Dienstag, 08. September 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:36 Uhr
22:03 Uhr

Jugendlicher bespuckt Fahrgast ohne Maske und schlägt Polizisten

Ein 14-Jähriger soll sich offenbar große Sorgen vor einer Corona-Infektion gemacht haben. So große, dass er in einer Regionalbahn bei Kassel einen älteren Fahrgast bespuckte.

Wie die Polizei mitteilte, war der Schüler in einer Gruppe mit vier weiteren Jugendlichen unterwegs, als es zu dem Vorfall kam. Der 14-Jährige habe den Fahrgast beleidigt, da dieser keine Maske getragen haben soll. Der 75-Jährige habe erklärt, er sei aus gesundheitlichen Gründen vom Tragen der Maske befreit. Daraufhin habe der Jugendliche den Fahrgast weiter beschimpft und bespuckt.

Die zur Hilfe gerufenen Polizisten seien von dem 14-Jährigen angeschrien und beleidigt worden. Er habe sich nur schwer von der Gruppe trennen lassen und nach den Beamten getreten und geschlagen.

21:30 Uhr

Unglaubliche Formel-1-Wette: Aus 20 Cent 33.000 Euro gemacht

Beim Grand Prix von Italien stand zum ersten Mal seit acht Jahren kein Mercedes-, Ferrari- oder Red-Bull-Pilot auf dem Podium. Dementsprechend hoch war auch die Quote der Wettanbieter für Pierre Gasly, Carlos Sainz und Lance Stroll als Top 3 im Grand Prix von Italien. Ein Finne hat richtig getippt und abgeräumt: Er lag tatsächlich richtig mit seinem Tipp, berichten finnische Medien. Der Spieler hatte 20 Cent auf das Trio Gasly, Sainz und Stroll gesetzt und war am Sonntag damit um 33.398 Euro reicher (das 166.990-fache seines Einsatzes).

Mehr Sport-Meldungen finden Sie im Sport-Tag.

21:12 Uhr

Mann in Pakistan wegen Blasphemie zum Tode verurteilt

Ein Gericht in der pakistanischen Stadt Lahore hat einen Christen wegen Blasphemie zum Tode verurteilt. Das Urteil wolle der 37-Jährige in der nächst höheren Instanz anfechten, sagte sein Anwalt. Seit Oktober 2013 befand sich der Mann in Haft, nachdem ihn Arbeitskollegen der Gotteslästerung beschuldigt hatten. Er soll den muslimischen Propheten Mohammed in Textnachrichten beleidigt haben, was der 37-Jährige bestreitet. 2016 wurde der Fall erstmals vor Gericht verhandelt.

Gotteslästerung und die Beleidigung des Propheten stehen in Pakistan unter Strafe. Das südasiatische Land führte die umstrittenen Blasphemiegesetze in den 1980ern während der Amtszeit des ehemaligen Militärherrschers Zia ul-Haq ein.

20:37 Uhr

Jede zehnte Schweinefleich-Probe mit Hepatitis-E-Viren kontaminiert

Bei der Untersuchung von Schweinefleisch und Schweineleber haben Forscher in Deutschland in mehr als zehn Prozent aller Proben Hepatitis-E-Viren nachgewiesen. Bei fünf Prozent der Leberproben und 13 Prozent der Leberwürste wurde der Erreger gefunden, wie das Universitätsklinikum Tübingen mitteilte. Nicht untersucht wurde, wie infektiös das Virus noch war.

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Leberwurst ist lecker, ist aber nicht selten mit Hepatiis-E-Viren kontaminiert.

(Foto: imago images/U. J. Alexander)

  • Nachgewiesene Viren können durch Erhitzung bei der Lebensmittelherstellung bereits inaktiv sein.
  • Das Hepatitis-E-Virus ist eine Hauptursache der akuten Virushepatitis und kann bei bestimmten Patientengruppen Leberversagen auslösen. Übertragen wird der Erreger über rohes Fleisch und verunreinigtes Wasser.
  • Die Experten testeten rund 130 Proben aus Supermärkten und Metzgereien in Tübingen, Reutlingen, Stuttgart und Dortmund. Darunter waren 41 Proben von Schweinelebern, 40 von streichfähigen Leberwürsten, 40 von Leberpasteten und zehn von Rohwürsten ohne Leber wie Mettwurst.
20:07 Uhr

Brutale Festnahmen und Entführungen bei Soli-Demo für Kolesnikowa

Sie gingen auf die Straßen, um gegen die Entführung der belarussischen Oppositionspolitikerin Maria Kolesnikowa zu protestieren - und wurden selber entführt.Noch vor Beginn der Demonstration für die Freilassung von Kolesnikowa in der Hauptstadt Minsk wurden etwa zehn Menschen von Maskierten ohne Uniform gewaltsam in Minibusse ohne Kennzeichen gezerrt und weggefahren.

Als die Teilnehmerzahl mehrere Hundert erreichte, kam es zu weiteren brutalen Festnahmen - diesmal waren es Omon-Sonderpolizisten, die die Demonstrierenden - meistens Frauen -  niederschlugen und abführten. Wie viele Menschen festgenommen wurden, ist bisher unklar.

Maria Kolesnikowa wurde am Montag im Zentrum von Minsk von Unbekannten entführt. In der Nacht versuchten die Behörden, sie in die Ukraine abzuschieben. An der Grenze angekommen, zerriss sie aber ihren Pass. Daraufhin wurde Kolesnikowa offenbar wieder festgenommen.

 

20:00 Uhr

Die Videos des Tages

19:25 Uhr

Kommt Kot von Unstrut-Krokodil? Experten untersuchen Häufchen

Auf der Suche nach einem von mehreren Menschen beobachteten Krokodil in der Unstrut setzt das Landratsamt des Kyffhäuserkreises in Thüringen Hoffnungen in eine Kotprobe.

Die Hinterlassenschaft sei bei der Suche nach dem Krokodil am Ufer der Unstrut bei Schönwerda - einem Ortsteil der Stadt Roßleben-Wiehe - gefunden worden. Grundsätzlich ist es möglich, Tierarten anhand von Kotresten zu bestimmen. Welche Ergebnisse die Probe liefern könne, sei jedoch noch nicht klar, sagte eine Sprecherin.

Schon Ende August hatten Angler in Sachsen-Anhalt gemeldet, ein Krokodil in der Unstrut gesichtet zu haben. Die großangelegte Suche nach dem Exoten im Burgenlandkreis wurde vergangenen Donnerstag eingestellt. Allerdings gab es am Sonntag einen Zeugenhinweis, wonach ein Krokodil an der Unstrut in Schönwerda in Thüringen gesehen worden sei.

19:03 Uhr

Boeing hat Lieferprobleme mit dem 787 Dreamliner

Der US-Konzern Boeing hat Probleme bei der Herstellung und Auslieferung des 787 Dreamliner. Alle fertiggestellten Flugzeuge würden derzeit einer gründlichen Inspektion unterzogen, teilte ein Sprecher mit. "Wir gehen davon aus, dass diese Inspektionen den Zeitplan für die kurzfristigen 787-Auslieferungen beeinträchtigen."

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18:37 Uhr

Knochenfunde bei Hannover klären gleich zwei Vermisstenfälle

Gleich zwei langjährige Vermisstenfälle hat die Polizei durch einen Knochenfund in einem Wald bei Hannover aufgeklärt. Durch genauere Untersuchungen seien die bereits im Mai entdeckten sterblichen Überreste nun einer 2008 verschwundenen demenzkranken 67-Jährigen sowie einem seit 1994 vermissten suizidgefährdeten Mann zugeordnet worden, wie die Polizei mitteilte. Hinweise auf Verbrechen gebe es jeweils nicht. Auch einen Zusammenhang schlossen die Beamten demnach aus.

Jäger waren vor rund vier Monaten in einem Wald bei Kirchhorst nahe Hannover zunächst auf einen skelettierten menschlichen Schädel gestoßen. Einen Tag später entdeckten Einsatzkräfte bei einer gründlichen Durchsuchung des Geländes rund hundert Meter entfernt einen zweiten Schädel. Beide wurden von Experten der Polizei durch DNA-Tests und Zahnabgleiche zweifelsfrei identifiziert.

18:01 Uhr

Nawalny-Stiftung: Aktivisten mit "chemischer Substanz" angegriffen

Im russischen Nowosibirsk sind nach Angaben der Stiftung von Kreml-Kritiker Alexej Nawalny zwei Menschen bei einem Angriff auf Aktivisten der Opposition verletzt worden. "Eine unbekannte Person stürmte ins Büro und zerbrach eine Flasche mit einer unbekannten chemischen Substanz", schrieb Olga Gussewa von der Anti-Korruptions-Stiftung FBK auf Twitter. Zwei Menschen seien ins Krankenhaus gebracht worden.

Die Tat ereignete sich in den Räumlichkeiten der Initiative "Nowosibirsk 2020". Die Gruppe führt derzeit wegen der Regionalwahlen am 13. September eine Kampagne unter anderem gegen die Unterstützer des russischen Präsidenten Wladimir Putin.

FBK-Direktor Iwan Schdanow veröffentlichte Aufnahmen einer Überwachungskamera, die einen Mann mit einer Kapuzenjacke und einer Maske zeigen. Weiter zu sehen ist, wie der Mann das Gebäude betritt, eine Glasflasche auf den Boden wirft und flieht.

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17:15 Uhr

Bischof gab Homo-Ehe Schuld an Corona - jetzt ist er selbst infiziert

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Der Herr hat ihn doch nicht beschützt: Filaret.

(Foto: imago images / ZUMA Press)

Filaret, der Bischof und Ehrenpatriarch der Orthodoxen Kirche der Ukraine, wusste im März schon, wer oder was an der Coronavirus-Pandemie schuld ist: Nach seiner Auffassung ist das die Homo-Ehe. In einem Fernsehinterview sagte er damals zudem, er habe keine Angst vor einer Infektion: "Ich glaube, dass der Herr mich beschützen wird", erklärte Filaret Ende März.

Jetzt hat es den homophoben Patriarchen aber doch erwischt: Der 91-Jährige hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Das bestätigte die Orthodoxe Kirche der Ukraine. Demnach wird Filaret in einem Krankenhaus behandelt, sein Gesundheitszustand sei "zufriedenstellend", heißt es in einer Mitteilung.

17:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:33 Uhr

Deutsche Partytouristen pfeifen in Prag auf Corona

In der Corona-Krise liegen die deutschen Clubs brach. Um das Partyverbot zu umgehen, nehmen einige Jugendliche deshalb den Weg nach Prag auf sich. Dort wird trotz hoher Infektionszahlen ohne Abstand und Masken gefeiert. Virologen schlagen Alarm.

 

16:01 Uhr

Anschlag auf Nawalny: Gabriel nimmt Putin in Schutz

Ex-Außenminister Sigmar Gabriel sieht derzeit keine Grundlage für die Verhängung von Sanktionen gegen Russland wegen der Vergiftung des Kreml-Kritikers Alexej Nawalny.

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Ex-Außenminister Gabriel glaubt nicht, dass Kremlchef Putin hinter dem Giftanschlag auf Nawalny steht.

(Foto: picture alliance / Kay Nietfeld/)

  • Zunächst müsse Deutschland versuchen, den Fall mit Russland gemeinsam aufzuklären, und in der EU die nächsten Schritte beraten, sagte er dem Portal "The Pioneer". Auch sollten russische Ärzte Einblick in die deutschen Untersuchungsergebnisse bekommen. "Wenn das alles scheitert, können wir immer noch über Sanktionen entscheiden."
  • Gabriel zog zugleich eine mögliche Beauftragung des Giftanschlags durch die russische Staatsführung um Präsident Wladimir Putin in Zweifel. "Die Frage, warum Wladimir Putin erst den Mordanschlag auf Herrn Nawalny geduldet oder sogar angeordnet haben soll, um ihn dann zur Behandlung nach Deutschland ausreisen zu lassen, ist ja nicht unberechtigt."
  • Es sei nicht ausgeschlossen, dass Nawalny "Opfer dieser kruden russischen Mischung aus organisierter Kriminalität, korrupten Politikern mit Verbindungen in den Geheimdienst geworden ist", fügte Gabriel hinzu. "Dass einige hier schon wieder zu wissen glauben, dass der russische Präsident selbst dahinter steckt, bevor der Fall ernsthaft untersucht wurde, ist schon bemerkenswert."
15:10 Uhr

Trump fordert Reporter auf, seine Maske abzunehmen

Dass US-Präsident Trump selbst nicht zum guten Vorbild taugt, weil er keine Mund-Nasen-Bedeckungen trägt, ist nicht neu. Nun aber nimmt er sogar andere aufs Korn, die sich an die Corona-Schutzmaßnahmen halten. Auf Widerstand reagiert der Präsident genervt.

14:55 Uhr

Mafiaboss beißt Wachmann Finger ab und verschluckt ihn

Ein sizilianischer Mafiaboss soll bei einer Kontrolle seiner Gefängniszelle einem Wachmann den kleinen Finger abgebissen und verschluckt haben. Giuseppe Fanara sei im Juni mit insgesamt sieben Polizisten aneinandergeraten, als diese seine Zelle in der Haftanstalt von Rebibbia, einem Stadtteil von Rom, untersuchen wollten, berichtete die Zeitung "Il Messagero".

Während des Kampfs habe er einem der Polizisten den kleinen Finger der rechten Hand abgebissen, berichtete das Blatt. Da der Finger später unauffindbar blieb, geht die Staatsanwaltschaft demnach davon aus, dass Fanara ihn verschluckt hat.

Letztendlich wurde Fanara überwältigt und ins Hochsicherheitsgefängnis nach Sardinien verlegt. Der Cosa-Nostra-Boss war wegen fünffachen Mordes zu einer mehrfachen lebenslänglichen Haftstrafe verurteilt worden.

14:26 Uhr

"Forbes" veröffentlicht Liste: Das sind die reichsten US-Amerikaner

Amazon-Chef Jeff Bezos ist dem US-Magazin "Forbes" zufolge das dritte Jahr in Folge der reichste Amerikaner. Bezos, der auch als reichster Mensch der Welt gilt, verfüge über ein Vermögen von 179 Milliarden Dollar, berichtete das Magazin.

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Der Trend zum Home Office bescherte seiner Videokonferenz-Plattform Zoom einen Boom: Eric Yuan.

(Foto: REUTERS)

  • Auf Platz zwei und drei der Liste folgen demnach Microsoft-Gründer Bill Gates und Facebook-Chef Mark Zuckerberg mit aktuell 111 beziehungsweise 85 Milliarden Dollar.
  • Während der Amazon-Chef vom Trend zum Online-Shopping in der Pandemie profitiert haben dürfte, hat der Virusausbruch dem Geschäft von US-Präsident Donald Trump mit Büro-Immobilien und Hotels zugesetzt: Trumps Vermögen schmolz laut "Forbes" um 600 Millionen auf 2,5 Milliarden Dollar zusammen. Trump rutschte  dadurch von Platz 275 auf Platz 352.
  • Neu auf der Liste mit einem Vermögen von elf Milliarden Dollar ist unter anderem Eric Yuan, der Chef von Zoom Video Communications.
14:20 Uhr

Schichtwechsel

Juliane Kipper verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend, ich übernehme den "Tag". Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!

13:48 Uhr

36-Jähriger rast mit 500 PS Sportwagen durch Hamburg - ohne Führerschein

Ohne Führerschein und unter Drogeneinfluss ist ein 36-Jähriger mit einem PS-starken Sportwagen durch Hamburg gefahren. Die Kontrollgruppe Autoposer stoppte ihn in der Altstadt, wie die Polizei mitteilte. Dabei stellte sich den Angaben zufolge heraus, dass der Mann schon 2008 seine Fahrerlaubnis verloren hatte. Sie war ihm wegen schwerer Verkehrsdelikte und anderer Straftaten gerichtlich entzogen worden.

Kurz vor der Kontrolle des auffälligen Wagens am Montag habe der 36-Jährige offensichtlich Drogen konsumiert. Darum sei die Entnahme einer Blutprobe angeordnet worden. Die Staatsanwaltschaft habe die Beschlagnahme des auffälligen roten Audi R8 Spyder mit 539 PS und auswärtigem Kennzeichen verfügt. Gegen den Fahrer wurde ein Strafverfahren eingeleitet. Ob der Fahrer auch der Halter des teuren Sportwagens ist, konnte ein Polizeisprecher nicht sagen.

13:21 Uhr

Russland bestellt deutschen Botschafter in Moskau ein

Im Zusammenhang mit dem Giftanschlag auf den russischen Regierungskritiker Alexej Nawalny hat das Außenministerium in Moskau den deutschen Botschafter, Geza von Geyr, einbestellt. Begründet wurde dies mit Äußerungen der deutschen Seite in Berlin über den Fall. Die Sprecherin des Außenministeriums warf Deutschland in einer bei Facebook veröffentlichten Erklärung vor, es bluffe. Die Bundesregierung hatte in der vorigen Woche mitgeteilt, dass Nawalny zweifelsfrei mit dem Kampfstoff Nowitschok vergiftet worden sei. Der Regierungskritiker wird in der Berliner Charité behandelt.

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12:48 Uhr

Drama in Solingen: Mutter hat bislang nicht gestanden

Die 27-jährige Mutter, die in Solingen fünf ihrer sechs Kinder umgebracht haben soll, hat die Tat gegenüber Ermittlern und dem Haftrichter bislang nicht gestanden. Das hat ein Sprecher der Wuppertaler Staatsanwaltschaft auf Anfrage mitgeteilt. Ein Richter hatte der Verdächtigen am Freitag einen Haftbefehl wegen fünffachen Mordes am Krankenbett in einer Klinik verkündet und ihr zuvor Gelegenheit zur Stellungnahme gegeben.

Eine vollständige Vernehmung sei allerdings noch nicht möglich gewesen, sagte Staatsanwalt Heribert Kaune-Gebhardt. Die 27-Jährige, die sich am vergangenen Donnerstag vor einen Zug geworfen und dabei schwere Verletzungen erlitten hatte, liege weiterhin im Krankenhaus und habe noch nicht verlegt werden können. Es gebe keine Vorgeschichte, die bei ihr auf eine psychische Erkrankung hindeute. Die Frau werde aber, sobald es die Situation erlaube, entsprechend untersucht.

12:08 Uhr

Halle-Prozess: Zeugin spricht über reaktiviertes Trauma

Im Prozess um den rechtsterroristischen Anschlag von Halle berichtet eine Überlebende aus der Synagoge, wie die Tat das familiäre Trauma des Holocausts reaktiviert hat. "Auch wenn die Shoa vorbei ist, sind es die Folgen nicht", sagte die 30 Jahre alte Rabbinerin, die den Anschlag in der Synagoge überlebt hatte. "Es sind nicht nur historische Fakten, es ist nach wie vor Teil meines Lebens." Alle ihre vier Großeltern hätten den Holocaust überlebt, berichtete die gebürtige Amerikanerin. So wie sie trügen viele Nachkommen im Dritten Reich verfolgter und ermordeter Juden dieses intergenerationelle Trauma in sich. Deutschland müsse das anerkennen.

Seit Juli läuft vor dem Oberlandesgericht Naumburg der Prozess um den Anschlag. Aus Platzgründen findet das Verfahren in den Räumen des Landgerichts Magdeburg statt. Der Angeklagte, der 28-jährige Sachsen-Anhalter Stephan B., gestand zu Prozessbeginn, am 9. Oktober 2019 schwer bewaffnet versucht zu haben, die Synagoge von Halle zu stürmen und ein Massaker anzurichten. Darin feierten gerade 52 Menschen den höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur. Der Attentäter scheiterte jedoch an der Tür, erschoss daraufhin eine Passantin, die zufällig an der Synagoge vorbeikam, und später einen jungen Mann in einem Dönerimbiss.

12:00 Uhr

Schlagzeilen zum Mittag

11:24 Uhr

Kokain wird immer beliebter

Die Rauschgiftkriminalität in Deutschland ist weiter gestiegen. Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 359.747 Drogendelikte registriert und damit 2,6 Prozent mehr als im Vorjahr, wie aus dem veröffentlichten Lagebericht des Bundeskriminalamts (BKA) zur Rauschgiftkriminalität hervorgeht. Damit stieg die Zahl der Straftaten das neunte Jahr in Folge an.

Ein Problem sind vor allem Kokain oder sogenannte psychoaktive Stoffe. Der mit Abstand größte Anstieg bei den Delikten wurde im Zusammenhang mit Kokain registriert. Die Zahl der erfassten Straftaten stieg im Vergleich zum Vorjahr um mehr als zwölf Prozent auf 20.107 Fälle. Zudem wurden 2019 in Deutschland 31 illegale Labore zur Herstellung von synthetischen Drogen ausgehoben. Das entsprach einem Anstieg von rund 63 Prozent gegenüber dem Vorjahr. 2018 waren 19 Labore entdeckt worden.

11:04 Uhr

Bund will vier Milliarden Euro in Gesundheitssystem stecken

Bund und Länder wollen den öffentlichen Gesundheitssektor in Deutschland als Lehre aus der Corona-Krise massiv ausbauen. Kanzlerin Angela Merkel sowie die Landeschefs von Bayern und Hamburg, Markus Söder und Peter Tschentscher, betonten die Bedeutung gerade der lokalen Gesundheitsämter in der Corona-Pandemiebekämpfung.

Merkel kündigte in einer Videoschalte mit Vertretern von Bund, Ländern, Kommunen und Gesundheitseinrichtungen an, dass der Bund für den Ausbau vier Milliarden Euro in den kommenden Jahren bereitstellen werde. Damit könnte eine personelle Aufstockung etwa der Gesundheitsämter erreicht werden, die Infektionsketten von Corona-Erkrankten nachverfolgen. "Dass wir so gut durch die Pandemie gekommen sind, hat auch mit unserem Staatsaufbau zu tun", sagte Merkel und verwies auf Entscheidungsmöglichkeiten vor Ort - anders als in zentralistischen Staaten. Gleichzeitig seien mobile Eingreiftruppen aufgebaut, die lokale Gesundheitsämter im Falle einer Überforderung durch eine hohe Zahl an Corona-Neuinfektionen unterstützen können.

10:21 Uhr

Polizei findet bei Bergungsarbeiten nach Autounfall Löwenbaby

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Es war zunächst unklar, ob der Löwe legal transportiert wurde. Er wurde der Tiernotrettung übergeben.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Polizei in Baden-Württemberg hat bei Bergungsarbeiten nach einem Unfall auf der Autobahn 5 ein unverletztes Löwenjunges in einem Anhänger entdeckt. Das Tier befand sich in einer Holzbox in einem Fahrzeug, das an dem Unfall am frühen Morgen bei Kronau beteiligt war, wie die Beamten in Mannheim mitteilten. Bei dem Unfall wurden vier Menschen eingeklemmt und verletzt. Sie kamen ins Krankenhaus.

Nach ersten Erkenntnissen war der Fahrer eines Sprinters gegen fünf Uhr am Morgen im stockenden Verkehr vor einer Baustelle zwischen dem Autobahnkreuz Walldorf und der Ausfahrt Kronau auf einen Sattelzug aufgefahren. Der Sprinter geriet ins Schleudern und prallte gegen einen neben ihm fahrenden Kleinbus mit Anhänger.

09:56 Uhr

Staatsanwaltschaft wirft Apothekerin versuchten Mord vor

Ein Jahr nach dem Tod einer jungen Frau und ihres per Notkaiserschnitts zur Welt gebrachten Babys durch verunreinigte Glukose ist Anklage gegen eine Apothekerin aus Köln erhoben worden. Die Staatsanwaltschaft wirft der 50-Jährigen versuchten Mord durch Unterlassen vor, wie das Landgericht Köln mitteilte.

Sie soll pflichtwidrig eine Mitteilung an das behandelnde Krankenhaus unterlassen haben, dass eine Lidocainvergiftung als Ursache für den schlechten Gesundheitszustand in Betracht komme. Außerdem habe die Staatsanwaltschaft Anklage wegen fahrlässiger Tötung erhoben. Dabei gehe es um die Verunreinigung der Glukose. Ob diese Anklageschrift zugelassen und das Hauptverfahren eröffnet wird, entscheidet das Gericht. Die Prüfung dürfte einige Wochen in Anspruch nehmen.

09:02 Uhr

Polizei nimmt Prinz Ernst August fest

Prinz Ernst August von Hannover ist laut einem Medienbericht in Österreich von der Polizei wegen Nötigung, Bedrohung und Sachbeschädigung festgenommen worden. Demnach sei die Jagdhütte des Adligen in Grünau im Almtal gestern gegen 17 Uhr von Polizisten umstellt worden. Dem Bericht der "Kronen Zeitung" zufolge sollen zuvor eine Polizistin und deren Mann Anzeige gegen Ernst August erstattet haben.

Der 66-Jährige soll das Ehepaar angebrüllt haben, sich zu "schleichen", sonst werde er ihnen einen Schlägertrupp schicken. Er soll dabei auch ein Verkehrsschild herausgerissen und ein Fenster eines Objektes der Herzog-von-Cumberland-Stiftung in Grünau eingeschlagen haben.

08:43 Uhr

Schüsse auf Fußballplatz - Tatverdächtiger in U-Haft

Bereits am Sonntagabend soll ein 20 Jahre alter Mann nach einem Streit auf einem Fußballplatz in Frankfurt am Main zwischen zwei Gruppen plötzlich eine Waffe gezogen und mehrmals geschossen haben. Eigentlich hatten sich die Beteiligten der Polizei zufolge getroffen, um den Streit beizulegen. Alle Beteiligten waren zunächst geflohen. Die Polizei hatte die zwei schwer verletzten 19-Jährigen nach eigenen Angaben letztendlich in einem Krankenhaus gefunden. Weitere Ermittlungen hätten zu dem Tatverdächtigen geführt, hieß es.

Der 20-Jährige sitzt in Untersuchungshaft. Wie ein Sprecher der Polizei mitteilte, wird ihm versuchter Totschlag vorgeworfen. Der mutmaßliche Schütze war dem Haftrichter vorgeführt worden. Zwei 19 Jahre alte Männer waren durch die Schüsse schwer verletzt worden. Die Hintergründe sind laut Polizeisprecher weiter unklar.

08:22 Uhr

Im Süden sonnig, im Norden wolkig mit etwas Regen

Nach Auflösung der Nebel- und Hochnebelfelder beschert das Hoch Jurij der Südhälfte Deutschlands über den Alpen heute und morgen sonniges Spätsommerwetter mit Temperaturen zwischen 23 und 27 Grad. Der Norden wird dagegen von den Wolkenfeldern von Tief Quinta bei Schottland erfasst. Vor allem in Niedersachsen und Schleswig-Holstein auch etwas Regen. Höchstwerte hier 20 bis23 Grad. An der Küste teils kräftiger Westwind.

Am Donnerstag kühlt es vorübergehend landesweit ab, bevor ab Freitag der Spätsommer den nächsten Anlauf nimmt. Zu Beginn der nächsten Woche erreicht die Sommerluft voraussichtlich dann sogar auch den Norden Deutschlands und könnte landesweit Sommertemperaturen, am Oberrhein auch um 30 Grad bringen. Das könnte dann auch schon das letzte Mal Sommerfeeling für alle bedeuten, denn ab Donnerstag nächster Woche kühlt es wieder merklich ab.

