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Schwache US-Vorgaben Dax vor ruhigem Start

Händler sehen den Dax kaum verändert in den Tag starten. Hauptthema bleibt die drohende Fiskalklippe in den USA. Auch Griechenland sorgt für Gesprächsstoff.

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Der Dax wird nach Einschätzung von Banken und Brokern kaum verändert in den Handel starten. Am Donnerstag hatte der Leitindex 0,4 Prozent niedriger bei 7205 Punkten geschlossen. Grund für die schlechte Stimmung an den Börsen war, dass EZB-Präsident Mario Draghi - anders als von manchen Börsianern erhofft - keinen Hinweis auf eine Zinssenkung bereits im Dezember gegeben hatte.

Kursverluste verzeichneten auch die Kurse an der Wall Street. Nach Börsenschluss in Europa ging es deutlich nach unten. Der Dow Jones schloss 0,9 Prozent im Minus, der S&P 500 gab 1,2 Prozent nach und der Nasdaq-Composite verlor 1,4 Prozent. Für Verunsicherung sorgten vor allem die Haushaltsprobleme in den USA. Präsident Barack Obama und der Kongress müssen sich schnell auf einen Kompromiss einigen, um automatische Steuererhöhungen und Budgetkürzungen zu vermeiden.

"Das Umfeld hat sich eindeutig verschlechtert", sagt ein Händler und verweist auf die Fiskalklippe in den USA und die Situation in der Eurozone. Der sich erholende Euro und eine Stabilisierung an Asiens Börsen sollten die Notierungen zur Eröffnung aber etwas stützen.

Die Budgetkommission des US-Kongresses schätzt, dass das US-BIP 2013 vermutlich um 3 Prozent sinkt und die Arbeitslosigkeit auf 9 Prozent steigt, sollte es zu keinem Kompromiss im Streit um die Fiskalklippe kommen. In der Eurozone belastet nicht nur das sich eintrübende wirtschaftliche Umfeld, sondern auch die Unsicherheit um Griechenland. Derzeit ist unklar, wie Griechenland in der kommenden Woche fällige Kredite im Volumen von 5 Mrd. Euro bedienen soll. Impulse könnten am Vormittag Daten zur Industrieproduktion aus Frankreich und Italien setzen.

Quelle: n-tv.de, jga/rts/DJ

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