Donnerstag, 04. Mai 2017Der Tag

Mit Max Borowski und Heidi Ulrich
22:30 Uhr

Das war Donnerstag, der 4. Mai 2017

Liebe Leser,

viel war heute los, Verteidigungsministerin von der Leyen sucht nach den Schuldigen in der Affäre um einen terrorverdächtigen Offizier, Außenminister Gabriel bekommt einen Dankesbrief aus Israel und Tesla verärgert deutsche Autobauer. Doch am größten war das Interesse an diesen Meldungen:

Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend!

22:11 Uhr

Justin Trudeau trägt "Star-Wars"-Socken

90382119.jpg

Was für ein "modisches Highlight"!

(Foto: picture alliance / Paul Chiasson)

Da muss jemand ein riesiger "Star-Wars"-Fan sein: Kanadas Premierminister Justin Trudeau hat heute "Star-Wars"-Socken getragen. Und das auch noch bei einem Treffen mit dem irischen Premier Enda Kenny. Die Roboter "R2-D2" and "C-3PO" auf seinen Socken sprangen auch sonst jeden an, der ihm über den Weg lief. Warum das Ganze? Heute ist inoffizieller "Star-Wars"-Tag. Das Datum klingt auf Englisch so ähnlich wie das berühmte Filmzitat: "May the Force be with you".

90382118.jpg

Um solche Socken anzuziehen, muss die Fan-Liebe schon sehr groß sein.

(Foto: picture alliance / Paul Chiasson)

 

21:44 Uhr

Orang-Utan nach zwei Jahren aus Holzkiste befreit

90381030.jpg

In dieser Kiste lebte "Kotap" zwei Jahre.

(Foto: picture alliance / International)

Tierschützer haben auf der Insel Borneo einen Orang-Utan befreit, der zwei Jahre in einem dunklen Holzverschlag gefangen war. Der vierjährige Affe sei so verängstigt gewesen, dass er erst gar nicht aus der Box herauskommen wollte, erklärte die Organisation International Animal Rescue. Der Halter habe dem Orang-Utan nur eine leere Plastikflasche und einen Strohhalm als Spielzeug gelassen, hieß es. Er will den Orang-Utan als Baby in einem Karton von Freunden erhalten haben. Aus Angst, der heranwachsende Menschenaffe könne die Nachbarn stören, habe er dann den Holzverschlag gebaut. Nun kommt der Orang-Utan in eine Rettungsstation der Tierschützer in Indonesien.

*Datenschutz

 

21:17 Uhr

Medien: Akte zu Schweizer Steuer-CD gestohlen

Die Affäre um angeblich auf deutsche Steuerfahnder angesetzte Spione der Schweiz könnte um ein brisantes Kapitel reicher sein: Die "Bild"-Zeitung und die "Welt" berichten, in Wuppertal sei aus dem Auto eines Steuerfahnders eine Akte gestohlen worden, in der es um mindestens eine Steuer-CD aus der Schweiz gehe. Der Diebstahl sei am gleichen Tag passiert, als in Frankfurt am Main ein mutmaßlicher Spion aus der Schweiz festgenommen wurde. Den Berichten zufolge soll er deutsche Steuerfahnder wegen angekaufter Steuer-CDs bespitzelt haben. Auch von einem möglichen Doppelagent war die Rede. Ob es einen Zusammenhang mit dem Diebstahl gibt, ist unklar.

Mehr dazu hier.

20:59 Uhr

Vergiftungsgefahr - Ministerium warnt vor Trockenfisch

Das Verbraucherschutzministerium in Niedersachsen warnt vor dem Verzehr von Trockenfisch mit der Produktbezeichnung "Plötze (Rutilus rutilus) ausgenommen, getrocknet und gesalzen". Bei Menschen, die diesen Trockenfisch essen, könne die lebensbedrohliche Vergiftung Botulismus ausgelöst werden, hieß es. Bei einem Patienten wurde bereits Botulismus festgestellt. Er hatte vorher Trockenfisch gegessen, in dem der Erreger mittlerweile nachgewiesen wurde.

Mehr Informationen finden Sie hier.

20:26 Uhr

Bekannte Israelis danken Gabriel

90145807.jpg

Gabriel war letzten Monat in Israel.

(Foto: picture alliance / Bernd von Jut)

Dass sich Außenminister Gabriel in Israel auch mit regierungskritischen Gruppen getroffen hat, sorgte erst für einen Eklat. Nun wird Gabriel dafür gelobt. Mehr als 20 bekannte Israelis haben sich in einem Brief bei Deutschland bedankt, weil es der Zivilgesellschaft in ihrem Land beistehe. "Wir sind eine Gruppe von Israelis, die tief besorgt über die Zukunft unseres Landes sind", heißt es in dem Brief. Unterschrieben haben ihn einflussreiche Wissenschaftler, Künstler, Politiker und Diplomaten. Gabriel hatte sich mit Vertretern von Gruppen getroffen, die Israels Siedlungspolitik scharf kritisieren. Daraufhin hatte Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ein Treffen mit Gabriel abgesagt.

Hier lesen Sie mehr zum Thema.

20:28 Uhr

Neufassung von "Obamacare" passiert erste Hürde

In den USA ist der erste Schritt für den Umbau von "Obamacare" getan. Das Repräsentantenhaus hat einem entsprechenden Gesetzentwurf zugestimmt. Ein erster Versuch war im März kläglich gescheitert. Die Abschaffung von "Obamacare" war eines der zentralen Wahlkampfversprechen von Donald Trump. Die Abstimmung im Senat, der zweiten Kammer, steht noch aus.

