Dienstag, 04. Oktober 2022Der Tag

mit Kai Stoppel
Kai Stoppel
22:35 Uhr

Das war Dienstag, der 04. Oktober 2022

Liebe Leserinnen und Leser,

die Zeiten sind weiter finster, doch etwas Licht scheint durch die düstere Wolkendecke zu brechen: Die ukrainischen Streitkräfte sind nun auch im Süden des Landes auf dem Vormarsch. Die russischen Besatzer hingegen befinden sich offenbar auf dem Rückzug. Doch auch diese Kampfhandlungen sind natürlich mit unermesslichem Leid auf beiden Seiten verbunden. Alle Ereignisse des Kriegstages finden Sie hier.

Und sonst: Außenministerin Annalena Baerbock erteilte Reparationsforderungen Polens in Billionenhöhe eine Absage. Mit dem Physik-Nobelpreis wurden der Franzose Alain Aspect, der US-Amerikaner John Clauser und der Österreicher Anton Zeilinger für ihre wegweisenden Arbeiten auf dem Gebiet der Quantenforschung ausgezeichnet. Und Fußball wurde auch gespielt: Der FC Bayern fegte in der Champions League die Gäste aus Pilsen mit 5:0 vom Platz.

Das interessierte Sie außerdem:

Das war der Tag. Hoffen wir, dass morgen einiges ein bisschen besser ist als heute.

Ihr Kai Stoppel

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Auch das geschah heute: Im Dresdner Verkehrsmuseum Johanneum wurde das diesjährige "Stollenmädchen" vorgestellt - die 17jährige Salome Selnack.

(Foto: IMAGO/jmfoto)

22:06 Uhr

Wasserschaden führt Polizei in Sachsen-Anhalt zu Cannabis-Plantage

Ein massiver Wasserschaden in einem Haus hat Einsatzkräfte in Sachsen-Anhalt zu einer Cannabis-Plantage mit rund 900 Pflanzen geführt. Eigentlich war die Feuerwehr zu dem Gebäude gerufen worden, weil aus diesem Wasser bis auf den Gehweg floss, teilte die Polizei mit. Feuerwehrleute fanden dann die Drogenkultur und alarmierten die Polizei. Nach Angaben der Ermittler erstreckte sich die Plantage über mehrere Zimmer und war mit einem speziellen Belüftungssystem ausgestattet.

21:37 Uhr

Mindestens vier Tote durch Lawine im indischen Himalaya

Bei einem Lawinenunglück im indischen Teil des Himalaya-Gebirges sind mindestens vier Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben der Rettungskräfte geriet eine 33-köpfige Expeditionsgruppe einer Bergsteiger-Schule in rund 4880 Metern Höhe im nördlichen Bundesstaat Uttarakhand in eine Lawine. Acht Bergsteiger konnten gerettet werden, die übrigen saßen in einer Gletscherspalte fest. Örtliche Medien gaben die Zahl der Todesopfer mit zehn an.

21:08 Uhr

Bolsonaro-Gegner Lula erhält Unterstützung für Stichwahl

Mit Spannung blickt die Welt auf die Stichwahl bei der Präsidentenwahl in Brasilien am 30. Oktober. In der ersten Runde konnte sich der linke Ex-Staatschefs Luiz Inácio Lula da Silva nur knapp gegen Amtsinhaber Jair Bolsonaro behaupten. Nun bekommt Lula aber weitere Unterstützung - und zwar von der Demokratische Arbeitspartei (PDT) des Viertplatzierten Ciro Gomes. "Wir haben die Entscheidung getroffen, denjenigen zu unterstützen, der uns am nächsten steht", sagte Parteichef Carlos Lupi. Zudem wird eine Stellungnahmen der Sozialdemokraten (PSDB) erwartet, die die Drittplatzierte Simone Tebet unterstützt hatten.

20:33 Uhr

So will sich der Kronprinz einer Mord-Klage entziehen

Es ist ein abscheuliches Verbrechen, der Mord an dem saudischen Regierungskritiker und Journalisten Jamal Khashoggi vor vier Jahren in Istanbul. US-Geheimdienste beschuldigen Mohammed bin Salman, Kronprinz und faktischer Herrscher Saudi-Arabiens, für die Tat verantwortlich zu sein. Khashoggis Verlobte Hatice Cengiz hat in den USA bereits Klage gegen bin Salman und andere eingereicht. Doch die Anwälte des Prinzen präsentieren nun einen Ausweg für ihn: Weil Salman jüngst zum Ministerpräsidenten seines Landes ernannt wurde, genieße er Immunität. Das Gericht solle die Klage daher abweisen, heißt es in einem Schriftstück der Anwälte. Mal sehen, ob sie damit durchkommen.

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Bin Salman selbst bestreitet, Drahtzieher der Tat zu sein.

(Foto: picture alliance / AA)

20:00 Uhr

Videos des Tages

19:55 Uhr

Biden über Nordkoreas Raketentest: "Gefahr für japanisches Volk"

Auch im Fernen Osten zündelt ein Diktator: Nordkorea schießt eine Rakete über Japan hinweg, das erste Mal seit knapp fünf Jahren. US-Präsident Joe Biden verurteilt das auf das Schärfste. Bei einem Telefonat mit Japans Regierungschef Fumio Kishida hätten beide den Raketentest als "eine Gefahr für das japanische Volk" bezeichnet, teilte das Weiße Haus mit. Es handele sich um "eine Destabilisierung der Region".

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Atombomben- und Raketentests: Machthaber Kim Jong Un sieht nach eigenen Angaben Nordkorea von den USA bedroht.

(Foto: IMAGO/Kyodo News)

19:21 Uhr

Biografin: Trump will zurück ins Weiße Haus. "Er will Rache."

Donald Trump hat zwar 2020 die US-Präsidentschaftswahl verloren, doch es wird gemunkelt, dass er 2024 noch mal antreten möchte. Davon überzeugt, dass Trump genau das vorhat, ist seine Biografin Maggie Haberman. "Daran gibt es keinen Grund zu zweifeln", sagt sie im exklusiven Gespräch mit dem "Stern". Trump wolle nicht als Verlierer dastehen. "Er will Rache." Haberman ist die Trump-Beauftragte der "New York Times" und verbrachte für ihr Buch "Täuschung" viele Stunden mit ihm. Trump glaube zudem, dass ihn eine Präsidentschaftskandidatur vor den juristischen Verfahren gegen ihn schützen würde, so Haberman.

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Eine weitere Amtszeit Trumps sei potenziell noch gefährlicher für die USA als die erste, sagt Trump-Biografin Maggie Haberman.

(Foto: dpa)

18:51 Uhr

Jogger lösen Massenflucht in Brasilien aus

Da sitzt man gemütlich im Restaurant in Brasilien, plötzlich rennen Menschen vorbei. Warum nur? Manche Gäste wollen es offenbar nicht darauf ankommen lassen und laufen hinterher. Eine Massenpanik macht sich breit. Dabei waren die Auslösenden lediglich Jogger. Aber lieber einmal zu oft geflüchtet als einmal zu wenig, oder? Das Ganze sehen Sie in unserem Video-Format "Kaum zu glauben, aber wahr".

18:34 Uhr

Aus für Ratesendung "mit längster Geschichte" im deutschen Fernsehen

Seit 1977 lief sie. Mehr als 700 Folgen gab es. Nun soll die "Ratesendung mit der längsten Geschichte im deutschen Fernsehen" enden. Im Februar 2023 wird die 747. und letzte Folge von "Ich trage einen großen Namen" im SWR ausgestrahlt. Man wolle neue Wege gehen, sagte Programmdirektor Clemens Bratzler über das tatsächlich etwas verstaubt anmutende Format. Das Konzept der Sendung: Nachfahren prominenter Persönlichkeiten aus Gesellschaft, Kunst, Wissenschaft und Kultur wurden eingeladen, und ein dreiköpfiges Rateteam musste herausfinden, wer der "große Name" ist.

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Zuletzt moderierte Julia Westlake die Sendung.

(Foto: picture alliance/dpa)

17:58 Uhr

Elfjährige auf Schulgelände von Laster getötet

Schwerer Schock für die Kleinstadt Haßfurt in Unterfranken: Auf einem Schulgelände ist eine Elfjährige von einem Lastwagen überrollt und getötet worden. Ein 48-jähriger Getränkelieferant sei mit einem LKW rückwärts auf das Gelände im Bereich des Gymnasiums gefahren, um anzuliefern, teilte die Polizei mit. Beim Rückwärtsfahren habe er die Schülerin angefahren. Das Mädchen habe so schwere Verletzungen gehabt, dass es sofort gestorben sei. Mehrere Schüler mussten das Unglück mitansehen. Sie werden von einem Krisenteam psychologisch betreut.

17:33 Uhr

Video zeigt Absturz von Helikopter in Wohngebiet

So etwas sieht man - zum Glück - auch nicht alle Tage: Aufnahmen von Überwachungskameras im kalifornischen Fresno zeigen, wie ein Hubschrauber plötzlich aus dem Himmel fällt und in ein Wohngebiet kracht. Die Insassen überleben den Absturz. Die Polizei geht von einem missglückten Testflug aus.

17:12 Uhr

Mehr als 250 Rollen Klopapier am Lübecker Hauptbahnhof gestohlen

Da musste wohl jemand sehr dringend. Oder er oder sie wollte einem neuen Engpass wie zu Corona-Zeiten zuvorkommen. Das Motiv ist unklar, fest steht, dass am Lübecker Hauptbahnhof 256 Rollen Toilettenpapier gestohlen wurden. Die Behälter, in denen die Hygieneartikel lagerten, seien in der Nacht zum Montag aufgebrochen worden, teilte die Polizei mit. Entwendet wurden zudem 15.000 Blatt Einweg-Papierhandtücher. Ein Mitarbeiter der Bahn hatte, mit einiger Verwunderung, den Diebstahl bemerkt.

17:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:37 Uhr

23-Jährige aus Landkreis Rosenheim nach Clubbesuch getötet

Am Montag entdeckte ein Passant die Leiche einer jungen Frau in einem Fluss am Chiemsee. Jetzt steht aus Sicht der Ermittler fest: Die 23-Jährige aus dem Landkreis Rosenheim wurde Opfer eines Gewaltverbrechens. Rechtsmediziner hätten bei ihren Untersuchungen eindeutige Spuren festgestellt, die auf eine äußere Gewalteinwirkung schließen ließen. Die junge Frau hatte laut Polizei am Sonntagabend einen Musikclub besucht, bevor sie getötet wurde. Bei der Kriminalpolizeiinspektion Rosenheim wurde die Sonderkommission "Club" eingerichtet.

16:04 Uhr

Nur wenige deutsche Mädchen wollen Kanzlerin werden

Eine gefühlte Ewigkeit stand mit Angela Merkel eine Frau an der Spitze der Bundesregierung. Aber nur wenige Mädchen und junge Frauen in Deutschland wollen ihr nacheifern. Das ist das ernüchternde Ergebnis des Welt-Mädchenberichts "Equal Power Now" der Kinderrechtsorganisation Plan International. Bei einer Umfrage kam heraus, dass unter in Deutschland lebenden Mädchen und jungen Frauen nur sieben Prozent sich vorstellen können, das Amt der Regierungschefin zu übernehmen. Weltweit lag der Schnitt bei 20 Prozent. Deutschland liegt also deutlich unter dem globalen Durchschnitt.

15:27 Uhr

Australien will Artensterben endlich aufhalten

Australien hat 15 weitere Tier- und Pflanzenarten als bedroht eingestuft und einen verstärkten Einsatz zu deren Erhaltung angekündigt, darunter eine kleine Wallaby-Art und eine graue Giftschlange. "Australien ist die Welthauptstadt des Säugetier-Aussterbens", sagte Umweltministerin Tanya Plibersek. Die Regierung in Canberra kündigte nun ein auf zehn Jahre angelegtes Projekt an, mit dem das Artensterben aufgehalten werden soll. Mindestens 30 Prozent der australischen Landmasse sollen unter Schutz gestellt werden.

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Wallabys sind eine Gattung aus der Familie der Kängurus mit acht Arten.

(Foto: REUTERS)

15:19 Uhr

Depeche Mode kündigen nach Todesfall Comeback an

Sie ist wohl eine der einflussreichsten Bands des 20. Jahrhundert - doch das Trio Depeche Mode hatte mit dem Tod von Keyboarder Andrew Fletcher vor vier Monaten einen herben Verlust zu beklagen. Aber die Band will zu zweit weitermachen: In Berlin kündigen Sänger Dave Gahan und Martin Gore ein neues Album und eine neue Tournee ab März 2023 an. Das kommende Album mit dem Titel "Memento Mori" sei sowohl von dem Verlust Fletchers als auch von der Pandemie inspiriert, sagte Gahan.

Unsere Autorin Nicole Ankelmann war heute bei der Bekanntgabe der Band vor Ort. Ihren Bericht lesen Sie hier.

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In Deutschland wollen Dave Gahan (r.) und Martin Gore ab Ende Mai kommenden Jahres in Leipzig, Düsseldorf, München, Frankfurt am Main und Berlin auftreten.

(Foto: REUTERS)

Mehr dazu lesen Sie hier.
14:56 Uhr

Tod beim Kajakfahren - 43-Jähriger gerät zwischen Baumstämme

Tragischer Sportunfall nahe der Griesenschlucht bei Garmisch-Patenkirchen: Ein 43-Jähriger ist mit seinem Kajak auf der Loisach ins Schlingern geraten und kenterte, heißt es in einem Polizeibericht. Beim Versuch sich zu retten, verließ er das Kajak, verfing sich jedoch zwischen Baumstämmen, die unter Wasser lagen. Der Mann konnte sich nicht mehr über Wasser halten, auch seine Begleiter konnten ihn nicht retten. Erst nach zwei Stunden gelang es Rettungskräften, den leblosen Mann zu bergen. Er starb noch vor Ort.

14:32 Uhr

Corona-Bettenbelegung in München steigt nach Wiesn stark an

Oktoberfest als bierseliges Superspreader-Event? Fest steht, dass nach Ende der Wiesn die Corona-Welle in München weiter rollt. Heute meldet die Stadt, dass die Zahl der Corona-Patienten in Krankenhäusern innerhalb einer Woche um rund 60 Prozent nach oben schnellt - auf derzeit 478. Im Vergleich zum letzten Tag vor Oktoberfeststart beträgt der Anstieg sogar 137 Prozent. Auf den Normalstationen steigen die Zahlen bereits seit gut einer Woche deutlich an. Inzwischen ist der Aufwärtstrend leider auch auf den Intensivstationen angekommen: Heute meldet die Stadt 39 belegte Betten, das sind 15 mehr als vor einer Woche.

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Seit vergangener Woche ist in München ein starker Anstieg der Inzidenzen zu beobachten. Ein Zusammenhang mit dem Oktoberfest liegt dabei nahe und wird auch von Experten hergestellt.

(Foto: IMAGO/Future Image)

14:15 Uhr

Schichtwechsel

"tür auf
einer raus
einer rein
nächster sein."

Mit diesem Zitat aus dem Gedicht "fünfter sein" von Ernst Jandl verabschiede ich mich von meiner geschätzten Kollegin Kristin Hermann, wünsche ihr einen schönen Feierabend und übernehme ab sofort die Federführung beim Tag auf ntv.de. Mein Name ist Kai Stoppel.

Sie haben Fragen oder Anregungen? Schreiben Sie uns einfach an dertag@n-tv.de.

13:57 Uhr

Bräutigam muss eigene Hochzeitsfeier in NRW nach Streit mit Kellner verlassen

Im nordrhein-westfälischen Hattingen bei Bochum hat ein Bräutigam nach einem Streit mit einem Kellner seine eigene Hochzeitsfeier verlassen müssen. Der 26-jährige frischgebackene Ehemann habe die Servicekraft in der Nacht zum Sonntag an der Getränketheke beleidigt und ins Gesicht geschlagen, teilte die Polizei in Schwelm mit. Dann habe er ein Bierglas auf den 19-Jährigen geworfen. Der Kellner wurde leicht verletzt. Der Inhaber der Gaststätte erteilte dem Bräutigam laut Mitteilung Hausverbot, er musste sofort gehen.

13:46 Uhr

Europaparlament macht Weg für einheitliche Ladekabel frei

Das EU-Parlament hat seine finale Zustimmung zum einheitlichen Ladestandard USB-C für Smartphones und viele andere Geräte gegeben. Die Politikerinnen und Politiker stimmten am Dienstag nahezu einstimmig für eine zuvor von Unterhändlern des Parlaments und der EU-Staaten gefundene Regelung. Demnach treten die neuen Vorgaben 2024 in Kraft. In einem letzten Schritt müssen die EU-Staaten noch zustimmen, was für den 24. Oktober vorgesehen ist. Dies gilt aber als Formsache, ebenso wie die nun bestätigte Mehrheit im Europaparlament.

13:24 Uhr

IKEA führt Mehrwegsystem für Speisen und Getränke zum Mitnehmen ein

IKEA führt in seinen 54 Häusern in Deutschland ein Mehrwegsystem für Speisen und Getränke zum Mitnehmen ein. In den Restaurants, Bistros sowie Beschäftigtenrestaurants würden Speisen und Getränke ab Oktober in nachhaltigen To-Go-Behältnissen angeboten, teilte IKEA mit. Das Unternehmen hatte das System zuvor in drei Einrichtungshäusern in Köln-Godorf, Düsseldorf und Ulm getestet. Wer ein Getränk zum Mitnehmen kauft, zahlt für den Becher einen Euro Pfand, bei Speisen sind es fünf Euro. Die Behältnisse lassen sich bei rund 13.000 mitmachenden Unternehmen in Deutschland zurückgeben; IKEA stellte zudem Pfandautomaten für die Becher und Schüsseln auf. In der Pilotphase seien bereits 18.000 Einweg-Getränkebecher eingespart worden, erklärte IKEA.

12:52 Uhr

Beim Masturbieren gefilmt: 24-Jähriger soll Männer mit Nacktaufnahmen erpresst haben

Nach der Erpressung von 33 Männern, die in Videochats beim Masturbieren gefilmt wurden, ist in München ein 24 Jahre alter Mann angeklagt worden. Der aus der Elfenbeinküste stammende und in München lebende Angeschuldigte soll Teil einer aus dem afrikanischen Land agierenden Bande gewesen sein, die auf diese Weise mindestens 295.000 Euro von Männern in Europa erpresst haben soll, wie die bei der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg angesiedelte Zentralstelle Cybercrime Bayern mitteilte. Der Tatverdächtige sitzt seit März in Untersuchungshaft. Ihm werden banden- und gewerbsmäßige Erpressung in 24 vollendeten und neun versuchten Fällen vorgeworfen. Er soll die erpressten Gelder laut Anklage kassiert und weitergeleitet haben.

12:24 Uhr

Mindestens 15 Tote bei Kämpfen in Gefängnis in Ecuador

Bei gewalttätigen Auseinandersetzungen in einem Gefängnis in Ecuador sind mindestens 15 Menschen gestorben. Mindestens 21 weitere seien verletzt worden, teilte die Nationale Gefängnisbehörde SNAI des südamerikanischen Landes auf Twitter mit. Der Vorfall ereignete sich demnach am Montag in einem Gefängnis in der Stadt Latacunga, etwa 80 Kilometer südlich der Hauptstadt Quito. Polizei und Militär seien im Einsatz, um die Lage in der Haftanstalt unter Kontrolle zu bringen, teilte die Behörde mit.

Die genauen Umstände der Auseinandersetzung waren zunächst nicht bekannt. Die Bergung der Toten dauere noch an, schrieb die Staatsanwaltschaft auf Twitter. In Ecuadors Gefängnissen kommt es immer wieder zu Häftlingsaufständen und Kämpfen zwischen verfeindeten Banden. Im vergangenen Jahr kamen dabei über 200 Menschen ums Leben.

11:55 Uhr
Breaking News

Physik-Nobelpreis geht an drei Quantenforscher

Der Nobelpreis für Physik geht in diesem Jahr an den Franzosen Alain Aspect, den US-Amerikaner John F. Clauser und den Österreicher Anton Zeilinger für Forschung auf dem Gebiet der Quantenphysik. Das teilte die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm mit.

11:50 Uhr

Daumen hoch: Manchester United will Cristiano Ronaldo einfach nur loswerden

Die Damen! Die Herren! Wir haben bestimmt schon seit wenigen Stunden nicht mehr über die Zukunft von Cristiano Ronaldo berichtet. Wir bitten Sie, dies zu entschuldigen und holen das sofort nach. Cristiano Ronaldo, der gefallene Superstar, erfuhr am vergangenen Wochenende die ultimative Demütigung. Bei dem 3:6 seines Noch-Klubs Manchester United im Derby bei City blieb er nicht nur über 90 Minuten Ersatz, sondern musste sich zwischendurch trotzdem an der Seitenlinie warmmachen. Eingewechselt wurde er nicht, "aus Respekt vor seiner großen Karriere", wie es später von Trainer Erik ten Hag hieß.

  • Ronaldo, der, Sie erfuhren es hier am Samstag, bei der anstehenden WM in Katar nicht einmal mehr der Posterboy seiner portugiesischen Nationalmannschaft sein wird, will und darf Manchester United jetzt endlich verlassen. Ten Hag hatte ursprünglich noch sein Veto eingelegt, er sollte nicht wechseln. Aber auch sonst fand sich kein Verein für Ronaldo. Auch Bayern und der BVB lehnten ab. Kostengründe, Taktikgründe, Altersgründe. Ronaldo-Berater Jorge Mendes bot ihn überall an, niemand wollte ihn.
  • Jetzt, so berichtet der Telegraph, soll zumindest Manchester United eine Entscheidung getroffen haben: Ronaldo darf den Klub im Winter verlassen - wenn denn jemand ein akzeptables Angebot auf den Tisch legt. Bleibt spannend und wir halten Sie immer up to date.
11:37 Uhr

Rebellen: Taliban verlieren ersten Distrikt an Widerstandsbewegung

In Afghanistan hat die nationale Widerstandsbewegung National Resistance Front (NRF) eigenen Angaben zufolge einen Teil der nordöstlichen Provinz Badakhshan von den Taliban zurückerobert. Ein Anwohner bestätigte, dass der Distrikt Shekai mit rund 30.000 Einwohnern seit Montag teilweise unter Kontrolle der Rebellen sei. Für die Taliban wäre es das erste Gebiet, das sie an die Widerstandsbewegung verlieren. Sie wiesen die Darstellung entschieden zurück. Unabhängig ließen sich die Angaben zunächst nicht überprüfen. Ein NRF-Sprecher sagte lokalen Medien, dass die Rebellen zehn Taliban-Kämpfer, inklusive des Gouverneurs des Distriktes, gefangen genommen hätten. Weitere Taliban seien übergelaufen. Ein Sprecher des Innenministeriums in Kabul bezeichnete die Aussagen der NRF als "Lügen" und "falsche Gerüchte". Der Distrikt Shekai liegt an der Grenze zu Tadschikistan.

11:12 Uhr

Mehr als ein Dutzend US-Staaten haben inzwischen Abtreibungsverbote in Kraft

Nachdem der Oberste Gerichtshof der USA das Recht auf Schwangerschaftsabbrüche Ende Juni gekippt hat, sind inzwischen in mehr als einem Dutzend Bundesstaaten Abtreibungsverbote in Kraft. Fast 30 Millionen Frauen "im gebärfähigen Alter" in den USA lebten derzeit in einem Bundesstaat, der Abtreibungen verbiete. Das geht aus einem Papier hervor, das die US-Regierung veröffentlichte - zur Lage 100 Tage nach der folgenschweren Entscheidung des Supreme Courts. Fast 22 Millionen dieser Frauen hätten bereits nach der sechsten Schwangerschaftswoche in ihrem Bundesstaat keine Möglichkeit mehr abzutreiben, hieß es darin.

Zu diesem frühen Zeitpunkt wissen viele Frauen noch nicht, dass sie überhaupt schwanger sind. Bis Ende Juni hatte ein Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA von 1973 das Recht auf Abtreibung im Land gesichert. Schwangerschaftsabbrüche waren bis dahin bundesweit mindestens bis zur Lebensfähigkeit des Fötus erlaubt. Diese Entscheidung wurde jedoch von der rechten Mehrheit des Supreme Courts mit einer historischen Entscheidung aufgehoben.

10:47 Uhr

Deutscher Tourist auf Kreta vermisst

Im Südosten der Urlaubsinsel Kreta ist ein deutscher Tourist verschwunden. Der 73-Jährige sei am Montagabend von seiner Frau als vermisst gemeldet worden, nachdem er in der Nähe der Ortschaft Ierapetra an einen Strand gegangen und nicht zurückgekehrt sei, berichteten griechische Medien. Am Dienstag wurde die Suche fortgesetzt, auch ein Hubschrauber war im Einsatz. An dem Strand soll zunächst nur der Rucksack des Mannes gefunden worden sein. Erst vor zwei Wochen wurde auf Kreta ein deutscher Tourist tot aus unwegsamem Berggelände geborgen. Der 53-Jährige hatte Medienberichten zufolge die Kamares-Höhle auf rund 1500 Metern Höhe besucht und war auf dem Rückweg aus ungeklärten Gründen abgestürzt.

10:18 Uhr

Schauspielerin Kaley Cuoco über Flirt mit Johnny Galecki: "Das wird Ärger geben"

"The Big Bang Theory"-Star Kaley Cuoco hat sich am Set der Serie nach eigenen Worten schon früh in ihren Schauspielkollegen Johnny Galecki verguckt. "Ich habe es nicht einmal verheimlicht. Er hat so ein Wahnsinns-Charisma", sagt die 36-Jährige in einem neuen Buch über die Serie, aus dem die Zeitschrift "Vanity Fair" zitierte. Die beiden seien zu der Zeit noch in anderen Beziehungen gewesen, aber sie habe nur noch Augen für Galecki gehabt, sagte Cuoco: "Als ich dann herausfand, dass er auch ein Auge auf mich geworfen hatte, dachte ich: Oh oh, das wird Ärger geben."

Galecki wurde ebenfalls in "Vanity Fair" zitiert: "Ich habe ein gesundes Ego, doch man muss mir schon eins überbraten, damit ich merke, dass man mit mir flirtet. Bevor Kaley und ich miteinander ausgingen, hatte ich keine Ahnung, dass ich verknallt war." Laut "Vanity Fair" waren Cuoco und Galecki von 2008 bis 2010 ein Paar. Auch in der Serie waren sie zusammen.

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Verstanden sich auch abseits des Sets sehr gut: Kaley Cuoco und Johnny Galecki.

(Foto: picture alliance / AP Images / Invision)

10:05 Uhr

RWE steigt früher aus der Kohle aus

RWE St.
RWE St. 42,32

Der Energiekonzern RWE will den Kohleausstieg um acht Jahre auf das Jahr 2030 vorziehen. Das sieht eine Vereinbarung auf Eckpunkte zwischen dem DAX-Unternehmen, dem Bundeswirtschaftsministerium und dem NRW-Wirtschaftsministerium vor. Zugleich sollen zwei Kraftwerksblöcke, die nach derzeitiger Rechtslage Ende des Jahres stillgelegt werden sollten, bis ins Frühjahr 2024 weiterlaufen. Damit soll die Versorgungssicherheit gestärkt und Erdgas im Strommarkt eingespart werden, wie das NRW-Wirtschaftsministerium mitteilte.

Trotz des damit verbundenen Mehrbedarfs an Braunkohle in den nächsten 15 Monaten könnten weitere Umsiedlungen für den Braunkohleabbau sicher ausgeschlossen werden, hieß es. Ein Erhalt der Siedlung Lützerath sei aus unterschiedlichen Gründen nicht möglich und daher auch nicht Gegenstand der Vereinbarungen.

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09:44 Uhr

Deutscher Tourist bei Überfall vor Kruger-Nationalpark getötet

Ein deutscher Urlauber ist in Südafrika bei einem Überfall erschossen worden. Der Mann war am Montagnachmittag mit drei weiteren deutschen Touristen auf dem Weg zu einer Safari Lodge im Süden des bekannten Kruger-Nationalparks, wie die Polizei mitteilte. Unmittelbar vor dem Park seien die Touristen von drei bewaffneten Tätern gestoppt worden. Als sich die Touristen weigerten, das Auto zu verlassen und die Türen verriegelten, habe ein Täter das Feuer auf den Fahrer des Wagens eröffnet. Dieser habe mit dem Auto noch rund 100 Meter zurückgesetzt und sei in eine Mauer gefahren. Der Fahrer starb noch am Tatort.

Die Täter flüchteten nach den Schüssen ohne Beute. Südafrika mit seinen rund 60 Millionen Einwohnern ist gerade wegen seiner vielen Nationalparks auch bei Deutschen ein beliebtes Tourismusziel. Das Land hat jedoch mit einer hohen Kriminalitätsrate zu kämpfen. Das Auswärtige Amt warnt etwa vor Überfällen bei Autobahnfahrten im städtischen Umland. Das Ministerium empfiehlt, bei Überfällen keine Gegenwehr zu leisten, da die Täter zumeist bewaffnet sind.

09:18 Uhr

Rennen um Präsidentschaft in Brasilien: Bolsonaro zahlt vor Stichwahl Sozialleistungen früher aus

Kurz nach dem knappen Gewinn der ersten Runde der Präsidentenwahl in Brasilien durch den linken Ex-Staatschef Luiz Inácio Lula da Silva hat die Regierung des rechten Amtsinhaber Jair Bolsonaro die Auszahlung von Sozialleistungen vorgezogen. Die Familienhilfe etwa wird im Oktober eine Woche früher als vorgesehen ausgezahlt, wie die brasilianische Nachrichtenagentur "Agência Brasil" berichtet. Demnach beginnt die Auszahlung am 11. Oktober und endet am 25. statt am 31. Oktober. Am 30. Oktober kommt es zur Stichwahl zwischen Lula und Bolsonaro.

Im Juli hatte der Kongress in Brasília der Ausrufung eines Notzustands zugestimmt, mit dem die verfassungsmäßige Obergrenze der Staatsausgaben aufgehoben wird. Damit bekam die Regierung von Präsident Bolsonaro die Erlaubnis, bis zum Jahresende umgerechnet etwa 7,5 Milliarden Euro zusätzlich auszugeben - beispielsweise, um Sozialleistungen zu erhöhen. Zudem sollten Lastwagen- und Taxifahrer unterstützt, die Steuern auf Ethanol gesenkt und Kochgas subventioniert werden.

09:15 Uhr

Weihnachtsgeschäft steht diesmal unter keinem guten Stern

Wenige Wochen vor Beginn des Weihnachtsgeschäfts ist die Konsumlaune der Deutschen schlecht wie nie. Das monatlich per Umfrage unter 1600 Verbrauchern ermittelte Barometer des Handelsverbandes Deutschland (HDE) sank im Oktober den dritten Monat in Folge und erreichte mit 84,14 Punkten ein Allzeittief. "Steigende Lebenshaltungskosten und hohe Energiekosten dämpfen die Konsumlaune der Verbraucher erheblich", begründete der HDE die negative Entwicklung.

Auch die Bereitschaft zu größeren Ausgaben - die sogenannte Anschaffungsneigung - markierte ein Rekordtief. Die Konsumzurückhaltung dürfte demnach in den bevorstehenden Wochen und Monaten zunehmen, zumal die Realeinkommen wegen der hohen Inflation sinken.

08:58 Uhr

Tournee unterbrochen: Ringo Starr hat Corona

Musiklegende Ringo Starr hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Das berichten mehrere US-Medien übereinstimmend und berufen sich dabei auf eine Mitteilung seines Managements. Demnach habe der ehemalige Beatles-Schlagzeuger insgesamt fünf geplante Konzerte in Kanada absagen müssen. In dem Statement heißt es, dass der 82-Jährige sich zu Hause erhole und hoffe, bald wieder auf der Konzertbühne stehen zu können.

Zuvor sagte der Musiker bereits zwei Auftritte in den USA wegen einer angeblichen Erkältung ab. Der Veranstalter teilte zunächst mit, dass die Stimme von Starr angeschlagen sei und er deswegen nicht auftreten könne. Eine Covid-19-Erkrankung wurde jedoch zunächst ausgeschlossen. Wie es mit den weiteren geplanten Konzerten aussieht, ist bislang nicht bekannt. Insgesamt stehen noch sieben Auftritte in Seattle, Portland, San José, Paso Robles, Los Angeles und zwei in Mexico City auf seinem Tourplan.

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08:22 Uhr

Lindner: Bundesländer müssen ihren Beitrag zur Krisenbewältigung leisten

Bundesfinanzminister Christian Lindner hat die Bundesländer vor den Beratungen über die Finanzierung der geplanten Entlastungen aufgefordert, ihren Beitrag zur Krisenbewältigung zu leisten. "Man muss sich gegenseitig helfen. Aber es kann auch nicht sein, dass, wenn ich das in aller Höflichkeit so sagen darf, Länder einfach Koalitionsvorhaben umsetzen, Haushaltsüberschüsse erzielen - und der Bund ist in tiefen roten Zahlen und muss Krisenmanagement machen", sagte der FDP-Politiker im ZDF. "Ich denke, die Bürgerinnen und Bürger erwarten, dass alle staatlichen Ebenen ihren Beitrag dazu leisten, dass unser Land ohne großen Schaden durch diese Zeiten kommt."

08:17 Uhr

"Heilung wird es nicht geben": Lobinger erzählt von hartem Arztgespräch

Der schwerkranke Stabhochsprung-Weltmeister Tim Lobinger berichtet von seinem harten Kampf gegen den Krebs. "Heilung wird es bei mir nicht mehr geben. Mein Krebs ist zu aggressiv", sagte der 50-Jährige der "Bild"-Zeitung. Im Februar hätten ihm die Ärzte gesagt, dass sein Tod näher rücke. Er solle Verfügungen treffen, sich mit seiner Beerdigung befassen und sich von seinen Liebsten verabschieden.

  • "Die Gespräche mit meinen Kindern waren hart. Sie wissen, wie schlecht es um mich steht."
  • Bei Lobinger wurde im März 2017 Blutkrebs diagnostiziert. Nach Chemotherapien, Stammzellspenden, zwischenzeitlichen Rückfällen und einem kurzzeitigen Leberversagen im Sommer 2018 galt der Hallen-Weltmeister von 2003 wieder als gesund.
  • 2020 musste sich Lobinger eigenen Worten zufolge aber wieder einer Therapie unterziehen und erhielt zusätzlich Bestrahlungen.
  • Den Kampf gegen den Krebs hat der Sportler jedoch nicht aufgegeben: "Es gibt immer kleine Wege, die es einem ermöglichen, Kraft zu schöpfen und nicht die Hoffnung zu verlieren", sagte er der "Bild"-Zeitung.

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07:55 Uhr

Verwechslungsgefahr: Experten warnen vor Apps zur Bestimmung von Pilzen

Nach dem vielen Regen zieht es viele Menschen zur Pilzsuche in den Wald. Das Pilzesammeln sei wieder modern, sagt Christoph Hahn, Präsident der Bayerischen Mykologischen Gesellschaft (BMG). Demnach sind die Pilzberatungen der BMG zurzeit gut besucht. Neu im Trend seien auch Pilz-Apps, die damit werben, Pilze anhand eines Fotos bestimmen zu können. "Das ist eine neue Gefahr, die hinzukommt", sagt Hahn. Man könne einem Pilz schließlich nicht allein an Form oder Farbe ansehen, ob dieser giftig ist. Vor der Nutzung solcher Apps warnte auch Florian Eyer, Chefarzt der klinischen Toxikologie am Klinikum rechts der Isar der Technischen Universität München. Viele Giftpilze sähen gewöhnlichen Speisepilzen zum Verwechseln ähnlich.

07:27 Uhr

Erst im Auto, dann zu Fuß: Teenager liefern sich in Neuss Verfolgungsfahrt mit der Polizei

Vier Teenager zwischen 15 und 16 Jahren haben sich in Neuss eine Verfolgungsfahrt mit der Polizei geliefert. Zunächst wollten Beamte das Fahrzeug der Jugendlichen in der Innenstadt in der Nacht auf Dienstag kontrollieren, wie ein Polizeisprecher am Morgen mitteilt. Das Auto sei daraufhin durch die Stadt zur Anschlussstelle auf die Bundesautobahn 57 in Richtung Köln geflüchtet und fuhr bis Dormagen (Rhein-Kreis Neuss). Im Stadtteil Nievenheim kam der Wagen von einem asphaltierten Wirtschaftsweg ab und kam durch einen Erdwall zum Stehen. Die Insassen versuchten zu Fuß zu flüchten, die Polizei konnte sie jedoch festhalten und zur Wache mitnehmen. Dort wurden sie von ihren Erziehungsberechtigten abgeholt. Die Höhe des Schadens an dem betroffenen Mietfahrzeug war zunächst nicht bekannt.

07:08 Uhr

Indonesien: Mehr als 30 Minderjährige unter Toten der Stadion-Panik

Unter den mehr als 120 Toten bei der Massenpanik in einem indonesischen Fußballstadion sind den Behörden zufolge mindestens 33 Kinder und Jugendliche. Das bisher jüngste identifizierte Opfer sei ein drei oder vier Jahre altes Kleinkind, sagte ein Sprecher des Ministeriums für Frauenförderung und Kinderschutz. Insgesamt waren bei der Tragödie im Kanjuruhan-Stadion in der Stadt Malang mindestens 125 Menschen ums Leben gekommen. Nach dem Erstliga-Spiel zwischen Arema FC und Persebaya FC in der Provinz Ost-Java waren am Wochenende Tausende Fans auf das Spielfeld gestürmt. Die Polizei setzte massiv Tränengas ein und drängte die Menschen mit Schlagstöcken zurück auf die Ränge. Es kam zu einer Massenpanik, für viele gab es kein Entkommen. Die meisten Opfer starben an Sauerstoffmangel oder wurden zu Tode getrampelt.

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Fußballfans versammeln sich während einer Mahnwache für die Opfer der tödlichen Massenpanik .

(Foto: picture alliance/dpa/AP)


06:56 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

während in Moskau die russische Staatsduma gestern die Annexion der besetzten ukrainischen Gebiete Cherson, Donezk, Luhansk und Saporischschja ratifiziert hat und die Territorien mit neuen Gesetzen an sich binden will, gehen die Probleme an der Front für das russische Militär weiter. Sowohl im Nordosten als auch im Süden der Ukraine rückten die Kiewer Truppen weiter vor. Die ukrainische Führung hält an ihrem Bestreben einer vollständigen Rückeroberung ihrer Gebiete fest und liefert sich dabei auch einen Schlagabtausch mit dem US-Milliardär Elon Musk, der über Twitter eine vermeintliche Lösung für das Ende des Krieges angeboten hatte. Alle Entwicklungen rund um den Ukraine-Krieg finden Sie wie gewohnt in unserem Liveticker.

Ansonsten sind heute noch diese Themen wichtig:

  • Bundesaußenministerin Annalena Baerbock trifft ihren polnischen Amtskollegen Zbigniew Rau in Warschau. Anschließend will sie am Warschauer Sicherheitsforum teilnehmen. Bei dem Gespräch mit Rau dürfte es neben dem Ukraine-Krieg auch um Polens Reparationsforderungen gehen.
  • Bundeskanzler Olaf Scholz berät am Nachmittag mit den Regierungschefs der Länder über den weiteren Kurs in der Energiekrise. Zuvor sind Gespräche unter den Bundesländern vorgesehen.
  • Auch die Finanz- und Wirtschaftsminister der EU-Länder treffen sich, um über Investitionen für die Energiewende im Kontext des Ukraine-Kriegs zu beraten. Konkret werden Bundesfinanzminister Christian Lindner und seine Kollegen den Plan der EU-Kommission vom Mai besprechen, um sich vom Import fossiler Brennstoffe aus Russland zu lösen und mehr in erneuerbare Energie zu investieren.
  • Im Prozess um den gewaltsamen Tod eines vierjährigen Jungen vor dem Hanauer Landgericht wird die Urteilsverkündung gegen die Mutter des Kindes erwartet. Laut Anklage soll die heute 61-Jährige ihren Sohn am 17. August 1988 in einen Sack gesteckt, diesen über dem Kopf verschnürt und in die Obhut einer mutmaßlichen Sektenchefin gegeben haben, die dem Jungen nach dem Leben getrachtet habe. Der Junge soll in dem Sack ohnmächtig geworden und an Erbrochenem erstickt sein.
  • Der FC Bayern kann mit einem Sieg gegen Viktoria Pilsen den Achtelfinal-Einzug in der Champions League fast schon perfekt machen. Die Münchner liegen vor dem Duell am Dienstag nach zwei Siegen gegen Inter Mailand und den FC Barcelona klar auf Kurs. Für Eintracht Frankfurt und Bayer Leverkusen ist die Ausgangssituation vor dem dritten Spieltag brenzliger. Beide Clubs müssen nach je einem Sieg und einer Niederlage in ihren Spielen unbedingt punkten. Frankfurt trifft auf den Premier-League-Club Tottenham Hotspur, Leverkusen ist beim FC Porto zu Gast.

Die Entwicklungen an der Börse können Sie unter anderem in unserem Börsen-Tag verfolgen.

Mehr Nachrichten zum Thema Sport finden Sie in unserem Sport-Tag.

Mein Name ist Kristin Hermann und ich versorge Sie bis zum frühen Nachmittag mit Nachrichten. Sie haben Fragen oder Anregungen? Sie erreichen mich unter: kristin.hermann@nachrichtenmanufaktur.de. Kommen Sie gut durch den Tag!

06:31 Uhr

Zwei niederländische Touristen sterben bei Busunglück in Ecuador

Bei einem Busunglück in Ecuador sind zwei niederländische Touristen ums Leben gekommen und mindestens zwölf weitere verletzt worden. Der Bus der niederländischen Reisegruppe war zwischen Tena und Baeza in der südöstlichen Provinz Napo mit einem zweiten Bus zusammengestoßen, wie die Polizei am Montag mitteilte. Eine 74-Jährige aus Haarlem und ein 73-Jähriger aus Hilversum seien bei dem Unglück am Sonntag ums Leben gekommen, teilte das niederländische Außenministerium auf Twitter mit. Insgesamt hätten sich 21 Niederländer in dem Bus befunden, zwölf seien mit Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden. 

Der ecuadorianische Rettungsdienst berichtete von 20 Verletzten, darunter auch ein Ecuadorianer. Der Zustand von zwei der Verletzten war nach Angaben des Leiters des Krankenhauses von Tena kritisch. Verkehrsunfälle sind eine der häufigsten Todesursachen in Ecuador. Seit Jahresbeginn kamen laut der Nationalen Transportbehörde (ANT) fast 1500 Menschen bei Unfällen ums Leben. 

06:04 Uhr

"Schmerz, Demütigung und seelische Qualen": Trump verklagt CNN auf Schadensersatz

Der frühere US-Präsident Donald Trump wirft dem Nachrichtensender CNN Verleumdung vor und will mit einer Klage eine Schadenersatzzahlung in dreistelliger Millionenhöhe erreichen. In der Klageschrift, die Trumps Anwälte bei einem Gericht im Bundesstaat Florida einreichten, heißt es, der Sender habe versucht, seinen massiven Einfluss als angeblich vertrauenswürdige Nachrichtenquelle zu nutzen, um ihn zu diffamieren und "politisch zu besiegen". Diese Verleumdungskampagne habe sich in den vergangenen Monaten nur noch verschärft, "weil CNN befürchtet, dass der Kläger 2024 für das Amt des Präsidenten kandidieren wird".

Als Teil "konzertierter Bemühungen", das politische Gleichgewicht nach links zu kippen, habe CNN Trump in skandalöser Weise etwa als "Rassisten" oder als "russischen Lakaien" bezeichnet und mit Hitler verglichen. Auf etwa zwei Dutzend Seiten sind in der Klageschrift entsprechende Beispiele aufgeführt. Gefordert wird Schadenersatz in Höhe von 475 Millionen Dollar (483 Millionen Euro). Zur Begründung schrieben die Anwälte, die CNN-Berichterstattung habe für Trump Rufschädigung, "Schmerz, Demütigung und seelische Qualen" verursacht. Medien, die kritisch über ihn berichten, verunglimpft Trump regelmäßig als lügnerisch ("fake news") und als "Feinde des Volkes".

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