Dienstag, 27. Juli 2021Der Tag

mit Yuki Schubert
Yuki Schubert
22:46 Uhr

Das war Dienstag, der 27. Juli 2021

Liebe Leserinnen und Leser,

es ist ein tragischer Tag. Mindestens zwei Menschen verlieren durch die verheerende Explosion im Leverkusener Chempark ihr Leben. Noch fünf Mitarbeiter werden vermisst, jedoch schwindet die Hoffnung sie lebend zu finden, je länger die Suche andauert.

Zum Thema Corona hat sich mein Kollege Jan Gänger mit Impf-Anreizen und mit der Idee einer Prämie befasst. Außerdem möchte ich ihnen den Kommentar von Roland Peters zum Vorstoß von Gesundheitsminister Jens Spahn über eine Testpflicht für sämtliche Reiserückkehrer ans Herz legen.

Folgende Themen haben uns in der Redaktion sonst noch beschäftigt:

Damit möchte ich mich für heute bei Ihnen verabschieden. Bleiben Sie schön gesund.

22:05 Uhr

Angreifer auf Massagesalons in Atlanta bekommt viermal lebenslang

Der Angeklagte Robert Aaron Long bekannte sich des Mordes schuldig.

Der Angeklagte Robert Aaron Long bekannte sich des Mordes schuldig.

(Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Der Mörder von acht Menschen in Massagesalons im US-Bundesstaat Georgia ist wegen vier der Taten zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Laut "Atlanta Journal-Constitution" verhängte das Gericht im Bezirk Cherokee viermal lebenslange Haft plus 35 Jahre, ohne Aussicht auf Bewährung. Das Urteil war demnach Ergebnis eines Deals der Verteidigung, die den 22-Jährigen damit vor der Todesstrafe bewahrte. Der Angeklagte Robert Aaron Long bekannte sich laut Medienberichten vor dem Gericht für schuldig. Im Bezirk Fulton, wo er vier weitere Morde beging, droht ihm jedoch die Todesstrafe. Die Staatsanwältin des benachbarten Bezirks Fulton, Fani Willis, will laut Gerichtsunterlagen hingegen erreichen, dass die Tat als Hassverbrechen eingestuft und Long so zum Tode verurteilt wird.

  • Long hatte im März in Atlanta und Umgebung acht Menschen in drei Massagestudios erschossen. Sechs der acht Opfer waren Frauen asiatischer Herkunft.
  • Bei seiner Vernehmung bestritt er jedoch, dass er aus rassistischen Motiven gehandelt habe. Er gab an, er sei sexsüchtig und wollte in den Massagesalons auch sexuelle Dienste in Anspruch nehmen. Seine Tat beschreibt er mit den Worten er habe "Versuchungen beseitigen" wollen.
  • Der Angriff mit acht Todesopfern hatte landesweit Bestürzung ausgelöst, US-Präsident Joe Biden äußerte sich "sehr besorgt" über die Gewalt gegen US-Bürger mit asiatischen Wurzeln.
21:40 Uhr

Geländewagen gerät ins Rollen - erfasst seinen 84-jährigen Fahrer und schleift ihn mit

Sein eigener wegrollender Geländewagen hat einen 84-Jährigen in Alfeld in Niedersachsen erfasst und schwer verletzt. Der Mann habe den Wagen abgestellt und offensichtlich nicht ausreichend gegen Wegrollen gesichert, erklärte die Polizei. Der Wagen geriet auf abschüssiger Straße ins Rollen. Ihn per Hand zu stoppen, misslang. Es gelang dem 84-Jährigen auch nicht, dem rollenden Auto noch aus dem Weg zu gehen. Der Geländewagen erfasste ihn und schleifte ihn ein Stück mit, schließlich wurde der Mann eingeklemmt. Ersthelfer sicherten das Auto, Feuerwehr und Rettungsdienst befreiten den Mann. Er kam ins Krankenhaus.

21:19 Uhr

Instagram setzt Konten von Jugendlichen voreingestellt auf Privat

Wenn sich Jugendliche unter 16 Jahren (in manchen Ländern unter 18) neu auf Instagram registrieren, dann wird ihr Konto ab sofort automatisch auf Privat gesetzt. Damit soll sich die Online-Erfahrung für junge Menschen sicherer anfühlen, erklärt Instagram in einem neuen Blog-Beitrag. So sollen die noch Minderjährigen etwa vor ungewollten Direktnachrichten oder unliebsamen Kommentaren von Fremden geschützt werden. Dem Unternehmen sei gleichzeitig bewusst, dass es auch Jugendliche gebe, die eine große Community aufbauen wollen. Zuvor wurden Jugendliche gefragt, ob sie ein privates Konto nutzen möchten. Laut einer aktuellen Instagram-Erhebung hätten jedoch acht von zehn Jugendlichen die Privat-Einstellung gewählt. Zudem hat Instagram weitere Schutzmaßnahmen angekündigt. So soll die Suche nach jungen Instagram-Nutzern durch neue Technologien für "verdächtigen Accounts" von Erwachsenen erschwert werden, wie es heißt. Teenager, die bereits registriert sind, sollen von den Vorteilen des "Privat"-Kontos überzeugt werden.

20:45 Uhr

Keine Strandkorb-Konzerte mehr mit Helge Schneider

Entertainer Helge Schneider hat seine weiteren Konzerte im Rahmen des Formats Strandkorb Open Air abgesagt. Das teilten Schneider und der Veranstalter mit. Schneider habe Respekt für das große Engagement des Veranstalters, der mit dem neuen Konzept überhaupt erst wieder Livekonzerte in größerem Rahmen vor Publikum möglich gemacht habe, heißt es auf der Homepage von Schneider veröffentlichten Mitteilung. Für ihn persönlich passe das Format "aber leider nicht".

Damit entfallen die Termine am 19. August in Mönchengladbach, 27. August in Bochum, 1. September in Hartenholm, 13. September in St. Wendel und 17. September in Berlin/Hoppegarten. Der 65-jährige Schneider hatte am vergangenen Freitag einen Auftritt beim Strandkorb Open Air in Augsburg abgebrochen.

20:20 Uhr

Unfassbare Szene: Boxer bei Olympia beißt nach Gegner

Wie einst Mike Tyson: Der marokkanische Schwergewichtsboxer Youness Baalla hat bei den Olympischen Spielen in Tokio mit einer Beißattacke für Aufsehen gesorgt. Bei seiner Niederlage gegen David Nyika aus Neuseeland versuchte Baalla, seinen Gegner zu beißen. "Ich glaube, er hat versucht, meinen Wangenknochen zu erwischen. Zum Glück hatte er seinen Mundschutz drin, und ich war ein bisschen verschwitzt. Er hat wahrscheinlich nur einen Mund voll Schweiß abbekommen", berichtete Nyika.

1997 hatte der ehemalige Profi-Weltmeister Mike Tyson seinem US-Rivalen Evander Holyfield im Kampf um den WM-Gürtel ins Ohr gebissen und war daraufhin disqualifiziert worden. Dieses Schicksal blieb Baalla zwar erspart, weil der Kampfrichter die Szene nicht erkannte. Den Kampf verlor der Marokkaner dennoch klar nach Punkten.

Torben Siemer

Mehr Sportmeldungen lesen Sie im Sport-Tag.

20:02 Uhr

Die Videos des Tages

19:54 Uhr

Paris Hilton soll schwanger sein

Verliebt, verlobt, Baby auf dem Weg? Im Februar 2021 machte Paris Hilton öffentlich, dass sie sich mit dem Unternehmer Carter Reum verlobt hat. Jetzt soll die Hotelerbin laut eines Berichts von "Page Six" angeblich ihr erstes Kind erwarten. Ein Sprecher Hiltons wollte dies allerdings nicht kommentieren und auch Reum hat sich bisher nicht zu der Angelegenheit geäußert. Zuvor hatte sie bereits darüber gesprochen, dass sie sich ein Baby wünsche. Im Podcast "The Trend Reporter" erklärte sie im Januar, dass sie es mit künstlicher Befruchtung versuche.

19:28 Uhr

"Mittelalterliche Schlacht": Polizist schildert Erstürmung des US-Kapitols

Kapitol Polizist Aquilino Gonell dachte, er würde nicht überleben.

Kapitol Polizist Aquilino Gonell dachte, er würde nicht überleben.

(Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Die Erstürmung des Kapitols habe "etwas von einer mittelalterlichen Schlacht" gehabt, sagte der Polizist Aquilino Gonell. "Wir haben Mann gegen Mann gekämpft, Zentimeter um Zentimeter, um eine Invasion des Kapitols zu verhindern". Unter Tränen fügte er hinzu, er habe damals gedacht: "So werde ich sterben, bei der Verteidigung dieses Eingangs". Gonell wurde während der mehrstündigen Erstürmung des Kapitols von bewaffneten Angreifern verprügelt und verletzt.

Mehrere Polizisten, darunter Aquilino Gonell (ganz links), berichten von ihren persönlichen Erlebnissen am 6. Januar 2021.

Mehrere Polizisten, darunter Aquilino Gonell (ganz links), berichten von ihren persönlichen Erlebnissen am 6. Januar 2021.

(Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

In den USA läuft ein Untersuchungsausschuss des Repräsentantenhauses zur Erstürmung des US-Kapitols vom 6. Januar. Dafür wurden Zeugen geladen, darunter mehrere Polizisten, die detailliert von den Angriffen der Donald Trump-Unterstützer berichteten. Zum heutigen Beginn der Anhörungen wurden zudem haarsträubende Videos der Angriffe des demokratiefeindlichen Mobs auf Mitglieder der Kapitol-Polizei gezeigt.

18:55 Uhr

Reul: Zweiter Tank in Leverkusen drohte zu explodieren

Nach dem Brand im Leverkusener Chempark bestand nach Angaben des nordrhein-westfälischen Innenministers Herbert Reul bei einem zweiten Tank Explosionsgefahr. Der Tank habe 100.000 Liter hochentzündliche, giftige Abfallstoffe enthalten, sagte Reul. Die Feuerwehr habe die Gefahr aber bannen können. Nach Reuls Angaben waren allein 300 Feuerwehrleute im Einsatz.

Die Polizei zählte bis zum frühen Abend 31 Verletzte, fünf von ihnen so schwer, dass sie intensivmedizinisch versorgt werden mussten

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18:31 Uhr

Laster rammt Camper: 50 Kilogramm Marihuana verteilen sich auf Autobahn

Ein LKW riss am Morgen auf der A66 bei Bad Orb/Wächtersbach in Hessen die Außenwand eines auf dem Standstreifen stehenden Wohnmobils auf. Anschließend fielen rund 50 Kilogramm Marihuana auf die Autobahn, wie die Polizei in Offenbach mitteilte. Der Fahrer des Wohnmobils hatte kurz angehalten, um sich in der Toilette zu erleichtern. Als der Lastwagenfahrer herannahte hatte dieser den Abstand falsch eingeschätzt und streifte mit Wucht das Heck des Fahrzeugs. Dabei riss die Außenwand des Campers auf und die Drogen verteilten sich. So gut ein Versteck auch sein mag, gegen die Kraft eines Lastwagens kommen wohl die wenigsten geheimen Orte an. Die Polizei ermittelt nun, woher das Marihuana stammt.

17:52 Uhr

Etliche Norditaliener von Außenwelt abgeschnitten: Erdrutsch versperrt Schnellstraße

Unwetter mit starkem Regen haben in Norditalien mehrere Bewohner einer Ortschaft von der Außenwelt abgeschnitten. In Brienno am Westufer des Comer Sees versperrte ein Erdrutsch eine Schnellstraße und isolierte rund 50 Menschen in dem Ort, teilte die Feuerwehr mit. Eine ältere Frau retteten die Einsatzkräfte aus ihrem Haus, weil sie dort festsaß. Zwei Häuser wurden evakuiert. Die Zivilschutzbehörde sprach von starken Unwettern, die vor allem über die Lombardei zogen. Der Nachrichtenagentur Ansa zufolge waren auch andere Teile am Westufer des Comer Sees von den starken Regenfällen betroffen. Über Verletzte wurde zunächst nichts berichtet.

17:25 Uhr

Junge wird bei Fußballspiel mit Desinfektionsmittel bespritzt und angezündet

Ein vermeintlicher Spaß mit Desinfektionsmittel und einem Feuerzeug hat bei einem 16-jährigen in Thüringen zu erheblichen Verbrennungen geführt. Eine 15-Jährige bespritzte ihren Freund am Montag während eines Fußballspiels in Sondershausen aus Jux mit einer Flüssigkeit, bei der es sich um ein Desinfektionsmittel mit hohem Alkoholgehalt handelte, erklärte die Polizei Nordhausen den Vorfall. In einer Spielpause hielt ein anderer Jugendlicher dem 16-Jährigen dann vermutlich ebenfalls aus Spaß ein brennendes Feuerzeug an den Rücken, woraufhin sich das Desinfektionsmittel auf der Haut entzündete. Trotz sofortiger Hilfe erlitt der Jugendliche auf der Schulter Verbrennungen zweiten Grades. Er wurde zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzung.

17:01 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:46 Uhr

Einbrecher duscht erst bevor er Schmuck einpackt

Ist er furchtlos oder hat er ein Wasserproblem zu Hause? Ich kann Ihnen diese Frage nicht beantworten, doch ein Einbrecher hat in Wachtendonk am Niederrhein erst mal in Ruhe geduscht, bevor er das Haus nach Beute durchsuchte. Der Unbekannte sei zwischen 12 und 15 Uhr am Montagmittag in das Einfamilienhaus eingebrochen, teilte die Polizei mit. Weder die Beamten noch die Hausbewohner konnten sich die Duschaktion erklären. Jedenfalls durchwühlte er laut der Spurenlage mehrere Räume und verschwand mit Bargeld und Schmuck. Die Polizei sucht Zeugen.

16:28 Uhr

Greta Thunberg erhält erste Impfung: "Ich bin dankbar und fühle mich privilegiert"

Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg hat ihre erste Impfung gegen das Coronavirus bekommen. Sie sei äußerst dankbar und fühle sich privilegiert, in einem Teil der Erde leben zu dürfen, in dem sie bereits geimpft werden könne, schrieb die junge Schwedin auf Twitter und Instagram. Dazu stellte sie ein Foto von sich mit Pflaster auf dem linken Oberarm und Mund-Nasen-Schutz mit Fuchs-Aufdruck.

Gleichzeitig kritisierte die 18-Jährige, dass die Verteilung von Corona-Impfstoffen in der Welt extrem ungleich sei. Nach Angaben der "New York Times" seien 84 Prozent der bisherigen Impfdosen in Staaten mit hohen und oberen mittleren Einkommen verabreicht worden, aber nur 0,3 Prozent in Ländern mit niedrigem Einkommen, schrieb sie. Dabei sei niemand sicher, ehe alle sicher seien. "Aber wenn dir ein Impfstoff angeboten wird, dann zögere nicht. Es rettet Leben."

16:03 Uhr

Anwohner sollen nach Explosion in Leverkusen nichts aus dem Garten essen

Nach der Explosion in einer Müllverbrennungsanlage im Chempark Leverkusen sollen Anwohner in den nahen Stadtteilen Bürrig und Opladen vorerst kein Gemüse oder Obst aus dem Garten essen. Eine Einschätzung, ob in den Niederschlägen nach dem Brand "relevante Stoffe" zu finden seien, sei nach Auskunft des Landesumweltamtes (LANUV) noch nicht möglich, erklärte die Stadt. "Das Gesundheitsamt der Stadt Leverkusen weist daher vor diesem Hintergrund darauf hin, dass Bewohnerinnen und Bewohner der Stadtteile Bürrig und Opladen Nahrungsmittel aus dem Garten vorsorglich nicht verzehren und bei nicht aufschiebbaren Arbeiten im Garten ebenfalls vorsorglich Handschuhe tragen sollten."

Vor der Rauchwolke wurde auch in Dortmund (etwa 60 Kilometer Luftlinie entfernt) gewarnt. "Gesundheitliche Beeinträchtigungen können nicht ausgeschlossen werden", schrieb die Feuerwehr einige Stunden nach der Explosion.

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15:42 Uhr

Verdacht auf Racial Profiling: Polizei Berlin ermittelt gegen eigene Beamte

Die Berliner Polizei hat die Ermittlungen gegen fünf eigene Beamte aufgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, sich während einer Streifenfahrt im Mai wiederholt rassistisch und menschenverachtend geäußert zu haben. Das geht aus einer Mitteilung der Polizei hervor. Die eigens dafür eingerichtete Ermittlungsgruppe Zentral führe die Untersuchung. Dabei wird einem Beschuldigten vorgeworfen, Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen verwendet zu haben. Ein weiterer Beamter wird wegen Racial Profiling, also rassistisch motivierte Polizeikontrollen etwa wegen der Hautfarbe eines Menschen, verdächtigt. Laut Berliner Polizei hat es bereits Konsequenzen gegeben. Eine Person darf ihre Dienstgeschäfte nicht mehr ausführen.

15:17 Uhr

Französische Behörden warnen vor aphrodisierendem Honig - Chemikalien wie in Viagra genutzt

Auf ganz natürliche Weise sollen Honig- und Gel-Produkte mit Namen wie "Black Horse Honey" und "Jaguar Power" aphrodisierend auf Konsumenten in Frankreich wirken. So das Werbeversprechen. Doch nun warnen die zuständigen Gesundheits- und Sicherheitsbehörden vor den Produkten. Sie seien zwar als natürliche Aphrodisiaka vermarktet worden, enthielten aber Zutaten, die nicht auf der Inhaltsliste aufgeführt worden seien und gefährliche Nebenwirkungen haben könnten. Käufer der Produkte sollten diese "unter keinen Umständen konsumieren, sondern entsorgen", appellierten die Behörden. Statt der angepriesenen Naturpower enthielten die Produkte in Wirklichkeit jedoch Chemikalien wie Sildenafil und Tadalafil. Das sind die Hauptbestandsstoffe von Medikamenten zur Behandlung von erektiler Dysfunktion, wie beispielsweise Viagra oder Cialis.

