Montag, 07. September 2020Der Tag

mit Barbara Mauersberg
Barbara Mauersberg
22:37 Uhr

Das war Montag, der 7. September

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"Hannes" ist ein kapitaler Hirsch.

(Foto: picture alliance/dpa)

Liebe Leserinnen und Leser,

zum Tagesausklang eine Geschichte, deren Auflösung noch aussteht: Ein Hirsch ist verschwunden und wird mit Belohnung gesucht. Unklar ist, ob er gestohlen wurde oder selbst über den Zaun in die Freiheit floh. Seit gut einer Woche jedenfalls ist Rothirsch "Hannes" aus dem Wildpark im saarländischen Wadgassen-Differten abgängig. Noch fehle jede Spur von dem sechs Jahre alten Tier, sagte ein Sprecher der Polizei in Saarlouis. "Wir gehen weiter von einem Diebstahl aus." Denn Gatter und Umzäunung waren intakt sowie alle Schlösser geschlossen, als das Verschwinden des Hirsches am letzten Augustwochenende entdeckt worden war. "Wir haben bisher noch keine Hinweise auf den Täter", sagte ein Polizeisprecher. Große Hirsche könnten allerdings auch relativ hohe Zäune überspringen, habe ein Jäger der Gemeinde kürzlich mitgeteilt. "Hannes" wiegt gut 250 Kilo und trägt ein großes Geweih." Die Gemeinde Wadgassen hofft, dass "Hannes" wieder gefunden wird - und in den Wildpark zurückkommt. Es sei inzwischen eine Belohnung von 1000 Euro ausgesetzt, sagte ein Sprecher der Gemeinde.

Und das sind die zweifellos weltbewegenden Themen des Tages:

Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht. Morgen ist wieder ein neuer Tag.

22:14 Uhr

Trump wettert gegen Deutschland und Nord Stream 2

Nach der Vergiftung des russischen Regierungskritikers Alexej Nawalny hat US-Präsident Donald Trump erneut einen Stopp der Ostseepipeline Nord Stream 2 gefordert. Die USA und die Nato beschützten Deutschland vor Russland, während Berlin Milliarden an Moskau zahle, kritisierte Trump bei einer Pressekonferenz vor dem Weißen Haus. "Wieso macht Deutschland ein Geschäft, Russland Milliarden zu geben, während wir Deutschland vor Russland beschützen. Wie soll das gehen?", sagte Trump - und wiederholte damit seine bekannte Kritik an dem Projekt. Auf die Frage eines Journalisten, ob Trump Forderungen nach einer Einstellung des Pipeline-Projekts befürworte, sagte er: "Sicher". Er sei einer der ersten gewesen, die das gefordert hätten. Trump spekulierte aber, dass Deutschland womöglich bei der Energieversorgung so abhängig von Russland sei, dass ein Stopp gar nicht möglich sei. "Deutschland ist in einer geschwächten Position beim Thema Energie, sie schließen alle Kraftwerke", sagte er.

21:48 Uhr

Prinz Harry zahlt der Queen Millionen zurück

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Renovierung für 2,7 Millionen Dollar: Frogmore Cottage.

(Foto: imago images/PA Images)

Wenige Tage nach der Unterzeichnung eines Vertrages mit dem Streamingdienst Netflix hat Prinz Harry die von Steuerzahlern getragenen Modernisierungskosten für seinen britischen Wohnsitz zurückgezahlt. Harry beglich die Rechnung für die Renovierung von Frogmore Cottage von umgerechnet 2,7 Millionen Euro mit den Mitteln aus dem Netflix-Vertrag, wie sein Sprecher mitteilte. Das Geld fließt zurück in den königlichen Haushalt, der zu Teilen aus Steuergeldern finanziert wird. Harry und Meghan hatten sich Ende März offiziell aus der ersten Reihe des britischen Königshauses zurückgezogen und erklärt, "finanziell unabhängig" sein zu wollen. Die beiden versprachen, das Geld für die Renovierung von Frogmore Cottage zurückzuzahlen. Der Wohnsitz auf Schloss Windsor, das Harrys Großmutter Queen Elizabeth II. gehört, soll auch künftig der Wohnsitz des Prinzen und seiner Frau in Großbritannien bleiben.

21:29 Uhr

Missbrauchsvorwürfe: US-Bischof tritt zurück

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Papst Franziskus hatte Bischof Mulloy gerade erst ernannt.

(Foto: imago images/Independent Photo Agency Int.)

In den USA hat ein katholischer Bischof wegen Missbrauchsvorwürfen seinen Rücktritt eingereicht. Papst Franziskus akzeptierte das Rücktrittsgesuch von Bischof Michael Mulloy, wie der Vatikan erklärte. Das katholische Kirchenoberhaupt hatte den 66-Jährigen erst im Juni ernannt. Er sollte im Oktober sein Amt in Duluth im US-Bundesstaat Minnesota antreten. Mulloy hatte seinen Rücktritt eingereicht, nachdem in einem anderen Bundesstaat Ermittlungen wegen sexuellen Kindesmissbrauchs in den 80er Jahren aufgenommen worden waren. Die Diözese Mulloys hatte Anfang August von den Anschuldigungen gegen den designierten Bischof erfahren und die Polizei informiert.