Einzelheiten finden Sie hier.

20:05 Uhr

Videos des Tages

19:49 Uhr

Le Pen entgeht Ei-Attacke

RTS1550C.jpg

Le Pen bei der Ei-Attacke.

(Foto: REUTERS)

Auf Marine Le Pen fliegen Eier. Bei einem Wahlkampfauftritt in Dol-de-Bretagne musste sie sich wegducken, als Gegendemonstranten sie mit Eiern bewarfen. Getroffen wurde sie anscheinend aber nicht, ihre Bodyguards hoben immer wieder schützend ihre Hände über Le Pens Kopfs. Dafür bekam ein Fotograf ein Ei ins Gesicht, wie auf Bildern zu sehen ist. Am Sonntag wird in Frankreich gewählt, die Rechte Le Pen tritt gegen den Sozialliberalen Emmanuel Macron an.

*Datenschutz

 

19:28 Uhr

Von der Leyen nimmt Streitkräfteamt ins Visier

Wie konnte es sein, dass ein Offizier der Bundeswehr mutmaßlich Anschlagspläne schmiedete? Auf der Suche nach den Verantwortlichen wird im Verteidigungsministerium nun kräftig gerödelt. Dabei gerät das Streitkräfteamt unter Druck.

  • Aus Ministeriumskreisen heißt es, Verteidigungsministerin von der Leyen habe angeordnet, gegen den Chef des Amtes Verwaltungsermittlungen einzuleiten. So solle geklärt werden, ob ausreichender Verdacht für disziplinarrechtliche Ermittlungen bestehe.
  • Zwei Mitarbeiter des Amtes hätten den Offizier Franco A. Anfang 2014 nicht dem Militärgeheimdienst MAD gemeldet, obwohl seine Masterarbeit rechtsextremistische Elemente enthalten habe.
  • Außerdem hätten sie auch A.s direktem Vorgesetzten, der sich wegen der Arbeit an sie gewandt hatte, von Disziplinarmaßnahmen gegen den Offizier abgeraten, hieß es. Dies sei geschehen, um A.s Ernennung zum Berufssoldaten nicht zu gefährden.

Fragen & Antworten zum Fall Franco A. finden Sie hier.

 

19:03 Uhr

Prinz Philip absolvierte über 22.000 Auftritte

Jubiläen, Wohltätigkeitsarbeit und Eröffnungen. Seit 1952 hat Prinz Philip genau 22.191 solcher Termine wahrgenommen. Ja, der Buckingham-Palast zählt tatsächlich mit. Überlegen Sie mal, wie viele Hände Prinz Philip geschüttelt haben muss. So auch heute, als er und seine Frau einen Gottesdienst des Ordens "Orden of Merit" besuchten. Ab Herbst soll aber alles anders werden: Mit dann 96 Jahren will er sich aus der Öffentlichkeit zurückziehen.

*Datenschutz

 

 

18:41 Uhr

Junge verhungert – Jugendamtmitarbeiterin verurteilt

Im Prozess um einen verhungerten Jungen ist eine Mitarbeiterin des zuständigen Jugendamtes zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Das Amtsgericht Medebach sprach die 29-Jährige wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung schuldig und verurteilte sie zu sechs Monaten auf Bewährung.

In dem Fall ging es um den Tod des zweijährigen Anakins. Der Junge war bis auf sechs Kilogramm abgemagert und wegen extremer Unterversorgung gestorben. Seine neun Monate alte Schwester konnte gerettet werden. Die Staatsanwaltschaft hatte der Mitarbeiterin vorgeworfen, sich nicht in kurzen Abständen vom Wohl der Kinder überzeugt zu haben. Die Mutter muss sich später am Landgericht Arnsberg verantworten.

18:16 Uhr

Trump trifft den Papst

5c56903775bbbaf35d20a8ba400187d4.jpg

Diese beiden sehen sich am 24. Mai.

(Foto: REUTERS)

Papst Franziskus empfängt US-Präsident Trump. Das Treffen werde in knapp drei Wochen sein, bestätigte der Vatikan. Zu Trumps erster Auslandsreise gehören noch weitere Stopps: Israel und Saudi-Arabien. Damit unterstreicht Trump seine Verbundenheit zur Regierung von Ministerpräsident Netanjahu und seinen Vorstoß für einen neuen Anlauf zu einer Lösung des Nahost-Konfliktes, der auf die Einbindung regionaler Verbündeter wie Saudi-Arabien setzt.

Mehr dazu hier.

17:57 Uhr

71 Tote in Laster – Mordanklage erhoben

63504648.jpg

Der Laster an der A4 bei Parndorf.

(Foto: picture alliance / dpa)

Es war ein furchtbarer Fund im Hochsommer 2015: Am Rand einer Autobahn in Österreich wurde ein verlassener Kühllaster entdeckt, darin waren die Leichen von 71 Flüchtlingen. Sie waren von Schleppern in den Laster zusammengepfercht worden und noch auf ungarischem Gebiet erstickt. Nun hat die ungarische Staatsanwaltschaft Anklage erhoben.

  • Drei Bulgaren und ein Afghane werden des mehrfachen Mordes unter besonders grausamen Umständen beschuldigt. Für sie forderte die Staatsanwaltschaft lebenslange Haft.
  • Weiteren sieben Männern - ein Libanese und sechs Afghanen - wird gewerbsmäßige Schleuserei vorgeworfen.
  • Neun der Angeklagten sind in Ungarn in Untersuchungshaft, die anderen beiden flüchtig.

Mehr dazu hier.

