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Markus Zschabers "Welt-Index" Handel nimmt Fahrt auf

Das Blatt scheint sich weiter zum Positiven zu wenden. Die Maßnahmen der EZB und die Sicherheitsnetze wie ESM und EFSF stabilisieren die Stimmung und das Vertrauen. Den Pessimismus vieler Wirtschaftsinstitute und Analysten teilt Vermögensverwalter Zschaber nicht.

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Dr. Markus C. Zschaber

Die Eurokrise und das damit verbundene systemische Risiko für die ganze Welt haben sich im Verlauf dieses Jahres verändert. Während im Frühjahr 2012 noch eine hohe Ungewissheit über den Ausgang der Systemkrise in Europa und damit das potenzielle Risiko eines theoretischen Zerfalls der europäischen Währungsunion an der Tagesordnung stand, sehen wir heute stabilere Säulen die das europäische "Haus" tragen. "Wir haben heute eine andere Qualität hinsichtlich des weiteren Verlaufs der Eurokrise was die fundamentalen aber auch die politischen Faktoren betrifft" fasst Markus C. Zschaber den Status Quo zusammen. "Noch fehlt es an nachhaltigen unternehmerischen Investitionen und auch die Produzenten verharren noch in einem Modus aus Vorsicht und Zurückhaltung, was zur Folge hatte, dass auch die Kapitalströme nach Europa noch keine wiederbelebende Dynamik anzeigen. Dennoch erkenne ich eindeutig Entspannungen. Die Maßnahmen der EZB, zur Not alles für ein Überleben der Eurozone umzusetzen und die Sicherheitsnetze wie den ESM und EFSF sowie die jüngsten Einlassungen der Politik haben zum einen die Spekulationen gegen die Eurozone zurückgedrängt und stabilisieren sukzessive auch das Vertrauen bei den Unternehmen und Investoren. Wir haben uns nochmals Zeit gekauft, die es diesmal unbedingt gilt zu nutzen!" führt Markus C. Zschaber aus.

Für den Vermögensverwalter steht fest, dass eine sehr hohe Abhängigkeit zwischen der Systemkrise in Europa und zur Entwicklung Weltwirtschaft besteht. Das belegen auch die Entwicklungen zum Welt – Index aus den letzten 18 Monaten. Daraus resultiert, sollte die Eurokrise sich nachhaltig entspannen können auch positive Entwicklung für die Konjunktur und die Weltwirtschaft zu erwarten sind. "Die Chancen für den Investitionsstandort Europa auf ein Comeback auf der internationalen Kapitalbühne sind so gut wie nie zu vor seit Krisenbeginn. Diesen Zustand gilt es jetzt zu nutzen und entsprechend auszubauen," appelliert Zschaber an die europäische Politik.

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Zwar zeigt sich die konjunkturelle Lage in Südeuropa weiterhin als fragil und die private Nachfrage verharrt auf Rekordtief, was aber hinsichtlich der depressiven bzw. prekären Verfassung der Wirtschaft bzw. der Geschäftslage und an den Arbeitsmärkten in diesen Staaten nicht verwundert. "Hier steht die EU - Politik in der Verantwortung, endlich neue Wege zu gehen und einen intelligenten Investitionszyklus in Spanien, Griechenland und Portugal durch niedrige Verwaltungshürden, hohe Rechtssicherheit und verbesserte Steuererleichterungen, in Gang zu setzen" konstatiert Markus C. Zschaber. Ohne eine Wiederbelebung der Konjunktur, werden sich die Defizite nicht schließen lassen. Sparen ohne Verantwortungsbewusstsein für die Konjunktur und Investitionen münden in einem realwirtschaftlichen Kollaps, da ist sich der Vermögensverwalter sicher.

Der V.M.Z. – Kommentar zum aktuellen Stand November 2012

Die Datenanalyse zum Welt – Index zeigt deutlich, dass die negativen politischen und systemischen Einflüsse seitens der Eurokrise auf die Weltkonjunktur abnehmen, teilweise sich sogar bereits in positive Entwicklungen umkehren. Daraus resultiert die Frage, welche Entwicklungschancen die Weltwirtschaft auf mittlere Sicht hat? "Anders als die meisten Wirtschaftsinstitute sehe ich ein attraktives Potenzial für die Konjunkturlage in der Welt aber auch für Deutschland, so Zschaber. Das liegt nach Angaben des Vermögensverwalters vor allem darin, dass eine Neuausrichtung des Investitionszyklus in den Prognosen der Wirtschaftsinstitute weitestgehend unberücksichtigt ist.

Fakt ist, dass auf industrieller Ebene seit fast 18 Monaten Unterkapazitäten im Lagerzyklus als auch im Investitionsgüterzyklus bestehen. Die Skepsis, welche durch die Eurokrise entstanden ist, ist in den Köpfen der Unternehmer spätestens im Sommer dieses Jahres angekommen und sorgte dafür das dieselbigen ihr unternehmerisches Risiko drosselten. "In den vergangenen Monaten haben wir eine deutliche Tendenz in fast allen Schlüsselindustrien erkannt, dass die Nachfrage größtenteils aus den Lagern bedient wurde, ohne dass diese direkt wieder deutlich aufgefüllt wurden. Hinzu kommt, dass in den strategischen Investitionsplänen der Unternehmen, Ersatz- und Neuinvestitionen nur untergeordnet eine Rolle gespielt haben. Dies hat den Schwung der Konjunktur maßgeblich beeinflusst, sollte sich aber zukünftig positiv ändern und sogar für eine Aufhellung am Konjunkturhorizont sorgen.", führt Markus C. Zschaber aus.

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Als zusätzlicher Stabilisator gilt der Konsumzyklus. Das zeigen die Detailanalysen zum Welt – Index. Die private Nachfrage der Konsumenten in allen relevanten Industriestaaten, wie z.B. in den USA, Deutschland, China, Brasilien, etc. ist sehr robust und verläuft weiter ansteigend.

Bei einer weiteren Entspannung der Krise und politischen Lösungsansätzen erwartet die V.M.Z. Vermögensverwaltung positive Überraschungen für die Weltkonjunktur als auch für Deutschland. "Die Lage ist besser als die Stimmung. Wir sehen durchaus eine starke Qualität im konjunkturellen Trend der noch weitere positive Überraschungen liefern sollte, so Zschaber weiter.

Diesen Konjunkturoptimismus belegen auch die Ergebnisse zum Welt – Index, blickt man auf den Stand von 61% im Index der Konjunkturdaten. Vor allem die Konjunkturlage in den USA konnte im Vergleich zum Vormonat nochmals an Fahrt hinzugewinnen. In erster Linie angeführt durch den privaten Verbrauch, als auch durch eine bessere Auftragslage in der Industrie. Auch der Arbeitsmarkt zeigt gewisse positive Entwicklungstendenzen an. Stützend wirkte auch die Konjunkturentwicklung in Asien, vor allem aus China. Vor allem die Aktivität im verarbeitenden Gewerbe hinsichtlich der Produktion und Auftragseingang legten zu. Das ist ein weiteres Signal für eine Erholung des Wachstums in China aber auch in Asien.

Fazit für Anleger: Im Kontext des Börsenverlaufs in den vergangenen Wochen wurde vor allem eine Frage gestellt: Wie belastbar ist das neu geschaffene "Sicherheitsnetz" der Eurozone und wie ernst meint es die Politik wirklich, die systemischen Risiken nachhaltig in den Griff zu bekommen. Nach der Auffassung der Marktstrategen der V.M.Z. Vermögensverwaltung gilt es das neuinstallierte Sicherheitsnetz aus EZB, ESM und der politischen Einigkeit als sehr ernst zu nehmen und auch als vertrauenbildend einzustufen.

"In den letzten Wochen entwickelten sich die Aktienmärkte in einer Seitwärtsbewegung, welche auch mit Blick auf teilweise enttäuschenden Unternehmenszahlen angemessen zu bewerten ist. Allerdings erwarten wir bereits in den kommenden Wochen positive Konjunkturentwicklungen in China, den USA, Deutschland und durchaus auch in weiteren Teilen Europas, welche den Grundpfeiler für eine Endjahresrallye bilden sollten. Positive Konjunkturentwicklungen werden die Risikoaversionen der Marktteilnehmer weiter reduzieren und damit neues Kapital in die Aktienmärkte fließen lassen, welches die Kurse ansteigen lässt.

Als Ausdruck des positiven Umfelds wird die Aktienquote im Musterdepot erhöht, auf einen Stand von 65%, gleichzeitig werden auch Wandelanleihen auf 7,5% angehoben. Ohne die Unsicherheiten der Eurokrise aus den Augen zu verlieren werdend die Derivateabsicherungen von 5% auf 2,5% reduziert. Die Stoploss – Kurse werden aber vollständig beigehalten.

Im Fokus des Musterportfolios bleiben: Large Caps: Pfizer, Colgate Palmolive, IBM, Chevron, WAL-Mart, Coca-Cola, AT&T, Nestle, YUM Brands, Exxon Mobil, 3M, Fresenius Medical Care, Sanofi, Johnson & Johnson, Phillip Morris, PepsiCo, Cisco Systems, BASF, SAP, Beierdorf, Home Depot und GAP. Zusätzlich werden Thyssenkrupp, Daimler, Caterpillar und General Electric mit aufgenommen.

Zusätzlich bleiben auch Nebenwerte mit hohem Absatzanteil in Deutschland und außerhalb der Eurozone ebenfalls favorisiert. Hierbei stehen Symrise, Leonie, Dürr, Jungheinrich, König & Bauer, Continental, Brenntag, Bertrandt, Bijou Brigitte, Gildemeister, Aareal Bank, Stada Arzneimittel, Krones, Kali + Salz, Hugo Boss, Carl Zeiss und Douglas sowie Gerry Weber, Tom Tailor, SIXT und Kabel Deutschland im Allokationsfokus.

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"In den vergangenen Wochen habe ich immer wieder darauf hingewiesen, dass wenn sich der "Euro – Malus" aus den Köpfen der Marktteilnehmer zurückzieht, gute Chancen für weiterer steigende Aktienmärkte besteht. Ich sehe wirklich gute Chancen gerade in den beiden Schlussmonaten, dass die Aktienmärkte weiter nach oben laufen, sollte die Eurokrise sich nicht weiter zuspitzen. Vor allem bei Chemie-, Rohstoff-, Anlagen- und Maschinenbau und Elektronikunternehmen sehe ich wirklich attraktive Kaufkurse", resümiert Markus C. Zschaber.

Asset-Allokation: Im monatlichen Musterdepot wird der gesamte Aktienanteil auf 65% erhöht, wobei sich das Verhältnis zwischen Large - Caps und Nebenwerte auf 35% zu 30% beträgt. Staatsanleihen aus den Emerging Markets werden um 1% dänische Staatsanleihen um 4 Prozentpunkte reduziert. Außerdem bleiben Staatsanleihen aus Kanada mit 2% und aus Neuseeland mit 3% sowie Edelmetalle mit 6% gewichtet. Wandelanleihen werden um 2,5% erhöht, dagegen bleiben Unternehmensanleihen und Hochzinsanleihen unverändert. Derivate – Absicherungsstrategien für den Aktienmarkt werden auf 2,5% reduziert. Zusätzlich bleiben bei den Aktientiteln weiterhin Stop – Loss – Kurse bei 7,5% unterhalb der aktuellen Kursstände vorhanden.

Disclaimer: Der "Welt-Index" betrachtet die 50 wichtigsten Konjunkturdaten, die weltweit von den Statistikämtern und Forschungsinstituten veröffentlicht werden. Auf Basis dieser Informationen – zugrunde liegen weit mehr als 1000 internationale Indikationen aus allen wirtschaftlich relevanten Volkswirtschaften und Regionen – werden zwei Trenddaten ermittelt, einerseits der Index der Konjunkturdaten, der ausweist, wie viele der 50 Werte in den vergangenen vier Wochen gestiegen oder gefallen sind. Zum anderen wird der Index der Markterwartungen ausgewertet. Er gibt an, in wie vielen Fällen der jüngste Wert der 50 statistischen Daten höher oder niedriger lag, als von Experten zuvor im Mittel erwartet worden war.

Das Musterportfolio zum "Welt-Index" ist nur als begleitende Information zu verstehen und dient nicht als konkreter Anlage-Ratschlag. Die Dr. Markus C. Zschaber Vermögensverwaltungsges. mbH erstellt den Index monatlich exklusiv für die "Welt am Sonntag" und den Nachrichtensender "n-tv". Informationen zum Index unter www.weltindex.com

Quelle: Dr. Markus C. Zschaber Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH

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