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Swing Trading – So handeln Sie erfolgreich Assets

Datum: 21.05.2024
Inhaltlich geprüft durch: Ruben Wunderlich
Wesentliche Punkte
  • Swing Trading Strategien sind eine Form des Tradings, die zwischen dem Daytrading und der längerfristigen Spekulation anzusiedeln ist.
  • Trader halten ihre Positionen länger als Daytrader, für Tage oder Wochen.
  • Handelbar sind so gut wie alle Anlageklassen mithilfe von CFDs, aber auch Optionen oder Futures.
  • Die täglich investierte Zeit ist gegenüber dem Daytrading deutlich geringer.

Was ist die beste Swing Trading Strategie?

Swing Trading ist ein beliebter Trading-Stil, doch ist er stets die beste Wahl? Wir geben Ihnen im Beitrag eine Entscheidungshilfe genau zu dieser Frage. Was sind die Unterschiede zwischen Swing Trading und Daytrading, worin liegen Vor- und Nachteile und wie sollte Ihr „Rüstzeug“ zu einem erfolgreichen Swing Trading aussehen?

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Was ist Swing Trading überhaupt?

Swing Trading ist ein Handelsstil, bei dem Positionen über mehrere Tage bis Wochen gehalten werden. Ziel ist es, von den natürlichen Kursschwankungen (Swings) innerhalb eines übergeordneten Trends zu profitieren. Es werden sowohl technische Analysen als auch Markttrends zur Entscheidungsfindung herangezogen werden. Die Methode zielt darauf ab, die „Wellen“ des Marktes zu reiten, anstatt jede kleinste Bewegung mitzunehmen.

Swing Trading vs. Daytrading: Was sind die Unterschiede?

Der wesentliche Unterschied zwischen Swing Trading und Daytrading liegt im zeitlichen Horizont und der Intensität der Marktbeobachtung. Während Daytrader ihre Positionen innerhalb eines einzigen Handelstages öffnen und schließen, um das Risiko von Kurslücken über Nacht zu vermeiden, nutzt der Swing-Trader gezielt Preisbewegungen, die sich über einen längeren Zeitraum entfalten. Das führt dazu, dass Swing-Trader deutlich seltener handeln, dafür aber größere Kursspannen anvisieren.

Ein entscheidender Aspekt, der Swing Trading vom Daytrading unterscheidet, ist zudem die psychologische Komponente der Marktbewegungen. Während Daytrader oft auf das „Rauschen“ reagieren. also auf kurzfristige, oft zufällige Preisschwankungen, die durch einzelne große Orders oder algorithmischen Handel ausgelöst werden, konzentrieren sich Swing-Trader auf die zugrunde liegende Marktstimmung.

Diese Stimmung wird oft durch fundamentale Daten verursacht, die sich über Tage hinweg in den Kursen widerspiegeln. Während Daytrading eine permanente Präsenz vor dem Bildschirm und schnelle Reaktionen auf kleinste Volatilitäten erfordert, erlaubt Swing Trading eine entspanntere Analyse nach Börsenschluss und ist somit wesentlich kompatibler mit einer beruflichen Tätigkeit.

EigenschaftSwing TradingDaytrading
HaltedauerMehrere Tage bis einige WochenSekunden, Minuten bis wenige Stunden
ZeitaufwandGering (ca. 30–60 Min. täglich)Sehr hoch (meist ganztägige Präsenz)
StresslevelModerat bis niedrigSehr hoch durch schnelle Entscheidungen
Anzahl der TradesWenige gezielte Positionen pro MonatSehr viele Transaktionen pro Tag
Overnight-RisikoJa (Kurslücken durch Nachrichten möglich)Nein (alle Positionen werden abends geschlossen)
HauptanalyseFokus auf Daily & Weekly ChartsFokus auf Minuten- & Stundencharts (Intraday)
TransaktionskostenNiedriger durch geringeres HandelsvolumenHöher durch die Masse an Ausführungen
ZielsetzungErfassen großer TrendbewegungenAusnutzen kleinster Intraday-Schwankungen

Falls Sie sich auf dieser Basis eher für das Daytrading entscheiden, brauchen Sie einen geeigneten Broker. Ein Vergleich von Daytrading Brokern lohnt sich, denn es gibt bei Konditionen, Leistungen und Service zum Teil größere Unterschiede.

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Zeitaufwand vs. Erwartung: Welche Werte sind realistisch beim Swing Trading?

Der Zeitaufwand beim Swing Trading ist vergleichsweise gering, da die Analyse meistens auf Tagesbasis erfolgt und etwa 30 bis 60 Minuten täglich beansprucht. Diese Zeit wird primär für das „Scannen“ der Märkte nach Börsenschluss und das Verwalten bestehender Positionen genutzt.

Viele (neue) Trader erwarten jedoch fälschlicherweise schnelle Reichtümer innerhalb weniger Tage. Die Erwartungshaltung vieler Einsteiger ist oft geprägt von der Vorstellung, dass mehr Aktivität automatisch zu mehr Gewinn führt. Doch im Swing Trading ist oft das Gegenteil der Fall: Das Abwarten und Nichtstun ist eine der wertvollsten Fähigkeiten.

In der Realität erfordert dieser Stil Geduld, da sich profitable Swings erst über Zeit entwickeln müssen. Wenn Sie erwarten, jeden Tag eine Auszahlung von Ihrem Trading Konto vornehmen zu können, werden Sie im Swing Trading schnell enttäuscht sein. Die Rendite kommt hier in Schüben. Sie können zwei Wochen lang keine nennenswerten Gewinne erzielen, um dann in einer einzigen Trendwoche das Monatsziel zu übertreffen.

Die Erwartungshaltung sollte daher auf kontinuierlichem Kapitalwachstum und der disziplinierten Umsetzung einer Strategie liegen, statt auf dem hektischen Jagen nach kurzfristigen Gewinnen, die oft mit zu hohem Risiko erkauft werden.

Swing Trading

Beim Swing Trading sollten die Erwartungen nicht auf schnellem Gewinn liegen (Foto: Shutterstock/ ARMMY PICCA)

Was sind geeignete Märkte & Instrumente für Swing-Trading?

Für das Swing Trading eignen sich verschiedene Anlageklassen, die jeweils spezifische Vorteile bieten. Wir nennen einige Märkte, die besonders prädestiniert für diesen Handelsstil sind:

▶️ Aktien:

Einzelaktien bieten oft klare, fundamentale Trends und technische Ausbrüche, die sich über Wochen hinweg entwickeln können. Beim Handel mit Aktien ist es wichtig, die Quartalszahlen (Earnings) im Blick zu behalten, da diese massive Kurssprünge auslösen können. Erfahrene Trader nutzen oft eine Kombination aus fundamentaler Stärke und technischer Analyse, um ihre Erfolgschancen zu erhöhen.

▶️ Forex (Währungsmarkt):

Währungspaare wie EUR/USD sind hochliquide und neigen zu langanhaltenden Trends, die durch die Zinspolitik der Zentralbanken gesteuert werden. Im Forex-Bereich spielen zudem die Carry-Trades eine Rolle, da für Positionen über Nacht Zinsdifferenzen (Swaps) anfallen, die die Gesamtrendite eines Trades über einen längeren Zeitraum signifikant beeinflussen können.

▶️ Rohstoffe:

Gold, Öl oder Agrarprodukte folgen oft saisonalen Zyklen und geopolitischen Trends. Diese Märkte bieten eine hervorragende Diversifikation und reagieren stark auf fundamentale Angebots- und Nachfrageänderungen, was sie zu einem unverzichtbaren Bestandteil eines diversifizierten Swing Trading Portfolios machen kann.

▶️ Aktienindizes:

Der Handel mit Indizes wie dem DAX oder S&P 500 ermöglicht es, die allgemeine Marktstimmung abzubilden. Da Indizes die Kursen von Aktien vieler Unternehmen repräsentieren, sind sie oft weniger volatil als Einzelaktien und bieten eine stabilere Basis für mittelfristige Strategien.

▶️ Kryptowährungen:

Trotz ihrer hohen Volatilität bieten der Bitcoin und andere digitale Assets massive Swing-Chancen durch ihre ausgeprägten und oft extremen Trendphasen. Die 24/7-Handelbarkeit dieser Märkte erfordert jedoch ein besonders striktes Risikomanagement und eine kontinuierliche Überwachung der Positionen.