Mehr dazu lesen Sie hier.
17:28 Uhr

Daliah Lavi ist tot

Die Schauspielerin und Sängerin Daliah Lavi ist tot. Sie sei bereits am Mittwoch in ihrer Wahlheimat Asheville im US-Bundesstaat North Carolina gestorben, sagte eine Mitarbeiterin des zuständigen Bestattungsinstituts. Lavi war vor allem in den 70er- und 80er-Jahren als Sängerin und Schauspielerin erfolgreich gewesen. Zu sehen war sie unter anderem in den Filmen "Im Stahlnetz des Dr. Mabuse", "Old Shatterhand" und "Casino Royale".

Hier geht es zur ausführlichen Meldung.

34571783.jpg

Daliah Lavi wurde 74 Jahre alt.

(Foto: picture alliance / dpa)

 

17:13 Uhr

Frankfurter Flughafen schließt wegen Unwetters

Am Flughafen in Frankfurt am Main geht gerade gar nichts mehr. Schuld daran ist ein Gewitter. Es schüttete und blitzte so heftig, dass der Flugbetrieb eingestellt wurde. Dies sei eine Vorsichtsmaßnahme, um die Mitarbeiter vor Blitzschlägen zu bewahren, hieß es von der Betreibergesellschaft Fraport.

Update: Der Betrieb läuft wieder, wie gerade bekannt wurde. Die Abfertigung der Maschinen wurde wieder aufgenommen, auch sind wieder Flieger gestartet. Bei Landungen gebe es noch einen Rückstau, sagte eine Flughafensprecherin. "Es ist alles noch recht voll." Daher gebe es weiterhin Verzögerungen für Landeanflüge, die bis in die Abendstunden andauern könnten, so die Sprecherin. Einige Flüge mussten annulliert werden.

Mehr dazu hier.

17:01 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:40 Uhr

Geldbote bei Überfall angeschossen

Ein Geldbote ist gestern Abend in Berlin angeschossen worden. Er und ein Kollege waren gerade dabei, einen Geldautomaten in einer Bankfiliale in Prenzlauer Berg aufzufüllen, als drei maskierte Männer in den Vorraum stürmten. Sie bedrohten die Geldboten mit einer Pistole. Einer der Täter drückte ab und verletzte einen Geldboten an der Schulter. Danach flüchteten die Täter ohne Beute mit einem Auto. Der Geldbote wurde inzwischen an der Schulter operiert.

16:23 Uhr

Lagerhalle bei Madrid explodiert - 30 Verletzte

In der Nähe von Madrid hat es mehrere Explosionen in einer Lagerhalle gegeben. Mindestens 30 Menschen wurden verletzt, drei von ihnen schwer. Benachbarte Schulen wurden geräumt. In der Halle in Arganda del Rey lagern Industrieöle. Die Ursache für die Explosionen ist noch nicht klar.

*Datenschutz

 

16:02 Uhr

Obama unterstützt Macron mit Videobotschaft

Gut, dass Barack Obama nicht die Rechte Marine Le Pen unterstützt, ist nun keine Überraschung. Aber seit dem Ende seiner Präsidentschaft mischt sich Obama nur noch selten bei politischen Fragen ein. Die Wahl in Frankreich sei aber zu wichtig, sagt der ehemalige US-Präsident nun in einem Video. Bei der Wahl gehe es um die Zukunft der Werte, "die uns so wichtig sind". Deshalb unterstützte er den Sozialliberalen Emmanuel Macron.

Mehr dazu hier.

*Datenschutz

 

15:40 Uhr

Rentner findet Auto nicht und drückt Notrufmelder

35173075.jpg

Wo, nur wo, ist es?

(Foto: picture alliance / dpa)

Wo hatte ich nur das Auto geparkt? Diese Frage kennen viele Autofahrer. Genauso ging es einem 77-Jährigen in einem Coburger Parkhaus. Weil er sein Auto einfach nicht mehr wiederfand, glaubte er, es müsse gestohlen worden sein. Der Rentner drückte daher kurzerhand den Notrufmelder im Parkhaus. In Erwartung eines akuten Notfalls rückten mehrere Streifenwagen an. Es stellte sich dann schnell heraus, dass der 77-Jährige das Auto auf einem anderen Parkdeck geparkt hatte. Die schlechte Nachricht für ihn ist, dass möglicherweise eine Strafe zahlen muss wegen Missbrauchs von Notrufen.

15:24 Uhr

Google akzeptiert Millionen-Steuer-Nachzahlung

RTX11LP9.jpg

Das Google-Büro in Dublin.

(Foto: REUTERS)

Den Gewinn machte Google in Italien, versteuerte ihn aber in Irland. Die italienischen Steuerbehörden wollten das so nicht akzeptieren und nun zahlt Google insgesamt 306 Millionen Euro an Steuern nach. Auch viele andere Unternehmen wählen Länder wie Irland als Hauptsitz, weil die Besteuerung auf Gewinne niedriger ist. Das führt allerdings immer wieder zu Streit. Apple etwa hatte ebenfalls eine Steuernachzahlung akzeptiert, um einem Verfahren wegen Steuerbetrugs in Italien zu entkommen. Vom Amazon fordert Italien 130 Millionen Euro.

15:10 Uhr

Schutzzonen für Syrien vereinbart

Russland, die Türkei und der Iran einigen sich auf Schutzzonen in Syrien. Die drei Regierungen unterzeichneten eine entsprechende Vereinbarung. Es geht dabei darum, dass Zivilisten in diesen Zonen nicht angegriffen werden. Eine Umsetzung gilt bisher allerdings als schwierig, weil alle Konfliktparteien zustimmen müssten. Der Chefunterhändler Syriens sagte, die Regierung in Damaskus unterstütze die Idee. Vertreter der syrischen Opposition protestierten jedoch dagegen

Eine ausführliche Meldung lesen Sie hier.

