Donnerstag, 17. Februar 2022Der Tag

mit Barbara Mauersberg
Barbara Mauersberg
22:39 Uhr

Das war Donnerstag, der 17. Februar 2022

Liebe Leserinnen und Leser,

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Sturm bei Mondschein in der Region Hannover.

(Foto: picture alliance/dpa)

ich hoffe, Sie sind schon heil zu Hause angekommen und haben alle Fenster im Griff. Falls Sie doch noch einmal den Kopf in die Nachtluft stecken sollten, werden Sie etwas spüren, was man die Ruhe vor dem Sturm nennt. Das nächste Orkantief ist bereits im Anzug und auch nachrichtlich war es ein stürmischer Tag. Ein guter Moment, um noch einen Blick auf die jüngsten Geschehnisse zu werfen:

US-Präsident Joe Biden warnt weiter ungewöhnlich deutlich und konkret vor einem nahen russischen Einmarsch in die Ukraine. Das Dementi aus Moskau folgt zwar sofort, doch Entspannungszeichen an den Grenzen des Landes suchen Experten vergebens.

Russland stellt einmal mehr unerfüllbare Forderungen und verlangt als Garantie der eigenen Sicherheit den Abzug aller US-Soldaten aus Ost- und Mitteleuropa.

Die unglücklich verpatzte Kür der russischen Eiskunstläuferin Kamila Walijewa beschäftigt meinen Kollegen Tobias Nordmann. Er denkt über ein System des Erfolgs nach, das ein Scheitern mit Ansage im Schlepptau hat: Die russischen Wegwerfmädchen.

An der Corona-Front beruhigt sich die Lage. Während der Omikron-Peak überschritten scheint, fehlt der Debatte um eine allgemeine Impfpflicht der Motor.

Das Unwetter hat bis zum Abend bereits drei Menschenleben gefordert. Die weiteren Entwicklungen können Sie rund um die Uhr in unserem Sturm-Liveticker verfolgen.

Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht. Morgen ist ein neuer Tag.

22:15 Uhr

Stadt York: Prinz Andrew wird ausgeehrenbürgert

Nach der außergerichtlichen Einigung im Missbrauchsskandal um Prinz Andrew will die Stadt York dem Herzog von York seine Ehrenbürgerwürde aberkennen. Der liberaldemokratische Politiker und Kulturbeauftragte der Stadt, Darryl Smalley, sagte dem "Guardian": "Nachdem die Queen ihm seine militärischen Dienstgrade und royalen Schirmherrschaften entzogen hat, wollen wir die Verbindung unserer großartigen Stadt mit Prinz Andrew beenden und ihm seine Ehrenbürgerwürde aberkennen." Prinz Andrew hatte sich in dieser Woche mit der US-amerikanischen Klägerin Virginia Giuffre auf einen Vergleich geeinigt und damit einen Zivilprozess in den USA abgewendet.

21:40 Uhr

Aussage unter Eid: Richter ordnet Trumps Erscheinen an

Gegen den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump sind neue Vorwürfe laut geworden. (Archivbild)

Der Ex-US-Präsident kann gegen den Beschluss noch Berufung einlegen.

(Foto: Patrick Semansky/AP/dpa)

Ein New Yorker Richter hat den früheren US-Präsidenten Donald Trump verpflichtet, im Zuge von Finanzermittlungen über sein Immobilienimperium unter Eid auszusagen. Richter Arthur Engoron urteilte, dass Trump sowie seine Tochter Ivanka und sein Sohn Donald Junior den Vorladungen der New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James folgen müssen. James hat nach eigenen Angaben Beweise für betrügerisches Finanzgebaren von Trump und seiner Trump Organization zusammengetragen.

  • Die Generalstaatsanwältin hatte 2019 zivilrechtliche Ermittlungen zur Trump Organization wegen möglicher Finanzvergehen eingeleitet. Sie geht dem Verdacht nach, dass die Familienholding den Wert von Immobilien künstlich aufblies, wenn sie Kredite von Banken erhalten wollte, und in anderen Fällen kleinrechnete, um Steuern oder Versicherungsbeiträge zu sparen.
  • James will im Zuge ihrer Ermittlungen den Ex-Präsidenten, seinen ältesten Sohn Donald Junior und seine Tochter Ivanka befragen und hat entsprechende Vorladungen ausgesprochen.
  • Die Trumps klagten gegen die Vorladungen - und unterlagen nun vor Gericht. Sie dürften allerdings Berufung gegen die Entscheidung einlegen.
21:14 Uhr

Migranten ins Meer geworfen: Vorwürfe gegen griechische Küstenwache

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Ein Boot der griechischen Küstenwache vor der Insel Lesbos.

(Foto: picture alliance /)

Ein Mann aus Kamerun beschuldigt die griechische Küstenwache, ihn und zwei andere Migranten vor der griechischen Insel Samos nahe der türkischen Küste ins Meer geworfen zu haben. Die beiden anderen Männer ertranken, wie der "Spiegel", der britische "Guardian", das französische Nachrichtenportal "Mediapart" und das niederländische Recherchenetzwerk "Lighthouse Reports" berichteten. Die griechische Regierung wies die Darstellung als falsch zurück. Der Mann aus Kamerun gibt den Berichten zufolge an, im September vergangenen Jahres zusammen mit zwei anderen Männern aus Kamerun und der Elfenbeinküste von griechischen Grenzschützern von der Insel Samos verschleppt und anschließend ins Meer geworfen worden zu sein. Die beiden anderen Männer wurden später von türkischen Beamten tot aufgefunden.

