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Banken unter der Lupe Der Stress-Test

Die US-Aufsichtsbehörden wollen den großen Banken des Landes die Ergebnisse des so genannten "Stress-Tests" bald mitteilen. Rund die Hälfte der 19 betroffenen Institute braucht demnach offenbar frisches Kapital, um die Finanzkrise zu überwinden. Im Folgenden Einzelheiten zu den Tests:

Der Stress-Test:

- Die Tests liefen seit Februar. Die Ergebnisse werden zunächst den betroffenen Banken und voraussichtlich am Donnerstag zumindest in Auszügen der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

- Die Prüfer sind: Notenbank, Einlagensicherung FDIC, die Bankenaufsicht für landesweit tätige und ausländische Banken sowie die Sparkassenaufsicht.

- Die Tests berücksichtigen alle potenziellen Verluste der Banken in den kommenden zwei Jahren, darunter auch die Risiken des Wertpapier-Portfolios, der nicht in der Bilanz verzeichneten Verpflichtungen und eventuelle andere Verbindlichkeiten.

- Die Lage der Banken wird unter zwei Szenarien geprüft: Das sogenannte Ausgangsszenario basiert auf den aktuellen Krisenprognosen, das zweite Szenario geht von einer negativeren Entwicklung aus - einer längeren und schlimmeren Rezession.

- Die Banken legen Prognosen zu ihren internen Ressourcen vor. Dazu zählen vorläufige Schätzungen für die Netto-Einnahmen und potenzielle Abschreibungen auf Kreditverträge.

- Die Prüfer stellen fest, ob das Institut genug Polster hat, "seine zentrale Rolle in der Volkswirtschaft zu erfüllen".

Die Szenarien:

- Das Ausgangsszenario geht von einer Schrumpfung der größten Volkswirtschaft von zwei Prozent 2009 aus, bei einer zügigen Erholung 2010 und einem Wachstum von dann 2,1 Prozent. Die Arbeitslosenrate wird hier auf 8,4 Prozent in diesem Jahr und 8,8 Prozent im kommenden Jahr geschätzt. Bei den Hauspreisen wird 2009 ein Rückgang von 14 Prozent und 2010 um weitere vier Prozent erwartet.

- Die Rahmendaten im Szenario einer negativeren Entwicklung sind: BIP-Minus von 3,3 Prozent 2009, Wachstum von 0,5 Prozent 2010, Arbeitslosenquote bis zu 8,9 Prozent 2009 und bis zu 10,3 Prozent 2010, Häuserpreise minus 22 Prozent 2008 und weitere minus sieben Prozent 2010.

Das Kapitalproramm CAP:

- Nachdem die Prüfer den Kapitalbedarf festgestellt haben, hat die Bank ein halbes Jahr lang Zeit, privat Geld aufzutreiben. Gelingt dies nicht, kann sie sich am CAP-Programm der Regierung beteiligen.

- Das CAP sieht keine Obergrenze für Kapitalhilfen vor.

- CAP-Kapital wird in Form von abgesicherten Wertpapieren gestellt, die zu einem zehnprozentigen Abschlag auf den Kurs vor dem 9. Februar in Stammaktien umgewandelt werden können.

- An die CAP-Wertpapiere ist eine Dividende von neun Prozent geknüpft. Der Staat hat das Recht zur Umwandlung, wann immer es ihm beliebt. Nach sieben Jahren werden die Papiere automatisch in Stammaktien umgewandelt.

- Die Banken können Vorzugsaktien aus dem bisherigen Hilfsprogramm CPP in CAP-Papiere umtauschen.

- Wer das CAP nutzt, muss Managerentgelte einschränken, Auskunft über die Verwendung des Geldes geben, die Kreditvergabe offen legen und ist bei Dividenden und Übernahmen begrenzt.

Quelle: ntv.de