

Scalping ist eine Anlagestrategie, die auf kurzfristigen Erfolg setzt und einen schnellen Take Profit. Trader nutzen diese Methode in verschiedenen Märkten. Aufgrund der Besonderheiten setzt die Scalping Strategie eine gewisse Erfahrung voraus. Und als Trader brauchen Sie die richtigen Skills in der technischen Analyse.
Einsteiger an der Börse suchen nach Methoden und Strategien, um schnell erste Erfolge zu verzeichnen. Sich dabei auf das Bauchgefühl zu verlassen, führt leider schnell in eine Sackgasse. Gerade beim Scalping müssen Sie Grundlagen beherrschen. Setzen Sie als Anleger auf die falschen Indikatoren, erhalten Sie leider unzuverlässige Handelssignale.
Jeder Anleger verfolgt an den Märkten seine eigene Agenda. Geht es Ihnen um einen soliden und nachhaltigen Vermögensaufbau mit einem beherrschbaren Risiko, werden Sie andere Methoden als risikoaffine Trader einsetzen. Diese Unterschiede zwischen den Ansprüchen sind der Grund, warum es verschiedene Strategien wie das Scalping gibt.
Entscheiden Sie sich dafür, diese Handelsmethode zu testen, muss es um die Funktionsweise sowie die Vorteile und Schwächen gehen. Scalping selbst lässt sich mit Skalpieren. Im Wirtschaftsenglisch hat sich aber noch eine zweite Bedeutung etabliert: Die Aussage „to scalp“ wird auch mit kleinste Gewinne machen übersetzt.
Darum geht es beim Scalping im Wertpapierhandel. Sie schließen eine Position, sobald sich ein kleiner Gewinnbetrag ergibt. Für den physischen Wertpapierhandel wird die Position lukrativ, wenn der Preis im Kurschart über den Ordergebühren liegt bzw. – wenn Sie Forex oder CFDs traden – den Spread schlägt.
Beim Scalping trennen sich Anleger bereits nach einem leichten Kursplus und reizen Trends im Chart nicht bis zum Schluss aus. Dass Sie mit einem kleinen Gewinn zufrieden sind, beeinflusst auch die Haltedauer der Positionen. Es handelt sich um eine Trading-Strategie mit sehr kurzfristiger Orientierung. Es kann sich manchmal um wenige Minuten handeln, die Sie als Anleger in einer Position aktiv sind.
Scalping ist eine besondere Anlagestrategie, da sie nicht auf die Entwicklung ausgeprägter Trends setzt. Vielmehr geht es um schnelle Entscheidungen, was eher in hochfrequenten Trades mündet. Welche Vorteile verspricht Ihnen als Anleger Die Scalping Strategie auf DAX Werte, Währungen und Rohstoffe?
▶️ Schnelle Ergebnisse: In vielen Handelsstrategien involvieren sich Trader über einen Zeitraum von Tagen bis Wochen (oder länger). Scalping verschafft Ihnen als Trader eine Position, in der innerhalb von Minuten oder wenigen Stunden Ergebnisse realisiert werden.
▶️ Geringe Preisschwankungen ausnutzen: Um beispielsweise im Buy & Hold von Erfolg zu sprechen, wird eine signifikante Kursbewegung erwartet. Scalping zielt darauf ab, von kleinen Preisbewegungen zu profitieren. Damit können Scalper auch unabhängig vom Markttrend einen Gewinn erzielen.
▶️ Reduziertes Risiko-Exposure: Da Scalping-Positionen für eine sehr kurze Zeit gehalten werden, ist das Exposure gegenüber großen Marktbewegungen begrenzt. Damit verringert sich das Risiko unvorhergesehener Marktbewegungen.
▶️ Kapitaleffizienz: Trader nutzen für das Scalping oft Handelsinstrumente mit Hebelwirkung. Durch die Leverage wird das Kapital – im Vergleich zu einem direkten Investment – effizient genutzt.
Gerade die Abkopplung von größeren Marktbewegungen macht das Scalping als Strategie interessant. Daytrader setzen diese Methode oft sogar unbewusst ein, da sie unter dem Druck stehen, bis zum Ende des Handelstages alle Positionen (möglichst mit Gewinn) zu schließen.
Grundsätzlich darf eine Methode wie das Scalping nicht einfach blind eingesetzt werden. Als Anleger müssen Sie einschätzen, wo die Risiken dieser Methode liegen. Seien Sie sich im Klaren, dass durch den schnellen Positionswechsel die Handelsgebühren entscheidend sind. Scalper achten daher besonders auf die Orderkosten und Breite der Spreads.
Ein zweiter Aspekt sind die Gewinnmargen. Beim Buy & Hold eines Outperformers erreichen Sie schnell 50 Prozent oder 100 Prozent Wachstum über ein Jahr Haltefrist. In der Scalping Methode ist der Gewinn aus den einzelnen Positionen sehr viel niedriger. Sie brauchen ein konsequentes Risikomanagement.
Und als dritte Schwachstelle sehen wir eine abnehmende Volatilität. Wenn Sie sich mit Forex Strategien beschäftigen, merken Sie als Anleger schnell, dass zum Start der Handelswoche und gegen Ende die Liquidität und Volatilität im FX Markt stark abnehmen – weil nur Australien oder New York handeln.
Vor dem Hintergrund der sehr kurzfristigen Orientierung beim Scalping ist diese Methode nicht vorbehaltlos für alle Märkte und Assetklassen geeignet. Wo spielt das Trading seine Vorteile besonders umfassend aus? Ein klassischer Scalping-Markt ist der Devisenhandel. Insbesondere Major Währungspaare – wie EUR/USD, GBP/USD und USD/JPY – sprechen aufgrund ihrer hohen Liquidität und engen Spreads auf das Scalping an. Gerade der Spread entscheidet über die Performance der Methode, da geringe Spreads bei kleinen Preisbewegungen Scalping-Gewinne besser performen lassen.
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Aktien: Aktien eignen sich fürs Scalping, wenn hier gewisse Bewegung in die Märkte kommt. Liquidität und Volatilität gehen hier schnell Hand in Hand. Als Trader können Sie verschiedene Quellen für Handelsentscheidungen nutzen. Neben der technischen Analyse sollte die News-Strategie nie ganz aus den Augen verloren werden.
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Indizes: Marktindizes wie der S&P 500, DAX oder Nikkei bieten Scalpern ebenfalls Möglichkeiten, schnell einen Gewinn mitzunehmen. Allerdings sind speziell die großen Indizes in den Preisbewegungen mitunter etwas träge. Es ist für die Scalping Strategie daher nicht falsch, sich auf Neben-Indizes oder Schwellenmärkte zu orientieren.
Mit Hilfe des Scalpings lässt sich auch verschiedene Märkte handeln – auch Rohstoffe. Wichtig ist als Vorüberlegung, wie bzw. wann Volatilität in den Markt kommt. Solche Situationen können durch Finanzmarkt- oder Unternehmensnachrichten ausgelöst werden.
Scalping setzt als Trading-Strategie voraus, dass Sie sehr klare Handelssignale in den Kurscharts identifizieren. Hier brauchen Anleger die technische Analyse und müssen sich daher intensiv mit Indikatoren auseinandersetzen, welche die nötigen Informationen liefern und sich für die Scalping Strategie auch im 1-Minuten Chart anwenden lassen.
Als Anleger müssen Sie sich im Klaren sein, dass nicht eine Strategie in allen Märkten funktioniert. Wenn Sie nach Daytrading Strategien suchen, sollte Scalping dazugehören. Im Zusammenhang mit CFD Strategien braucht es Alternativen, die Sie kennen müssen.
In der Trendfolgestrategie nutzen Anleger Methoden der technischen Analyse, um in den Kursbewegungen Trends, deren Richtung und das Momentum zu identifizieren. Gehandelt werden kann über die Trendfolgestrategie sowohl für Märkte mit fallenden als auch steigenden Kursen. Indikatoren wie gleitende Durchschnitte (Moving Averages) zeigen Trends an, während mit dem Moving Average Convergence Divergence MACD Informationen zur Trendrichtung gewonnen werden. Wie stark ein Trend ist, lässt sich über den Momentum-Indikator oder den Relative Strength Index herausfinden.
Mean Reversion bedeutet in der Mathematik, dass ein Messwert nach einem starken Ausreißer wahrscheinlich wieder in Richtung auf die Durchschnittswerte tendiert. Diese Methode machen sich Trader im Handel zunutze. Die Mittelwert-Rückkehr lässt Preisbewegungen oszillieren. Nach einem starken Ausbruch setzen Sie darauf, dass der Kurs wieder zurücksetzt. Um die Mean Reversion Strategie umzusetzen, brauchen Anleger verschiedene Indikatoren, wie Bollinger Bänder, den Relative Strength Index oder den Internal Bar Strength (IBS).
Die Breakout Strategie verrät schon sehr viel über ihren Namen. Als Anleger definieren Sie obere und untere Grenze für den Kurs eines Assets. Anhand dieses Preiskanals suchen Sie nach Möglichkeiten, um von einem Breakout zu profitieren. Widerstands- und Unterstützungslinien erkennen Trader unter anderem durch die Verwendung der Fibonacci-Retracements oder Fraktale Indikator-Methode ein. Um den Ausbruch selbst zu identifizieren, lässt sich mit Volumen-Indikatoren (On-Balance Volume oder Volume Rate of Change) das Handelsvolumen überprüfen – um auf diese Weise Veränderungen zu identifizieren.
Scalping ist eine Trading-Strategie, die von Ihnen als Anleger Know-how abverlangt. Dass Börsenneulinge an der Methode scheitern, ist nicht nur den Skills in der Chartanalyse geschuldet. Es passiert in der Praxis leider immer wieder, dass grundlegende Eigenschaften nicht berücksichtigt werden.
Scalping, die Trendfolge oder Daytrading – es gibt viele Trading Strategien und Methoden für den Wertpapierhandel. Trader müssen wissen, wo deren Stärken und Schwachstellen liegen. Statt dafür Anlagekapital in die Hand zu nehmen, nutzen Sie Demokonten. Letztere werden von verschiedenen Brokern zur Verfügung gestellt. Über Backtesting und Szenario-Analyse validieren Anleger den Wert der verschiedenen Handelsmethoden – wie der Scalping Strategie im 5-Minuten Chart.
Im Trading können Sie sehr unterschiedliche Anlageprofile umsetzen. Als eher konservativer Trader kommt wahrscheinlich eher ein Buy & Hold oder die Dividendenstrategie in Frage. Aber: Sie kombinieren diese solide Basis mit risikoaffinen Methoden im Handel – um Ihre Renditechancen zu erweitern. Scalping setzt als Strategie auf kurze Trade mit kleinen Gewinnen. Ein Vorteil: Ihr Exposure am Markt ist vergleichsweise gering, was den Einfluss größerer Marktbewegungen dämpft. Trotzdem muss Anlegern klar sein, dass Scalping Schwächen hat – wenn etwa die Ordergebühren sehr hoch sind.
Fakt ist, dass auch Aktien für das Scalping in Frage kommen. Allerdings gibt es hier eine Reihe an Assets, bei denen die Volatilität im Markt der Strategie eher im Weg steht. Je geringer die Preisbewegungen im Chart ausfallen, umso schwieriger ist die Umsetzung des Scalpings.
Scalping als die hier beschriebene Handelsmethoden des hochfrequenten Tradings ist nicht verboten. Allerdings gibt es einen strafrechtlichen Tatbestand mit gleichem Namen. Dieser bezieht sich darauf, dass die Kurse von Pennystocks durch Empfehlungen oder andere Maßnahmen beeinflusst werden.
Nein, leider sind Demoaccounts nicht bei allen Brokern verfügbar. Anleger müssen sich generell vor der Registrierung fragen, ob sie Handelsmethoden über einen Testzugang probieren können oder ob diese Leistung fehlt.
Ja, wenn Sie im Handel mit Wertpapieren einen Gewinn erzielen, ist darauf Kapitalertragssteuer fällig. In Deutschland wird diese als Abgeltungssteuer eingezogen. Im Ausland fallen möglicherweise Quellensteuern an.
Börsenneulinge können Scalping einsetzen. Da es allerdings sehr stark auf die Verwendung von Indikatoren setzt, werden Anfänger möglicherweise Probleme haben, Handelssignale zu identifizieren. Es zahlt sich aus, in einer Demo mit der Forward-Analyse die Methode zu testen.

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Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.