Dienstag, 28. Juni 2022Der Tag

mit Yuki Schubert
Yuki Schubert
22:34 Uhr

Das war Dienstag, der 28. Juni 2022

Liebe Leserinnen und Leser,

nach wochenlanger Blockade hat die Türkei nun doch überraschend grünes Licht für den NATO-Beitritt von Schweden und Finnland gegeben. Damit zeigt sich das westliche Militärbündnis doch geeint - und das ist ein wichtiges Signal an Putin. Was heute im Laufe des Tages in der Ukraine geschehen ist, haben wir für Sie zusammengefasst und immer auf dem Laufenden in Bezug auf den russischen Angriffskrieg bleiben Sie durch unseren Liveticker.

Dieser Dienstag war ganz schön ereignisreich, hier die wichtigsten Themen im Überblick:

Damit läute ich jetzt meinen Feierabend ein, ich hoffe, Sie sind morgen wieder dabei, um durch den "Tag" alles Wissenswerte aus der Welt zu erfahren. Eine gute Nacht wünsche ich Ihnen.

Ihre Yuki Schubert

22:20 Uhr

Fahrraddieb knackt mit Staubsaugerrohr Schloss und versteckt sich in Mülltonne

An Kreativität mangelt es bei folgendem Fall aus Nordrhein-Westfalen nicht: Ein 20 Jahre alter Mann hat mithilfe eines Staubsaugerrohrs ein Fahrradschloss in Hamm aufgehebelt. Polizisten hatten ihn dabei aber nach eigenen Angaben in der Nacht beobachtet. Als der Mann ohne festen Wohnsitz die Ermittler bemerkte, ergriff er mit dem entwendeten Mountainbike die Flucht. Dabei habe er sich zunächst des Tatwerkzeugs entledigt, dann auch das Fahrrad zu Boden geworfen, schilderte die Polizei. Danach flüchtete der Dieb zu Fuß weiter, ehe er in eine große Mülltonne eines Hotels kletterte, um sich vor seinen Verfolgern zu verstecken - vergeblich. Die Polizei nahm ihn vorläufig fest.

21:51 Uhr

Drei junge Bergsteiger in der Schweiz tödlich verunglückt

Beim Aufstieg auf den Schweizer Gipfel Tête de Milon sind eine 28-jährige Französin und zwei 31-jährige Belgier heute in den Tod gestürzt. Knapp unterhalb des Gipfels, auf etwa 3400 Metern Höhe, fiel die Seilschaft von einem Berggrat. Zwei weitere Mitglieder der Gruppe, die vorausgegangen waren, schlugen Alarm. Die Bergretter konnten nur noch den Tod des Trios feststellen.

21:16 Uhr

Menschlicher Kopf vor Bonner Landgericht gefunden: 38-Jähriger festgenommen

Grausiger Fund: Vor dem Bonner Landgericht ist ein abgetrennter menschlicher Kopf abgelegt worden. Passanten hätten die Polizei am frühen Abend alarmiert, dass im Eingangsbereich des Gerichts ein Körperteil sei, sagte ein Polizei-Sprecher. "Wir haben kurze Zeit später festgestellt, dass es sich um einen menschlichen Kopf handelt." Der mutmaßlich dazugehörige Torso sei am Rheinufer im Bereich des Alten Zolls entdeckt worden. Man habe einen Tatverdächtigen, der sich in unmittelbarer Nähe des Fundorts am Gerichts befunden habe, festgenommen. Nach ersten Erkenntnissen ist er 38 Jahre alt und ist der Polizei vor allem im Zusammenhang mit Betäubungsmittelkriminalität bekannt. Sowohl der Tatverdächtige als auch das noch nicht identifizierte Opfer seien ersten Ermittlungen zufolge der Obdachlosenszene zuzuordnen. Beide Fundorte würden nun weiter in Augenschein genommen.

20:40 Uhr
Breaking News

Epstein-Vertraute Maxwell zu 20 Jahren Haft verurteilt

Ein Gericht in New York verurteilt die Epstein-Vertraute Ghislaine Maxwell wegen Sexualverbrechen zu einer langen Haftstrafe. Die 60-Jährige müsse unter anderem wegen Menschenhandels mit Minderjährigen zu Missbrauchszwecken 20 Jahre ins Gefängnis, teilt Richterin Alison Nathan mit.

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20:38 Uhr

Zeugin zu Kapitol-Attacke: Trump wusste, dass Anhänger bewaffnet waren

Ein neues Knaller-Detail, das Trump weiter schwer belastet: Der damalige US-Präsident habe vor der Rede an seine Anhänger an diesem Tag von Waffen im Publikum gewusst, sagte Cassidy Hutchinson bei einer öffentlichen Anhörung des Untersuchungsausschusses zur Kapitol-Attacke. Hutchinson arbeitete im Weißen Haus für Trumps damaligen Stabschef Mark Meadows. "Es ist mir egal, ob sie Waffen haben - sie sind nicht hier, um mich zu verletzen. Sie können von hier aus zum Kapitol marschieren. Nehmt die verdammten Metalldetektoren weg", zitierte Cassidy Trump. Wenn ein Präsident eine Rede hält, verlangt der Personenschutz, dass die Anwesenden Metalldetektoren passieren.

