verfügbare Margin auf dem Handelskonto kann unter eine kritische Summe rutschen. In dieser Situation werden Positionen zwangsweise geschlossen.
Der Devisenhandel steht inzwischen nicht nur institutionellen Anlegern offen. Mit dem richtigen Broker an Ihrer Seite handeln Sie Major- und Minor-Währungspaare. Erfolg beruht aber nicht auf dem Bauchgefühl. Sie brauchen als Anleger Strategien, um Währungen mit reproduzierbaren Erfolgen zu handeln. Die Nachrichten- und Trendfolge-Strategie sind auch von Börsenneulingen umsetzbar. Scalping oder die Fibonacci-Retracement Methode richten sich eher an erfahrene Trader.
Pauschale Antworten zu erwarten, wäre ein Fehler. Grundsätzlich kann jede Methode sehr gut funktionieren – wenn sie richtig eingesetzt wird. Als Trader müssen Sie die Schwächen und Stärken der FX Handelsstrategien kennen, um am Devisenmarkt zum richtigen Werkzeug zu greifen.
Wenn Anleger ohne Erfahrung in den Devisenhandel einsteigen, ist Forex Trading gefährlich. Sie treffen einfach schnell falsche – und damit teure Entscheidungen. Dass Broker virtuelle Handelskonten anbieten, nutzen Sie als Anleger aus. So haben Sie die Chance, sich ohne Verlustrisiko mit dem FX Handel vertraut zu machen.
Trader können Verluste mit Gewinnen ausgleichen und damit zumindest ihre Steuerlast reduzieren. Aber: Die Verlustverrechnung wird zu einer Stolperfallen, wenn Währungs-CFDs gehandelt werden. In diesem Fall ist nur eine eingeschränkte Verrechnung zulässig. Sie dürfen höchstens 20.000 Euro als Verlust mit Gewinnen verrechnen.
Dazu müssen wir zuerst wissen, welche Strategie im Handel zum Einsatz kommt. Die News-Methode setzt darauf, dass Sie Wirtschaftsnachrichten verfolgen. Viele andere Strategien basieren dagegen auf der technischen Analyse. Hierfür ist die Versorgung mit Echtzeitkursen – besonders beim Scalping – essenziell.
Trader können mit den verschiedenen Forex Strategien auf Major- und Minor-Währungspaare handeln. Viel wichtiger muss Ihnen als Anleger die Frage sein, welche Währungen beim Wunschbroker zur Verfügung stehen. Informieren Sie sich daher vor der Eröffnung des Handelskontos über die Konditionen.

Zum Anbieter
*



Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.