Mittwoch, 19. Juni 2019Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
22:38 Uhr

Das war Mittwoch, der 19. Juni 2019

Mats Hummels kehrt zum BVB zurück, ein internationales Ermittlerteam macht vier prorussische Rebellen für den MH17-Abschuss in der Ostukraine  verantwortlich, saudischer Kronprinz MBS steht unter Verdacht, in Khashoggi-Mord verwickelt zu sein - UN-Ermittlerin Callamard fordert eine Untersuchung. Ein ereignisreicher Tag geht zu Ende und ich verabschiede mich nun in den Feierabend. Wenn Sie wissen wollen, was heute sonst alles wichtig war, kann ich Ihnen empfehlen, auf die meistgelesenen Artikel des Tages einen Blick zu werfen:

22:16 Uhr

Krokodil-Alarm: Kirchheim sperrt drei Badeseen

Das ist kein Scherz. Eine Spaziergängerin will in einem See in Baden-Württemberg drei kleine Krokodile gesehen haben. Damit hat sie eine Suchaktion und die Sperrung der drei Bürgerseen in Kirchheim unter Teck ausgelöst.

  • Wie die Stadt mitteilte, hatte die Frau am Dienstagabend die Polizei verständigt und angegeben, die Tiere im unteren Bürgersee gesehen zu haben.
  • Die Beamten machten sich sofort auf die Suche - ohne Erfolg.
  • Die Sperrung der Seen werde voraussichtlich noch bis Montag bestehen, sagte ein Sprecher der Stadt. Man trage die Verantwortung für die Sicherheit der Bürger.
21:56 Uhr

Nach Lübcke-Attentat: Kölner OB Reker erhält Morddrohung

2015 entging die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker nur knapp dem Tod, als ihr ein Rechtsradikaler mit einem Messer in den Hals stach.

  • Nach dem Tod an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke am 2. Juni erhielt die parteilose Reker nun eine Morddrohung. Das bestätigte ein Polizeisprecher. Ob es einen Zusammenhang mit dem Mord an Lübcke gebe, könne er nicht sagen.
  • Nach Informationen des WDR gibt es innerhalb Deutschlands mehrere Drohungen gegen Politiker, sie sollen sich unter anderem gegen den Bürgermeister der westfälischen Stadt Altena, Andreas Hollstein, richten.
  • Auch Hollstein wurde in den vergangenen Jahren zum Ziel von Attentätern geworden. Im November 2017 wurde der Politiker von einem Mann mit einem Messer attackiert, er erlitt eine Verletzung am Hals.
21:36 Uhr

Mann füttert Eichhörnchen mit Crystal Meth

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Gefährliches Kampftier? Die Polizei ließen das Eichhörnchen laufen.

(Foto: AP)

Ein Mann in den USA hat ein Eichhörnchen mit Crystal Meth gefüttert. Verrückt? Die Begründung ist noch verrückter: Er wollte den Nager in ein gefährliches Kampftier verwandeln.

  • Die Polizei im Bundesstaat Alabama stieß bei einer Razzia in der Wohnung des Mannes auf das in einem Käfig gehaltene Tier, berichtet die Lokalzeitung "The News Courier" unter Berufung auf das Sheriffbüro des Kreises Limestone.
  • Die Beamten entließen das Eichhörnchen in die Freiheit. Der kleine Nager habe sich keineswegs aggressiv verhalten: "Er ist in den Wald gerannt und hat die Polizisten, die ihn freiließen, nicht angegriffen", erklärte die Polizei auf Facebook.
  • In der Wohnung des Eichhörnchen-Halters beschlagnahmen die Polizisten Drogen sowie Munition. Der 35-jährige Mieter hielt sich zum Zeitpunkt der Razzia nicht in der Wohnung in der Kleinstadt Athens auf, nach ihm wird weiter gesucht.
20:56 Uhr

UN-Chef: Kann Untersuchung im Fall Khashoggi nicht einleiten

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António Guterres

(Foto: picture alliance/dpa)

UN-Generalsekretär António Guterres hat nach eigener Einschätzung nicht die Autorität, eine Untersuchung gegen den saudischen Kronprinzen wegen des Mordes an dem Journalisten Jamal Khashoggi einzuleiten.

  • Sein Sprecher Stephane Dujarric sagte vor Journalisten in New York, Guterres halte eine "umfassende, transparente Untersuchung" für notwendig, sehe sich aber nicht befugt, eine solche in Auftrag zu geben.
  • Die UN-Sonderberichterstatterin für außergerichtliche, standrechtliche oder willkürliche Hinrichtungen, Agnès Callamard, hatte zuvor in einem Bericht an den UN-Menschenrechtsrat geschrieben, dass es glaubwürdige Hinweise auf eine mögliche persönliche Verantwortung von Kronprinz Mohammed bin Salman und anderer ranghoher Vertreter Saudi-Arabiens in den Fall Khashoggi gebe. Zur persönlichen Schuldfrage des Kronprinzen hatte sie sich nicht festgelegt. Dazu sei eine weiterführende Untersuchung nötig.
  • Callamard hatte Guterres aufgefordert, eine solche anzuordnen oder Leitlinien für ein Tribunal zu entwickeln.
  • Guterres hatte immer wieder betont, er könne ohne Mandat eines UN-Gremiums oder Bitte eines involvierten Mitgliedslandes keine Untersuchung einleiten. Mehrere Menschenrechtsgruppen werfen ihm vor, er könne das doch, entscheide sich aber bewusst dagegen.
20:28 Uhr

USA machen Weg frei für mehr Kohlestrom

Kohleausstieg? Von wegen, die USA steigen jetzt erst richtig ein!  

Die US-Umweltbehörde EPA hat Regulierungen für Kohlekraftwerke aus der Regierungszeit von Präsident Barack Obama zurückgenommen. Der von US-Präsident Donald Trump eingesetzte EPA-Chef Andrew Wheeler - ein früherer Lobbyist für die Kohlebranche - erwartet, dass nun nach zahlreichen Schließungen in den vergangenen Jahren wieder mehr Kohlekraftwerke ans Netz gehen werden.

  • "Wir fördern und nutzen unsere Kohle in den Vereinigten Staaten sauberer als unsere internationalen Wettbewerber", sagte Wheeler.
  • Mit der neuen Regelung muss die US-Energiewirtschaft ihre Kohlendioxid-Emissionen bis 2030 im Vergleich zum Niveau von 2005 nur noch um 35 Prozent senken.
  • Das ist einem Bericht der "Washington Post" zufolge weniger als die Hälfte dessen, was Experten als notwendig ansehen, um eine katastrophale Erderwärmung zu vermeiden.
19:54 Uhr

Marilyn-Monroe-Statue abgesägt und gestohlen

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Weg ist sie!

(Foto: picture alliance/dpa)

Ein Augenzeuge hat sogar noch gesehen, wie ein Mann auf die Skulptur Ladies of Hollywood Gazebo am Walk of Fame kletterte, dann die Marilyn-Monroe-Statue, die auf der Spitze thronte, absägte und mit seiner Beute verschwand. Doch die Polizei kam viel zu spät.  

  • Die Beamten konnten wenigsten Fingerabdrücke sicherstellen.
  • Festgenommen wurde zunächst niemand.
  • Die gestohlene Skulptur zeigte Monroe in ihrer berühmten Pose mit wehendem weißen Kleid aus dem Film "Das verflixte 7. Jahr".
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Die Skulptur stellte eine der bekanntesten Szenen der Filmgeschichte dar.

(Foto: imago images / United Archives)

 

19:25 Uhr

Johnson baut Vorsprung bei Tory-Wahl weiter aus

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Schaut optimistisch in seine Zukunft: Boris Johnson.

(Foto: imago images / i Images)

Im Rennen um das Amt des konservativen Parteichefs und künftigen Premierministers hat Boris Johnson seinen Vorsprung erneut ausgebaut.

  • Der ehemalige Londoner Bürgermeister und Außenminister erhielt 143 der 313 Stimmen aus der Tory-Fraktion.
  • Ebenfalls eine Runde weiter sind Außenminister Jeremy Hunt (54 Stimmen), Umweltminister Michael Gove (51) und Innenminister Sajid Javid (38). Nicht mehr im Rennen ist dagegen Entwicklungshilfeminister Rory Stewart, der nur 27 Stimmen erhielt.
  • Die Zahl der Bewerber soll in zwei weiteren Wahlgängen am Donnerstag auf zwei reduziert werden. In einer Stichwahl haben dann die etwa 160.000 Parteimitglieder das letzte Wort.

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18:56 Uhr

Katze entdeckt Schlange hinterm Kühlschrank

Haben Sie nach dem Anschauen von Horror-Filmen auch manchmal das Gefühl, dass Sie in Ihren eigenen vier Wänden irgendwie nicht allein sind und beobachtet werden? Ein Mann im nordrhein-westfälischen Kleve machte heute Nacht eine erschreckende Entdeckung: Er war mit seiner Katze tatsächlich nicht allein zu Hause.

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Der ungebetene Gast saß hinter dem Kühlschrank.

(Foto: picture alliance/dpa)

  • Sein Stubentiger hat in der Wohnung hinter dem Kühlschrank eine große orangenfarbene Schlange entdeckt.
  • Der überraschte Hausbewohner wandte sich sofort an die Feuerwehr. Wie das Tier in seine Küche kam, kann er sich nicht erklären.
  • Feuerwehrleute packten die Schlange in einen Karton und übergaben sie später einer Tierklinik. Experten identifizierten das Kriechtier schnell als ungiftige nordamerikanische Kornnatter.
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Die Kornnatter kann bis zu 1,8 Meter lang werden.

(Foto: picture alliance/dpa)

 

18:21 Uhr

Merkel kritisiert Umgang der CDU mit Rezo-Video

Dass selbst die Bundeskanzlerin eine knappe Stunde Zeit gefunden hat, um sich das Rezo-Video anzuschauen, schon darauf dürfte der junge Youtuber stolz sein.

  • Nun hat Angela Merkel ungewöhnlich deutlich Fehler ihrer Partei im Umgang mit dem CDU-kritischen Video eingeräumt. "Das eigentliche Manko - und das wissen wir aber inzwischen auch - war, dass man es zu abwehrend gesehen hat", sagte Merkel in einer Diskussion mit Schülern in der historischen Kaiserpfalz in Goslar.
  • Merkel beklagte, dass man sich "nicht einfach mal drauf eingelassen hat und gesagt hat: Damit gehe ich jetzt mal locker um". Sie ergänzte: "Das müssen wir lernen."
  • Man sei etwas geschockt gewesen, als das Youtube-Video aufgetaucht sei, in dem sich Rezo die CDU über viele Minuten vorgeknöpft habe. Das Wichtigste sei, "dass man erstmal offen darauf reagiert und nicht gleich abwehrt und sagt, ist alles nichts", gab Merkel ihrer Wunschnachfolgerin als Parteichefin als Ratschlag mit auf den Weg, ohne deren Namen zu nennen.

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17:41 Uhr

Ehemann 23 Jahre nach Mord an Frau verhaftet

Vor 23 Jahren soll er seine Frau umgebracht haben. Danach setzt er sich in die Türkei ab und taucht dort unter. Offenbar glaubt der inzwischen 48-Jährige ungestraft davon zu kommen. Als er dann auf die Idee kommt, zurück nach Deutschland zu reisen, kommen die Ermittler ihm wieder auf die Spur.  

  • Rund 23 Jahre nach dem Mord an einer 22-jährigen Frau in Baden-Württemberg ist deren lange untergetauchter tatverdächtiger Ehemann verhaftet worden. Wie Staatsanwaltschaft und Polizei in Offenburg mitteilten, hatten sie seit November 2017 teils verdeckt gegen ihn ermittelt. Zu dieser Zeit brachte ein Visumsantrag im deutschen Generalkonsulat im türkischen Izmir die Behörden wieder auf die Spur des Beschuldigten.
  • Am Dienstag nahmen Spezialkräfte den inzwischen 48-Jährigen dann in Stuttgart fest. Er gestand die Tat und wurde von einem Richter in ein Untersuchungsgefängnis eingewiesen.
  • Laut Ermittlern soll der zur Tatzeit 25-jährige Mann am 20. Juni 1996 seine Frau in Gengenbach-Bermersbach erstochen haben. Mutmaßlich ging es um Geld.
17:02 Uhr

Gutachterin: Ali B. hat Persönlichkeitsstörung

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Ali B. soll die 14-jährige Susanna F. im Juni 2018 vergewaltigt und ermordet haben.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Angeklagte im Mordfall Susanna hat nach Einschätzung einer Gutachterin eine schwere Persönlichkeitsstörung. Ali B. sei nur auf seine eigenen Bedürfnisse konzentriert und manipuliere dafür auch andere Menschen, erklärte die Psychiaterin vor dem Landgericht Wiesbaden.

  • Die Ermordung der Mainzer Schülerin habe er kühl und sachlich ohne jegliche Betroffenheit geschildert. Bedauern, Mitleid oder Reue seien nicht festzustellen.
  • Statt für seine Tat geradezustehen, mache der irakische Flüchtling andere Personen oder die Umstände dafür verantwortlich. Konkret bescheinigte sie ihm eine dissoziale Persönlichkeitsstörung mit psychopathischen Zügen.
  • "Er hat ein festes Frauenbild", erläuterte die Expertin. Eine Frau gehe nicht arbeiten oder alleine auf die Straße, stattdessen solle sie putzen und kochen.
  • Die Gutachterin schilderte Ali B. jedoch auch als freundlichen, höflichen, kooperativen und sehr gepflegten Mann. Der Prozess wird fortgesetzt.
16:33 Uhr

Erdogan: Mursi wurde ermordet

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Erdogan hat der heutigen ägyptischen Regierung den Putsch gegen seinen Verbündeten Mursi bis heute nicht verziehen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der türkische Staatschef Recep Tayyip Erdogan wirft der ägyptischen Regierung vor, den früheren ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi ermordet zu haben. "Er wurde ermordet, er starb keines natürlichen Todes", sagte Erdogan. Nach seinem Zusammenbruch vor Gericht in Kairo habe Mursi 20 Minuten am Boden liegend um sein Leben gerungen, ohne dass die Behörden etwas zu seiner Rettung unternommen hätten.

  • Das Staatsfernsehen sprach nach dem Tod des Ex-Präsidenten von einem Herzinfarkt, Mursis Partei Freiheit und Gerechtigkeit warf den Behörden dagegen "Mord" vor.
  • Der UN-Menschenrechtskommissar und die Menschenrechtsorganisation Amnesty International forderten eine unabhängige Untersuchung.
  • Die Bundesregierung forderte eine "schnelle und lückenlose Aufklärung der Todesursache" Mursis.
16:03 Uhr

Kita-Kind stirbt nach seltener Infektion

In Dresden ist ein mit Meningokokken infiziertes Mädchen gestorben. Nach dem Tod der Dreijährigen haben die Behörden mit der vorsorglichen Behandlung weiterer Kinder in der Kita, die das Mädchen besuchte, begonnen.

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Meningokokken-Infektionen sind in Deutschland allgemein sehr selten.

(Foto: imago/Hollandse Hoogte)

  • 37 Krippenkinder erhielten nun zwei Tage lang Antibiotika in Saft- oder Drageeform, teilte die Verwaltung der sächsischen Landeshauptstadt mit.
  • Die Dreijährige hatte demnach letztmalig am Freitag die Krippe besucht, in den folgenden Tagen verschlechterte sich ihr Gesundheitszustand. Am Montag wurde das Kind in ein Krankenhaus gebracht, wo es starb. Auch die Familie des Kindes erhält laut Behörden nun vorsorglich Antibiotika.
  • Meningokokken-Infektionen erfolgen durch sehr engen Kontakt zwischen Menschen über kurze Distanzen. Meist geschieht dies in Form von Tröpfcheninfektionen über Nase und Mund. In zwei von drei Fällen äußert sich eine Ansteckung als Hirnhautentzündung. Bei einem Drittel kommt es zu Blutvergiftungen, in etwa jedem siebten bis zehnten Fall gar zu schweren lebensbedrohlichen sogenannten septischen Schocks.
  • Es gibt Impfungen gegen Meningokokken, für alle Kinder ab zwei Jahren werden sie in Deutschland offiziell empfohlen.
15:02 Uhr

Vater tötet Kinder mit Hammer und Messer - lebenslange Haft

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Blumen am Tatort im südhessischen Mörlenbach.

(Foto: picture alliance/dpa)

Zuerst ging er mit einem Messer auf seine schlafenden Kinder los. Weil sie dann noch lebten, schlug er mit einem Hammer auf ihre Köpfe ein. Danach schüttete er Benzin auf die Betten und zündete sie an.

  • Für diese unvorstellbar grausamen Morde an seinem 13 Jahre alten Sohn und der 10 Jahre alten Tochter wurde der 59-jährige Vater vom Landgericht Darmstadt zu lebenslanger Haft verurteilt. Gegen die mitangeklagte Mutter urteilte die Kammer wegen Beihilfe an der grausigen Tat auf zwölf Jahre Gefängnis.
  • Bei dem Vater wurde zudem die besondere Schwere der Schuld festgestellt, was eine Haftentlassung nach 15 Jahren in der Praxis so gut wie ausschließt.
  • Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der 59-Jährige seine Kinder im vergangenen August in ihrem Elternhaus im südhessischen Mörlenbach erschlagen, erstochen und anschließend die Betten mit den Leichen angezündet hatte.
14:45 Uhr

Schichtwechsel

Es ist unerträglich heiß draußen, deswegen bin ich froh, hier in der Redaktion zu sein. Noch mehr freue ich mich darauf, Sie bis zum späten Abend mit Nachrichten aus aller Welt versorgen zu dürfen. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich löse hier Volker Petersen ab und wünsche Ihnen einen schönen und entspannten Nachmittag.

 

14:30 Uhr

Schützer von William und Kate bricht 83-Jähriger die Hüfte

So ist das nicht gedacht, so war es sicher nicht gewollt und doch ist es passiert: Ein Motorradpolizist, der Prinz William und Herzogin Kate beschützen sollte, hat eine 83-jährige Frau angefahren, die sich dabei die Hüfte brach. Der Unfall passierte am Montag auf dem Weg nach Schloss Windsor, wo Königin Elizabeth II. zur Verleihung des Hosenbandordens geladen hatte. William und Kate schickten der Dame namens Irene Blumen, hieß es. Der Polizist sei "am Boden zerstört". Ihn trifft aber wohl schon eine Schuld: Er war auf der falschen Straßenseite gefahren. Das ist aber auch verwirrend in Großbritannien.

13:58 Uhr

Zwischenergebnis der größten Weltall-Suche nach Aliens

Mehr als 1300 Sterne und ihre Umgebung haben Wissenschaftler nach Aliens oder verdächtigen Signalen abgesucht. Drei Jahre dauert das Projekt schon - und bislang wurde "die Nadel im Heuhaufen" noch nicht gefunden. Das Programm "Breakthrough Listen" hat im Umkreis von bis zu 160 Lichtjahren abgesucht. Es war damit die bisher umfassendste Suche dieser Art nach außerirdischer Intelligenz.

"Das muss aber nicht bedeuten, dass es da draußen kein intelligentes Leben gibt", sagte Danny Prince, der bei dem Projekt mitwirkte. Das Programm, das vom russischen Milliardär Juri Milner mit 100 Millionen US-Dollar (knapp 90 Millionen Euro) finanziert wird, hat sich zum Ziel gesetzt, eine Million Sterne und 100 benachbarte Galaxien zu überwachen. Übrigens, wenn Sie intelligentes Leben auf der Erde finden, lassen Sie es mich wissen.

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13:31 Uhr

Schüler stirbt auf Ausflug - Polizei ermittelt

Gestern haben wir über den Tod eines Zehnjährigen auf einem Schulausflug im Kreis Diepholz in Niedersachsen berichtet - nun ermittelt die Polizei in dem Fall. "Fest steht, es haben viele Kinder an, um und auf der Lore gespielt", sagte Polizeisprecher Thomas Gissing. Der schwere Wagen habe sich bewegt. Der Zehnjährige sei von einem der Lorenräder überrollt worden. Trotz Wiederbelebungsversuchen starb er an der Unfallstelle. "Bei den Ermittlungen wird alles in irgendeiner Form in Betracht gezogen", sagte Gissing. So werde sicherlich geprüft, ob es seitens der Lehrer oder anderer Personen Aufsichtspflichtverletzungen gegeben habe.

13:25 Uhr

Sarkozy muss sich vor Gericht verantworten

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Sarkozy.

(Foto: REUTERS)

Vom Präsidentenpalast in den Gerichtssaal - das ist der (arg gekürzte) Weg von Frankreichs einstigem Staatsoberhaupt Nicolas Sarkozy. Der Vorwurf: Bestechung. Sarkozy soll versucht haben, einen Staatsanwalt am Obersten Gerichtshof zu bestechen, um Informationen zum Verlauf eines ihn betreffenden Verfahrens zu erlangen.

Mehr dazu hier.

13:10 Uhr

Rausgeworfener Zugpassagier fährt auf Kupplung weiter mit

Ein betrunkener Passagier dachte im Saarland nicht daran, auf die Bahnfahrt zu verzichten, obwohl er wegen seines schlechten Benehmens aus dem Regionalzug aussteigen musste. Reisende entdeckten den Mitfahrer außen am fahrenden Regionalzug, wie die Bundespolizei mitteilt. Er fuhr auf dem Kupplungskopf mit. Die Bahn hielt an, der Lokführer rief die Polizei. Doch der Mann wehrte sich - er bewarf die Beamten mit Steinen und zerschlug das Rückfenster des Zuges. Schließlich rangen ihn fünf Männer nieder. Nun kreiert er einigen Papierkram: Die Polizei ermittelt wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Sachbeschädigung.

12:57 Uhr

Vier Mord-Anklagen wegen Abschuss von MH17

Als der Flug MH17 der Malaysia Airlines vor fünf Jahren über der Ukraine abgeschossen wurde, war das ein Schock. 298 Menschen starben, darunter viele Niederländer. Dort hat die Justiz nun angekündigt, Mord-Anklage gegen vier Männer zu erheben. Darunter sei auch der prorussische Rebellenkommandant Igor G., berichtet das niederländische Fernsehen.

Mehr dazu hier.

13:02 Uhr

Christine Lambrecht wird neue Justizministerin

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Lambrecht ist seit 1998 im Bundestag.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die parlamentarische Staatssekretärin im Finanzministerium, Christine Lambrecht, wird neue Bundesjustizministerin. Die 54-Jährige Viernheimerin folgt auf Katarina Barley, die ins Europaparlament gewechselt ist.

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12:48 Uhr

Vatikan: Benedikt XVI. geht es nicht schlechter

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Benedikt auf einer Aufnahme von 2017.

(Foto: dpa)

Was macht eigentlich der "Wir sind Papst"-Benedikt XVI.? Zuletzt hatte es Gerüchte gegeben, dem 92-Jährigen gehe es schlechter. Doch da sei nichts dran, teilt der Vatikan nun mit. Seit Montag zirkulieren Gerüchte, wonach Benedikt einen "leichten Schlaganfall" gehabt haben soll. Unter anderem wurden sie auf einer Benedikt gewidmeten Facebook-Seite verbreitet, auf der zum Gebet für den Ex-Papst aufgerufen wurde. Vertraute betonen immer wieder, dass er geistig wach sei, aber die körperlichen Kräfte nachlassen.

12:20 Uhr

Briefporto steigt zum 1. Juli

Einst kostete ein Standardbrief eine D-Mark, nun nähern wir uns einem Euro. Am 1. Juli erhöht die Deutsche Post das Porto. Besagter Brief muss dann mit 80 Cent frankiert werden, bislang sind es 70 Cent. Das ist immerhin eine Erhöhung um fast 13 Prozent. Auch andere Briefarten sollen teurer werden. Dagegen hat der Interessenverband der Paketdienstleister Einspruch erhoben und sich ins Verfahren eingemischt. Daher erteilte die Bundesnetzagentur die Genehmigung bislang nur vorläufig.

12:11 Uhr

Regierung lässt weniger Waffenexporte zu

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Türkischer Leopard-Panzer aus deutscher Produktion.

(Foto: picture alliance/dpa)

Wenn deutsche Unternehmen Waffen oder andere Rüstungsgüter im Ausland verkaufen wollen, müssen sie sich das erst von der Bundesregierung genehmigen lassen. Und die war im vergangenen Jahr deutlich strenger als zuvor. Das Volumen der Rüstungsexporte ging deutlich zurück - um 1,4 Milliarden Euro auf 4,82 Milliarden Euro. Knapp die Hälfte davon ging in Länder der EU oder der Nato, nach Saudi-Arabien Artillerie-Ortungsgeräte und Patrouillenboote im Wert von etwa 416 Millionen Euro.

12:00 Uhr

UN: Hinweise auf Saudi-Kronprinz bei Khashoggi-Mord

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Kronprinz Bin Salman.

(Foto: picture alliance/dpa)

Eine UN-Menschenrechtsspezialistin sieht "glaubhafte Hinweise" für eine mögliche persönliche Verantwortung des saudischen Kronprinzen für die Tötung des regierungskritischen Journalisten Jamal Khashoggi.

Zur Klärung der Schuldfrage sei allerdings noch eine weiterführende Untersuchung nötig, schrieb Agnès Callamard in ihrem Bericht an den UN-Menschenrechtsrat, der jetzt in Genf veröffentlicht wurde. Kronprinz Mohammed bin Salman war mehrfach als Drahtzieher der Tötungsaktion verdächtigt worden.

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11:32 Uhr

Südkorea macht Nordkorea 50.000-Tonnen-Geschenk

Atombomben hat Nordkorea, dafür klappt's nicht so recht mit der Landwirtschaft. Eine neue Hungersnot droht, doch es gibt ja noch den Nachbarn im Süden. Den überzieht Diktator Kim zwar gern mit Todesdrohungen, doch nun erweist sich Südkorea als Retter in der Not. Das Land schickt 50.000 Tonnen Reis in den Norden.

  • Der Reis solle über das Welternährungsprogramm (WFP) geliefert werden, teilte das Vereinigungsministerium in Seoul mit.
  • Südkorea hatte zuletzt bereits acht Millionen Dollar (7,14 Millionen Euro) an das WFP und das Kinderhilfswerk Unicef für die Nordkorea-Hilfe überwiesen.
  • Anfang Mai hatte das WFP berichtet, in Nordkorea seien mindestens zehn Millionen Menschen von Hunger bedroht. Die jüngste Ernte sei nach Dürren, Hitzewellen und Überschwemmungen so schlecht ausgefallen wie seit zehn Jahren nicht mehr.
10:52 Uhr

Gauck isst nie Burger - "Irgendwo muss eine Grenze sein"

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Gauck will keine Burger essen.

(Foto: dpa)

Alt-Bundespräsident Joachim Gauck hat schon viele Döner gegessen, aber noch nie einen Burger. Er sei ja Mecklenburger, sagte er gestern Abend in der Hauptstadt. Er liebe Pellkartoffeln mit Quark, Bratkartoffeln mit Hering, Blut- und Grützwurst.

  • "Nun kommst Du hierher - alles voller Döner-Buden. Was ist das, Döner?" Dazu noch die verschieden farbigen Menschen oder die offen ausgelebte Homosexualität. "Da musst Du Dich auch erst mal dran gewöhnen." 
  • "Fremdheitsgefühle seien eigentlich normal", sagte Gauck. Man dürfe das Fremde nur nicht gleich hassen und ablehnen. Der ehemalige Bundespräsident verriet, dass er inzwischen selbst schon "beim Ägypter" essen gewesen sei. Aber: "Ich habe ja bis heute noch keinen Burger gegessen, viele Döner, aber noch keinen Burger. Irgendwo muss eine Grenze sein."
10:37 Uhr

Zehnjährige besteigt kalifornische Felswand El Capitan

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Das Mädchen beim Aufstieg.

(Foto: SCHNEITER FAMILY)

Ich finde es ja schon ziemlich unglaublich, wie manche Kinder in der Kletterhalle die Wände hoch flitzen. In Kalifornien hat nun eine Zehnjährige das locker getoppt. Sie stieg die berühmte, gut 900 Meter hohe Felswand El Capitan im Yosemite-Nationalpark hoch. Selah Schneiter sei das am 12. Juni gelungen, berichtet CNN nun. Ihr Vater und ein Freund der Familie hätten ihr dabei geholfen, die besonders schwierige Route, die sogenannte Nase, hinauf zu meistern. "Unser großes Motto war: 'Wie isst man einen Elefanten?", zitiert sie der Sender. Die Antwort: "Kleine Bissen. Immer nur ein Zwischenraum, immer nur eine Bewegung, immer nur einen Tag." Insgesamt habe die Gruppe fünf Tage für die Besteigung gebraucht. Und wenn etwas schief gegangen wäre, würde ich jetzt nicht in der Haut des Vaters stecken wollen. 

10:20 Uhr

Tauber wirft Steinbach Mitschuld am Tod Lübckes vor

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Tauber war von 2013 bis 2018 Generalsekretär der CDU.

(Foto: imago/Jens Jeske)

Der einstige Generalsekretär der CDU, Peter Tauber, sorgt gerade mit einem Gastbeitrag in der "Welt" für Furore. Bei Twitter wurde der Artikel schon zigfach geteilt - darin äußert er sich zum Tod von Walter Lübcke und wirft Leuten wie Björn Höcke, Erika Steinbach und Alice Weidel eine Verrohung der Sprache vor, und damit "mitschuldig am Tod Walter Lübckes" zu sein. Tauber ruft seine Partei auf, sich klar von Rechtsextremen abzugrenzen und verweist auf den Zentrumspolitiker Joseph Wirth, der von 1921 bis 1922 Reichskanzler war. Der hatte sich mit klaren Worten von den Nazis und anderen Rechtsextremen abgegrenzt. So schlimm wie in der Weimarer Republik als es 500 politische Morde gab, seien die Verhältnisse heute nicht, schreibt Tauber. Aber es gelte: "Wehret den Anfängen!" In der Konsequenz fordert er, erstmals Artikel 18 des Grundgesetzes anzuwenden, der es erlaubt, verschiedene Grundrechte wie das Recht auf freie Meinungsäußerung einzuschränken, wenn man es für den Kampf gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung missbrauche.

Mehr dazu hier.

09:51 Uhr

Experte: Rentenalter müsste auf 69 steigen

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Gehen Sie lieber noch einmal ins Fitnessstudio, verschenken Sie ihr ganzes Bier und schleudern Sie die Zigaretten vom Balkon - Sie müssen gesund bleiben. Denn wie der führende Renten-Experte Axel Bösch-Supan der "Süddeutschen Zeitung" sagte, müsste das Rentenalter eigentlich auf 68 oder 69 steigen, wenn das System weiter funktionieren soll. "Wenn wir jetzt nichts tun, machen sich die Jüngeren zu Recht sorgen", sagte der Wissenschaftler vom Münchener Max-Planck-Institut. Also fragen Sie nicht, was das Rentensystem für Sie tun kann, fragen Sie, was Sie für das Rentensystem tun können.

09:21 Uhr

Oben-Ohne-Fotos - Bella Thorne sauer auf Whoopi Goldberg

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Bella Thorne spielte in mehreren Filmen und Serien mit, der ganz große Blockbuster war bislang nicht darunter.

(Foto: Star Max/IPx)

Als Filmstar hat man es auch nicht leicht - die Schauspielerin Bella Thorne machte jüngst Schlagzeilen, weil sie wegen Nacktfotos erpresst wurde, die sie dann gleich selbst veröffentlichte. Das sorgte für viele Klicks, Klatsch und Kommentare und führte auch dazu, dass sich Whoopi Goldberg in der Talkshow "The View" äußerte. "Wenn du berühmt bist, egal wie alt du bist: Du machst keine Nacktfotos von dir", sagte sie dort. Der praktische Tipp kam bei Thorne gar nicht gut an. 

"Die Mädchen zu beschuldigen, dass sie überhaupt Nacktfotos machen? Ist krank und ehrlich gesagt eklig", schrieb die 21-Jährige in einer Instagram-Story. "Dein Blick auf die Sache ist schrecklich. Ich hoffe, du änderst deine Denkart, zumal du in deiner Show junge Mädchen ansprichst." Später veröffentlichte sie kurze Videos, in denen zu sehen ist, wie sie in Tränen ausbricht.

09:05 Uhr

Trotz hohem Bedarf - Baugenehmigungen stagnieren

Viele Experten und Politiker sehen vor allem im Neubau das Mittel der Wahl, um die steigenden Mieten in den Griff zu kriegen. Das Problem ist nur, dass der einfach nicht ausreicht. Die Zahl der Baugenehmigungen stagniert in den ersten vier Monaten des Jahres bei gut 100.000 - dabei werden 350.000 bis 400.000 Wohnungen pro Jahr gebraucht. Laut Statistik ging die Zahl der Baugenehmigungen sogar leicht um 1,3 Prozent auf 105.800 Wohnungen zurück.

Das hat aber auch mit dem Bau von Wohnheimen zu tun, die vor allem für Flüchtlinge errichtet wurden. In den vergangenen Jahren wurden sehr viele solcher Heime genehmigt, was die Zahl der Baugenehmigungen insgesamt in die Höhe trieb. Da nun immer weniger solcher Unterkünfte entstehen, sackt die Gesamtzahl der Baugenehmigungen wieder ab. Lässt man die Wohnheime außen vor, gibt es in der Statistik sogar einen Anstieg - um 0,7 Prozent. Was aber natürlich auch kein Grund zum Jubeln ist.

Der Neubau kommt nicht stärker in Gang, weil es nicht genug Handwerker gibt - sie kommen bei den Aufträgen kaum noch hinterher. Hinzu kommt, dass in manchen Städten die Flächen knapp sind und die Baukosten, auch durch viele Vorschriften, hoch sind. Mancherorts kaufen Unternehmer auch Flächen, bebauen sie aber nicht, sondern spekulieren nur auf ein Steigen des Grundstückswerts und verkaufen irgendwann wieder.

08:21 Uhr

Lesbisches Paar muss bleiben - Samenspender gilt als Vater

Ein Samenspender ist der leibliche Vater eines Kindes, aber sollte er auch die entsprechenden Rechte haben? Das höchste Gericht Australiens hat diese Frage nun mit "Ja" beantwortet. Es ging dabei um ein lesbisches Paar, das mit ihrer Tochter nach Neuseeland auswandern wollte. Doch der leibliche Vater, ein Samenspender, war dagegen. Und er bekam vom Obersten Gerichtshof in Canberra nun recht.

Der Samenspender habe gesetzliche Elternrechte, die gewahrt werden müssten, entschieden die Richter. Das dürfte aber auch damit zu tun haben, dass der Mann nicht aus irgendeiner anonymen Kartei kam, sondern mit der lesbischen Mutter befreundet war und auch das Kind anfangs mit erzog. Außerdem ist er in der Geburtsurkunde als Vater eingetragen. Das Mädchen soll ihn auch "Daddy" genannt haben. Nachdem sich die beiden zerstritten, wuchs die Kleine bei der Frau und ihrer Partnerin auf.

08:02 Uhr

Zahl der Flüchtlinge verdoppelt sich in 20 Jahren

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Grandi.

(Foto: REUTERS)

Rund sieben Milliarden Menschen leben auf der Welt, rund ein Prozent davon ist auf der Flucht. Klingt nicht viel? Wie sieht es dann mit 70 Millionen aus? Das ist die absolute Zahl. Und die ist so hoch wie noch nie, teilen die Vereinten Nationen mit. Zum 31. Dezember 2018 habe es weltweit 70,8 Millionen Flüchtlinge, Vertriebene und Asylbewerber gegeben, sagte UN-Flüchtlingskommissar Filippo Grandi in Berlin. Das seien 2,3 Millionen mehr als ein Jahr zuvor und doppelt so viele wie vor 20 Jahren.

Mehr dazu hier.

07:45 Uhr

Mord für neun Millionen Dollar? US-Teenager verhaftet

Es ist ein Fall, der einen sprachlos macht: In den USA wurde eine 18-jährige Jugendliche verhaftet, weil sie eine geistig zurückgebliebene junge Frau ermordet haben soll. Dazu soll sie ein junger Mann angestiftet haben, den sie im Internet kennengelernt hatte. Der hatte sich ihr gegenüber als Millionär ausgegeben und ihr schließlich neun Millionen Dollar angeboten. Die nun Verhaftete soll ihr Opfer bei einer Wanderung in Alaska mit einem Kopfschuss von hinten ermordet haben.

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07:36 Uhr

Kim Jong Un bekommt wichtige Unterstützung

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Kim und Xi - das Foto entstand allerdings schon im Januar in Peking.

(Foto: dpa)

Ohne die Hilfe Chinas stünde Nordkorea fast ganz allein da - insofern dürfte sich Diktator Kim Jong Un gefreut haben, dass Präsident Xi ihm weiter den Rücken freihält. Bei seinem Besuch in Pjöngjang schrieb der mächtige Mann aus Peking in einem Beitrag für eine Staatszeitung, Kim verfolge den richtigen Kurs, um den Konflikt auf der koreanischen Halbinsel mit politischen Mitteln zu lösen. Es war ein historischer Besuch - zuletzt war ein chinesischer Präsident 2005 gekommen.

07:21 Uhr

Altmaier reist nach China

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier beginnt eine Reise durch China - dort will er sich für bessere Wettbewerbsbedingungen einsetzen. "Wir brauchen gleiche Wettbewerbsbedingungen ohne Diskriminierungen und Benachteiligungen", sagte Altmaier. Er wird mehrere Minister und Behördenvertreter treffen. "China und die Europäische Union sind einerseits Partner, aber auch Wettbewerber", sagte Altmaier. Auch sei China Deutschlands größter Handelspartner. So gelte es, die guten Wirtschaftsbeziehungen zu vertiefen.

07:05 Uhr

49.000 weniger Sozialwohnungen in Deutschland

Dass die Mieten in vielen Städten steigen, ist nicht einfach nur höhere Gewalt - es hat auch etwas damit zu tun, dass weniger Sozialwohnungen gebaut werden. So gab es zum Jahresende 2017 knapp 49.000 weniger Sozialwohnungen als noch ein Jahr zuvor.

  • Bei Sozialwohnungen in Deutschland sind die Mieten staatlich reguliert. Nur Menschen, bei denen die Behörden einen besonderen Bedarf sehen, dürfen dort wohnen.
  • Die Wohnungen fallen nach einer bestimmten Zeit aus der "Bindung" und können normal am Markt vermietet werden. Sofern nicht im gleichen Umfang neue Sozialwohnungen gebaut werden, sinkt ihre Zahl.
06:42 Uhr

Schwimmbäder suchen dringend Bademeister

Ein Bademeister sitzt unter einem Sonnenschirm. Foto: Frank May/Archivbild

Ein Bademeister sitzt unter einem Sonnenschirm. Foto: Frank May/Archivbild

(Foto: Frank May/dpa)

So heiß, wie es heute werden soll, empfiehlt sich ein Besuch im völlig überfüllten Freibad. Das gehört sich so. Falls der dortige Bademeister überarbeitet wirkt, sehen Sie es ihm oder ihr nach. Denn in Deutschland fehlen ausgebildete Schwimmmeister.

  • "Das ist ein bundesweites Problem", sagte der Präsident des Bundesverbandes, Peter Harzheim. Junge Leute hätten heute seltener Lust, sieben Tage die Woche zu arbeiten, meint er.
  • Seinen Schätzungen zufolge fehlen aktuell mindestens 2500 ausgebildete Schwimmmeister in den etwa 6000 Bädern von Kommunen oder privaten Unternehmen.
  • Ein Problem ist auch die Bezahlung. Laut einem Bericht des "Stern" vom vergangenen Jahr verdient ein Schwimmmeister zwischen 2200 und 2600 Euro.

Falls Sie sich für den Job interessieren, unter www.bademeister.com finden Sie dazu keine Infos.

06:30 Uhr

Das wird heute wichtig

Die Sonne brennt, die Frisur sitzt noch nicht und der Kaffee läuft gerade erst durch. Schauen wir erstmal in den Kalender:

  • Das UN-Flüchtlingswerk legt neue Zahlen zu Flüchtlingen weltweit vor.
  • Abschuss von Flug MH17 über der Ukraine - die Ermittler geben eine Pressekonferenz.
  • Die UN-Menschenrechtsbeauftragte legt ihren Bericht zum Mord am saudi-arabischen Regierungskritiker Jamal Khashoggi vor.
  • In Dortmund beginnt der 37. Evangelische Kirchentag. Gut 2000 Veranstaltungen sind bis Samstag geplant.
  • Wir berichten weiter über die Ermittlungen im Mordfall Lübcke.

Ich heiße Volker Petersen und wünsche einen guten Morgen. Kontakt: volker.petersen (at) nama.de.

 

06:15 Uhr

Der für viele heißeste Tag der Woche steht an

Nach einer teils tropischen Nacht, in der die Temperaturen mitunter nicht unter 20 Grad gesunken sind, erwartet viele von uns heute der heißeste Tag der Wetterwoche. Die Hotspots liegen im Osten bis herüber nach Hamburg sowie am Oberrhein. Hier bringen es die Spitzentemperaturen auf 30 bis 34 Grad. Aber auch im übrigen Land werden es hochsommertaugliche 27 bis 30 Grad. Dabei steigt vor allem in der Nordwesthälfte die Schwüle leider immer weiter an, so dass ab dem Mittag von Benelux her zum Teil schwere Gewitter mit hohem Unwetterpotenzial aufkommen. Örtlich drohen Starkregen, großer Hagel und Sturm- bis hin zu Orkanböen.

Björn Alexander

n-tv Meteorologe Björn Alexander.

Im Süden und Osten bleibt es unterdessen sonniger und nur im Umfeld der Berge müssen Sie mit einzelnen Hitzegewittern rechnen. Doch das ändert sich morgen, wenn die feuchtere Luft auch die Südosthälfte erreicht und somit dort für kräftige Gewitter sorgt. Dementsprechend wird es weniger heiß bei Tageshöchstwerten zwischen 19 an der Nordsee und bis 29 Grad in der Lausitz. Am Freitag und Samstag bleibt es sogar eher frisch mit 18 bis 26 Grad und wir können endlich mal wieder durchatmen. Hierbei wird es in der Nordhälfte immer schöner, während Richtung Alpen gewittriger Regen dominiert.

Der Sonntag bringt auch im Süden eine deutliche Wetterbesserung. Der große Rest genießt sowieso schon zeitweise sonniges Sommerwetter mit nur ganz vereinzelten Gewittern bei wieder wärmeren 20 bis 28 Grad. Ab Montag deutet sich die nächste Hitzewelle an, wenn nämlich aus der Sahara großflächig Heißluft nach Mitteleuropa geführt wird und die Spitzenwerte rasch wieder auf 35 Grad oder sogar darüber hinaus ansteigen. Ihr Björn Alexander