  • Die türkische Küstenwache hat den Berichten zufolge seit Mai vergangenen Jahres 29 sogenannte Pushbacks registriert, bei denen Menschen ins Wasser geworfen worden sein sollen.
  • Der griechische Migrationsminister Notis Mitarachi sprach von "Falschnachrichten", hinter denen "türkische Propaganda" stecke.
  • "Da die türkischen Behörden nichts unternehmen, rettet die griechische Küstenwache weiterhin jedes Jahr das Leben von tausenden Männern, Frauen und Kindern auf See", erklärte er in einer Stellungnahme.
20:45 Uhr

Mini-Schwein in Wohnung: Mieter bekommt Kündigung

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Bruce sei nicht größer als die Hunde anderer Mieter, argumentierte der Beklagte. (Symbolbild)

(Foto: imago images/Karina Hessland)

Weil ein Mann ein Mini-Schwein in seiner Mietwohnung in Hannover hält, wollte seine Vermieterin ihn per Räumungsklage loswerden. Mit dem Fall beschäftigte sich die Zivilabteilung des Amtsgerichts der niedersächsischen Landeshauptstadt. Der Rechtsstreit endete nach kurzer Verhandlung mit einem Vergleich. Der 38-Jährige erklärte sich bereit, spätestens Ende August die 35-Quadratmeter-Wohnung samt seinem Schwein namens Bruce zu räumen. Zudem muss er 60 Prozent der Kosten des Verfahrens tragen, die Klägerin 40 Prozent. Der Streitwert lag bei 5100 Euro - dies waren zwölf Netto-Kaltmieten.

  • Die Vermieterin hatte mehrere Gründe für die Kündigung angeführt - Hauptgrund war aber das ungewöhnliche Haustier, das er unerlaubt angeschafft habe.
  • Der Besitzer des Schweins sah laut Gericht keinen Kündigungsgrund. Bewohner anderer Wohnungen in dem Haus hätten Hunde in der gleichen Größe.
  • Mittlerweile ist der dunkelgrau gefärbte Bruce etwa kniehoch und hat einiges an Speck auf den Rippen. (Az: 468 C 7351/21)
20:15 Uhr

"Relax": Flugzeug hinterlässt Friedens-Zeichen für die Ukraine

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Zeichen vom Himmel: Die Botschaft richtet sich wohl vor allem an Moskau.

(Foto: Screenshot Flightradar)

Mit einer ungewöhnlichen Flugroute hat die Crew einer Maschine der Fluggesellschaft Air Moldava für Deeskalation im Konflikt mit Russland appelliert. Über den Internetdienst "Flightradar 24" ließ sich nachverfolgen, wie der Flugverlauf über der Republik Moldau in direkter Nachbarschaft zur Ukraine das englische Wort "Relax" (zu Deutsch: "entspannen") am Himmel bildete. Der Airbus A321 war demnach in der Hauptstadt Chisinau gestartet und dort eine Stunde und 40 Minuten später wieder gelandet. Der Westen ist seit Wochen wegen eines russischen Truppenaufmarschs nahe der ukrainischen Grenze in Sorge. Zudem hält das russische Militär mehrere Manöver ab, die Befürchtungen vor einem Einmarsch in der Ukraine befeuern. Seit Wochen warnen vor allem die USA vor einer solchen Invasion.

19:46 Uhr

"War on Woke": Englische Lehrer sollen neutral sein

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Englische Schüler schreiben Examen. Die Regierung sorgt sich um die Neutralität der Schulen.

(Foto: picture alliance / empics)

Englische Lehrer sind von der britischen Regierung zur "Neutralität" bei der Vermittlung von politischen Themen ermahnt worden. Bei der Behandlung historischer Personen oder umstrittener Themen sollten "faktenbasierte Informationen" gegeben und ein breites Spektrum an Positionen vermittelt werden, heißt es in der neuen Weisung, die das Bildungsministerium veröffentlichte. Als Beispiel dafür, was das für das Lehrpersonal konkret bedeutet, nennt die Regierung das Thema Rassismus. So sollten "Lehrer klarmachen, dass Rassismus keinen Platz in unserer Gesellschaft hat." Wenn es aber um Bewegungen wie Black Lives Matter gehe, müsse dargestellt werden, dass diese "parteipolitische Ziele" verfolgten, die über den gemeinsamen Konsens hinausgingen - etwa Thesen dazu, welche Mittel die Polizei erhalten soll. Die neue Weisung gilt als Teil einer Reihe von Maßnahmen und Äußerungen, die die konservative britische Regierung in einer inoffiziell als "War on Woke" (frei übersetzt: Kampf gegen übertriebene politische Korrektheit) bezeichneten Kampagne auf den Weg bringt.

18:46 Uhr

Polizisten in Hinterhalt gelockt: 33-jähriger Thüringer muss ins Gefängnis

Gegen einen 33-jährigen Mann, der in Thüringen auf Polizisten und deren Streifenwagen geschossen hatte, ist am Donnerstag vom zuständigen Amtsgericht Haftbefehl erlassen worden. Wie die Polizei in Saalfeld mitteilte, wurde der Mann daraufhin inhaftiert. Dem Mann wird demnach versuchter Mord an mehreren Polizeibeamten vorgeworfen. Geprüft werde noch das Tatmotiv der Heimtücke, hieß es weiter.

  • Laut Polizei hatte der den Behörden bereits bekannte Mann aus der Gemeinde Ziegenrück in der Nacht zum Mittwoch die Beamten unter einem falschen Vorwand zu seiner Wohnung gelockt.
  • Als sie dort eintrafen, hatte er sie und ihr Fahrzeug beschossen. An einem Funkstreifenwagen wurden anschließend mehrere Einschusslöcher gefunden. Die vier Beamten blieben unverletzt.
  • Bei der Tatwaffe handelte es sich den Angaben zufolge um ein Luftdruckgewehr, das womöglich manipuliert wurde.
18:14 Uhr

Terroranschlag, Chemiewaffen, Massengrab: Blinken schildert Moskaus Suche nach Kriegsvorwand

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US-Außenminister Blinken spricht vor dem UN-Sicherheitsrat.

(Foto: REUTERS)

Russland plant nach Angaben von US-Außenminister Antony Blinken, durch einen Vorwand einen Grund für den Einmarsch in die Ukraine zu schaffen. "Dies könnte ein gewaltsames Ereignis sein, das Russland gegen die Ukraine vorbringen wird, oder eine unerhörte Anschuldigung, die Russland gegen die ukrainische Regierung erheben wird", sagte Blinken bei einer kurzfristig angekündigten Rede vor dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen in New York. Möglich seien ein vermeintlicher Terroranschlag in Russland, die "erfundene Entdeckung eines Massengrabes" und Vorwürfe eines Völkermordes, ein inszenierter Drohnenangriff auf Zivilisten oder ein vorgetäuschter oder echter Angriff mit Chemiewaffen.

  • Blinken zufolge erwarteten die USA danach die offizielle russische Entscheidung, russische Bürger oder jene russischer Herkunft in der Ukraine schützen zu müssen und mit einem Angriff zu beginnen.
  • "Russische Raketen und Bomben werden über der Ukraine abgeworfen", sagte Blinken. Die Kommunikation im ganzen Land würde gestört und Cyber-Angriffe sollten wichtige Institutionen in der Ukraine lahmlegen.
  • Am Boden würden Panzer und Soldaten im Land vorrücken - auch auf die Hauptstadt Kiew.
17:47 Uhr

Unvermitteltes Bremsen: Tesla gerät ins Visier der US-Verkehrsaufsicht

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Bremst, obwohl es nicht soll: Tesla Model Y.

(Foto: imago images/Xinhua)

Die US-Verkehrsaufsicht nimmt den Elektroautobauer Tesla wegen Berichten über unvermitteltes Bremsen ins Visier. Es seien in den vergangenen neun Monaten 354 Beschwerden eingegangen, weil ein von Tesla als "Autopilot" vermarktetes Fahrassistenzprogramm plötzlich und unerwartet die Bremsen aktiviere, teilte die National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) mit. Die Untersuchung umfasst demnach rund 416.000 Tesla Model 3 und Y von 2021 und 2022. Das Unternehmen selbst äußerte sich zunächst nicht.

  • Teslas Fahrassistenzsystem "Autopilot" sorgt schon länger für Argwohn.
  • Kritiker finden, dass der Name eine Übertreibung ist, die zu fahrlässiger Nutzung einlädt.
  • Die US-Verkehrsaufsicht untersucht auch andere Probleme im Zusammenhang mit dem Programm, etwa Auffahrunfälle von Tesla-Autos mit am Straßenrand parkenden Notfall-Fahrzeugen.
17:32 Uhr

Fast 20.000 Euro für den IS: Bewährungsstrafe für Oberhausener Familie

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Die Familie des IS-Terroristen vor Gericht.

(Foto: picture alliance/dpa)

Vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf sind vier Mitglieder einer Familie aus Oberhausen wegen Geldzahlungen an die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) zu Haftstrafen verurteilt worden. Das Gericht sprach die Mutter und drei Geschwister eines nach Syrien ausgereisten verwandten Dschihadisten wegen der Unterstützung einer ausländischen terroristischen Vereinigung schuldig. Ihre Haftstrafen, die zwischen sieben Monaten und zwei Jahren betragen, wurden zur Bewährung ausgesetzt.

  • Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die vier Beschuldigten von Juli 2015 bis November 2018 einen Angehörigen, der sich im Jahr 2015 dem IS angeschlossen hatte, finanziell unterstützt hatten.
  • In mehreren Fällen hätten sie Geldbeträge an den nahen Verwandten im Herrschaftsgebiet des IS übermittelt und somit die Unterstützung der terroristischen Vereinigung in Kauf genommen. Insgesamt schickten die Angeklagten im Alter von 24 bis 60 Jahren dem Dschihadisten demnach fast 20.000 Euro.
  • Der IS-Terrorist aus Oberhausen war im November 2018 bei Kämpfen in Syrien getötet worden.

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17:03 Uhr

Fahrer überfährt Schranke - Zug halbiert Auto

16:43 Uhr

Goldene Visa für Oligarchen: London schließt Schlupfloch für russische Geldwäsche

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Bei russischen Investoren besonders beliebt: Westminster in London.

(Foto: imago images/YAY Images)

Die britische Regierung will vereinfachte Visa für wohlhabende Investoren abschaffen. Voraussetzungen für die bisherige Einreiseerlaubnis sind ein Vermögen von mindestens zwei Millionen Pfund in britischen Investment-Fonds und ein Bankkonto im Vereinigten Königreich. Kritiker sehen darin eine Einladung zu russischer Geldwäsche. Wie die BBC berichtete, soll bereits in der kommenden Woche das Aus für das 2008 eingeführte Programm angekündigt werden.

  • Der Abgeordnete Chris Bryant von der oppositionellen Labour-Partei hatte der konservativen Regierung vorgeworfen, "goldene Visa an zweifelhafte russische Oligarchen zu verteilen" und damit ein Schlupfloch geschaffen zu haben, um illegal erlangte Gelder zu waschen.
  • Der Organisation Transparency International zufolge sind in Großbritannien Immobilien im Wert von 1,5 Milliarden Pfund (rund 1,8 Milliarden Euro) im Besitz von russischen Staatsbürgern, denen Korruption vorgeworfen wird.
  • Allein ein Viertel davon befindet sich im Londoner Regierungsviertel Westminster.
15:27 Uhr
Breaking News

US-Botschafterin: Russische Invasion steht unmittelbar bevor

Die USA haben ihre Warnungen vor einem womöglich bevorstehenden russischen Einmarsch in die Ukraine verschärft. "Russland bewegt sich auf eine unmittelbar bevorstehenden Invasion zu", sagte die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Linda Thomas-Greenfield. Sie kündigte an, dass US-Außenminister Antony Blinken noch am selben Tag bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates zur Ukraine das Wort ergreifen werde. "Wir tun alles uns Mögliche, um einen Krieg zu verhindern". Ein US-Regierungsvertreter hatte Russland am Vorabend vorgeworfen, statt eines von Moskau angekündigten Truppenabzugs bis zu 7000 weitere Soldaten an die Grenze zur Ukraine verlegt zu haben. Auch US-Präsident Joe Biden sagte kurz darauf, er befürchte trotz aller Beteuerungen aus Moskau einen russischen Einmarsch in die Ukraine in den nächsten Tagen. Die Gefahr einer Invasion sei "sehr hoch", und nach seiner Einschätzung könne es "in den nächsten paar Tagen" dazu kommen, sagte er in Washington.

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14:56 Uhr

Toter im Wedding: Wegen Sorgerechtsstreit ermordet?

Drei Monate nach dem mutmaßlichen Mord an einem 39-Jährigen in Berlin-Wedding gibt es Haftbefehle gegen drei Tatverdächtige. Die Ermittler vermuten einen Sorgerechtsstreit als Motiv. Nach der Festnahme einer 24-jährigen Frau in Aachen im Januar seien nun Haftbefehle wegen Mordes gegen die beiden mutmaßlichen Haupttäter erlassen worden. Dabei handle es sich um zwei Männer im Alter von 31 und 38 Jahren, die in Aachen und Köln bereits in Untersuchungshaft säßen wegen eines mutmaßlichen Raubüberfalls, der nichts mit dem Tod des 39-Jährigen zu tun habe. Die Frau sei der Beihilfe zum Mord verdächtig. Die drei Verdächtigen sollen zusammen von Bonn nach Berlin gefahren sein, um den 39-Jährigen zu töten. Danach seien sie zurückgefahren und hätten sich in Bonn versteckt gehalten.

  • Alle Verdächtigen und das Opfer seien arabisch-libanesischer Herkunft, erklärte die Polizei weiter.
  • Nachdem die Frau im Frühling 2020 gestorben sei, habe ihre Familie das Sorgerecht verlangt und die Kinder bei sich in Bonn behalten.
  • Der Vater der Kinder sei dagegen gerichtlich vorgegangen. Für den Dezember sei ein Termin beim Familiengericht angesetzt gewesen.
14:25 Uhr

Einsatz in Spanien: 30.000 saudische Frauen wollen Lokführerinnen werden

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Auch in Europa ist der Lokführerberuf noch eine Männerdomäne.

(Foto: picture alliance/KEYSTONE)

Vor wenigen Jahren durften sie noch nicht einmal selbst Auto fahren - nun haben sich mehr als 28.000 Frauen in Saudi-Arabien als Lokführerinnen beim spanischen Bahnunternehmen Renfe beworben. Es sei das erste Mal in der Geschichte des Landes, dass saudische Frauen Zugang zu diesem Beruf hätten, schrieb das Unternehmen in einer Mitteilung auf seiner Internetseite. Frauen haben in dem islamisch-konservativen Königreich bisher wesentlich weniger Rechte als Männer. Insgesamt schrieb Renfe 30 Stellen als Lokführerinnen aus.

  • In den vergangenen Jahren hat die saudische Regierung unter Kronprinz Mohammed bin Salman die Rechte der Frauen zwar ausgeweitet.
  • Trotzdem sind sie weiter so stark eingeschränkt wie in kaum sonst einem Land.
  • Zudem sitzen zahlreiche Aktivisten für Menschen- und Frauenrechte im Gefängnis.
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14:00 Uhr

Schichtwechsel

Mein Kollege Marc Dimpfel entschwindet mit wehendem Haupthaar in seinen Feierabend, ich übernehme. Mein Name ist Barbara Mauersberg und begleite Sie bis zum späten Abend durchs Tagesgeschehen. Gerne höre ich - Lob, Vorschläge, Anmerkungen - von Ihnen direkt: dertag@n-tv.de

13:57 Uhr

Anklage wegen Brückeneinsturz in Genua erhoben

Der Brückeneinsturz im italienischen Genua aus dem Jahr 2018 dürfte vielen noch in Erinnerung sein. 43 Menschen starben damals. Seitdem stellt sich die Frage: Wer trägt Schuld an der Katastrophe? Nun erhebt die Staatsanwaltschaft Anklage gegen 59 Beschuldigte und zwei Firmen. Dass es Probleme an der Brücke gab, hätte auch ein Rentner gesehen, zitiert der "Corriere della Sera" einen Staatsanwalt aus der Anhörung am Mittwoch.

Das Polcevera-Viadukt der Autobahn 10 in der norditalienischen Küstenstadt stürzte am 14. August 2018 ein. Hunderte Menschen, die darunter wohnten, wurden obdachlos. Im August 2020 wurde ein Neubau namens San-Giorgio-Brücke eingeweiht. Den 59 Beschuldigten und zwei Firmen wirft die Justiz unter anderem mehrfache fahrlässige Tötung sowie Verstoß gegen die Sicherheit im Straßenverkehr, Falschaussage und Unterlassung von Amtshandlung vor.

13:43 Uhr

Dänischer Polizist vergisst Waffe auf Toilette

Auf die eigene Dienstwaffe sollten Polizeibeamte besonders achtgeben. Nicht so ein Polizist aus Dänemark. Er wurde zu einer Geldstrafe verurteilt, weil er seine Dienstwaffe auf der Toilette vergessen hat - die dann von dem Mordverdächtigen gefunden wurde, den der Beamte bewachen sollte. Wegen schwerer Fahrlässigkeit im Dienst wurde der 55-Jährige von einem Gericht mit zehn Tagessätzen in Höhe von 500 Kronen belegt, wie die Nachrichtenagentur Ritzau berichtet.

Der Polizeibeamte hatte Ritzau zufolge an einem Sonntagmorgen im Mai 2020 einen Mordverdächtigen im Krankenhaus der Gemeinde Herlev bei Kopenhagen bewacht. Nach einem Gang auf die Toilette kehrte er auf seinen Posten zurück, hatte seine geladene Dienstwaffe da aber auf dem Klo vergessen. Der Beamte hatte sich vor Gericht nicht schuldig bekannt und angegeben, sein Versäumnis sofort erkannt zu haben. Er habe sich seinen Waffengürtel geschnappt, bevor der Verdächtige ihn habe erreichen können. Der Mann, den er bewachte - ein damals 15 Jahre alter Jugendlicher - erklärte jedoch, dass er den Gürtel auf dem Klo gesehen und den Beamten darauf aufmerksam gemacht habe.

13:31 Uhr

Griechenland und Türkei streiten über Urlaubsinseln

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Rhodos etwa ist auch bei Deutschen ein beliebtes Urlaubsziel.

(Foto: picture alliance / TT NYHETSBYR?N)

Zwischen Griechenland und der Türkei entwickelt sich zunehmend ein Streit um Souveränitätsrechte für Dutzende bewohnte Inseln, darunter die beliebten Ferienziele Rhodos, Kos und Samos. Griechenland protestierte auf diplomatischem Wege gegen Äußerungen von türkischen Spitzenpolitikern, wie das griechische Staatsfernsehen berichtete.

Zuletzt hatte etwa der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan wiederholt öffentlich gesagt, Griechenland verliere seine Souveränitätsrechte über zahlreiche Inseln in der Ostägäis, weil es diese militarisiert habe. Griechenland hat die Nato, die EU und auch die Vereinten Nationen über die jüngsten Aussagen türkischer Regierungsvertreter informiert. Das türkische Verhalten sei kontraproduktiv, illegal und provokativ, hieß es aus Kreisen des Außenministeriums in Athen.

13:20 Uhr

Belarus: Bereit, "Super-Nuklearwaffen" zu stationieren

Belarus ist nach den Worten seines Staatschefs Alexander Lukaschenko im Falle einer Bedrohung durch den Westen zur Stationierung von Atomwaffen bereit. "Wenn es notwendig ist", werde sein Land nicht nur Atomwaffen, "sondern auch Super-Nuklearwaffen, vielversprechende Waffen" aufnehmen, um "unser Territorium zu verteidigen", sagt Lukaschenko nach Angaben der belarussischen Nachrichtenagentur Belta.

Lukaschenko äußert sich vor dem Hintergrund der Spannungen zwischen westlichen Staaten und dem mit Belarus verbündeten Russland in der Ukraine-Krise. Minsk und Moskau hatten vergangene Woche gemeinsame Militärübungen in Belarus begonnen, die bis zum 20. Februar andauern sollen.

12:53 Uhr

Priester sagt ein falsches Wort: Tausende Taufen ungültig

Im christlichen Glauben geht es mitunter sehr genau zu, wie ein Fall aus dem US-Bundesstaat Arizona zeigt. So sind in einer katholischen Pfarrgemeinde in Phoenix möglicherweise Tausende Taufen ungültig, weil der Priester die falsche Taufformel verwendete. Wie der Sender CNN unter Berufung auf das Bistum berichtet, verwendete Pater Andres Arango den Plural statt des Singulars und sagte "Wir taufen dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes". Korrekt gewesen wäre "Ich taufe dich".

Der aus Brasilien stammende Priester trat zurück. Bischof Thomas J. Olmsted schrieb in einer Mitteilung an die Gläubigen, dass "Wir" sei unzulässig. "Es geht darum, dass es nicht die Gemeinde ist, die eine Person tauft, sondern vielmehr Christus, und Christus allein, der allen Sakramenten vorsteht", erläuterte der Bischof. Er bezog sich dabei auch auf eine Klarstellung der Vatikanischen Glaubenskongregation aus dem Jahr 2020, der zufolge die Formel "Wir" nicht gültig ist.

12:29 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

12:10 Uhr

US-Gesetzesentwurf sagt "Nyet" zu Russland

Im US-Senat legen die Republikaner einen Gesetzesentwurf vor, der auf Sanktionen gegen Russland im Ukraine-Konflikt abzielt, etwa in Bezug auf Nord Stream 2. Mehr noch als der eigentliche Inhalt fällt vor allem der Name der Verordnung auf: "Never Yielding Europe's Territory Act of 2022" heißt dieser - Kurzform "NYET". Der, wohl nicht ganz beabsichtigte Clou dabei: "Nyet" heißt zugleich auch "Nein" in russischer Sprache. Auch wenn Präsident Putin bekanntlich ein Freund klarer Worte ist, bleibt fraglich, ob das eingebrachte Gesetz großen Einfluss auf den russischen Truppenaufmarsch nehmen kann. Denn auch inhaltlich kritisiert der Demokrat Bob Menendez den Vorstoß als "parteipolitisches Gehabe". Seine Partei hätte den genannten Sanktionen längst zugestimmt.

11:40 Uhr

Fleischsteuer? "Ohne wird es nicht gehen"

Die Menschen in Deutschland verzehren pro Kopf gut 57 Kilogramm Fleisch im Jahr. Das ist laut dem Bundeslandwirtschaftsministerium der niedrigste Wert seit der erstmaligen Berechnung des Verzehrs im Jahr 1989 und deutlich weniger, als US-Amerikaner und Australier essen, aber immer noch viel zu viel - sagt zum Beispiel die Umweltökonomin Franziska Funke. Sie hat gemeinsam mit mehreren Kolleginnen und Kollegen untersucht, wie der Konsum sinken könnte. Ihre Lösung? Eine Fleischsteuer. "Ohne wird es nicht gehen, wenn wir unsere Klimaziele erreichen" wollen, erzählt sie im "Klima-Labor" von ntv. Die Frage, dir ihr dabei am meisten Sorgen bereitet, ist, ob man dadurch soziale Härten verschärft. "Aber wenn man es richtig aufzieht, kann es auch eine Win-Win-Situation sein."

Klima-Labor von ntv

Was hilft gegen den Klimawandel? Klima-Labor ist der ntv-Podcast, in dem Clara Pfeffer und Christian Herrmann Ideen und Behauptungen prüfen, die toll klingen, es aber selten sind. Klimaneutrale Unternehmen? Gelogen. Klimakiller Kuh? Irreführend. Aufforsten? Verschärft Probleme. CO2-Preise für Verbraucher? Unausweichlich. Windräder? Werden systematisch verhindert.

Das Klima-Labor - jeden Donnerstag eine halbe Stunde, die informiert und aufräumt. Bei ntv und überall, wo es Podcasts gibt: Audio Now, Apple Podcasts, Amazon Music, Google Podcasts, Spotify, RSS-Feed

Mehr dazu lesen Sie hier.
11:11 Uhr

93-Jährige stirbt - und mit ihr eine ganze Sprache

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Cristina Calderón beschäftigte sich bis ins hohe Alter mit dem Flechten von Körben und anderen Handarbeiten.

(Foto: REUTERS)

Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber bei dem Gedanken an tote Sprachen kommt mir zunächst ganz klassisch Latein in den Sinn. Dabei sind unzählige Sprachen vom Aussterben bedroht: Rund 1500 zählt eine Studie der Australian National University. Mit dem Tod von Cristina Calderón stirbt nun die letzte Muttersprachlerin der Yaghan-Ureinwohner. Die Chilenin lebte auf dem Feuerland-Archipel in der Nähe von Kap Hoorn.

Nach dem Tod ihrer Schwester Úrsula hatte die chilenische Regierung sie 2009 zum "lebenden menschlichen Schatz" für den Erhalt der Kultur der Ureinwohner erklärt. Das melodische Yaghan ist keine Schriftsprache. "Ich bin die Letzte, die Yaghan spricht. Andere können es verstehen, aber niemand spricht oder beherrscht es so wie ich", hatte sie 2017 in ihrem Heimatort Villa Ukika gesagt.

10:49 Uhr

Rassismusvorwürfe belasten US-Polizisten

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Ein Video zeigt, wie die Polizisten nur den schwarzen Jugendlichen auf den Boden drücken.

(Foto: Twitter)

Erneut entfacht ein Polizeieinsatz in den USA eine Rassismusdebatte. Auslöser ist ein Video aus einem Einkaufszentrum in Bridgewater im Bundesstaat New Jersey. Darauf zu sehen ist eine Schlägerei zwischen einem weißen und einem schwarzen Jugendlichen. Nach wenigen Sekunden schreiten zwei Polizisten ein, um die Streithähne zu trennen. Doch während sie den schwarzen Jugendlichen zu Boden drücken, muss sein Kontrahent sich nur auf ein Sofa setzen.

Eine Polizistin drückt den am Boden liegenden Jugendlichen mit ihrem Knie herunter, während ihr Kollege ihm Handschellen anlegt. Der weitere Verlauf des Einsatzes ist auf dem Video nicht festgehalten. Mehrere Fernsehsender berichteten über den Vorfall. Die Polizei kündigt interne Ermittlungen an.

10:15 Uhr

Journalist Peter Merseburger ist tot

Peter Merseburger ist im Alter von 93 Jahren in Berlin gestorben.

Merseburger arbeitete bis zuletzt als Autor.

(Foto: Arno Burgi/dpa-Zentralbild/dpa)

Deutschland verliert einen seiner bekanntesten Journalisten. Peter Merseburger starb bereits am Dienstag im Alter von 93 Jahren in Berlin, wie seine Familie nun bekannt gibt. Der frühere Korrespondent und politische Publizist gehörte zu den prägenden Gestalten der westdeutschen Medienlandschaft in der Nachkriegszeit, so etwa in den 1960er und 1970er Jahren als Moderator des ARD-Magazins "Panorama". Seine Berichte und Kommentare lösten teils heftige politische Reaktionen im konservativen Lager aus.

Lange Jahre arbeitete er als ARD-Korrespondent, unter anderem in Washington und Ost-Berlin. Anfang 1991 ging Merseburger vorzeitig in den offiziellen Ruhestand, um als freier Publizist weiterzuarbeiten. Er verfasste hochgelobte Biografien unter anderem über den früheren Bundeskanzler Willy Brandt.

09:54 Uhr
Breaking News

SUV-Unfall in Berlin: Zwei Jahre Haft auf Bewährung

Nach einem Unfall mit vier Toten in der Berliner Innenstadt wird der angeklagte SUV-Fahrer zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren verurteilt. Das Landgericht Berlin spricht den 45-Jährigen der fahrlässigen Tötung und Gefährdung des Straßenverkehrs schuldig.

Mehr dazu lesen Sie hier.
09:41 Uhr

Sydney jagt den Weißen Hai

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Ein Fischereipatrouillenboot durchsucht das Wasser.

(Foto: picture alliance/dpa/AAP)

Der erste tödliche Haiangriff seit Jahrzehnten in Sydney hält die Stadt in Atem. Die Behörden setzen Drohnen ein und suchen von Schiffen aus nach dem Tier. Mehrere Seile sind um die Little Bay Beach gespannt worden. Diese sind mit Haken und Ködern versehen, mit deren Hilfe der Hai eingefangen und in entferntere Gewässer gelockt werden soll.

"Auf Grundlage von öffentlichen Filmaufnahmen und Augenzeugenberichten gehen Hai-Experten davon aus, dass ein Weißer Hai, mindestens drei Meter lang, wahrscheinlich dafür verantwortlich war", teilt die staatliche Behörde für Primärindustrie mit. Am Mittwochnachmittag war ein 35 Jahre alter Schwimmer von dem Tier attackiert und getötet worden. Fischer und Golfspieler mussten von Felsen aus hilflos zuschauen.

09:34 Uhr
Breaking News

Europäer und Kanada ziehen sich aus Mali zurück

Frankreich, seine europäischen Partner und Kanada beenden den militärischen Anti-Terror-Einsatz im westafrikanischen Mali. Das teilten sie in einer gemeinsamen Erklärung mit, die der Élyséepalast nach Beratungen in Paris veröffentlichte.

Mehr dazu lesen Sie hier.
09:19 Uhr

Tief "Ylenia" wartet weiter mit Orkanböen auf

Auch heute geht es im Einfluss von Tief "Ylenia" (international "Dudley") mit Unwettergefahr weiter. Das gilt für ganz Deutschland insbesondere am Vormittag, wenn auf den Bergen und an der See weitere Orkanböen von um die 120 km/h und mehr drin sind. Und auch im Flach- und Binnenland sind einzelne Orkanböen nicht ganz auszuschließen. Mindestens aber müssen Sie sich nach wie vor auf schwere Sturmböen um die 100 km/h einstellen. Nachmittags beruhigt sich die Lage im Westen und Süden, während die Sturmgefahr in Nordosthälfte noch groß bis sehr groß bleibt.

Wettertechnisch bleibt es dabei meistens wechselhaft mit weiteren Schauern, die zum Teil kräftig und von Gewittern begleitet sein können. Einzig mit der Wetterberuhigung sind nachmittags im Westen auch mal längere freundliche Abschnitte möglich. Die Temperaturen dazu: 7 Grad im Norden und bis zu 15 Grad im Breisgau.

08:01 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

Sie werden es sicher mitbekommen haben: Orkantief "Ylenia" fegt über Deutschland. Die Unwettergefahr ist noch nicht gebannt, passen Sie also auf sich auf! Alle aktuellen Entwicklungen finden Sie in unserem Sturm-Liveticker. Doch auch abseits des Wetters wartet der heutige Tag mit einigen spannenden Themen auf.

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Hochwasser der Elbe überflutet am Morgen den Hamburger Fischmarkt.

(Foto: picture alliance/dpa)

  • Ein Sondergipfel der Europäischen Union tagt, um über das weitere Vorgehen im Ukraine-Konflikt zu beraten. Auch der UN-Sicherheitsrat beschäftigt sich heute mit dem Thema.
  • Die Beratungen über die Zukunft der internationalen Militärpräsenz in Mali sollen heute zu einem Abschluss kommen.
  • Die EU und Afrikanische Union wollen ihre Beziehungen vertiefen. Dazu treffen sich die Staatschefs in Brüssel.
  • Als erste Frau übernimmt Politik-Professorin Amy Gutmann den US-Botschafterposten in der Bundesrepublik Deutschland. Sie erhält heute ihr Akkreditierungsschreiben von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.
  • Im Prozess um den tödlichen SUV-Unfall in Berlin wird ein Urteilsspruch erwartet. Die Staatsanwaltschaft fordert eine Bewährungsstrafe für den Angeklagten.
  • In der Europa League trifft der BVB am Abend auf die Glasgow Rangers. Später empfängt RB Leipzig den spanischen Erstligisten Real Sociedad.
  • Deutschland darf bei den Olympischen Winterspielen in Peking auf weitere Medaillen hoffen.

Mein Name ist Marc Dimpfel und ich begleite Sie heute durch den Tag. Bei Fragen, Kritik oder Anregungen schreiben Sie mir gerne: dertag@n-tv.de

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07:36 Uhr

Frauen fühlen sich gesundheitlich benachteiligt

Frauen haben zu den deutschen Krankenhäusern nach einer Umfrage deutlich weniger Vertrauen als Männer. In der neuen Auflage einer jährlichen Umfrage der Unternehmensberatung PwC sagten lediglich 57 Prozent der Frauen, dass sie mit der Krankenhausversorgung zufrieden seien. Unter den Männern waren es dagegen 69 Prozent, wie PwC mitteilt. "Frauen fühlen sich offenkundig gesundheitlich benachteiligt - ein Ergebnis, das uns alarmieren sollte", sagt Sevilay Huesman-Koecke, Fachfrau für das Gesundheitswesen bei PwC Deutschland.

Die Unternehmensberatung geht zudem davon aus, dass Frauen in Sachen Gesundheit sachkundiger sind als Männer. Denn eine Rolle bei der größeren Skepsis von Frauen spielt laut PwC auch, dass sie sich in der Regel mehr mit dem Thema Gesundheit beschäftigen und deswegen besseren Einblick haben als Männer.

06:38 Uhr

Indien: 13 Frauen stürzen in Brunnen und sterben

Es sollte ein ausgelassenes Fest werden. Doch eine Hochzeitsfeier in Nordindien endet in einer Tragödie. Dreizehn Frauen und Mädchen sind versehentlich in einen Brunnen gestürzt und gestorben. Die Opfer saßen auf einer Eisenplatte, die den Brunnen abdeckte, als diese nachgab, sagte der Polizeibeamte Akhil Kumar im Bundesstaat Uttar Pradesh. Einem Bezirksrichter zufolge war der Brunnen alt und habe das Gewicht der Menschen nicht tragen können: "Die Opfer fielen herunter und wurden von den Trümmern erschlagen." Indiens Premierminister Narendra Modi bezeichnete das Unglück auf Twitter als "herzzerreißend".

06:21 Uhr

EU-Abgeordneter zeigt Hitlergruß

Ein nationalistischer Abgeordneter aus Bulgarien sorgt im Europaparlament für einen Skandal. Nach einer Debatte über die Rechtsstaatlichkeit in Polen und Ungarn zeigt Angel Dzhambazki von der euroskeptischen Fraktion der Europäischen Konservativen den Hitlergruß. Als er die Stufen zum Ausgang des Plenarsaals hinaufgeht, streckt er seinen rechten Arm einige Sekunden vor sich aus, wie auf dem Video der Debatte zu sehen ist. EU-Parlamentspräsidentin Roberta Metsola verurteilt Dzhambazkis Tat auf Twitter: "Ein faschistischer Gruß im Europäischen Parlament ist inakzeptabel". Dzhambazki habe "jeden in Europa" damit beleidigt.

06:06 Uhr

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