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14:53 Uhr

Feuer ist "außer Kontrolle": Vororte von Athen bedroht

Ein Waldbrand am Fuße des griechischen Bergs Pendeli bedroht die nördlichen Vororte der Hauptstadt Athen. Das Feuer brach am Morgen aus, wie Einsatzkräfte und örtliche Behörden mitteilten. Der Brand sei "außer Kontrolle", sagte der Bürgermeister der betroffenen Ortschaft Dionysos, Yannis Kalafatelis, dem Radiosender Skai. Das brennende Gebiet erstrecke sich über "mehrere Kilometer", fügte die Bürgermeisterin der Gemeinde Pendeli, Dimitra Kehaya, hinzu. Nach Angaben der Feuerwehr sind 74 Feuerwehrleute mit fünf Hubschraubern und fünf Löschflugzeugen im Einsatz. Ein starker Wind erschwerte demnach die Löscharbeiten. Die Behörden warnten die Anwohner über deren Mobiltelefone und riefen sie auf, sich für mögliche Evakuierungen bereitzuhalten.

14:30 Uhr

Baby wird von herabfallenden Ästen getroffen - stirbt an Verletzungen

In der Schweiz ist ein sechs Monate alter Säugling in seinem Kinderwagen von herabfallenden Ästen erschlagen worden. Das Kind erlag in der Nacht seinen schweren Verletzungen, wie die Polizei berichtete. Der Unfall passierte am Montagnachmittag in Flums rund 60 Kilometer südlich des Bodensees. Eine starke Windböe hatte die Äste abgebrochen. Die Mutter des Kindes sowie ihre Eltern wurden ebenfalls teils schwer verletzt. Nur die 74-jährige Großmutter konnte das Krankenhaus nach kurzer Behandlung wieder verlassen.

14:14 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

meine Kollegin Sarah Platz hat sich in ihren Feierabend verabschiedet. Ich darf Sie nun bis zum späten Abend mit Nachrichten aus aller Welt durch den heutigen "Tag" begleiten. Lassen Sie uns gemeinsam entdecken, was heute so los ist. Erreichen können Sie mich unter yuki.schubert@nama.de. Los geht's!

13:59 Uhr

Wie ein Feuerball in der Luft: Großer Meteorit über Norwegen gesichtet

Im Süden von Norwegen ist in der Nacht zum Sonntag ein großer Meteorit gesichtet worden. Etliche Augenzeugen meldeten sich bei der Polizei, weil sie extrem helles Licht gesehen oder laute Geräusche gehört hatten, wie der norwegische Sender NRK und die Zeitung VG berichteten. Ein VG-Reporter beschreibt das Spektakel wie einen Feuerball in der Luft, der den ganzen Himmel erleuchtet habe. Man arbeite nun hart daran, die mutmaßlich mehrere Kilo schweren Steine westlich von Oslo zu finden, sagte Vegard Lundby vom norwegischen Meteoriten-Netzwerk dem Sender NRK.

Diese sind für Forscher wertvolle Untersuchungsobjekte. Die Größe des Meteoriten war zunächst unbekannt, allerdings deuten die Augenzeugenberichte wohl auf ein erhebliches Ausmaß hin. Experten gehen dem Bericht von VG zufolge davon aus, dass der Meteorit aus dem Asteroiden-Gürtel zwischen Mars und Jupiter stammt.

13:39 Uhr

Kubanische Botschaft in Paris mit Molotow-Cocktails angegriffen - Land gibt USA Schuld

Am Wochenende kam es weltweit zu Protesten für und gegen die kubanische Regierung.

Am Wochenende kam es weltweit zu Protesten für und gegen die kubanische Regierung.

(Foto: picture alliance/dpa/AP)

Die kubanische Botschaft in Paris ist nach Angaben der Regierung in Havanna in der Nacht mit Molotow-Cocktails angegriffen worden. Der kubanische Außenminister Bruno Rodríguez verurteilte den "terroristischen Angriff" und machte die US-Regierung für den Vorfall verantwortlich. Deren Kampagne gegen Kuba würde ein solches Verhalten befördern. Die Botschaft wurde nach Angaben des kubanischen Außenministeriums gegen 23.45 Uhr von drei Brandsätzen getroffen. Zwei trafen demnach die Fassade, einer landete im Inneren des Gebäudes und entfachte ein Feuer. Der Brand sei von den Botschaftsmitarbeitern gelöscht worden.

Am Montag schlossen sich rund zwei Dutzend Länder, darunter Brasilien, Kolumbien und Ecuador, einem Aufruf von US-Außenminister Antony Blinken an. Dieser hatte die kubanische Regierung aufgefordert, "die gesetzlich garantierten Rechte und Freiheiten des kubanischen Volkes zu respektieren" und "diejenigen freizulassen, die wegen der Ausübung ihres Rechts auf friedlichen Protest gefangen genommen wurden".

13:15 Uhr

Baby Lilibet wird in britische Thronfolge aufgenommen

Die kleine Tochter von Prinz Harry und Herzogin Meghan, Lilibet Diana, fand bisher keine Erwähnung in der britischen Thronfolge - bis jetzt. Auf der offiziellen Webseite der royalen Familie wird das Mädchen, das am 4. Juni geboren wurde, nun in der Liste der Thronfolger geführt. Lili, wie die Kleine liebevoll genannt wird, steht an achter Stelle hinter ihrem Bruder Archie (2). Sie wird in der Liste als "Miss Lilibet Mountbatten-Windsor" erwähnt. Ihre Namen erinnern sowohl an ihre Urgroßmutter Queen Elizabeth II., die in der Familie Lilibet genannt wird, als auch an ihre Großmutter Diana.

An erster Stelle der Thronfolge steht Lilis Großvater, Prinz Charles (72). Danach folgen ihr Onkel Prinz William (39) mit seinen Kindern Prinz George (8), Prinzessin Charlotte (6) und Prinz Louis (3).

12:53 Uhr

Krokodil-Alarm in tschechischer Großstadt: Tier seit Tagen entlaufen

In der tschechischen Großstadt Ostrava wird fieberhaft nach einem verschwundenen Krokodil gefahndet. Die Suche nach dem Reptil dauere weiter an, sagt eine Sprecherin der Polizei. Das fünf Jahre alte Tier sei flink und in der Lage, Katzen und kleinere Hunde zu erjagen. Das Stumpfkrokodil war seinem Halter bereits am Samstag entlaufen, dieser meldete den Vorfall aber erst Tage später der Polizei. Das Stumpfkrokodil gehört zu den kleineren Krokodilarten und hat seinen Namen aufgrund seiner platten Schnauze erhalten. Es ist ursprünglich im Westen Afrikas beheimatet.

Der Halter des vermissten Tieres muss sich nun auf Ärger mit den Behörden einstellen. Er hatte das Reptil zwar ordnungsgemäß registriert, aber in einer anderen Stadt, dem knapp 100 Kilometer entfernten Olomouc (Olmütz). Ostrava (Mährisch-Ostrau) hat mehr als 280.000 Einwohner und liegt im äußersten Osten Tschechiens.

12:29 Uhr

Letztes vermisstes Opfer nach Hauseinsturz in Florida identifiziert

Rund einen Monat nach dem Teil-Einsturz eines Hochhauses im US-Bundesstaat Florida haben die Behörden die Leiche des letzten noch vermissten Opfers identifiziert. Dank des "heldenhaften Einsatzes" der Rettungskräfte habe die letzte vermisste Person identifiziert werden können, sagt die Bürgermeisterin von Miami-Dade, Daniella Levine-Cava. Das Unglück Ende Juni kostete 98 Menschen das Leben.

Nach Angaben der Polizei von Miami-Dade war zuletzt noch eine 54-jährige Frau vermisst worden. Wie die Zeitung "New York Times" unter Berufung auf ihren Bruder berichtete, war sie erst vor Kurzem von New York nach Florida gezogen. Bis auf einen Teenager, der in den ersten Stunden nach dem Einsturz gerettet werden konnte, gab es in den Trümmern keine Überlebenden.

12:06 Uhr

Nach Nazi-Überprüfung: Verlag benennt Justiz-Standardwerke um

Das nach dem NS-Juristen Otto Palandt benannte Justiz-Standardwerk "Palandt" wird umbenannt. Das teilt der Münchner Verlag C.H. Beck mit. "Bereits auf der nächsten Auflage wird auf dem Umschlag der Name des aktuellen Koordinators der Autoren, des Richters am Bundesgerichtshof Dr. Christian Grüneberg, genannt werden." Auch alle anderen Werke, bei denen in der NS-Diktatur aktive Juristen als Autoren oder Herausgeber genannt sind, werden andere Namen erhalten.

Der "Palandt", vielleicht das prominenteste Beispiel, ist ein Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch. Otto Palandt selbst hat nicht viel für das Werk geschrieben. Er war Präsident des Reichsjustizprüfungsamtes und leitete die Abteilung "Ausbildung" im Reichsjustizministerium. "Das ist eine bedeutsame Entscheidung", kommentiert Bayerns Justizminister Georg Eisenreich. "Die Umbenennung ist notwendig: Namensgeber für Gesetzessammlungen und Kommentare müssen integre Persönlichkeiten sein. Keine Nationalsozialisten."

12:00 Uhr

Schlagzeilen zum Mittag

11:36 Uhr

Mann wollte mit Laufrad über das Meer nach New York laufen

Der Abenteurer Reza Baluchi hat versucht, mit seinem "Bubble"-Laufrad über das Meer von Florida nach New York zu gelangen. Sein Vehikel gleicht einem riesigen Fass, an dessen Enden Schwimmkörper befestigt sind, wie der "Guardian" berichtet. Angetrieben wird das Rad allein mit Muskelkraft. So wollte Baluchi die rund 1600 Kilometer zurücklegen.

Allerdings fand sein Vorhaben ein schnelles Ende: Spaziergänger am Strand der Ostküste Floridas seien von dem angespülten "Bubble"-Laufrad samt Beluchi überrascht worden, so die Nachrichtenseite. Dieser war nur 60 Kilometer nördlich gestartet - und eigentlich in die entgegengesetzte Richtung unterwegs. Dem US-Sender "Fox35 Orlando" sagte Baluchi, er wolle mit seiner Aktion Spenden generieren - für Obdachlose, Küstenwache, Polizei und Feuerwehr.

11:17 Uhr

24-jähriger Aktivist ist erster Verurteilter nach Sicherheitsgesetz in Hongkong

In Hongkong ist erstmals ein Mann auf Grundlage des von Peking verhängten sogenannten Sicherheitsgesetzes verurteilt worden. Ein Gericht in der chinesischen Sonderverwaltungszone erklärte den 24-jährigen Demokratie-Aktivisten Tong Ying Kit des Terrorismus und der Anstiftung zur Abspaltung für schuldig. Das Strafmaß soll zu einem späteren Zeitpunkt verkündet werden. Dem 24-Jährigen droht lebenslange Haft.

Der ehemalige Kellner war im Juli vergangenen Jahres kurz nach Inkrafttreten des Sicherheitsgesetzes festgenommen worden. Er soll mit seinem Motorrad absichtlich in eine Gruppe von Polizisten gefahren sein. Auf Videoaufnahmen war eine Fahne an seinem Motorrad mit dem Slogan "Befreit Hongkong, die Revolution unserer Zeit" zu sehen. Diese wurde von den Richtern als illegal gewertet. Das Verfahren fand ohne Beteiligung von Geschworenen statt, die in Hongkong in solchen Fällen normalerweise vorgesehen ist.

10:56 Uhr

Partygäste töten mutmaßlichen Schützen in den USA mit Pflastersteinen

Nach Schüssen bei einer Feier in Fort Worth im US-Bundesstaat Texas haben Partygäste den mutmaßlichen Täter verfolgt und mit Steinen erschlagen. Wie die Polizei mitteilte, kamen bei dem Zwischenfall zwei Menschen ums Leben, drei weitere wurden verletzt. Der Mann war demnach in der Nacht zum Montag auf einer Gartenparty mit anderen Anwesenden in Streit geraten und hatte mindestens einen von ihnen mit Schüssen verletzt. Andere Gäste hätten den Schützen daraufhin verfolgt und mit Pflastersteinen nach ihm geworfen.

Der Mann habe auf seine Verfolger geschossen, in einem Gerangel einen von ihnen tödlich getroffen und einen anderen verletzt. Der mutmaßliche Täter selbst sei mehrfach mit einem Stein geschlagen und später noch am Tatort für tot erklärt worden, hieß es weiter. Ein Polizeisprecher warnte davor, Bewaffnete auf eigene Faust stellen zu wollen - dies solle der Polizei überlassen werden.

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10:45 Uhr

Geimpft, genesen, getestet - ist das medizinisch gleichwertig?

Geimpft, genesen, getestet - momentan hat jede und jeder, die oder der eines der drei G's erfüllt, die gleichen Rechte. Aber sind Geimpfte, Genesene und Getestete medizinisch gesehen überhaupt gleichwertig? In "heute wichtig" beantwortet ein Arzt diese Frage.

Als sie eingeführt wurde, sollte die sogenannte 3G-Regel es denjenigen, die beim Impfen noch nicht an der Reihe waren, ermöglichen, trotzdem am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Aber ist diese Regel jetzt, wo es genug Impfstoff für alle gibt, schon wieder überholt? In "heute wichtig" erklärt der Arzt und Medizinjournalist Christoph Specht, warum aus medizinischer Sicht allenfalls zwei der drei G's gleichzusetzen sind.

"heute wichtig"

"heute wichtig" ist der neue Morgen-Podcast des "Stern" in Kooperation mit RTL und ntv. Mit einem Mix aus Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Unterhaltung steht der Podcast von Montag bis Freitag immer ab 6 Uhr zum Abruf bereit. Verpassen Sie keine Folge von "heute wichtig" und abonnieren Sie den Podcast bei Audio Now, Spotify, Apple Podcasts, Deezer, Castbox oder in ihrer Lieblings-Podcast-App.

10:31 Uhr

Große Explosion in Leverkusen - Warnung an Bevölkerung

In Leverkusen in Nordrhein-Westfalen hat es eine große Explosion gegeben. Offenbar hat sich das Unglück in einer Sondermüllverbrennungsanlage des Chempark-Betreibers Currenta im Stadtteil Bürrig ereignet. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) warnt die Bevölkerung im Stadtteil Bürrig auf seiner Webseite vor extremer Gefahr: "Schließen Sie Türen und Fenster, gehen Sie in ein Gebäude, rufen Sie die 112 nur an, wenn Sie Angaben zum Geschehen machen können." Zudem hat die Warn-App Nina ausgelöst.

Die Ursache für die Explosion ist bisher unklar. Die Einsatzkräfte der Werkfeuerwehr und der Luftmesswagen sind im Einsatz.

Update: Bei der schweren Explosion sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Derzeit würden noch fünf Menschen vermisst. Es gebe 31 Verletzte, fünf von ihnen so schwer, dass sie intensivmedizinisch versorgt werden mussten.

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09:52 Uhr

Nach Mondlander-Aus: Bezos macht mit Milliarden-Angebot Druck auf Nasa

Nachdem sich sein Raumfahrt-Unternehmen Blue Origin nicht im Ausschreibungsverfahren der US-Raumfahrtbehörde Nasa für das erste kommerzielle Mondlandegerät durchsetzen konnte, hat Amazon-Gründer Jeff Bezos es mit einem Geld-Angebot nochmal versucht. Blue Origin würde unter anderem in diesem und den kommenden beiden Jahren Kosten von bis zu zwei Milliarden Dollar für Entwicklung und Herstellung des Mondlandegeräts übernehmen, wenn die Firma noch einmal gegen Konkurrent SpaceX von Elon Musk antreten dürfe, schreibt Bezos in einem offenen Brief an Nasa-Chef Bill Nelson. Die Nasa hat darauf, zumindest öffentlich, zunächst nicht reagiert.

Die Behörde hatte sich bei der Ausschreibung im April gegen Blue Origin entschieden und stattdessen SpaceX mit der Entwicklung des ersten kommerziellen Landegeräts beauftragt, das Astronauten zum Mond bringen soll.

09:33 Uhr

Heftiger Sandsturm hüllt chinesische Stadt in braune Wolke

Ein heftiger Sandsturm hat die chinesische Stadt Dunhuang am Rande der Wüste Gobi in eine dichte braune Wolke gehüllt. Die bei Touristen beliebte Stadt an der Seidenstraße verschwand kurzzeitig in der über hundert Meter hohen Staubwolke. Die Bilder des Wetterphänomens wirkten wie Szenen aus einem Katastrophenfilm. Der Sandsturm sei fünf bis sechs Minuten lang durch die Stadt gefegt, berichtete ein Einwohner der örtlichen Nachrichtenplattform Jimu News. "Ich konnte die Sonne nicht mehr sehen", sagte er. Die Stadt in der Provinz Ganu habe bereits seit Jahren keinen derartigen Sandsturm mehr erlebt.

In Dunhuang gibt es mehrere bekannte Touristenattraktionen, darunter die Mogao-Höhlentempel, ein Unesco-Weltkulturerbe mit buddhistischen Skulpturen und Wandmalereien. Laut der staatlichen Nachrichtenagentur China News Service sind Sandstürme in der Region im Frühjahr üblich, im Sommer jedoch selten.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

09:07 Uhr

Tennisballgroße Hagelkörner in Norditalien

Es war, als wenn es Steine regnet: In Norditalien sind während des Unwetters Hagelkörner so groß wie Tennisbälle vom Himmel gekommen. Hunderte Autos wurden beschädigt - die Autobahn A1 zwischen Parma und Mailand musste zeitweise gesperrt werden. Die Eisbrocken wiesen zum Teil einen Durchmesser von fünf Zentimetern auf. Grund dafür waren sogenannte Superzellen. Die Gewitterwolken reichen bis zu zehn Kilometer in den Himmel. Zugleich begünstigen zunehmende und richtungsändernde Winde die Superzellen.

Auch in Bayern bringt das Unwetter Hagelmengen. Am Abend sieht es in im Landkreis aus wie nach einem Schneeschauer - trotz milder Temperaturen am Mittag.

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08:29 Uhr

Nach Berlin-Eklat: Nena-Konzert in Wetzlar abgesagt

Eigentlich hätte Nena am 13. September bei einem Strandkorb Open-Air in Wetzlar auftreten sollen. Nun hat der Veranstalter das Konzert der Popsängerin abgesagt, wie die "Gießener Allgemeine" berichtet. Grund dafür seien ihre Aussagen bei einem Auftritt in Berlin. Dort hatte Nena ihre Fans mehrmals dazu aufgerufen, das Hygienekonzept der Veranstaltung zu missachten. "Mir wird gedroht, dass sie die Show abbrechen, weil ihr nicht in eure Boxen geht." Und: "Ich überlasse es eurer Verantwortung, ob ihr das tut oder nicht," rief sie ihren Fans zu. Mit dem Ruf in die Menge "Ich habe die Schnauze voll davon", ließ die 61-jährige ihrem Unmut über die Corona-Maßnahmen freien Lauf. Schließlich wurde ihr Konzert in Berlin abgebrochen.

Nun wird auch ihr Auftritt in Wetzlar nicht stattfinden. "Es war uns wichtig und daher auch bereits im Vorfeld vertraglich vereinbart, dass die Konzerte nicht als politische Bühne genutzt werden dürfen," erklärt der Veranstalter in der Zeitung. Doch Nenas Einstellung zum Veranstaltungsformat stimme offenkundig nicht mit dem Hygiene- und Sicherheitskonzept überein. Der Veranstalter des Strandkorb-Open-Air distanziert sich "von den Aussagen und dem Auftreten" der Künstlerin.

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08:09 Uhr

Im Westen sind abermals Gewitter unterwegs

Der Osten Deutschlands kann sich heute über einen sonnigen Tag mit bis zu 28 Grad freuen. Sonst bleibt die Neigung zu Schauern und Gewittern erhalten. Vor allem im Norden und Westen können diese erneut kräftig ausfallen. Dort wird es mit bis zu 24 Grad etwas kühler. Am Mittwoch bringt ein neues Tief die nächsten Schauer.

07:44 Uhr

Nach Trump-Ära: Bolsonaro und von Storch markieren Verbindung der Neuen Rechten

Die Begegnung der stellvertretenden AfD-Vorsitzenden Beatrix von Storch mit dem brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro zeigt laut einem Politologen die engen Verbindungen der Neuen Rechten nach dem Ende der Regierung von US-Präsident Donald Trump. "Dieses Treffen ist ein Symbol für die internationale Zusammenarbeit von rechten Parteien und politischen Akteuren", sagt der deutsch-brasilianische Politikwissenschaftler Oliver Stuenkel von der Fundação Getulio Vargas in São Paulo.

"Hauptsächlich geht es dabei um Best Practices in dem Bereich, wie man Politik macht, also etwa welche Online-Plattformen am besten funktionieren." Akteure aus den USA wie der frühere Chefstratege von Ex-US-Präsident Trump, Steve Bannon, hätten daran gearbeitet, dass sich diese internationalen Netzwerke stärken. Nach dem Ende von Trumps Präsidentschaft kommt Brasilien nun gewissermaßen eine tragende Rolle bei deren Aufrechterhaltung und Stärkung zu. Kritik an dem Treffen kommt von der brasilianischen Linken: "Bolsonaros internationale Treffen setzen das Land nur herab", schreibt die Vorsitzende der Arbeiterpartei von Ex-Präsident Luiz Inácio Lula da Silva, Gleisi Hoffmann, auf Twitter.

07:23 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

es ist schon eine Weile her, dass Donald Trump und seine Twitter-Eskapaden unsere täglichen Schlagzeilen dominierten. Das soll sich heute noch einmal ändern - zumindest, was seine radikalen Anhänger betrifft. Trotz Widerstand der Republikaner im Senat nimmt der Untersuchungsausschuss des Repräsentantenhauses zur Erstürmung des US-Kapitols seine Arbeit auf.

Am 6. Januar stellte der Kongress den Wahlsieg von Joe Biden fest. Am gleichen Tag hielt Trump eine Rede unweit des Kapitols - wenig später stürmte ein Teil der Menge den Sitz des Kongresses. Wie kam es dazu? Welche Rolle spielte Trump, der seine Wahlniederlage noch heute anzweifelt, in der Geschichte? Seit dem 6. Januar, einem schwarzen Tag in der US-Demokratie, sind diese Fragen unbeantwortet. Heute endlich beginnt die Suche nach Antworten. Der Untersuchungsausschuss wird mit einer Anhörung von Beamten der Kapitols-Polizei starten.

Und diese Themen sind heute auch noch wichtig:

  • Markus Söder macht Druck: Der Ministerpräsident aus Bayern hat seine CDU- Amtskollegen für heute zu einer Schaltkonferenz eingeladen, um sie auf eine gemeinsame Strategie in der weiteren Corona-Politik einzuschwören. In der "Augsburger Allgemeinen" machte er zuvor klar, worauf es ihm ankommt: Söder will über die kostenlosen Schnelltests für Ungeimpfte debattieren. Zudem möchte er die neuen Regeln für Reiserückkehrer vom 11. September auf den 1. August vorziehen.
  • Spanien und Niederlande sind seit heute Corona-Hochinzidenzgebiete. Damit reagiert die Bundesregierung auf einen deutlichen Anstieg der Infektionszahlen in beiden Ländern. Wer aus einem Hochinzidenzgebiet nach Deutschland zurückkehrt und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne, kann diese aber durch einen negativen Test nach fünf Tagen verkürzen.
  • Prozessauftakt im Vatikan nach verlustreichem Immobiliendeal: Im Finanzskandal um eine Luxusimmobilie in London müssen sich mehrere Männer und eine Frau wegen Amtsmissbrauch, Geldwäsche, Betrug, Unterschlagung und Korruption beweisen. Unter den Angeklagten befindet sich erstmals auch ein Kardinal.
  • Neue IWF-Prognose zum Wachstum der Weltwirtschaft: Experten rechnen angesichts der Erholung von den wirtschaftlichen Folgen der Pandemie in Industrieländern mit einem positiven Ausblick.
  • Dressurreiterinnen tragen deutsche Gold-Hoffnungen: In die Team-Entscheidung in der Dressur geht das Reit-Trio Isabell Werth, Jessica von Bredow-Werndl und Dorothee Schneider als klarer Favorit. Alles andere als der Olympiasieg wäre eine Überraschung.

Ich bin Sarah Platz und werde Sie heute Vormittag mit Themen aus aller Welt auf dem Laufenden halten. Haben Sie Tipps oder Fragen? Melden Sie sich gerne unter sarah.platz@nachrichtenmanufaktur.de.

Kommen Sie gut in den Tag!

07:00 Uhr

Immer mehr Förderschüler in Berlin - Stadt kommt Steigerung "komisch vor"

Die Berliner Bildungsverwaltung will die Diagnosen für Kinder mit geistigen Behinderungen systematisch überprüfen, nachdem die Zahl der Schüler mit Förderbedarf in den vergangenen zehn Jahren sehr viel kräftiger gestiegen ist als die Schülerzahlen insgesamt. Das berichtet der "Tagesspiegel" unter Berufung auf den Senat. Hintergrund ist, dass Schulen aufgrund einer solchen Diagnose besonders viele zusätzliche Mittel für Lehrkräfte erhalten.

Die Steigerung komme ihnen "ein bisschen komisch vor", sagten die Verantwortlichen der Zeitung, auch wenn sie bisher keine "total erfundenen" Diagnosen gesehen hätten. Die Ressourcen müssten für alle reichen. "Wir gucken, in welchen Bezirken die Zahlen steigen, und ob es einen Zusammenhang damit gibt, wie die Diagnose gemacht wurde", erläutert die zuständige Expertin ihr Vorgehen. Seit 2011 stiegen die Schülerzahlen in Berlin um 15 Prozent, die Zahl der sogenannten GE-Schüler nahm in dieser Zeit um 29,3 Prozent zu.

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06:37 Uhr

Podolski bald Teil von "Alarm für Cobra 11"?

Schauspieler Erdogan Atalay macht Fußballer Lukas Podolski Hoffnung auf eine Rolle in seiner Action-Serie "Alarm für Cobra 11". "Wenn Lukas sich von seinem Dönerladen losreißen kann, wäre er herzlich willkommen!", sagte der Fernsehkommissar. "Gleichzeitig wäre dann auch das Catering geklärt: Döner für alle!" Podolski, der sich neben seiner Kicker-Karriere mit Döner-Imbissen ein weiteres Standbein aufgebaut hat, hatte vor einigen Wochen angedeutet, dass er sich einen Part in der krachenden RTL-Serie vorstellen könnte.

"Sowas in die Richtung mit ein bisschen Action. Und wenn man da - so eine schöne Actionszene hier in Köln - was machen kann, was Verrücktes, bin ich dabei", hatte Poldi erklärt. Atalay hat sogar schon konkrete Rollen-Ideen für Podolski. "Wenn er dann noch einen Bösen spielen würde, könnte er seine alten Stürmer-Qualitäten auspacken und vor mir weglaufen. Aber ich bin mir sicher, dass ich ihn auf den ersten fünfzig Metern kriegen würde", sagte der Schauspieler. Er regte eine Wette an. "Wenn ich verliere, grille ich einen Tag Döner bei Poldi."

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06:15 Uhr

China baut neue Silos für Atomraketen - Sorge vor Aufrüstung

China erweitert die Zahl seiner Silos für Atomraketen. Nach der Entdeckung eines Geländes mit im Bau befindlichen Raketensilos bei Yumen in der Provinz Gansu im Juni haben Atomexperten der Vereinigung amerikanischer Wissenschaftler (FAS) anhand weiterer Satellitenaufnahmen nahe Hami in der Nordwestregion Xinjiang ein zweites Feld ausfindig gemacht. "Der Bau der Silos in Yumen und Hami stellt die bisher bedeutendste Expansion des chinesischen Atomwaffenarsenals dar", schreiben die Atomexperten in ihrem Bericht.

Die Arbeiten an dem zweiten Areal in Hami rund 380 Kilometer nordwestlich von dem ersten Feld in Yumen hätten im März begonnen und seien noch nicht so weit vorangeschritten. Es ist allerdings unklar, ob alle Silos auch mit Raketen bestückt werden oder wie viele auch der Täuschung dienen könnten. China besitzt nach FAS-Schätzungen heute rund 350 Atomsprengköpfe. Hinter dem Bau der Raketensilos könnten nach Einschätzung der Experten verschiedene Motive der Führung von Staats- und Parteichef Xi Jinping stecken. Es könnte unter anderem eine Reaktion auf die Modernisierung der Atomstreitkräfte der USA, Russlands und Indiens sein, meinen die Experten.

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06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht

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