Freitag, 23. September 2022Der Tag

Heute mit Yuki Schubert und Johanna Ohlau
22:27 Uhr

Das war Freitag, der 23. September 2022

Liebe Leserinnen und Leser,

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Protestaktion von Fridays For Future in Wien.

(Foto: picture alliance/dpa/APA)

es ist geschafft, die Arbeitswoche ist um! Zumindest für die meisten. Viele Menschen haben diesen Freitag mit streiken verbracht - fürs Klima: Zehntausende Menschen folgten dem Aufruf von Fridays For Future und gingen für eine bessere Klimapolitik in Berlin, vielen weiteren Städten in Deutschland und in anderen Ländern wie in Wien (Foto) auf die Straße. Was ist sonst noch so passiert? Meine Leseempfehlungen geben Ihnen einen kleinen Überblick:

So sieht die russische "Mobilmachungs-Hölle" aus

Kadyrow beschimpft fliehende Russen als feige

Ruft Belarus seine Bürger zu den Waffen?

Tausende Syrer reisen wieder über Balkan ein

Warum der Gaspreis fällt und weiter fallen wird

Deutschland zählt mehr Covid-Tote als im Vorjahr

Habecks Gasumlage steht auf der Kippe

Nach Bericht über Tod von Amini: Iranische Polizei nimmt Journalisten fest

Wenn Sie auf dem Laufenden bleiben wollen, was den russischen Krieg gegen die Ukraine und die Folgen angeht, empfehle ich einen Blick in unseren Ukraine-Ticker. Damit wünsche ich Ihnen eine gute Nacht.

Ihre Johanna Ohlau

22:17 Uhr

Belgien schaltet Atomreaktor bei Antwerpen permanent ab

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In dem belgischen Atomkraftwerk gibt es noch drei weitere Reaktoren.

(Foto: picture alliance / AA)

Die veralteten Atommeiler aus den 70er und 80er Jahren bei unserem Nachbarn Belgien sind Deutschland schon lange ein Dorn im Auge - ein Kernkraftwerk liegt nur etwa 60 Kilometer von Aachen entfernt. Belgien hat nun im Zuge seines geplanten Atomausstiegs einen ersten Reaktor vom Netz genommen. Der Meiler Doel 3 nahe der Stadt Antwerpen wurde am Abend heruntergefahren, wie eine Sprecherin des Betreibers Engie bestätigte. In dem Atomkraftwerk gibt es noch drei weitere Reaktoren. Eigentlich sollten alle Kernkraftwerke in Belgien bis 2025 dort vom Netz gehen, aber genauso wie hier hat der russische Angriffskrieg auf die Ukraine und die folgenden Auseinandersetzungen mit Russland auf dem diplomatischen Parkett für große Unsicherheiten gesorgt. Die belgische Regierung will deshalb die Reaktoren Tihange 3 und Doel 4 bis mindestens Ende 2035 weiterlaufen lassen, um die Energiesicherheit zu gewährleisten - dies ist aber formal noch nicht beschlossen.

21:44 Uhr

USA stellen erneut Millionen-Hilfe für afghanisches Volk bereit

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Bei Überschwemmungen wie in der Provinz Lugar (Foto) haben viele Menschen alles verloren.

(Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Angesichts einer humanitären Krise stellen die USA zusätzliche Hilfen in dreistelliger Millionenhöhe für Afghanistan zur Verfügung - allerdings direkt für die Bevölkerung vorbei an der Regierung der Taliban, die sie nicht anerkennen. Mit den Hilfen von fast 327 Millionen US-Dollar (332 Millionen Euro) sollen humanitäre Organisationen unterstützt sowie Soforthilfen finanziert werden - etwa in Form von Bargeld, Medikamenten und der Bereitstellung von Unterkünften. Auch geflüchtete Afghanen in den Nachbarländern sollen von den Hilfen profitieren. Seit der Machtübernahme der Taliban im August 2021 haben die USA damit den Angaben zufolge 1,1 Milliarden US-Dollar für humanitäre Hilfe in der Region bereitgestellt. US-Außenminister Antony Blinken forderte die internationale Gemeinschaft dazu auf, sich ihrerseits an Zusagen zu halten und die Menschen in Afghanistan zu unterstützen.

21:07 Uhr

Tochter von Desmond Tutu darf Gottesdienst nicht leiten - wegen Ehe mit Frau

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Mpho Tutu van Furth ist Priesterin.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Priesterin Mpho Tutu van Furth, Tochter der südafrikanischen Anti-Apartheid-Ikone Desmond Tutu, wird gebeten, einen Trauergottesdienst für ihren Patenonkel in der Region Birmingham abzuhalten. Doch dann untersagt ihr die Kirche von England das - weil Tutu van Furth mit einer Frau verheiratet ist. "Wir sind uns bewusst, dass dies eine schwierige Situation ist", erklärte die Diözese Hereford. Die Entscheidung sei jedoch in Einklang mit den Leitlinien zur gleichgeschlechtlichen Ehe erfolgt. Tutu van Furth ist Priesterin der Episkopalkirche in den Vereinigten Staaten, wo gleichgeschlechtliche Ehen zugelassen sind. "Das erschien mir wirklich unhöflich und verletzend", sagte Tutu van Furth der BBC. Die Trauerfeier wurde deshalb in ein Zelt verlegt. Für Tutu van Furth leider nicht die erste solcher Erfahrungen: 2016 hatte sie aus dem gleichen Grund in Südafrika bereits ihre Lizenz verloren, der Kommunion, Hochzeiten, Taufen und Beerdigungen vorzustehen. Tutu van Furths Vater war der im vergangenen Jahr verstorbene ehemalige Erzbischof von Kapstadt, Desmond Tutu. Er hatte für seinen Kampf gegen die Apartheid 1984 den Friedensnobelpreis erhalten.

20:28 Uhr

Palästinenserpräsident Abbas: Israel behindert Friedensgespräche

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Abbas bei seiner Rede in New York.

(Foto: picture alliance/dpa/AP)

Gestern sorgten die Worte von Israels Präsident Jair Lapid für große Aufregung. Vor der UN-Vollversammlung in New York stellte Israels Präsident einen unabhängigen Palästinenserstaat in Aussicht. Bedingung dafür sei aber, dass ein solcher Staat friedlich sein müsse, betonte er. Eine Mehrheit der Israelis sei für eine Zwei-Staaten-Lösung, sagte Lapid. Die Reaktion von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas? Dieser wirft Israel vor, die Wiederaufnahme von Friedensgesprächen selbst zu behindern. "Israel hat die Osloer Abkommen untergraben und die Zwei-Staaten-Lösung durch seine Politik vorsätzlich und absichtlich zerstört und tut dies immer noch", sagte Abbas vor der UN-Vollversammlung. Dies beweise, dass Israel nicht an Frieden glaube. "Deshalb haben wir keinen israelischen Partner mehr, mit dem wir reden können." Dennoch: Abbas sagte, er habe Lapid zugehört und dies sei "eine positive Entwicklung". Voraussetzung für Verhandlungen sei für ihn, dass Israel alle einseitigen Maßnahmen beende, "die die Zwei-Staaten-Lösung untergraben". Dazu zähle etwa der Siedlungsbau.

20:15 Uhr

Videos des Tages

19:56 Uhr

Rollstuhlfahrer bei Sturz tödlich verletzt - von Hund umgerissen?

In Süddeutschland hat sich heute ein tragischer Unfall ereignet, beim dem ein junger Rollstuhlfahrer ums Leben gekommen ist: Der Mann war mit seinem Rollstuhl in eine mehr als einen Meter tiefe Regenablaufrinne in Bietigheim-Bissingen gestürzt. Wahrscheinlich sei der Hund des 23-Jährigen zuvor in die Rinne gesprungen, teilt das Polizeipräsidium Ludwigsburg mit. Eine Zeugin fand den 23-Jährigen, der wegen einer Krankheit auf einen Elektrorollstuhl angewiesen war, am Nachmittag in dem kleinen Graben. In der Rinne sei kein Wasser gewesen, der junge Mann sei an den Folgen des Sturzes gestorben, sagte ein Polizeisprecher. Ob der Hund an der Leine war und sein Herrchen mitriss oder ob der 23-Jährige nach ihm schauen wollte und dabei zu nah an den Graben herankam und umstürzte, ist unklar.

19:20 Uhr

Unwetter in Italien: Vermisster Junge tot geborgen

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Die Wassermassen kamen plötzlich und verwandelten viele Straßen in Schlammpisten.

(Foto: picture alliance/dpa/LaPresse via AP)

Bei einer Unwetter-Katastrophe vor gut einer Woche verschwand ein kleiner Junge in Italien spurlos. Nun ist traurige Gewissheit: Das Kind ist tot. Der vermisste Junge ist in der italienischen Region Marken ist gefunden worden. Die Carabinieri entdeckten den acht Jahre alten Mattia auf Hinweis eines Bürgers auf einem Feld, wie italienische Medien berichteten. Das Kind war am Donnerstag der vorigen Woche von den Wassermassen fortgerissen worden, als es gerade mit der Mutter aus einem Auto stieg. Die beiden waren wie viele andere Einwohner jener Gebiete nahe der mittelitalienischen Adriaküste von den heftigen Niederschlägen und Überschwemmungen überrascht worden. Die Opferzahl nach dem Unwetter stieg damit auf zwölf. Eine Frau wird bislang noch vermisst.

19:04 Uhr

Großhändler ruft Tintenfischarme zurück - mit Cadmium belastet

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So sieht das Produkt aus.

(Foto: lebensmittelwarnung.de)

Hatten Sie zuletzt Tintenfischarme im Einkaufskorb? Ein Hamburger Lebensgroßhändler aus Litauen ruft ein Produkt gerade zurück. Bei einer Laborüberprüfung sei ein erhöhter Cadmiumgehalt festgestellt worden, heißt es auf dem Portal lebensmittelwarnung.de. Das Schwermetall sei giftig für die Nieren, als krebserregend eingestuft und könne eine Demineralisierung der Knochen verursache. Deshalb sollten Kunden das betroffene Produkt nicht verwenden.

Bei dem Erzeugnis handelt es sich um "Andre's Fish & Friends Riesenkalmar Arme 120 g" mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 13.12.2023 und 04.03.2024. Hersteller des Produkts sei Baltijos Delikatesai JSC im litauischen Palanga. Die Warnung gelte für Kunden in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen.

18:33 Uhr

Seenotrettungsschiff "Sea-Watch 3" in Italien festgesetzt

Italien hat das deutsche Seenotrettungsschiff "Sea-Watch 3" festgesetzt. Wie die Hilfsorganisation Sea-Watch mitteilt, sei das Schiff im Hafen der süditalienischen Stadt Reggio Calabria blockiert worden, nachdem es am vorigen Wochenende 427 Migranten an Land gebracht hatte. Der Berliner Verein kann nicht abschätzen, wann das Schiff wieder freikommt, wie Sprecherin Mattea Weihe auf Anfrage sagte. Sie sprach von einer politischen Aktion. Zu befürchten sei eine wochen- oder gar monatelange Blockade im Hafen.

17:57 Uhr

Teenager hantiert mit Spielzeugwaffe - Polizeieinsatz

Ein Mann mit Schutzweste, Tarnhose und Pistole in der Hand auf dem Marktplatz - natürlich löst so ein Bild Angst und Schrecken aus wie heute Nachmittag im südhessischen Lorsch: Wie die Polizei mitteilt, sahen mehrere Menschen den vermeintlich gefährlichen jungen Mann und verständigten die Polizei. Eine Streife nahm den erst 15 Jahre alten Teenager fest und fand den Angaben zufolge eine Spielzeugpistole bei ihm. Diese habe wie eine echte Schusswaffe ausgesehen. Die Polizei nahm den 15-Jährigen mit auf die Wache, wo er seinen Eltern übergeben wurde. Ob der Junge Leute erschrecken wollte oder was sein Motiv dahinter war, ist leider nicht bekannt.

17:23 Uhr

Segeldrohne filmt mitten in Hurrikan "Fiona"

Hurrikan "Fiona" lies die Wellen vor den Karibikinseln 15 Meter hoch schlagen. Eine Segeldrohne - also ein unbemanntes Schiffchen - filmt, mit was für einer Wucht der Sturm über den Atlantischen Ozean hinwegfegt. Und der Sturm ist noch nicht vorüber: Momentan wappnet sich auch Kanada für die Ankunft von "Fiona".

16:57 Uhr

Amini-Fall bekannt gemacht - Journalistin Hamedi im Iran in Haft

Im Iran sind die Menschen seit dem Tod einer 22 Jahren alten Iranerin in Aufruhr. Die iranische Behörde versprach Aufklärung, aber wie ist dann folgender Vorgang zu verstehen? Weil sie den Fall um die im Polizeigewahrsam verstorbene Iranerin Mahsa Amini als eine der Ersten bekannt gemacht hatte, ist die Journalistin Nilufar Hamedi in der iranischen Hauptstadt Teheran inhaftiert worden. Die Journalistin der Reformzeitung "Shargh" wurde gestern verhaftet. Wie die Zeitung berichtet, wurden neben Hamedi auch zwei weitere Reporter, eine Fotografin und ein politischer Aktivist im Zusammenhang mit den Protesten verhaftet. Sie sollen sich im berüchtigten Ewin-Gefängnis in der Hauptstadt Teheran befinden.

Mehr über den Fall der Iranerin, die in Polizeigewahrsam starb, können Sie hier nachlesen.

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16:21 Uhr

Deshalb plant die NASA einen Crash mit einem Asteroiden

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Das wird mal ein besonderer Crashtest.

(Foto: picture alliance / abaca)

Die Erde und damit die gesamte Menschheit werden von einem heran rasenden Asteroiden bedroht - ist nicht nur der Plot von Hollywoodfilmen wie "Armageddon", sondern ein mögliches Szenario. Für die kommenden 100 Jahre wird zwar mit keinem Einschlag auf der Erde gerechnet, aber "wenn man lang genug wartet, wird es ein Objekt geben", warnen NASA-Wissenschaftlerinnen und -Wissenschaftler gewohnt sachlich. Okay, also darauf sollten wir vorbereitet sein und deshalb spielt die US-Raumfahrtbehörde nun auch ein solches Szenario durch. Nicht am Computer, sondern in der Realität: In der Nacht zum Dienstag lassen die Forschenden absichtlich ein Raumfahrzeug in einen Asteroiden krachen, damit sich dessen Flugbahn verändert. Das Experiment trägt den Namen "Double Asteroid Redirection Test" (Doppelter Asteroiden-Umleitungstest), kurz DART. Den Crashtest der besonderen Art bereiten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bereits länger vor: Ende November war das dafür vorgesehene Raumfahrzeug in Kalifornien gestartet.

Mit rund 23.000 Stundenkilometern soll es Dienstagfrüh um 01.14 Uhr MESZ in den Asteroid-Mond Dimorphos einschlagen. Jetzt kommt das Beste: Den Zusammenprall des Raumfahrzeugs von der Größe eines Autos und des gut 160 Meter breiten Himmelskörpers will die NASA live im Internet übertragen. Also: In der Nacht zu Dienstag schon Pläne? Ich werde es mir ansehen! Sicherheitsabstand ist auch ausreichend gegeben: Dimorphos und der Asteroid Didymos, der von Dimorphos umkreist wird, sind immer mindestens rund elf Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Sollte das Raumfahrzeug Dimorphos verfehlen, hat es übrigens noch genug Treibstoff für einen zweiten Versuch - in zwei Jahren ...

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15:54 Uhr

Dänemark hebt Verbot von Nerzfarmen wieder auf

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Die Tierquälerei geht in Dänemark wie vor der Pandemie weiter.

