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Donnerstag, 01. April 2010

Dax-Konzerne schütten Gewinne aus: Die dicksten Dividenden-Eier

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Alle Jahre wieder, wenn die ersten Blumen ihre Blüten öffnen, fällt der Startschuss für die große Suche nach den üppigst gefüllten Osternestern. (Foto: picture alliance / dpa)

Alle Jahre wieder, wenn die ersten Blumen ihre Blüten öffnen, fällt der Startschuss für die große Suche nach den üppigst gefüllten Osternestern.

Alle Jahre wieder, wenn die ersten Blumen ihre Blüten öffnen, fällt der Startschuss für die große Suche nach den üppigst gefüllten Osternestern.

Während die lieben Kleinen dann die Augen nach den buntesten und schönsten Fundstücken aufhalten, gilt unter Aktionären, die dicksten Dividenden zu ergattern.

Gemeinsam mit dem Osterhasen wagen sich die großen Dax-Konzerne dann nämlich mit ihren über das Jahr gesammelten Vorräten zur Hauptversammlung, um den Jahresgewinn mit den Anteilseignern zu teilen.

Wer zum rechten Zeitpunkt den richtigen Riecher hat, kann mit dividendenstarken Aktien ordentliche Renditen erwirtschaften.

Am eiligsten hat es der Lkw-Bauer MAN, der - kein Scherz - schon am 1. April vor die Aktionäre treten will. Geplant ist eine Dividendenausschüttung von 25 Cent je Aktie.

Zum Schlusskurs vom 30. März springt für Aktionäre von MAN derzeit eine magere Dividendenrendite von 0,4 Prozent heraus.

Die erste Hauptversammlung nach Ostern veranstaltet am 9. April der Pharma- und Chemiekonzern Merck. Nach einem kräftigen Gewinneinbruch 2009 kürzt Merck die Ausschüttung um ein Drittel auf 1 Euro je Aktie.

Die Dividendenrendite von Merck liegt damit bei 1,7 Prozent. Wer keine Kurssteigerung erwartet, hat auch jenseits des Aktienmarktes Chancen auf solche Renditen.

Den Dividendenschock des Jahres hat wohl Daimler seinen Aktionären verpasst. Nach einem harten Jahr für die Autobranche streicht Daimler überraschend die komplette Ausschüttung. Auf der Hauptversammlung am 14. April wird sich Konzernchef Zetsche sicher so manches böse Aktionärswort hierzu gefallen lassen müssen.

Vom ersten Schreck hat sich die Daimler-Aktie seit der Ankündigung etwas erholt. Das ändert jedoch nichts daran, dass für Anleger aus Dividendensicht bei Daimler dieses Jahr nichts zu holen ist.

Henkel-Chef Kaspar Rorsted präsentiert seinen Aktionären die Ergebnisse und Aussichten des Konsumgüterkonzerns am 19. April. Im Gepäck hat er einen Dividendenvorschlag von 53 Cent je Vorzugsaktie, genau so viel wie bereits ein Jahr zuvor.

Für Henkel-Aktionäre bleibt damit aktuell eine Dividendenrendite von 1,3 Prozent.

Mit einer deutlich satteren Ausschüttung lockt der Stromriese RWE. Konzernchef Jürgen Großmann stellt den Aktionären auf der Hauptversammlung am 22. April seinen Dividendenvorschlag von 3,50 Euro je Aktie vor. Im Vorjahr zahlte RWE sogar noch einen Euro je Aktie mehr.

Stimmen die Anteilseigner dem Vorschlag zu, erzielen Aktionäre, die zum Schlusskurs des 30. März eingestiegen sind, eine Dividendenrendite von satten 5,3 Prozent - der drittstärkste Wert im Dax.

Das schwache Autojahr schlägt sich nach einem Gewinnrückgang auch in der Dividende von Volkswagen nieder. Auf der Hauptversammlung stimmen die Aktionäre über den Ausschüttungsvorschlag von 1,66 Euro je Vorzugsaktie ab. Für 2008 schüttete VW noch 33 Cent mehr aus.

Die Dividendenrendite der Wolfsburger liegt damit bei 2,4 Prozent.

Trotz eines spürbaren Umsatzrückgangs und eines Einbruchs des operativen Gewinns um ein Viertel will die Deutsche Post unverändert eine Dividende von 60 Cent je Aktie ausschütten. Abgestimmt wird darüber auf der Hauptversammlung des Konzerns am 28. April.

Die vergleichsweise hohe Dividendenrendite von aktuell 4,6 Prozent der Deutschen Post ist möglicherweise auch der schwachen Aktienperformance seit Jahresbeginn geschuldet.

Für die Münchener Rück war 2009 ein erfolgreiches Jahr. Das sollen auch die Aktionäre spüren. Nach einem Gewinnsprung dank starker Börsen und geringer Schäden durch Naturkatastrophen hebt der Konzern die Dividende um 25 Cent auf 5,75 Euro an. Am 28. April haben die Aktionäre das Wort.

Kritik dürfte dem Rückversicherer dabei wenig entgegenschlagen, denn auch die Kursentwicklung kann sich sehen lassen. Die Dividendenrendite liegt bei starken 4,8 Prozent.

Erstmals seit 16 Jahren muss der Chemieriese BASF seine Dividende kürzen. Nach einem beispiellosen Konjunktureinbruch im vergangenen Jahr schlägt Konzernchef Jürgen Hambrecht den Aktionären am 29. April eine Dividende von 1,70 Euro vor. Im Vorjahr hatte BASF noch 1,95 Euro je Aktie gezahlt.

Die Dividendenrendite liegt mit 3,7 Prozent im oberen Mittelfeld.

Ganz gestrichen wird die Dividende hingegen bei der Lufthansa. Der Konjunktureinbruch hat bei der Kranich-Airline zu einem steilen Sinkflug beim operativen Ergebnis gesorgt. Auf der Hauptversammlung am 29. April wird Lufthanseat Wolfgang Mayrhuber daher wohl in lange Gesichter schauen.

Die Kursentwicklung der Lufthansa kann sich bei aller Branchen-Tristesse jedoch durchaus sehen lassen - auch wenn das Sahnehäubchen Dividende fehlt.

Ebenfalls am 29. April stellt sich der Kosmetiker Beiersdorf seinen Anteilseignern. Der Dividendenvorschlag liegt nach schrumpfenden Gewinnen mit 70 Cent je Aktie immerhin 20 Cent unter dem Vorjahreswert.

Entsprechend mager fällt die Dividendenrendite von Beiersdorf aus, die mit 1,6 Prozent zu den schwächeren Vertretern im Dax zählt.

Einen Tag später, am 30. April, stellt sich Bayer-Chef Werner Wenning zum letzten Mal den Aktionären des Pharma- und Chemiekonzerns. Obwohl der operative Gewinn 2009 stärker fiel als prognostiziert, hält Bayer die Dividende mit 1,40 Euro je Aktie auf Vorjahreswert.

Die Dividendenrendite für die Papiere liegt zum Stichtag 30. März bei 2,8 Prozent.

Ein kleines Plus beim operativen Gewinn der Deutschen Telekom rüttelt nicht an einem starken Gewinneinbruch beim Nettoergebnis durch hohe Abschreibungen. Mit einer unveränderten Dividende von 78 Cent je Aktie sollen die Anteilseigner bei der Stange gehalten werden. Am 3. Mai muss sich Konzernchef Rene Obermann den Aktionären stellen.

Ungeschlagener Spitzenreiter bei der Dividendenrendite im Dax ist die Deutsche Telekom mit 7,8 Prozent. Dank einer garantierten Dividende von mindestens 70 Cent bis 2012 wird sich daran voraussichtlich auch so schnell nichts ändern.

Der Konjunktureinbruch ist 2009 auch im Industriegase-Geschäft von Linde angekommen. Trotz eines Gewinnrückgangs soll die Dividende jedoch unverändert bei 1,80 Euro je Aktie liegen. Was die Aktionäre über Dividende und Strategie des Konzerns denken, können sie am 4. Mai auf der Hauptversammlung äußern.

Trotz der unveränderten Ausschüttung bleibt die Dividendenrendite von Linde mit 2,1 Prozent im unteren Feld des Möglichen unter den 30 Dax-Titeln.

Am 5. Mai lädt auch die Allianz ihre Aktionäre zur Jahresversammlung. Kaum ist die Dresdner Bank aus den Büchern, glänzt der Versicherer mit einem Milliardengewinn. Die Dividende soll deutlich steigen: Nach 3,50 Euro im Vorjahr will die Allianz nun eine Gewinnbeteiligung von 4,10 Euro je Aktie zahlen.

Trotz einer starken Kursentwicklung kann sich bei dieser Dividende auch die aktuelle Dividendenrendite von 4,4 Prozent sehen lassen.

Metro-Chef Eckhard Cordes muss den Anlegern des Handelsriesen am 5. Mai rückläufige Umsätze und einen schrumpfenden Gewinn melden. Trostpflaster ist jedoch die Dividende, die unverändert bei 1,18 Euro je Aktie liegen soll.

Die Dividendenrendite fällt mit aktuell 2,6 Prozent im Verhältnis zu den übrigen Dax-Titeln mittelmäßig aus.

Wenige Monate vor dem Start der Fußball-WM in Südafrika kommt bei Anlegern von Adidas keine rechte Freude auf. In der Bilanz, die Konzernchef Herbert Hainer am 6. Mai an Aktionäre verteilt, steht ein nahezu halbierter Nettogewinn. Die Dividende wird um ganze 95 Cent gekürzt und soll damit bei 1,80 Euro je Aktie liegen.

Mit einer Dividendenrendite von aktuell gerade einmal 0,9 Prozent lockt Adidas wohl so schnell niemanden hinter dem Ofen hervor.

Auf höherem Niveau können am 6. Mai die Aktionäre von Eon klagen. Zwar erhöht der Stromriese erstmals in der siebenjährigen Amtszeit von Konzernchef Wulf Bernotat nicht die Dividende, doch bei leicht rückläufigen Zahlen hält der Konzern immerhin seine Dividende bei 1,50 Euro je Aktie konstant.

Die Dividendenrendite von Eon liegt mit aktuell 5,5 Prozent auf Platz 2 der Dax-Konzerne.

Der Dialysespezialist Fresenius Medical Care wartet am 11. Mai auf seine Aktionäre. Das krisenresistente Geschäft bescherte FMC einen gestiegenen Umsatz und Überschuss. Zum dreizehnten Mal in Folge erhöht FMC nun seine Dividende, in diesem Jahr um drei Cent auf nun 61 Cent je Aktie.

Die starke Entwicklung der FMC-Aktie lässt die aktuelle Dividendenrendite von 1,5 Prozent hingegen mager aussehen - wohl dem, der rechtzeitig eingestiegen ist.

Auch der Düngermittel-Anbieter K+S erwartet am 11. Mai Besuch von seinen Anteilseignern. Die schwache Nachfrage bescherte dem Konzern 2009 einen heftigen Gewinneinbruch. Das bekommen die Anleger kräftig zu spüren: Statt 2,40 Euro wie im Vorjahr müssen nun 20 Cent Dividende reichen.

Ein solcher Ausschüttungsknick geht auch an der Dividendenrendite nicht spurlos vorüber. Mit 0,4 Prozent zählt K+S hiermit zu den schwächsten Titeln im Dax.

Einen Tag nach der Tochter FMC bittet am 12. Mai Fresenius zur Hauptversammlung. Die Dividende der Dax-notierten Vorzüge soll um 5 Cent auf 71 Cent steigen - steigende Erlöse dank einer Übernahme und gute Geschäfte der Tochter FMC machen es möglich.

Bei der Dividendenrendite sieht die Lage hingegen ähnlich bescheiden aus wie bei FMC: Mit 1,4 Prozent gehört Fresenius nach dieser Kennziffer zu den aktuell schwachen Aktien im Dax.

Am 18. Mai fährt BMW-Chef Norbert Reithofer zur Hauptversammlung vor. Seinen Aktionären muss er dann einen deutlich gesunkenen Gewinn erklären. Die Dividende soll trotz des schwachen Autojahrs stabil bei 30 Cent je Stammaktie bleiben.

Alles andere als luxuriös fällt jedoch die Dividendenrendite mit 0,9 Prozent aus.

Gar keine Dividende dürfen dagegen die Aktionäre der Commerzbank erwarten, wenn sie am 19. Mai zur Hauptversammlung der teilverstaatlichten Bank eintreffen. Vor allem milliardenschwere Belastungen durch die Übernahme der Dresdner Bank belasten, doch auch an anderen Stellen brennt es.

Und der Kursverlauf der Commerzbank dürfte für Anleger der Commerzbank ebenso keine rechte Freude sein.

Nicht lumpen lässt sich dagegen der Branchenriese Deutsche Bank, der am 27. Mai zum Stelldichein bittet. Die Dividende steigt nach dem Krisenjahr 2008 um die Hälfte auf 75 Cent je Aktie. Die Dividende von 4,50 Euro von vor zwei Jahren ist damit jedoch noch in weiter Ferne. Grund für die Zurückhaltung ist der hohe Kapitalbedarf für die Integration der ABN Amro und Sal. Oppenheim.

Die Dividendenrendite fällt mit aktuell 1,3 Prozent sehr bescheiden aus.

Börsen-Chef Reto Francioni bittet die Anleger der Deutschen Börse ebenfalls am 27. Mai zur Hauptversammlung. Das Geschäft wird angesichts zurückhaltender Investoren und alternativer Handelsplattformen zunehmend schwieriger, doch die Dividende soll mit 2,10 Euro je Aktie unverändert bleiben.

Die Dividendenrendite der Deutschen Börse kann sich mit 3,8 Prozent verglichen mit anderen Dax-Titeln durchaus sehen lassen.

Weder Leo Apotheker noch Henning Kagermann werden bei der SAP-Hauptversammlung am 8. Juni Rede und Antwort stehen müssen. Während Kagermann Ende Mai 2009 regulär seinen Hut nahm, wurde Apotheker Anfang 2010 vom Aufsichtsrat nach bescheidenen Erfolge geschasst. Jenseits der Personalien winkt Aktionären von SAP eine unveränderte Dividende von 50 Cent je Aktie.

Die Dividendenrendite von SAP liegt mit 1,4 Prozent in der Gruppe der unterdurchschnittlich interessanten Papiere.

Als letztes Unternehmen im Dax bittet am 8. Juni der Stahlkocher Salzgitter seine Anteilseigner zur Hauptversammlung. Der Konzern will nach einem katastrophalen Jahr die Dividende von 1,40 auf 25 Cent zusammenstreichen.

Solch eine Kürzung bleibt auch bei der Dividendenrendite nicht ohne Folgen: Mit 0,4 Prozent gehört Salzgitter zu den Schlusslichtern bei der Rendite durch Gewinnausschüttung.

Eiliger hatte es hingegen Branchenrivale ThyssenKrupp: Weil das Geschäftsjahr des Konzerns Ende September endet, hat der Konzern bereits am 21. Januar Rede und Antwort gestanden.

Die Dividende von ThyssenKrupp schrumpfte von 1,30 Euro auf 30 Cent.

Auch Siemens hat die Hauptversammlung dank abweichendem Geschäftsjahr bereits absolviert, nämlich am 26. Januar.

Trotz Wirtschaftskrise hielt der Industrieriese seinen Dividendenkurs und zahlte wie in den beiden Jahren zuvor 1,60 Euro je Aktie.

Infineon standen die Aktionäre bereits am 11. Februar ins Haus. Auch der Chipproduzent startet sein Geschäftsjahr bereits jeweils zum 1. Oktober.

Eine Dividende hat Infineon bisher noch nie gezahlt.

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