Dienstag, 05. Juli 2022Der Tag

Heute mit Maximilian Beer und Johanna Ohlau
22:39 Uhr

Das war Dienstag, der 5. Juli 2022

Liebe Leserinnen und Leser,

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(Schön) bunt, oder?

(Foto: picture alliance/dpa)

die BVG mit ihren Bussen und Bahnen ist sowas wie Kult in der Hauptstadt. Markant waren bislang die bunten kleinen Würmchen, die die Sitze und so einige kuriose Fanartikel wie Badehosen zieren. Deshalb wurde das neue Muster mit Spannung erwartet und das würde ich als sowas wie ein "buntes Meer menschlicher Umrisse" beschreiben. Manch einen spöttischen Kommentar habe ich darüber auch schon gelesen wie "Migräne garantiert". Was sagen Sie zum Muster, das für Vielfalt steht und auf dem die Berlinerinnen und Berliner in Zukunft Platz nehmen werden? Stimmen Sie unten gern ab.

Ansonsten hätte ich noch diese Empfehlungen für Sie:

Wie geht der Kampf um den Donbass weiter?

Weiterer russischer Oligarch stirbt auf mysteriöse Weise

Kritik an Johnsons Führung: Zwei britische Minister treten zurück

Bluttat in Highland Park lange geplant: Todesschütze verkleidete sich als Frau

Zugunglück in Bayern: Mitarbeiter schrieben Brandbrief an Bahn

Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend!

Johanna Ohlau

22:19 Uhr

Letzter Ikea-Sale: Russen stürzen sich auf Online-Angebote

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Das war mal: Die Ikea-Stores in Russland sind alle dicht.

(Foto: picture alliance/dpa/TASS)

Wie andere Unternehmen auch hat sich Ikea mit dem Angriff auf die Ukraine aus dem Russlandgeschäft zurückgezogen. Um die Lager zu räumen, hat die schwedische Möbelhauskette heute einen Online-Sale gestartet. Der Verkauf wird fortgesetzt, solange der Vorrat reicht, aber lange dürfte das nicht dauern: Die Russen stürzen sich regelrecht auf die Internetseite des Unternehmens, um noch Waren aus den 17 Stores und acht Studios, die es bis zum Kriegsbeginn in Russland gab, ergattern zu können. Mittlerweile ist die Internetseite aus technischen Gründen down, wie das Unternehmen dort mitteilt. Vor der Invasion der Ukraine im Februar hatte Ikea fast 15.000 Mitarbeiter in Russland beschäftigt.

22:02 Uhr

Reaktion auf Personalmangel: Brussels Airlines streicht rund 700 Flüge

Fliegen Sie in den kommenden Wochen in den Urlaub? Dann sollten Sie jetzt mal checken, ob der Flug noch stattfindet - sofern er von Brussels Airlines durchgeführt wird. Auch die Lufthansa-Tochter kämpft wie viele Fluggesellschaften in Europa mit Personalmangel, da während der Pandemie viele Arbeitsplätze abgebaut worden sind. Deshalb streicht die Airline im Juli und August fast 700 Flüge. Auf diese Weise solle das Personal entlastet werden, teilt die Fluggesellschaft mit. Demnach entfallen 372 Flüge in diesem Monat und 303 Flüge im August. Diese "Optimierungen" sollten den Crew-Mitgliedern "eine bessere Work-Life-Balance" ermöglichen, teilt das Unternehmen mit. Die Airline hatte nach einem Streik ihrer Mitarbeiter gestern mit den Gewerkschaften über bessere Arbeitsbedingungen verhandelt.

21:20 Uhr

Debatte um AKW-Laufzeiten: Klingbeil kritisiert die Union

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SPD-Chef Lars Klingbeil

(Foto: IMAGO/photothek)

Der SPD-Vorsitzende Lars Klingbeil kritisiert die Forderung der Union, Kernkraftwerke nicht abzuschalten als "Trip in die Vergangenheit". "Das ist etwas, wo die Union sich völlig total verrennt, wenn man auf die Realitäten guckt", sagte Klingbeil in der Sendung "RTL Direkt". Es gebe keine Brennstäbe, das Personal sei abgebaut worden, Sicherheitsüberprüfungen hätten nicht mehr stattgefunden. "Die Union weiß das", so Klingbeil weiter, "und diese Debatte, die die Union führt, wieder auf die Vergangenheit zu setzen, auf alte Energieformen zu setzen, das schadet dem Wirtschaftsstandort Deutschland." Stattdessen müsse der Ausbau der Erneuerbaren Energien kraftvoll vorangetrieben werden: "Da müssen wir schneller werden, da müssen wir konsequenter werden, das sichert für die Zukunft Arbeitsplätze in Deutschland."

21:06 Uhr

In nur 25 Tagen: Schwimmer Joseph Heß bezwingt den Rhein

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Joseph Heß vor ein paar Tagen in Düsseldorf.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Langstreckenschwimmer Joseph Heß ist beim Schwimm-Marathon durch den Rhein ins Ziel geschwommen. In nur 25 Tagen ließ der 34-Jährige über 1200 Kilometer von der Quelle bis zur Mündung hinter sich und erreichte die Nordsee bei Rotterdam - das ist Rekord. Rund zehn Stunden ist der Wirtschaftsingenieur aus Chemnitz täglich geschwommen. Weil er für Rotterdam selbst keine Schwimmerlaubnis bekommen hatte, musste er vor dem großen Finale mit dem Motorboot durch die Stadt gebracht werden. Die letzten zwei Kilometer bis in die Nordsee legte er dann begleitet von der Wasserschutzpolizei zurück. Am 11. Juni war Heß in der Schweiz gestartet. Er stellt seine Aktion auch in den Dienst der Wissenschaft. Unterwegs gesammelte Wasserproben sollen Aufschluss über den Zustand des Rheins geben.

20:25 Uhr

Polizei: Todesschütze bei US-Parade plante Tat wochenlang

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Zum Motiv des jungen Mannes ist bislang nichts bekannt.

(Foto: dpa)

Die Tat in Highland Park mit sechs Toten und rund 30 Verletzten gestern bei einer Parade anlässlich des Unabhängigkeitstags war offenbar von langer Hand und perfide geplant: Das teilt die Polizei mit. Laut einem Sprecher habe der Tatverdächtige seine Waffe, ein "leistungsstarkes Gewehr", nach derzeitigem Kenntnisstand legal im Bundesstaat Illinois gekauft. Von einem Dach aus habe der 21-Jährige wahllos auf Menschen geschossen. Dabei habe er im Vorfeld wohl auch Überlegungen zu seiner Flucht angestellt: Der junge Mann habe Frauenkleidung getragen, um sich möglicherweise zu tarnen und unter den flüchtenden Menschen nicht aufzufallen, teilt die Polizei weiter mit. Er habe mit seiner Waffe mehr als 70 Schüsse abgegeben. Erst Stunden nach der Tat war er von den Ermittlern in Gewahrsam genommen worden. Hinweise auf Mittäter gebe es derzeit nicht.

20:00 Uhr

Videos des Tages

19:49 Uhr

Neue Meldestelle für Anfeindungen gegen Sinti und Roma gestartet

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Mehmet Daimagüler

(Foto: picture alliance/dpa/Revierfoto)

Anfeindungen und Übergriffe gegen Sinti und Roma sollen künftig bundesweit systematisch erfasst werden. Die dafür geschaffene Meldestelle nimmt heute in Berlin die Arbeit auf. Bei antiziganistischen Vorfällen sei das Dunkelfeld besonders groß, erklärte der Antiziganismus-Beauftragte der Bundesregierung, Mehmet Daimagüler. Die neue Meldestelle könne wichtige Erkenntnisse liefern. So werde sich auch der Bedarf an rechtlicher Begleitung, Beratung und Unterstützung zeigen. Studien zufolge sind Vorurteile gegen Sinti und Roma weit verbreitet. So lehne etwa jeder Zweite Sinti und Roma in der Nachbarschaft ab. Die jetzt eröffnete "Melde- und Informationsstelle Antiziganismus (MIA)" soll Vorfälle wie Hasskriminalität, Beleidigungen und Diskriminierung erfassen, auch in sozialen Medien und im Internet.

19:20 Uhr
Breaking News

Protest gegen Johnson: Zwei britische Minister treten zurück

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Finanzminister Rishi Sunak (links von Boris Johnson) und Gesundheitsminister Sajid Javid (rechts).

(Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Im Zuge des Skandals um sexuelle Belästigung durch ein führendes Tory-Fraktionsmitglied sind in Großbritannien zwei Minister zurückgetreten. Finanzminister Rishi Sunak und Gesundheitsminister Sajid Javid kündigten am Abend ihren Rückzug an und kritisierten Premierminister Boris Johnson scharf.

Mehr dazu lesen Sie hier.
18:54 Uhr

Bringt Lindner sich vor der Hochzeit auf Sylt in Form?

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Gibt seiner Franca Lehfeldt am Wochenende auf Sylt das Ja-Wort.

(Foto: REUTERS)

Einen Ordner wie auf dem Bild muss sich Bundesfinanzminister Christian Lindner nicht mehr vor den Bauch halten. Denn der FDP-Politiker hat wohl ordentlich abgenommen - dazu erstmal Gratulation! So einfach wie die Kilos auf die Hüften kommen, gehen sie ja meist nicht wieder herunter. Dass Lindner abgespeckt hat, will die "Bild" erfahren haben. Wie es sich für Boulevard-Berichterstattung gehört, gibt es zudem Vorher-Nachher-Vergleichsmaterial zu sehen. Demnach sollen es zwölf Kilogramm sein und der Erfolg auf der Waage soll mit Intervallfasten zusammenhängen. Ob oder nicht: Falls der 43-Jährige sich "geshaped" hat, dann mit guten Grund: Er heiratet am Wochenende (9. Juli) auf Sylt Freundin Franca Lehfeldt. Da wäre er sicherlich nicht der Erste oder Letzte, der sowas tut.

Übrigens: Eine Kolumnistin, die ihre Zeit mit dem öffentlichen Analysieren von Körpern und Gesichtern Prominenter verbringt und so vermeintliche Beauty-Eingriffe aufzudecken versucht, hat sich erst kürzlich ebenfalls an Lindner optisch abgearbeitet (inhaltlich wäre es aus meiner Sicht spannender). Dafür hagelte es dann auch ordentlich Kritik bei Twitter wie: Es sei "extrem übergriffig, den Körper eines anderen Menschen öffentlich zu diskutieren". Bei einer PolitikerIN wäre der Aufschrei sicherlich gigantisch. Deshalb sage ich jetzt mal: Ich wünsche den Beiden schöne Tage auf Sylt - und allen 9-Euro-Urlauberinnen und Urlaubern auch!

18:04 Uhr

Pakistan führt erste Trans-Quote ein

In verschiedenen Bereichen gibt es bereits Frauenquoten, um für mehr Gleichberechtigung zu Sorgen. Mich persönlich überrascht eine Provinz in Pakistan sehr positiv mit einer Entscheidung für eine Quote: In Sindh gilt künftig eine Trans-Quote im öffentlichen Dienst. Das gaben Behörden bekannt. Für das südasiatische Land ist es die erste Quote dieser Art. Konkret sollen in der Provinz Sindh im Süden Pakistans künftig 0,5 Prozent der Stellen von transgeschlechtlichen Leuten besetzt sein. Behörden nannten dies einen "kleinen, aber bedeutenden" Schritt. Trans Menschen sind im konservativ-muslimischen Pakistan nach wie vor Diskriminierung ausgesetzt. Viele werden von ihren eigenen Familien verstoßen und müssen sich mit Prostitution und Betteln über Wasser halten. Auf nationaler Ebene hat Pakistan 2018 ein Gesetz zum Schutz von transgeschlechtlichen Menschen eingeführt, nachdem in den Jahren zuvor viele von ihnen getötet worden waren.

17:34 Uhr

Aktivisten kleben sich erneut an Kunstwerken fest

Um auf ihre Ziele aufmerksam zu machen, nutzt die britische Klimaaktivistengruppe "Just Stop Oil" vermehrt Gemäldegalerien als Protestraum. Jüngst kleben sich die Protestler und Protestlerinnen an den Rahmen einer Kopie von Leonardo da Vincis Abendmahl fest - es ist die fünfte derartige Aktion innerhalb weniger Tage. Gestern klebten sie sich beispielsweise an das Gemälde des englischen Landschaftsmalers John Constable.

17:07 Uhr

Sprengsatz mit Hakenkreuz an brennendem Auto entdeckt

Ein Zeuge hat in Mönchengladbach neben einem brennenden Auto einen Sprengsatz entdeckt, auf dem ein Hakenkreuz prangte. Das teilt die Polizei mit. Der Mann informierte demnach in der Nacht zum Montag die Halterin des Wagens und löschte den Brand gemeinsam mit ihr. Am rechten Vorderrad des Wagens habe er dann den Sprengsatz entdeckt. Nach Einschätzung von Sprengstoffexperten handelte es sich um einen selbst gebauten Brand- beziehungsweise Sprengsatz. Offensichtlich habe jemand vergeblich versucht, ihn zu zünden, wodurch der Wagen vermutlich in Flammen aufgegangen sein könnte. Besonders an dem Fall: Bislang gibt es keinerlei Anhaltspunkte, warum die Halterin des Wagens Ziel eines rechtsextremistischen Anschlags geworden sein könnte.

16:24 Uhr

Per "Röntgenblick": Zoll findet mehr als 100 Kilogramm Drogen in Lkw

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So sieht die mobile Röntgen-Anlage aus.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Zoll ist mittlerweile auch mit "Röntgenblick" auf den Autobahnen unterwegs: Mithilfe einer mobilen Röntgenanlage sind die Beamten nahe Osnabrück einer großen Ladung Drogen in einem Lkw auf die Spur gekommen: Wie der Zoll Osnabrück mitteilt, wurden bei einer Kontrolle gestern auf der A30 mehr als 100 Kilogramm Drogen sichergestellt, 89 Kilogramm Haschisch und 19,9 Kilogramm Kokain. Der Wert beläuft sich Schätzungen zufolge auf rund 2,2 Millionen Euro. Der Lkw war von Rotterdam auf dem Weg nach Puttgarden. Der Fahrer wurde festgenommen und inzwischen Haftbefehl erlassen.

16:04 Uhr

Curevac verklagt Mainzer Konkurrenten Biontech

Das Tübinger Pharmaunternehmen Curevac hat Klage gegen seinen deutschen Konkurrenten Biontech wegen Patentrechtsverletzung eingereicht. Curevac teilt mit, dass es "seine geistigen Eigentumsrechte aus mehr als zwei Jahrzehnten Pionierarbeit in der mRNA-Technologie geltend machen wird, die zur Entwicklung von Covid-19-Impfstoffen beigetragen haben". Curevac fordert nach eigenen Angaben "eine faire Entschädigung" für die Verletzung einer Reihe von Patenten, die von dem Unternehmen gehalten würden und die bei der Herstellung und dem Verkauf von Comirnaty, dem Corona-Impfstoff von Biontech und Pfizer, verwendet worden seien. Der Pharmahersteller strebt nach eigenen Angaben keine einstweilige Verfügung an und plant auch keine rechtlichen Schritte, welche die Produktion, den Verkauf oder den Vertrieb des Corona-Impfstoffs behindern könnten.

15:38 Uhr

Atombehörde IAEA: Gefahr in AKW Saporischschja steigt täglich

Die andauernde russische Besetzung des ukrainischen Atomkraftwerks Saporischschja wird der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) zufolge zunehmend zum Sicherheitsproblem. Das ukrainische Management und die lokalen AKW-Mitarbeiter seien extremem Stress und schwierigen Arbeitsbedingungen ausgesetzt. "Jeden Tag, an dem das so weitergeht, steigt das Risiko für einen Unfall oder eine Verletzung der Sicherheit", sagte IAEA-Generaldirektor Rafael Grossi. Die Anlage steht seit rund vier Monaten unter Kontrolle des russischen Militärs.

Mehr aktuelle Meldungen zum Krieg gegen die Ukraine gibt es im Ukraine-Ticker.

15:12 Uhr

Rentner fährt fast 17 Jahre ohne Führerschein Auto

Fast 17 Jahre war ein Rentner im nordrhein-westfälischen Mettmann ohne Führerschein im Auto unterwegs. Eine Polizeistreife stoppte den 83-Jährigen, nachdem er versucht hatte, sich einer Verkehrskontrolle zu entziehen. Das teilt die Polizei mit. Demnach hielt er erst kurz an, aber trat dann wieder aufs Gas. Pech für den Senior: Ein Rettungswagen beobachtete den Einsatz nach Polizeiangaben zufällig und nahm die Verfolgung auf. Die Rettungskräfte hefteten sich an die Fersen des Rentners, der unterwegs eine rote Ampel überfuhr, bis in eine Sackgasse, in der er schließlich anhielt. Bei der Kontrolle stellte sich dann heraus, dass der Mann seinen Führerschein vor fast 17 Jahren verloren hatte.

14:47 Uhr

Ukrainerin erhält als zweite Frau die Fields-Medaille für Mathematik

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Maryna Viazovska mit der begehrten Auszeichnung.

(Foto: IMAGO/Lehtikuva)

Die Ukrainerin Maryna Viazovska erhält als zweite Frau die Fields-Medaille, eine der höchsten Auszeichnungen für Mathematik. Die 37-jährige Mathematikprofessorin aus Kiew wurde heute gemeinsam mit drei anderen Mathematikern bei einer Zeremonie des Internationalen Mathematikkongresses in Helsinki ausgezeichnet. Die Professorin an der Ecole Polytechnique Féderale de Lausanne in der Schweiz wurde für ihre Arbeit an Kugelpackungen und der Frage ausgezeichnet, wie sich Kugeln möglichst dicht stapeln lassen. Viazovska nutzte die Preisverleihung, um auf den Krieg in der Ukraine zu verweisen. In einem in Helsinki gezeigten Video erklärte sie, ihr Leben habe sich seit Russlands Einmarsch in die Ukraine komplett verändert. "Im Moment zahlen wir Ukrainer den höchsten Preis für unsere Überzeugungen und unsere Freiheit", sagte Viazovska. Sie erinnerte auch an ihre Kollegin, die ukrainische Mathematikerin Julia Zdanowska, die im März in Charkiw bei russischen Angriffen getötet worden war.

Weitere Preisträger der Fields-Medaille, die seit 1936 alle vier Jahre für "herausragende mathematische Leistungen" verliehen wird, sind drei Männer: der Franzose Hugo Duminil-Copin von der Universität Genf, der Brite James Maynard von der Universität Oxford und June Huh von der Princeton University in den USA. Im Jahr 2014 hatte mit der Iranerin Maryam Mirzakhani die erste Frau die Fields-Medaille bekommen.

14:25 Uhr

Zecken-Gefahr in Bayern und auf Mallorca hoch

Anhaltende Trockenheit, hohe Temperaturen - die Wetterlage bietet gute Bedingungen für Zecken. In Bayern ist die Gefahr einer Borreliose-Infektion durch einen Biss allein in einem Jahr um 8 Prozent gestiegen. Das erwarten Sie vielleicht nicht, aber auch auf Mallorca stellen die kleinen Krabbler abseits des Strands eine echte Gefahr dar.

14:16 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

mein geschätzter Kollege Max Beer packt zusammen und ich übernehme für ihn. Bis zum späten Abend gibt es von mir spannende Nachrichten und Unterhaltsames aus aller Welt. Über die aktuelle Lage im Ukraine-Krieg informieren wir hier im Ukraine-Ticker.

Bei Fragen, Anregungen oder Kritik - gerne eine Mail an dertag[at]n-tv.de.

Ihre Johanna Ohlau

13:43 Uhr

Dortmunder Zoo lässt Faultierbaby ins Gehege

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Mutter "Hexe" und ihr noch namenloses Jungtier.

(Foto: dpa)

Gut zwei Monate nach seiner Geburt ist nun ein Faultierbaby im Dortmunder Zoo zu sehen. Das Jungtier sei Ende April zur Welt gekommen und habe noch keinen Namen, sagte eine Stadtsprecherin. Auch das Geschlecht habe man noch nicht ausmachen können, weil das Kleine sich mit der Bauchseite stets fest an seine Mutter "Hexe" klammere.

Um Mutter und Kind etwas Zeit und Ruhe zu geben, hatte der Zoo die beiden für die Geburt und die ersten Lebenswochen zunächst hinter den Kulissen untergebracht. Das Jungtier werde wohl noch weitere sieben bis acht Monate fest an die Mutter geklammert bleiben - wie üblich für heranwachsende Faultiere.

13:00 Uhr

Fleisch in Papier mit Götterbildern verpackt - Mann in Indien festgenommen

Ein muslimischer Mann ist in Indien verhaftet worden, nachdem er Fleisch in Zeitungspapier eingewickelt haben soll, auf dem hinduistische Götter zu sehen waren. Außerdem habe der Verkäufer von Take-Away-Essen versucht, die daraufhin eintreffenden Polizisten mit einem Messer anzugreifen, berichtete die indische Nachrichtenagentur PTI.

Eine streng religiöse Hindu-Gruppe hatte sich über den Vorfall mit dem Zeitungspapier bei der Polizei beschwert, wie die "Times of India" mit Berufung auf die Polizei berichtete. Der Mann verletzte nach Ansicht der Gruppe ihre religiösen Gefühle. Take-Away-Essen in Zeitungspapier zu wickeln, ist in Indien nicht unüblich.

Gegen den Mann würde wegen Förderung von Feindschaft zwischen religiösen Gruppen, absichtlichen Handlungen zur Empörung religiöser Gefühle durch Religionsbeleidigung sowie versuchten Mordes ermittelt, hieß es.

12:29 Uhr

Nach Gletscherabbruch: "Handy-Finder-Helikopter sollen Vermisste entdecken"

Nach dem Gletschereinsturz in den Dolomiten rechnen Experten damit, dass sich die Zahl der Todesopfer noch erhöhen wird. Retter starten mit speziellen Hubschraubern, um Vermisste anhand ihrer Handys zu orten. Die Chancen, noch Überlebende zu finden, sind gering. ntv-Reporterin Caro Unger berichtet.

11:57 Uhr

Betrunkener überrollt zwei Frauen mit Geländewagen - 22-Jährige in Lebensgefahr

Ein Alkoholtest bei dem 58-Jährigen ergab einen Wert von knapp 1,8 Promille, auch ein Drogenvortest war positiv: Auf einem Parkplatz in Köln hat ein Autofahrer zwei auf dem Boden sitzende Frauen überrollt und lebensgefährlich beziehungsweise schwer verletzt.

Der Mann überfuhr die beiden Frauen laut Polizei beim Anfahren mit seinem Geländewagen. Dabei sei eine der beiden, eine 22-Jährige aus Duisburg, lebensgefährlich verletzt worden.

Auch die andere, 35-jährige Frau wurde demnach schwer verletzt und stationär in einem Krankenhaus aufgenommen. In welcher Beziehung die beiden Frauen zu dem ebenfalls aus Duisburg stammenden Mann stehen, ist laut Polizei noch unklar.

11:30 Uhr

Kampf gegen Brand in Lieberoser Heide geht weiter - Hubschrauber im Einsatz

Nach dem Ausbruch eines Waldbrandes in der Lieberoser Heide im Südosten Brandenburgs versuchen Feuerwehr und Polizei weiterhin, das Feuer auf dem munitionsbelasteten Gelände einzudämmen. Zwei Hubschrauber der Bundespolizei sollten am Vormittag erneut die Brandbekämpfung unterstützen, wie eine Sprecherin des Landkreises Dahme-Spreewald sagte. Ein Helikopter löscht aus der Luft, der zweite ist mit einer Wärmebildkamera ausgestattet. "Die Einsatzkräfte haben die Lage vor Ort im Griff", sagte die Sprecherin.

10:59 Uhr

Explosion vor Parteibüro der Linken in Oberhausen - Polizei ermittelt

Noch ist unklar, ob es sich um einen Sprengstoffanschlag handelt. Fest steht: In der vergangenen Nacht kam es vor dem Parteibüro der Linken in Oberhausen zu einer Explosion. Das teilt die Polizei auf Twitter mit. Laut "Bild"-Zeitung wurden dabei die Fensterscheiben des Büros zerstört und der Innenraum komplett verwüstet. Durch die Druckwelle seien sogar am Friedensplatz gegenüberliegende Geschäfte beschädigt worden. Nun ermittelt die Polizei. Verletzt wurde offenbar niemand.

Mehr dazu lesen Sie hier.
10:40 Uhr

Amoklauf in Kopenhagen: Junges Opfer arbeitete im Kino

Bei dem Amoklauf in Kopenhagen hat ein junger Kino-Mitarbeiter sein Leben verloren. Eines der beiden 17-jährigen Todesopfer war in dem Kino beschäftigt, das an das Einkaufszentrum angeschlossen ist, wie der Betreiber Nordisk Film Biografer auf Facebook mitteilte. "Wir sind tief berührt, und unsere Gedanken und unser Mitgefühl sind bei den Angehörigen."

10:36 Uhr

Frankfurter Oberbürgermeister Feldmann will Ende Januar 2023 abtreten

Der Frankfurter Oberbürgermeister Peter Feldmann hat seinen Rückzug für Anfang 2023 angekündigt. Er werde im kommenden Januar beantragen, seine Amtszeit zum Monatsende zu beenden, teilte der wegen Korruptionsverdachts angeklagte SPD-Politiker mit.

Mehr dazu lesen Sie hier.
10:00 Uhr

Tödliche Schüsse in USA: Verdächtiger veröffentlichte wohl Gewalt-Videos

Der Verdächtige, der für die tödlichen Schüsse bei einer Feiertags-Parade in den USA verantwortlich gemacht wird, soll zuvor Musikvideos mit Szenen von Waffengewalt im Netz veröffentlicht haben. Das berichten mehrere US-Medien. Die Social-Media-Konten, von denen anzunehmen ist, dass sie dem Mann zuzuordnen sind, wurden inzwischen gesperrt.

Ein etwa vor einem Jahr hochgeladenes Video zeigt einen Comic, in dem mehrere Szenen von Erschießungen zu sehen sind. An einer Stelle liegt ein Schütze in einer Blutlache am Boden, umzingelt von Polizisten mit gezückten Gewehren.

Ein weiteres Video zeigt einen Mann mit bunt gefärbtem Haar und mehreren Tätowierungen. Er ist in einem Raum zu sehen, der wohl ein Klassenzimmer darstellen soll. Gegen Ende des Videos posiert er mit einem Schutzhelm und einer Art Einsatzweste vor einer Tafel. Er hält dabei eine US-Flagge hoch.

09:02 Uhr

"Gefahr bleibt groß": Griechen kämpfen gegen mehrere Waldbrände

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Flammen bei Schisto Korydallos nahe Athen.

(Foto: IMAGO/NurPhoto)

Hunderten Feuerwehrleuten und freiwilligen Helfern ist es in der Nacht gelungen, drei große Waldbrände in Griechenland zum Teil unter Kontrolle zu bringen. "Die Gefahr bleibt jedoch groß", sagte ein Sprecher der Feuerwehr im Staatsfernsehen (ERT). Mit dem ersten Tageslicht seien Löschflugzeuge und Hubschrauber im Kampf gegen die Brände eingesetzt worden.

  • Am Vorabend mussten mehrere Dörfer im Raum der kleinen Hafenstadt Itea evakuiert werden.
  • In der Region der Kleinstadt Amfissa erfassten und zerstörten die Flammen zahlreiche Olivenbäume.
  • Auf der Halbinsel Peloponnes musste ein Hotel nahe Kranidi evakuiert werden, berichtete der staatliche Rundfunk.
08:14 Uhr

US-Schauspielerin zeigt sich entsetzt nach tödlichen Schüssen in Heimatort

Die US-Schauspielerin Rachel Brosnahan ("The Marvelous Mrs. Maisel") zeigt sich entsetzt und traurig nach den tödlichen Schüssen bei einer Feiertagsparade im US-Bundesstaat Illinois. "Ich bin in Highland Park aufgewachsen, und diese Parade ist für so viele Familien ein Höhepunkt des Jahres", schreibt die 31-Jährige auf Twitter. "Mir ist jedes Mal übel, wenn es solche Nachrichten gibt - ich wünsche niemandem diesen Stich in der Magengrube, wenn ihr eure Familie und Freunde anruft, um sicherzugehen, dass es allen gut geht."

07:43 Uhr

Der erfolgreichste Song des ersten Halbjahres in den Deutschen Charts ist ...

... der schon vor zwei Jahren veröffentlichte Popsong "Heat Waves" der britischen Indie-Rock-Band Glass Animals. In der Halbjahresauswertung 2022 schaffte es das Lied, das die Melancholie nach einer beendeten Liebesbeziehung besingt, auf Platz eins, wie GfK Entertainment mitteilte. Zwar habe "Heat Waves" nie auf Platz eins gestanden, doch neunmal auf dem zweiten Platz und es sei seit Anfang des Jahres "nie schlechter als Rang 13" platziert gewesen. Bei den Alben landete in der ersten Jahreshälfte die Band Rammstein mit ihrem Werk "Zeit" ganz vorne.

07:07 Uhr

Wie kam es zum tödlichen Sturz in ein Erdloch?

Es ist ein rätselhaftes Unglück: Am Montag stürzte ein 62-jähriger Mann, der gerade seinen Rasen mähte, in ein plötzlich entstandenes, sechs Meter tiefes Loch in seinem Garten im thüringischen Bad Sulza. Er konnte nur noch nur tot geborgen werden.

Nun geht die Ursachenforschung weiter:

Dabei soll geklärt werden, ob das Loch möglicherweise durch einen plötzlichen Erdfall zustande kam. Auch soll unter anderem ein Abgleich mit den Karten und Unterlagen zum Altbergbau in der Region sowie der geologischen Beschaffenheit des Untergrundes vorgenommen werden, um Rückschlüsse auf die mögliche Ursache zu erhalten, heißt es vom Thüringer Landesamt für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (TLUBN).

06:44 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

nach den tödlichen Schüssen in einem Vorort der US-Metropole Chicago hat die Polizei mittlerweile einen Tatverdächtigen gefasst. Wieder starben mehrere Amerikaner durch Waffengewalt - laut der Gesundheitsbehörde CDC wurden in den USA allein im Jahr 2020 fast 20.000 Menschen erschossen. Wir werden den Fall weiterhin für Sie verfolgen, genauso wie die Entwicklungen in der Ukraine, über die wir in unserem Liveticker berichten.

Diese Termine sind heute wichtig:

  • Im schweizerischen Lugano wird die internationale Wiederaufbaukonferenz für die Ukraine fortgesetzt.
  • Der deutsche Handelsverband informiert über Erwartungen der Branche für 2022. Corona-Pandemie, Lieferengpässe und jetzt auch noch drastische Preissteigerungen infolge des Ukraine-Krieges - die Herausforderungen für den deutschen Einzelhandel reißen nicht ab.
  • Der BGH prüft Millionen-Forderungen des Schlecker-Insolvenzverwalters. Mehr als zehn Jahre nach der Pleite der Drogeriemarkt-Kette versucht dieser, mehr Geld für die Gläubiger zu erstreiten.

Mein Name ist Maximilian Beer und ich begleite Sie durch den heutigen Vormittag. Falls Sie Fragen haben, schreiben Sie uns gerne an dertag@n-ntv.de.

06:12 Uhr

Frau in El Salvador muss lange in Haft - weil ihr Neugeborenes starb

Im streng katholischen El Salvador ist eine Frau, die nach der Geburt ihres Kindes einen medizinischen Notfall erlitt, wegen des Todes des Neugeborenen zu 50 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Die Organisation Acdatee, die sich für das Recht auf Abtreibungen einsetzt, erklärte, damit sei zum ersten Mal in der Geschichte des Landes eine Frau in einem solchen Fall zur Höchststrafe wegen "schwerer Tötung" verurteilt worden.

  • Die in ärmlichen Verhältnissen in einer Bauernfamilie lebende 23-Jährige hatte im Juni 2020 nach plötzlich einsetzenden Wehen in einer Latrine ihr Kind auf die Welt gebracht.
  • Sie geriet in Panik und musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Ihr wurden Bluttransfusionen gegeben.
  • Das Neugeborene starb laut Staatsanwaltschaft wenige Stunden nach der Geburt. Die Schwangerschaft dauerte demnach zwischen 37 und 40 Wochen.
  • Das Gericht begründete das Urteil nach Angaben von Acdatee unter anderem mit dem Satz: "Mütter sind unter allen Lebensumständen Quelle des Schutzes ihrer Kinder, und Sie waren es nicht."
  • In El Salvador sind Abtreibungen in allen Fällen verboten.
06:00 Uhr

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