Donnerstag, 22. Juli 2021Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:33 Uhr

Das war Donnerstag, der 22. Juli 2021

In ein paar Monaten ist es soweit: Nach der Bundestagswahl nimmt Angela Merkel Abschied als Kanzlerin. Bevor sie in den letzten Urlaub als Regierungschefin geht, stellt sie sich noch einmal den Fragen der Journalisten. Worum es heute in der Bundespressekonferenz ging, lesen Sie hier.

Was war sonst wichtig:

Liebe Leserinnen und Leser, ich verabschiede mich in den Feierabend und wünsche Ihnen eine gute Nacht! Bis morgen!

21:47 Uhr

Rechtsradikaler muss 117.000 Euro an syrischen Jungen zahlen

Der rechtsradikale britische Aktivist Tommy Robinson muss Schadenersatz in Höhe von 100.000 Pfund (umgerechnet rund 117.000 Euro) an einen syrischen Schuljungen zahlen. Ein britisches Gericht urteilte, dass Robinson das Kind durch Äußerungen in den Onlinenetzwerken verleumdet habe.

43392159.jpg

Kämpft gegen die "Bedrohung durch den Islam": Tommy Robinson.

(Foto: picture alliance / AP Photo)

Der syrische Junge Dschamal Hidschasi war im Jahr 2018 auf dem Spielplatz einer Schule in Nordengland angegriffen worden. Robinson verbreitete in zwei Videos auf Facebook daraufhin das Gerücht, dass Hidschasi selbst ein Gewalttäter sei. Wie die Anwältin des Jungen, Catrin Evans, mitteilte, erhielt ihr Mandant daraufhin Morddrohungen.

Robinson ist Gründer und Ex-Chef der Gruppierung English Defense League, die nach eigenen Angaben gegen die "Bedrohung durch den Islam" kämpft.

21:41 Uhr

Eriksen darf in Italien nicht mehr Fußballspielen

Der dänische Fußball-Nationalspieler Christian Eriksen kann seine Karriere nach seinem Herzstillstand während der EM auf keinen Fall bei Inter Mailand oder einem anderen italienischen Verein fortsetzen. Fabrizio Braconaro, Mitglied der wissenschaftlichen Kommission beim italienischen Verband, sagte in einem Radio-Interview, das Erteilen einer Spielgenehmigung für einen Profi mit eingesetztem Defibrillator sei nicht möglich. Der 29-Jährige war im ersten dänischen EM-Spiel gegen Finnland (0:1) zusammengebrochen und musste auf dem Platz wiederbelebt werden. Ihm wurde in einer Operation ein subkutaner Defibrillator implantiert, der Herzrhythmusstörungen erkennt und im Notfall gegenschockt. Eriksens Vertrag bei Inter läuft bis 2024. Zu einer möglichen Fortsetzung seiner Profikarriere hat sich der Mittelfeldspieler noch nicht geäußert.

Mehr Sport-Meldungen finden Sie übrigens im Sport-Tag.

21:10 Uhr

Zahl der Opfer nach Hochwasser in Belgien steigt auf 37

Bei den Unwettern in Deutschland, Belgien, Luxemburg und den Niederlanden waren vergangene Woche insgesamt mindestens 214 Menschen ums Leben gekommen, davon 177 in Deutschland.

Laut einem Bericht der belgischen Regierung stieg die Zahl der Todesopfer in Belgien auf 37. Sechs weitere Menschen werden noch immer vermisst. In einer vorherigen Zwischenbilanz waren 32 Tote und 18 Vermisste verzeichnet worden.

Nach tagelangem Starkregen waren die dicht besiedelten Täler der Maas-Region im Dreiländer-Eck von Deutschland, Belgien und den Niederlanden vor einer Woche überschwemmt worden. In rund 120 belgischen Gemeinden richteten die Wassermassen heftige Schäden an. Besonders Betroffen war die Provinz Lüttich, wo die Maas von zahlreichen Nebenflüssen gespeist wird.

20:40 Uhr

Die Videos des Tages

19:41 Uhr

Proteste in Südafrika - 337 Tote

Bei den Ausschreitungen in Teilen Südafrikas sind nach neuen Regierungsangaben 337 Menschen ums Leben gekommen. Davon seien 258 in der Küstenprovinz KwaZulu-Natal gestorben, 79 in der Provinz Gauteng, zu der auch die Hauptstadt Pretoria und die Wirtschaftsmetropole Johannesburg gehören.

Die beiden Provinzen in Südafrika waren etwa eine Woche lang von heftigen Protesten und Plünderungen erschüttert worden. Ganze Industriegebiete gingen in Flammen auf. Erst nach der Mobilisierung von 25.000 Soldaten stabilisierte sich die Sicherheitslage. Die Proteste richteten sich zuerst gegen die Inhaftierung des aus KwaZulu-Natal stammenden Ex-Präsidenten Jacob Zuma, der eine 15 Monate lange Haftstrafe wegen Missachtung der Justiz antreten musste. Dem Protest folgten heftige Ausschreitungen.

19:03 Uhr
Breaking News

Serverprobleme legen weltweit zahlreiche Webseiten lahm

Die Internetseiten von mehreren großen Medien und Unternehmen sind zeitweise weltweit ausgefallen. Betroffen sind neben rtl.de unter anderem auch die Websites von "Bild", "Focus", "Steam" und "DHL". Die Ursache ist offenbar ein Problem beim US-amerikanischen Server-Anbieter Akamai. Der Web-Dienstleister hatte zuvor Probleme bei seinem Service Edge DNS gemeldet. Dieser Dienst sorgt unter anderem dafür, dass Websites angesteuert werden können und vor Überlastungs-Attacken, sogenannten DDoS-Angriffen, geschützt werden.

Mehr dazu lesen Sie hier.
18:56 Uhr

Baerbock: Osteuropäer "zurecht sauer" auf Deutschland

Die Kanzlerkandidatin der Grünen, Annalena Baerbock, hat die Übereinkunft zwischen Deutschland und der US-Regierung über die Gaspipeline Nord Stream 2 kritisiert. "Diese Gemeinsame Erklärung ist keine Lösung - insbesondere nicht für die Sicherheit der Ukraine", sagte Baerbock der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung".

"Ich halte diese Pipeline nach wie vor für falsch, aus klimapolitischen Gründen, aber vor allem auch geostrategisch", sagte die Co-Vorsitzende der Grünen. Sie sei gegen die Sicherheit der Ukraine gerichtet und ziele auf eine Spaltung der Europäischen Union. Die Osteuropäer seien "zurecht sauer" auf die Bundesregierung, "dass sie unilateral an dieser Pipeline festhält".

 

17:35 Uhr

Mann zündet Rentnerin auf Friedhof an

Schrecklicher Angriff in Bad Schmiedeberg in Sachsen-Anhalt: Auf einem Friedhof hat dort ein 31-Jähriger eine Frau mit einer Flüssigkeit übergossen und angezündet!

  • Der Mann sei offenbar unvermittelt auf zwei Frauen im Alter von 68 und 93 Jahren zugelaufen, teilten Staatsanwaltschaft und Polizei in Dessau-Roßlau mit. Zuerst habe er die 93-Jährige umgerannt und zu Fall gebracht, dann die 68-Jährige angezündet.
  • Die Frau wurde dabei schwer verletzt und mit einem Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht, nachdem Zeugen erste Hilfe geleistet hatten. Die 93-Jährige wurde leicht verletzt.
  • Polizisten nahmen den Verdächtigen kurz nach der Tat fest, die Staatsanwaltschaft beantragte am Donnerstag seine einstweilige Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus wegen versuchten Mordes.
17:02 Uhr

Hunderte Migranten stürmen Grenze zu spanischer Afrika-Exklave

Rund zwei Monate nach dem Ansturm von Migranten auf Ceuta haben 238 Flüchtlinge den sechs Meter hohen Grenzzaun zwischen Marokko und der anderen spanischen Exklave Melilla überwunden.

Drei spanische Polizisten und 18 der aus Ländern südlich der Sahara stammenden Migranten seien verletzt worden, berichtete der staatliche spanische TV-Sender RTVE.

Auf Videobildern der Zeitung "El Faro de Melilla" war zu sehen, wie die Menschen eine Straße in der Exklave entlangliefen, "Sieg, Sieg" jubelten und "Asyl, Asyl" riefen.

Die Menschen wurden in ein Notaufnahmelager gebracht, wo sie wegen möglicher Corona-Infektionen in Quarantäne müssen.

17:01 Uhr

Merkel sorgt mit Parteiverwirrung für Lacher

Es ist eine historische Sommerpressekonferenz - nach 16 Jahren Kanzlerschaft stellt sich Angela Merkel vermutlich ein letztes Mal den Fragen der Hauptstadtpresse. Dabei sorgt sie für Lacher, wirkt teils nachdenklich, übt Selbstkritik und zieht eine versöhnliche Bilanz. Die Highlights aus Merkels Fragestunde in Berlin.

 

17:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:25 Uhr

Britney Spears darf wieder selbst Auto fahren

Britney Spears geht einen nächsten Schritt in Richtung Selbstständigkeit. Wie das US-Magazin "People" berichtet, habe ein Richter nun entschieden, dass die Sängerin offiziell wieder ans Steuer eines Autos darf.

Spears sei begeistert und sehr dankbar für all die Hilfe, die sie momentan erhält. Die Sängerin sei vergangenen Samstag sogar bereits mit ihrem Freund Sam Asghari am Steuer ihres Autos gesehen worden, heißt es im Artikel.

Einige Tage vor dieser Entscheidung verzeichnete die Musikerin bereits einen ersten Erfolg im Vormundschaftsstreit: Sie darf nun einen eigenen Anwalt engagieren. Am 23. Juni behauptete Britney Spears vor Gericht, dass die Vormundschaft "Missbrauch" sei. Außerdem sei sie gezwungen worden zu arbeiten und habe gegen ihren Willen eine Spirale eingesetzt bekommen, um keine Kinder mehr bekommen zu können.

15:48 Uhr

Autofahrerin durchbricht Mauer und fährt in Swimmingpool

In München hat heute Morgen eine ältere Frau die Gänge ihres Autos verwechselt und ist geradewegs in ein Schwimmbecken gefahren.

Die 86-Jährige legte statt dem Vorwärts- den Rückwärtsgang ein und durchbrach die Mauer eines Privatgrundstücks. Der Pool war abgedeckt, das Auto blieb auf den Rändern aufliegen. So konnte der Wagen nicht in das zwei Meter tiefe Schwimmbecken fallen. Verletzt wurde zum Glück niemand.

15:17 Uhr

Schiedsrichter verliert Jacke im Wirbelsturm

Weltweit ereignen sich die erstaunlichsten Dinge. ntv fasst außergewöhnliche Geschichten für Sie zusammen. Dieses Mal sorgt eine Ratte für Schnappatmung beim Parlaments-Treffen, taucht ein totgeglaubter Hund wieder auf und wirbelt eine Windhose den Anstoß einer Fußballpartie durcheinander.

 

14:46 Uhr

Versklavung: Witwe von Berliner IS-Rapper Cuspert verurteilt

2015 folgte Omaima A., 37-jährige Deutsch-Tunesierin, ihrem damaligen Mann nach Syrien. Nach dem Tod ihres Mannes im Frühjahr 2015 heiratete sie dessen Freund Denis Cuspert, der sich zuvor in Berlin als Gangsterrapper einen Namen gemacht hatte - bevor er sich dem Islamischen Staat anschloss. Im Jahr 2017 ließ sich A. ihre Wohnung in Rakka von versklavten Jesidinnen einer Freundin reinigen. Dafür wurde sie nun in Hamburg zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von vier Jahren verurteilt.

98807481.jpg

Zuerst Rapper, dann IS-Terrorist: Denis Cuspert.

(Foto: picture alliance / Di Matti/dpa)

Der Staatsschutzsenat am Hanseatischen Oberlandesgericht war überzeugt, dass A. als Mitglied der Terrororganisation Islamischer Staat Beihilfe zu einem Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Form der Versklavung nach dem Völkerstrafgesetzbuch leistete.

Einbezogen in die Gesamtfreiheitsstrafe wurde eine bereits rechtskräftige Verurteilung wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Organisation im Ausland zu dreieinhalb Jahren vom Oktober 2020.

14:30 Uhr

Schichtwechsel

Sabine Oelmann sagt Tschüss, ab sofort übernehme ich den "Tag". Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich versorge Sie bis zum späten Abend mit Nachrichten aus aller Welt. Und wünsche Ihnen einen wunderschönen Nachmittag! Los geht's!

14:18 Uhr

Eric Clapton tritt nicht auf, wenn die Zuhörer geimpft sein müssen

Eric Clapton verbreitete eine Nachricht auf dem Telegram-Account des italienischen Architekten und Covid-Skeptikers Robin Monotti: Er werde nicht vor einer "diskriminierten Zuhörerschaft" auftreten. Das bedeutet für den Künstler, der sich selbst mit Astrazeneca hat impfen lassen und danach ein starkes Unwohlsein verspürte, dass er sich das Recht herausnehmen werde, die Shows abzusagen, wenn seine Gäste nur mit einem Impfpass in den Saal gelangen würden.

13:42 Uhr

Polizei warnt Hochwasser-Geschädigte vor Internet-Betrügern

Die Polizei hat vor Internet-Betrügern gewarnt, die sich mit "Fake-Shops" oder auf Privatverkauf-Plattformen die Notlage in den Katastrophengebieten zunutze machen wollen. "Bezahlen Sie nicht im Voraus", appellierte die Polizei Heinsberg in einer Mitteilung. Bei Angeboten, bei denen nur Vorkasse möglich ist, solle man misstrauisch werden. Auch bei auffällig günstigen Schnäppchen sei Vorsicht geboten.

Anlass für die Warnung waren zwei Bestellungen von Bautrocknern im Internet durch Bürger aus Erkelenz und Wassenberg. Sie hatten die Geräte vorab bezahlt und dann vergeblich auf die Lieferung gewartet. Als die Geschädigten die angeblichen Unternehmen für Nachfragen nicht mehr erreichen konnten, erstatteten sie Anzeige.

13:29 Uhr

Eine Frau will anderer Frau das Kind wegnehmen

Trauriger Vorfall in Mittelfranken: Eine 32-Jährige hat in Fürth versucht, das Kind einer 21 Jahre alten Mutter mitzunehmen. Die junge Frau war laut Polizeiangaben mit ihrem Kleinkind in einer Parkanlage, als die 32-Jährige auf sie zukam und sie zur Aushändigung des Kindes aufforderte. Die junge Mutter flüchtete demnach aus Angst in eine Arztpraxis. Die psychisch auffällige Frau sei ihr bis in die Praxis nachgelaufen und habe ihr dabei mehrfach zugerufen, dass sie das Kind haben wolle.

Mitarbeiter konnten die 32-Jährige laut Polizei zunächst aus der Praxis verweisen. Sie sei jedoch nach einiger Zeit zurückgekehrt und habe dann ein Messer bei sich gehabt. Damit habe sie versucht, die von den Praxis-Mitarbeitern versperrte Tür zu öffnen. Danach flüchtete sie. Eine Streife fand die 32-Jährige kurz darauf. Sie sei nach ihrer Festnahme in fachärztliche Behandlung gekommen.

13:17 Uhr

Besserer Schutz vor sexuellen Übergriffen für Frauen in Quarantäne-Hotels

Als ob nicht alles schon schrecklich genug wäre .... Nach Berichten von sexuellen Übergriffen in britischen Quarantäne-Hotels sollen allein reisende Frauen künftig besser geschützt werden. Soweit wie möglich sollten sie weibliche Wachen zur Seite gestellt bekommen, wie die BBC berichtet. Das Gesundheitsministerium soll diese Änderung veranlasst haben, nachdem der Sender über mehrere Fälle berichtet hatte, bei denen männliche Wachen Frauen sexuell belästigt hatten. Sollte die Begleitung durch eine weibliche Wache nicht möglich sein, sollen allein reisende Frauen den neuen Richtlinien zufolge stattdessen von zwei männlichen Wachen begleitet werden.

Eine Betroffene, die im April in einem Quarantäne-Hotel belästigt wurde, kritisierte diese Änderung im Gespräch mit der BBC. Die Begleitung durch zwei männliche Wachen würde das Risiko eher erhöhen als verringern. Während ihres Aufenthalts habe eine Gruppe von männlichen Sicherheitsmitarbeitern beobachtet, wie jemand sie belästigt habe und sei nicht eingeschritten.

13:07 Uhr

Festnahme in Spanien wegen Hacker-Angriff auf Twitter-Konten Prominenter

245006964.jpg

Wurde gehackt: Elon Musk

(Foto: picture alliance / zz/Wil R/STAR MAX/IPx)

Die spanische Polizei hat einen Briten wegen des Verdachts der Beteiligung an einer massiven Hacker-Attacke auf Twitter-Konten von Prominenten festgenommen. Gegen den 22-Jährigen habe ein internationaler Haftbefehl der US-Justiz vorgelegen, berichtet die Zeitung "La Vanguardia". Bei dem beispiellosen Twitter-Hack im Juli vergangenen Jahres waren die Konten zahlreicher Prominenter gekapert worden, darunter der frühere US-Präsident Barack Obama, Microsoft-Gründer Bill Gates und Tesla-Chef Elon Musk. Auch Firmen-Accounts, etwa von Apple, wurden gehackt.

Die gekaperten Accounts riefen dann Nutzer in Tweets dazu auf, die Kryptowährung Bitcoin auf ein bestimmtes Konto zu schicken - verbunden mit dem Versprechen, den Betrag doppelt zurückzuzahlen. Dabei kamen nach Angaben der Ermittler mehr als 100.000 US-Dollar zusammen. Ein 18-Jähriger, der als Drahtzieher der Attacke gilt, hatte im März vor Gericht im US-Bundesstaat Florida ein Geständnis abgelegt und drei Jahre Jugendhaft akzeptiert.

12:18 Uhr

48-Mio-Euro-Jackpot geht an Zweifach-Mutter - ganz "ohne spezielle Glückszahlen"

Sie gewinnt 48 Millionen Euro im Lotto - und meldet sich erstmal nicht. Doch nun steht fest, wer die Rekordgewinnerin ist: Eine zweifache Mutter aus Brandenburg hat sich nach mehreren Wochen bei der Lottozentrale gemeldet. Nachdem der Eurojackpot am 25. Juni geknackt war, suchte die Lottogesellschaft nach dem Gewinner oder der Gewinnerin.

Die Frau lasse sonst ihre Spielquittung immer im Lottoshop prüfen, berichtet Lotto Brandenburg. Diesmal habe sie wegen der Berichte über den Millionengewinn im Internet recherchiert und sei erst ungläubig gewesen, als sie festgestellt habe, dass sie fünf richtige Gewinnzahlen und zwei richtige Eurozahlen hatte. Die Gewinnerin ist nach Angaben der Lottogesellschaft eine treue Kundin, die seit zwei Jahren die gleichen Zahlen beim Eurojackpot tippt. "Beim ersten Mal Eurojackpot habe ich ganz spontan diese Zahlen getippt und dann immer wieder die gleichen Tipps gespielt", zitierte Lotto Brandenburg die neue Millionärin. "Ich habe sie einfach so ausgewählt, es sind keine speziellen Glückszahlen."

Der Lottogesellschaft zufolge handelt es sich um den bisher höchsten Einzelgewinn in Brandenburg seit der Gründung 1991.

11:42 Uhr

Entsetzen in Frankreich über die "Umdeutung" des Gelben Sterns

Bei Protesten gegen die Coronamaßnahmen trägt ein Mann einen gelben Stern mit Aufschrift "Ungeimpft". Foto: Christophe Gateau/dpa/Archivbild

Bei Protesten gegen die Coronamaßnahmen trägt ein Mann einen gelben Stern mit Aufschrift "Ungeimpft".

(Foto: Christophe Gateau/dpa/Archivbild)

Der Rat der jüdischen Institutionen Frankreichs (Crif) hat sich entsetzt über die Nutzung des Gelben Sterns bei den jüngsten Protesten gegen die Corona-Maßnahmen gezeigt. Er sei "schockiert und empört über die Umdeutung und Verfälschung der Symbole der Judenverfolgung während des Zweiten Weltkriegs", erklärt der Rat in Paris. Im Parlament kam es unterdessen zu erregten Debatten über die Impf- und Testpflicht.

Bei Demonstrationen und in Online-Netzwerken gebe es zahlreiche Darstellungen von nicht Geimpften, die mit Holocaust-Opfern gleichgestellt würden, kritisierte der Crif. Am Samstag hatten in ganz Frankreich nach Polizeiangaben mehr als 110.000 Menschen gegen die geplante Impfpflicht für das Gesundheits- und Pflegepersonal sowie den Gesundheitspass als Nachweis eines Negativ-Tests für nicht Geimpfte demonstriert. Dabei erschallte der Ruf "Nein zur Gesundheits-Diktatur". "Der Vergleich zwischen dem Gesundheitspass und dem Gelben Stern ist eine schändliche Instrumentalisierung der Geschichte", betonte der Crif. Seit Mittwoch ist der Pass erstmals in Museen, Kinos oder anderen Kultureinrichtungen Pflicht. Ab August soll er auch in Restaurants, Cafés oder Fernzügen gelten.

10:12 Uhr

Happy Birthday, Georgie!!

Er wird heute acht Jahre und er sitzt auf der Kühlerhaube des Landrovers seines Ur-Großvaters, den er so sehr geliebt hat. Also George den Ur-Großvater und der den "Landi". Aber auch den Ur-Enkel! Auf jeden Fall ein klares Zeichen: Bei den Cambridges von nebenan wird Tradition groß geschrieben. (PS: Das Foto ist von gestern)

10:02 Uhr

Überlebende des Utøya-Massakers: "Es wird immer ein Teil von mir bleiben"

Heute vor genau zehn Jahren hat der Rechtsextremist Anders Breivik 69 Menschen auf der norwegischen Insel Utøya ermordet. 495 Menschen, darunter vor allem Jugendliche, überleben den Anschlag. Eine davon ist Ragna Sørlundsengen. Damals war sie 15 Jahre alt und nahm am Sommercamp teil, welches angegriffen wurde. Sie erzählt Michel Abdollahi in "heute wichtig" ihre Geschichte. "Es wird immer ein Teil von mir bleiben", sagt die heute 25-Jährige im Podcast. Ich sehe es ein bisschen als meine soziale Verantwortung an, die Debatte darüber aufrecht zu erhalten."

"heute wichtig"

"heute wichtig" ist der neue Morgen-Podcast des "Stern" in Kooperation mit RTL und ntv. Mit einem Mix aus Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Unterhaltung steht der Podcast von Montag bis Freitag immer ab 6 Uhr zum Abruf bereit - auf Audio Now und auf allen anderen gängigen Podcast-Plattformen.

09:31 Uhr

Corona hat Jungendarbeitslosigkeit in Deutschland kaum beeinflusst - in Europa schon

Die Corona-Pandemie hat die Jungendarbeitslosigkeit in Deutschland bisher kaum beeinflusst. Dies ist das Ergebnis einer Auswertung aktueller Daten der OECD, wie das Münchner Ifo-Institut erklärt. Im Durchschnitt stieg die Arbeitslosigkeit von Menschen im Alter zwischen 15 und 24 Jahren in den OECD-Ländern im März 2020 um über 50 Prozent. In Deutschland konnte jedoch kaum ein Anstieg festgestellt werden.

Die Entwicklung in den einzelnen OECD-Ländern sei "sehr unterschiedlich", erklärt Ifo-Forscherin Lavinia Kinne. Der Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit in den USA, Kanada und in Schweden sei zu Beginn der Pandemie im Frühjahr 2020 besonders deutlich gewesen, danach jedoch wieder stark abgefallen. Eine ähnliche Entwicklung habe es in Frankreich gegeben, wenn auch weniger stark ausgeprägt. Dieser Trend entspreche dem OECD-Durchschnitt.

Ausnahmen bildeten dabei Italien und das Vereinigte Königreich: Auch hier stieg die Jugendarbeitslosigkeit an. Der Anstieg war dabei weniger stark, hält laut Ifo-Institut jedoch bis heute an. Im Gesamtdurchschnitt aller OECD-Länder waren junge Frauen häufiger von Jugendarbeitslosigkeit betroffen als Männer.

09:13 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:45 Uhr

Einzelhandel appelliert: Impfen, impfen, impfen!

Angesichts rasch steigender Inzidenzzahlen in Deutschland appelliert der Einzelhandel an die Bevölkerung, sich gegen Corona impfen zu lassen. "Nur mit einer wirkungsvollen und schnellen Impfkampagne können wir die Pandemie nachhaltig zurückdrängen und uns dauerhaft mehr Normalität auch beim Einkaufen zurückerobern", sagt der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Deutschland (HDE), Stefan Genth. Unterstützt wurde der Aufruf des HDE von Vertretern namhafter deutscher Handelskonzerne wie der Rewe Group, der Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland), der Edeka-Zentrale, von Aldi, Otto, Douglas, Galeria Karstadt Kaufhof und Ikea.

Es gehe jetzt darum, möglichst viele Menschen von der Notwendigkeit einer Impfung zu überzeugen, sagte Genth. Vorstand und Präsidium des HDE betonten, mit einer Impfung könne jeder Einzelne einen wichtigen Beitrag zur Überwindung der Pandemie leisten. Dies gelte für Kunden und Mitarbeiter. Die Gefahr einer vierten Infektionswelle sei nach wie vor nicht gebannt. "Wir müssen diesen Sommer nutzen, um uns noch besser gegen die Pandemie aufzustellen", sagte Genth. "Jetzt heißt es: Impfen, Impfen, Impfen".

08:04 Uhr

Bild aus Zahnarztpraxis gestohlen - nach 50 Jahren wieder aufgetaucht

e8b52c6932269801dd18cf246019c242.jpg

Welches Mädchen mag es sein?

(Foto: dpa)

Ein aus dem Wartezimmer eines Zahnarztes in Hawaii gestohlenes Gemälde ist rund 50 Jahre später bei einem Auktionshaus in Texas wieder aufgetaucht - und nun den ursprünglichen Besitzern wieder zurückgegeben worden. Das Bild der Künstlerin Margaret Keane sei 1972 in Honolulu gestohlen worden, teilte das Auktionshaus Heritage Auctions mit.

Im Dezember 2020 versteigerte das Auktionshaus das Gemälde, das eine Familie inzwischen bei einer Galerie in New Jersey gekauft hatte. Als sich kurz danach aber herausstellte, dass das Bild gestohlen worden war, gab Heritage Auctions das Werk den ursprünglichen Besitzern aus Hawaii zurück - darunter eine Frau, die von der Künstlerin als damals siebenjähriges Mädchen als Modell für eines der Kinder auf dem Bild eingesetzt worden war. Wer das Gemälde stahl und wie es in die Galerie nach New Jersey kam, ist bislang nicht bekannt.

07:47 Uhr

Erkältungssaison 2021 bisher ausgefallen

Die Zahl der Krankmeldungen ist nach Angaben der DAK-Gesundheit in den ersten sechs Monaten des Jahres auf 3,7 Prozent gefallen. Das bedeutet, dass im ersten Halbjahr durchschnittlich 3,7 Prozent der DAK-Versicherten arbeitsunfähig gemeldet waren. Das sei ein enormer Rückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum und zum ersten Halbjahr 2019, als der Krankenstand jeweils 4,2 Prozent betragen habe, teilte die Krankenversicherung mit. Von Januar bis Juni 2021 hatten DAK-versicherte Arbeitnehmer durchschnittlich 6,7 Fehltage und damit 22 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2020. Ein besonders großes Minus habe es bei den Atemwegserkrankungen gegeben, hieß es.

Auf je 100 Versicherte kamen im gesamten Halbjahr nur 48 Fehltage - in den ersten sechs Monaten des Vorjahres waren es 92 mehr gewesen, wie die Auswertung der Daten ergab. "Die Erkältungssaison 2021 ist nahezu komplett ausgefallen", so der Vorstandschef der DAK-Gesundheit, Andreas Storm. Er erklärte das mit den Abstands- und Hygieneregeln in der Corona-Pandemie und plädierte dafür, sich auch künftig in Erkältungszeiten ein Beispiel an Asien zu nehmen: "Die Maske ist im Kampf gegen Krankheitserreger so einfach wie wirkungsvoll."

07:16 Uhr

Schwimmbad-Betreiber warnen: Eltern zu oft vom Handy abgelenkt

Eltern lassen sich nach Angaben des Hamburger Schwimmbad-Betreibers Bäderland immer stärker vom Smartphone ablenken. "Das nimmt seit Jahren zu, die Aufmerksamkeit sinkt", so Sprecher Michael Dietel. Gerade nach der langen, coronabedingten Schließzeit fehle es vielen Schwimmanfängern an Übung im Wasser. Kinder, die nicht sicher schwimmen könnten, dürften nie unbeaufsichtigt gelassen werden.

Obwohl Bäderland 400 Rettungsschwimmer und Rettungsschwimmerinnen beschäftige, hätten Eltern die oberste Aufsichtspflicht. "Einfach zu erwarten, der Bademeister macht das schon, geht nicht. Wir können keine 1:1-Kinderbetreuung machen." Die Mitarbeitenden müssen laut Unternehmen jeden Tag mehrmals auf Eltern, die ihre Aufsichtspflicht nicht erfüllen, zugehen und sie warnen. "Man muss unmittelbar beim Kind sein - auch wenn es Schwimmflügel trägt", betont Dietel. Kinder würden lautlos untergehen.

07:06 Uhr

Syrische Luftabwehr fängt israelische Raketen über Homs ab

Die syrische Luftabwehr hat nach Berichten der staatlichen Medien israelische Raketen über der Provinz Homs abgefangen. Der israelische Luftangriff in der Nacht zum Donnerstag habe sich gegen Ziele in der Region Kusair gerichtet, meldet die staatliche Nachrichtenagentur Sana unter Berufung auf die Armee. Bei dem Angriff sei Sachschaden entstanden. Laut der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte richteten sich die Angriffe gegen Militärstützpunkte der libanesischen Hisbollah-Miliz. Dabei seien Waffenlager zerstört worden.

Seit Beginn des Syrien-Krieges vor zehn Jahren hat Israel immer wieder Ziele in Syrien beschossen. Vielfach galten die Angriffe auch Stellungen iranischer Kä m,mpfer oder der libanesischen Hisbollah. Iran ist ein wichtiger Verbündeter des syrischen Machthabers Baschar al-Assad. Israel will verhindern, dass sich sein Erzfeind in Syrien festsetzt.

06:40 Uhr

Das wird heute wichtig

Schon Donnerstag! Auch heute wieder einen schönen, erfolgreichen und gesunden Tag Ihnen. Wir starten gemeinsam wenn Sie mögen. Die ganze Woche haben mich Ihre interessanten Zuschriften erreicht, vielen Dank dafür. Es ging natürlich sehr viel um das Hochwasser, interessante Aspekte - zum Beispiel, dass man hervorheben könnte, dass Landwirte und die Bevölkerung selbst einen unglaublich hohen Anteil daran haben, die verwüsteten Ortschaften wieder aufzuräumen - aber auch Aussagen, die dem einen oder anderen nicht gefallen haben. Auch um Sexismus ging es, gegen Männer, meinerseits. Das ist natürlich schade, wenn das so rüberkommt, ich mag Männer und Menschen im allgemeinen schließlich. Deswegen werde ich mich heute besonders bemühen, niemandem auf den Schlips zu treten. Sollte dies doch der Fall sein: sabine.oelmann@nama.de wäre die Adresse, unter der Sie mich erreichen.

Was heute wichtig werden könnte (wer weiß da schon so genau?):

  • Nach 16 Jahren im Kanzleramt nimmt Angela Merkel Stück für Stück Abschied von der Politik: Der letzte G7-Gipfel, der letzte Europäische Rat, die letzte Regierungserklärung im Bundestag. Heute kommt ein weiterer Letztes-Mal-Termin dazu. Traditionell zum Beginn oder am Ende der Sommerpause kommt die Kanzlerin in die Bundespressekonferenz. Wenn sich Merkel diesmal den Fragen stellt, dürften die Situation in den Hochwassergebieten, die Corona-Pandemie und die soeben erzielte Einigung mit den USA zur umstrittenen Ostsee-Gaspipeline Nord Stream 2 zentrale Themen werden.
  • Das Hochwasser: Wie geht es weiter in den überfluteten Gebieten? "Die Menschen dürfen sich auf keinen Fall allein gelassen fühlen" hört man von überall. Einfache Lösung: Die Menschen nicht allein lassen! Deswegen auch heute wieder die Bitte: Spenden Sie, zum Beispiel hier.
  • Wo kein Hochwasser ist, da brennt es, hat es den Anschein: Das Feuer in Oregon wütet im südlichen Teil des US-Bundesstaates und breitet sich täglich um bis zu sechs Kilometer aus. Hier wünscht man sich, dass es regnet!

  • Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft? Wir blicken nach Amerika: Nach jahrelangem Streit haben die USA und Deutschland einen Durchbruch im Konflikt um die deutsch-russische Pipeline Nord Stream 2 erzielt. Beide Länder haben gestern eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht. Außenminister Heiko Maas ist erleichtert.

  • Schon geimpft? Angesichts sinkender Nachfrage nach Corona-Impfungen setzen die Bundesländer zunehmend auf flexible Lösungen, um mehr Menschen zu erreichen. Teilweise werden Impfzentren geschlossen, dafür gibt es immer mehr mobile Impfteams, und Menschen können sich vielerorts auch ohne Termin eine Spritze holen. Kann man ja nochmal drüber nachdenken.

  • Unser Mitgefühl geht heute in Richtung Norwegen: Dort gedenkt man der Opfer der Terroranschläge in Oslo und auf der Insel Utøya vor genau zehn Jahren. Am Jahrestag der Angriffe des Rechtsextremisten Anders Behring Breivik sind mehrere Gedenkveranstaltungen geplant, an denen Überlebende, Hinterbliebene sowie Regierungschefin Erna Solberg und Vertreter des Königshauses teilnehmen werden. Im Laufe des Tages sollen mehrere Male die Namen aller 77 Todesopfer verlesen werden.

ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.