Montag, 08. August 2022Der Tag

mit Janis Peitsch
Janis Peitsch
22:33 Uhr

Das war Montag, der 08. August 2022

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(Foto: picture alliance/dpa)

Liebe Leserinnen und Leser,

der erste Tag der Woche ist hiermit geschafft. Damit Sie nicht uninformiert einschlafen, empfehle ich noch folgende Artikel als Bettlektüre:

Hier in der Redaktion gehen langsam die Lichter aus. Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend und einen geruhsamen Schlaf.

22:06 Uhr

Wolfsbestand in den Alpen wächst weiter - und reguliert sich irgendwann selbst

Die Zahl der Wolfsrudel in den Alpen wächst rasant, um zurzeit mehr als 25 Prozent im Jahr. Das berichtete am Montag der Verein Gruppe Wolf Schweiz (GWS), der sich für ein friedliches Zusammenleben zwischen Menschen und einheimischen Großraubtieren einsetzt. Der gesamte Lebensraum für Wölfe dürfte in den Alpen in etwa fünf Jahren ausgeschöpft sein. "Der Wolfsbestand reguliert sich dann selber und wächst nicht mehr weiter an", berichtete der Verein. 2021 habe es im Alpenraum nach Schätzungen mehr als 250 Rudel gegeben. In diesem Jahr dürften es mehr als 300 werden. Der Verein geht davon aus, dass insgesamt Raum für etwa 800 Rudel ist. Der Verein betont, wie wichtig ein flächendeckender und konsequenter Herdenschutz für Nutztiere ist. Erst vergangene Woche war erstmals im Kanton St. Gallen auf der Alp Brändlisberg ein einjähriges Rind von Wölfen gerissen worden. Bauernverbände haben immer wieder vergeblich mehr Abschussgenehmigungen gefordert.

21:46 Uhr
Breaking News

"Grease"-Star Olivia Newton-John gestorben

Die australische Sängerin und Schauspielerin, Olivia Newton-John, ist im Alter von 73 Jahren gestorben. Das teilt ihr Ehemann John Easterling auf Facebook mit. Newton-John wurde mit Chart-Hits wie "Physical", "Have You Never Been Mellow" und "You're the One That I Want" bekannt. In Erinnerung bleibt zudem ihre Rolle im Musical "Grease" und die Duette mit John Travolta.

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21:28 Uhr

Zappenduster in Tirol: Nach Notabschaltung 40.000 Haushalte ohne Strom

Am Vormittag hat es in Tirol einen großflächigen Stromausfall gegeben. Betroffen war der Raum Innsbruck bis ins Oberland. Nach Angaben von Tinetz-Sprecher Christian Ammer kam es im Zuge von Umbauarbeiten beim Umspannwerk Ost gegen 10.45 Uhr zu einem Betriebsmitteldefekt. Dieser Defekt habe dann zu einer automatischen Abschaltung geführt. Es handle sich dabei um einen Schutzmechanismus, damit sich dieser Fehler nicht weiter ausbreite, so Ammer. Das habe allerdings für die Stadt Innsbruck und die umliegenden Umspannwerke die Stromversorgung unterbrochen. Insgesamt waren nach Tinetz-Angaben 34 weitere Umlandgemeinden zeitweilig ohne Strom. Insgesamt waren allein im Tinetz-Versorgungsgebiet rund 40.000 Haushalte betroffen. Neben den privaten Haushalten waren auch Geschäfte sowie der öffentliche Verkehr für rund eine Stunde ohne Stromversorgung. Die Ampeln vor den Tunneln auf den Autobahnen waren auf Rot geschaltet, daher bildete sich Stau.

20:38 Uhr

Regisseur Lars von Trier an Parkinson erkranktlars von trier

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(Foto: picture alliance/AP Images)

Er gehört zu den bekanntesten Filmemachern Europas: Nun wird bekannt, dass Lars von Trier Parkinson hat. Das berichtet der dänische Rundfunk DR unter Berufung auf die Produktionsfirma des dänischen Filmemachers. Demzufolge ist der Regisseur jedoch trotz der Diagnose in guter Stimmung. Er werde wegen der Symptome behandelt, könne aber die Arbeit an der Mini-Horror-Serie "Riget Exodus" wie geplant fortsetzten.

Von Trier gewann 2000 in Cannes für "Dancer in the Dark" mit der isländischen Musikerin Björk in der Hauptrolle die Goldene Palme. Der internationale Durchbruch war ihm 1996 mit dem mehrfach ausgezeichneten Drama "Breaking the Waves" gelungen.

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19:41 Uhr

Rauchmelder informiert Sohn in London - Mutter in München wird gerettet

Schöne, neue Welt: Rauchmelder in einem Haus in München haben einer Frau mutmaßlich das Leben gerettet. Allerdings hatte nicht die schlafende Frau die Rauchmelder gehört - sondern ihr Sohn in London bekam eine entsprechende Meldung auf sein Handy und verständigte die Polizei in London. Die setzte sich mit ihren Kollegen in München in Verbindung, sodass die Feuerwehr alarmiert werden konnte.

Wie die Münchner Feuerwehr mitteilte, hatte die Hausbewohnerin in der Nacht von Freitag auf Samstag ihr Essen auf dem Herd vergessen und war eingeschlafen. Die Speisen fingen Feuer und die Rauchmelder schlugen Alarm. Der Sohn wies die Münchner Einsatzkräfte mithilfe einer Überwachungskamera über der Haustür in die Situation ein und konnte den Einsatz aus der Ferne mitverfolgen. Die Frau wurde unverletzt aus dem Gebäude geholt.

18:52 Uhr

Deutscher Konsularbeamter nach Tod von Ehemann in U-Haft

Im Fall des toten Ehemannes eines deutschen Diplomaten erhärten sich die Vorwürfe gegen den Beschuldigten. In einem Statement spricht die brasilianische Polizei von "wiederholten stumpfen Gewalteinwirkungen" auf den Toten, es seien über 30 Verletzungen festgestellt wurden.

Nun haben die Behörden den Mann in Rio de Janeiro in Untersuchungshaft genommen. Die Verteidigung habe sich auf die konsularische Immunität berufen, wie aus einer Mitteilung der Justiz hervorgeht. Nach Meinung des Richters habe das mögliche Verbrechen im Apartment des Paares aber keinen Bezug zu den konsularischen Aufgaben.

Der deutsche Konsularbeamte war am Samstag vorläufig festgenommen worden. Medienberichten zufolge waren er und sein belgischer Ehemann seit über 20 Jahren verheiratet.

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17:57 Uhr

Italien wegen Rekordjackpot im Lottofieber

Angesichts eines Rekordjackpots geht in Italien das Lottofieber um. Morgen sind bei der Ziehung "Superenalotto" 250,4 Millionen Euro drin - das ist der höchste Jackpot in der italienischen Lottogeschichte.

Die Glücksspieler müssen sechs Zahlen zwischen 1 und 90 richtig tippen. Das ist letztmals vor mehr als einem Jahr gelungen, weswegen der Jackpot derart anschwoll.

Die Gewinnchancen sind mit rund eins zu 623 Millionen allerdings extrem niedrig. Der bisherige Höchstgewinn in Italien waren gut 209 Millionen Euro im August 2019 - ebenfalls beim "Superenalotto".

17:01 Uhr

Nach Liebes-Aus - Kanye West schießt wieder gegen Pete Davidson

Mit einer geschmacklosen Aktion attackiert Kanye West erneut seinen Rivalen Pete Davidson. Auf Instagram postete der Rapper eine gefälschte Titelseite, die Davidsons Tod vermeldet. Kurz zuvor hatte die Meldung die Runde gemacht, dass sich Davidson und Wests Ex-Frau Kim Kardashian getrennt haben sollen.

"Skete Davidson ist mit 28 Jahren gestorben" steht auf der gefälschten Titelseite der "New York Times". Skete ist Wests verächtlicher Spitzname für den Komiker. Die Aktion ist nicht Wests erste fragwürdige Anspielung auf den Tod des US-Komikers. In dem Video zu seinem Song "Eazy" wird eine Knetfigur lebendig begraben, die Pete Davidson ähnelt.

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17:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:05 Uhr

Orban im Mittelmeer aus Seenot gerettet

Ungarns rechtspopulistischer Regierungschef Viktor Orban verbringt seine Sommerurlaube meist in Kroatien am Meer. Nun ist der 59-Jährige laut einem Medienbericht dort aus Seenot gerettet worden.

"Sein Schlauchboot war kaputtgegangen, und so habe ich ihn, seine Frau und seinen Leibwächter ans Ufer gebracht", sagte der Journalist Boris Vrkic der Tageszeitung "Slobodna Dalmacija". Dem Blatt, für das er früher selbst gearbeitet hatte, überließ Vrkic auch ein Foto, das ihn zusammen mit Orban in seinem Boot zeigt.

Der Vorfall ereignete sich demnach am Wochenende in einer Bucht der Insel Vis. Während der Rettungsaktion sei Orban guter Laune gewesen, sagte Vrkic. Anschließend habe er ihm ein Fischrestaurant über der Bucht von Rukavac empfohlen.

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15:50 Uhr

Brand in Sächsischer Schweiz nicht vor Ende der Woche gelöscht

Im Waldbrandgebiet Nationalpark Sächsische Schweiz kämpfen Hunderte Einsatzkräfte weiter gegen die Flammen. "Der Brand ist in einem kontrollierbaren Bereich, aber noch immer treten Flammen aus dem Boden", sagte Thomas Kunz vom Landratsamt Sächsische Schweiz-Osterzgebirge auf Anfrage. Die Zahl der Einsatzkräfte wurde auf 800 Feuerwehrleute, auch aus anderen Bundesländern, erhöht. "Die hohen Temperaturen um die 30 Grad macht die Zahl notwendig, weil es sich um einen sehr intensiven körperlichen Einsatz handelt", erläuterte Kunz. Der trockene und harte Boden müsse mit Hacken und Spaten aufgegraben werden, um die Glutnester zu bekämpfen. Nach derzeitigem Stand wird der Einsatz mit dieser Einsatzstärke mindestens bis Ende der Woche andauern. Maschinen sind laut Experten in dem felsigen und steilen Brandgebiet nicht einsetzbar.

14:51 Uhr

Krankenwagen als Taxi - Mann täuscht Schlaganfall vor

Weil er nach Hause gefahren werden wollte, hat ein Mann in Mittelfranken den Notruf gewählt und einen Schlaganfall vorgetäuscht. Dies sei dem 51-Jährigen aus der Region Heidenheim aber "nicht überzeugend" gelungen, teilte die Polizei mit.

Statt eines Schlaganfalls stellten die Einsatzkräfte bei dem Mann etwas Anderes fest: mehr als zwei Promille Alkohol im Blut. Nach Angaben der Polizei hatte der Mann in der Vergangenheit bereits zwei Mal diesen Trick versucht, um bequem nach Hause zu gelangen. Ihn erwartet nun eine Anzeige wegen Missbrauchs von Notrufen.

14:15 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

mein Kollege Alexander Schultze darf nun seinen wohlverdienten Feierabend genießen. Mein Name ist Janis Peitsch und bis zum Abend versorge ich Sie im "Tag" mit spannenden und unterhaltsamen Nachrichten aus aller Welt.

Bei Fragen, Anregungen oder Kritik - gerne eine Mail an dertag[at]n-tv.de.

Los geht's!

14:00 Uhr

Polizei nimmt Randalierer fest - er stirbt später im Krankenhaus

Nach einem größeren Polizeieinsatz in Oer-Erkenschwick in Nordrhein-Westfalen am Sonntagabend ist ein Mann im Krankenhaus gestorben. Zeugen hätten gegen 19.35 Uhr die Polizei alarmiert, weil ein 39-Jähriger in einer Wohnung randaliert haben soll. Da der Verdächtige massiven Widerstand geleistet habe und sich von den Beamtinnen und Beamten nicht beruhigen ließ, sei Pfefferspray eingesetzt worden, teilte die Polizei mit. Zudem sei der 39-Jährige von der Polizei fixiert worden. Als der Mann das Bewusstsein verlor, sei er mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht worden. In der Nacht zum Montag sei er dort gestorben, hieß es weiter. Es gebe Anhaltspunkte dafür, dass der Mann unter Drogeneinfluss gestanden habe. Nach bisherigen Erkenntnissen habe sich auch eine Frau in der Wohnung befunden, die sich selbst in Sicherheit bringen konnte.

13:36 Uhr

Queen Elizabeth II. sagt Begrüßungszeremonie in Schottland ab

Traditionell wird Queen Elizabeth II. mit einer Begrüßungszeremonie zu ihrem Sommerurlaub auf Schloss Balmoral in Schottland willkommen geheißen. Dieses Event wurde nun jedoch kurzfristig abgesagt, wie der britische "Mirror" berichtet. Stattdessen findet eine kleine, private Veranstaltung statt. Die Neuigkeit löst erneut Sorgen um die Gesundheit der 96-jährigen Monarchin aus. Die Königin soll laut "Mirror" bis vor wenigen Tagen noch vorgehabt haben, an der offiziellen Begrüßungszeremonie teilzunehmen. Es ist - abgesehen von der pandemiebedingten Absage 2020 - das erste Mal seit Jahrzehnten, dass das Event gecancelt wird. Der Buckingham Palast ließ laut "Mirror" verlauten, dass die jetzt geplante private Zeremonie "im Einklang" damit sei, den Terminplan der Königin an ihr "Wohlbefinden" anzupassen. Bei der Zeremonie inspiziert die Königin traditionell eine schottische Ehrengarde und trifft das Maskottchen des Royal Regiment of Scotland, das Shetland-Pony Lance Corporal Cruachan IV.

13:21 Uhr

Mitangeklagter im Unternehmer-Mord von Wuppertal freigesprochen

Fünfeinhalb Jahre nach dem gewaltsamen Tod eines Unternehmerehepaars aus Wuppertal ist der Mitangeklagte endgültig vom Vorwurf des zweifachen Mordes freigesprochen. Der Bundesgerichtshof (BGH) verwarf die Revision der Staatsanwaltschaft gegen den Freispruch durch das Düsseldorfer Landgericht. Der Enkel des Ehepaars war wegen Mordes und Totschlags bereits 2018 rechtskräftig zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Landgericht Wuppertal sah es als erwiesen an, dass der zur Tatzeit 25-Jährige im März 2017 erst seinen Großvater nach einem Streit tötete und danach seine Großmutter, um die erste Tat zu verdecken. Der Prozess gegen einen Bekannten des Enkels wegen möglicher Mittäterschaft dauerte aber länger. Das Wuppertaler Gericht sprach ihn zunächst frei. Es folgten weitere Verhandlungen in Düsseldorf und in Karlsruhe.

Einen anderen Aspekt berät der BGH noch: Der Angeklagte war nämlich wegen des unerlaubten Erwerbs von zwei Schusswaffen zu zweieinhalb Jahren Haft verurteilt worden und hatte dagegen selbst Revision beim BGH eingelegt. Darüber werde der dritte Strafsenat voraussichtlich in einer Hauptverhandlung beraten, kündigte er an.

12:59 Uhr

Trotz Pandemie 410.000 Besucher: Documenta mit guter Halbzeitbilanz

Die Documenta fifteen in Kassel hat in der ersten Hälfte ihrer 100-tägigen Laufzeit über 410.000 Besucher gezählt. Das teilte die Pressestelle der Weltkunstausstellung mit. "Damit verzeichnet die Documenta fifteen in der Zwischenbilanz trotz geringerer Planungs- und Reisebereitschaft in der Corona-Pandemie annähernd die Zahlen der bisher besucherstärksten Ausgabe", hieß es. Die Documenta 14 im Jahr 2017 besuchten während der ersten 50 Tage demnach 445.000 Menschen. Die Documenta, die es seit 1955 in Kassel gibt, wird nur alle fünf Jahre veranstaltet. Die diesjährige Schau dauert noch bis zum 25. September.

12:39 Uhr

Auch Newcastle bewirbt sich um ESC-Austragung 2023

Nach mehreren anderen britischen Städten geht auch die nordostenglische Stadt Newcastle ins Rennen um die Ausrichtung des Eurovision Song Contests im kommenden Jahr. Der Wettbewerb sei eine einmalige Gelegenheit und habe enormes Potenzial, mehr Besucher nach Newcastle zu locken und die dortige Wirtschaft zu stärken, hieß es von den Vertretern der Stadt. Großbritannien wird 2023 als Gastgeberland für den Eurovision Song Contest anstelle der Ukraine einspringen, die in diesem Jahr in Turin mit dem Kalush Orchestra den Wettbewerb gewonnen hat. Aus Sicherheitsgründen kann der nächste ESC jedoch nicht im Siegerland gefeiert werden. Großbritannien bot als Zweitplatzierter die Ausrichtung an. Die Briten sind schon häufiger als Ausrichter eingesprungen. Mehrere britische Städte haben bereits ihre Bewerbung angekündigt. Außer der Hauptstadt London wollen auch Manchester, Liverpool, Leeds und Sheffield sowie die schottischen Großstädte Glasgow und Aberdeen ins Rennen gehen.

12:18 Uhr

80-Jährige in Delmenhorst getötet - Enkel ist tatverdächtig

Vor einem Einfamilienhaus in Delmenhorst (Niedersachsen) haben Einsatzkräfte am Sonntagabend eine leblose 80-jährige Frau aufgefunden. Für die Bewohnerin des Hauses kam jede Hilfe zu spät, ein Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen, wie die Polizei mitteilte. Der Frau sei "offensichtlich Gewalt angetan" worden, hieß es. Ihr 22-jähriger Enkel hatte nach dem Bericht zuvor in einem Telefonat mit Angehörigen von einem Tötungsdelikt gesprochen. Der leicht verletzte Mann sei im Haus angetroffen und vorläufig festgenommen worden. Er gilt laut Polizei als dringend tatverdächtig und wurde zunächst ins Krankenhaus und anschließend in den Gewahrsam gebracht. Er sollte auf Antrag der Staatsanwaltschaft Oldenburg noch am Montag einem Haftrichter vorgeführt werden.

12:00 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:41 Uhr

Zweiter Tank explodiert - Feuer auf Kuba lodert noch immer

Auf Kuba kämpfen Feuerwehrkräfte weiter gegen den Brand eines Treibstofflagers im Norden der Karibikinsel. Ein zweiter Brennstofftank sei explodiert, zudem sei die Abdeckung eines weiteren Tanks des Lagers im Hafen von Matanzas eingestürzt, berichteten kubanische Medien am Sonntagabend (Ortszeit). Bei dem zweiten Tank sei Öl ausgelaufen, teilte die kubanische Regierung auf Twitter mit, man arbeite "intensiv und effektiv" daran, das Problem unter Kontrolle zu bekommen. Am Freitagabend hatte ein Blitz während eines Gewitters den Treibstofftank in Matanzas zur Explosion gebracht. Das Feuer griff auf andere Teile der Anlage über. Nach Angaben der kubanischen Regierung mussten zwischenzeitlich mehr als 120 Menschen medizinisch versorgt werden. Ein Mensch sei gestorben.

11:22 Uhr

Gorch Fock geht wieder auf große Fahrt: 100 Kadetten mit an Bord

Unter neuem Kommando ist das Segelschulschiff "Gorch Fock" von Kiel aus zu einem Ausbildungstörn gestartet. Mit Kommandant Kapitän zur See Andreas-Peter Graf von Kielmansegg verließ das 89 Meter lange Schiff am Vormittag seinen Heimathafen. Nach Angaben der Marine fahren bei der Reise seit langer Zeit erstmals wieder mehr als 100 Kadetten auf der Bark zur See. Geplant sind eine Teilnahme des Schiffs an der Hanse Sail in Rostock sowie Hafenaufenthalte in Stettin (Polen) und Helsinki (Finnland). Nach jahrelanger Sanierung hatte die Marine die "Gorch Fock" erst im vergangenen Jahr zurückbekommen. Die Kosten stiegen von zunächst geplanten 10 auf 135 Millionen Euro.

11:06 Uhr

CDU-Mann Rüddel wirft Lauterbach mit Konzept "Panikmache" vor

Der CDU-Gesundheitsexperte Erwin Rüddel hat Gesundheitsminister Karl Lauterbach wegen des neuen Corona-Schutzkonzepts der Bundesregierung Panikmache vorgeworfen. "Der eingeschlagene Weg ist ein Irrweg", sagte der Bundestagsabgeordnete im Deutschlandfunk. Im Sommer sei eine Grundimmunisierung erreicht worden, weshalb es seiner Meinung nach einen "relativ entspannten Corona-Herbst und -Winter" geben werde. Lauterbach verunsichere mit seinem Kurs die Bevölkerung. "Ich wundere mich, dass die FDP diesen Panikmodus auch mitmacht." Der Entwurf von Lauterbach und Justizminister Marco Buschmann sieht vor, dass die Länder Masken von Oktober an in öffentlich zugänglichen Innenräumen wieder verpflichtend machen können. Bundesweit soll weiterhin Maskenpflicht in Fernbahnen und Flugzeugen sowie zudem in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen gelten.

10:49 Uhr

Krypto-Chats verraten Drogenhändler: Razzia und Festnahme

Bei einem gemeinsamen Schlag von Zoll und Polizei gegen Rauschgifthändler sind in Nordrhein-Westfalen acht Tatverdächtige festgenommen worden. Außerdem konnten mehr als drei Kilo Marihuana, 750 Gramm Kokain, 95.000 Euro Bargeld und zwei Schusswaffen sichergestellt werden, teilte das Zollfahndungsamt in Essen mit. Als Hauptverdächtiger gilt demnach ein Mann aus Oelde, auf dessen Spur die Ermittler durch die Auswertung sogenannter Krypto-Chats kamen. Aus den Chats habe sich der Verdacht ergeben, dass der 43-Jährige mit Rauschgift im Wert von mindestens 260.000 Euro Handel getrieben habe.

10:32 Uhr

Maskierte räumen Juwelier am helllichten Tag aus

Am hellichten Tag stürmt eine Gruppe Maskierter einen Juwelier im New Yorker Stadteil Bronx. In Windeseile zertrümmern sie sämtliche Vitrinen und räumen die Schränke leer. Nach kurzer Zeit verschwinden sie mit Ihrer Beute - im Wert von mehr als zwei Millionen Euro.

10:17 Uhr

Finanzminister Lindner lässt Spitzensteuersatz unverändert

Puh, durchatmen bei der gehobenen Mittelschicht: Bundesfinanzminister Christian Lindner hat seine Pläne zum Abbau der sogenannten kalten Progression in der Einkommensteuer gegen Kritik der Koalitionspartner SPD und Grüne verteidigt. Zugleich kündigte der FDP-Chef an, den Grenzwert für den Höchstsatz der Einkommensteuer dabei unverändert lassen zu wollen. "Im Unterschied zu meinem sozialdemokratischen Vorgänger würde ich den Eckwert der Reichensteuer nicht verschieben", sagte Lindner dem "Handelsblatt". Die Abgaben steigen, je höher das Einkommen ist - der Spitzensteuersatz liegt bei 42 Prozent. Für Topverdiener gibt es aber noch einen Höchstsatz von 45 Prozent, die sogenannte Reichensteuer. Sie greift aktuell ab einem zu versteuernden Einkommen von knapp 278.000 Euro.

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10:03 Uhr

Feuerwehr hofft auf Autobahn-Freigabe nahe Grunewald

Die Berliner Feuerwehr hat ihre Löscharbeiten bei dem Brand im Grunewald fortgesetzt und will im Tagesverlauf versuchen, näher an den dortigen Sprengplatz heranzukommen. Ziel sei es, den Gefahrenbereich zu verkleinern, sagte ein Feuerwehrsprecher. Die Lage im Einsatzgebiet sei stabil, aber noch nicht unter Kontrolle. Bei einer am Morgen geplanten Einsatzbesprechung wollten die Einsatzkräfte vor Ort die Lage neu bewerten. Dabei sollte unter anderem besprochen werden, ob die seit Donnerstag gesperrte Autobahn 115 - genannt Avus - wieder freigegeben werden kann oder nicht. Auf der parallel zur Autobahn, aber in etwas größerem Abstand zum Waldbrand verlaufenden Bahnstrecke rollen seit Samstag wieder Züge.

09:24 Uhr

Proteste gegen Ausnahmezustand in Sri Lanka reißen nicht ab

Im Krisenstaat Sri Lanka gehen die Proteste gegen den Ausnahmezustand und die Verhaftung von Demonstranten weiter. Wie die sri-lankische Zeitung "The Morning" berichtete, haben Mitglieder der Protestbewegung Aragalaya (Singhalesisch für "Kampf") den 9. August zu einem "nationalen Tag des Protests" erklärt. Die Demonstranten forderten - ähnlich wie die Oppositionsparteien - insbesondere die Aufhebung des Ausnahmezustands, die Freilassung von Aktivisten sowie ein Ende der "Jagd" auf Protestierende, berichtete das Blatt. Der Staat mit seinen rund 22 Millionen Einwohnern erlebt derzeit die schlimmste Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten. Sri Lankas Präsident Ranil Wickremesinghe strebt derweil eine All-Parteien-Regierung an. Nur so könnten die Probleme gelöst werden. Im Volk stößt er aber auf Skepsis. Viele werfen ihm vor, hinter seinem Vorgänger Gotabaya Rajapaksa zu stehen, der Mitte Juli nach monatelangen Massenprotesten nach Singapur floh. Ihm und seiner Familie wird vorgeworfen, das Land durch Missmanagement heruntergewirtschaftet zu haben.

09:05 Uhr

Schneller als Speed Metal: Wacken 2023 nach fünf Stunden ausverkauft

Nach dem Festival ist vor dem Festival: Bereits fünf Stunden nach dem Start des Vorverkaufs für das Heavy-Metal-Festival in Wacken 2023 sind alle 80.000 Tickets verkauft gewesen. Dies teilte der Veranstalter des Wacken Open Air (W:O:A) mit. Der Verkauf sei am Sonntag um 20 Uhr gestartet, bereits nach fünf Stunden sei die gesetzte Marke von 80.000 Tickets erreicht worden. Ein Restkontingent an Karten wird den Angaben zufolge noch für die offiziellen Reisepartner des W:O:A zurückgehalten. Das Festival findet im kommenden Jahr zum 32. Mal statt, vom 2. August bis zum 5. August. Erstmals soll es vier Tage dauern. Angekündigt ist unter anderem die britische Band Iron Maiden. Das diesjährige Wacken Open Air war in der Nacht zu Sonntag zu Ende gegangen - 83.400 Fans kamen insgesamt.

08:42 Uhr

30 Prozent mehr als im Vorjahr - Linke will Strompreis deckeln

Nicht nur die explodierenden Gaspreise, sondern auch die zuletzt rasant gestiegenen Strompreise sollten aus Sicht der Linken gedeckelt werden. "Wir brauchen einen Strompreisdeckel und staatliche Preiskontrollen. Ein Mindestkontingent für Privathaushalte muss kostengünstig und preislich gedeckelt sein", sagte der Fraktionschef im Bundestag, Dietmar Bartsch, der "Augsburger Allgemeinen". "Die Preise sind außer Kontrolle", bilanzierte er. Er warf der Koalition aus SPD, Grünen und FDP Versagen vor, weil Deutschland die höchsten Strompreise Europas habe. Der Anstieg war zuletzt tatsächlich stark: Im Juni lagen die Strompreise laut den Vergleichsportalen Verivox und Check24 um rund 30 Prozent über dem Vorjahresniveau. Und spätestens zum Jahreswechsel ist Experten zufolge erneut mit flächendeckenden Strompreiserhöhungen für Millionen Haushalte zu rechnen.

08:27 Uhr

Opposition fordert Antworten zu Bargeld-Fund bei SPD-Mann Kahrs

Linke und Union machen Druck auf Bundeskanzler Olaf Scholz und den Ex-Bundestagsabgeordneten Johannes Kahrs, die neuesten Wendungen im Cum-Ex-Skandal zur Hamburger Warburg Bank aufzuklären. Im Zuge der Ermittlungen zu der Affäre sollen mehr als 200.000 Euro Bargeld in einem Schließfach von Kahrs gefunden worden sein. Die Hintergründe sind bisher unklar.

"Die Ungereimtheiten nehmen immer mehr zu. Es ist überhaupt nicht klar, woher Kahrs das Geld bekommen und inwiefern das sozialdemokratische Netzwerk in Hamburg von diesen Vorgängen profitiert hat", sagte Hamburgs CDU-Chef Christoph Ploß dem "Spiegel", und weiter: "Hier ist auch die SPD auf Bundesebene in der Pflicht, die Dinge endlich aufzuklären. Olaf Scholz und Peter Tschentscher müssen zur Aufklärung beitragen. Beide dürfen nicht länger abtauchen."

Linke-Parteivize Lorenz Gösta Beutin sagte: "Kahrs muss die Herkunft des Geldes lückenlos offenlegen. Viele Fragen sind beim Skandal um die Cum-Ex-Geschäfte und dem Millionen-Erlass für die Warburg-Bank offen. Möglicherweise lassen sich so auch Erinnerungslücken von Bundeskanzler Olaf Scholz schließen."

07:52 Uhr

Hunderte DIN-A4-Seiten ausdrucken: BDI-Chef verzweifelt an Windkraftausbau

Ja, da kann die Ampel beschleunigen wollen, wo es nur geht - wenn die Behörden am Ende auf dem Stand der 80er Jahre verweilen, wird das nix mit der Energiewende: Schnellere Genehmigungsverfahren etwa für Windräder sind aus Sicht des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI) zentral für den klimafreundlichen Umbau des Landes. "Der BDI geht von dem Bedarf einer Verdopplung der Genehmigungsverfahren für Windenergie- und Industrieanlagen in den kommenden acht Jahren aus", sagte Präsident Siegfried Russwurm. "Behörden in Bund und Ländern müssen bis 2030 je rund 20.000 Genehmigungen sowohl für Industrieanlagen als auch für Windräder erteilen."

Die im Koalitionsvertrag von SPD, Grünen und FDP vereinbarte Verkürzung der Verfahrensdauer um mindestens die Hälfte sei dafür völlig unzureichend, bemängelte Russwurm. "Die Bundesregierung muss die Verfahrensdauer noch viel stärker reduzieren. Schleppende Verfahren kosten die Unternehmen Geld und Wettbewerbsfähigkeit und gefährden das Erreichen der klimapolitischen Ziele."

Russwurm kritisierte die Arbeitsweise von Genehmigungsbehörden. Wenn man heute in einem Unternehmen über eine große Investition entscheide, sei ein 3D-Modell selbstverständlich. "Es kann doch nicht sein, dass man anschließend für die behördliche Genehmigung dieses Projekts Hunderte DIN-A4-Seiten ausdrucken muss. Der arme Mensch in der Behörde muss diese Kilometer von DIN-A4-Seiten in seinem Kopf wieder zusammensetzen."

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07:37 Uhr

Im Südwesten kommt man ordentlich ins Schwitzen

Hose, Jacke oder Badelatschen? Wie versprochen, bringen wir Sie in Sachen Wetter auf den aktuellen Stand:

Die neue Woche pendelt sich beständig um die 30-Grad-Marke ein. Schon am Montag wird es verbreitet sonnig, einzig ganz im hohen Norden und tief im Süden hängen dichtere Wolken fest, aus denen es bisweilen schauert und gewittert.

07:22 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

die neue Woche startet in vielen Teilen Deutschlands mit Sonne - den Bericht liefern wir Ihnen später noch. Nachrichtlich spürt man aber noch immer, dass Ferienzeit ist. Daher steht heute zunächst gar nicht so viel auf dem Tagesplan.

Weltpolitisch halten uns weiterhin drei große Konflikte in Atem. Zum Krieg in der Ukraine, hält Sie unser Ukraine-Ticker stets auf dem Laufenden. Dann setzt China offenbar seine Manöver rund um Taiwan weiter fort - obwohl ein Ende für Sonntag versprochen wurde. Und zum Schluss bleibt die Lage in Israel und dem Gazastreifen weiterhin angespannt. Zumindest gibt es hier seit dem gestrigen Abend einen Waffenstillstand.

In der Bundespolitik sorgt sicherlich das Parteiordnungsverfahren gegen Ex-Kanzler Gerhard Schröder für Aufsehen. Für den heutigen Montag wird eine Entscheidung erwartet. Wie die ausfällt, erfahren Sie natürlich bei uns. Dann wird es an Terminen aber schon sehr übersichtlich.

In der Wirtschaft sind sicherlich die Quartalszahlen von Biontech interessant. Die werden heute um 12 Uhr veröffentlicht. Dazu und zu allen weiteren Themen rund um die Börse, hält Sie unsere Wirtschaftsredaktion im Börsen-Tag auf dem Laufenden.

Und dann hätte ich ja beinahe noch den Weltkatzentag vergessen. Der ist nämlich heute. Dazu haben wir für Sie später noch eine schöne Bilderserie im Angebot.

So, Sie können sich jetzt noch einen Kaffee holen und dann starten wir. Ich versorge Sie bis 14 Uhr in aller Kürze mit allem Wichtigen. Mein Name ist Alexander Schultze. Sollten Sie Fragen, Anregungen oder Kritik haben, schreiben Sie mir unter dertag@n-tv.de.

07:06 Uhr

Hat Londoner Polizei Hunderte schwarze Kids bewusst schikaniert?

Binnen zwei Jahren sind mehr als 600 Kinder und Jugendliche von Londoner Polizisten einer Leibesvisitation unterzogen worden. Mehr als 95 Prozent der betroffenen Minderjährigen waren männlich und 58 Prozent von ihnen hatten eine schwarze Hautfarbe, wie aus einem Bericht der englischen Kinderschutzbeauftragten Rachel de Souza hervorgeht. De Souza zeigte sich "zutiefst schockiert" von den Zahlen. De Souza hatte die Daten bei der Londoner Polizei eingefordert, nachdem der Fall einer 15-jährigen Schwarzen Schlagzeilen gemacht hatte, die fälschlich des Drogenbesitzes verdächtigt wurde und sich vor Polizeibeamtinnen entkleiden musste, obwohl diese wussten, dass sie ihre Periode hatte. Dem Bericht zufolge wurden zwischen 2018 und 2020 insgesamt 650 Minderjährige im Alter zwischen 10 und 17 Jahren einer Leibesvisitation unterzogen. In 23 Prozent der Fälle war kein unparteiischer Erwachsener anwesend.

06:51 Uhr

Doch kein Ende in Sicht: China führt Manöver nahe Taiwan fort

Ungeachtet seiner anfänglichen Ankündigung, dass die chinesischen Manöver um Taiwan am Sonntag enden sollten, hat die Volksbefreiungsarmee die Übungen am Montag fortgesetzt. Wie Chinas Staatsfernsehen berichtete, hätten sich die Kampfübungen in der Luft und See der Meerenge der Taiwanstraße auf "gemeinsame Einsätze gegen Unterseeboote und zum Angriff auf See konzentriert". Bei der Ankündigung der Manöver am vergangenen Dienstag hatte China ursprünglich einen Abschluss am Sonntag in Aussicht gestellt. Bisher wurde allerdings kein formelles Ende mitgeteilt. Einige chinesische Kommentatoren hatten vielmehr geäußert, dass die Militärübungen regelmäßig stattfinden und eine neue Normalität werden könnten. Der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Wu Qian, bezeichnete die Manöver am Montag als "notwendige Warnung" an die USA und Taiwan. Es sei eine "angemessene" Reaktion auf deren "Provokationen".

06:34 Uhr

RKI-Chef Wieler: Mehr exotische Krankheiten durch Klimawandel in Deutschland

RKI-Präsident Lothar Wieler ruft angesichts der Klimaerwärmung dazu auf, auch exotische Krankheiten hierzulande in den Blick zu nehmen. "Der Klimawandel führt in Deutschland zu einer Ausdehnung der Lebensräume für Mücken und Zecken", sagte der Chef des Robert-Koch-Instituts den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Viele Mücken- und Zeckenarten können virale, bakterielle und parasitäre Infektionserreger übertragen", so Wieler. Das könnten etwa Zika- oder Dengue-Viren sein. "Auch ist eine Rückkehr der Malaria möglich, die durch Plasmodien hervorgerufen wird." Es sei daher wichtig, die Ärzteschaft hierzulande für diese Krankheiten zu sensibilisieren. "Dies ist auch ein wichtiges Anliegen des RKI."

06:18 Uhr

Studie zweifelt an großer Wirkung des 9-Euro-Tickets

Ersten wissenschaftlichen Auswertungen zufolge führt das 9-Euro-Ticket nicht dazu, dass viele Menschen ihr Auto stehen lassen. "Viele der aktuellen Daten muss man mit Vorsicht genießen", sagte der Projektleiter öffentlicher Verkehr des Interessenverbands Agora Verkehrswende, Philipp Kosok. "Das, was vorliegt, sind allerdings sehr alarmierende Daten. Es deutet darauf hin, dass mit dem 9-Euro-Ticket mehr Verkehr erzeugt und vor allem kaum verlagert wird." Der Versuch habe somit keine positive Klimaschutzwirkung, möglicherweise sogar eine negative, sagte Kosok weiter. "Es deutet sich an, dass wir hier keinen klaren Klimavorteil mit dieser Aktion haben." Unter anderem bei Befragungen des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) als auch bei einer Untersuchung im Großraum München war zuletzt herausgekommen, dass lediglich rund drei Prozent der Befragten ihr Auto zugunsten des öffentlichen Nahverkehrs stehen ließen.

06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht

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