14:58 Uhr

Macron erstattet nach Andeutung von Le Pen Anzeige

993e937715b124d1121eb16a1ff626a5.jpg

Beim TV-Duell zwischen Le Pen und Macron ging es verbal eher ruppig zu.

(Foto: AP)

"Ich hoffe, dass man nicht herausfinden wird, dass Sie ein Offshore-Konto auf den Bahamas haben." Mit dieser Bemerkung hat Marine Le Pen gestern Abend im TV-Duell Emmanuel Macron verärgert. Der liberale Präsidentschaftskandidat habe nun Strafanzeige erstattet wegen "Fälschung" und "Verbreitung einer Falschnachricht", wie aus es seinem Umfeld hieß. Allerdings nicht gegen die Rechtspopulistin Le Pen, sondern gegen Unbekannt. Die Behauptung, Macron habe ein heimliches Auslandskonto, war zuvor im Internet verbreitet worden.

14:38 Uhr

Zahl der Gefährder ist gestiegen

89355228.jpg

Anis Amri - auf den Fahndungsfotos - war den Behörden schon lange vor dem Attentat in Berlin bekannt.

(Foto: picture alliance / Arne Dedert/d)

Die Zahl der islamistischen Gefährder ist weiter gestiegen. Derzeit seien 657 Gefährder registriert, denen die Sicherheitsbehörden Anschläge zutrauen, berichtet die "Neue Osnabrücker Zeitung" und beruft sich auf das Bundeskriminalamt. Ende Januar waren es noch 570 Gefährder, Mitte März 602 Gefährder. Rund die Hälfte von ihnen hält sich in Deutschland auf, etwa hundert davon sitzen in Haft. Ein Grund für den Anstieg ist, dass Fahnder seit dem Anschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt durch den Islamisten Anis Amri genauer hinsehen und ein neues Risikobewertungssystem einführten.

14:30 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leser,

Prinz Philip zieht sich mit seinen bald 96 Jahren zurück, die Queen zieht ihr Amt mit 91 Jahren weiter durch. Da lob ich mir doch meine vergleichsweise profane Tätigkeit mit der Aussicht auf einen richtigen und vor allem früheren Ruhestand! Noch lange nicht im Ruhestand, dafür aber im Feierabend ist jetzt der Kollege Max Borowski. Neues aus Deutschland und der Welt erfahren Sie nun von mir. Ich bin Heidi Ulrich, zu erreichen über heidi.ulrich@nama.de. Schönen guten Tag!

14:18 Uhr

Gutachten: Schweinemast ist illegal

In der Debatte um die Massentierhaltung fährt Greenpeace nun ein ganz großes Geschütz auf: das Grundgesetz.

  • Die jetzt zugelassenen Bedingungen fügten den Tieren Schmerz, Leid und Schäden zu, beklagte Greanpeace. Sie widersprächen dem Tierschutzgesetz und dem Staatsziel Tierschutz, das im Grundgesetz festgeschrieben ist.
  • Greenpeace stützt sich auf ein Rechtsgutachten Hamburger Rechtsanwälte, nach dem Mastschweinen etwa zu wenig Bewegungsfreiheit gewährt wird. Das gängige Schwänzekürzen sei nur in Einzelfällen zulässig. Das betäubungslose Kastrieren von Ferkeln - das 2019 abgeschafft werden soll - verstößt demnach gegen das Grundgesetz.
  • Bundesregierung, Bauernverband und Schweinehalter wiesen den Vorwurf zurück.
13:52 Uhr

Flüchtlinge bringen gestohlene Krippenfiguren zurück

Die Stifts- und Probsteikirche St. Mariä Himmelfahrt hat die meisten ihrer wertvollen, im Januar gestohlenen Krippenfiguren zurück.

  • Laut Polizei brachten zwei 20-jährige Syrer die mehr als 100 Jahre alten Figuren zur Dienstelle. Der Behörde zufolge war wohl Folgendes passiert: Die Flüchtlinge hatten sich mit einem 42 Jahre alten Einheimischen aus Kleve angefreundet. Der bat die beiden Anfang April, eine Tasche mit den Figuren für ihn aufzubewahren. Doch die Syrer schöpften Verdacht, recherchierten im Internet und stießen auf Berichte über den Krippendiebstahl.
  • Gegen den mutmaßlichen Dieb wurde nun ein Strafverfahren eingeleitet. Er schweigt laut Polizei zu dem Vorwurf, die Figuren gestohlen zu haben.
  • Einige Figuren, darunter ausgerechnet das Jesuskind, fehlen weiterhin.
13:38 Uhr

Delfine im Zoo sind gesünder als im Ozean

Meer29.jpg

Frei und glücklich?

(Foto: imago stock&people)

Gerade die Haltung von Walen und Delfinen in Zoos wird oft heftig kritisiert. Allerdings geht es wilden Delfinen einer Studie zufolge gesundheitlich deutlich schlechter als ihren in Gefangenschaft lebenden Artgenossen.

  • Die Autoren einer im Fachmagazin "Plos One" veröffentlichten Studie führen dies auf Umwelteinflüsse zurück, vor allem auf die Verschmutzungen der Lebensräume der Meeressäuger. Die Wissenschaftler verglichen dafür zwei Populationen: Delfine in US-Parks in Georgia und Kalifornien sowie wilde Artgenossen in Gewässern vor Florida und South Carolina.
  • Weniger als die Hälfte der wilden Delfine waren der Studie zufolge "klinisch normal", viele wiesen eine chronisch erhöhte Immunabwehr auf - ein Zeichen für Körperreaktionen auf Krankheiten. Wahrscheinlich handele es sich dabei um Reaktionen gegen Krankheitserreger, Parasiten und von Menschen verursachte Verschmutzungen im Ozean, die es unter Zoobedingungen so nicht gebe, sagte die Hauptautorin Patricia Fair von der Medizinischen Universität von South Carolina.

 

13:15 Uhr

Tote in Duisburg war Café-Inhaberin

Die Polizei in Duisburg meldet nach dem gestrigen Leichenfund erste Erkenntnisse:

  • Die gestern in einer Blutlache in einem Duisburger Café entdeckte tote Frau ist erschossen worden. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft in der nordrhein-westfälischen Stadt mitteilten, ergab dies die Obduktion der Leiche. Das Opfer war demnach die 46-jährige Inhaberin des Lokals am Innenhafen.
  • Die Leiche war von einer 54-jährigen Angestellten durch die Fensterscheibe hindurch entdeckt worden. Die alarmierte Feuerwehr sorgte für Zutritt zu dem Café, eine Notärztin konnte aber nur noch den Tod der Frau feststellen.
12:37 Uhr

Deutscher Anwalt will Erdogan nicht mehr vertreten

Als Anwalt des türkischen Präsidenten Erdogan in Deutschland war Michael Hubertus von Sprenger eine der zentralen Figuren in der Debatte um Meinungs- und Satirefreiheit in Deutschland im Allgemeinen und um Jan Böhmermanns Schmähgedicht im Besonderen. Gegen die überwältigende Kritik der deutschen Öffentlichkeit verteidigte von Sprenger Erdogans Position vehement vor Gericht und auch in den Medien.

Doch nun wendet er sich empört vom türkischen Staatsoberhaupt hab - wegen dessen wiederholter Vergleiche deutscher Politiker mit den Nazis. Das habe ihn "persönlich getroffen", sagte von Sprenger "Meedida". "Mein Vater saß während des Nationalsozialismus wegen seiner politischen Betätigung im Gefängnis", so Sprenger weiter.

Wer Erdogan nun in dem weiter laufenden Rechtstreit mit dem ZDF vertreten wird, ist bislang nicht bekannt.

Mehr dazu lesen Sie hier.

12:08 Uhr

Table Dancer verprügeln Mann mit High Heels

Die Polizei in Berlin musste in der Nacht ausrücken, um eine denkwürdige Auseinandersetzung zu beenden:

  • Wie die "Berliner Morgenpost" berichtet, versuchte ein Mann, sich Zutritt zu einer Table-Dance-Bar in Kreuzberg zu verschaffen. Weil er dort allerdings schon Hausverbot hatte, wollten ihn die Mitarbeiterinnen nicht hereinlassen.
  • Daraufhin versprühte der 64-Jährige Reizgas und brachte die Frauen so dazu, die Tür zu öffnen. Während ihn die Mitarbeiterinnen unter anderem mit ihren High Heels attackierten, schlug der Mann zurück und randalierte in der Bar.
  • Bilanz der Auseinandersetzung: Sieben durch Hautabschürfungen und Augenreizungen verletzte Frauen. Der Täter musste ambulant wegen einer Platzwunde am Kopf behandelt werden. Auch ein Polizist erlitt Augenreizungen.
12:00 Uhr

Schlagzeilen zum Mittag

11:24 Uhr

Schulz weiß, warum die Union die SPD abhängt

Der vielbeschworene Schulz-Effekt schwächt sich ab. Das weiß auch der SPD-Spitzenkandidat selbst. Und er glaubt den Grund dafür zu kennen, warum die Union in jüngsten Umfragen wieder deutlicher vor den Sozialdemokraten liegt.

  • "CDU/CSU steigen in den Umfragen, weil die AfD sich selbst zerlegt", sagte Schulz der Funke-Mediengruppe. "Und die Merkel-CDU macht einen Rechtsruck, um Wähler am rechten Rand an sich zu binden."
  • Die jüngste Umfrageschwäche lässt Schulz eigener Aussage zufolge kalt. Wenn die Sozialdemokraten "mal unter 30 Prozent liegen, macht das auch keinen nervös."
11:12 Uhr

Prinz Philip zieht sich von royalen Pflichten zurück

Nun ist es raus, warum der Buckingham-Palast alle Angestellten kurzfristig zu einem "emergency meeting" gerufen hat: Prinz Philip, der Gemahl der Königin, wird ab Herbst dieses Jahres sozusagen in Rente gehen - mit dann 96 Jahren. Er wolle dann keinerlei öffentliche Aufgaben mehr übernehmen, so der Palast.

Laut Buckingham-Palast ist Philip Präsident, Schirmherr oder Mitglied in mehr als 780 Organisationen, denen er auch künftig erhalten bleiben wird - allerdings ohne persönlich bei Veranstaltungen vorbeizuschauen.

Und seine Frau? "Ihre Majestät wird weiter mit Unterstützung der Mitglieder der königlichen Familie ein volles Programm offizieller Aktivitäten ausführen", teilt der Palast mit. Sie ist ja auch ganze fünf Jahre jünger als ihr Mann!

Mehr zu Prinz Philips Abschied lesen Sie hier.

 

10:51 Uhr

Irak eröffnet neue Front gegen IS in Mossul

Der IS befindet sich in seiner einstigen Hochburg Mossul seit Langem in der Defensive. Doch geschlagen sind die Terroristen noch nicht.

  • Im Kampf um die Rückeroberung Mossuls haben Regierungstruppen eine neue Front eröffnet. Kräfte der Armee, des Innenministeriums und der Polizei rückten von Norden her auf die Westseite der Stadt vor, teilte das Einsatzkommando mit. Ziel der Offensive seien die nordwestlichen Stadtteile Muscharifah, Kanisah und Al-Haramat.
  • Der irakischen Bundespolizei zufolge gelang den Truppen bereits die Rückeroberung des kleinen Vororts Hsunah und einer nahegelegenen Gasfabrik. Die Kämpfe konzentrieren sich derzeit darauf, den Westen Mossuls aus dem Griff des IS zu befreien.

Hier gehts zum ausführlichen Bericht über die Offensive in Mossul.

10:16 Uhr

Deutschlands Vogelbestand geht dramatisch zurück

Die Zahl der Vögel in Deutschland und Europa geht dramatisch zurück.

  • Vor allem Vögel, die in Agrarlandschaften leben, sind zunehmend bedroht. In einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der Grünen, die der dpa vorliegt, hat die Bundesregierung die Zahlen zusammengetragen: Insgesamt ist demnach in der EU die Zahl der Brutpaare in den landwirtschaftlichen Gebieten zwischen 1980 und 2010 um 300 Millionen zurückgegangen, das ist ein Minus von 57 Prozent.
  • In Deutschland hat etwa der Bestand der Kiebitze zwischen 1990 und 2013 um 80 Prozent abgenommen, die Zahl der Braunkehlchen um 63 Prozent, die der Uferschnepfen um 61 Prozent und die der Feldlerchen um 35 Prozent.
  • Hier lesen Sie mehr zu den Ursachen und den Folgen des Vogel-Verschwindens.

Ausgerechnet der ist aber auch dieses Jahr wiedergekommen:

 

09:58 Uhr

Thyssenkrupp erwägt neues NRW-Stahlwerk

Thyssenkrupp
Thyssenkrupp 11,71

Lange tauchten deutsche Stahlwerke vor allem dann den Schlagzeilen auf, wenn sie geschlossen wurden. Doch Thyssenkrupp spielt nun den Bau eines neuen Werks in Nordrhein-Westfalen durch.

  • "Wir überlegen, eine neue Anlage in NRW zu bauen", sagte Spartenchef Andreas Goss der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung. Es gehe um ein Werk für die Veredelung von Stahl für die Automobilindustrie. "Die Nachfrage nach feuerverzinktem Material ist sehr hoch", so Goss weiter.
  • "Dabei geht es um eine Investition in dreistelliger Millionenhöhe, die Arbeitsplätze schaffen würde", ergänzte der Manager.
09:26 Uhr

Taxi-Dieb tötet Fahrgast bei Unfall

Beim Zusammenstoß zweier Taxis in Hamburg ist ein Fahrgast ums Leben gekommen. Drei weitere Menschen wurden bei dem Unfall am frühen Morgen schwer verletzt, wie die Polizei in Hamburg mitteilte. Nach ersten Erkenntnissen hatte der Unfallverursacher das Taxi zuvor vermutlich gestohlen. Er stieß dann später frontal mit einem anderen, entgegenkommenden Taxi zusammen, in dem neben dem Fahrer zwei Fahrgäste saßen.

09:17 Uhr

Amazon-Supermarkt startet in Berlin

Amazon
Amazon 1.758,01

Amazon bringt seinen mit Spannung erwarteten Online-Supermarkt nach Deutschland. Amazon Fresh ist ab sofort in Teilen Berlins und Potsdam verfügbar.

  • Der weltgrößte Online-Händler will stationären Geschäften mit einer breiten Auswahl aus 85.000 Artikeln und kurzen Lieferzeiten Konkurrenz machen. Zum Sortiment gehören auch frisches Fleisch, Obst und Gemüse sowie gekühlte Artikel.
  • Der Service steht nur Kunden des kostenpflichtigen Abo-Dienstes Amazon Prime zur Verfügung, die für Fresh nach einem kostenlosen Probemonat zusätzlich 9,99 Euro monatlich zahlen sollen. Dafür können sie unbegrenzt viele Fresh-Lieferungen ab einem Mindesteinkaufswert von 40 Euro bestellen.
  • Der Start in Berlin ist ein Test. Vor einer möglichen Ausweitung auf andere Städte soll das Angebot entsprechend der Erfahrungen in Berlin angepasst werden.
09:10 Uhr

Oberster General: Extremes Netzwerk in Bundeswehr denkbar

Das Ausmaß des Skandals um den wegen Terrorverdachts festgenommenen Bundeswehroffizier Franco A. Lässt sich nach Ansicht des Generalsinspekteurs Volker Wieker noch nicht abschätzen. Er könne derzeit nicht sagen, ob der Offizier Teil eines rechtsextremen Netzwerkes sei, sagte Wieker in der ARD.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen will die Ursachen für das Versagen von Kontrollen gegen Rechtsextremismus und Schikanen in der Bundeswehr aufdecken. Sie hat für heute 100 ranghohe Offiziere nach Berlin gebeten.

09:06 Uhr

Junge Deutsche sind Europa-Fans

Allen Unken-Rufen zum Trotz: Die meisten jungen Menschen in Deutschland sind einer Studie zufolge klare Fans der Europäischen Union. Mehr als zwei Drittel (69 Prozent) der 16-bis 26-Jährigen sind demnach für einen Verbleib der Bundesrepublik in der EU, nur 12 Prozent für einen Austritt.

Das ergab eine Jugendstudie des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der TUI-Stiftung, aus der die Zeitungen der Funke Mediengruppe vorab berichten. Insgesamt befragte YouGov repräsentativ 6000 Menschen im Alter von 16 bis 26 Jahren in Deutschland, Griechenland, Italien, Polen, Spanien, Großbritannien und Frankreich nach ihrer Meinung zu Europa.

09:01 Uhr
08:52 Uhr

Kaum Hoffnung auf Überlebende nach Grubenunglück

Sie starben beim Versuch, ihre verschütteten Kollegen zu retten:

  • Bei einem Unglück in einem iranischen Kohlebergwerk sind mindestens 21 Arbeiter ums Leben gekommen. Nach einer Gasexplosion waren zunächst 14 Menschen in mehr als 1000 Meter Tiefe verschüttetet worden, wie die Behörden in der nördlichen Provinz Golestan mitteilten. Die 21 Kollegen hatten sich auf den Weg gemacht, um sie zu bergen.
  • Die Leichen der 21 Arbeiter seien nun 600 Meter unter der Erde gefunden worden, sagte der Leiter des Katastrophenschutzes in Golestan, Sadegh-Ali Moghadam. Die Suche nach den Verschütteten, die in 1000 bis 1500 Metern Tiefe festsaßen, dauere an. Für sie bestehe aber kaum noch Hoffnung.
08:25 Uhr

Sorge um Queen: "Emergency Meeting" in London

Wilde Spekulationen begleiten Berichte über ein notfallmäßg einberufenes Treffen der britischen Königsfamilie im Buckingham-Palast.

  • Britischen Medien zufolge sollten sich die engsten Angehörigen und Mitarbeiter der Königin um 8 Uhr dort einfinden. Derartige Treffen sind höchst ungewöhnlich. Eine Begründung wurde offenbar nicht mitgeteilt.
  • Nutzer in den Sozialen Netzwerken sorgen sich um die Gesundheit von Königin Elizabeth II. und ihrem Mann Prinz Philip.
  • Berichte, denen zufolge die Flagge auf dem Palast auf Halbmast weht, wurden allerdings inzwischen korrigiert.

Update: Entwarnung, der Queen und ihrem Mann geht es gut. Der Anlass für das Meeting: Prinz Philip wird sich im Herbst von öffentlichen Aufgaben zurückziehen. Siehe Eintrag von 11:12 Uhr oder auch hier.

08:13 Uhr

Sting verkauft Wohnung für 56 Millionen Dollar

Auf der Suche nach einer zentral gelegenen, repräsentativen Immobilie? Sting hätte da vielleicht was für Sie:

  • Der Musiker will seine New Yorker Luxuswohnung direkt am Central Park für 56 Millionen Dollar (etwa 51 Millionen Euro) verkaufen.
  • Sting und seine Ehefrau Trudy Styler hätten das Penthouse 2008 für rund 27 Millionen Dollar gekauft, teilte die Maklerfirma Corcoran mit. Die Wohnung im 15. und 16. Stock besteht aus zwei Stockwerken mit Panorama-Aussicht über den Central Park, einer Terrasse und vier Schlafzimmern.
07:52 Uhr

Leibwächter erschießen irrtümlich somalischen Minister

Erst vor wenigen Tagen war Bundesaußenminister Gabriel zu Besuch in Somalia. Wie gefährlich die Lage dort selbst für schwer bewachte Politiker ist, macht folgender Zwischenfall deutlich:

  • Ein somalischer Minister ist in der Nähe des Regierungssitzes offenbar aus Versehen von Sicherheitskräften erschossen worden. Mehrere Leibwächter des Ministers für Bau und Infrastruktur, Abbas Siraji, wurden zudem verletzt, wie der leitende Sicherheitsbeamte Mohamed Hassan erklärte.
  • Demnach war es in der Nähe der somalischen Präsidentenvilla in Mogadischu irrtümlich zu einem Feuergefecht zwischen dem Schutzpersonal des Ministers und jenem des obersten Rechnungsprüfers Nur Jimale Farah gekommen. Die Bodyguards des Rechnungsprüfers sahen in dem Wagen des Ministers offenbar eine Bedrohung und eröffneten das Feuer, wie Hassan erklärte.
07:38 Uhr

Obama setzt sich 500-Millionen-Dollar-Denkmal

9affcfb8bc94fb6fc538e3a79c87be79.jpg

Rodelpiste, Grillplätze: Der Architekt hat an alles gedacht.

(Foto: AP)

Barack Obama denkt auch nach dem Ende seiner Präsidentschaft groß.

Für satte 500 Millionen Dollar will er eine Bibliothek in Chicago bauen lassen, die das Vermächtnis seiner Amtszeit verwahrt und verwaltet. Aber nicht nur das:

Neben einer Bibliothek werden ein Museum und ein Veranstaltungszentrum gebaut. Der Komplex soll vor allem ein Austausch- und Schulungszentrum sein. Das Ziel der Einrichtung sei, "die nächste Generation von Führungspersönlichkeiten auszubilden", sagte Obama. Er habe sich "etwas Lebendiges" gewünscht, "ein Zentrum für Aktivitäten für die Gemeinde, die Stadt und das Land". Geplant sind auch ein Gemeinschaftsgarten, Grillplätze, eine Rodelpiste und ein Aussichtspunkt.

