Mittwoch, 21. Juli 2021Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:29 Uhr

Das war Mittwoch, der 21. Juli 2021

Werden wir diese Pandemie nie wieder los? Jetzt, wo fast jeder Zweite vollständig geimpft ist, steigt die Zahl der Infektionen wieder. Die Bundesländer melden erstmals seit Anfang Juli mehr als 2000 neue Fälle innerhalb eines Tages und Gesundheitsminister Spahn warnt schon vor 800er Inzidenz im Oktober.

Was war sonst wichtig:

Liebe Leserinnen und Leser, ich verabschiede mich in den Feierabend und wünsche Ihnen eine gute Nacht! Bis morgen!

21:50 Uhr

Weinstein wegen weiterer Sexualstraftaten angeklagt

Ex-Filmproduzent Harvey Weinstein, der wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung eine langjährige Haftstrafe absitzt, ist in Los Angeles wegen weiterer Sexualstraftaten angeklagt worden.

Nach Mitteilung der Staatsanwaltschaft geht es um Vorwürfe von fünf Frauen, darunter Vergewaltigung, in einem Zeitraum von 2004 bis 2013. Weinstein habe vor Gericht auf nicht schuldig plädiert, teilte die Behörde mit. Er muss Ende Juli wieder vor Gericht erscheinen.

Der 69-Jährige war am Dienstag von einem Gefängnis im Norden des US-Bundesstaates New York nach Los Angeles überstellt worden. In New York war der frühere Film-Mogul im Februar 2020 wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung für schuldig befunden und zu 23 Jahren Haft verurteilt worden.

21:40 Uhr

Die Videos des Tages

21:10 Uhr

Ratte schlägt spanische Abgeordnete in die Flucht

Ein ungebetener Besucher hat für ein zeitweiliges Chaos im Parlamentssaal der südspanischen Region Andalusien gesorgt. Parlamentspräsidentin Marta Bosquet leitete gerade eine Sitzung, als sie eine Ratte von ihrem Podium aus unter den Tischen der rechtspopulistischen Vox-Partei entdeckte und übers Mikrofon einen spitzen Schrei ausstieß, wie die Zeitung "El Periódico" berichtete.

Abgeordnete sprangen von ihren Sitzen und einige rannten unter dem Gelächter weiter entfernt sitzender Volksvertreter fluchtartig aus dem Saal. Andere versuchten, das Tier zu verscheuchen, was ihnen nach einiger Zeit auch gelang. Die Ratte habe das Weite gesucht und sei durch den Eingang hinter dem Podium gerannt, schrieb die Zeitung.

20:25 Uhr

Merkel telefoniert mit Putin

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin telefoniert. Merkel dürfte Putin den Durchbruch im jahrelangen Streit zwischen Deutschland und den USA zur Gaspipeline Nord Stream 2 erläutert haben. Wie die stellvertretende Sprecherin der Bundesregierung, Ulrike Demmer, mitteilte, ging es in dem Telefonat um die Umsetzung der Minsker Vereinbarungen zur friedlichen Lösung des Konflikts in der Ostukraine. Weiter hieß es: "Auch Energiefragen wie der Gastransit durch die Ukraine und die Pipeline Nord Stream 2 waren Thema des Gesprächs."

Deutschland und die USA haben einen Durchbruch im Dauerstreit um die Gaspipeline Nord Stream 2 erzielt.

19:55 Uhr

Ministerin Bär: "Jesus würde heute twittern"

Hätte Jesus Christus die Möglichkeiten der Gegenwart - er würde laut Digital-Staatsministerin Dorothee Bär auch Soziale Medien nutzen. "Sicherlich würde Jesus heute twittern", sagte die Politikerin einem Magazin des Erzbistums Bamberg. "Er hat ja damals alle Möglichkeiten genutzt, um seine Botschaft den Menschen zu verkünden und binnen kurzer Zeit eine große 'Followerschaft' generiert."

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Mehr als nur Jesus-"Followerin": Digital-Staatsministerin Dorothee Bär.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der Glaube gehöre von klein auf zu ihrem Leben. "Ich stand meiner Kirche schon als Jugendliche nicht nur als 'Followerin' zur Verfügung", sagte die gebürtige Bambergerin dem katholischen Magazin. "Mir ist es schon sehr wichtig, dass meine Kirche nicht den Anschluss an die Menschen des 21. Jahrhunderts verliert", sagte Bär. Sie sei der Meinung, dass man mehr Veränderungen von innen heraus bewirken könne, als von außen Kritik zu äußern.

19:09 Uhr

Dolly Parton stellt ihr altes "Playboy"-Cover nach

Zum 79. Geburtstag ihres Ehemannes hat sich Dolly Parton etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Die US-Country-Sängerin hat ihren Look nachgestellt, den sie 1978 auf dem Cover des Männermagazins "Playboy" getragen hatte. Das Ergebnis präsentierte die 75-Jährige stolz in einem Instagram-Video.

"Ihr fragt euch bestimmt, warum ich so angezogen bin. Nun, es ist für den Geburtstag meines Mannes", erklärt Parton zu Beginn des Clips. "Er hält mich nach 57 Jahren immer noch für ein heißes Mädchen - und ich werde nicht versuchen, ihm das auszureden", so Parton.

19:01 Uhr
18:31 Uhr

Geiselnehmer in Schweden fordern Hubschrauber und Kebab-Pizza

In Schweden haben zwei verurteilte Mörder in einer Haftanstalt zwei Gefängniswärter als Geiseln genommen - und die Polizei mit ihrer Forderung überrascht.

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Großeinsatz im Gefängnis Hällby.

(Foto: picture alliance / TT NYHETSBYRÅN)

Sie verschanzten sich in einem Wachraum des Gefängnisses Hällby gut 100 Kilometer westlich von Stockholm. Die Geiselnehmer sind mit Rasierklingen bewaffnet. Die beiden Insassen deckten Überwachungskameras ab und forderten zunächst einen Hubschrauber.

Etwas später richteten sie aber eine weitere Forderung an die Beamten: Alle 20 Insassen ihrer Abteilung sollten Pizza mit Kebab-Auflage erhalten, im Gegenzug könne eine Geisel freikommen. Kurz darauf waren auf Fotos in schwedischen Medien tatsächlich Polizeibeamten zu sehen, wie sie etliche Pizzakartons in einen Wagen legten. Die Pizzeria bestätigte der Nachrichtenagentur TT, dass 20 Kebab-Pizzen abgeholt worden seien.

Mehr dazu lesen Sie hier.
17:54 Uhr

Vermisste 26-Jährige tot in Bunker gefunden

In einem Bunker aus der Nazizeit bei Oranienburg nördlich von Berlin ist die Leiche einer Frau gefunden worden. Bei der Toten handelt es sich um eine vermisste 26-Jährige.

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Nach dem Fund der getöteten Frau ermittelt die Polizei weiter zu den Hintergründen.

(Foto: picture alliance/dpa/TNN)

Die Ermittler gehen davon aus, dass die Oranienburgerin getötet worden ist. Die junge Frau und Mutter war zuletzt am Donnerstag am Bahnhof Oranienburg gesehen worden. Sie sei mit dem Fahrrad unterwegs gewesen. Dann verliert sich ihre Spur. Das Rad fanden Ermittler am heutigen Mittwoch etwa 50 bis 100 Meter vom Fundort der Leiche entfernt in dem Waldstück.

Besucher der Bunkeranlage hatten am späten Montagabend die Frauenleiche entdeckt und die Polizei alarmiert. Am Dienstag teilte die Polizei dann mit, dass es sich bei der Toten um die Vermisste handelt.

Mehr dazu lesen Sie hier.
17:22 Uhr

Awo Frankfurt verliert rückwirkend Gemeinnützigkeit

Die von Skandalen erschütterte Frankfurter Arbeiterwohlfahrt (Awo) hat rückwirkend die Gemeinnützigkeit verloren. Die Frankfurter Oberfinanzdirektion habe dem Kreisverband für die Jahre 2014 bis 2017 diesen Status aberkannt, teilte die Awo in Frankfurt am Main mit. Der Verein muss nun Steuern nachzahlen und darf keine Spendenquittungen mehr ausstellen. Bei der Awo-Affäre geht es um Betrug in Millionenhöhe. Gegen ehemalige Funktionäre wird ermittelt.

Wie es für die Jahre nach 2017 aussieht, ist einem Awo-Sprecher zufolge offen. 2018 und 2019 seien "in Prüfung".

16:41 Uhr

Rund 20 Migranten ertrinken vor Libyens Küste - 500 weitere festgenommen

Vor der Küste Libyens sind rund 20 Migranten bei dem Versuch einer Überfahrt nach Europa ertrunken. Mehr als 500 Menschen seien zudem in den vergangenen 24 Stunden abgefangen und nach Libyen zurückgebracht worden, teilte eine Sprecherin der Internationalen Organisation für Migration mit. Sie wurden demnach allesamt festgenommen.

15:53 Uhr

Mann verpasst eigene Hochzeit wegen Junggesellenabschied auf Mallorca

Dämlicher geht's wohl nicht: Ein Brite hat seine eigene Hochzeit verpasst, weil sein Junggesellenabschied am Tag davor völlig aus dem Ruder lief.

Der Mann feierte zusammen mit seinen Freunden in Magaluf auf Mallorca. Zunächst ganz friedlich, doch dann eskalierte die Party - als der angehende Bräutigam ein gemietetes Motorrad ins Meer warf, zögerte die Polizei nicht lange und verhaftete den Mann. Nach einer Nacht hinter Gittern nahm der Richter dem Briten den Reisepass ab und verhängte eine Kaution in Höhe von 6.000 Euro. Da der junge Mann sie nicht sofort zahlen konnte, blieb er weiter in Haft und verpasste so den Flug in die Heimat - und eben auch die Hochzeit.

Bis der feierwütige Brite zurück zu Hause ist, hat die Braut Zeit, sich nochmal zu überlegen, ob der Mann wirklich der Richtige für sie ist.

15:25 Uhr

Surfer stürzt von Riesenwelle und stirbt

Ein junger spanischer Surfer ist beim Sturz von einer Riesenwelle in Mexiko ums Leben gekommen. Der 22-Jährige Óscar Serra stürzte vor dem Ort Puerto Escondido an der Pazifikküste vom Kamm einer Riesenwelle mindestens zwei Meter in die Tiefe und schlug auf den Meeresboden auf. Der geübte Surfer war trotz einer Warnung ins Meer gegangen. Puerto Escondido ist bei Surfern international beliebt, aber auch berüchtigt für gefährliche Wellen.

14:51 Uhr

Versicherer: Bis zu fünf Milliarden Euro Hochwasserschäden

Die deutsche Versicherungsbranche rechnet mit versicherten Hochwasserschäden in Höhe von vier bis fünf Milliarden Euro. Das seien erste vorläufige Schätzungen, und sie beträfen nur die Länder Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, teilte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mit. Die Hochwasserkatastrophe gehöre damit "zu den verheerendsten Unwettern der jüngeren Vergangenheit", erklärte GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen.

14:17 Uhr

Geisterfahrer in Autobahntunnel - Navi schuld

Ein Mann aus Bayern ist im österreichischen Tauerntunnel zum Geisterfahrer geworden - weil er sich auf sein Navi verlassen hat.

Das Gerät habe die Route des Mannes während der Autofahrt neu berechnet und ihn zum Wenden aufgefordert, teilte die Polizei mit. Der 30-Jährige drehte daraufhin in einer Pannenbucht um. Die entgegenkommenden Fahrzeuge hielt er nach eigenen Angaben für regulären Gegenverkehr. Immerhin: Bei der Ausfahrt aus dem Tunnel bei Flachau bemerkte der Mann seinen Irrtum. Nach der Geisterfahrt erwartet den 30-Jährigen nun eine Anzeige.

14:15 Uhr

Schichtwechsel

Hallo liebe Leserinnen und Leser! Sabine Oelmann verabschiedet sich in den Feierabend, also übernehme ich den "Tag". Ab sofort und bis zum späten Abend versorge ich Sie mit Nachrichten aus aller Welt. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!

13:37 Uhr

Männer verursachen mehr schädliche Klima-Emissionen als Frauen

Nur mal so, zwischendurch: Männer und Frauen geben laut einer schwedischen Studie ungefähr gleich viel Geld aus. Ok, da spüre ich bereits erste Unruhen: "Was, meine Frau* haut auf jeden Fall viel mehr Kohle raus als ich" höre ich da zum Beispiel. Moooomment: Ganz losgelöst von diesem subjektiven Empfinden soll es aber so sein, dass das Geld, was Frauen und Männer laut dieser bereits zitierten schwedischen Studie gleichermaßen ausgeben, völlig andere Auswirkungen hat. Denn: Das von den Männern ausgegebene Geld löst mehr klimaschädliche Emissionen aus als das Geld der Frauen. Zack, das issn Ding, oder? Woran hat et jelegen, fragt man(n) sich. Nun, ganz einfach: Männer geben mehr Geld für den Kraftstoff ihrer Autos aus.

Außerdem, eigentlich logisch: Mehr Reisen mit der Bahn und weniger Fleisch und Milchprodukte konsumieren hilft, Emissionen einzusparen. Und dreimal dürfen Sie raten, wer weniger Fleisch ist und mehr Bahn als Auto fährt … Merken Sie selber, oder?

*Die Studie wurde unter Singles ausgeführt, Ihre Frau ist also ausnahmsweise mal nicht schuld.

12:58 Uhr

Pagenkopf & Porzellanteint - Mireille Mathieu wird 75

Für Millionen Menschen weltweit verkörpert Mireille Mathieu das französische Chanson - und das seit Jahrzehnten. Morgen feiert sie ihren 75. Geburtstag. Mit ihrem charakteristischen Pagenkopf und dem Porzellanteint scheint die Zeit fast spurlos an der Sängerin vorbeigegangen zu sein.

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Hat (noch) nie die große Liebe erlebt: Mireille Mathieu.

(Foto: dpa)

Auch sie selbst versicherte vor einiger Zeit: "Ich singe weiter über die Liebe wie am ersten Tag." Auch wenn sie traurig ergänzt: "Es gab durchaus Männer in meinem Leben. Aber ich habe keine große Liebe erlebt." Mehr als 130 Millionen Alben und 55 Millionen Singles hat der "Spatz von Avignon" verkauft, wie Mireille Mathieu von ihren Fans in Deutschland genannt wird. 1200 Chansons nahm sie in elf Sprachen auf, darunter Deutsch, Chinesisch und Finnisch.

Mehr dazu, wie aus dem armen "Spatz von Avignon" - als Ältestes von 14 Geschwistern - eine der erfolgreichsten Sängerinnen der Welt wurde, lesen Sie morgen bei ntv.de.

12:44 Uhr

Seehofer über Warn-Systeme: "Die Bevölkerung muss wissen, was sie tun soll

Nach der verheerenden Flutkatastrophe im Westen Deutschlands geht Bundesinnenminister Horst Seehofer davon aus, dass die Bevölkerung vor Gefahren künftig auch per SMS gewarnt wird. Der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Armin Schuster, habe zur Warnung per Cell Broadcasting bereits im Frühjahr eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, so Seehofer am Mittag in Berlin. Schuster gehe davon aus, dass das noch vor der Bundestagswahl am 26. September erwartete Ergebnis positiv sein werde.

Beim Cell Broadcasting wird ähnlich wie bei einer SMS eine Nachricht an Handy-Nutzer verschickt - und zwar an alle Empfänger, die sich zu dem Zeitpunkt in der betreffenden Funkzelle aufhalten. Datenschützer halten diese Technologie, die in vielen anderen Staaten bereits genutzt wird, für relativ unbedenklich. Für die Warnung vor akuten Gefahren sei ein Mix aus analogen und digitalen Methoden notwendig, von Sirenen bis hin zu High-Tech-Lösungen, betonte Seehofer. Sirenen alleine seien kein Allheilmittel, denn "es reicht ja nicht aus, nur akustisch zu warnen, die Bevölkerung muss ja auch wissen, was sie tun soll".

12:21 Uhr

Diebe stehlen Katzen vom Balkon

Was für Schurken machen denn so etwas? Tierdiebe beschäftigen die Polizei in Wenden in Nordrhein-Westfalen: Die Unbekannten stahlen zwei schwarze Katzen von einem Balkon, wie die Polizei mitteilt. Das Vogelgitter, mit dem der Balkon abgesperrt war, rissen die Diebe ein und nahmen die Katzen mit. Der Besitzerin hinterließen die Diebe nur die aufgeschnittenen Halsbänder der Katzen.

12:04 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:12 Uhr

Warum denken wir bei Homosexuellen immer an Männer? Ein Gespräch mit "Princess Charming"

Am Wochenende findet der Christopher Street Day in Berlin statt - und der erste Gedanke ist: da sind schwule Männer, die für ihre Rechte kämpfen. Warum denken wir eigentlich nicht auch an lesbische Frauen? Mit dem Dating-Format "Princess Charming" sollen homosexuelle Frauen "sichtbarer" werden.

"Princess" Irina Schlauch beschreibt im Gespräch mit "heute wichtig"-Moderator Michel Abdollahi, wie wichtig für sie damals solche Vorbilder in den Medien waren. Außerdem sprechen beide über ihre Zeit während der Dating-Show und den Erwartungsdruck. "Ich glaube fest daran, dass es vielen hilft und auch die Leute erreicht, die Vorurteile haben", sagt Irina Schlauch über die Sendung.

"heute wichtig"

"heute wichtig" ist der neue Morgen-Podcast des "Stern" in Kooperation mit RTL und ntv. Mit einem Mix aus Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Unterhaltung steht der Podcast von Montag bis Freitag immer ab 6 Uhr zum Abruf bereit. Verpassen Sie keine Folge von "heute wichtig" und abonnieren Sie den Podcast bei Audio Now, Spotify, Apple Podcasts, Deezer, Castbox oder in ihrer Lieblings-Podcast-App.

10:39 Uhr

"Zu dick für die Disko?" - Das ging nach hinten los, für die Disco

"Wie es in den Wald hinein schallt, so schallt es heraus." Altes Sprichwort, Klassiker, gilt noch immer. Die Betreiber der Diskothek "Vie i Pee" in Wien, die den beiden jungen Frauen den Eintritt in ihr Etablissement aufgrund ihrer körperlichen Gegebenheiten verwehrt hatten (ntv.de berichtete gestern bereits, die Frauen waren den "Vie I Pee"-lern zu dick), haben jetzt selbst mit Diskriminierung zu kämpfen: Schockiert über "die vielen Trottel in der Branche“, zeigte sich zum Beispiel der Wiener Club U4 und lud die "feschen Mädls auf eine Flasche Sekt ein". In zahlreichen Kommentaren wird sogar dazu aufgerufen, das "Vie i Pee" (der Name soll mit "der Extravaganz und Oberflächlichkeit der Wiener Partyszene" spielen) zu boykottieren.

Doch es gibt auch Leser, die auf das Hausrecht des Besitzers pochen: "Als Eigentümer kann ich selbst entscheiden, welche Personen ich reinlasse", heißt es da etwa. Aus Gründen der Fairness sei erwähnt, dass Klubmanager Chris Edy gegenüber der "Kronen-Zeitung" die Anschuldigungen zurückgewiesen hat. Das "Vie i Pee" bedauere, dass der Eindruck entstanden sei, dass nach optischen Gründen entschieden wurde: "Die angeblich getätigten Aussagen des Personals sind uns nicht bekannt. Wir distanzieren uns inhaltlich entschieden davon."

Wir halten Sie weiter auf dem Laufenden.

10:18 Uhr

"Wir helfen Kindern" - bitte spenden Sie

Die Lage in den Hochwasser-Gebieten macht sprachlos, die Aufräumarbeiten werden noch Wochen, wenn nicht Monate dauern, Menschen sind gestorben, andere werden noch immer vermisst, und es wird langsam traurige Gewissheit, dass sie die Wucht dieses Wassermonsters nicht überlebt haben können. Was noch lange haften bleiben wird, ist das Gefühl der Ohnmacht. Und zwar ganz besonders bei den Kleinsten. Deswegen unterstützt RTL mit der Aktion "Wir helfen Kindern" die Jüngsten, die jetzt unverschuldet in Not geraten sind.

Hier geht es direkt zur Spendenseite

09:36 Uhr

185.000 Unterschriften für Petition "Jeff Bezos soll im All bleiben" gesammelt

Früher hat man seine Feinde auf den Mond schießen wollen, heute schießt sich der eine oder der andere einfach selbst ins All - genügend Kleingeld vorausgesetzt. Dass Jeff, Bill, Elon und Richard (Bezos, Gates, Musk, Branson) ihre "all"-mächtigen Fantasien in die Tat umsetzen, passt nicht allen Leuten, allein 163.000 Unterschriften wurden auf change.org.petition gesammelt.

Darin heißt es unter anderem: "Milliardäre sollten gar nicht existieren, weder auf der Erde noch im Weltall. Aber sollten sie sich für Letzteres entscheiden, dann sollen sie doch gefälligst auch dortbleiben." Der Aufruf einer anderen Petition wurde mit folgenden Worten formuliert: "Das Schicksal der Menschheit liegt in euren Händen!"

Niemanden scheint es hingegen zu interessieren, was Jeff Bezos selbst dazu bewegt, sich - am liebsten schon bald wieder - in den Orbit schießen zu lassen: "Ich wollte das schon mein ganz Leben lang. Es ist ein Abenteuer und eine echt große Sache für mich." *mit-dem-Fuß-aufstampfen* Menno, also wirklich, jetzt lasst den Jungen doch mal in Ruhe spielen. Wenn er es sich so sehr gewünscht hat …

09:15 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

09:08 Uhr

Ein künftiger König wird 8

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Da sah alles noch gut aus für England.

(Foto: dpa)

Ob der kleine Prinz bereits die Bürde der Verantwortung spürt, die einmal auf ihm lasten wird? Mit Anzug und Krawatte wirkt George bereits wie eine Miniaturversion seines Vaters, kürzlich zu sehen beim EM-Finale, das er sich mit Mama Kate und Papa William trotz der späten Stunde ansehen durfte. Die Zeitung "The Telegraph" resümierte, George habe eine Lebenslektion darüber erhalten, was es bedeutet, Engländer zu sein: Dazu gehörten Freude, Leid - und das beschämende Verhalten mancher Fans, die sich unrechtmäßig Zugang zum Stadion verschafften und Teile der Londoner Innenstadt in eine Müllhalde verwandelten.

Wollen wir mal hoffen, dass der kleine Goerge noch ein paar Jahre vor sich hat, in denen er sich weitestgehend normal verhalten darf, denn in Sachen König sind ja noch andere vor ihm dran. Und vieles spricht dafür, dass sich das britische Königshaus in den kommenden Jahrzehnten stark verändern wird. Ob George jemals wie seine Urgroßmutter Elizabeth II. im Buckingham-Palast residieren wird, scheint ungewiss. Bereits Opa Prinz Charles will das wuchtige Schloss angeblich dauerhaft für Besucher öffnen und nur noch für zeremonielle Anlässe verwenden. Morgen zu seinem achten Geburtstag dann mehr zu Georgie-Porgie.

Prinz George wird 8!

Prinz George Alexander Louis of Cambridge - fotografiert von seiner Mutter.

(Foto: dpa)

08:47 Uhr

Lindner plädiert für Aufbaufonds wie nach dem Hochwasser 2013

FDP-Chef Christian Lindner plädiert für einen Aufbaufonds wie nach dem Hochwasser im Jahr 2013. Die FDP-Bundestagsfraktion werde einen Gesetzentwurf für einen Aufbaufonds einbringen. Das Aufbauhilfegesetz des Jahres 2013 habe sich bewährt: "Dann muss das Rad nicht neu erfunden werden, denn die Menschen erwarten schnell eine wirksame Hilfe. Die Orientierung an einer früher erfolgreichen Maßnahme könnte da hilfreich sein." Nach dem Hochwasser im Frühjahr 2013 beschloss der Bundestag ein Gesetz zur Aufbauhilfe, an dem sich Bund und Länder beteiligten.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier unterstreicht, dass bei den geplanten Hilfen nach dem Hochwasser erstmals auch die Überbrückung von Umsatzausfällen möglich sein soll. Die Einzelheiten, ob die Corona-Flut-Pauschale tatsächlich auf 10.000 Euro pro geschädigtes Unternehmen begrenzt wird oder ob es eine andere Regelung geben werde, wolle der Bund in den nächsten vier bis fünf Tagen mit den Ländern regeln. "Wir werden heute Klarheit schaffen, dass es am Geld nicht scheitern wird." Alle sollten die Gewissheit haben, dass sie nicht durch die Katastrophe in die Insolvenz getrieben würden.

08:01 Uhr

Morddrohungen gegen Ricardo Simonetti nach TV-Show

In was für einer Welt leben wir eigentlich, wenn einige Menschen meinen, sie könnten andere beleidigen und bedrohen, wonach ihnen der Sinn steht, bloß weil andere ihnen nicht in ihr mieses, kleines, gestriges Weltbild passen? Influencer und Entertainer Riccardo Simonetti wehrt sich momentan gegen Beleidigungen und Morddrohungen nach seinem jüngsten TV-Auftritt im "ZDF-Fernsehgarten". Seit der Ausstrahlung der Sendung am Sonntag hätten ihn und sein Management "zahlreiche Morddrohungen erreicht, die sehr explizit und grausam waren", schreibt der 28-Jährige auf Instagram. "Leider ist das keine Seltenheit und eigentlich nur ein trauriges Armutszeugnis, mit dem man als geschminkter Mann heute auch noch leben muss. Mir ist besonders wichtig zu betonen, dass all diese Nachrichten mit homophoben Absichten geschrieben wurden." Er habe sich vorgenommen, jede dieser Nachrichten bei der Polizei zur Anzeige zu bringen. "Das Internet ist kein rechtsfreier Raum und die Handlungen, die man hier unternimmt, haben auch im echten Leben Konsequenzen", kündigte Simonetti an.

Simonetti wurde als Blogger bekannt und arbeitet auch als Model und Moderator. Er setzt sich für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt ein und ist seit Februar als LGBTQ*-Sonderbotschafter des EU-Parlaments tätig. LGBTQ steht für Lesbisch, Schwul, Bisexuell, Trans und Queer, der Asterisk schließt weitere Identitäten ein.

07:37 Uhr

Notstand in Kanada wegen verheerender Waldbrände

Im Westen Kanadas haben die Behörden den Notstand ausgerufen. Unter Notstandbedingungen können die Behörden Massenevakuierungen anordnen und Schutzeinrichtungen für die in Sicherheit gebrachten Menschen einrichten. Am Dienstag forderten die Behörden 5700 weitere Menschen auf, ihre Häuser wegen der Gefahr durch die Waldbrände zu verlassen. Zehntausende wurden aufgerufen, sich auf mögliche ähnliche Anordnungen einzustellen. "Bitte bereiten Sie einen Evakuierungsplan für Ihre Familie vor", appellierte der Feuerwehr-Einsatzleiter Cliff Chapman an die Menschen. Im Westen Kanadas und an der US-Westküste wüten seit Wochen schwere Waldbrände. In British Columbia gibt es aktuell rund 300 aktive Brände, mehr als 3000 Feuerwehrleute sind Einsatz. Die Behörden rechnen mit einer weiteren Verschärfung der Lage in den kommenden Tagen - es soll heiß und trocken bleiben.

Auch in den USA wüten derzeit mehr als 80 große Waldbrände. Am schlimmsten betroffen ist der Bundesstaat Oregon, wo die Einsatzkräfte gegen das riesige "Bootleg"-Feuer kämpfen. Der Feuerwehr-Einsatzleiter Rob Allen bezeichnete den Großbrand am Dienstag als "Monster".

07:14 Uhr

Wenn bei Jan Böhmermann die Emulsion kippt

Mal was Leichtes: Moderator Jan Böhmermann isst am liebsten Spargel: "Tun wir nicht so, als sei unsere kulinarische Tradition auf Erdnusssoße und Chili aufgebaut. Spargel mit Sauce Hollandaise ist mein absolutes Lieblingsgericht." Allerdings sei der 40-Jährige aber auch ewig daran gescheitert, die berühmte Sauce selbst zuzubereiten. "Jahrelang hat es mich zur Weißglut gebracht, wenn die Emulsion gekippt ist", so Böhmermann. Erst jetzt, nach vielen Versuchen, habe er endlich alles herausgefunden: Die korrekte Herd-Einstellung, die korrekte Zeit, die korrekte Würzung.

Warum Sie das wissen sollten? Böhmermann bekommt eine eigene Kochshow. Der "ZDF Magazin Royale" -Moderator ist am kommenden Samstag erstmals in der Sendung "Böhmi brutzelt" zu sehen.

06:45 Uhr

Das wird heute wichtig

Manchmal ist es gar nicht so leicht, einen "Guten Morgen" zu wünschen. Den wünsch' ich Ihnen natürlich trotzdem, aber die Nachrichten aus China, dass die Millionenmetropole Zhengzhou unter Wasser steht, lässt nun nicht wirklich Freude aufkommen. Was ist los auf der Welt? Während einige sich fröhlich ins All schießen lassen und bereits das Ticket für die nächste Runde gelöst haben - wie auf dem Jahrmarkt - kämpft unsere Erde mit den Auswirkungen diverser Klimakatastrophen. Die ja nicht einfach so über uns hereinbrechen. Ich weiß, Sie denken darüber auch nach - falls Sie also etwas auf dem Herzen haben, am liebsten konstruktiv, dann raus damit, an sabine.oelmann@nama.de.

Was heute sonst noch wichtig werden könnte:

  • Bei den Olympischen Spielen in Tokio kämpfen die Organisatoren nicht nur gegen das Coronavirus, sie müssen sich auch für eventuelle Naturkatastrophen wappnen: Japan wird regelmäßig von Erdbeben und Taifunen erschüttert. Japan liegt auf dem "Pazifischen Feuerring" mit intensiver seismischer Aktivität. Das Land hat zudem zahlreiche aktive Vulkane und wird regelmäßig von tropischen Wirbelstürmen heimgesucht. Die Behörden warnen regelmäßig, das nächste große Beben drohe jederzeit. Die Organisatoren betonen aber, sie hätten Notfallpläne für verschiedene Naturkatastrophen, welche "die Sicherheit von Zuschauern und Beteiligten priorisieren"

  • Die Bundesregierung will die Soforthilfe für Hochwasseropfer beschließen: Nach dem verheerenden Hochwasser soll das Hilfspaket heute vom Kabinett auf den Weg gebracht werden. Zudem könnte das Kabinett den ersten Teil einer neuen Strategie für den Bevölkerungsschutz beschließen

  • Wir schauen immer wieder in die Hochwassergebiete und hoffen, dass noch Überlebende gefunden werden, denn noch immer werden Menschen vermisst. Unvorstellbar, was das mit Menschen machen muss, die nicht nur ihr Hab und gut verloren haben. Über die Folgen werden wir noch lange reden und berichten müssen

  • Heute wäre Robin Williams 70 Jahre alt geworden. Leider nahm sich der Mann, der andere so oft zum Lachen brachte, 2014 das Leben. Der Autopsie-Bericht beschreibt, dass Williams an einer neurodegenerativen Krankheit namens Lewy-Körper-Demenz litt, welche zu schwankenden Gemütszuständen und Depressionen führen kann.

  • Die Raumstation ISS bekommt ein neues Labor - womit sich die Sinnhaftigkeit von Menschen im All zumindest wieder relativiert

06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht

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