Medienkooperation

Margin Trading: Ist das eine geeignete Trading-Variante für mich?

Datum: 09.05.2024
Inhaltlich geprüft durch: Ruben Wunderlich
Wesentliche Punkte
  • Margin Trading gehört zu den spekulativen Anlagemethoden
  • Anleger handeln mit Kapital vom Broker
  • Für das Margin Trading ist eine Sicherheitsleistung zu hinterlegen
  • Eignet sich für Log- und Short-Positionen

Margin Trading: Strategie für Anleger oder Profis

Wenn Sie als Trader nachhaltig erfolgreich im Margin Trading agieren möchten, ist ein fundiertes Verständnis der Hebelwirkung und des Risikomanagements unerlässlich. Doch ist Margin-Trading überhaupt eine geeignete Variante? In unserem Beitrag erhalten Sie alle relevanten Informationen und eine Entscheidungshilfe, ob das Margin Trading für Sie mehr Vor- als Nachteile bietet.

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Was ist Margin Trading?

Margin Trading bezeichnet den Handel mit Finanzinstrumenten unter Einsatz von Fremdkapital, das Ihnen Ihr Broker zur Verfügung stellt. Sie hinterlegen lediglich eine Sicherheitsleistung (Margin), um eine deutlich größere Marktposition zu kontrollieren. Dies ermöglicht es Ihnen, Ihre potenzielle Rendite durch die Hebelwirkung deutlich zu steigern und Marktbewegungen effizienter für Ihren Vermögensaufbau zu nutzen.

Was ist Margin Trading

Margin Trading ist für viele Trader eine interessante Handelsmöglichkeit (Foto: Shutterstock/ Inside Creative House)

Margin Trading vs. CFD-Trading: Was sind die Unterschiede?

Obwohl beide Begriffe oft synonym verwendet werden, gibt es Unterschiede zwischen Margin Trading und CFD Trading. Das Margin Trading ist faktisch ein Oberbegriff für den Handel mit einem Hebel. Oftmals wird dieser mittels Derivaten realisiert, insbesondere CFDs, Optionen und Futures. Manchmal handeln Sie beim Margin-Trading aber auch echte Vermögenswerte wie Aktien oder Kryptowährungen, wenn der Broker das Margin-Trading in dem Bereich anbietet.

Das CFD-Trading basiert hingegen ausschließlich auf Differenzkontrakten, bei denen Sie lediglich auf die Preisdifferenz spekulieren und ist daher eine spezielle Variante des Margin Tradings. Während Margin Trading allgemein auch an regulierten Börsen stattfindet, ist CFD-Trading immer ein außerbörslicher Handel (OTC) direkt mit dem Broker als Gegenpartei. Das hat Auswirkungen auf die Preisstellung, die Regulierung und die steuerliche Behandlung. Die wichtigsten Unterschied im Überblick sind:

EigenschaftMargin TradingCFD-Trading
Eigentum am BasiswertJe nach Assets ja oder neinNein (nur Preisspekulation)
HandelsplatzOTC und regulierte BörsenNur OTC
GegenparteiAndere Marktteilnehmer oder BrokerBroker (Market Maker)
StimmrechteJa bei AktienKeine Stimmrechte
DividendenDirekte Gutschrift (bei Aktien)Ausgleichszahlung (Cash Adjustment)
FinanzierungskostenSollzinsen auf das Darlehen (außer bei Derivaten)Overnight-Finanzierungsgebühren
HebelwirkungAbhängig vom BeleihungswertFestgelegte Hebel (z.B. 1:30)
RegulierungBörsenaufsicht & BankenrechtSpezifische Derivate-Regulierung

Was sind geeignete Märkte & Instrumente für das Margin-Trading?

Für das Margin Trading eignen sich verschiedene Anlageklassen, die sich durch Liquidität und Volatilität auszeichnen.

▶️ Aktienmarkt

Aktienmarkt: Einzelaktien sind ideal, da sie oft klare Trends aufweisen und von Brokern mit unterschiedlichen Margin Raten beliehen werden können. Sie ermöglichen es Tradern, mit Hebel von Unternehmensnachrichten und Quartalszahlen überproportional zu profitieren.

▶️ Forex (Devisenmarkt)

Forex (Devisenmarkt): Der Währungsmarkt ist der liquideste Markt der Welt und bietet von Natur aus sehr hohe Hebelmöglichkeiten. Da sich Währungspaare oft nur in kleinen Prozentsätzen bewegen, macht erst die Margin den Handel für kurzfristige Spekulationen attraktiv.

▶️ Kryptowährungen

Kryptowährungen: Bitcoin und Altcoins bieten eine extrem hohe Volatilität, was das Gewinnpotenzial beim Margin Trading vervielfacht. Aufgrund der starken Schwankungen müssen Sie hier jedoch besonders vorsichtige Margin-Anforderungen beachten.

▶️ Rohstoffe

Rohstoffe (mittels Derivaten wie CFDs): Gold, Öl oder Agrargüter werden häufig auf Margin gehandelt, um von globalen wirtschaftlichen Verschiebungen zu profitieren. Diese Märkte reagieren stark auf geopolitische Ereignisse, was sie für gehebelte Strategien prädestiniert.

▶️ Indizes

Indizes (mittels Derivaten wie CFDs): DAX, S&P 500 oder Nasdaq bündeln die Performance ganzer Märkte und bieten eine geringere Volatilität als Einzelaktien. Das Margin Trading auf Indizes erlaubt es, das Marktrisiko breit zu streuen und dennoch von Hebelwirkungen zu profitieren.

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Welche Risiken gibt es beim Margin Trading?

Bevor Sie mit dem Margin Trading beginnen, müssen Sie sich der spezifischen Gefahren bewusst sein, die über den normalen Handel hinausgehen. Die Hebelwirkung wirkt in beide Richtungen und kann Ihr Kapital innerhalb kürzester Zeit dezimieren, wenn Sie keine klaren Schutzmaßnahmen ergreifen.

Hebelrisiko (Leverage Risk)

Hebelrisiko (Leverage Risk): Der Hebel vergrößert nicht nur Ihre möglichen Gewinne, sondern auch Ihre Verluste im gleichen Verhältnis. Schon eine kleine Kursbewegung gegen Ihre Position kann dazu führen, dass Ihr gesamtes eingesetztes Kapital verloren geht.

Zins- und Finanzierungsrisiko

Zins- und Finanzierungsrisiko: Da Sie sich Geld vom Broker leihen, fallen täglich Zinskosten an, die Ihre Rendite schmälern.

Liquiditätsrisiko

Liquiditätsrisiko: In extrem volatilen Marktphasen kann es vorkommen, dass nicht genügend Käufer oder Verkäufer vorhanden sind.

Marktlücken (Gapping)

Marktlücken (Gapping): Wenn sich Kurse über Nacht oder nach dem Wochenende sprunghaft ändern, entstehen Kurslücken.

Währungsrisiko

Währungsrisiko: Wenn Sie Margin Trading in einer fremden Währung betreiben, beeinflussen Wechselkursschwankungen Ihr Ergebnis.

Psychologisches Risiko

Psychologisches Risiko: Die Arbeit mit geliehenem Geld erzeugt einen enormen emotionalen Druck auf den Trader.

Margin Trading

Die Risiken dürfen beim Margin Trading nicht unterschätzt werden (Foto: Shutterstock/ PeopleImages)

Margin Calls beim Margin-Trading: Was bedeutet das?

Ein Margin Call ist die Aufforderung Ihres Brokers, zusätzliches Kapital auf Ihr Handelskonto einzuzahlen, da der Wert Ihrer Positionen unter ein bestimmtes Niveau gefallen ist. Der Broker nutzt diesen Mechanismus als Schutz, um sicherzustellen, dass Sie Ihre Schulden (das geliehene Kapital) jederzeit decken können. Er tritt ein, wenn Ihr Kontoguthaben die sogenannte Maintenance Margin (Mindesteinschuss) unterschreitet.

Die unmittelbare Auswirkung ist der Verlust Ihrer Handlungsfreiheit. Wenn Sie die Forderung nicht erfüllen, ist der Broker berechtigt und oft sogar verpflichtet, Ihre offenen Positionen zwangsweise zu schließen. Dies geschieht meist zum aktuellen Marktpreis, was oft den denkbar ungünstigsten Zeitpunkt darstellt und Ihre Verluste endgültig realisiert. Zudem wird Ihr Konto für weitere Transaktionen gesperrt, bis das Margin Niveau wiederhergestellt ist.

Grundsätzlich haben sie mehrere Optionen, ob und wie Sie auf einen Margin Call des Brokers reagieren können:

  1. Kapital nachschießen: Sie überweisen sofort weiteres Geld auf Ihr Verrechnungskonto. Dies erhöht Ihr Guthaben und bringt Sie wieder über die Grenze der Maintenance Margin, wodurch Ihre Positionen offen bleiben können.
  2. Positionen teilweise schließen: Sie verkaufen einen Teil Ihrer Bestände manuell. Dadurch reduziert sich das Gesamtvolumen Ihrer Positionen und somit auch die erforderliche Margin, was den Druck auf Ihr verbleibendes Kapital lindert.
  3. Andere Assets verkaufen: Falls Sie andere, profitable Positionen halten, können Sie diese schließen, um Liquidität freizusetzen. Dieses Kapital wird dann automatisch zur Deckung der Margin für die verlustbehaftete Position herangezogen.
  4. Nichts tun: Wenn Sie nicht reagieren können oder wollen, wird der Broker die Positionen automatisch schließen. Dies ist die riskanteste Option, da Sie keine Kontrolle über den Ausführungspreis haben und oft einen Totalverlust erleiden.

Braucht man einen Broker fürs Margin Trading?

Ja, ein Broker ist für das Margin Trading zwingend erforderlich, da er quasi die finanzielle Brücke zum Markt schlägt. Ohne einen Broker hätten Sie keinen Zugriff auf das notwendige Fremdkapital (Lending), das die Hebelwirkung erst ermöglicht. Zudem stellt der Broker die Handelsplattform bereit, führt die Orders an den Börsen aus und übernimmt die komplexe Berechnung der Margin-Anforderungen in Echtzeit. Er fungiert als Ihr Gläubiger und gleichzeitig als Verwalter Ihrer Sicherheiten.

Welche Broker bieten Margin-Trading an?

Es gibt eine Reihe von Brokern, die das Margin Trading ermöglichen.

XTB

XTB gehört zu den bekanntesten CFD-Brokern in Europa und richtet sich sowohl an Einsteiger als auch an fortgeschrittene Trader. Besonders auffällig ist die große Auswahl von über 2.300 handelbaren CFDs sowie die Möglichkeit, Guthaben aktuell zu verzinsen. Die hauseigene Plattform xStation gilt als übersichtlich und gleichzeitig leistungsstark, was sie gerade für den täglichen Einsatz interessant macht.

Auch beim Einstieg zeigt sich XTB flexibel, da keine Mindesteinzahlung erforderlich ist. Der maximale Hebel liegt bei 1:30 im Rahmen der Regulierung. Insgesamt ist XTB eine solide Allround-Lösung für Trader, die Wert auf eine Kombination aus Angebot, Bedienbarkeit und Zusatzfeatures legen.

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XTB Highlights
  • Bis 3 % Zinsen auf Guthaben (€)
  • Mehr als 2.300 CFDs handelbar
  • Max. Hebel 1:30
CFD sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. 74% der Kleinanlegerkonten verlieren Geld beim CFD-Handel mit diesem Anbieter. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.

Capital.com

Capital.com setzt stark auf Technologie und eine moderne Trading-Erfahrung. Mit über 5.000 CFDs aus verschiedenen Anlageklassen gehört der Broker zu den breit aufgestellten Anbietern am Markt. Besonders interessant ist die direkte Anbindung an TradingView, wodurch du erweiterte Chartanalysen nutzen kannst.

Der Broker verzichtet auf klassische Provisionen, verdient stattdessen über Spreads und weitere Gebühren. Die Mindest­einzahlung liegt bei niedrigen 20€, was den Einstieg erleichtert. Durch die intuitive Plattform und viele integrierte Lernfunktionen ist Capital.com vor allem für Einsteiger und technisch orientierte Trader eine interessante Wahl.

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Capital.com Highlights
  • 5.000+ CFDs in 5 Anlageklassen
  • Schnittstelle zu TradingView
  • Keine Provision – es fallen andere Gebühren an
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Pepperstone

Pepperstone richtet sich klar an aktive Trader, die großen Wert auf schnelle Ausführung und enge Spreads legen. Besonders im Forex- und CFD-Bereich überzeugt der Broker mit Spreads ab 0.0 Pips und einer insgesamt sehr leistungsstarken Infrastruktur.

Mit über 1.200 handelbaren Instrumenten bietet Pepperstone eine solide Auswahl, ohne dabei überladen zu wirken. Der Broker ist zudem in Deutschland reguliert und erlaubt einen Einstieg ohne feste Mindesteinzahlung. Durch die Kombination aus professionellen Tools und günstigen Handelskosten eignet sich Pepperstone besonders für erfahrene Trader und Scalper.

Pepperstone
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Pepperstone Highlights
  • Über 1.200 Trading Instrumente
  • Broker mit Sitz in Deutschland
  • Enge Spreads ab 0.0 Pips
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Libertex

Libertex setzt auf ein etwas anderes Gebührenmodell als viele klassische CFD-Broker. Statt stark spreadbasierter Kosten arbeitet der Anbieter mit klar ausgewiesenen Kommissionen, was für mehr Transparenz sorgen kann. Mit über 1.000 handelbaren Basiswerten deckt Libertex die wichtigsten Märkte ab.

Das Mindesthandelsvolumen ist mit 20€ relativ niedrig angesetzt, die Mindesteinzahlung liegt allerdings bei 100€. Die Plattform ist einfach gehalten und richtet sich eher an Trader, die ohne komplexe Tools handeln möchten. Für Einsteiger kann das Modell interessant sein, solange die Kostenstruktur verstanden wird.

Libertex
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Libertex Highlights
  • Über 1000 Underlying Assets
  • Klare Kommissionen und enge Spreads
  • Nur 20€ Mindesthandelsvolumen
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ARMO Broker

ARMO Broker richtet sich deutlich stärker an fortgeschrittene und professionelle Trader. Der Anbieter bietet Direct Market Access (DMA), wodurch Orders direkt an den Markt weitergeleitet werden. Das sorgt für eine hohe Transparenz und eine Ausführung ohne Spread-Markups.

Mit über 1,2 Millionen handelbaren Instrumenten gehört ARMO zu den umfangreichsten Plattformen überhaupt. Gleichzeitig ist die Einstiegshürde mit einer Mindesteinzahlung von 2.000€ deutlich höher als bei klassischen CFD-Brokern. Die Gebührenstruktur basiert auf festen Kosten plus prozentualem Anteil, was vor allem für größere Volumen interessant ist.

ARMO Broker
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ARMO Broker Highlights
  • Über 1,2 Millionen handelbaren Finanzinstrumente
  • Direct Market Access (DMA)
  • Spread ohne Markup

Auf welche Broker-Anforderungen sollten Sie achten?

Ein guter Broker zeichnet sich vor allem durch niedrige Kosten aus, da die Zinsen für das geliehene Kapital Ihre Langzeitrendite massiv beeinflussen können. Zudem sind vielfältige Ordertypen wie Stop-Loss und Take-Profit essenziell, um Risiken automatisiert zu begrenzen. Die angebotenen Plattformen müssen stabil laufen und Echtzeitdaten liefern, während ein kompetenter Kundensupport bei technischen Problemen sofort erreichbar sein sollte.

Ein kostenloses Demokonto ist unverzichtbar, um die Hebelwirkung ohne Risiko zu testen. Achten Sie auch auf eine große Auswahl an handelbaren Werten und hochwertige Weiterbildungsangebote, die Ihnen helfen, Ihre Strategien zu verfeinern. Bevor Sie sich entscheiden, sollten Sie unbedingt einen ausführlichen Broker Vergleich heranziehen, um das für Sie beste Preis-Leistungs-Verhältnis zu finden.

Margin

Der Broker für den Margin Handel sollte sorgfältig gewählt werden (Foto: Shutterstock/ DC Studio)

Welche Sicherheitsmechanismen sind beim Margin Trading wichtig?

Um Ihr Kapital beim Handel mit Hebel zu schützen, müssen Sie aktive Sicherheitsmechanismen in Ihren Handelsalltag integrieren. Diese dienen dazu, emotionale Fehlentscheidungen zu verhindern und mathematische Grenzen für Verluste zu setzen.

Stop-Loss-Order

Stop-Loss-Order: Sie ist das wichtigste Werkzeug, bei dem Sie einen Preis festlegen, an dem Ihre Position automatisch geschlossen wird.

Positionsgrößenbestimmung

Positionsgrößenbestimmung: Riskieren Sie am besten niemals mehr als 1-2 Prozent Ihres Gesamtkapitals.

Garantierte Stops

Garantierte Stops: Einige Broker bieten gegen eine Gebühr garantierte Stop-Loss-Orders an.

Echtzeit-Monitoring

Echtzeit-Monitoring: Nutzen Sie Tools und Apps, die Sie sofort benachrichtigen.

Zwei-Faktor-Authentifizierung

Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA): Sicherheit betrifft auch den Schutz Ihres Kontos.

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Welche Voraussetzungen braucht man für das Margin Trading?

Für einen erfolgreichen Start in das Margin Trading müssen Sie bestimmte Voraussetzungen erfüllen, die über ein einfaches Bankkonto hinausgehen.

▶️ Geeigneter Broker

Geeigneter Broker: Sie benötigen ein Konto bei einem Anbieter, der explizit Margin Konten führt.

▶️ Mindestkapital

Mindestkapital: Viele Broker fordern eine Mindesteinlage.

▶️ Finanzielles Verständnis

Finanzielles Verständnis: Sie müssen die Mathematik hinter Hebelwirkung verstehen.

▶️ Emotionale Disziplin

Emotionale Disziplin: Margin Trading erfordert die Fähigkeit, ruhig zu bleiben.

▶️ Geprüfte Handelsstrategie

Geprüfte Handelsstrategie: Ohne System wird der Hebel Verluste beschleunigen.

▶️ Risikomanagement-Plan

Risikomanagement-Plan: Sie müssen klar definieren, wann Sie aussteigen.

▶️ Technische Ausstattung

Technische Ausstattung: Eine stabile Internetverbindung ist notwendig.

Vor- und Nachteile beim Margin Trading

Ob das Margin Trading für Sie geeignet ist, hängt auch davon ab, inwieweit Vor- oder Nachteile überwiegen. Folgende Vorzüge und Nachteile weist das Trading mit Hebeln auf:

  • Höhere Renditechancen: Durch den Hebel können Sie mit wenig Eigenkapital Gewinne erzielen.
  • Kapitaleffizienz: Sie können Ihr Kapital auf mehrere Positionen verteilen.
  • Short-Selling: Margin Trading ermöglicht es Ihnen, auf fallende Kurse zu setzen.
  • Flexibilität: Sie können kurzfristige Marktchancen nutzen.
  • Zugang zu teuren Assets: Auch teure Aktien werden handelbar.
  • Erhöhtes Verlustrisiko: Verluste werden genauso gehebelt wie Gewinne.
  • Laufende Kosten: Zinsen fallen täglich an.
  • Nachschusspflicht-Gefahr: Verluste können das Konto übersteigen.
  • Komplexität: Margin erfordert ständige Überwachung.
  • Stresspotenzial: Hohe Volatilität führt zu psychischer Belastung.
Margin Handel test

Der Margin Handel ist nicht für jedermann geeignet (Foto: Shutterstock/ Andrey_Popov)

Für wen ist Margin Trading geeignet?

Grundsätzlich ist Margin-Trading kein Instrument für den breiten Teil der Privatanleger. Es richtet sich primär an Personen, die über ein ausgeprägtes Risikomanagement, eine gefestigte Handelsstrategie und ausreichend Markterfahrung verfügen. Da die Verluste das ursprünglich eingesetzte Kapital übersteigen können (sofern kein gesetzlicher Schutz vor Nachschusspflicht besteht), ist eine hohe psychologische Belastbarkeit unabdingbar. Geeignete Personenkreise sind vor allem:

Intraday-Trader (Daytrader)

Intraday-Trader (Daytrader)
Für Daytrader ist Margin-Trading oft eine Grundvoraussetzung…

Portfolio-Manager (Hedger)

Portfolio-Manager zur Absicherung (Hedger)
Erfahrene Investoren nutzen Margin Konten häufig zur Risikominimierung…

Arbitrage-Spezialisten

Arbitrage-Spezialisten
Arbitrageure suchen nach Preisunterschieden…

Erfahrene Swing-Trader

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Swing-Trader halten Positionen über mehrere Tage oder Wochen…

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Wann macht Margin Trading keinen Sinn?

Margin Trading macht keinen Sinn, wenn Sie über kein fundiertes Wissen über die Funktionsweise von Hebelprodukten verfügen oder emotional instabil auf Verluste reagieren. Ebenso ist es ungeeignet für langfristige Investments über viele Jahre (Buy-and-Hold), da die täglichen Finanzierungskosten die Rendite über die Zeit systematisch vernichten. Wenn der Markt zudem eine extrem geringe Volatilität aufweist oder die Zinsen für das Margin Darlehen höher sind als die erwartete Rendite des Trades, überwiegen die Kosten und Risiken den potenziellen Nutzen bei weitem.

Welche Alternativen gibt es?

Wenn Ihnen das Risiko beim Margin Trading zu hoch ist, gibt es sinnvollere Wege, an den Märkten zu partizipieren.

  • Cash Trading (Klassischer Aktienkauf): Hier kaufen Sie nur das, was Sie sich bar leisten können. Dies ist besser für langfristige Anleger, da keine Zinskosten anfallen und das Risiko auf das eingesetzte Kapital begrenzt ist.
  • Optionen (Stillhalter-Strategien): Statt Geld zu leihen, können Sie Prämien durch den Verkauf von Optionen einnehmen. Dies ist besser in Seitwärtsmärkten, in denen Margin Trading durch die Kosten nur Verluste generieren würde.
  • ETFs (Exchange Traded Funds): Statt Einzelwerte auf Margin zu hebeln, investieren Sie breit gestreut in ganze Märkte. Dies ist die bessere Wahl für den passiven Vermögensaufbau mit deutlich geringerem Zeitaufwand und Risiko.
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