07:22 Uhr

Ausgeklügelte Phishing-Attacke auf Google-Nutzer

Achtung! Unbekannte haben mit einer Flut präparierter E-Mails versucht, Daten bei Nutzern von Google-Profilen abzugreifen.

Die E-Mail-Nachrichten enthielten einen Link zu einem angeblichen Dokument der Bürosoftware-Plattform Google Docs. Er führte augenscheinlich zwar tatsächlich zum Internet-Konzern, dort tarnte sich aber unter dem Namen "Google Docs" eine täuschend echt aussehende bösartige Web-App, die nichts mit Google zu tun hatte.

Sie forderte dann Zugang zu E-Mail-Konto und Adressbuch - und angesichts der äußeren Ähnlichkeit stimmten zumindest einige zu. Die App verschickte dann den Link an Kontakte aus dem Adressbuch - und die E-Mail wirkte für die Empfänger vertrauenswürdig, weil sie von einem ihnen bekannten Absender kam.

Google stoppte die Attacke nach kurzer Zeit. Die Profile dahinter seien blockiert worden und die gefälschten Webseiten gelöscht, erklärte der Internet-Konzern.

07:13 Uhr

Schweiz setzte weiteren Spion gegen NRW-Steuerfahnder ein

Der am vergangenen Freitag festgenommene Daniel M. war offenbar nicht der einzige Spion, der für die Schweiz die deutsche Finanzverwaltung ausspähen sollte.

Der Schweizer Geheimdienst soll einem Medienbericht zufolge auch einen Spitzel in der Finanzverwaltung von Nordrhein-Westfalen platziert haben. Das geht nach Informationen von "Süddeutscher Zeitung", NDR und WDR aus dem Haftbefehl gegen Daniel M. hervor.

Demnach sollte die Quelle im "Geschäftsbereich" der NRW-Finanzverwaltung Informationen darüber beschaffen, wie deutsche Behörden beim Ankauf sogenannter Steuer-CDs aus der Schweiz vorgehen.

06:58 Uhr

Panzerwagen überfahren Demonstranten in Caracas

8dd2725cecbf18f917e455bc5b8a1dc6.jpg

(Foto: REUTERS)

Dramatische Bilder erreichen uns in der Nacht aus Venezuela: Die Proteste gegen Staatschef Maduro sind erneut eskaliert.

  • In der Hauptstadt Caracas wurde ein 18-jähriger Demonstrant getötet.
  • Die Sicherheitskräfte gingen mit Tränengas, Wasserwerfern und Gummigeschossen gegen tausende Regierungsgegner vor, die gegen eine von Maduro angekündigte Verfassungsreform auf die Straße gingen. Die Demonstranten setzten unter anderem Molotow-Cocktails ein.
  • Mehrere Demonstranten wurden von gepanzerten Fahrzeugen der Nationalgarde angefahren.
  • Seit Beginn der Protestwelle Anfang April wurden damit bereits 32 Menschen getötet.

Lesen Sie den ausführlichen Bericht über die jüngsten Gewaltausbrüche hier.

06:50 Uhr

Was heute wichtig wird

Liebe Leser,

Wahlkampf, Wahlkampf, Wahlkampf!

In Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen geht das Werben um die Wählergunst in die heiße Phase. Martin Schulz stemmt sich gegen das Abflauen des nach ihm benannten Aufschwungs der Sozialdemokraten, indem er heute an der Küste Rosen verteilt. In NRW steht unter anderem eine weitere TV-Runde der dortigen Spitzenkandidaten an. Für alle, die das nicht so packend finden, bietet ja Frankreich einen echten Richtungswahlkampf.

Außerdem:

  • Gewählt wird heute bereits in England, Schottland und Wales. Die Kommunalwahlen gelten als Test vor der vorgezogenen Parlamentswahl unter dem Eindruck der Brexit-Debatte.
  • Verteidigungsministerin von der Leyen trifft etwa 100 Spitzenkräfte der Bundeswehr. Thema ist natürlich der Umgang der deutschen Armee mit rechtsextremen Soldaten und die Kritik der Ministerin daran.
  • Die Deutsche Bahn will in einer Pressekonferenz über den Stand der Dinge nach der Entgleisung ihres ICE in Dortmund aufklären.

Ich bin mir nicht sicher, ob diese kleine Vorschau geeignet ist, Ihnen den Start in den Tag zu erleichtern. Sehen Sie es vielleicht wie ich: Wenn man nach vier Stunden Schlaf bei eisigen Temperaturen um halb sechs durch den Regen ins Büro gelaufen ist, kann der Tag nur besser werden!

06:18 Uhr

Das Wetter mit Björn Alexander

Heute bildet sich über der Norddeutschen Tiefebene ein Streifen mit teils länger anhaltendem und von der Prignitz bis in die Uckermark teils kräftigem Regen. Lediglich an den Küsten bleibt es länger trocken und im Norden Schleswig-Holsteins scheint sogar zeitweise die Sonne. Über der Südhälfte und den Bergen bilden sich bei wechselnder Bewölkung später Schauer und einzelne Gewitter.

Der n-tv Wetterexperte Björn Alexander

Björn Alexander ist Chef-Meteorologe bei n-tv.

Die Temperaturen erreichen 9 Grad in der Mecklenburgischen Schweiz und bis zu 18 Grad bei sonnigen Abschnitten in den Niederungen im Süden. Dort weht schwacher Wind aus unterschiedlichen Richtungen, in der Nordhälfte mäßiger, an den Küsten frischer bis starker Nordostwind, an der Ostsee örtlich mit Sturmböen.

Kommen Sie gut in den Tag. Ihr Björn Alexander

06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht