Mittwoch, 28. Juli 2021Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:27 Uhr

Das war Mittwoch, der 28. Juli 2021

Im Urlaub einfach abschalten und sich entspannt zurücklehnen? Das können sich nur vollständig Geimpfte leisten. Wer keinen Impfschutz nachweisen kann, wird wohl bald vor der Rückreise nach Deutschland einen Test machen müssen. Ab wann die Testpflicht gilt und wer sie kontrollieren soll, das ist noch völlig offen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Was war heute sonst wichtig:

Liebe Leserinnen und Leser, ich verabschiede mich in den Feierabend und wünsche Ihnen eine gute Nacht! Bis morgen!

22:08 Uhr

ZZ-Top-Bassist Dusty Hill ist tot

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Dusty Hill starb im Alter von 72 Jahren.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Dusty Hill, Bassist der Rockband ZZ Top, ist tot. "Wir sind traurig über die heutige Nachricht, dass unser Kumpel Dusty Hill zu Hause in Houston, Texas, im Schlaf gestorben ist", teilten die weiteren Bandmitglieder Billy Gibbons und Frank Beard auf der Webseite von ZZ Top mit. Nähere Informationen gab es zunächst nicht.

ZZ Top wurden im Sommer 1969 in Houston/Texas gegründet. Der kommerzielle Durchbruch gelang 1973 mit "Tres Hombres". Das dritte Studioalbum gilt heute als Klassiker.

22:01 Uhr

Mann baut drei Unfälle und wagt schwerverletzt die Flucht

Ein 57-Jähriger hat auf einer Strecke von rund zwei Kilometern in Bergisch Gladbach gleich drei Verkehrsunfälle verursacht. Zwei Autofahrerinnen wurden dabei schwer verletzt.

  • Nach dem dritten Unfall versuchte der Mann zu fliehen,  obwohl er auch schwer verletzt war. "Couragierte Unfallzeugen" konnten den Fluchtversuch laut Polizei aber verhindern.
  • Zuerst streifte der 57-Jährige ein anderes Auto, verursachte erheblichen Sachschaden, setzte seine Fahrt dann aber fort. Nach rund zwei Kilometern wendete er seinen Wagen und sorgte dabei für den nächsten Unfall. Eine 30 Jahre alte Frau wurde dabei schwer verletzt, ihr Auto ist nicht mehr fahrtüchtig. Der 57-Jährige setzte seine Fahrt erneut fort. Nur einige hundert Meter weiter krachte er mit seinem Wagen in das Fahrzeug einer 55-Jährigen. Auch sie wurde schwer verletzt.
  • Nach Angaben der Polizei ergaben sich bei der Unfallaufnahme neben der Alkoholisierung des 57-Jährigen auch Hinweise auf den Konsum von Drogen und Medikamenten.
21:23 Uhr

Schwere Schäden nach Unwetter in Oberbayern

Unwetter mit Starkregen und orkanartigen Böen haben im südlichen Oberbayern Dächer abgedeckt, Gebäude beschädigt und Straßen überflutet.

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Die Wurzel eines umgestürzten Baumes hat in Halfing Teile eines Radwegs herausgebrochen.

(Foto: picture alliance/dpa)

  • Besonders stark betroffen ist die Gemeinde Halfing, dort ist der Kirchturm möglicherweise einsturzgefährdet. Ein benachbarter Kindergarten wurde geräumt, die Ortsdurchfahrt gesperrt. Zur Sicherheit wurde ein Hotel mit rund 50 Personen in der Nähe des Kirchturms geräumt.
  • Auch in den Gemeinden Amerang, Höslwang und Söchtenau wurden während des Unwetters Dächer beschädigt. Bäume stürzten um und Keller standen unter Wasser. Meldungen über Verletzte lagen nach Angaben des Landratsamts Rosenheim zunächst nicht vor.
  • Auch im benachbarten Landkreis Traunstein stürzten wegen des Unwetters Bäume um, Straßen wurden überflutet und mehrere Keller standen unter Wasser.
21:00 Uhr

Die Videos des Tages

20:43 Uhr

Insider: Trumps Schwiegersohn Jared Kushner verlässt die Politik

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Jared Kushner kehrt der Politik den Rücken.

(Foto: picture alliance / abaca)

Der Schwiegersohn und Ex-Chefberater des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump, Jared Kushner, wendet sich Insidern zufolge von der Politik ab. Kushner wolle eine Investmentfirma gründen, sagten mit dem Vorhaben vertraute Personen. Hauptsitz des Unternehmens soll demnach Miami sein. Geplant sei auch eine Firmenniederlassung in Israel, wo Kushner Geschäfte zwischen Israel und unter anderem den Golfstaaten anbahnen wolle. Kushner hatte gegen Ende von Trumps Amtszeit zwischen Israel und mehreren Staaten wie den Vereinigten Arabischen Emiraten vermittelt, die schließlich die Normalisierung ihrer Beziehungen vereinbarten.

Kushner ist mit Trumps Tochter Ivanka verheiratet. Er gilt Insidern zufolge weiter als Vertrauter seines Schwiegervaters.

20:17 Uhr

Dino-Kiefer in Bayern entdeckt - 230 Millionen Jahre alt

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So sieht der Unterkiefer eines Mastodonsaurus.

(Foto: picture alliance/dpa/Bayerisches Landesamt für Umwelt)

Einen 230 Millionen Jahre alten Unterkiefer eines Dinosauriers haben Steinbruch-Mitarbeiter in Unterfranken entdeckt. Der mehr als einen halben Meter lange Knochen mit einer Reihe von spitzen Zähnen gehörte wohl einmal einem Mastodonsaurus, wie das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) mitteilte. Dieser Dino ähnle einem Urzeit-Krokodil und einem Riesenlurch, sagte Roland Eichhorn, der Leiter des Geologischen Dienstes am LfU. Er sei vier bis fünf Meter lang geworden, habe vermutlich so wie heutige Krokodile in Schlamm und Tümpeln auf Beute gelauert und sie mit großen Fangzähnen geschnappt.

19:44 Uhr

Biden empfängt Tichanowskaja im Weißen Haus

US-Präsident Joe Biden hat sich im Weißen Haus mit der belarussischen Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja getroffen. Die US-Regierung unterstütze die Menschen in Belarus bei ihrem Streben nach Demokratie und Menschenrechten, schrieb Biden auf Twitter.

Tichanowskaja erklärte nach dem Treffen, sie habe Biden um Unterstützung gebeten, damit Belarus ein "erfolgreiches Beispiel für einen gewaltfreien Übergang zu einer Demokratie" werden könne. Die 38-Jährige erinnerte außerdem an zahlreiche politische Gefangene in ihrer Heimat - darunter ihren Mann Sergej Tichanowski

Tichanowskaja hatte sich vergangene Woche im Rahmen eines Besuchs in Washington bereits mit Außenminister Antony Blinken und Mitarbeitern der Regierungszentrale getroffen, darunter auch Bidens Nationaler Sicherheitsberater Jake Sullivan. 

19:10 Uhr

15-Jährige erstach Frau am Ravensburger Bahnhof - Urteil ist gefallen

Dieses schreckliche Verbrechen erschütterte Anfang Februar ganz Deutschland: Eine damals 15-Jährige hatte am Ravensburger Bahnhof eine 62-jährige Frau von hinten angegriffen und mit großer Wucht in den Hals gestochen. Sie hatte es auf die Handtasche des Zufallsopfers abgesehen, auf ihr Bargeld und ein Mobiltelefon. Anschließend flüchtete die Jugendliche und ließ das sterbende Opfer zurück.

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Tatort Ravensburger Bahnhof: Anfang Februar erstach hier eine Jugendliche eine 62-jährige Frau.

(Foto: picture alliance/dpa)

Heute wurde die inzwischen 16-Jährige zu neuneinhalb Jahren Haft verurteilt. Das Gericht ordnete zudem die Sicherungsverwahrung für die Jugendliche an. Dies geht über die eigentliche Strafe hinaus und soll die Allgemeinheit vor gefährlichen Tätern schützen.

Erst kurz vor dem Raubmord hatte die Jugendliche eine Haftstrafe wegen Raubes verbüßt.

Mehr dazu lesen Sie hier.
18:33 Uhr

Waldbrand wütet in türkischer Urlaubsregion Antalya

In der türkischen Urlaubsregion Antalya ist ein heftiger Waldbrand ausgebrochen. Drei Menschen wurden mit Verbrennungen ins Krankenhaus eingeliefert. Das Feuer brach in einem Wald in Manavgat in der Provinz Antalya aus und breitete sich bei starkem Wind rasch aus. Wegen der vorrückenden Flammen wurden vier Stadtteile von Manavgat evakuiert. Im Bezirk Kalemler wurden mehrere Häuser durch das Feuer zerstört.

Die Touristenorte der Region seien nicht bedroht, sagte der Bürgermeister der rund 60 Kilometer entfernten Stadt Antalya, Muhittin Böcek, der staatlichen Nachrichtenagentur Anadolu. Böcek vermutete Brandstiftung als Ursache.

Inzwischen ist das Feuer nach Behördenangaben "teilweise" unter Kontrolle.

17:50 Uhr

Heftige Unwetter in Norditalien

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(Foto: picture alliance/dpa/LaPresse via ZUMA Press)

In Norditalien gab es heute wieder heftige Unwetter. In der Provinz Varese östlich des Lago Maggiore kam es zu Erdrutschen und Überschwemmungen. Geröll und Schlamm schlossen die Autos ein und drangen in Häuser ein. Der Präsident der Lombardei, die besonders von den Unwettern betroffen war, ließ den Notstand für mehrere Provinzen beantragen, darunter Varese, Como und Lecco.

Bereits am Dienstag rückte die Feuerwehr in der Provinz Como am Comer See mehr als 100 Mal wegen Überflutungen und Erdrutschen aus. Teilweise waren Straßen nicht passierbar und Menschen in Häusern eingeschlossen. Auch in den Regionen Venetien und Friaul-Julisch Venetien richteten Unwetter Schäden an.

17:04 Uhr

Fliegerbombe legt Bahnverkehr in Hamburg lahm

Der Fund einer etwa 250 Kilo schweren Fliegerbombe in Hamburg-Veddel hat zur Unterbrechung des Bahnverkehrs südlich des Hauptbahnhofs geführt. Da der Sprengkörper keinen Zünder habe, müsse er nicht am Fundort entschärft werden und könne abtransportiert werden, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn. Zunächst bleibe es aber bei der Sperrung. Betroffen seien der Fernverkehr sowie die S-Bahn-Linien 3 und 31. Zwischen Berliner Tor und Wilhelmsburg wurde ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet.

17:00 Uhr
16:24 Uhr

Veranstalter verschiebt umstrittenes Naidoo-Konzert in Rostock

Das heftig umstrittene Konzert von Xavier Naidoo in Rostock findet in diesem August doch nicht statt. Dafür aber wahrscheinlich im nächsten Sommer.

  • Als Grund für die Absage der Tour nannte das Marketingunternehmen Live Nation Entertainment die "anhaltenden pandemiebedingten Einschränkungen" für Großveranstaltungen.
  • Naidoo soll nun am 12. August 2022 in der Rostocker Stadthalle auftreten. Weitere Konzerte sind unter anderem in Ulm, Mönchengladbach, Füssen, Kassel und Halle geplant.
  • Der Auftritt des Künstlers, dessen Name in der Vergangenheit immer wieder auch im Zusammenhang mit sogenannten Verschwörungsmythen auftauchte, war in der Rostocker Kommunalpolitik kontrovers diskutiert worden.
15:55 Uhr

Explosion in Leverkusen: Umweltamt geht von Dioxinverbindungen in Rauch aus

Das nordrhein-westfälische Landesumweltamt geht nach der Explosion im Leverkusener Chempark von "Dioxin,- PCB- und Furanverbindungen" aus, die über die Rauchwolke in umliegende Wohngebiete getragen wurden.

Nach Informationen des Amtes hätten in den betroffenen Tanks unter anderem auch chlorierte Lösungsmittel gelagert, teilte ein Sprecher mit. "Daher gehen wir derzeit davon aus, dass über die Rauchwolke Dioxin,- PCB- und Furanverbindungen in die umliegenden Wohngebiete getragen wurden", hieß es. In welcher Konzentration dies tatsächlich geschehen sei, werde aber aktuell noch untersucht. Die Untersuchungen seien recht aufwendig.

15:18 Uhr

Vermisster deutscher Urlauber auf Mallorca tot gefunden

Am Dienstag vergangener Woche brach ein deutscher Urlauber zu einer Wanderung im Norden von Mallorca auf. Der 63-Jährige aus Oberfranken kehrte nicht mehr zurück.

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Das Auto des Deutschen wurde auf der Halbinsel La Victòria gefunden.

(Foto: picture alliance / Eibner-Pressefoto)

Der Mietwagen des Mannes wurde am Samstag auf einem Parkplatz auf der Halbinsel La Victòria gefunden. Seither suchte die Bergrettung mit Unterstützung einer Hundestaffel und eines Hubschraubers nach dem Deutschen. Bis ein Spürhund heute Morgen einen schrecklichen Fund machte - die Leiche des Mannes.  

Eine Autopsie soll die Todesursache klären. Da der Mann auf ebenem Gelände gefunden wurde, ist ein Sturz als Todesursache auszuschließen. Hinweise auf Fremdverschulden gab es jedoch nicht.

14:44 Uhr

Hunde greifen Mann in München an - schwer verletzt

In München haben zwei frei laufende Hunde einen 45-Jährigen unvermittelt gebissen und schwer verletzt.

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Boerboels zählen in Bayern nicht als Kampfhunde.

(Foto: imago images/Ardea)

  • Der 59-jährige Hundebesitzer, der mit den Tieren spazieren war, hatte bereits wegen früherer Vorfälle eine Leinenpflicht für seine Hunde.
  • Der angegriffene Mann konnte sich in Sicherheit bringen und musste anschließend ins Krankenhaus. Die Hunde wurden dem Besitzer weggenommen und befinden sich nun im Tierheim. 
  • Bei den Hunden handelt es sich Medienberichten zufolge um Boerboels. Sie sind in Bayern nicht als Kampfhunde gelistet. Was mit den Tieren nun passiert, sollen weitere Ermittlungen zeigen.
14:30 Uhr

Schichtwechsel

Sarah Platz sagt jetzt Tschüss, ich übernehme den "Tag". Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich versorge Sie bis zum späten Abend mit Nachrichten aller Welt - und wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!

14:05 Uhr

Macron erkennt französische Schuld an Atomversuchen an

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat eine Schuld seines Landes gegenüber Opfern von Atom-Versuchen in Französisch-Polynesien eingestanden. "Die Nation hat eine Schuld gegenüber Französisch-Polynesien", sagte Macron bei einem Besuch in dem französischen Überseegebiet. Allerdings verzichtete der Staatschef darauf, wie von Opfer-Verbänden gefordert um Vergebung zu bitten. "Die Schuld ist die Tatsache, dass wir diese Tests durchgeführt haben", sagte Macron bei einer Rede in der Hauptstadt Papeete. "Insbesondere die zwischen 1966 und 1974, die nicht als sauber bezeichnet werden können."

Er räumte ein, dass das Thema das "Vertrauen" zwischen Papeete und Paris beeinträchtige, versprach Aufklärung und kündigte an, dass Opfer künftig besser entschädigt würden. Frankreich hatte zwischen 1966 und 1996 auf dem Mururoa-Atoll und dem Fangataufa-Atoll in Französisch-Polynesien 193 Atomwaffentests unternommen. Zahlreiche Krebserkrankungen in der Region werden mit den umstrittenen Tests in Verbindung gebracht.

13:37 Uhr

Polizistin rettet Baby aus heißem Auto in Las Vegas - Mann spielte im Casino

Die Polizistin Becky Salkoff rettete einen sechs Monate alten Säugling aus einem aufgeheizten Auto in Las Vegas. Zuvor hatte ein 39-jähriger Mann das Baby zurückgelassen und war ins Spielcasino gegangen, wie der US-Sender "Fox 5 News" berichtete. Eine Zeugin meldete das alleingelassene Baby im Casino. Aufnahmen der Bodycam eines anderen Beamten zeigen, wie Salkoff das Baby aus dem Auto holt, es mit Wasser versorgt und versucht, ein wenig zu kühlen.

In der Wüstenstadt im US-Bundesstaat Nevada wird es im Juli bis zu 40 Grad heiß - wie lange der Mann das Baby bereits alleine im Auto ließ, ist bislang unklar, heißt es in dem Bericht. Das Baby wurde ins Krankenhaus gebracht. Der Mann wurde verhaftet und wegen Kindesmissbrauchs und "Zurücklassens eines unbeaufsichtigten Kindes im Fahrzeug" angezeigt.

13:10 Uhr

18 schlafende Inder an Autobahn getötet

Mindestens 18 am Rande einer Autobahn schlafende Farmarbeiter sind bei einem Unfall in Indien gestorben. Weitere 19 Menschen wurden verletzt, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Arbeiter waren mit einem Bus von den zwei großen Agrarstaaten Punjab und Haryana in ihren mehr als Tausend Kilometer entfernten, armen Bundesstaat Bihar unterwegs.

Wegen einer Panne parkte der Fahrer den Bus am Rande der Autobahn. Die Passagiere legten sich in der Nähe schlafen. Laut Polizei prallte am späten Dienstagabend dann ein schneller Lastwagen von hinten auf den Bus und schleuderte ihn auf die schlafenden Männer.

12:43 Uhr

Haftbefehle gegen drei Männer wegen gemeinschaftlicher Vergewaltigung in Leer

Im Fall der mutmaßlichen Vergewaltigung einer jungen Frau in Leer in Ostfriesland sitzen drei tatverdächtige Männer wegen gemeinschaftlicher Vergewaltigung in Untersuchungshaft. Zunächst hatte die Staatsanwaltschaft von einem sexuellen Übergriff gesprochen, der aktuelle Haftbefehl enthalte den Tatvorwurf der mutmaßlichen Vergewaltigung, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Aurich. Zum genauen Alter der jungen Frau wollten die Ermittler keine Angaben machen. Zu der Vergewaltigung soll es in einer Wohnung in Leer gekommen sein.

Die Männer waren nach der Tat am Samstagmorgen festgenommen und am Sonntag einem Haftrichter vorgeführt worden. Eine angeordnete Untersuchungshaft für die drei Männer wurde zunächst gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt. Auf Beschwerde der Staatsanwaltschaft Aurich wurden die Haftbefehle durch das Amtsgericht Leer wieder in Vollzug gesetzt. Laut Staatsanwaltschaft handelt es sich bei den drei Tatverdächtigen um zwei Syrer und einen Iraker im Alter von 18, 20 und 21 Jahren. Weitere Einzelheiten zu ihnen, dem Opfer und den Umständen der Tat nannte die Staatsanwaltschaft mit Verweis auf die Persönlichkeitsrechte der Beteiligten nicht.

12:16 Uhr

66-jähriger Pianist erhält Trinkgeld seines Lebens - mithilfe von Instagram-Followern

Der Pianist Tonee spielt jeden Tag auf dem Flügel im Flughafen Atlanta - obwohl ihm kaum jemand zuhört. Ab und zu erhält er ein klein wenig Trinkgeld. Er liebt es, den Menschen nach einem anstrengenden Tag mit seiner Musik ein Lächeln auf das Gesicht zu zaubern. "Musik ändert alles, ich liebe diesen Job", sagt der 66-Jährige. Das bemerkt eines Tages der berühmte Autor Carlos Whittaker. Beide kommen ins Gespräch - Tonee erzählt von seinen Nierenproblemen. Daraufhin bittet Whittaker seine knapp 170.000 Follower auf Instagram um Hilfe. In 45 Minuten kommen so 10.000 Dollar für den Pianisten zusammen - das Trinkgeld seines Lebens.

12:00 Uhr

Mutmaßlicher syrischer Folter-Arzt aus Hessen angeklagt

Die Bundesanwaltschaft hat vor dem Oberlandesgericht Frankfurt am Main einen syrischen Arzt wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt. Der Mann soll 18 Menschen gefoltert und einen von ihnen getötet haben, teilte die Behörde mit. Darüber hinaus wirft ihm die Anklage unter anderem schwere und gefährliche Körperverletzung vor. Demnach war Alaa M. zwischen April 2011 und Ende 2012 Arzt in Krankenhäusern in Homs und Damaskus sowie in einem Gefängnis des militärischen Geheimdienstes in Homs. An allen drei Orten soll er Zivilisten gefoltert haben.

Laut Anklage übergoss M. im Sommer 2011 in der Notaufnahme die Genitalien eines Jugendlichen mit Alkohol und entzündete die Stelle mit einem Feuerzeug. Andere Gefangene soll er bei verschiedenen Gelegenheiten mit Tritten oder Schlägen, teilweise mit medizinischem Gerät, gefoltert haben. Einem Häftling soll er die Genitalien gequetscht haben. Ein Häftling, der sich gegen die Folter zur Wehr gesetzt haben soll, sei von M. am Boden fixiert und geschlagen worden. Der Arzt habe ihm daraufhin eine Injektion mit einer tödlich wirkenden Substanz verabreicht. M. befindet sich seit Mitte 2015 in Deutschland und arbeitete bis zu seiner Festnahme als Arzt.

11:31 Uhr

Jetzt dürfen auch Frauen zum "Brauchtums-Fischen" - Niederlage für Männerbastion

Männer stehen beim Memminger Fischertag zum Ausfischen mit ihren Keschern, den sogenannten Bären, im Stadtbach.

Männer stehen beim Memminger Fischertag zum Ausfischen mit ihren Keschern, den sogenannten Bären, im Stadtbach.

(Foto: picture alliance/dpa)

Im Streit um den Ausschluss von Frauen bei einem Brauchtums-Fischen im Allgäu haben die Veranstalter vor Gericht eine weitere Niederlage erlitten. Der Verein, der in Memmingen den jährlichen Fischertag veranstaltet, muss weibliche Mitglieder am Höhepunkt des Fests, dem Ausfischen des Stadtbachs, teilnehmen lassen, urteilt das Memminger Landgericht. Bislang war dies laut Satzung Männern vorbehalten. Dagegen hatte eine Frau vor dem Memminger Amtsgericht geklagt und gewonnen, der Fischertagsverein hatte daraufhin Berufung gegen das Urteil eingelegt.

Beim Fischertag springen die Teilnehmer jedes Jahr im Sommer in den Memminger Stadtbach und holen Forellen aus dem Wasser. Wer den größten Fisch fängt, wird Fischerkönig. Nach Angaben des Fischertagsvereins ist diese Tradition zur Reinigung des Kanals bis ins 16. Jahrhundert zurückzuverfolgen. Das Urteil des Landgerichts könnte wegweisend für Männerbastionen bei Vereinsveranstaltungen sein, ist aber noch nicht rechtskräftig. Der Fischertagsverein in Memmingen will nach Angaben eines Sprechers am Donnerstag darüber entscheiden, ob er gegen das Urteil Revision beim Bundesgerichtshof in Karlsruhe einlegen will.

11:27 Uhr
Breaking News

BGH bestätigt Strafbarkeit von Cum-Ex-Geschäften

Das bundesweit erste Strafurteil wegen "Cum-Ex"-Aktiengeschäften zulasten der Steuerkasse ist rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe verwarf die Revisionen der beiden angeklagten Ex-Börsenhändler aus London sowie der Staatsanwaltschaft. Außerdem bestätigten die Richterinnen und Richter, dass von der in den Skandal verwickelten Privatbank M.M. Warburg ein dreistelliger Millionenbetrag einzuziehen ist. Mit Cum-Ex-Deals hatten Investoren, Banken und Aktienhändler den deutschen Fiskus über Jahre um Milliarden Euro geprellt.

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11:09 Uhr

Biolek trägt seine Brille auch nach dem Tod - Sohn legt Lieblingsoutfit bereit

Sein Adoptivvater habe zum Schluss den Lebensmut verloren, sagt Scott Biolek-Ritchie.

Sein Adoptivvater habe zum Schluss den Lebensmut verloren, sagt Scott Biolek-Ritchie.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der kürzlich mit 87 Jahren verstorbene Talk-Moderator Alfred Biolek trägt auch nach seinem Tod seine zum Markenzeichen gewordene Brille. Er habe seinem Vater für seinen letzten Weg sein Lieblingsoutfit bereitgelegt, sagte sein Adoptivsohn Scott Biolek-Ritchie der Illustrierten "Bunte". "Ein hellblaues Hemd, dazu eine helle Stoffhose und leichte Sommerschuhe. Und natürlich trägt er seine Brille", sagte Biolek-Ritchie. "Wer weiß, was er auf seinem letzten Weg erlebt, da braucht er doch seine Brille."

Der mit einer Reihe von Sendungen wie "Kölner Treff", "Bio's Bahnhof" und "Alfredissimo" erfolgreiche Biolek war am 10. Juli in Köln gestorben. Sein Adoptivsohn sagte dem Blatt: "Alfred hatte seinen Lebensmut verloren." Es sei seine bewusste Entscheidung gewesen, nicht mehr leben zu wollen. "Er sagte stets, er habe ein tolles Leben gehabt. Aber nun reiche es ihm."

10:41 Uhr

"Wasserlawine" rollt durch Norditalien - Städte am Comer See verwüstet

Auch Norditalien hat mit verheerenden Folgen durch Unwetter und Starkregen zu kämpfen. Fluten und Schlammlawinen verwüsteten mehrere Orte am Comer See. In dem Ort Brienno konnten 50 Menschen ihr Haus nicht verlassen. Ein Erdrutsch hatte ein Gasleck verursacht. Das Wasser sammelte sich zunächst und kam dann flutartig über die Ortschaft, wie ein Bewohner berichtete. "Es war wie eine Wasserlawine. Die ganze Stadt wurde zerstört." Den Bürgermeister habe sie bisher nicht gesehen, sagt die Bewohnerin einer der verwüsteten Städte. Sie seien mit der Katastrophe allein. Von Toten oder Verletzten in Norditalien wurde bisher nicht berichtet.

10:18 Uhr

Mann bedroht Polizei in NRW mit Kettensäge

Ein Mann im nordrhein-westfälischen Kamp-Lintfort hat eine von ihm selbst alarmierte Polizeistreife mit einer Kettensäge bedroht. Der 42-Jährige hatte die Polizei zuvor unter falschem Namen alarmiert, wie die Polizei in Wesel mitteilte. Er gab demnach an, dass "ein Mann mit einer eingeschalteten Kettensäge in Richtung Schulstraße" liefe. Eine Polizeistreife traf den Verdächtigen vor Ort an. Er sei unvermittelt und mit erhobener Kettensäge auf sie zugelaufen. Kurz darauf verschwand der Mann in einem Mehrfamilienhaus.

Die Polizei konnte aber einen Namen und den Aufenthaltsort des Mannes ermitteln. Als dieser kurz darauf seine Wohnung erneut verließ, konnte er von den Beamten überwältigt werden. Bei ihm handelte es sich laut Polizei um den ursprünglichen Hinweisgeber. Wie eine Polizeisprecherin in Wesel sagte, ist der Verdächtige psychisch krank. Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand.

09:56 Uhr

Habeck: Grünen haben die vergangenen Monate "ein bisschen verstolpert"

Grünen-Co-Parteichef Robert Habeck will trotz der Patzer von Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock die Spitzenkandidatin für die Bundestagswahl nicht auswechseln. "Wir haben eine Aufstellung entschieden und jetzt hängt alles davon ab, diese Aufstellung erfolgreich durchzudribbeln", sagte Habeck in einem Sat1-Interview. Zur Glaubwürdigkeit hätten die letzten Monate allerdings nicht beigetragen. "Aber ein Problem insgesamt, denke ich, haben wir nicht, sondern wir sind die glaubwürdige Partei für Klimaschutz."

Es werde "an den nächsten Auftritten, an den nächsten Ansprachen liegen, genau diese Monate wieder vergessen zu lassen". Die Grünen hätten die vergangenen Monate "ein bisschen verstolpert", sagte Habeck. "Aber die nächsten zwei können ja deutlich besser werden." Baerbock und auch er wünschten sich, "dass wir wieder zu Themen kommen und über Themen reden, die das Land nach vorne bringen, und nicht über missglückte Formulierungen oder nicht nachgewiesene Zitate".

09:54 Uhr
Breaking News

Über 50 Prozent der Deutschen verfügen über vollen Corona-Impfschutz

Mehr als die Hälfte der Menschen in Deutschland hat den vollständigen Impfschutz gegen das Coronavirus. 50,2 Prozent der Bürgerinnen und Bürger hätten den vollen Schutz, teilten Gesundheitsminister Jens Spahn und das RKI mit. Zudem sind demnach 61,1 Prozent mindestens einmal geimpft.

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09:30 Uhr

Bremer Polizist soll Frau vergewaltigt haben - Festnahme

Ein Bremer Polizist ist wegen des Verdachts der sexuellen Nötigung vorläufig festgenommen worden. Am selben Tag soll der 57-Jährige im Dienst eine Frau zu sexuellen Handlungen genötigt haben, wie "buten un binnen", das Nachrichtenmagazin von Radio Bremen, berichtet. Eine Zeugin habe sich bei der Polizei gemeldet. Er stehe im Verdacht, "eine Vergewaltigung im besonders schweren Fall begangen zu haben", sagt der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Frank Passade, dem Nachrichtenmagazin.

Der Beamte wurde nun suspendiert - die Dienstgeschäfte wurden ihm mit sofortiger Wirkung untersagt. Laut der Mediengruppe Kreiszeitung wurde jedoch kein Haftbefehl gegen ihn erlassen. Die Polizei befürchtet, dass es weitere Fälle gibt und bittet Betroffene, sich an das Referat Interne Ermittlungen zu wenden. Den Polizeipräsidenten Dirk Fasse machen die Vorwürfe fassungslos: "Allein der Vorwurf kann das Vertrauen in die Polizei nachhaltig erschüttern. Das darf nicht passieren."

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

09:00 Uhr

Ex-Pressesprecherin des Weißen Hauses wirbt für "Trump-Impfstoff"

Sarah Sanders, die von 2017 bis 2019 Pressesprecherin von Donald Trump war, will Gouverneurin von Arkansas werden. In ihrem Wahlkampf publiziert sie nun einen Kommentar mit dem Titel "Die Gründe für eine Impfung" in einer US-Zeitung. Darin legt sie den Bürgern von Arkansas die Corona-Impfung auf eine etwas andere Weise ans Herz: Sie möchte ihnen das Vakzin nicht vorschreiben aber bittet: "Beten Sie darüber, besprechen Sie es mit Ihrer Familie und Ihrem Arzt." Sie selbst habe sich "für das Trump-Vakzin entschieden", nachdem die Trump-Familie geimpft worden war. "Wenn es für sie sicher genug war, sich impfen zu lassen, dann war es auch für mich sicher genug." Mehrfach lobt Sanders den von ihr bezeichneten "Trump-Impfstoff", der "offensichtlich wirkt und Leben rettet". Damit meint sie vermutlich die - nicht vom ehemaligen Präsidenten entwickelten - Vakzine von Moderna, Pfizer und Johnson & Johnson.

Gleichzeitig wirft sie Experten wie Dr. Fauci und der "weil die Wissenschaft es so sagt"-Masse vor, in der Pandemie Fehlinformationen verbreitet zu haben. Sie hätten den Trump-Impfplan, "der genauso sicher, schnell und effektiv umgesetzt wurde, wie die Trump-Administration versprochen hatte", falsch eingeschätzt.

08:26 Uhr

Was deutsche Verschwörer mit Demos in Australien zu tun haben

In der neuen Folge von "heute wichtig" schaut Podcast-Host Michel Abdollahi diesmal nach Australien - dort sind den örtlichen Behörden bei Anti-Lockdown-Demonstrationen Verbindungen zu Verschwörern aus Deutschland aufgefallen. Aus welcher Gruppe sie kommen und was die Polizei dort besonders erstaunt hat, hören Sie im Podcast.

Außerdem in "heute wichtig": Die Landesregierung in Baden-Württemberg will ein Vorbild in Sachen Klimaschutz werden. Verkehrsminister Winfried Hermann erklärt, warum trotzdem niemand sein Auto einmotten muss. "Ich bin ja nicht Minister geworden, um zu beweisen, dass ich Straßenbahn fahren kann. Sondern ich muss gute Verkehrspolitik machen", so Hermann.

Und: Die Pandemie hat dem Drogenhandel in Deutschland nicht geschadet. Wie sich die Statistik im Vergleich zum Vorjahr verändert hat, erfahren Sie in der neuen Folge.

"heute wichtig"

"heute wichtig" ist der neue Morgen-Podcast des "Stern" in Kooperation mit RTL und ntv. Mit einem Mix aus Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Unterhaltung steht der Podcast von Montag bis Freitag immer ab 6 Uhr zum Abruf bereit. Verpassen Sie keine Folge von "heute wichtig" und abonnieren Sie den Podcast bei Audio Now, Spotify, Apple Podcasts, Deezer, Castbox oder in ihrer Lieblings-Podcast-App.

08:07 Uhr

Der Mittwoch bringt Unwetter und frischen Wind

Heute bleibt es wechselhaft: Alpen und Erzgebirge müssen noch einmal mit Unwettern rechnen - Schauer und Gewitter ziehen sich bis hoch zur Küste. Der Osten schwebt weiter in Sommerlaune mit bis zu 27 Grad. Ansonsten bleibt es, was die Temperatur angeht, eher mau mit frischeren 20 bis 23 Grad. Vor allem in der Nordwesthälfte wird es zunehmend windig.

07:46 Uhr

DRK mahnt: Tetanus-Impfungen in Flutregionen sehr wichtig

Im Katastrophengebiet an der Ahr lassen sich derzeit viele Menschen gegen Tetanus impfen. Rund 80 Prozent der Menschen, die derzeit die mobile Arztpraxis des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Bad Neuenahr-Ahrweiler aufsuchten, ließen sich gegen die bakterielle Infektionskrankheit impfen, sagt DRK-Sprecherin Marion Müller. Das DRK werbe aktiv für die Impfung beziehungsweise für deren Auffrischung. "Auch wenn man sich nur an Papier geschnitten hat, dann mit dem Schlamm und Wasser in Berührung kommt, kann es zu Infizierungen kommen", sagt sie. Rund die Hälfte aller Tetanus-Infektionen verläuft tödlich. Die Bakterien gelangen durch offene Wunden in den Körper und lösen dort Wundstarrkrämpfe aus, die schließlich auch die Atemwege betreffen.

Derzeit seien drei mobile Arztpraxen im besonders betroffenen Kreis Ahrweiler besetzt: in Bad Neuenahr-Ahrweiler, Rech und Kalenborn. Ein weiteres Risiko im Katastrophengebiet sei derzeit "dieser ganze Staub", sagt Müller. Der Schlamm sei getrocknet und werde von Fahrzeugen aufgewirbelt. Der Staub könne Schadstoffe enthalten. "Masken bieten da einen gewissen Schutz", sagte sie.

07:25 Uhr

Explosion in Leverkusen: Suche nach Vermissten geht weiter

Nach der Explosion in einer Müllverbrennungsanlage in Leverkusen geht die Suche nach den Vermissten weiter. Wie schon am Vorabend würden im Chempark noch immer fünf Menschen vermisst, sagt ein Sprecher des Unternehmens. Die Nachlöscharbeiten liefen ebenfalls weiter. "Da gibt es keine neue Entwicklung." Bei dem Unglück am Vortag waren nach Angaben von Chempark-Leiter Lars Friedrich vom Dienstagabend mindestens zwei Menschen gestorben. Die Zahl der Verletzten betrug demnach 31. Davon schwebte ein Mensch den Angaben zufolge in Lebensgefahr.

Die Hoffnung, die Vermissten noch lebend zu finden, werde immer geringer, hatte Friedrich am Abend gesagt. Die gewaltige Explosion, die nach Zeugenberichten im Umkreis von vielen Kilometern zu hören war, ereignete sich demnach im Tanklager des Entsorgungszentrums Bürrig. Die Ursache für die Explosion war zunächst weiter unklar. Das Unternehmen rechnete damit, dass es noch einige Zeit dauern könnte, bis es erste Erkenntnisse gibt.

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07:10 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

heute feiert die vielleicht wichtigste Errungenschaft der humanitären Hilfe Geburtstag: Die Genfer Flüchtlingskonvention wird 70 Jahre alt. Am 28. Juli 1951 versprachen sich 146 Staaten, niemanden dorthin zurückzuschicken, wo ihr oder ihm Verfolgung droht. Egal ob Menschen wegen ihrer Rasse, ihrer Religion, ihrer Nationalität, ihrer politischen Überzeugung oder ihrer sozialen Gruppe verfolgt werden: Ein Asylverfahren ist ihnen in den Unterzeichnerstaaten sicher. Und in der Praxis? Nun ja, anlässlich des Jahrestages äußert sich der UN-Hochkommissar für Flüchtlinge, Filippo Grandi, alarmiert. Über die griechische Küstenwache, die Flüchtlingsboote zurückdrängt und über Pläne aus Großbritannien oder Dänemark, Asylsuchende in Drittländer zu schaffen, um ihre Anträge dort zu prüfen. Gleichzeitig hat die EU Gelder für die Entwicklungspolitik gekürzt. "Das ist ein Skandal und absolut kurzsichtig", mahnt Entwicklungsminister Müller. Gerade jetzt, wo die Zahl an Klimaflüchtlingen massiv ansteigen wird, wie Experten voraussagen.

Außerdem werden diese Themen heute wichtig:

  • NRW-Innenminister Reul zieht Zwischenbilanz der Flutkatastrophe: Der Innenausschuss kommt im Düsseldorfer Landtag zu einer Sondersitzung zusammen, um eine vorläufige Bilanz des Jahrhundert-Unwetters in allen seinen Folgen zu ziehen.

  • USA und Russland beginnen neue Abrüstungsgespräche in Genf: Sechs Wochen nach dem amerikanisch-russischen Gipfeltreffen in Genf beginnt in der Schweiz eine neue Runde von Abrüstungsgesprächen zwischen den beiden Atommächten.

  • Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe äußert sich heute erstmals zur Strafbarkeit milliardenschwerer "Cum-Ex"-Aktiengeschäfte zulasten der Steuerkasse. Mit Cum-Ex-Deals hatten Investoren, Banken und Aktienhändler den deutschen Fiskus über Jahre um etliche Milliarden Euro geprellt.

  • Deutsches Olympia-Team hofft in Tokio auf weitere Medaillen: Gold-Chancen gibt es vor allem im Pferdesport, wo die deutschen Dressurreiterinnen Jessica von Bredow-Werndl, Dorothee Schneider und Isabell Werth nach ihrem Team-Triumph auch im Einzelwettbewerb zu den großen Favoritinnen zählen.

Ich bin Sarah Platz und darf heute im "Tag" über alle spannenden und wichtigen Geschichten aus der Welt berichten. Schauen Sie doch gerne mal vorbei und haben Sie einen tollen Mittwoch!

06:37 Uhr

Biden: Cyberangriffe könnten in "echtem Krieg" enden

Vor dem Hintergrund zunehmender Cyberangriffe auf die Vereinigten Staaten warnt US-Präsident Joe Biden als Folge vor einer wachsenden Bedrohung vor einem echten Krieg. "Ich denke, es ist mehr als wahrscheinlich, dass wir in einem Krieg enden werden - einem echten Krieg mit einer Großmacht - als Folge eines Cyberangriffs von großer Tragweite, und die Wahrscheinlichkeit nimmt exponentiell zu", sagte Biden bei einem Besuch des Büros des Leiters des nationalen Nachrichtendienstes (ODNI).

Die Regierung in Washington sehe eine wachsende Bedrohung durch Russland und China. Biden sagte, der chinesische Präsident Xi Jinping sei "todernst" wenn es darum ginge, die mächtigste Militärmacht der Welt sowie die größte und bedeutendste Volkswirtschaft der Welt bis Mitte der 40er-Jahre, also bis 2040, zu werden".

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06:15 Uhr

Kolumbien weist deutsche Touristin wegen Protest-Beteiligung aus

Wegen der Beteiligung an Anti-Regierungsprotesten haben die kolumbianischen Behörden die Ausweisung einer Deutschen veranlasst. Die 34-jährige Rebecca S. habe sich an Aktionen beteiligt, "die nichts mit ihrem Status als Touristin zu tun hatten und die öffentliche Ordnung beeinträchtigten", erklären die Behörden. Dies rechtfertige "die Entscheidung, sie auszuweisen".

Die Deutsche stellte regelmäßig Fotos und Videos von Protesten in der südwestlichen Stadt Cali auf Online-Netzwerke. Am Freitag schrieb sie auf Facebook, sie sei Opfer eines Angriffs in der Stadt geworden. Der Angreifer habe geschossen "so lange, bis seine Waffe keine Munition mehr hatte". Ein Freund, der sie beschützte, erlitt "13 Schusswunden am ganzen Körper, darunter drei in den Kopf und mehrere in die Brust", wie die 34-Jährige beschrieb. Die Behörden bestätigten den Angriff nicht. Cali gilt als Zentrum der Proteste. Deutschlands Botschafter Peter Ptassek erklärte auf Twitter, er beobachte die Situation "mit Sorge". Es sei Kontakt zu Rebecca S. aufgenommen worden.

06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht

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