▶️ Derivate:

Terminkontrakte wie Futures oder auch CFDs erlauben den Handel mit Hebel und bieten tiefe Einblicke in institutionelle Positionierungen durch die sogenannten COT-Daten (Commitment of Traders). Sie sind besonders für fortgeschrittene Swing-Trader geeignet, die professionelle Analysetools und eine hohe Markttiefe benötigen.

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Braucht man einen Broker fürs Swing Trading?

Ein Broker ist für das Swing Trading zwingend erforderlich, da er als Schnittstelle zwischen Ihnen und den Finanzmärkten fungiert. Ohne einen Broker hätten Sie keinen direkten Zugang zu den Handelsplätzen und könnten keine Kauf- oder Verkaufsaufträge rechtssicher platzieren. Darüber hinaus stellt der Broker die notwendige technische Infrastruktur bereit, wie etwa:

  • Handelssoftware
  • Echtzeit-Kursdaten
  • Gesamte buchhalterische Abwicklung der Transaktionen

Ein guter Broker bietet zudem Hebelprodukte an, mit denen Sie auch bei moderaten Kursbewegungen attraktive Renditen erzielen können, während er gleichzeitig die sichere Verwahrung Ihres Kapitals und die Einhaltung regulatorischer Standards übernimmt.

Auf welche Broker-Anforderungen sollte ich für das Swing Trading achten?

Die Wahl des richtigen „Partners“ ist entscheidend für Ihren langfristigen Erfolg. Achten Sie bei einem Broker-Vergleich auf die folgenden Kriterien, um sicherzustellen, dass Ihre Handelsbedingungen möglichst optimal sind:

  • Kosten und Gebühren: Ein transparenter Gebührenkatalog ist von großer Bedeutung. Als Swing-Trader sollten Sie nicht nur auf die Spreads achten, sondern vor allem auf die Finanzierungskosten (Swaps) für das Halten von Positionen über Nacht, da diese bei längeren Haltedauern ins Gewicht fallen.
  • Verfügbare Ordertypen: Ihr Broker sollte komplexe Orderarten wie Stop-Loss, Take-Profit und Trailing-Stops unterstützen, um Ihre Trades auch in Ihrer Abwesenheit effektiv zu verwalten und Gewinne automatisiert abzusichern.
  • Handelsplattformen: Eine stabile und intuitive Plattform wie TradingView oder MetaTrader ist wichtig, um technische Analysen präzise durchzuführen und Aufträge ohne Verzögerung an den Markt zu übermitteln.
  • Kundensupport: Ein kompetenter und schnell erreichbarer Support, idealerweise in Ihrer Landessprache, ist bei technischen Problemen oder Fragen zur Kontoführung unerlässlich.
  • Demokonto: Ein kostenloses Demokonto ermöglicht es Ihnen, Ihre Strategien unter realen Marktbedingungen ohne finanzielles Risiko zu testen, bevor Sie echtes Kapital einsetzen.
  • Handelbare Werte: Der Broker sollte eine breite Palette an Märkten abdecken, damit Sie flexibel zwischen verschiedenen Sektoren und Anlageklassen wechseln können, je nachdem, wo sich gerade die besten Trends bilden.
  • Weiterbildung und Analyse: Gute Broker unterstützen ihre Kunden durch zusätzliche Ressourcen wie Webinare, tägliche Marktberichte und Schulungsmaterialien, die Ihnen helfen, Ihre Fähigkeiten stetig zu verbessern.
  • Regulierung und Sicherheit: Achten Sie auf eine Regulierung innerhalb der EU (z.B. BaFin oder CySEC), um sicherzustellen, dass Ihre Einlagen geschützt sind und der Broker strengen Verhaltensregeln unterliegt.

Bei einem umfassenden Broker Vergleich sollten Sie berücksichtigen, dass spezialisierte Daytrading Broker oft auf sehr niedrige Intraday Spreads optimiert sind, während Swing Trading Broker vor allem faire Konditionen für das Halten von Positionen über mehrere Tage bieten sollten.

Broker für das Swing Trading

Broker für das Swing Trading, sollten einige Voraussetzungen erfüllen (Foto: Shutterstock/ Viktoriia Hnatiuk)

Welche Voraussetzungen braucht man für das Swing Trading?

Um im Swing Trading erfolgreich zu sein, müssen Sie bestimmte strukturelle und persönliche Voraussetzungen erfüllen. Hier sind einige wesentliche Faktoren, die das Fundament bilden:

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Handelskonto bei einem regulierten Broker:

Sie benötigen einen verlässlichen Zugang zu den Finanzmärkten über einen Partner, der Ihre bevorzugten Anlageklassen unterstützt und Sicherheit bietet.

Ausreichendes Startkapital:

Da Positionen länger gehalten werden und die Stop-Loss Abstände aufgrund der höheren Zeiteinheiten oft größer sind, ist ein solides Kapitalpolster für ein professionelles Risikomanagement notwendig.

Emotionale Disziplin:

Die Fähigkeit, Ruhe zu bewahren, wenn Trades vorübergehend im Minus liegen oder der Markt sich seitwärts bewegt, ist eine Grundvoraussetzung für den langfristigen Erfolg.

Klare Handelsstrategie:

Ohne ein schriftlich fixiertes Regelwerk für Ein- und Ausstiege wird Trading zum reinen Glücksspiel. Sie brauchen ein System mit einem positiven Erwartungswert.

Technisches Equipment:

Ein stabiler Internetzugang sowie ein Computer oder Tablet mit einer zuverlässigen Chart-Software sind die unverzichtbaren Werkzeuge Ihrer täglichen Arbeit.

Zeit für die tägliche Analyse:

Auch wenn der Gesamtaufwand geringer ist als beim Daytrading, müssen Sie sich konsequent Zeit für die Marktbeobachtung und die Vorbereitung Ihrer Trades reservieren.

Bereitschaft zur kontinuierlichen Weiterbildung:

Die Märkte entwickeln sich ständig weiter, weshalb ein lebenslanges Lernen über Marktpsychologie, Makroökonomie und neue Analysemethoden unerlässlich ist.

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Was sind Vor- und Nachteile beim Swing Trading?

Wie jeder Handelsstil hat auch das Swing Trading zwei Seiten. Eine objektive Abwägung dieser Faktoren hilft Ihnen bei der Entscheidung, ob dieser Ansatz wirklich zu Ihrem Lebensstil und Ihrer Persönlichkeit passt. Vorteile sind vor allem:

  • Hohe Zeitflexibilität: Da Sie nicht während der gesamten Börsenöffnungszeiten präsent sein müssen, lässt sich dieser Stil hervorragend mit einem Vollzeitjob oder anderen Verpflichtungen vereinbaren.
  • Geringere Transaktionskosten: Durch die deutlich niedrigere Anzahl an Trades im Vergleich zum Daytrading fallen im Verhältnis zum Gewinn weniger Gebühren und Kommissionen an.
  • Nutzung signifikanter Trends: Sie profitieren von großen Marktbewegungen, die oft wesentlich profitabler und verlässlicher sind als kleine, oft zufällige Intraday-Schwankungen.
  • Reduzierter psychischer Druck: Da Entscheidungen meist in Ruhe nach Börsenschluss getroffen werden, ist die emotionale Belastung und die Gefahr von impulsiven Fehlhandlungen deutlich geringer.
  • Fokus auf Qualitäts-Setups: Anstatt jeden kleinen Impuls im Markt zu jagen, konzentrieren Sie sich ausschließlich auf die qualitativ hochwertigsten Handelssignale.
  • Overnight-Risiko: Wichtige Nachrichten nach Börsenschluss können zu Kurslücken (Gaps) führen, die Ihren Stop-Loss überspringen und somit zu höheren Verlusten als geplant führen können.
  • Längere Kapitalbindung: Da Positionen über Tage oder Wochen offen bleiben, ist Ihr Kapital über diesen Zeitraum gebunden und steht nicht für andere kurzfristige Gelegenheiten zur Verfügung.
  • Hohe Anforderungen an die Geduld: Es kann längere Phasen geben, in denen kein valides Handelssignal auftritt, was für sehr aktive oder ungeduldige Personen eine psychologische Herausforderung darstellt.
  • Laufende Finanzierungskosten: Für das Halten von gehebelten Positionen über Nacht fallen tägliche Swap-Gebühren an, die bei sehr langen Haltedauern die Nettorendite spürbar schmälern können.
  • Notwendigkeit größerer Stop-Loss Abstände: Um nicht durch das normale Marktrauschen vorzeitig aus einer Position ausgestoßen zu werden, müssen die Risikopuffer oft großzügiger bemessen werden.
Vor- und Nachteile beim Swing Trading

Das Swing Trading bietet Vor- und Nachteile, welche man kennen sollte (Foto: Shutterstock/ Chanantida Panya)

Für wen ist Swing Trading geeignet?

Swing Trading ist ideal für Berufstätige, da die notwendigen Analysen und die Platzierung von Orders bequem in den Abendstunden oder am Wochenende durchgeführt werden können, ohne den Arbeitsalltag zu stören. Auch für Anfänger ist dieser Stil oft der beste Einstieg in die Welt der Börse, da die langsamere Taktung mehr Zeit für fundierte Entscheidungen lässt und die Fehlerquote durch Hektik massiv sinkt.

Zudem profitieren geduldige Strategen von diesem Ansatz, da sie die nötige Disziplin mitbringen, auf die wirklich lukrativen Marktbewegungen zu warten, anstatt aktionistisch jedem Trend hinterherzulaufen. Wenn Sie eine ausgewogene Balance zwischen aktivem Handel und Freizeit suchen, finden Sie im Swing Trading oft eine ideale Handelsmöglichkeit.

Lohnt sich das Swing Trading für Privatanleger?

Für Privatanleger in Deutschland ist Swing Trading zwar oft die rentabelste Form des aktiven Handels, aber eben nicht langfristig orientiert wie eine klassische Geldanlage und natürlich mit einem recht hohen Risiko belastet. Trotzdem kann das Swing Trading eine Ergänzung zu einem mittel- bis langfristigen Portfolio sein, um den Rendite-Anteil möglichst optimal abzubilden. Je nach Risikoneigung entscheiden Sie dann, wie hoch der Trading Anteil am Gesamtkapital ausfallen soll.

Welche Alternativen zum Swing Trading gibt es?

Sollte das Swing Trading nicht exakt Ihren Vorstellungen oder Ihrem Risikoprofil entsprechen, gibt es bewährte Alternativen im Bereich des Tradings:

  • Daytrading

Diese Alternative ist besser für Sie geeignet, wenn Sie über sehr viel Zeit verfügen, schnelle Ergebnisse innerhalb eines Tages suchen und absolut kein Risiko über Nacht eingehen möchten. Es erfordert jedoch eine extrem hohe Konzentrationsfähigkeit und schnelle Reaktionszeiten.

  • Position Trading

Dieser noch langfristigere Ansatz ist ideal, wenn Sie sich nur sehr selten mit den Märkten beschäftigen möchten und bereit sind, Trends über viele Monate oder sogar Jahre hinweg zu begleiten. Hier stehen fundamentale Entwicklungen im Vordergrund.

  • Buy & Hold (Langfristiges Investieren)

Diese Strategie ist am besten für den komplett passiven Vermögensaufbau geeignet. Sie setzen hierbei auf die langfristige, fundamentale Stärke von Unternehmen oder ganzen Märkten (z.B. via ETFs) und ignorieren kurzfristige Preisschwankungen über Jahre hinweg konsequent.

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Häufige Fehler beim Swing Trading

Auch erfahrene Trader sind nicht vor Fehlern gefeit, die teuer zu stehen kommen können. Die folgenden Versäumnisse sollten Sie unbedingt vermeiden, um Ihr Kapital nachhaltig zu schützen:

▶️ Handeln ohne konsequenten Stop-Loss:

Dies ist der fatalste Fehler. Viele Anfänger hoffen bei Verlusten auf eine baldige Umkehr des Marktes und riskieren dadurch einen Totalverlust ihres gesamten Kontos, wenn der Trend sich gegen sie fortsetzt.

▶️ Overtrading aus Langeweile:

Das Bedürfnis, ständig im Markt aktiv zu sein, führt oft dazu, dass qualitativ minderwertige Signale gehandelt werden. Dies drückt nicht nur die Performance, sondern erhöht auch unnötig die Transaktionskosten.

▶️ Zu hohe Positionsgrößen:

Wenn Sie pro Trade einen zu großen Teil seines Kapitals riskieren, setzen Sie sich einem enormen emotionalen Druck aus. Dies führt fast zwangsläufig zu Fehlentscheidungen und gefährdet die langfristige Performance Ihres Portfolios.

▶️ Ignorieren von wichtigen Wirtschaftsnachrichten:

Ereignisse wie Zinsentscheidungen der Zentralbanken oder Arbeitsmarktdaten können bestehende Trends abrupt beenden. Wenn Sie diese Termine ignorieren, werden Sie oft von plötzlicher Volatilität überrascht und ausgestoppt.

▶️ „Rache-Trading“ nach Verlusten:

Nach einem verlustreichen Trade versuchen viele Trader, das verlorene Geld sofort mit Gewalt und erhöhtem Risiko zurückzuholen. Dies führt in der Regel zu einer Abwärtsspirale und noch größeren Verlusten.

▶️ Fehlende Dokumentation im Trading Journal:

Wenn Sie Ihre Trades nicht detailliert dokumentieren, berauben Sie sich der Chance, aus Fehlern zu lernen. Ohne Analyse der Vergangenheit werden Sie dieselben psychologischen und technischen Fehler immer wieder wiederholen.

▶️ Vernachlässigung der Korrelation im Portfolio:

Wenn Sie gleichzeitig mehrere Positionen in derselben Branche halten, erhöhen Sie Ihr Risiko massiv, da diese Werte oft im Gleichschritt fallen oder steigen. Eine mangelnde Diversifikation kann bei Sektorschwäche verheerend sein.

Fehler beim Swing Trading

Mit unseren Tipps können sie Fehler beim Swing Trading vermeiden (Foto: Shutterstock/ S_L)

Tipps für Einsteiger beim Swing Trading

Damit Ihr Start in die Welt des Swing Tradings von Erfolg gekrönt ist, sollten Sie die folgenden Ratschläge konsequent in Ihren Handelsalltag integrieren:

1️⃣ Tipp – Führen Sie ein detailliertes Journal:

Dokumentieren Sie jeden einzelnen Trade mit Screenshots, Ein- und Ausstiegsgründen sowie Ihren Emotionen während des Trades. Nur so können Sie Ihre Strategie objektiv analysieren und stetig verfeinern.

2️⃣ Tipp – Begrenzen Sie Ihr Risiko pro Trade konsequent:

Eine goldene Regel besagt, niemals mehr als 1 bis maximal 2 Prozent Ihres Gesamtkapitals in einem einzelnen Trade zu riskieren. Dies sichert Ihnen das Überleben auch während längerer Verlustphasen.

3️⃣ Tipp – Bleiben Sie Ihrer gewählten Strategie treu:

Wechseln Sie nicht impulsiv nach jedem Fehltrade das System. Jede profitable Strategie hat Verlustphasen. Wichtig ist, dass sie über eine große Anzahl von Trades hinweg einen positiven Erwartungswert aufweist.

4️⃣ Tipp – Nutzen Sie intensiv ein Demokonto:

Bevor Sie echtes Geld riskieren, sollten Sie den Umgang mit Ihrer Handelsplattform und die exakte Umsetzung Ihrer Regeln in einer risikofreien Umgebung perfektionieren, bis Sie sich absolut sicher fühlen.

5️⃣ Tipp – Beachten Sie immer die übergeordnete Marktphase:

Handeln Sie bevorzugt in Richtung des langfristigen Trends des Gesamtmarktes. Ein „starker Wind im Rücken“ erhöht die Wahrscheinlichkeit für erfolgreiche einzelne Swings massiv.

6️⃣ Tipp – Investieren Sie kontinuierlich in Ihre Weiterbildung:

Der Markt ist ein ständiger Lehrer. Lesen Sie anerkannte Fachbücher, besuchen Sie hochwertige Webinare und tauschen Sie sich mit erfahrenen Tradern aus, um Ihr Verständnis für die Marktmechanismen zu vertiefen.

7️⃣ Tipp – Bewahren Sie Ruhe und üben Sie sich in Geduld:

Akzeptieren Sie, dass nicht jeder Tag eine Handelsgelegenheit bietet. Die besten Trader zeichnen sich dadurch aus, dass sie diszipliniert auf die wirklich klaren und sehr wahrscheinlichen Signale des Marktes warten können.

8️⃣ Tipp – Entwickeln Sie eine emotionale Distanz zum Geld:

Betrachten Sie Ihr Trading Kapital als Arbeitsmaterial. Nur wenn Sie Verluste als Teil des Geschäfts akzeptieren, können Sie die nötige Objektivität bewahren, um langfristig an der Börse erfolgreich zu sein.

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