(Foto: picture alliance / blickwinkel/J. S. Peifer)

Die Corona-Pandemie hat auch Gutes bewirkt: Ein Beispiel ist, dass wir nicht mehr für jedes kleine Meeting durch die halbe Republik oder sogar Welt fahren oder fliegen, sondern uns virtuell im Videochat treffen. Gerne hätte ich auch beibehalten, dass Nerzfarmen in Dänemark verboten bleiben, aber die Regierung hebt das während der Pandemie verhängte Verbot jetzt doch wieder auf. Das Verbot "läuft zum Ende des Jahres aus", erklärte das Landwirtschaftsministerium in Kopenhagen. Züchter müssten allerdings strenge Auflagen zur Infektionsprävention respektieren. Die Nerzfarmen sind 2020 nicht aus Tierliebe geschlossen worden, sondern weil so die Verbreitung einer mutierten und auf den Menschen übertragbaren Form des Coronavirus verhindert werden sollte. Ich persönlich hatte gehofft, dass das Tierleid in der Nachbetrachtung auch berücksichtigt wird, aber das scheint man in Dänemark anders zu sehen. Wer "braucht" schon Nerzmäntel und andere Pelzkleidung? Selbst wenn die Heizungen in Deutschland im kommenden Winter kalt bleiben, kämen wir sehr gut ohne diese Tierquälerei aus.

15:21 Uhr

Zehntausende Menschen beim "Klimastreik" von Fridays For Future

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Demonstrierende beim "Klimastreik" in Berlin.

(Foto: picture alliance/dpa)

Klimaaktivistin Luisa Neubauer ist auf Berlins Straßen unterwegs - und das nicht allein: In der Hauptstadt demonstrieren wie in vielen anderen Städten in Deutschland und im Ausland heute wieder vor allem junge Menschen für den Klimaschutz. Die Bewegung "Fridays For Future" hat zum elften Mal dazu zum globalen Protest aufgerufen. Allein in Berlin sind laut Polizei mehr als 20.000 Menschen beim "Klimastreik" im Invalidenpark dabei. Geplant sind Proteste in mehr als 250 Städten deutschlandweit. Unterstützt wird der Aufruf von vielen Natur- und Umweltschutzverbänden. "Wer denkt, dass es keinen Ausweg gibt, dem bleibt nur Verzweiflung. Wer weiß, dass es anders geht, der kann loslegen und handeln. Wir haben das Wissen, also legen wir los", sagte Neubauer bei der Kundgebung in der Hauptstadt. Die Klimaschützer fordern ein Ende der fossilen Energien und den schnellen Ausbau der erneuerbaren Energien sowie eine "konsequente Verkehrswende". Nötig seien 100 Milliarden Euro für "sozialen Klimaschutz" und das Neun-Euro-Ticket "für immer".

14:37 Uhr

Schwere Explosion im Diplomatenviertel in Kabul

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Taliban-Kämpfer am Ort der Explosion in Kabul.

(Foto: picture alliance/dpa/AP)

In der afghanischen Hauptstadt Kabul hat es in einem Diplomatenviertel eine schwere Explosion gegeben. Wie ein Sprecher des Innenministeriums dem afghanischen Nachrichtensender Tolo News mitteilt, ereignete sich die Detonation nahe einer Moschee, als Gläubige nach dem Gebet das Gebäude verließen. Augenzeugen hätten berichtet, dass eine Magnetbombe explodiert sei. Offizielle Angaben zu Toten gibt es bislang nicht. Aus einem Krankenhaus heiß es jedoch, dass bereits vier Tote und weitere Verletzte eingeliefert worden seien. Bisher hat sich noch niemand zu der Explosion bekannt. Seit Machtübernahme der militant-islamistischen Taliban im August 2021 gab es mehrfach Anschläge auf Zivilisten durch die Terrormiliz Islamischer Staat.

14:18 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

meine liebe Kollegin Yuki Schubert kann ins Wochenende entschwinden, da ich für Sie an dieser Stelle übernehme. "Der Tag" ist aber noch nicht vorbei und bis zum späten Abend stürze ich mich für Sie in die Nachrichtenwelt auf der Suche nach spannenden Geschichten und mal ernsten und mal kuriosen Meldungen aus Deutschland und der Welt. Alle Meldungen zum russischen Krieg gegen die Ukraine finden Sie wie gewohnt im Ukraine-Ticker.

Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik? Schreiben Sie mir per Mail gern an dertag@n-tv.de.

Ihre Johanna Ohlau

13:56 Uhr

Helikopter fliegt in Brasilien in Stromleitung und stürzt ab

Vier Insassen eines Helikopters entgehen im brasilianischen Minas Gerais nur knapp einem fatalen Schicksal. Der Pilot verliert die Kontrolle über den Hubschrauber, der mit einer Stromleitung kollidiert, abstürzt und in Flammen aufgeht. Augenzeugen filmen den Moment der Kollision mit der Leitung. Die zwei Politiker, ein Mitarbeiter und der Pilot überlebten, kamen jedoch mit Verletzungen in ein Krankenhaus.

13:25 Uhr

"Tudor-Trilogie": Britische Schriftstellerin Hilary Mantel ist tot

Die britische Schriftstellerin Hilary Mantel ist tot. Wie ihr Verlag in Großbritannien mitteilte, ist die Erfolgsautorin "plötzlich, aber friedlich" im Kreise ihrer Familie gestorben. Sie wurde 70 Jahre alt.

Die vielfach ausgezeichnete Autorin, Kritikerin und Juristin schaffte es mit ihren historischen Romanen zu Weltruhm. Sie schrieb eine preisgekrönte historische Reihe über Thomas Cromwell, den mächtigen Minister von Henry VIII. Für den Roman "Wölfe" wurde sie 2009 mit dem Booker-Preis, dem wichtigsten britischen Literaturpreis, ausgezeichnet. Mit "Falken" gewann Mantel 2012 den Preis erneut. Beide Werke sind Teil der "Tudor-Trilogie". 2022 kam ihr letztes Buch, der Band "Learning to Talk", heraus. Ihr Verlag HarperCollins beschrieb Mantel als "eine der größten englischen Erzählerinnen dieses Jahrhunderts. Ihre bewunderten Werke werden als moderne Klassiker angesehen."

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12:51 Uhr

Ex-Kollegin sticht Frau in Autohaus in Forchheim nieder

Eine Mitarbeiterin eines Autohauses in Oberfranken ist von einer ehemaligen Kollegin niedergestochen worden. Laut Polizei hat die Angreiferin am Mittwoch das Autohaus in Forchheim mit einem Messer betreten und stach auf den Oberkörper der 20-Jährigen ein. Die Frau erlitt demnach schwere Verletzungen, Lebensgefahr bestand aber nicht. Der 63-jährige Besitzer des Autohauses überwältigte die Angreiferin schließlich. Polizisten nahmen die 41-Jährige fest, sie sitzt den Angaben zufolge inzwischen in Untersuchungshaft. Gegen sie wird nun wegen des Verdachts des versuchten Mordes ermittelt.

12:32 Uhr

Wegen Energiekrise: Habeck strukturiert sein Ministerium um

Als Reaktion auf die Energiekrise richtet der Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck eine neue Abteilung für Energiesicherheit und Wirtschaftsstabilisierung in seinem Ministerium ein, sagte eine Sprecherin. Damit sollten neue Synergien geschaffen und Aufgaben stärker konzentriert werden. In der Bekämpfung der Energie- und Wirtschaftskrise solle die "Schlagkraft" hochgehalten und gestärkt werden. Die neue Abteilung solle Philipp Steinberg leiten, der bisher die Abteilung I Wirtschaftspolitik führt. Steinberg sei in dieser Funktion auch zuständig für Stabilisierungsmaßnahmen von Unternehmen wie Uniper oder Lufthansa gewesen. Eine neue Abteilungsleitungsstelle ist laut Sprecherin nicht nötig, da zwei Abteilungen zusammengelegt worden seien. Das Wirtschaftsministerium ist vorwiegend mit den Folgen der Energiekrise beschäftigt, ausgelöst durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Vor allem wegen der Gasumlage gibt es Kritik an Habeck.

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12:10 Uhr

Die Schlagzeilen zur Mittagspause

11:49 Uhr

Wollte ferngesteuertes Boot bergen: 53-Jähriger tot aus Masurensee geborgen

Im Masurensee in Duisburg ist die Leiche eines vermissten 53-jährigen Mannes entdeckt worden. Zwei Wassersportler informierten laut Polizei am Vortag die Leitstelle über eine leblose Person im See. Rettungskräfte bargen den Mann, der tot an der Wasseroberfläche in Ufernähe trieb. Ermittler hätten ihn als den 53-jährigen Vermissten identifiziert. Der Mann habe am Samstag ein ferngesteuertes Boot aus dem See bergen wollen und sei nicht aus dem Wasser zurückgekehrt. Bei der Suche waren am Wochenende auch Taucher und eine Hubschrauber-Besatzung im Einsatz.

11:16 Uhr

Sophia Thomalla hat seltenen Gendefekt

Die Moderatorin Sophia Thomalla hat verraten, dass sie seit ihrer Geburt an einer venösen Malformation leidet. Das erklärte die 32-Jährige nun in ihren Instagram-Storys. Übersetzt hieße das "Gefäßmissbildung", sagte sie dort über die Erkrankung: "Das ist ein sehr, sehr seltener Gendefekt." Die Ärzte könnten sich bis heute nicht so richtig erklären, "woher der kommt". Sie habe in ihrem Leben "schon unzählige Operationen" hinter sich. Die nächste OP stehe schon an, so Thomalla. "Mein rechter Unterarm ist befallen." An anderer Stelle sagt der TV-Star: "Die Krankheit ist nicht heilbar - in über 90 Prozent." Und sie fügte hinzu: "Das soll kein Gejammer werden. Mir geht es hervorragend. Ich bin auch nicht großartig eingeschränkt. Außer, dass ich das jährlich kontrollieren lassen muss."

Die Moderatorin will mit ihrem Bericht über ihre Erkrankung auf die Geschichte eines kleinen Mädchens aus Russland mit derselben Krankheit aufmerksam machen. Dieses Mädchen müsse schnell operiert werden. In Russland gebe es aber nicht die Möglichkeiten, sie zu behandeln. Deshalb wollen die Spezialisten in Hamburg helfen. Das Problem des kleinen Mädchens, so die Moderatorin: "Keiner möchte für sie spenden, weil sie aus Russland kommt." Das finde Thomalla "unfassbar traurig", weil: "Was hat das arme Mädchen mit dem Krieg zu tun?"

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10:48 Uhr

Hohe Inflation: Spanien führt Reichensteuer ein - vorübergehend

Explodierende Preise für Lebensmittel und Energie: Spaniens linke Regierung will mit einer zeitlich befristeten Reichensteuer Belastungen breiter Bevölkerungsschichten durch die hohe Inflation abfedern. "Wenn wir von Reichen sprechen, dann von Millionären", sagte Finanzministerin María Jesús Montero dem TV-Sender La Sexta. "Es geht darum, die normalen Einkommen von 99 Prozent der Bürger des Landes zu schützen", fügte sie hinzu. Betroffen sei "nur ein Prozent der Bevölkerung". Ab welchem Vermögen genau die ab dem kommenden Jahr geplante neue Steuer erhoben werden und wie lange sie gelten soll, wie hoch der Steuersatz sein und mit welchen Einnahmen gerechnet wird, ließ die Regierung zunächst offen. Die Inflation in Spanien liegt mit 10,5 Prozent im August leicht über dem EU-Durchschnitt von 10,1 Prozent.

10:16 Uhr

Nach Höhlen-Tour: Vermisster 53-jähriger Deutscher auf Kreta tot geborgen

Mehr als zwei Wochen vermisst: Auf Kreta ist ein deutscher Urlauber tot geborgen worden. Ein eigens angereistes Team deutscher Hundeführer mit Leichenspürhunden fand den Mann am Mittwoch, wie die Rettungskräfte nun mitteilten. Der 53-jährige Anwalt hatte griechischen Medienberichten zufolge die Kamares-Höhle in unwegsamem Berggelände auf rund 1500 Metern Höhe besucht und war auf dem Rückweg aus bisher ungeklärten Gründen abgestürzt. Er soll nicht richtig ausgerüstet gewesen sein. Griechische Rettungskräfte durchkämmten die Region vergebens; der Ort habe nicht eingesehen werden können, hieß es bei den deutschen Rettungskräften. Bei der Bergung seien örtliche Bergretter und Feuerwehr im Einsatz gewesen, um den Verunglückten in dem schwierigen alpinen Gelände zu erreichen. Nun soll eine Autopsie durchgeführt und die Unglücksursache untersucht werden.

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09:47 Uhr

69-Jährige wird nach Unfall in Thüringen von eigenem Auto erdrückt

Tragischer Unfall in Thüringen: Eine 69-Jährige ist laut Polizei bei dem Versuch, ihr rollendes Fahrzeug zu stoppen, an die Leitplanke gedrückt und eingeklemmt worden. Demnach war die Frau am Vorabend auf einer Straße mit einem anderen Auto zusammengestoßen. Als sie ausstieg, um mit dem 80-jährigen Fahrer die Kontaktdaten auszutauschen, rollte ihr Auto plötzlich los. Vermutlich hatte sie die Handbremse nicht richtig angezogen. Trotz herbeieilender Ersthelfer und alarmierter Einsatzkräfte verstarb die Frau noch vor Ort.

Update: Die Polizei hat ihre Meldung korrigiert, die Frau ist demnach nicht verstorben. Zum Glück. Wir bitten um Entschuldigung.

09:14 Uhr

Mutter erschossen: Lebenslang für "Riverdale"-Schauspieler Ryan Grantham

Der frühere "Riverdale"- und "Gregs Tagebuch"-Schauspieler Ryan Grantham ist in Kanada zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Das berichtet unter anderem das US-Branchenportal "Deadline". Er hat demnach für 14 Jahre keine Möglichkeit auf Bewährung. Der heute 24-Jährige hatte im März 2020 seine Mutter erschossen. Das Urteil wegen Mordes zweiten Grades wurde laut "Deadline" in Vancouver von der Richterin des Obersten Gerichtshofs von British Columbia, Kathleen Ker, verhängt. Bei Mord zweiten Grades gibt es in Kanada laut "CBC" automatisch eine lebenslange Haftstrafe.

Der ehemalige Schauspieler hatte sich selbst gestellt, kurz nachdem er am 31. März 2020 im Haus der Familie in Squamish nördlich von Vancouver auf seine 64-jährige Mutter geschossen hatte. Im Juni 2022 hatte der Prozess begonnen, der 24-Jährige soll sich schuldig bekannt haben. Im Gefängnis nahm er den Medienberichten zufolge psychiatrische Hilfe in Anspruch. Grantham, der seine Schauspielkarriere 2007 begann, spielte 2019 Jeffery Augustine in der vierten Staffel der Serie "Riverdale". Er trat 2010 zudem in dem Film "Gregs Tagebuch - Von Idioten umzingelt!" sowie unter anderem in "Supernatural" und "iZombie" auf.

09:04 Uhr

Die Schlagzeilen am Morgen

08:32 Uhr

Wangerooge: Ausflugsschiff mit mehr als 100 Kindern auf Grund gelaufen

Viel Geduld mussten mehr als 100 Kinder auf einem Ausflugsschiff auf der Nordsee haben: Das Schiff war am Donnerstagnachmittag zwischen den Wangerooge und Spiekeroog auf Grund gelaufen. Erst nach viereinhalb Stunden konnten Seenotretter das Schiff freischleppen, wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mitteilte. Demnach bemerkte der Kapitän gegen 15 Uhr, dass das Schiff mit insgesamt 137 Menschen an Bord festsaß und die Besatzung es aus eigener Kraft nicht befreien konnte. Das Seenotrettungsboot "Fritz Thieme" traf zwar kurz nach dem Notruf ein, konnte das Ausflugsschiff aber nicht sofort befreien, weil dieses in einer Sandbank festsaß. Erst als der Wasserpegel stieg, schafften es die Rettungskräfte, das Schiff freizuschleppen. Die Passagiere blieben so lange an Bord - immerhin bei ruhiger See, so die DGzRS.

08:04 Uhr

Botschaft an Kim Jong Un: USA schicken Flugzeugträger nach Südkorea

Inmitten wachsender Spannungen auf der koreanischen Halbinsel haben die USA einen Flugzeugträger mit Begleitschiffen nach Südkorea geschickt. Die "USS Ronald Reagan" traf heute zu ihrem ersten Besuch in Südkorea in fast vier Jahren in der südöstlichen Küstenstadt Busan ein, wie der Informationsverteilerdienst des US-Verteidigungsministeriums mitteilte. Der Besuch sei von strategischer Bedeutung für die Beziehungen zwischen den USA und Südkorea sowie "eine klare und unzweideutige Demonstration des US-Engagements für die Allianz", sagte der Befehlshaber der Flugzeugträgerkampfgruppe 5 der US-Pazifikflotte, Michael Donnelly, der Mitteilung zufolge. Der Besuch sei Teil der Routineeinsätze in der Region. Der Verband um die "USS Ronald Reagan" wird nach Berichten südkoreanischer Medien an einem geplanten Seemanöver beider Länder vor der koreanischen Halbinsel teilnehmen. Das Manöver soll demnach auch als Abschreckung gegen Nordkorea dienen.

Der atomar angetriebene US-Flugzeugträger Ronald Reagan.

Der atomar angetriebene US-Flugzeugträger Ronald Reagan.

(Foto: picture alliance/dpa/Yonhap)

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07:30 Uhr

Ballermann-Sängerin Melanie Müller hatte einen Schlaganfall

Reality-TV-Persönlichkeit Melanie Müller hat im Juli einen Schlaganfall erlitten, wie sie im Interview mit der "Bild" erzählt. Die rechte Gesichtshälfte sei danach leicht gelähmt gewesen, sie habe seitdem einen Tinnitus auf dem rechten Ohr, sagte die Sängerin weiter. Die 34-Jährige erklärte zudem: "Ich habe es nicht öffentlich gemacht, weil ich keinen Shitstorm wollte, denn ich bin nach einer Woche wieder aufgestanden und habe gesagt, ich mache keine Kur, sondern meinen Job." Sie sei nur einen Tag im Krankenhaus gewesen, "und habe mich dann selbst entlassen. Natürlich war das nicht schlau, aber dort hätte ich auch keine Ruhe gehabt und ich wollte meine Kinder nicht allein lassen", so die Ballermann-Sängerin.

2014 sicherte sich Melanie Müller bei "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" die Dschungelkrone.

2014 sicherte sich Melanie Müller bei "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" die Dschungelkrone.

(Foto: picture alliance / zb)

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07:13 Uhr

Das wird heute wichtig

Einen schönen guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

heute sollen in besetzten Gebieten der Ukraine Abstimmungen über einen Beitritt zu Russland starten. Beobachter sehen in den Scheinreferenden eine Reaktion auf die ukrainische Gegenoffensive im Osten des Landes. Die Außenminister der sieben führenden demokratischen Wirtschaftsmächte haben bereits alle Staaten dazu aufgefordert, die Ergebnisse nicht anzuerkennen. US-Präsident Joe Biden verurteilte das russische Vorgehen als "ungeheuerlich". Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba sagte beim US-Talkmaster Stephen Colbert übrigens zu der Abstimmung, dass diese keinen Effekt auf den Kampfwillen der Ukrainer hätte. Putin könne "es als Teil des Mondes bestimmen, egal, das ist unser Land, das sind unsere Menschen, wir werden jeden Quadratmeter wieder zurückerobern."

Im Panzerstreit gibt es noch nichts Konkretes, da der Unions-Antrag über Lieferungen von der Ampel abgelehnt wurde. Mehr aktuelles in Sachen Ukraine-Krieg erfahren Sie in unserem Liveticker.

Diese Termine stehen heute an:

  • Der Bundestag befasst sich um 9.00 Uhr mit einem erwarteten Milliardenloch bei den gesetzlichen Krankenkassen im kommenden Jahr. Ins Parlament eingebracht werden Gesetzespläne von Gesundheitsminister Karl Lauterbach, die unter anderem eine Beitragsanhebung um 0,3 Prozentpunkte vorsehen.

  • Der Bundestag berät außerdem über einen Antrag der oppositionellen Union zur Energiekrise. Darin fordern CDU und CSU unter anderem, die Verordnung der Bundesregierung über die umstrittene Gasumlage sofort aufzuheben.

  • Zum Abschluss ihrer zweitägigen Beratungen wollen die Bauminister und -Ministerinnen um 12.30 Uhr in Stuttgart eine Erklärung abgeben. Dazu informiert das Statistische Bundesamt um 8.00 Uhr über die Entwicklung der Immobilienpreise im zweiten Quartal.

  • Bundeskanzler Olaf Scholz ist ab 14.30 Uhr zu Gast bei der Feier zum 25-jährigen Bestehen der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie.

  • In ganz Deutschland und vielen weiteren Ländern sind Demonstrationen für mehr Klimaschutz geplant. Die Klimaschutzbewegung Fridays For Future rief zu einem weltweiten "Klimastreik" auf. Allein in Deutschland soll es Proteste in mehr als 200 Städten geben.

  • Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft startet um 20.45 Uhr in Leipzig gegen Ungarn in die WM-Saison.

Damit begrüße ich Sie zu diesem Freitag, da ich mich jetzt schon warm geschrieben habe, geht es auch gleich fröhlich weiter in der Welt der internationalen News. Bei Fragen zum Format melden Sie sich gerne hier: dertag@n-tv.de

Ihre Yuki Schubert

06:59 Uhr

Jared Leto ist verliebt ... in einen Kontinent

Hollywood-Star Jared Leto mag nach eigenen Worten den europäischen Kontinent. "Ich habe ganz allgemein eine Liebe für Europa. Ich habe so viel Zeit hier verbracht und mich immer sehr wohlgefühlt", sagte der 50-jährige Oscar-Preisträger ("Dallas Buyers Club") der Zeitschrift "GQ". "Mein Bruder und ich haben in Europa angefangen, Konzerte zu spielen, wir haben vor vielen Jahren damit begonnen, hier zu touren", so der US-Schauspieler. "Und wir haben viele verschiedene Länder kennengelernt. Wir waren bestimmt in 20 oder 30 verschiedenen Städten in Deutschland." Es sei großartig gewesen. "Wir haben nicht nur in den Städten gespielt, sondern wir hatten auch freie Tage", erzählte Leto. "So konnten wir verschiedene Orte erkunden und Erfahrungen sammeln, die unseren Blick auf die Welt veränderten."

Leto zog nach eigenen Worten schon in seiner Kindheit oft um und reiste viel herum. "Wir waren so eine Art Vagabunden, meine Mutter wuchs in der Hippie-Ära auf, Traditionen waren nicht so wichtig." Es erfülle ihn, "neue Orte zu erkunden und keine wirklichen Wurzeln zu haben". Der US-Star: "Vielleicht wäre ich in einem anderen Leben ein Pirat geworden."

Seinen Sommer verbrachte Leto unter anderem im italienischen Portofino.

Seinen Sommer verbrachte Leto unter anderem im italienischen Portofino.

(Foto: picture alliance / portofino)

06:27 Uhr

Kohl? Nein, danke: Babys machen schon im Mutterleib weinendes Gesicht

Geschmäcker sind bekanntlich unterschiedlich: Einer neuen Studie zufolge, kann man das aber schon sehr früh sehen. Demnach reagieren Babys im Mutterleib positiv oder negativ auf manche Lebensmittel. So hätten Föten ein eher "lächelndes Gesicht" gezeigt, nachdem ihre Mütter Karotten gegessen hätten, berichten Wissenschaftler der nordostenglischen Universität Durham in der Fachzeitschrift "Psychological Science". Nach dem Genuss von Kohlaromen hingegen hätten die Föten ein eher "weinendes Gesicht" gemacht. Dass Babys mit Abneigung auf Kohl reagieren, war bekannt. Es seien nun aber erstmals Beweise dafür gefunden worden, dass sogar Föten im Mutterleib unterschiedlich auf verschiedene Gerüche und Geschmäcker reagierten, heißt es in der Studie. Vermutlich entwickeln die Föten demnach Geschmack, wenn sie Fruchtwasser im Mutterleib einatmen und schlucken.

Zum Vergleich: Ein Fötus mit neutralem Gesichtsausdruck (links) und der gleiche Fötus mit "Cry-Face-Reaktion", nachdem er Grünkohlgeschmack ausgesetzt wurde (rechts).

Zum Vergleich: Ein Fötus mit neutralem Gesichtsausdruck (links) und der gleiche Fötus mit "Cry-Face-Reaktion", nachdem er Grünkohlgeschmack ausgesetzt wurde (rechts).

(Foto: picture alliance/dpa/FETAP Study/Fetal and Neonatal Research Lab/Durham University)

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06:05 Uhr

Messner: Bergsteigen "durch die globale Erwärmung gefährlicher"

Er hat als Erster alle Achttausender bestiegen: Ex-Extrem-Bergsteiger Reinhold Messner sieht wie viele andere Experten angesichts des Klimawandels steigende Gefahren in den Bergen. "Das Bergsteigen, vor allem in der Höhe, wird durch die globale Erwärmung gefährlicher. Das Eis schmilzt, es reißen mehr Gletscherspalten auf, es kommt zu Eisabbrüchen wie jetzt an der Marmolata, und der Fels unter dem Eis zerbröselt", sagte der Südtiroler der Mediengruppe Bayern (Passauer Neue Presse, Mittelbayerische Zeitung, Donaukurier). Noch wichtiger aber sei, dass das Bergsteigen sich völlig verändert habe. "Der Berg wird vielfach nur als Attrappe gesehen. Die meisten Kletterer heute gehen in die Kletterhalle, und das ist auch gut so. Nur haben sie dort noch nichts über den Berg gelernt." Sie müssten erst eine Reihe von Jahren leichtere Touren klettern, sich ganz langsam herantasten, um zu begreifen, was ein Berg ist, sagte der 78-Jährige. "Ein Berg ist chaotisch, ein Berg ist viel größer, als wir ihn auf der Postkarte sehen", warnte Messner.

05:52 Uhr

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