Freitag, 18. Juni 2021Der Tag

mit Max Perseke
Max Perseke
22:41 Uhr

Das war Freitag, der 18. Juni 2021

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"Wir hier oben und ihr da unten" - damit muss Schluss sein!

(Foto: imago/epd)

Die erste Hälfte dieses Freitags hatte Sie meine Kollegin Sabine Oelmann im "Tag" begleitet. Danach aß sie wohl doch nicht direkt ein Eis, wie ich annahm, sondern beendete die Arbeit an einem Text - ihrem Interview mit Raul Krauthausen, der sich für marginalisierte Gruppen und vor allem für Menschen mit Behinderung einsetzt.

So, jetzt haben wir einen langen heißen Tag hinter uns gebracht. Wir fühlen uns futsch. Aber manchmal kommt man vielleicht doch gut zur Ruhe, indem man in eine etwas längere Lektüre einsteigt. Wer die kürzeren Häppchen vorzieht, bekommt hier noch einmal die Schlagzeilen des Tages:

Ich verabschiede mich in den Feierabend und wünsche Ihnen eine gute Nacht und ein schönes Wochenende!

21:59 Uhr

Dann spuckt noch ein Vulkan in diesen heißen Tagen

So langsam neigt sich ein weiterer sehr heißer Tag dem Ende zu. Doch es geht noch heißer, wie atmosphärisch dichte Bilder, geschossen gestern Nacht in Italien, zeigen. Mit meterhohen Lavafontänen sorgten der Ätna auf der italienischen Insel Sizilien und der Stromboli auf der gleichnamigen Vulkaninsel erneut für ein nächtliches Naturschauspiel.

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Lava strömt aus einem Krater des Ätna, Europas größtem aktiven Vulkan, hinter der Kirche Santa Maria della Guardia in Belpasso in der Nähe von Catania.

(Foto: picture alliance/dpa/AP)

Der mehr als 3300 Meter hohe Ätna spuckte wieder Feuer aus seinem Krater auf der Südost-Seite, wie das nationale Institut für Geophysik und Vulkanologie mitteilte. Die Lava ergoss sich über den Hang des Berges, und eine Rauchsäule stieg meterhoch in den Nachthimmel. Berichte über Verletzte oder größere Schäden gab es zunächst keine.

21:35 Uhr

Französischer Zoll findet Riesenbetrag in kleinen Scheinen

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Eine britische 5-Pfund-Note.

(Foto: picture alliance / Zoonar)

Für das Auszählen brauchten sie fast zwölf Stunden - bei einer Routinekontrolle gefunden hatten Beamte des französischen Zoll zuvor eine große Menge Bargeld in einem Auto mit deutschem Kennzeichen. Nach dem Zählen war klar: 800.000 britische Pfund und 3500 Euro waren in Sporttaschen verstaut, mit denen der Fahrer sich nach eigenen Angaben auf dem Weg nach Luxemburg befand. Das ist umgerechnet Bargeld im Wert von einer Million Euro.

"Eine Beschlagnahmung von einer Million Euro in bar ist ziemlich selten", sagte Zoll-Regionaldirektor Simon Decressac der Nachrichtenagentur AFP. "Das Geld war so verpackt, dass man an Drogen denken könnte", sagte Decressac. "Aber die Ermittlungen werden zeigen, ob es sich um Geld aus Zuhälterei, Drogenhandel, Steuerbetrug oder anderem handelt." Der Fahrer des Wagens wurde in Untersuchungshaft genommen.

21:08 Uhr

Stuntman stirbt kurz vor Weltrekordversuch

Er wollte mit seinem Motorrad weiter als je einer zuvor springen - dann passierte dem US-amerikanischen Motorrad-Stuntman Alex Harvill schon schon beim Probesprung ein tragischer Unfall. Nach Angaben der Veranstalter des Events auf einem Flughafen im US-Bundesstaat Washington wollte Harvill versuchen, den Rekord für den weitesten Sprung von einer Rampe zu brechen - dieser liegt den Angaben zufolge bei 107 Metern. Doch schon beim Probesprung stürzte der er 28-Jährige und starb an den Folgen. Es soll nun eine Autopsie geben.