07:49 Uhr

Fans überrennen Bad Segeberg - auch ohne Karl-May-Spiele

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Das ursprünglich geplante Stück "Der Ölprinz" mit Alexander Klaws als Winnetou sowie der Fernsehschauspielern Katy Karrenbauer soll am 26. Juni 2021 seine Premiere feiern.

(Foto: imago images/Michael Wigglesworth)

Die traditionsreiche Veranstaltung, die seit 1952 Jahr für Jahr die Geschichten des Schriftstellers Karl May auf die Bühne bringt, lockte im vergangenen Jahr gut 402.000 Besucher in das Kalkberg-Rund. Dieses Jahr mussten die Karl-May-Spiele in Bad Segeberg coronabedingt allerdings auf 2021 verschoben werden. Doch Stadt und Veranstalter machen das Beste daraus und bieten erstmals öffentliche Führungen hinter die leeren Kulissen an - und werden überrannt. Die Führungen waren wochenlang komplett ausgebucht. "Das ist Wahnsinn", sagte Dirk Gosch, Sachgebietsleiter für Kultur und Tourismus bei der Stadt. Bis Ende September werden die fast 150 städtischen Führungen rund 3000 Menschen mitgemacht haben. Wegen des Ansturms bieten die vier Stadtführer mittlerweile von montags bis freitags zwei Führungen pro Tag, 12.00 Uhr und 15.00 Uhr.

Und dennoch überstiegen die Nachfragen bei Weitem das Angebot. Deshalb sind in den Ferien auch die Karl-May-Spiele selbst in das Geschäft mit eingestiegen - mit riesigem Erfolg. Allein in den schleswig-holsteinischen Sommerferien haben die Kalkberg-Mitarbeiter pro Woche bis zu 52 Führungen angeboten. Diese Zahl sinke nun etwas, aber die Nachfrage sei weiterhin hoch, sagte ein Sprecher der Karl-May-Spiele der dpa.

07:50 Uhr

Kolesnikowa soll in Ukraine ausgereist sein

Nach ihrem Verschwinden hat die Oppositionspolitikerin Maria Kolesnikowa nach Angaben des Grenzschutzes Belarus verlassen. Sie halte sich in der Ukraine auf, teilten die Behörden mehreren Medien zufolge mit. Am frühen Morgen habe sie die Grenze gemeinsam mit ihrem Mitarbeiter Iwan Krawzow und ihrem Sprecher Anton Rodnenkow passiert. Die Staatsagentur Belta meldete, Kolesnikowa habe versucht, das Land illegal zu verlassen. Dabei sei sie festgenommen worden. Sie habe danach dennoch ausreisen können, hieß es. Von ihrem Team gab es zunächst keine Bestätigung für diese Informationen.

Seit Montagvormittag gab es von der einer der wichtigsten Anführerinnen der Proteste gegen Staatschef Alexander Lukaschenko kein Lebenszeichen. Der Koordinierungsrat der Demokratiebewegung, dem sie angehört, ging davon aus, dass Kolesnikowa im Zentrum der Hauptstadt Minsk von Unbekannten entführt worden war. Das Innenministerium hatte mitgeteilt, es habe Kolesnikowa nicht festgenommen. Der Rat forderte die sofortige Freilassung.

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07:12 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

in einer Gesprächsrunde mit Kanzlerin Angela Merkel wird heute die zentrale Rolle der Gesundheitsämter im Kampf gegen die Corona-Pandemie Thema. In einer Videokonferenz will Merkel mit Leitern von Gesundheitsämtern, Gesundheitsdezernenten der Kommunen, Landräten, Oberbürgermeistern und Vertretern der Länder über die Arbeit und Probleme vor Ort sprechen. Außerdem werden heute noch diese Themen wichtig:

  • Die Verhandlungen über einen Handelspakt der Europäischen Union mit Großbritannien nach dem Brexit gehen in die nächste Runde. EU-Chefverhandler Michel Barnier wird zu dreitägigen Gesprächen in London erwartet. Ziel ist es, Handelsbarrieren wie Zölle und wirtschaftliches Chaos nach dem Ende der Brexit-Übergangsphase zu vermeiden.
  • Wie groß sind die Löcher, die die Corona-Krise in die Staatskasse reißt? Diese Frage wollen in den kommenden Tagen die Steuerschätzer beantworten. Zu diesem Schritt hatte sich die Bundesregierung nach der Mai-Steuerschätzung entschlossen, weil sich die Auswirkungen der Krise auf die Wirtschaft damals nur vage absehen ließen.
  • Die Corona-Krise hat das Hotel- und Gaststättengewerbe besonders hart getroffen. Heute will der Hotel- und Gaststättenverband Dehoga eine Zwischenbilanz ziehen - rund sechs Monate, nachdem die Pandemie in Deutschland angekommen ist.
  • Im Prozess um den rechtsterroristischen Anschlag in Halle setzt das Oberlandesgericht die Befragung der Überlebenden aus der Synagoge fort. Am Vormittag ist unter anderen der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Halle, Max Privorozki, als Zeuge geladen.
  • Die Drogenkriminalität in Deutschland nimmt seit Jahren zu. Gemeinsam mit der Drogenbeauftragten der Bundesregierung stellt der Präsident des Bundeskriminalamtes einen aktuellen Lagebericht zur Drogenkriminalität vor.
  • Der Prozess gegen Gangster-Rapper Gzuz vor dem Hamburger Amtsgericht könnte zu Ende gehen. Die Beweisaufnahme sei abgeschlossen, nur ein Befangenheitsantrag gegen Richter Johann Krieten stehe noch aus, sagte ein Gerichtssprecher.
  • Der Weltranglisten-Siebte Alexander Zverev kämpft bei den US Open in New York um den Einzug in das Halbfinale. Der 23 Jahre alte Tennisprofi trifft auf den Kroaten Borna Coric.
  • Für Triple-Sieger FC Bayern München sind die kurzen Ferien vorbei. Nur 16 Tage nach dem Champions-League-Triumph von Lissabon muss die Mannschaft von Trainer Hansi Flick wieder schwitzen.

Die Tagesvorschau verspricht einen abwechslungsreichen Nachrichtentag. Mein Name ist Juliane Kipper und ich begleite Sie heute bis in den frühen Nachmittag durch den Tag. Sollten Sie Fragen oder Anregungen haben, schreiben Sie mir gern. Sie erreichen mich unter: juliane.kipper@nama.de. Jetzt noch einen tiefen Schluck aus der Kaffeetasse und los.

06:54 Uhr

Italienischer Mörder flieht zum dritten Mal aus Gefängnis

In Italien ist ein zu lebenlanger Haft verurteilter Mörder zum dritten Mal aus dem Gefängnis entkommen. Der 60-jährige Giuseppe Mastini - auch genannt "Johnny, der Zigeuner" - nutzte einen Freigang am Samstag, um aus seinem Hochsicherheitsgefängnis auf Sardinien zu fliehen, wie die Polizeigewerkschaft ES Polizia mitteilte. Die Polizei sei auf der Jagd nach dem Verbrecher.

Ursprünglich aus dem norditalienischen Bergamo stammend, zog Mastini in den 1970er Jahren mit seiner Familie nach Rom und beging seinen ersten Mord im Alter von elf Jahren, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Erstmals entkam Mastini 1987 aus dem Gefängnis, als er nach einem Freigang nicht mehr auftauchte. Damals war er zwei Jahre lang auf der Flucht, bis die Polizei ihn wieder aufgriff. In dieser Zeit beging er Raubüberfälle, tötete einen Polizisten, verletzte einen weiteren und nahm ein junges Mädchen als Geisel. Im Juni 2017 entkam er mit derselben Methode aus einem Gefängnis in Norditalien.

06:14 Uhr

Früherer Temptations-Sänger Bruce Williamson gestorben

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In den 1960er und 1970er Jahren hatten die Temptations und deren Label Motown mit Hits wie "My Girl", "I Can't Get Next to You" und "Papa Was A Rollin' Stone" ihre größten Erfolge. Bruce Williamson kam erst 2006 zu der Band.

(Foto: picture alliance / Zangl/dpa)

Er prägte viele Jahre den Sound der US-Band The Temptations - nun ist der R'n'B-Sänger Bruce Williamson gestorben. Er erlag mit 49 Jahren in einem Krankenhaus in Las Vegas den Folgen einer Covid-19-Erkrankung, wie sein Sprecherteam der US-Zeitschrift "USA Today" mitteilte.

Der Sohn des Sängers, Bruce Alan Williamson Jr., drückte auf Facebook seine Trauer aus. "Wir werden uns wiedersehen", schrieb er in dem Eintrag. Sie hätten einen ihrer "Brüder" verloren, sagte Otis Williams, der die Band The Temptations 1961 in Detroit mitgegründet hatte, laut "USA Today".

Der 1970 geborene Bruce Williamson, der seine Karriere als Sänger in einer Kirche startete, war erst 2006 zu der legendären Soul-Band gestoßen. Bis 2015 stand er mit der Gruppe auf der Bühne.

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05:55 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht