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Der Tag Biologin wirft Netflix Betrug bei Walross-Sturz vor

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Eine Szene aus der neuen Netflix-Dokumentation "Unser Planet" sorgt bei Zuschauern für Entsetzen. Darin stürzen sich Dutzende Walrösser von einer 80 Meter hohen Klippe in den Tod. Die traumatisierende Szene in der russischen Arktis soll die Auswirkungen des Klimawandels untermauern, denn den Tieren fehlen durch das Schmelzen des Polareises Schollen, auf denen sie sich normalerweise ausruhen. Stattdessen drängen sich Tausende Tiere auf felsigen Inseln.

Die Biologin Dr. Susan Crockford hatte gegen Netflix und das Filmteam schwere Vorwürfe erhoben. Sie behauptet gegenüber "The Telegraph", die Walrösser seien nicht durch die klimabedingte Eingrenzung ihres Lebensraums, sondern auf der Flucht vor einem Eisbären die Klippen heruntergestürzt. Der Streamingdienst hat nun jedoch betont, dass die Aufnahmen eine dokumentierte Tatsache seien - die Walrösser wären gezwungen, sich an Land zu sammeln, weil weniger Eis vorhanden ist. Das lasse sie in einem unbekannten, gefährlichen Gebiet zurück. Laut Netflix habe das "Unser Planet" -Team mit erfahrenen russischen Biologen zusammengearbeitet, die seit 35 Jahren an diesem Küstenabschnitt und mit diesen Walrössern arbeiten.

Quelle: n-tv.de