Der Stuntman hatte bereits einen Eintrag im Guinness-Buch der Rekorde für einen Motorradsprung aus dem Jahr 2013. Nach Angaben des Promi-Portals "TMZ" war Harvill im vergangenen Monat zum zweiten Mal Vater geworden.

20:32 Uhr

"Der Pate"-Mastermind Coppola bekommt Stern auf dem Walk of Fame

Viele vergöttern die "Der Pate"-Filmtrilogie, die schauspielerischen Leistungen von Al Pacino oder Robert De Niro, den Satz "Ich mache Dir ein Angebot, dass Du nicht ausschlagen kannst!", gesprochen von Marlon Brando als Vito Corleone. Nun bekommt der Regisseur der Filme um die Famile Corleone und ihre mafiösen Aktivitäten, Francis Ford Coppola, einen Stern auf dem "Walk of Fame" in Hollywood.

Er gehört damit zu 38 Auserwählten, für die 2022 die "Sternstunde" schlagen soll. Darunter sind Filmschaffende wie Salma Hayek, Regina King, Macaulay Culkin, Willem Dafoe und Michael B. Jordan. Die 2016 gestorbene "Star Wars"-Darstellerin Carrie Fisher soll nach Angaben der Verleiher posthum gefeiert werden.

20:00 Uhr

Die Videos des Tages

19:42 Uhr

Erzbischof Woelki gesteht Fehler ein und will Personalakten besser studieren

Der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki bereut die Beförderung eines Düsseldorfer Pfarrers, der mit einem minderjährigen männlichen Prostituierten Kontakt gehabt hatte. 2017 hatte Woelki den Pfarrer zum stellvertretenden Stadtdechanten befördert. Diese Entscheidung bezeichnete er nun vor dem Diözesanpastoralrat des Erzbistums Köln als "großen Fehler", wie die "Kölnische Rundschau" berichtet.

Woelki übernehme hierfür die Verantwortung. "Ich lerne daraus, dass auch ich selbst mir im Grunde bei einem besonderen Personalvorgang die Personalakten kommen lassen und diese gegebenenfalls weit zurückreichend studieren muss", sagte er demnach.

18:55 Uhr

Venezuelas Präsident Maduro will Investoren anlocken und Dialog mit USA

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Bei einer Amtseinführung 2015 in Brasilien blickten sie sich in die Augen: Joe Biden und Nicolás Maduro.

(Foto: picture alliance / AP Photo)

Venezuela und die USA sind eigentlich als entschiedene Kontrahenten bekannt. Nun hat der Präsident des südamerikanischen Landes Nicolás Maduro in einem Interview des Fernsehsenders "Bloomberg TV" seine Hoffnung auf einen Neuanfang der Beziehungen ausgedrückt: "Wir wollen wieder zum Dialog und zum gegenseitigen Respekt zurückkehren und eine Beziehung der Kooperation mit den Vereinigten Staaten aufbauen", sagte er.

Auch will Maduro trotz der internationalen Isolation und der Sanktionen der USA und der EU neue Investoren in das südamerikanische Land, welches sich in einer tiefen Wirtschaftskrise befindet, locken. "Venezuela wird ein Land der Möglichkeiten für Investments." Er sehe großes Potenzial im Tourismus, dem Ölbranche, der Schwerindustrie und im Bergbau.

18:29 Uhr

Mann macht Rast an A7 und findet alte Ölgemälde

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Auf einem der Ölgemälde ist ein Knabe abgebildet.

Ein Mann hat zwei wertvolle rund 350 Jahre alte Ölgemälde in einem Müllcontainer an einem Rastplatz in Mittelfranken gefunden, eingepackt und in Köln bei der Polizei abgegeben. Der 64-Jährige fand die Kunstwerke der Kölner Polizei zufolge demnach am Autobahnrastplatz "Ohrenbach Ost". "Nach erster Bewertung eines Sachverständigen dürfte es sich bei beiden Werken um Originalwerke handeln", so die Ermittler.

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So sieht Spaß im 17. Jahrhundert aus: Bling Bling.

Auch wenn eines der Bilder einen lachenden (oder vielleicht auch trinkfreudigen?) Mann abbildet, handelt es sich bei den Bildern aber weder um die Werke eines Franken noch eines Kölners. Einem Sachverständigen zufolge dürfte das Knabenportrait vom Rembrandt-Schüler Samuel van Hoogstraten stammen, der 1627 bis 1678 lebte. Das andere Bild sei ein Selbstportrait als Lachender, wohl gemalt 1665 vom italienischen Künstler Pietro Bellotti.

17:50 Uhr

Macron kehrt zum Wangenkuss zurück - auch bei Merkel?

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Macron küsst Leon Gautier, einen 98-jährigen französischen Veteran.

(Foto: picture alliance/dpa/AP POOL/AP)

Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron hat bei einer Feier zwei Weltkriegsveteranen auf die Wangen geküsst - und ist damit zur in Frankreich üblichen herzlichen Begrüßung zurückgekehrt, bekannt auch als "la bise" ("Kuss"). Dies wäre vor einigen Wochen in schlimmeren Pandemie-Zeiten wohl noch verpönt gewesen. Macron erinnerte mit der Feier an einen legendären Aufruf von General Charles de Gaulle, weiter Nazi-Deutschland zu bekämpfen. Während der Begrüßungsküsse trug Macron einen Mund-Nasen-Schutz.

Für den Abend steht noch ein Zusammentreffen Macrons mit Kanzlerin Angela Merkel in Berlin an, um den in der kommenden Woche in Brüssel geplanten EU-Gipfel vorzubereiten. Ob Macron und Merkel sich auch mit "la bise" begrüßen, wird sich zeigen.

17:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:31 Uhr

Rechtsextremismus-Vorwurf gegen Bundestagspolizei

Der Bundestag hat eine eigene Polizei - und die ist Journalisten der "taz" bei einer Recherche sehr negativ aufgefallen. Der Vorwurf lautet auf "Rechtsextremismus". So habe sich ein Polizist in einer Reichsbürgerpartei engagiert, ein anderer habe zu Demonstrationen der sogenannten Querdenken-Bewegung aufgerufen und auch im August 2020 an jener Demo teilgenommen, die im versuchten Sturm auf den Reichstag gipfelte. Ein weiterer Polizeibeamter habe nach Aussage eines Kollegen mehrfach im Pausenraum den Hitlergruß gezeigt und dabei die Stimme von Adolf Hitler imitiert.

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble, dem die Polizeieinheit mit rund 200 Bediensteten untersteht, hat nun versichert, dass die Bundestagsverwaltung "jedem Hinweis auf Fehlverhalten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, insbesondere auch der Angehörigen der Polizei beim Deutschen Bundestages", nachgehe.

15:46 Uhr

Guterres führt UN fünf weitere Jahre

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Guterres unterwegs in internationaler Mission.

(Foto: picture alliance / Photoshot)

Der Generalsekretär der Vereinten Nationen hat eines der wichtigsten Ämter inne und wird international gehört. Seit 2017 macht António Guterres diesen Job. Nun hat die UN-Vollversammlung den Portugiesen für eine zweite Amtszeit berufen, die am 1. Januar 2022 startet und bis Ende 2026 dauert. Dies war erwartet worden, da Guterres ohne Gegenkandidat und mit der Unterstützung des mächtigen Sicherheitsrates angetreten war.

Als eine der größten künftigen Herausforderungen für Guterres' gilt neben zahlreichen regionalen Konflikten - unter anderem in Syrien, Libyen, dem Jemen oder Myanmar - der Kampf gegen die Klimakrise. Der UN-Chef hatte zuletzt immer wieder das Bild einer Welt am Abgrund gezeichnet und die großen CO2-Produzenten zu größeren Anstrengungen aufgefordert.

14:46 Uhr

Mann bringt Frau nach mehr als 50 Jahren Ehe um

Über 50 Jahre waren sie verheiratet, dann hat ein Mann seine im Bett liegende Frau ermordet. Das Landgericht in Berlin hat den 84-Jährigen, der die Tag gestanden hatte, nun wegen Mordes zu sieben Jahren Haft verurteilt. Als die Frau im Bett lag und schlief, habe er sie heimtückisch mit einem Hammer angegriffen und mindestens 30 Mal zugeschlagen. Anschließend habe er mit einem Messer auf sie eingestochen.

Zu dem Verbrechen nach mehr als 50 Jahren Ehe sei es nicht aus Hass oder Verdruss gekommen, sagte der Vorsitzende Richter. Für den Angeklagten, der immer mehr zum Versorger seiner geliebten Frau geworden war, sei es angesichts eines für ihn bevorstehenden Krankenhausaufenthalts "schlichtweg der einzige Ausweg gewesen". Die Frau habe Hilfe durch Dritte abgelehnt.

14:23 Uhr

Schichtwechsel

Sabine Oelmann nimmt sich noch ein Eis aus dem Gefrierfach und verabschiedet sich in den Feierabend, ich übernehme ab sofort den "Tag". Mein Name ist Max Perseke und ich bin bis zum späten Abend für Sie da. An maximilian.perseke@nama.de können Sie mir Ihre Anregungen schicken. Los geht´s!

13:42 Uhr

Zehnjähriger rettet Mopedfahrer das Leben

Da hat jemand ganz viel richtig gemacht - und zwar mit zehn Jahren! Ein Junge im thüringischen Unterbreizbach hat gesehen, wie ein Mann mit seinem Moped stürzte und lief sofort zu ihm. Der 30-Jährige war über eine Wiese gefahren, hatte einen gespannten Stacheldraht übersehen und stieß, wie die Polizei mitteilte, dagegen. Bei dem Sturz verletzte sich der Mopedfahrer lebensgefährlich am Hals. Der Junge zog sofort sein T-Shirt aus und drückte es auf die Wunde - dadurch verhinderte er, dass der Mopedfahrer am Unfallort verblutete, wie "Thüringen 24" meldet.

Danach rief der Junge um Hilfe, bis ein Passant ihn hörte und den Notruf alarmierte. Die Rettungskräfte flogen den schwer Verletzten in ein Krankenhaus nach Erfurt. Der mutige Junge wurde mit mehreren Gutscheinen und Andenken der Polizei belohnt.

13:08 Uhr

Nichtschwimmer tot aus Kanal geborgen

Ein 81 Jahre alter Mann ist im Rhein-Main-Donau-Kanal bei Nürnberg gestorben. Taucher hätten den leblosen Körper am Donnerstag im Bereich der Schleuse Nürnberg aus dem Kanal gezogen, teilte die Polizei mit.

Ermittlungen hätten ergeben, dass der Mann Nichtschwimmer war. Die genaue Todesursache stand zunächst nicht fest. Hinweise auf Fremdverschulden gebe es nicht, teilte die Polizei mit. Man gehe von einem tragischen Unglücksfall aus. Der Mann war laut Polizei offenbar häufiger an der Stelle an den Kanal gekommen. Am Donnerstag riefen Zeugen dann die Polizei: Sie hätten am Uferbereich des Kanals einen Mann gesehen. Boote und Taucher suchten nach Polizeiangaben nach dem 81-Jährigen. Ein Notarzt habe nach dem Fund aber nur noch den Tod des Mannes feststellen können.

12:57 Uhr

Deutschland zur Zeit wärmste Region Europas

Genießen Sie das Wochenende, es bleibt heiß, sorgen Sie für Abkühlung und ausreichend Flüssigkeit, aber es droht Ungemach: In Teilen Deutschlands herrscht Unwettergefahr. "Mit Höchsttemperaturen von verbreitet über 30 Grad ist Deutschland derzeit die wärmste Region Europas", sagt Christian Herold vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach. Heute werden mit Temperaturen von bis zu 37 Grad die höchsten Werte im Osten erreicht. "Am Samstag sehen wir ein ähnliches Bild."

  • Der Tag beginnt zunächst sonnig, außer im Nordwesten, bevor im Süden und Osten teils schwere Gewitter aufziehen, wie der DWD vorhersagte. Hagel, schwere Sturmböen und heftiger Starkregen sind möglich.
  • Der Osten bleibt die wärmste Region, die Temperaturen können wieder auf bis zu 37 Grad steigen.
  • Im Nordwesten liegen die Werte bei 24 bis 28 Grad, an der See bleibt es kühler. Vielerorts folgt eine erneute Tropennacht mit teils mehr als 20 Grad.
  • In der Nacht und am Sonntagmorgen blitzt und donnert es zunächst im Westen. "Im Tagesverlauf abgesehen von den östlichen Landesteilen und dem Norden deutlich zunehmende Gefahr von schweren Gewittern mit heftigem Starkregen, großen Hagel und teils Orkanböen", heißt es in der Vorhersage. Dazu ist es schwülheiß mit Höchstwerten von 27 bis 36 Grad, an der Nordseeküste bleibt es etwas kühler.
  • Auch in der Nacht zum Montag sind unwetterartige Gewitter möglich, diesmal bis in den Osten hinein. Die Mitte und der Osten müssen sich laut der Vorhersage auch tagsüber auf heftigen Starkregen, Hagel und Sturmböen einstellen. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen 24 Grad in der Eifel und 32 Grad im Osten.

12:29 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

12:13 Uhr

U-Bahn in Hamburg fährt gegen Hindernis - drei Verletzte

Eine U-Bahn der Linie U1 ist in Hamburg-Rotherbaum gegen ein Hindernis im Tunnel gefahren. Foto: Steven Hutchings/TNN/dpa

Eine U-Bahn der Linie U1 ist in Hamburg-Rotherbaum gegen ein Hindernis im Tunnel gefahren.

(Foto: Steven Hutchings/TNN/dpa)

Eine U-Bahn in Hamburg ist gegen eine Bohrstange gefahren, die in den Tunnel von oben hineinragte. Die Bahn der Linie U1 habe den Bohrer abgerissen und sei dabei im vorderen Teil beschädigt worden, so ein Hochbahnsprecher. Bei der Vollbremsung wurden nach Angaben der Feuerwehr drei Menschen leicht verletzt. Der Bohrer hatte von außen in den Tunnel gebohrt, es sei klar, dass es sich nicht um eine Baustelle der Bahn handele. Weitere Informationen gibt es zunächst nicht.

Der Zug sei nach dem Unfall evakuiert worden, erklärte eine Sprecherin der Hochbahn. In der Bahn hätten etwa 60 Fahrgäste gesessen. Der Verkehr auf der Strecke zwischen Kellinghusenstraße und Stephansplatz wurde vorübergehend unterbrochen.

11:45 Uhr

Deutsche Stimme von Johnny Depp und Brad Pitt - Michael Deffert ist tot

Nach kurzer schwerer Krankheit verstorben - mehr ist noch nicht bekannt, aber die traurige Nachricht, dass Michael Deffert tot ist, die ist leider gewiss. Der 53-Jährige verlieh Hollywood-Stars wie Johnny Depp oder Brad Pitt seine Stimme. Deffert spielte außerdem Episoden-Hauptrollen in Serien wie "Helicops" oder "SK Babies". 2003 war Deffert als Produzent für den Tschechisch-Amerikanischen Kurzfilm "Most" für den Oscar nominiert.

11:20 Uhr

"Bei der Hitze viel trinken" - das haben sechs Erzieherinnen wohl falsch interpretiert

Was ist da los in Teutschenthal? Zum wiederholten Male gerät die Kindertagesstätte "Kleine Riesen" in die Schlagzeilen. Doch das Einzige, was an der Sache wirklich riesig ist, scheint der Durst einiger Erzieherinnen nach Alkohol gewesen zu sein. Ihr Job wäre es ja, Kinder zu betreuen und deren Entwicklung zu fördern - stattdessen jedoch sollen sich sechs Erzieherinnen in Teutschenthal (Sachsen-Anhalt) in der Kita immer wieder "ein Schlückchen genehmigt" haben. Das berichtet der "Stern". Aufgeflogen war die Sache, weil ein Kind vollkommen dehydriert war und eine Mutter Alarm schlug. Für ihr Fehlverhalten wurden die Erzieherinnen freigestellt, die Leiterin der Kita ist zurückgetreten.

Die Kita war bereits 2017 in den Schlagzeilen, weil zwei kleine Jungs vom damaligen Bürgermeister "suspendiert" wurden. Ihre Mütter hatten sich gewundert, dass die Kinder unprofessionell zu einem Ausflug transportiert wurden.

10:01 Uhr

Von Beatle zu Beatle - Ringo gratuliert Paul

Anfang des Jahres erzählte der eine noch übrige Beatle, wie sehr es ihn noch immer erfreut, mit dem anderen noch übrigen Beatle auf der Bühne zu stehen. Hoffen wir mal, dass es noch lange so weitergeht, denn Ringo Starr sagt: "Es ist magisch mit ihm!" Und so gratuliert der unfassbar jugendlich wirkende Ringo, 80, seinem Kumpel zum 79. Geburtstag.

09:13 Uhr

Mehr am Handy als mit der Family? Schade ...

Es mag Sie vielleicht nicht überraschen, weil Sie entweder ein oder mehrere solcher Exemplare zu Hause haben oder selbst einer dieser sogenannten "jungen Menschen" sind, aber - die Wissenschaft hat festgestellt, beziehungsweise die Krankenkasse BKK pronova: Junge Menschen verbringen mehr Zeit in ihrer Freizeit mit dem Handy als mit ihren Eltern. Bämm, oder?

Die repräsentative Befragung unter dem Titel "Generation Corona" ergab, dass von den unter 30-Jährigen, die zu Hause leben, 70 Prozent das Handy als Haupt-Freizeitbeschäftigung bezeichnen. Demnach sagten zwar 58 Prozent der befragten 16- bis 29-Jährigen, ihnen sei die Familie in der Corona-Pandemie wichtiger geworden. Mehr Zeit mit der Familie verbrachten aber nur 38 Prozent. Was läuft denn da schief? Vorschlag zur Güte: Nach dem Zimmer-aufräumen ab aufs Fahrrad und die Omi besuchen, mit Kuchen oder noch besser Eis, is' ja überall heiß. Immerhin: Jeder Zweite der 1000 Befragten beurteile seine Bildschirmzeit selbstkritisch und frage sich, wie er den Medienkonsum einschränken könne, ergab die Studie ebenfalls. Daher noch was zum Hinter-die-Ohren-Schreiben: Einsicht ist der erste Schritt zur Besserung.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:40 Uhr

Ehemann stirbt bei Überholmanöver seiner schwangeren Frau

Beim Unfall mit einem Sattelzug auf der Bundesstraße 72 in Cloppenburg ist ein 31-Jähriger ums Leben gekommen. Eine 26 Jahre alte Frau, im siebten Monat schwanger, sei mit dem 31-Jährigen, ihrem Ehemann, am Donnerstagnachmittag in einem Auto mit Anhänger in Richtung Friesoythe gefahren, teilte die Polizei mit. An einer zunächst zweispurigen Stelle überholte die Frau einen anderen Wagen, beim Einscheren nach rechts kam ihr mit Steinen beladener Anhänger ins Schlingern und das Auto geriet in den Gegenverkehr, wo es den Sattelzug eines 43-Jährigen rammte. Bei dem Zusammenstoß wurde der 31-Jährige im Auto eingeklemmt, Einsatzkräfte der Polizei bargen ihn zwar aus dem Fahrzeug, dennoch starb er noch an der Unfallstelle.

08:25 Uhr

António Guterres heute ohne Gegenkandidat

Die Vollversammlung der Vereinten Nationen soll am Freitag (ab 15.00 MESZ) über eine zweite Amtszeit für UN-Generalsekretär António Guterres entscheiden. Da der 72-jährige Portugiese ohne Gegenkandidat antritt und da er die Unterstützung des mächtigen Sicherheitsrates hat, wird seine Ernennung für fünf weitere Jahre als sicher angesehen. Die nächste Amtsperiode startet am 1. Januar 2022 und dauert bis Ende 2026. Guterres ist der neunte Generalsekretär und führt die Welt-Organisation seit 2017.

Als eine der größten künftigen Herausforderungen für Guterres' gilt der Kampf gegen die Klimakrise. Auch die wirtschaftlichen und sozialen Turbulenzen durch die Corona-Pandemie dürften noch länger eine Rolle spielen. Guterres gilt als scharfsinniger Politiker, aber auch als vorsichtiger - Kritiker sagen: zu zaghafter - Vermittler in internationalen Konflikten.

08:09 Uhr

Neubauer: "Ärmere Menschen 'als Ausrede', weniger Klimaschutz zu betreiben"

Die Fridays-for-Future-Aktivistin Luisa Neubauer wirft den politischen Parteien eine "verlogene Klimadebatte" vor. Ärmere Menschen würden "als Ausrede genutzt", um weniger Klimaschutz zu betreiben. Dabei hätten die politisch Verantwortlichen "jahrzehntelang soziale Ungerechtigkeit befürwortet und eine Politik für die Wirtschaft und nicht für die Menschen gemacht", erklärt die Aktivistin.

In der Debatte um Billigflüge und höhere Benzinpreise sei der Eindruck entstanden, als ob mehr Klimaschutz wegen sozialer Fragen nicht möglich wäre, dabei sei es Aufgabe der Politik, einen angemessenen sozialen Ausgleich zu schaffen. "Die Regierung muss anfangen, mit den Leuten Klartext darüber zu sprechen, vor welchen Herausforderungen wir stehen." Zu den politischen Attacken der jüngsten Zeit gegen die Grünen erklärte Neubauer: "Man könnte meinen, einige Parteien versuchen, ihre fehlenden Klimaschutzprogrammatiken durch Kritik an den Grünen zu verdecken."

07:33 Uhr

Hummels jr: "Ball im Netz ist immer richtig"

Zumindest der drei Jahre alte Sohn von Mats Hummels hat sich über das Eigentor des Fußball-Nationalspielers beim EM-Auftaktspiel gegen Frankreich gefreut. "Er weiß zum Glück noch nicht, was ein Eigentor ist. Er denkt: Ball im Netz ist immer richtig. Mir wurde zugetragen, dass er gejubelt hat. Das werde ich ihm wohl noch beibringen müssen", so Hummels gegenüber der "Bild"-Zeitung. Papa Mats traf gegen Frankreich bei einer verunglückten Abwehraktion ins eigene Netz und besiegelte so die 0:1-Niederlage der DFB-Auswahl.

07:20 Uhr

Herzlichen Glückwunsch, Liz und Christoph Mohn!

Wenige Tage vor ihrem 80. Geburtstag hat Bertelsmann-Gesellschafterin Liz Mohn einen Generationen-Wechsel eingeleitet: Die Unternehmerin ist bislang die Familiensprecherin der Familie Mohn, die 20 Prozent am Konzern hält. Damit stand sie stellvertretend für das einflussreiche Gremium, das die Interessen der Familie im Unternehmen wahrt. Jetzt reicht sie am 21. Juni diese Aufgabe an ihren Sohn Christoph Mohn weiter - zu ihrem 80. Geburtstag. Der 55-Jährige bekommt als bisheriger Bertelsmann-Aufsichtsratschef nun weiteren Einfluss.

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Liz Mohn mit ihrem Sohn Christoph Mohn.

(Foto: dpa)

Wenn die "First Lady" ruft, sind hochkarätige Stars und Entscheider aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Gesellschaft und Medien schnell versammelt. Die Bundesverdienstkreuzträgerin verbindet den roten Teppich und die glamouröse Gala immer mit den ihr wichtigen Anliegen: Sie sammelt zum Beispiel Spenden für Schlaganfall-Opfer. Liz Mohns Mann Reinhard Mohn hatte 1947 den C. Bertelsmann Verlag in fünfter Generation übernommen und baute ihn zum Medienkonzern aus, er starb 2009. Die Kapitalanteile an dem Unternehmen werden zu gut 80 Prozent von mehreren Stiftungen und der Rest von der Familie Mohn gehalten.

07:08 Uhr

Trotz Corona sind 2020 so viele Menschen auf der Flucht wie nie zuvor

Weltweit sind ungeachtet der Corona-Pandemie im vergangenen Jahr so viele Menschen auf der Flucht gewesen wie nie zuvor. 82,4 Millionen wurden durch Konflikte, Verfolgung und Gewalt aus ihrer Heimat vertrieben, wie das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) in Genf berichtet. Das waren doppelt so viele wie vor zehn Jahren. Auch der Klimawandel treibe immer mehr Menschen in die Flucht, weil sie in ihrer Heimat nicht mehr überleben können. Weil viele Länder in der Pandemie ihre Grenzen schlossen, fanden so wenige Flüchtlinge wie seit fast zwei Jahrzehnten nicht mehr eine neue Heimat.

Nur 34.400 Menschen konnten in 21 Ländern umgesiedelt werden - etwa ein Drittel so viele wie im Jahr davor. Eigentlich brauchten 1,4 Millionen Menschen solche Plätze, so das UNHCR. Deutlich mehr als die Hälfte der Menschen war im eigenen Land vertrieben. Von denen, die ins Ausland flohen, wurden 86 Prozent von Entwicklungsländern aufgenommen. Deutschland stand gemessen an der Zahl der Aufgenommenen nach der Türkei, Kolumbien, Pakistan und Uganda weltweit auf Platz fünf.

06:37 Uhr

Das wird heute wichtig

Das Wetter ist schon da, ob Sie wollen oder nicht. Bereits um 6 Uhr eine kleine Schweißperle auf der Stirn, hach, es ist wohl Sommer. Was haben wir uns den gewünscht, also jetzt nicht meckern, weil es mal ein paar Tage in Richtung 40 Grad geht. Die Tennisspielerinnen bei den Bett 1 Open im Berliner Steffi-Graf-Stadion schwitzen auch (gestern lieferten sich beispielsweise die Spanierin Garbine Muguruza und Elena Rybakina eine mitreißende Schlacht, Angelique Kerber verlor gegen die Weißrussin Victoria Azarenka), die Steineschmeißer in der Rigaer Straße ebenso, genau wie die Polizisten, die den ganzen Krawall gestern und vorgestern begleiten mussten. Und was ist in Ihrer Stadt so los? Wenn Sie mir das erzählen wollen, dann haben Sie bis 14 Uhr Gelegenheit dazu, bis dahin begleite ich Sie hier vom Alexanderplatz durch den Tag, wenn Sie möchten. sabine.oelmann@nama.de wäre dann die Anschrift.

Was heute wichtig werden könnte:

  • Heute geht es bei einem der EM-Spiele um mehr als nur Fußball. Im Londoner Wembley-Stadion tritt am Abend England gegen Schottland an. In die sportliche Rivalität beim ältesten Länderspiel der Fußball-Geschichte mischt sich auch politischer Zündstoff. Eine bei den Fans umstrittene Geste gegen Rassismus und die Folgen des Brexits für das Zusammenleben auf der Insel heizen die Stimmung noch an.

  • Extremismus, Kindesmissbrauch, Hetze im Netz, Antisemitismus - das sind die Themen, die die Innenminister von Bund und Ländern bei ihrer Frühjahrsklausur im badischen Rust um 12.00 Uhr vorstellen wollen. Zentrales Thema der dreitägigen Tagung ist die statistische Erfassung von Antisemitismus. Es geht auch um Gewalt gegen Frauen, rechte Chatgruppen und Geldwäsche.

  • Ein Neustart für das Fliegen und Wege zu weniger Klimaschäden durch Luftverkehr sind Themen der Nationalen Luftfahrtkonferenz. Am Hauptstadtflughafen diskutieren Bundesregierung und Branchenvertreter um 10.30 Uhr, wie es für den Luftverkehr nach dem Einbruch in der Corona-Pandemie weitergehen kann. Ist doch schön, dass überhaupt was geht am BER ...

  • Ferienbeginn für (fast) 8,4 Millionen Schüler:innen! Heute in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein, kommenden Mittwoch folgen Hamburg, Berlin und Brandenburg. Als Letzte, Ende Juli, sind die südlichen Bundesländer an der Reihe.

  • Bei der Präsidentenwahl im Iran bahnt sich ein politischer Machtwechsel an. Als Favorit wird der erzkonservative Justizchef und Kleriker Ebrahim Raeissi gehandelt. Außenseiterchancen werden dem reformorientierten Ökonomen Abdolnasser Hemmati eingeräumt, der auf Proteststimmen hofft. Der derzeitige Präsident Hassan Ruhani darf nach zwei Amtsperioden nicht mehr antreten.

  • Als ersten ausländischen Gast in diesem Jahr empfängt Bundeskanzlerin Angela Merkel den französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron um 18.30 Uhr in Berlin. Geplant ist ein Abendessen im Kanzleramt.

06:00 Uhr

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