

Wenn Sie bei Trading 212 einen Freistellungsauftrag einrichten können, wirkt sich das auf die Höhe der Steuern aus, die Sie auf Gewinne aus dem Trading zahlen. Doch nicht bei jedem Broker ist das möglich.
Wir haben daher nachgesehen, inwieweit der Freistellungsauftrag bei Trading 212 überhaupt ein Thema ist, was genau er bedeutet und wie er sich einrichten lässt. Erfahren Sie hier, welche Faktoren eine Rolle spielen und ob eine Einrichtung erfolgen kann.
Wenn von einem Freistellungsauftrag bei Trading 212 gesprochen wird, bezieht sich das auf den Sparerfreibetrag, der in Deutschland zur Verfügung gestellt wird. Wenn Sie mit Ihrer Geldanlage Gewinne generieren, fällt in Deutschland die sogenannte Kapitalertragssteuer an. Das heißt, die Gewinne werden als Einkommen angesehen und müssen versteuert werden. Die Höhe der Steuer liegt bei 25 %. Dazu kommen noch die Beträge für den Solidaritätszuschlag sowie Kirchensteuer, wenn Sie Mitglied in der Kirche sind.
Bei der Deklarierung der Gewinne und der Abfuhr der Steuern gibt es zwei Möglichkeiten:
Der Broker Trading 212 gibt an, dass er nur teilweise Quellsteuer abführt – je nach Land der Kunden. Tatsächlich werden durch Trading 212 Steuern aus Ihren Kapitalerträgen nicht einbehalten und auch nicht abgeführt.

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Der Freistellungsauftrag gibt Ihnen die Möglichkeit, bei einem Broker oder einer Bank anzugeben, dass diese den Sparerpauschbetrag bei einer Berechnung der Steuern berücksichtigen soll. Sie haben einen Freibetrag in Höhe von 1.000 Euro pro Jahr.
Es ist auch möglich, diesen Betrag auf mehrere Banken und Broker aufzuteilen. In dem Fall müssten Sie allerdings mehrere Freistellungsaufträge einrichten. Das heißt also: Wenn Sie einen Gewinn bei Trading 212 machen und der Broker theoretisch die Steuern für Sie berechnen und abführen würde, lägen die 1.000 Euro dem gegenüber. Gewinne bis zu einem Betrag von 1.000 Euro im Jahr sind steuerfrei und Sie erhalten die volle Trading 212 Auszahlung.
Da der Broker die Steuern jedoch nicht für Sie abführt, ist es auch nicht möglich, bei Trading 212 einen Freistellungsauftrag einzurichten. Dementsprechend ist das Thema „Steuern auf Gewinne“ für Sie erst dann relevant, wenn Sie Ihre Einkommenssteuererklärung machen. Hier müssen diese angegeben werden.
Sie können sich dafür an den Broker wenden und um eine Aufstellung Ihrer Gewinne aus Geldanlagen für das vergangene Jahr bitten. Dadurch haben Sie einen guten Überblick und einen Nachweis, wenn das Finanzamt diesen fordert. Beachten Sie, wenn Sie sich Gewinne auszahlen lassen, dass nur bis 1.000 Euro keine Steuern pro Jahr gezahlt werden müssen. Haben Sie bereits bei einem anderen Anbieter einen aktiven Freistellungsauftrag, reduziert sich der Betrag um diesen.
Sie können bei Trading 212 keinen Freistellungsauftrag einrichten, da Sie Ihre Gewinne selbst bei Ihrer Steuererklärung angeben und versteuren müssen. Als internationaler Broker übernimmt der Anbieter diesen Vorgang nicht für Sie. Dennoch gibt es einige Vorteile, die dafür sprechen, ein Konto beim Anbieter einzurichten. Dazu gehört die Trading 212 Einlagensicherung. Durch die Aufbewahrung Ihrer Vermögenswerte bei renommierten Banken – getrennt vom Firmenvermögen – sind Ihre Einlagen auch bei einer Insolvenz des Brokers geschützt. Auch die Trading 212 Kosten stellen einen Vorteil da. Diese sind transparent und günstig.
Den Trading 212 Freistellungsauftrag ändern ist nicht möglich. Da der Broker keine Steuern für Sie abführt, können Sie hier auch Ihren Sparerpauschbetrag nicht angeben. Die Berechnung erfolgt direkt über Ihre Einkommenssteuererklärung.
Als Ehepartner können Sie den Sparerpauschbetrag beider Parteien in einen Freistellungsauftrag eingeben. Da der Broker selbst aber keine Steuern für Sie abführt, gibt es auch keinen Trading 212 Freistellungsauftrag für Ehepartner.
Sie müssen nicht Ihren Trading 212 Freistellungsauftrag löschen lassen, da dieser gar nicht beim Broker beauftragt werden kann.
Auch innerhalb des Jahres könnten Sie theoretisch den Trading Freistellungsauftrag nachträglich einrichten. Generell ist es jeodh nicht möglich, solch einen Auftrag beim Broker einzureichen.



Finanzielle Differenzgeschäfte (sog. contracts for difference oder auch CFDs) sind komplexe Instrumente und gehen wegen der Hebelwirkung mit dem hohen Risiko einher, schnell Geld zu verlieren. Der überwiegende Anteil der Privatkundenkonten verliert Geld beim CFD-Handel. Sie sollten überlegen, ob Sie verstehen, wie CFD funktionieren, und ob Sie es sich leisten können, das hohe Risiko einzugehen, Ihr Geld zu verlieren.