Cassidy Hutchinson, frühere Mitarbeiterin von Trumps Stabschef, bei ihrer Aussage vor dem U-Aussschuss.

Cassidy Hutchinson, frühere Mitarbeiterin von Trumps Stabschef, bei ihrer Aussage vor dem U-Aussschuss.

(Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

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20:35 Uhr
Breaking News

Finnland: Türkei unterstützt NATO-Mitgliedschaft, auch für Schweden

Durchbruch unmittelbar vor Beginn des NATO-Gipfels: Die Türkei gibt ihren Widerstand gegen einen Beitritt von Finnland und Schweden auf. Damit sendet das Militärbündnis auch das erhoffte Signal der Einigkeit nach Moskau.

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20:20 Uhr

Die Videos des Tages

19:50 Uhr

Ecstasy-Labor auf NATO-Militärbasis mit Atomwaffen in Belgien entdeckt

Die belgische Polizei hat auf einem Militärstützpunkt, auf der auch Atomwaffen der NATO deponiert sind, ein heimliches Drogenlabor ausgehoben. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft der Provinz Limburg entdeckten die örtlichen Ermittler das Labor zur Herstellung von Ecstasy auf dem Stützpunkt Kleine Brogel im Norden Belgiens am vergangenen Mittwoch; mit Unterstützung von Experten der Bundespolizei, des Kriminologischen Instituts und des Zivilschutzes sei dann eine Razzia vorgenommen worden. 

Zwei Verdächtige seien festgenommen worden, inzwischen aber wieder auf freiem Fuß, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Demnach standen die beiden nicht im Dienst des belgischen Verteidigungsministeriums. Ob Ermittlungen gegen sie laufen, ließ der Sprecher offen. Die Basis wird außer von den belgischen Luftstreitkräften auch von der US-Luftwaffe genutzt. 

19:30 Uhr

Kleinflugzeug über den Niederlanden abgestürzt - Zwei Tote in See geborgen

Ein Kleinflugzeug mit zwei Personen an Bord ist aus ungeklärter Ursache über den Niederlanden abgestürzt. Die beiden Menschen seien tot aus einem See bei Zwolle nordöstlich von Amsterdam geborgen worden, teilten die Einsatzkräfte mit. Nach Medienberichten handelt es sich um die Maschine einer Flugschule, bei der auch professionelle Piloten ausgebildet werden. Die Behörden machten noch keine Angaben zur Identität der Opfer.

18:58 Uhr

Ihr helfen, sich zu verbessern: Londoner Polizei jetzt unter spezieller Aufsicht

Korruption, verschwundene Beweismittel, harscher Umgang mit Frauen und Demonstranten, Diskriminierung - die Liste der Skandale von Scotland Yard ist endlos. Ganz von dem Mord an der Londonerin Sarah Everard, die von einem Polizisten entführt und getötet wurde, abgesehen. Eine Reform ist unabdingbar. Um das Treiben der Londoner Polizei zu kontrollieren, wird sie ab jetzt von einer Behörde unter eine spezielle Aufsicht gestellt. Man werde die Metropolitan Police in einem sorgfältigen Prozess genau überprüfen und ihr helfen, sich zu verbessern, teilte die Polizeiaufsichtsbehörde heute mit. Die britische Innenministerin Priti Patel unterstützt diese Entscheidung. "Ich erwarte, dass die Polizei und der Londoner Bürgermeister unmittelbar damit anfangen, die Probleme anzugehen", sagte die Ministerin in einem Statement.

17:55 Uhr

EU liefert Affenpocken-Impfstoff aus: Deutschland unter den ersten Empfängern

"Ab heute treffen die ersten Impfstofflieferungen als Reaktion auf den Ausbruch der Affenpocken in den am stärksten betroffenen Ländern ein", erklärte EU-Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides. Zunächst sollen 5300 Dosen in Spanien ankommen, danach werden nach Angaben der EU-Kommission Portugal, Deutschland und Belgien beliefert. Im Juli und August sollen weitere Mitgliedsländer Impfdosen erhalten. Die EU hatte Mitte des Monats rund 110.000 Impfdosen der dritten Generation beim Unternehmen Bavarian Nordic eingekauft.

17:27 Uhr

Getötete Polizisten: Hauptangeklagter spricht unter Tränen von Notwehr

Der mutmaßliche Polizistenmörder hat heute seine erste persönliche Erklärung vor Gericht abgegeben. Teils unter Tränen sagte der 39-Jährige, er habe bei einer nächtlichen Fahrzeugkontrolle Ende Januar bei Kusel zwar mit einem Gewehr drei Schüsse auf einen Polizisten abgegeben - dieser habe aber zuerst geschossen. "Das hat vor mir aufgeblitzt, das hat ins Fahrzeug eingeschlagen. Ich konnte die Situation gar nicht greifen", sagte der Mann in seiner rund zwei Stunden langen Erklärung. Diese kam überraschend und ohne Vorankündigung. Er habe sich dazu entschlossen, weil die Prozessführung fair sei, sagte der Hauptangeklagte. Während er für sich eine Art Notwehrlage schilderte, gab er dem Nebenangeklagten - seinem Komplizen in der Tatnacht - die Schuld am Tod der Polizistin bei der Verkehrskontrolle. Der 33-Jährige habe die Frau erschossen. Richter Raphael Mall sagte nach den Erörterungen: "Ich muss das noch kurz für mich sacken lassen."

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16:57 Uhr

Mann will sein Handy auffangen und fällt in den Rhein

Einem 26-Jährigen ist bei einem Spaziergang mit seiner Freundin in Mainz das Handy in den Rhein gefallen. Beim Versuch, das Gerät in letzter Sekunde noch aufzufangen, ist er laut Polizei von einer drei Meter hohen Kaimauer in den Rhein und auf Steine im Uferbereich gestürzt. Die Feuerwehr konnte den Mann mit einer Leiter retten, nachdem die Wasserschutzpolizei aufgrund der Steine nicht nah genug an ihn herangekommen war. Zum Glück hat er sich den Angaben zufolge nur leicht verletzt.

16:27 Uhr

Unter Gullydeckel gefunden: Im Fall Joe schließt die Polizei Fremdverschulden aus

Der nach acht Tagen unter einem Gullydeckel in Oldenburg wiedergefundene achtjährige Joe hat sich nach Ermittlungen der Polizei selbst in dem Kanalsystem verirrt. Ein Fremdverschulden werde zum jetzigen Zeitpunkt ausgeschlossen, teilte die Polizei heute mit. Nach Auswertung aller Spuren und Hinweise gingen die Beamten davon aus, dass der Junge am Tag seines Verschwindens durch einen Ablauf in das Regenwasser-Kanalsystem gekrochen sei und dort nach mehreren Metern die Orientierung verloren habe.

16:00 Uhr

"Jetzt ist es aber genug": Polizeigewerkschaft gegen weiteren G7-Gipfel in Bayern

Während der US-Präsident mittlerweile in Madrid angekommen ist, macht sich der bayerische Landesverband der Deutschen Polizeigewerkschaft dafür stark, den nächsten G7-Gipfel in Deutschland nicht in Bayern auszutragen. "Jetzt ist es aber genug. Künftig sollen andere Bundesländer Ausrichter des G7-Gipfels sein", erklärte der Landesvorsitzende Jürgen Köhnlein. Der Einsatz auf Schloss Elmau sei gut gelaufen, die Strategie aufgegangen. "Die Belastung für die Einsatzkräfte war aber auch ohne Randale enorm." Nach dem Kraftakt wünscht sich die Gewerkschaft Anerkennung: "Jetzt warten die Polizeibeschäftigten auf ein Signal aus dem Innenministerium, wie der Dank auch greifbar wird."

15:25 Uhr

Boris Becker verklagt Oliver Pocher: Verhandlung Ende Juli

Sind nicht grün miteinander: Ex-Tennisstar Boris Becker zieht am 26. Juli gegen TV-Komiker Oliver Pocher vor Gericht. Die Zivilklage wird am Landgericht Offenburg verhandelt, wie ein Justizsprecher mitteilte. Persönlich erscheinen müssen die beiden nicht, was im Falle Beckers auch schwierig wäre: Er sitzt derzeit in Großbritannien im Gefängnis.

Becker will unter anderem erreichen, dass Pocher einen Fernsehbeitrag aus der RTL-Sendung "Pocher - gefährlich ehrlich" nicht mehr zeigen darf. Darin hatte Pocher den Tennissportler hinters Licht geführt. Unter dem Slogan "Make Boris rich again" wurde ein Spendenaufruf gestartet. In dem Beitrag ist nach Gerichtsangaben zu sehen, dass Becker das Geld auch bekam - aber ohne davon zu wissen: Das Geld war in einen vermeintlichen Modepreis eingearbeitet, der Becker in der Sendung verliehen wurde. Ein Urteil an dem Tag sei unwahrscheinlich.

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14:58 Uhr
Breaking News

CDU-Politiker Wüst als NRW-Ministerpräsident wiedergewählt

Der CDU-Politiker Hendrik Wüst ist als Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen wiedergewählt worden. Heute wurde der 46-Jährige im Landtag in geheimer Wahl mit 106 von 181 gültigen Stimmen im ersten Wahlgang als Regierungschef bestätigt. 74 stimmten mit Nein bei einer Enthaltung. Ungültige Stimmen und Gegenkandidaturen gab es nicht.

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14:30 Uhr

Überfall mit Gewehr und Beil auf Kunstmesse Tefaf: Zwei Festnahmen

Auf die internationale Kunstmesse Tefaf im niederländischen Maastricht ist nach Polizeiangaben ein bewaffneter Überfall am helllichten Tag verübt worden. Dabei haben demnach vier Männer möglicherweise Diamanten erbeutet. Zwei Verdächtige seien festgenommen worden. Zwei weitere Personen seien noch flüchtig. Die Fahndung nach ihnen laufe auf Hochtouren. Augenzeugen berichteten in Medien, dass sie am Vormittag vier schwer bewaffnete Männer gesehen hatten. Sie hätten mit mindestens einem Gewehr und einem Beil versucht, Vitrinen bei einem Juwelenhändler aufzubrechen. Ein Augenzeuge hatte ein Video von dem Überfall gemacht, auf dem ist zu sehen, wie ein Mann mit einem großen Vorschlaghammer auf eine Vitrine einschlägt. Ob die Diebe etwas erbeutet haben, ist noch unklar. Die Messe war einige Zeit geräumt worden, teilte die Tefaf mit.

Die Polizei vor dem Gebäude der Kunstmesse.

Die Polizei vor dem Gebäude der Kunstmesse.

(Foto: picture alliance/dpa/ANP)

14:15 Uhr
Breaking News

Zusatzbeitrag für Krankenkasse soll um 0,3 Prozentpunkte steigen

Im kommenden Jahr soll sich der Zusatzbeitrag der gesetzlichen Krankenkassen um 0,3 Prozentpunkte erhöhen. Das kündigt Gesundheitsminister Lauterbach an. Von der Erhöhung sind fast 60 Millionen Menschen betroffen.

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14:14 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

meine Kollegin Johanna Ohlau hat sich in den Feierabend verabschiedet. Jetzt für Sie zur Stelle bin ich und werde für Sie die News aus aller Welt durchforsten. Ich sage nur, ready, set, go!! Für Rückfragen zum Format nutzen Sie gerne diesen Kontakt: dertag@n-tv.de.

Ihre Yuki Schubert

13:58 Uhr

Rias meldet mehr als 2700 Fälle von Antisemitismus in 2021

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2021 sind laut Rias 964 Menschen in Deutschland von antisemitischen Vorfällen unmittelbar betroffen gewesen.

(Foto: picture alliance / Godong)

Beschimpfungen, Schmierereien, Angriffe gegen Juden in Deutschland: 2738 antisemitische Vorfälle haben Meldestellen des Netzwerks Rias im vergangenen Jahr erfasst. Darunter waren 63 Angriffe und sechs Fälle extremer Gewalt. Den Jahresbericht 2021 präsentierte Rias-Vorstand Benjamin Steinitz in Berlin. Wichtige Treiber aus seiner Sicht: die Corona-Pandemie mit ihren antijüdischen Verschwörungserzählungen und der Nahost-Konflikt mit antisemitischer Israel-Kritik. Etwa die Hälfte aller erfassten Vorfälle (54 Prozent) ließen sich laut Rias keiner klaren Weltanschauung zuordnen. Wo dies möglich war, waren Rechtsextremisten mit 17 Prozent die größte Gruppe. Insgesamt wurden 964 Täterinnen und Täter registriert.

Rias steht für Bundesverband der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus. Betroffene können sich an acht Meldestellen des Netzwerks wenden. Anders als in der Kriminalstatistik werden so auch nicht strafbare antisemitische Vorfälle erfasst. 2020 hatte Rias noch 1909 solcher Fälle registriert - aber mit weniger Meldestellen. Dass die Zahl nun auf die Dreitausendermarke zusteuere, sei erschreckend, sagte der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein. Aber "gleichzeitig ist jeder der gemeldeten Vorfälle auch ein Schritt zur Verkleinerung des Dunkelfelds".

12:46 Uhr

Havarie auf dem Rhein - Passagiere sitzen auf Schiff fest

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Ein Steinwall im Wasser wurde dem Schiff auf dem Rhein wohl zum Verhängnis. (Archivbild)

(Foto: picture alliance / Uli Deck/dpa)

Eine schöne Schippertour auf dem Rhein klingt super - ungefähr so haben sich das die knapp 170 Passagiere eines Ausflugsschiffs sicherlich auch gedacht. Doch es kam etwas anders: Gestern Nacht endete die Schifffahrt abrupt und ungeplant auf einer Buhne bei Rheinstetten (Landkreis Karlsruhe). Das ist eine Art Steinwall im Fluss, um die Fließgeschwindigkeit des Wasser zu verringern. Passiert ist das Ganze vermutlich wegen eines Fahrfehlers. Eine Frau hat das Schiff verlassen, da sie bei der Havarie leicht verletzt worden ist. Für die übrigen 165 Passagiere heißt es seitdem: Geduld haben und an Bord ausharren. Am Vormittag schleppte ein Güterschiff das Schiff immerhin frei und brachte es zum nächsten für die Gruppe wohl ungeahnten Stopp: zur Schleuse Iffezheim. Das teilt die Polizei mit. Dort sollen Taucher prüfen, ob an dem Schiff alles okay ist. Wie lange das dauert, ist unklar. Ich drücke mal die Daumen! Das eigentliche Ziel ist Düsseldorf und das sind noch einige Kilometer Rhein abwärts.

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11:50 Uhr

Depeche Mode: Daran starb Keyboarder Andy Fletcher

Vor knapp einem Monat ist Andy Fletcher von Depeche Mode überraschend gestorben. Nun gibt die Band die Todesursache des Gründungsmitglieds bekannt. In einem Statement der Band auf Instagram heißt es, dass der Musiker am 26. Mai 2022 zu Hause eine Aortendissektion erlitten hatte. "Obwohl es viel, viel zu früh war, ist er auf natürliche Weise und ohne langes Leiden gestorben", schreiben die verbliebenen Bandmitglieder Dave Gahan und Martin Gore. Zudem richten sie nochmals emotionale Worte an die Fans. "Wir wollten uns einen Moment Zeit nehmen und uns für die große Liebe zu Andy bedanken, die wir in den letzten Wochen von euch allen erfahren haben", schreibt die Band. "Es ist unglaublich, all eure Fotos zu sehen, eure Worte zu lesen und zu sehen, wie viel Andy euch allen bedeutet hat", heißt es in dem Statement weiter.

11:32 Uhr

Neuwahl rückt näher: Israels Parlament stimmt in erster Lesung für Selbstauflösung

Das historische und fragile Koalitionsbündnis in Israel, an dem Mitglieder aller politischen Lager beteiligt waren, ist wohl bald Geschichte: Am Morgen hat das israelische Parlament für seine Auflösung gestimmt. Die Abgeordneten votierten einstimmig für ein entsprechendes Gesetz. Damit rückt die fünfte Parlamentswahl in weniger als vier Jahren näher. Diese sollen dem Gesetzentwurf zufolge Ende Oktober oder Anfang November stattfinden. In Kraft treten soll das Gesetz zur Parlamentsauflösung am Mittwoch um Mitternacht. Vorher sollen noch die zweite und dritte Lesung im Parlament erfolgen. Anschließend wird Ministerpräsident Naftali Bennett das Amt des Regierungschefs an den bisherigen Außenminister Jair Lapid weitergeben. Bennett und Lapid hatten vergangene Woche verkündet, alle Möglichkeiten zur Stabilisierung ihrer Acht-Parteien-Koalition ausgeschöpft zu haben.

11:15 Uhr

Biden hat den G7-Gipfel verlassen

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Biden ist auf dem Weg nach München.

(Foto: REUTERS)

Der G7-Gipfel muss ab sofort ohne US-Präsident Joe Biden auskommen, denn dieser hat den G7-Gipfel vor einer knappen halben Stunde verlassen. Die Fahrzeugkolonne des Präsidenten ist gegen 11 Uhr am Schloss Elmau aufgebrochen, wie ein Journalist aus der Delegation berichtete. Zunächst werde die Delegation mit den Fahrzeugen transportiert und dann nach München geflogen. Dort wartet die Air Force One, mit der Biden nach Madrid zum NATO-Gipfel weiterreist. Nach Angaben des Weißen Hauses reist Biden wegen der Wetterlage früher als geplant ab. Es war sein erster Deutschlandbesuch seit Amtsantritt Anfang 2021.

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10:43 Uhr

31-Jähriger auf offener Straße in Kiel erschossen

Schock in Kiel über ein brutales Tötungsdelikt: Ein 31-Jähriger ist gestern am späten Abend auf offener Straße erschossen worden. Der unbekannte Täter schoss mehrfach auf den Mann, wie Polizei und Staatsanwaltschaft mitteilen. Der 31-Jährige sei trotz sofortiger Wiederbelebungsversuche im Krankenhaus gestorben. Der Täter ist auf der Flucht. Mehr Informationen wollen die Behörden aus ermittlungstaktischen Gründen bislang nicht bekannt geben.

10:13 Uhr
Breaking News

Urteil: Fünf Jahre Haft für 101-jährigen Ex-Wachmann von KZ Sachsenhausen

Ein 101-jähriger Mann ist in Brandenburg wegen Beihilfe zum Mord an Tausenden Häftlingen im Konzentrationslager Sachsenhausen zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Der Mann hatte in dem Prozess vor dem Landgericht Neuruppin bis zuletzt bestritten, in dem KZ Wachmann gewesen zu sein.

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10:11 Uhr

Griechische Polizei setzt offenbar Geflüchtete für Pushbacks ein

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Menschen in Athen protestierten Anfang Juni gegen illegale Pushbacks an der EU-Außengrenze.

(Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Die griechische Polizei setzt laut gemeinsamen Recherchen mehrerer Medien an der EU-Außengrenze Geflüchtete für widerrechtliche Zurückweisungen von Asylsuchenden, sogenannte Pushbacks ein. Mehrere Geflüchtete seien zu gewaltsamen Zurückweisungen von Menschen in die Türkei gedrängt worden, berichtete unter anderem der "Spiegel" unter Berufung auf gemeinsame Recherchen von ARD, "Lighthouse Reports", "Le Monde" und dem "Guardian" Im Gegenzug seien ihnen Aufenthaltspapiere versprochen worden. Die Polizei will dem Bericht zufolge dadurch die eigenen Beamten schützen - die Pushbacks gelten als sehr gefährlich. In grenznahen Dörfern ist das Vorgehen der griechischen Polizei demnach bekannt: Bauern und Fischer, die das Sperrgebiet am Fluss Evros betreten dürfen, hätten immer wieder Geflüchtete gesehen, die für die Polizei arbeiteten. Das bestätigen auch drei Polizeibeamte. Zudem belegen Satellitenbilder und andere Dokumente dem Bericht zufolge das Vorgehen der griechischen Behörden.

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09:42 Uhr
Breaking News

G7-Staaten geben Milliarden für Ernährungssicherheit

Die G7-Staaten werden sich nach Angaben der US-Regierung dazu verpflichten, bis zu fünf Milliarden US-Dollar für die weltweite Ernährungssicherheit bereitzustellen. Mehr als die Hälfte dieses Betrages werde aus den Vereinigten Staaten kommen, sagte ein hochrangiger US-Regierungsvertreter beim G7-Gipfel in Bayern.

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09:31 Uhr

Mary Mara ist tot: "Emergency Room"-Schauspielerin offenbar ertrunken

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Mary Mara auf einer Party zusammen mit Robin Thomas im Jahr 2008.

(Foto: IMAGO/YAY Images)

US-Schauspielerin Mary Mara, bekannt für ihre Rollen in den Serien "Emergency Room" und "Ray Donovan", ist tot. Das berichtet CNN unter Berufung auf ihren Manager Craig Dorfman. Mara wurde 61 Jahre alt. "Mary war eine der besten Schauspielerinnen, die ich je getroffen habe", erklärt Dorfman demnach. "Ich erinnere mich noch, wie ich sie 1992 in 'Mad Forest' am Broadway auf der Bühne gesehen habe. Sie war elektrisierend, witzig und eine echte Persönlichkeit. Jeder liebte sie. Sie wird uns fehlen."

Laut einer Mitteilung der New York State Police reagierten Polizisten am Sonntagmorgen auf einen Notruf, so CNN weiter. Im Sankt-Lorenz-Strom sei von den Einsatzkräften eine "verstorbene Frau" entdeckt worden. "Die vorläufigen Ermittlungen deuten darauf hin, dass das Opfer beim Schwimmen ertrunken ist", heißt es von der Polizei.

09:19 Uhr

Telefonprotokoll: Als Macron weiter über die Ukraine reden möchte, will Putin zum Eishockey

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Putin und Macron (rechts) bei einer Video-Konferenz 2020.

(Foto: picture alliance / abaca)

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat am 20. Februar, wenige Tage vor Beginn des russischen Angriffskriegs in der Ukraine, mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin telefoniert. Über einen Mitschnitt des Telefonats berichten französische und internationale Medien. Der Élysée-Palast gab das Protokoll demnach im Zuge einer Dokumentation des Senders France 2 frei, die in den kommenden Tagen ausgestrahlt wird. In dem Telefonat lobte Putin unter anderem die Gesprächsbereitschaft und das Vertrauensverhältnis mit Macron. Der Kremlchef warf dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj vor, gegen das Minsker Abkommen zu verstoßen und angeblich Atombomben zu fordern. Macron wies diese Aussagen zurück. Angesprochen auf die damaligen Militärübungen Russlands mit Belarus wiegelte Putin ab und stellte deren baldiges Ende in Aussicht. Auf einen Vorschlag Macrons, Putin möge bald einen Gipfel mit US-Präsident Joe Biden abhalten, geht der Kremlchef nicht ein. Danach verkündete er: "Um ehrlich zu sein, wollte ich jetzt Eishockey spielen." Er sei bereits in der Sporthalle, wolle aber noch mit seinen Beratern sprechen. Danach verabschieden sich die beiden. Dem "Telegraph" zufolge, sprachen die beiden am 21. Februar noch einmal. Am 24. Februar griff Russland sein Nachbarland an.

Mehr Aktuelles rund um den russischen Angriffskrieg erfahren Sie im Ukraine-Ticker.

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09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:44 Uhr

Wer besitzt noch ein Navigationsgerät?

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Wirkt für mich wie aus der Zeit gefallen - das Bild ist auch aus dem Jahr 2015.

(Foto: picture alliance / dpa-mag)

Diese Meldung kann ich persönlich schwer glauben: Weiterhin sollen viele Menschen ein Navigationsgerät für die Fahrt in den Sommerurlaub nutzen. Also ich habe vor 2010 (genauer weiß ich es nicht mehr) mal ein Navi geschenkt bekommen, damit ich nicht immer anrufe und nach dem Weg frage (war damals so!). Danach hatte ich mein erstes Smartphone und nie wieder ein Navigationsgerät benutzt - die fest verbauten in Autos mal ausgenommen (Handy-Akku leer ...). Doch rund 16 Millionen private Haushalte in Deutschland verfügten Anfang 2021 noch über ein solches Gerät, wie das Statistische Bundesamt mitteilt. Das waren 41 Prozent aller Haushalte und damit rund 10 Prozentpunkte weniger als fünf Jahre zuvor. Seit 2016 ist der Anteil an Haushalten mit Navigationsgeräten rückläufig. Am häufigsten sollen Paarhaushalte ohne Kind und sonstige Haushalte - also Wohngemeinschaften oder Haushalte mit volljährigen Kindern - ein Navi besitzen, nämlich 55 Prozent. Testen wir es mal aus: Wie ist es bei Ihnen?

08:21 Uhr

Freund der Ex und Seniorin getötet? Mutmaßlicher Axtmörder auf der Flucht

Der folgende Fall aus der Region zwischen Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen erscheint noch etwas mysteriös und erschreckend zugleich: Die Polizei fahndet nach einem 36 Jahre alten Mann, der den Freund seiner Ex mit einer Axt erschlagen haben soll. Anschließend soll der Mann die Frau in einem anderen Zimmer vergewaltigt haben. Die Tat ereignete sich in der Nacht zum 18. Juni in Kalletal im Landkreis Lippe, wie Polizei und Staatsanwaltschaft gestern mitteilten. Nur eine kürzere Autofahrt davon entfernt wurde in Obernkirchen im Landkreis Schaumburg eine 75 Jahre alte Ladenbesitzerin gestern tot aufgefunden. Die Frau wurde gewaltsam getötet, ob und wie die beiden Taten miteinander in Verbindung stehen, ist noch unklar. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Bückeburg wollte sich am Morgen nicht weiter dazu äußern, ob der gesuchte mutmaßliche Axtmörder auch für die Tötung der Seniorin verantwortlich sein könnte.

Die Polizei warnt vor dem Mann aus Aserbaidschan: Wer ihn sehe, solle ihn nicht ansprechen, sondern sofort die Polizei rufen. Besonders Lkw- und Fernfahrer sollen wachsam sein. Die Ermittler vermuten, dass der 36-Jährige Kontakt zu osteuropäischen Fernkraftfahrern und anderen Reisenden sucht oder gesucht hat, um als Anhalter oder auf anderen Wegen seine Flucht weiter fortzusetzen. Hinweise nimmt die Mordkommission "Weser" unter der Telefonnummer (0521) 545-0 oder jede andere Polizeidienststelle unter 110 entgegen.

08:04 Uhr

Russische Bürgerrechtler: Oppositionspolitiker Jaschin festgenommen

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Ilja Jaschin wurde inhaftiert.

(Foto: picture alliance / Pavel Golovkin/AP/dpa)

Russlands Präsident Wladimir Putin geht im eigenen Land hart gegen Oppositionelle vor. Nun ist mit dem liberalen Politiker Ilja Jaschin eine der bekanntesten Stimmen in der russischen Hauptstadt Moskau nach Angaben von Bürgerrechtlern festgenommen worden. Er sei auf eine Polizeistation gebracht worden, teilt das Bürgerrechtsportal Owd-Info mit. Sein Anwalt habe zunächst keinen Zugang zu dem Oppositionspolitiker bekommen. Der 38-Jährige soll Forderungen eines Polizeibeamten nicht nachgekommen sein, wie Owd-Info die Journalistin Irina Bablojan zitiert, die mit Jaschin vor der Festnahme spazieren war. Im Frühjahr war gegen ihn laut Medienberichten wegen angeblicher Verunglimpfung der russischen Armee während Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine ermittelt worden.

07:28 Uhr

Waldbrand auf Ex-Truppenübungsplatz Jüterbog gelöscht

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(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

Brandenburgs Feuerwehren sind momentan im Dauereinsatz: Nachdem Einsatzkräfte einen großen Waldbrand im Süden an der Landesgrenze zu Sachsen halbwegs unter Kontrolle bringen konnten, brach gestern das nächste Feuer aus. Doch Entwarnung: Der Waldbrand auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz bei Jüterbog in Brandenburg ist gelöscht. Das teilt die Regionalleitstelle Brandenburg mit. Einsetzender Regen in der Nacht hat den Feuerwehrleuten demnach in die Karten gespielt. Die Feuerwehr hatte den Ort gegen halb drei morgens verlassen, nachdem keine Brandstellen mehr wahrgenommen wurden, heißt es. Zwischenzeitlich hatte sich das Feuer nach Behördenangaben auf eine Fläche von 25 Hektar ausgedehnt und sei nicht mehr unter Kontrolle gewesen.

07:15 Uhr

Das wird heute wichtig

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Die Mähdrescher sind wieder auf den Feldern - und eben auch auf den Landstraßen - unterwegs.

(Foto: dpa)

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

die Mähdrescher fahren raus, die Getreideernte ist in vollem Gange. Doch das ist natürlich nicht das einzige Thema des Tages - ein Überblick:

  • Mit Gesprächen über die neue Weltordnung nach dem Ukraine-Krieg beenden die führenden demokratischen Wirtschaftsmächte heute den G7-Gipfel auf Schloss Elmau in Bayern.
  • Der Landtag in Nordrhein-Westfalen stimmt am Nachmittag in geheimer Wahl über den Ministerpräsidenten ab. Amtsinhaber Hendrik Wüst von der CDU stellt sich zur Wiederwahl.
  • Im Prozess gegen einen mutmaßlichen früheren SS-Wachmann im Konzentrationslager Sachsenhausen wird am Morgen das Urteil erwartet.
  • Enquete-Kommission besucht erstmals flutgeschädigtes Ahrtal in Rheinland-Pfalz.
  • Klimaschutzaktivistin Vanessa Nakate aus Uganda erhält Helmut-Schmidt-Zukunftspreis.
  • Kommt das Verbrenner-Aus? Darüber sprechen die EU-Umweltminister heute in Luxemburg.
  • Ein halbes Jahr nach ihrem Schuldspruch wegen Sexualverbrechen soll im Prozess gegen die Epstein-Vertraute Ghislaine Maxwell heute das Strafmaß verkündet werden.
  • Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon will im Parlament in Edinburgh ihren Fahrplan für ein neues Unabhängigkeitsreferendum vorstellen.
  • Kommission in Kolumbien legt Bericht zu Verbrechen im Bürgerkrieg vor.

Mein Name ist Johanna Ohlau und ich begleite Sie bis zum Mittag durch den Tag. Sie haben Fragen oder Hinweise? Dann schreiben Sie gerne eine Mail an dertag@n-tv.de.

07:04 Uhr

Hitze klingt ab, aber Schauer und Gewitter im Osten und Süden

Golfballgroße Hagelkörner fielen gestern Abend im Südosten Bayerns vom Himmel. Heute Morgen müssen sie nicht in Deckung gehen, und auch die Hitze im Osten hat sich etwas gelegt: Der Start in den Tag ist meist locker bewölkt oder sogar sonnig. Nur im Osten gibt es anfangs noch dichtere Wolken mit Regenschauern, im Süden ist es wolkiger mit einzelnen Schauern oder Gewittern. Die Temperaturen sind sommerlich warm bei 20 bis 28 Grad.

06:40 Uhr

Polizei: Zahl der offenen Haftbefehle steigt auf über 185.000

Ein Mann trägt Handschellen.

Per Haftbefehl gesucht: Tausende Menschen stehen auf den Fahndungslisten der deutschen Polizei.

(Foto: Sven Hoppe/dpa/Symbolfoto)

Erst vor wenigen Tagen machte eine Meldung die Runde, dass Bundespolizisten in Süddeutschland während ihrer Frühschicht fünf Haftbefehle vollstreckt hätten - alles Zufälle bei Verkehrskontrollen. Ganz so schnell geht es meist nicht, weshalb die Fahndungsdatenbanken der Polizei prall gefüllt sind: Die Zahl offener Haftbefehle ist gestiegen - insgesamt und auch im Bereich politisch motivierter Kriminalität. In den Fahndungscomputern der Polizei waren Ende März 185.490 Haftbefehle gespeichert, 8491 aus dem politischen Bereich. Das geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der AfD-Fraktion hervor. Zum letzten Stichtag Ende September 2021 waren es weniger offene Haftbefehle (182.707).

Bei knapp der Hälfte (45 Prozent) der offenen Haftbefehle handelt es sich eher um kleinere Delikte wie um Straftaten im Zusammenhang mit Diebstahl, Betrug oder Drogen. Delikte wie Brandstiftung, Körperverletzung, Raub oder Erpressung machen insgesamt etwa 13 Prozent aus. 12.712 offene Haftbefehle (6,9 Prozent) betreffen schwere Straftaten wie Mord, Totschlag, fahrlässige Tötung, Sexualdelikte, Menschenhandel oder Freiheitsberaubung. Das Ministerium weist darauf hin, dass die Zahl der Haftbefehle nicht gleichzusetzen sei mit der Zahl gesuchter Personen, da auf eine Person auch mehrere Haftbefehle entfallen könnten.

Mehr dazu lesen Sie hier.
06:15 Uhr

RKI meldet mehr als 140.000 Corona-Fälle - Inzidenz steigt auf 635

Ein Abstrichstäbchen wird in einer ambulanten Corona-Test-Einrichtung für die Analyse vorbereitet.

Längst nicht alle Menschen lassen ihre Infektion durch einen PCR-Test bestätigen - und fehlen in der Statistik.

(Foto: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/)

Das Robert-Koch-Institut (RKI) gibt die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz am Morgen mit 635,8 an. Das geht aus Zahlen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5 Uhr wiedergeben. Am Vortag hatte der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche bei 591,9 gelegen (Vorwoche: 458,5; Vormonat: 209,4). Allerdings liefert die Inzidenz kein vollständiges Bild der Infektionslage. Experten gehen seit einiger Zeit von einer hohen Zahl nicht vom RKI erfasster Fälle aus - vor allem weil bei weitem nicht alle Infizierten einen PCR-Test machen lassen. Nur positive PCR-Tests zählen in der Statistik. Zudem können Nachmeldungen oder Übermittlungsprobleme zu einer Verzerrung einzelner Tageswerte führen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland melden dem RKI 142.329 Corona-Neuinfektionen (Vorwoche: 123.097) und 113 Todesfälle (Vorwoche: 182) innerhalb eines Tages. Vergleiche der Daten sind auch hier wegen des Testverhaltens, Nachmeldungen oder Übermittlungsproblemen und -verzögerungen nur eingeschränkt möglich.

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