21:00 Uhr

Die Videos des Tages

20:54 Uhr

Schlagstock, Tritte: Jugendliche gehen auf Polizisten los

Zwei Jugendliche haben nach Angaben der Polizei Beamte im nordrhein-westfälischen Viersen mit einem Teleskop-Schlagstock und Tritten gegen den Kopf attackiert, die gerade einen Mann am Boden fixierten. Ein äußerst aggressiver 25-Jähriger habe versucht, einen Bus von der Weiterfahrt abzuhalten und die Anordnung ignoriert, zur Seite zu gehen. Weil er sich vor einen fahrenden Bus gestellt habe, hätten die Beamten Zwangsmaßnahmen angewendet.

  • Der Mann habe dabei einer Polizistin mit der Faust ins Gesicht geschlagen, teilte die Polizei mit.
  • Dann habe sich ein 17-Jähriger eingemischt. Er habe einen Teleskop-Schlagstock gezückt und die Beamten angegriffen. Ein 15-Jähriger habe einen am Boden knienden Beamten von hinten angegriffen, in den Rücken und gegen den Kopf getreten.
  • Die drei wurden vorläufig festgenommen. Drei Beamte wurden den Angaben zufolge leicht verletzt.
20:23 Uhr

Mutmaßlicher Stuten-Schänder festgenommen

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Der Verdächtige soll auch in Deutschland schon wegen Missbrauchs von Tieren aufgefallen sein.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nach einer Serie von Pferde-Verstümmlungen hat die französische Polizei einen Verdächtigen vorläufig festgenommen. Der Mann wurde im Verwaltungsbezirk Haut-Rhin im Grenzgebiet zu Baden-Württemberg in Polizeigewahrsam genommen, wie aus Ermittlerkreisen verlautete. Dem Verdächtigen wird demnach die Misshandlung von einem Pferd und zwei Ponys zur Last gelegt. Die Ermittler kamen dem Mann mit Hilfe eines Phantombilds auf die Spur, das sie aufgrund der Aussagen des Besitzers eines Pferde-Asyls angefertigt hatten, in dem Ende August die Angriffe stattgefunden hatten. In den vergangenen Monaten waren in Frankreich mehr als 20 Pferde von Unbekannten verletzt oder sogar getötet worden. Zumeist richtete sich die Gewalt gegen Stuten. Der nun festgenommene Verdächtige sei wegen Tiermissbrauchs deutschen Behörden bekannt, berichtete die Nachrichtenplattform Franceinfo unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft.

19:56 Uhr

Riesen-Öltanker brennt erneut

Starker Wind hat das Feuer auf dem vor der Küste Sri Lankas verunglückten Riesen-Öltanker neu angefacht. Der Brand, der am Sonntag gelöscht worden war, sei wieder ausgebrochen, erklärte Sri Lankas Marine. Wegen der Flammen auf der "New Diamond", die über 270.000 Tonnen Rohöl und Diesel an Bord hat, wächst die Angst vor einer Umweltkatastrophe im Indischen Ozean. Der Brand sei "ernst", sagte der Sprecher der srilankischen Marine, Indika de Silva, der Nachrichtenagentur AFP. "Aber wir hoffen, dass wir in der Lage sein werden, ihn einzudämmen." Windgeschwindigkeiten von bis zu 70 Stundenkilometern und die große Hitze an Bord hatten zu einem erneuten Ausbruch des Feuers geführt. Erst am Wochenende war das Schiff in tiefere Gewässer rund 75 Kilometer vor Sri Lankas Ostküste geschleppt worden. Von dort ist es nach Angaben der Behörden jedoch wegen der Winde schon wieder näher an die Küste getrieben worden.

 

18:53 Uhr

Datenpanne: Österreicher bekommen Corona-Schecks von Trump

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Mehr als hundert Rentner in Oberösterreich fanden diesen Scheck in ihrer Post.

(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Der Gang zum Briefkasten hat sich für einen Rentner aus dem oberösterreichischen Linz gelohnt: Als er seine Post durchsah, stieß er auf ein Briefkuvert aus den Vereinigten Staaten von Amerika. "Ich mache den Briefkasten auf und sehe da drinnen plötzlich United States Treasury und einen Scheck mit 1200 US-Dollar mit der Unterschrift des Präsidenten Donald Trump", erzählte der Linzer im Interview mit dem ORF. Der 73-Jährige brachte den Scheck aus Neugier zur Bank. Die leitete eine Prüfung ein und stellte fest, dass der Scheck wirklich von der US-Regierung stammte und schrieb dem Mann das Geld gut. Auch die Ehefrau bekam den gleichen rätselhaften Scheck, der als Corona-Hilfe für bedürftige US-Bürger gedacht war.

  • Nach Recherchen des ORF sind die beiden keine Einzelfälle. Bei der Sparkasse in Oberösterreich seien bereits 45 dieser Schecks eingelöst worden. Bei der Raiffeisen-Landesbank Oberösterreich bereits 63.
  • Dass die US-Regierung oberösterreichischen Rentnern Schecks schenkt, dürfte an einer Datenpanne bei den dortigen Behörden liegen, vermutete ein Bank-Experte. Schließlich hätten zuvor auch eine Million verstorbene US-Bürger den Brief mit dem Scheck bekommen.
  • Eine Rückforderung müssten die beschenkten Rentner wohl nicht fürchten, der Aufwand wäre wahrscheinlich zu groß, hieß es in dem Bericht.
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19:26 Uhr

Katze stürzt in Häuserspalt - Feuerwehr reißt Wand auf

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In diesen Spalt fiel das Tier.

(Foto: (Feuerwehr))

Katzenfans werden keinesfalls denken, dass so ein Einsatz übertrieben ist: Mit schwerem Gerät hat die Feuerwehr in Tschechien eine Katze aus ihrer misslichen Lage befreit. Das Tier war in Kladno bei Prag in einen 30 Zentimeter breiten Spalt zwischen zwei Häusern gestürzt und steckte fest, wie eine Sprecherin mitteilte. Die Einsatzkräfte versuchten zunächst erfolglos, die Katze mit einem Seil herauszuholen. Schließlich entschloss man sich, in einem Ladengeschäft ein Loch in die Wand zu bohren. "Das musste sehr vorsichtig geschehen, damit das Tier keine weiteren Verletzungen erleidet", sagte die Sprecherin. Nach der dreistündigen Rettungsaktion konnte die Katze ihrer Besitzerin übergeben werden.

18:33 Uhr

"Charlie-Hebdo"-Prozess: Bilder der Überwachungskameras schwer erträglich

Schüsse aus kurzer Distanz und ein bedrückendes Schweigen: Schwer erträgliche Szenen sind im Pariser Prozess um den Anschlag auf die französische Satirezeitung "Charlie Hebdo" vor gut fünf Jahren gezeigt worden. Die Richter und Geschworenen bekamen Polizeifotos und Aufnahmen von Überwachungskameras zu sehen, die den Überfall von zwei Islamisten auf die Redaktion mit zwölf Toten zeigen. "Einige dieser Szenen können erschüttern", warnte Gerichtspräsident Régis de Jorna vorab. Die Zivilkläger in dem Prozess - unter ihnen Überlebende der Anschläge vom Januar 2015 - verließen daraufhin teilweise den Saal. Die nach dem Anschlag entstandenen Polizeifotos zeigen unter anderem den Konferenzsaal von "Charlie Hebdo", in dem die Leichen der Opfer zwischen Papier und Druckern liegen.

  • Die beiden Islamisten feuerten 33 Patronen auf ihre Opfer ab, wie der frühere Kriminalkommissar Christian Deau erläuterte.
  • Der Zeichner Stéphane Charbonnier alias Charb "wies die meisten Einschüsse auf: insgesamt sieben", sagte der Beamte. Charb hatte vor dem Anschlag mehrere Karikaturen des Propheten Mohammed in "Charlie Hebdo" veröffentlicht.
  • Die meisten der Karikaturisten seien von hinten erschossen worden, "was auf Exekutionen schließen lässt", sagte Deau.

 

17:59 Uhr

Auf dem Autodach über die Autobahn: Hochzeitskorso gestoppt

Die Polizei hat am Autobahnkreuz Kerpen in Nordrhein-Westfalen einen Hochzeitskorso gestoppt, bei dem sich Menschen während der Fahrt aus den Fenstern gelehnt und auf dem Autodach gesessen haben sollen. Außerdem sollen die Fahrzeuge nach Angaben von Zeugen den Verkehr in Richtung Aachen gemeinsam auf etwa 60 Kilometer pro Stunde heruntergebremst sowie sich gegenseitig riskant überholt haben. Die Beamten kassierten nach der Aktion die Führerscheine von fünf Fahrern im Alter zwischen 24 und 29 Jahren ein. Sie durften anschließend weiter zu der iranisch-kurdischen Hochzeitsfeier fahren - allerdings nur auf dem Beifahrersitz, hieß es zu dem Vorfall vom Freitag.

17:30 Uhr

"Mehr Flüchtlinge aufnehmen": 13.000 leere Stühle für Migranten

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Eine Art Großveranstaltung: Freiluftbestuhlung vor dem Reichstag.

(Foto: picture alliance/dpa)

Mehrere Organisationen haben Tausende weiße Stühle vor dem Reichstag in Berlin aufgestellt, um die Aufnahme weiterer Flüchtlinge, insbesondere aus griechischen Lagern, zu fordern. Die Politik sei aufgerufen, "die humanitäre Katastrophe an den europäischen Außengrenzen endlich zu beenden und die Lager zu evakuieren", erklärten die Gruppen Seebrücke, Sea-Watch, #LeaveNoOneBehind und Campact. Die 13.000 Stühle symbolisierten die Menschen, die momentan im Lager Moria auf der griechischen Insel Lesbos lebten, erklärten die Organisationen. Zugleich sollten sie "den Platz und die Aufnahmebereitschaft der Städte, Länder und Zivilgesellschaft" verdeutlichen. Die Lage in den überfüllten griechischen Lagern habe sich zuletzt noch verschärft, hieß es weiter mit Verweis auf die Feststellung erster Corona-Fälle in Moria.

17:00 Uhr

Khashoggi-Mord: Saudi-Arabien verwandelt Todesurteile in Haftstrafen

Die Justiz in Saudi-Arabien hat die fünf Todesurteile im Fall des ermordeten saudi-arabischen Journalisten Jamal Khashoggi in langjährige Haftstrafen umgewandelt. Wie die staatlichen Medien berichteten, wurden in einem abschließenden Urteil fünf Angeklagte zu 20 Jahren Haft verurteilt, gegen drei weitere wurden Haftstrafen zwischen sieben und zehn Jahren verhängt. Im Mai hatten die Söhne Khashoggis erklärt, dass sie den Mördern ihres Vaters vergeben, was nach den Gepflogenheiten der saudi-arabischen Justiz die Voraussetzung für eine Umwandlung der fünf Todesurteile in Haftstrafen war.

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16:29 Uhr

Geschlechtsteil entblößt: Skandal erschüttert Düsseldorfer Feuerwehr

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David von der Lieth (r), Leiter der Düsseldorfer Feuerwehr, verspricht Aufklärung.

(Foto: picture alliance/dpa)

Drei Feuerwehrmänner aus Düsseldorf müssen sich wegen sexistischer Sprüche und rassistischer Anfeindungen verantworten. Einer der drei Männer soll eine Kollegin in einem WhatsApp-Chat sexistisch beleidigt haben. Das geschah, nachdem sich die Frau auf einen Posten als Gruppenleiterin beworben hatte, teilten die Behörden der Stadt auf einer Pressekonferenz mit. Der Mann wurde vom Dienst suspendiert. Außerdem wurde der Helm der Feuerwehr-Mitarbeiterin mit dem Wort "Votze" beschmiert. Im Rahmen der internen Ermittlungen fiel ein weiterer Kollege auf, weil er in einer WhatsApp-Gruppe rassistische Witze gemacht hatte. Auch gegen ihn wird jetzt disziplinarrechtlich vorgegangen. Ein dritter Feuerwehrmann hatte in einem Bordell ein Foto von sich mit entblößtem Geschlechtsteil schießen lassen. Dieses Bild stellte er in einen WhatsApp-Chat der Feuerwehr ein. Gegen den Mann läuft ebenfalls ein Disziplinarverfahren.

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16:01 Uhr

Drama von Solingen: Stadt sammelt für überlebenden Marcel

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Spielzeug und viele Kerzen für die toten Geschwister in Solingen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nach dem Tod seiner fünf Geschwister richtet die Stadt Solingen ein Spendenkonto zur Unterstützung des einzig überlebenden Kindes ein. Die eingehenden Beträge sollen dem derzeit elfjährigen Marcel auf seinem weiteren Lebensweg helfen, zum Beispiel bei der Finanzierung einer Ausbildung, teilte Oberbürgermeister Tim Kurzbach mit. Die Kosten für die Bestattung der verstorbenen Geschwister sichert demnach die Stadt ab. Das Konto werde als Treuhandkonto bei der Gerd-Kaimer-Bürgerstiftung geführt. Die IBAN lautet DE 97 3425 0000 0001 6633 84. Bei der Überweisung wird um die Angabe des Stichwortes "Licht" gebeten. Das Stichwort erinnere an die vielen Lichter, die Nachbarn in Solingen entzündet hätten, hieß es. Mit der Einrichtung des Kontos greife die Stadt eine Anregung auf, die viele Bürger über die sozialen Medien an den Oberbürgermeister gerichtet hätten.

15:33 Uhr

Strompreisbetrug? Energiehändler vor Gericht

Die Bundesnetzagentur hat gegen drei Stromhändler ein Bußgeldverfahren wegen des Verdachts der Marktmanipulation eröffnet. Die Aufsichtsbehörde prüft, ob die Händler gezielt Strom an der Börse zu sehr hohen Preisen verkauft haben, ohne dass sie diesen Strom tatsächlich beschaffen wollten. An drei Tagen im Juni 2019 stand das deutsche Stromnetz erheblich unter Druck, weil zeitweise deutlich mehr Strom verbraucht wurde als erwartet. Die für die Stabilität der Versorgung verantwortlichen Übertragungsnetzbetreiber sprachen damals von einer sehr angespannten Situation. Die Stromversorgung habe nur mit einer Reihe von Notfallmaßnahmen gesichert werden können. Die Bundesnetzagentur hat nach eigenen Angaben mehr als 100 Millionen Daten zum Stromhandel ausgewertet. In 21 Handelssituationen gebe es Anhaltspunkte dafür, dass durch Verkaufsgebote falsche oder irreführende Signale hinsichtlich des Angebots von Strom gesendet wurde. Deshalb sei gegen drei Marktteilnehmer ein Bußgeldverfahren eröffnet worden.

15:20 Uhr
Breaking News

Nawalny aus Koma erweckt

Der vergiftete russische Oppositionspolitiker Alexej Nawalny ist in Berlin aus dem künstlichen Koma geholt worden. Sein Gesundheitszustand habe sich verbessert, erklärte die Universitätsklinik Charité. Er werde schrittweise von der maschinellen Beatmung entwöhnt und reagiere auf Ansprache. Langzeitfolgen der schweren Vergiftung seien jedoch weiterhin nicht auszuschließen.

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15:02 Uhr

Bushido: "Beziehung zu Arafat war wie Zwangsheirat"

Rapper Bushido hat als Zeuge vor Gericht seine Beziehung zu einem Clanchef mit einer Zwangsheirat verglichen. Er habe versucht, sich trotz der aus seiner Sicht unberechtigten Forderungen seines ehemaligen Partners im Musikgeschäft Arafat A.-Ch. und "unfreiwilligen" Zahlungen über Jahre hinweg, "die Situation lebenswert zu machen", erklärte der Musiker als Zeuge vor dem Landgericht Berlin im Prozess gegen den Clanchef. So sei es auch zu mehreren gemeinsamen Immobiliengeschäften gekommen. Inzwischen laufe neben dem Strafverfahren auch eines vor einem Zivilgericht, sagte Bushido.

  • Der 41-jährige Rapper und der 44-jährige Arafat A.-Ch., Chef einer bekannten arabischstämmigen Großfamilie, galten über Jahre hinweg als Partner im Musikgeschäft.
  • Laut Anklage soll es zu Straftaten gekommen sein, nachdem Bushido die Geschäftsbeziehungen 2017 aufgelöst hatte.
  • Arafat A.-Ch. habe dies nicht akzeptieren wollen und von Bushido eine Millionen-Zahlung sowie die Beteiligung an dessen Musikgeschäften für 15 Jahre gefordert.

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14:25 Uhr

Bund prüft Weltraumbahnhof in der Nordsee

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Eine Rakete startet vom US-Weltraumbahnhof Cape Canaveral: Bekommt Deutschland auch eine solche Rampe?

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Bundesregierung will die Idee eines deutschen Weltraumbahnhofs für kleinere Raketen prüfen. Das schrieb das "Handelsblatt" aus Düsseldorf unter Berufung auf Gespräche bei einem Treffen von Unternehmen und Beamten des Bundeswirtschaftsministeriums. Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hatte im Juli für eine solche Startplattform in der deutschen Nordsee geworben.

  • Demnach wäre ein solcher "Offshore-Weltraumbahnhof" gut geeignet für kleinere Trägerraketen mit einer Nutzlast von bis zu einer Tonne.
  • Der BDI sieht darin eine strategische Option für Starts von kommerziellen oder militärischen Satelliten. Es gebe bereits drei deutsche Hersteller von Miniraketen, welche die Bundesregierung bereits finanziell fördere, betonte der Industrieverband damals.
  • Laut "Handelsblatt" würde ein Startplatz auf einer Plattform in der Nordsee den Bund rund 30 Millionen Euro kosten.
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14:00 Uhr

Schichtwechsel

Es ist Halbzeit, die Sonne scheint und meine Kollegin Juliane Kipper genießt ihren Feierabend. Mein Name ist Barbara Mauersberg und ich übernehme bis zum späten Abend den Nachrichtentag. Bei Hinweisen schreiben Sie mich gerne direkt an: barbara.mauersberg@nachrichtenmanufaktur.de

13:57 Uhr

Ex-Anwalt soll Stephan Ernst zu Falschaussage geraten haben

Der frühere Verteidiger des Hauptangeklagten im Mordfall Lübcke, Frank Hannig, soll einem weiteren Anwalt gegenüber die Erfindung falscher Aussagen für seinen Mandanten Stephan Ernst eingeräumt haben. Hannig habe ihm erklärt, sich Teile des zweiten Geständnisses ausgedacht zu haben, sagte Mustafa Kaplan, aktueller Verteidiger von Ernst, vor dem Oberlandesgericht in Frankfurt: "Ich war verwundert, dass er das eingeräumt hat, dass er eine Lüge produziert hat." Demnach hatte Hannig Ernst aussagen lassen, dass der Mitangeklagte Markus H. den tödlichen Schuss auf Kassels Regierungspräsidenten Walter Lübcke abgab. So habe Hannig Markus H. zu einer Aussage bewegen wollen.

Lübcke war im Juni 2019 vor seinem Haus im Landkreis Kassel erschossen worden. Stephan Ernst soll ihn aus rechtsextremistischen Motiven getötet haben. Ernst ist wegen Mordes angeklagt, Markus H. wird Beihilfe zum Mord vorgeworfen. Ernst hat seit seiner Verhaftung drei Geständnisse mit unterschiedlichem Inhalt abgelegt. Vor Gericht geht es momentan darum, wie diese zustande gekommen sind.

12:59 Uhr

Eltern lassen dreijähriges Kind im Auto - und gehen in Spielhalle

Sie sollen in Trier ihr dreijähriges Kind im Auto zurückgelassen haben, um in eine Spielhalle zu gehen: Nun droht den Eltern ein Strafverfahren. Auch das Jugendamt wurde eingeschaltet, wie die Polizei mitteilte. Einem Zeugen sei am Sonntagabend auf einem Parkplatz ein Auto aufgefallen, in dem ein Kleinkind saß und mit einem Handy gespielt habe. Befragungen in der nahe gelegenen Spielhalle hätten dann ergeben, dass der 37 Jahre alte Vater und die 22 Jahre alte Mutter womöglich bis zu fünfmal wöchentlich für jeweils sechs bis sieben Stunden ihren dreijährigen Sprössling im Auto zurückgelassen hätten, um an Automaten zu spielen.

12:34 Uhr

Merkel schließt Baustopp bei Nord Stream 2 nicht aus

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel will wegen des Giftanschlags auf den russischen Oppositionspolitiker Alexej Nawalny den Stopp der umstrittenen Gaspipeline Nord Stream 2 nicht mehr ausschließen. Das erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert. "Die Kanzlerin hat sich der Äußerung des Außenministers vom Wochenende angeschlossen", erklärte Seibert. "Die Bundeskanzlerin sieht es auch so, dass es falsch ist, etwas auszuschließen." Man berate gemeinsam mit den Partnern der Europäischen Union über mögliche Konsequenzen. Es sei noch zu früh, um "unserer gemeinsame, mit den Partnern gründlich beratene europäische Reaktion" bereits heute darzulegen.

Maas hatte am Wochenende erstmals mit dem Stopp des vorwiegend russisch-deutschen Gasröhrenprojekts Nord Stream 2 gedroht. "Ich hoffe jedenfalls nicht, dass die Russen uns zwingen, unsere Haltung zu Nord Stream 2 zu ändern", sagte Maas zu "Bild am Sonntag".

12:03 Uhr

Schlagzeilen zum Mittag

11:53 Uhr

Kreml weist Vorwürfe im Fall Nawalny als "absurd" zurück

Der Kreml weist Vorwürfe gegen die russische Regierung im Zusammenhang mit der Vergiftung des Oppositionsführers Alexej Nawalny als "absurd" zurück. "Versuche, Russland irgendwie damit in Verbindung zu bringen, sind für uns inakzeptabel, sie sind absurd", sagte der Sprecher von Präsident Wladimir Putin, Dmitri Peskow.

Nawalny wurde nach Angaben der Bundesregierung "zweifelsfrei" mit einem chemischen Nervenkampfstoff aus der sogenannten Nowitschok-Gruppe vergiftet, die in der ehemaligen Sowjetunion entwickelt worden war.

11:33 Uhr

Auto auf A2 von Brücke mit Steinen beworfen

Mehrere Unbekannte haben ein fahrendes Auto von einer Brücke über die Autobahn 2 in Hannover mit einem Gegenstand, vermutlich einem Stein, beworfen. Der Wagen eines 40-Jährigen wurde mitten auf der Windschutzscheibe getroffen, wie die Polizei mitteilte. Der Autofahrer blieb bei dem Vorfall am Sonntag unverletzt. Die Polizei fahndet nach den mutmaßlichen Tätern und hat Zeugen aufgerufen, sich zu melden.

Der 40-Jährige und seine 33 Jahre alte Beifahrerin wollten von der A2 auf die A352 in Richtung Hamburg auffahren, als ihr Wagen getroffen wurde. Auf der Brücke konnte der Mann mehrere Menschen - vermutlich Kinder - erkennen. Der Wagen wurde leicht beschädigt, der 40-Jährige alarmierte sofort die Polizei. Die Fahndung verlief zunächst aber ohne Erfolg. Die Beamten ermitteln wegen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr.

11:03 Uhr

Belarussische Oppositionspolitikerin Kolesnikowa wohl festgenommen

Die belarussische Oppositionsführerin Maria Kolesnikowa ist laut einer Medienplattform festgenommen worden. Sie sei in der Innenstadt von Minsk von bislang nicht identifizierten Personen festgesetzt worden, meldete die Internetseite tut.by. Die Nachrichtenagentur RIA berichtete, die belarussische Polizei prüfe, ob Kolesnikowa entführt worden sei.

Der belarussische Oppositionsrat habe erklärt, er sei darüber informiert worden, dass Kolesnikowa festgenommen worden sei, meldete RIA weiter. Nach Angaben des Innenministeriums wurden am Sonntag bei neuen landesweiten Protesten insgesamt 633 Menschen festgenommen. Die Führung um Präsident Alexander Lukaschenko geht massiv gegen die Demonstranten vor, die ihm Wahlbetrug vorwerfen.

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10:35 Uhr

Sollte "Containern" als Diebstahl gelten?

Fast neun von zehn Menschen halten es für falsch, dass die Mitnahme von weggeworfenem Essen aus Supermarktcontainern in Deutschland als Diebstahl gilt und damit strafbar sein kann. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag von RTL sprachen sich 86 Prozent dagegen aus, dass das sogenannte Containern verboten ist. Elf Prozent halten das Verbot für richtig.

Demnach sprachen sich neun von zehn befragten Frauen dafür aus, während der Anteil bei den Männern bei 82 Prozent lag. In den Altersgruppen gab es nur sehr geringe Unterschiede. Forsa hatte am 2. und 3. September 1009 Menschen befragt. Die Fehlertoleranz wurde mit drei Prozentpunkten angegeben.

Im Rahmen der Aktionswoche "Packen wir’s an – für verantwortungsvolles Essen" erscheinen auch auf ntv.de Artikel rund um das Thema Lebensmittelverschwendung. Den Anfang macht heute meine Kollegin Vivian Micks mit ihrem Text über Startups, die aus der Lebensmittelverschwendung ein Geschäft gemacht haben.

10:03 Uhr

Feuerwerk auf Babyparty löste Waldbrand aus

Ein Feuerwerk auf einer Geschlechts-Enthüllungsparty hat im US-Bundesstaat Kalifornien ein verheerendes Buschfeuer verursacht. Der Brand sei durch "ein raucherzeugendes pyrotechnisches Gerät" ausgelöst worden, teilte die kalifornische Behörde für Forstwesen und Brandschutz auf Twitter mit.

Das sogenannte El Dorado Fire nahe Oak Glen im Bezirk San Bernardino war am Samstagmorgen ausgebrochen. 2800 Hektar Land wurden durch die Flammen zerstört, zahlreiche Bewohner mussten ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Mehr als 500 Feuerwehrleute und vier Hubschrauber waren bei der Bekämpfung des Feuers im Einsatz.

09:35 Uhr

Polizei nimmt mutmaßlichen Messerstecher von Birmingham fest

Die Polizei hat einen 27 Jahre alten Mann festgenommen, der im britischen Birmingham wahllos auf Passanten eingestochen haben soll. Der Mann sei des Mordes und des siebenfachen versuchten Mordes verdächtig, teilte die Polizeimit. Am Abend zuvor waren Bilder des Gesuchten veröffentlicht worden.

Bei der Attacke war in der Nacht zum Sonntag ein Mann ums Leben gekommen, sieben Menschen hatten zum Teil schwere Verletzungen erlitten. Die Angriffe ereigneten sich im Zentrum der Stadt an vier Orten und über einen Zeitraum von etwa zwei Stunden. Die Polizei ermittelt wegen Mordes und geht nicht von einer Terrorattacke, rassistischen Motiven oder Bandenkriminalität aus. Die Ermittler riefen am Sonntag die Bevölkerung zu größter Vorsicht auf. Messerattacken sind seit Jahren ein großes Problem in Großbritannien.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:36 Uhr

Von Krokodil in Unstrut fehlt jede Spur

Nach einem langen Sonntag haben Polizei und Feuerwehr die Suche nach einem Krokodil in Thüringen vorerst erfolglos eingestellt. "Man hat keinerlei Feststellungen in irgendeiner Weise machen können", sagte Polizeisprecherin Fränze Töpfer. Nach zehn Stunden erfolgloser Suche habe man die Fahndung darum am Sonntagabend abgebrochen. Gegen Mittag und am Abend hatten Anrufer bei der Polizei angegeben, das Krokodil gesehen zu haben.

Schon Ende August hatten Angler in Sachsen-Anhalt gemeldet, den Exoten in der Unstrut gesichtet zu haben. Die großangelegte Suche nach dem Krokodil im Burgenlandkreis wurde dann aber am vergangenen Donnerstag eingestellt. Ein Anrufer hatte nun am Sonntag der Polizei aufgeregt berichtet, ein Krokodil am Ufer der Unstrut bei Schönewerda (Kyffhäuserkreis) gesehen zu haben - das Tier habe sogar Pferde aufgescheucht. Das war der Auftakt zu einer umfangreichen Suchaktion: Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr durchkämmten zusammen mit dem Kreisbrandinspektor und einem Vertreter der örtlichen Naturschutzbehörde die Region nach dem Tier. Um das Gebiet einzugrenzen, wurden die Schleusen Ritteburg und Wendelstein geschlossen, Radwege wurden mit Autos abgesperrt, die Polizei gab eine Warnmeldung per App raus. Ein Polizeihubschrauber und eine Drohne der Feuerwehr hielten sogar aus der Luft Ausschau nach dem Krokodil.

07:57 Uhr

Fahrer flüchtet und löst Tankstellenbrand aus

Auf der Flucht vor der Polizei ist ein Autofahrer in einer Tankstelle bei Wiesbaden in eine Zapfsäule gerast. Der Wagen fing sofort Feuer, sechs Menschen wurden verletzt, wie die Polizei mitteilte. Beamte hatten das Auto in der Nacht kontrollieren wollen. Der Fahrer versuchte über eine Bundesstraße und die Autobahn 66 in Richtung Rüdesheim zu flüchten.

Mit zu hoher Geschwindigkeit nahm der 50 Jahre alte Fahrer dann die Tankstellenausfahrt bei Wiesbaden, verlor die Kontrolle über das Auto und raste in eine Zapfsäule. Mehrere Beamte retteten den Fahrer aus dem brennenden Auto. Der 50-Jährige wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht. Vier Beamte und der Tankstellenmitarbeiter verletzten sich leicht. "Der Fahrer hat stark nach Alkohol gerochen", sagte die Polizei.

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Ob er betrunken Auto gefahren ist, war zunächst nicht bekannt.

(Foto: dpa)

07:04 Uhr

Der Kokain-Schmuggel boomt wie nie zuvor

Der illegale Drogenhandel ist durch die Corona-Krise nach Erkenntnissen von Europol nicht zurückgegangen. Der Schmuggel von Kokain aus Südamerika nach Europa steuere sogar auf "Rekordwerte" zu, sagte Sascha Strupp, strategischer Analyst für Drogenhandel bei Europol in Den Haag. "Corona hat gar keinen Einfluss auf den Schmuggel über den Meeresweg gehabt." Der gesamte Drogenmarkt ist nach den Worten des Drogenexperten "ein Wachstumsmarkt."

Das Volumen der eingeschleusten Drogen ist nur schwer zu schätzen. Deutliche Hinweise auf eine Zunahme sehen Ermittler etwa in der Menge der beschlagnahmten Drogen. Im Hafen von Rotterdam wurden im ersten Halbjahr 2020 mehr als 25.000 Kilogramm Kokain sichergestellt, mehr als doppelt so viel wie im selben Zeitraum des Vorjahres. Bereits 2019 hatten die Zollfahnder eine Rekordmenge entdeckt: insgesamt 34.000 Kilogramm Kokain, fast doppelt so viel wie 2018. In einem Dorf im Nordosten der Niederlande war kürzlich das bisher größte bekannte Kokain-Labor des Landes aufgespürt worden, in dem bis zu 200 Kilogramm täglich verarbeitet werden konnten.

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06:59 Uhr

Studie: Autoindustrie nicht mehr Motor der deutschen Wirtschaft

Die Automobilindustrie hat laut einer Studie durch die Corona-Krise nach vielen Jahren ihre Rolle als Motor des deutschen Wirtschaftswachstums eingebüßt. Die Krise habe die Autoindustrie im Vergleich zu anderen Branchen besonders hart getroffen, heißt es in der Untersuchung des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW), über die das "Handelsblatt" in seiner Montagsausgabe berichtet.

Zunächst seien die globalen Lieferketten in der Autobranche durch die Pandemie von einem Angebotsschock getroffen worden. "Jetzt ist die Branche mit einem Nachfrageschock konfrontiert, von dem sie sich nur langsam wieder erholt", wird die Studie zitiert. Erschwert werde die Situation dadurch, dass bereits hohe Überkapazitäten existierten und der technologische Wandel die Geschäftsergebnisse belaste. "In der Folge steht die Autoindustrie erstmals nach einem Jahrzehnt wieder vor spürbaren Personalanpassungen und wird als Wachstumslokomotive für den Standort Deutschland zunächst ausfallen", resümieren die Forscher laut "Handelsblatt".

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06:26 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

nach monatelanger Pause wegen der Corona-Pandemie wird in London heute die Anhörung zum US-Antrag auf Auslieferung des Wikileaks-Gründers Julian Assange fortgesetzt. Die US-Justiz wirft dem 49-Jährigen vor, der Whistleblowerin Chelsea Manning geholfen zu haben, geheimes Material von US-Militäreinsätzen im Irak und in Afghanistan zu veröffentlichen. Bei einer Verurteilung in allen Anklagepunkten drohen ihm bis zu 175 Jahre Haft.

Außerdem werden heute noch diese Themen wichtig:

  • Um die unterschiedlichen Geständnisse des Hauptangeklagten geht es heute im Prozess um den Mordfall Lübcke. Vor dem Oberlandesgericht Frankfurt sollen ein früherer Anwalt von Stephan Ernst und ein aktueller Pflichtverteidiger aussagen. Außerdem will das Gericht erneut Ernst selbst befragen. Hintergrund ist die Rolle des Mitangeklagten Markus H. in den verschiedenen Geständnissen, bei denen Ernst von jeweils unterschiedlichen Anwälten beraten worden war.
  • Knapp zweieinhalb Jahre nach den ersten Urteilen gegen Mitglieder der rechtsextremen "Gruppe Freital" verhandelt der Staatsschutzsenat des Oberlandesgerichts Dresden erneut. Im zweiten Prozess um rechten Terror müssen sich vier weitere mutmaßliche Mitglieder und Unterstützer vor dem Staatsschutzsenat verantworten. Die drei 27, 31 und 53 Jahre alten Männer und eine 31-Jährige sollen sich an einigen Taten der Gruppierung beteiligt haben: Ihnen wird Beihilfe zum versuchten Mord, Sprengstoffexplosion, Sachbeschädigung und Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen vorgeworfen.
  • Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe informiert heute über den ersten bundesweiten Probealarm seit der Wiedervereinigung am kommenden Donnerstag (10. September). Dabei sollen unterschiedlichste Warnmöglichkeiten für den Katastrophenfall getestet werden, etwa Sirenen, Durchsagen per Lautsprecher, Mitteilungen über soziale Medien und Warn-Apps sowie digitale Werbetafeln.
  • Der Prozess gegen einen Clanchef und drei seiner Brüder um mutmaßliche Straftaten zum Nachteil des Rappers Bushido geht am Landgericht Berlin weiter. Die seit drei Verhandlungstagen laufende Zeugenbefragung des Musikers soll fortgesetzt werden. Der 41-Jährige - mit bürgerlichem Namen Anis Ferchichi - hatte sich zuletzt zu geschäftlichen Beziehungen mit dem Hauptangeklagten geäußert.

Mein Name ist Juliane Kipper und ich begleite Sie heute bis in den frühen Nachmittag durch den Tag. Sie haben Anregungen oder Kritik? Dann erreichen Sie mich unter: juliane.kipper@nama.de

06:10 Uhr

Camping-Trip endet in Flammeninferno

Asche regnet vom Himmel, lodernde Flammen versperren die Straßen, Camper und Wanderer bangen um ihr Leben: Rasch um sich greifende Waldbrände haben Teile Kaliforniens am Wochenende in eine Feuerhölle verwandelt. Mithilfe von Militärhubschraubern wurden mehr als 200 Urlauber aus einer lebensgefährlichen Situation gerettet. Die Flammen hatten in der Nacht zum Sonntag einen Campingplatz an dem Mammoth-Pool-Stausee in der Sierra Nevada umzingelt. Der Rückweg auf der einzigen Straße dorthin war durch umgestürzte Bäume blockiert. "Wir dachten, wir würden sterben", erzählte Jerber Maradiaga nach der Rettungsaktion am Sonntag dem "San Francisco Chronicle". In nasse Tücher gewickelt hätten er und seine Familie am Rand des Sees ausgeharrt. Saul Hernandez sprang mit seinen Freunden ins Wasser. Sie hätten wegen des Rauchs kaum Atmen können, schilderte der 26-Jährige das Schreckensszenario. "Es fühlte sich an, als würden wir in einem Ofen sitzen."

Die Rettung kam aus der Luft. Mit Hubschraubern flog die US-Nationalgarde die mehr als 200 festsitzenden Urlauber in der Nacht nach Fresno. Nach Angaben des Sheriffs im Bezirk Madera County wurden 20 Verletzte, einige mit Knochenbrüchen und Verbrennungen, in Krankenhäuser gebracht.

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05:54 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht