Der Tag

Der Tag BND: Türkei initiierte Ausschreitung an griechischer Grenze

Die an der türkisch-griechischen Grenze verbliebenen Flüchtlinge und Migranten sind einem Medienbericht zufolge abgezogen. Die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu berichtete, dass die Menschen "ihre Bitte, das Areal zu verlassen, den Migrationsbehörden der Provinz Edirne übermittelt" hätten. Die Menschen seien mit Bussen in Gästehäuser für eine zweiwöchige Quarantäne geschickt worden, hieß es bei Anadolu weiter.

Teilweise gewalttätige Szenen vom Grenzübergang Pazarkule/Kastanies dominierten vor einigen Wochen tagelang die Medien. Während sich die Lage auch vor dem Hintergrund der Coronavirus-Pandemie beruhigte, soll nun der Bundesnachrichtendienst zu dem Schluss gekommen sein, das maßgeblich die Türkei für die Ausschreitungen verantwortlich gewesen sein soll. Wie der "Spiegel" berichtet, habe der BND Hinweise, dass Ankara das Aufeinandertreffen zwischen griechischen Grenzbeamten und Migranten angefacht haben könnte. Die türkischen Behörden sollen die Flüchtlinge in Busse gezwungen und in das Grenzgebiet transportiert haben. Krawalle wurde demnach auch von aus der Türkei entsandten Personen befeuert. Vertreter des türkischen Sicherheitsapparates bestritten dem Bericht zufolge eine Beteiligung.

Quelle: ntv.de

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen