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Der Tag Bericht: Gepanzerte Limousine von RAF-Opfer hatte Schwachstelle

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Der Dienstwagen von Alfred Herrhausen wurde durch die RAF-Bombe zerstört.

(Foto: picture alliance/dpa)

Am 30. November 1989 wird der Deutsche-Bank-Chef Alfred Herrhausen bei einem Bombenattentat der Roten Armee Fraktion (RAF) getötet. Ein Bericht des "Spiegel" wirft nun die Frage auf: Hätte der Manager die Detonation vielleicht überleben können? Demnach wies der gepanzerte Dienstwagen des Ermordeten eine Schwachstelle auf. Herrhausen habe in eine Fahrzeugtür "einen nicht vorgesehenen Kurbelmechanismus einbauen lassen, um das Fenster aus Panzerglas öffnen zu können", sagte der damalige Leiter der Terrorbekämpfung beim Bundeskriminalamt (BKA), Martin Tuffner, dem Magazin.

Für den Kurbelmechanismus hätten Teile der Türpanzerung entfernt werden müssen. Exakt auf diese Fahrzeugtür war laut "Spiegel" die Bombe ausgerichtet, mit der die RAF Herrhausen auf einer Straße in Bad Homburg tötete. "Ohne diese Änderung wäre Herrhausens Überlebenschance vielleicht höher gewesen", sagte Tuffner. Die bei dem Attentat auf den Chef der Deutschen Bank verwendete Bombe hatten die Terroristen mit einer Lichtschranke gezündet. Die Namen der Täter sind bis heute nicht bekannt.

Quelle: ntv.de