Dienstag, 09. Juli 2019Der Tag

mit Juliane Kipper
22:30 Uhr

Das war Dienstag, der 9. Juli 2019

Liebe Leserinnen und Leser,

nach dem jahrelangen Verschwinden der minderjährigen Maria H. aus Freiburg muss der Begleiter des Mädchens sechs Jahre ins Gefängnis. Das Landgericht Freiburg hat den 58-jährigen Bernhard H. wegen schwerer Entziehung Minderjähriger und sexuellen Missbrauchs in mehr als 100 Fällen verurteilt.

Das war heute auch noch wichtig:

Damit verabschiede ich mich in den Feierabend und wünsche Ihnen eine gute Nacht.

20:56 Uhr

Woody Allen: USA verdanken Trump beste Satire seit Jahren

Aus Sicht von Star-Regisseur Woody Allen hat US-Präsident Donald Trump den "besten satirischen Humor" in den USA seit Jahren entfacht.

  • "Komik funktioniert überall und unter allen Umständen, egal ob sie ein lauthalses oder ein nervöses Lachen hervorbringt", sagte der 83-Jährige bei einer Pressekonferenz im spanischen San Sebastián.
  • Trump habe "den einfallsreichsten und besten satirischen Humor in den USA seit Jahren" ausgelöst, sagte Allen. Er glaube, dass dies damit zusammenhänge, dass es so viel Kritik an der Präsidentschaft Trumps gebe.

Der Regisseur von Komödien wie "Manhattan" und "Matchpoint" beginnt am Mittwoch in San Sebastián mit dem Dreh seiner neuen Romantikkomödie mit Christoph Waltz und Gina Gershon in den Hauptrollen.

20:00 Uhr

Airbus überflügelt Boeing nach 737-Max-Debakel

Der US-Konzern Boeing dürfte wegen des anhaltenden Flugverbots für seinen Bestseller 737 Max den Titel als weltgrößter Flugzeugbauer an den europäischen Rivalen Airbus verlieren. Die Auslieferungen seien im ersten Halbjahr um 37 Prozent auf 239 Maschinen eingebrochen, teilte Boeing mit.

Airbus dagegen meldete die Auslieferung von 389 Flugzeugen, 28 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Damit dürfte Boeing 2019 erstmals seit acht Jahren wieder hinter den europäischen Konkurrenten zurückfallen. Für die 737 Max gilt derzeit ein weltweites Flugverbot, nachdem zwei Flugzeuge des Typs abgestürzt waren.

18:50 Uhr

Menowin Fröhlich spricht über seine Drogen-Vergangenheit

Der Sänger und ehemalige "DSDS"-Teilnehmer Menowin Fröhlich macht gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Senay Ak in der RTL-Show "Sommerhaus der Stars" mit. Im Interview mit dem Sender spricht das Paar nun offen über die Drogen-Vergangenheit von Fröhlich, die die Beziehung der beiden geprägt hat.

"Ich war kein leichter Mensch und ich glaube nicht, dass es da noch etwas gibt, das unsere Beziehung kaputt machen könnte. Wir sind durch die härtesten Zeiten gegangen und ich hätte auch nicht gedacht, dass meine Frau so stark ist", sagt Fröhlich. "Ohne sie wäre ich nicht das, was ich jetzt bin." Senay Ak habe ihm die Kraft zum Durchhalten gegeben: "Sie hat nie die Hoffnung aufgegeben, dass ich in meinem Leben wirklich was verändern kann." Das Paar hat mittlerweile zwei gemeinsame Kinder.

Menowin Fröhlich erklärt zudem, dass er drogenfrei sei. "Ich habe ja auch eine Therapie gemacht, viele Gespräche geführt. Worüber ich sehr traurig bin, ist: Die Krankheit, die mir eigentlich schon in die Wiege gelegt wurde, eine Sucht, die kann man nicht wegtherapieren. Das ist eine Geschichte, mit der muss man leben. Man kann nur lernen, damit umzugehen."

18:19 Uhr

Opfer-Mutter soll Täter aus Lügde erpresst haben

Im Missbrauchsfall Lüdge soll die Mutter eines Opfers über Monate den Hauptangeklagten Andreas V. erpresst haben. Das sagte sein Verteidiger. Nach Angaben von Rechtsanwalt Johannes Salmen aus Lage im Kreis Lippe hat sein Mandant jetzt aus der Haft heraus Anzeige gegen die Frau gestellt. Über die mutmaßliche Erpressung hatten zuvor der WDR und die "Lippische Landeszeitung" berichtet.

Die Bielefelder Polizei und die Staatsanwaltschaft Detmold bestätigten, dass eine Strafanzeige eines Angeklagten im Missbrauchsfall Lügde vorliegt und Ermittlungen wegen Erpressung aufgenommen wurden. Nach Angaben von Salmen, der sich auf die Schilderungen seines Mandanten bezieht, soll die Frau Andreas V. nach dem Missbrauch ihrer Tochter im vergangenen Sommer zuerst um 500 Euro erpresst haben.

Dieses erste Schweigegeld habe der 56-Jährige gezahlt. Dann habe die Mutter 2000 Euro gefordert. Um diese Summe aufzutreiben, habe der Dauercamper aber Zeit gebraucht. Das habe der Mutter aber zu lange gedauert und sie habe Ende Oktober 2018 Anzeige bei der Polizei gestellt. Daraufhin seien die Ermittlungen im Fall Lügde ins Rollen geraten.

17:44 Uhr

Exzentrischer US-Milliardär Perot ist tot

Der Milliardär und frühere US-Präsidentschaftskandidat Ross Perot ist tot. Der Texaner starb am frühen Morgen im Alter von 89 Jahren im Kreise seiner Familie, wie ein Sprecher mitteilte. Perot litt an Leukämie.

  • Der fünffache Vater hatte Milliarden Dollar im Elektronikgeschäft gemacht: Er war Gründer des Unternehmens Electronic Data Systems.
  • Zum Volkshelden wurde er, als er eine Rettungsaktion für einige seiner Mitarbeiter organisierte, die im Iran festgehalten wurden.
  • Der exzentrische Milliardär trat bei den Präsidentschaftswahlen 1992 und 1996 an: Zuerst versuchte er es als unabhängiger Kandidat, später als Bewerber der von ihm gegründeten Reformpartei.
  • Er machte mit derben Sprüchen gegen Berufspolitiker und Karrieristen auf sich aufmerksam. Im Wahlkampf 2016 verglichen viele den heutigen Präsidenten Donald Trump mit Perot.
17:01 Uhr

Polizei erwischt "Cannabis-Influencerin"

*Datenschutz

Stars, Sternchen und Influencer nutzen die Livevideo-Funktion von Instagram gern, um ihre Follower an ihrem Leben teilhaben zu lassen. Eigentlich. In Berlin-Neukölln hat eine 29-Jährige auf diese Weise Cannabis verkaufen wollen.

Der Online-Liveverkauf habe sich schnell bis zur Polizei herumgesprochen. Nach dem Ende des Videos beschlagnahmten Einsatzkräfte die "Requisite" der "Cannabis-Influencerin", erklärte die Polizei scherzhaft.

Dazu gehörten demnach mehr als 300 Gramm Cannabis, Handelsutensilien, mehrere Handys und ein Schlagring. Ermittelt wird nun wegen Betäubungsmittelhandels und Verstoßes gegen das Waffengesetz.

16:49 Uhr

Flucht über das Mittelmeer: Brinkhaus sieht in Bestrafung keine Lösung

Der Streit um die Verteilung der Migranten in der EU wird emotionaler denn je geführt. Dabei wagen inzwischen deutlich weniger die Flucht über das Mittelmeer als noch vor zwei Jahren. Rettungseinsätze von privaten Seenotrettern endeten zuletzt immer wieder in langen Hängepartien oder mit der Beschlagnahmung von Rettungsschiffen. Besonders viel Aufmerksamkeit hatte der Fall der Kapitänin Carola Rackete bekommen, die mit dem Schiff "Sea-Watch 3" und geretteten Migranten an Bord unerlaubt nach Italien gefahren war.

Unions-Fraktionschef Ralph Brinkhaus sieht in der Kürzung von Subventionen, um Staaten zur Aufnahme von Flüchtlingen zu bekommen, kritisch. Während der europäischen Schuldenkrise habe sich gezeigt, dass der Verhandlungsweg der bessere Weg gewesen sei, und dass es richtig war, Länder nicht zu bestrafen oder (…) aus dem Euro rauszuschmeißen. "Das Bestrafen stellt nicht den Konsens dafür her, der notwendig ist", sagte Brinkaus n-tv.

16:04 Uhr

Vergewaltigung in Mülheim: Familien lehnen Hilfe ab

Zwei Zwölfjährige und drei Vierzehnjährige werden in Mülheim an der Ruhr der Vergewaltigung beschuldigt, das Opfer ist gerade mal 18 Jahre alt. Gestern erlässt die Staatsanwaltschaft gegen einen der 14-jährigen Verdächtigen einen Haftbefehl. Der Grund: Er ist schon zuvor wegen sexueller Belästigung aufgefallen.

Den Familien der beiden zwölfjährigen Tatverdächtigen wurde inzwischen Hilfe angeboten, die die Familien nicht angenommen haben. Der Kontakt mit den Familien sei am Montag über die jeweilige Gegensprechanlage an den Haustüren erfolgt. Mitarbeiter des Jugendamts hätten den Familien dabei Hilfestellungen angeboten. "Es obliegt der Verantwortung der Eltern, das anzunehmen", teilt ein Sprecher mit.

Eine Gefährdung des Kindeswohls liege in den beiden Familien offensichtlich nicht vor, sagte der Sprecher weiter. Dies habe die Polizei geprüft, als sie die beiden Zwölfjährigen nach der Tat zu ihren Familien gebracht habe. Eine sogenannte Inobhutnahme der Kinder ist nach früheren Angaben der Stadt nur möglich, wenn die Eltern mit der Situation überfordert sind.

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15:27 Uhr

Kursänderung bei Corbyn: Labour will für EU-Verbleib werben

Der Vorsitzende der britischen Labour-Partei Jeremy Corbyn hat den künftigen konservativen Premierminister zu einem zweiten Brexit-Referendum aufgerufen. In einem Schreiben an alle Mitglieder der größten Oppositionspartei machte Corbyn deutlich, dass seine Partei in diesem Fall für einen Verbleib in der EU werben werde.

Der Schritt gilt als deutliche Kursänderung. Corbyn hat immer klargemacht, dass er eine Neuwahl einem zweiten Referendum vorzieht und Großbritannien aus der EU führen will. Er setzt sich aber für eine sehr viel engere Anbindung an Brüssel ein als die Konservativen. Von dieser Position ist Corbyn trotz der jüngsten Ankündigung nicht abgerückt. Er steht jedoch zunehmend unter Druck des proeuropäischen Lagers in seiner Partei. Labour gilt wie die Konservativen in Sachen Brexit als gespalten.

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14:54 Uhr

Kölner Zentralmoschee nach Bombendrohung geräumt

Drohmail gegen den größten Moscheekomplex in Deutschland: Die Polizei räumt in einem Großeinsatz die Zentralmoschee der Ditib in Köln. Der Verband spricht von einer Bombendrohung.

*Datenschutz

"Der Inhalt hatte ein so hohes Drohpotenzial, dass wir unmittelbar handeln mussten", sagte ein Polizeisprecher. Zum genauen Inhalt des Schreibens wollte er sich mit Blick auf ein Strafverfahren nicht äußern. Ein Sprecher der Türkisch Islamischen Union Ditib - der bundesweit größten Islam-Dachorganisation - sagte, es habe sich um eine Bombendrohung gehandelt.

Eine "sehr hohe Zahl von Einsatzkräften" durchsuchte laut Polizei seit dem Vormittag den Komplex im Stadtteil Ehrenfeld. Man habe allerdings "nichts gefunden, von dem eine Gefahr ausgeht". Der Einsatz sei runtergefahren worden, laufe aber weiter, ergänzte der Polizeisprecher.

Der Ditib-Sprecher schilderte, die Räumung sei ruhig verlaufen. Wie viele Menschen sich zu dem Zeitpunkt in dem deutschlandweit größten Moscheekomplex befanden, sei unklar. Neben Mitarbeitern gingen täglich viele Besucher ein und aus. Noch am Morgen seien zwei Schulklassen zu Gast gewesen.

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14:27 Uhr

Dresdner Forscherin tot auf Kreta entdeckt

Vor einer Woche verschwand eine Dresdner Wissenschaftlerin spurlos auf Kreta. Nun hat die Polizei die Leiche der 59-Jährigen gefunden. Laut Medienberichten lag die Forscherin tot in einer Höhle. Wie die Frau zu Tode kam, ist unklar.

  • "Wir sind zutiefst schockiert und erschüttert über dieses tragische Ereignis", erklärte das Max-Planck-Institut für molekulare Zellbiologie und Genetik, wo die Biologin eine Forschungsgruppe geleitet hatte.
  • Die gebürtige US-Bürgerin war zuletzt am Dienstag vergangener Woche auf einer Konferenz in der Hafenstadt Chania gesehen worden.

Die Ermittlungen zu dem Todesfall und den Umständen dauern noch an.

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14:18 Uhr

Schichtwechsel

Der Kollege Janis Peitsch hat sich in den Feierabend verabschiedet. Bis in den späten Abend werde ich Sie jetzt mit Nachrichten aus aller Welt versorgen. Mein Name ist Juliane Kipper. Haben Sie Fragen oder Anregungen? Sie erreichen mich unter juliane.kipper@nama.de. Packen wir's an.

13:43 Uhr

Neugeborenes vor Mehrfamilienhaus ausgesetzt

Unbekannte haben in Sachsen-Anhalt ein Neugeborenes ausgesetzt. Der kleine Junge wurde am Morgen vor dem Hauseingang eines Mehrfamilienhauses in Osterwieck gefunden, wie die Polizei mitteilte. Der Säugling kam in ein Krankenhaus. Das Kind war zwar unterkühlt, aber nicht in Lebensgefahr.

Trotz der eingeleiteten Fahndung gab es bislang keinerlei Hinweise auf die Mutter des Kindes. Die Polizei erhofft sich nun von Zeugen Anhaltspunkte zu den möglichen Eltern oder zu demjenigen, der das neugeborene Kind ablegte.

13:19 Uhr

Gericht weist Contergan-Klagen ab

Anfang der 1960er-Jahre erschütterte der Contergan-Skandal die Bundesrepublik. Viele schwangere Frauen, die das Mittel gegen Übelkeit nahmen, brachten später Kinder mit schweren Missbildungen auf die Welt. Unter den Folgen leiden die Betroffenen auch heute noch.

Das Verwaltungsgericht Köln hat nun hat vier Klagen von Contergan-Opfern auf die Anerkennung von Gefäßschäden abgewiesen. Die Kläger hatten unter anderem von fehlenden und verdrehten Arterien gesprochen, was zu Beschwerden wie Schmerzen oder Durchblutungsstörungen führe. Wissenschaftler einer Heidelberger Studie hatten 2013 den Verdacht geäußert, Contergan könne die Veränderungen verursacht haben.

Das Gericht argumentierte nun jedoch, es fehlten dafür ausreichende wissenschaftliche Beweise.

 

12:37 Uhr

Sohn von Ex-Minister läuft nach Nordkorea über

Jedes Jahr flüchten viele Menschen aus dem abgeschotteten Nordkorea. Dass sich Bürger aus dem südlichen Nachbarland in das Reich von Kim Jong Un absetzen, ist dagegen äußerst ungewöhnlich. Der Sohn des früheren südkoreanischen Außenministers Choe Dok Shin hat diesen Schritt aber nun offenbar gewagt.

  • Choe In Guk sei bereits am Samstag in Pjöngjang eingetroffen, teilte eine Sprecherin des Vereinigungsministeriums in Seoul nun mit.
  • Eine offizielle nordkoreanische Propaganda-Website Uriminzokkiri zitierte Choe mit den Worten, er wolle sich permanent in Nordkorea niederlassen, um den Wunsch seiner Eltern zu erfüllen, dort zu leben und sich für die Wiedervereinigung einzusetzen.
  • Der jetzige Schritt Choes machte auch deshalb Schlagzeilen, weil sein Vater in den 1980er-Jahren mit seiner Frau ebenfalls nach Nordkorea ausgewandert war.
12:08 Uhr

Fall Lübcke: Ermittler stellen gesuchtes Auto sicher

Neue Bewegung im Mordfall Walter Lübcke: Die Polizei hat in Kassel ein gesuchtes Auto mit thüringischem Kennzeichen gefunden. Das Fahrzeug wird mit dem Tatverdächtigen Stephan E. in Verbindung gebracht. Die Ermittler fanden das Fahrzeug in der Umgebung des Wohnhauses des Verdächtigen.

  • In der Nacht des Mordes an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke waren einem Zeugen zwei Autos aufgefallen, die durch den Wohnort des CDU-Politikers fuhren. Ein Auto beschrieb er als VW Caddy.
  • Später hätten die Ermittlungen ergeben, dass Stephan E. einen solchen VW Caddy fahre, der auf seine Frau zugelassen sei.
  • Ob es sich bei dem gefundenen Skoda um das andere Auto handelt, ist unklar.
11:30 Uhr

Mann wünscht sich seltenes Haustier und bricht in Zoo ein

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Isaac ist 32 und damit der älteste lebende Katta-Lemur in Nordamerika.

(Foto: AP)

Auf der Suche nach einem ausgefallenen Haustier hat ein 19-Jähriger einen Lemuren aus einem Zoo im US-Bundesstaat Kalifornien gestohlen.

Der junge Mann gestand nun vor Gericht, sich im Juli 2018 nach Schließung des Tierparks in Santa Ana südlich von Los Angeles Zugang zum Lemurengehege verschafft zu haben, um den Lemuren Isaac mitzunehmen. Doch offensichtlich war der 19-Jährige mit dem Tier überfordert. Den Prozessakten zufolge stellte er das Tier einen Tag nach dem Diebstahl in einer Plastikkiste vor einem Hotel ab. Isaac konnte ohne bleibende Schäden zum Zoo zurückgebracht werden.

Die Polizei kam dem Dieb im Zuge von Ermittlungen zu einer Reihe von Hauseinbrüchen auf die Schliche. Ihm drohen nun bis zu einem Jahr Haft sowie eine Geldstrafe von 100.000 Dollar.

10:52 Uhr

Mehr Verkehrstote: Bundesamt korrigiert Zahlen

Traurige Bilanz: Die Zahl der Verkehrstoten ist im vergangenen Jahr stärker angestiegen als bisher angenommen. Insgesamt verloren 3275 Menschen bei Unfällen auf Deutschlands Straßen ihr Leben. Das sind 95 mehr als im Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt mitteilt.

Den nun endgültigen Zahlen zufolge starben mit 1424 die meisten Unfallbeteiligten in einem Auto.

Im Vergleich zum Jahr 2010 sticht aber auch die Zahl der getöteten Fahrradfahrer heraus, die sich in dem Zeitraum um knapp 17 Prozent erhöhte: 2018 starben 445 Radfahrer bei Unfällen.

Unter den Verkehrstoten sind zudem 697 Motorradfahrer, 458 Fußgänger und 174 Fahrer von Güterkraftfahrzeugen wie Lastwagen.

Ende Februar waren vorläufige Zahlen bekannt gegeben worden; bis zu diesem Zeitpunkt waren dem Bundesamt 3265 Verkehrstote gemeldet worden. Es handelt sich um den ersten Anstieg der Zahlen nach zwei Jahren Rückgang.

10:25 Uhr

Skurrile Statue von Melania Trump sorgt für Spott

Am Wochenende hatten wir bereits darüber berichtet: Ein Künstler hat in der slowenischen Heimat von Melania Trump eine lebensgroße Statue der US-amerikanischen First Lady aufgestellt. Bei den Bewohnern des Ortes kommt das Abbild nicht gut an. Wenn Sie mich fragen, ist das auch kein Wunder. Ich fühle mich beim Anblick der Statue eher an eine Vogelscheuche erinnert - Sie auch?

 

09:57 Uhr

Bombendrohung: Betrunkene stoppt Flugzeug in Frankfurt

Einen unschönen Start in den Griechenlandurlaub erlebten am Wochenende Passagiere einer Maschine am Frankfurter Flughafen.

Eine volltrunkene Passagierin hatte kurz vor dem Start mit einer Bombe in ihrem Gepäck gedroht. Als Folge der Drohung konnte das Flugzeug am Sonntag erst mit knapp zweieinhalb Stunden Verspätung abheben, wie die Bundespolizei nun mitteilte. Nicht mehr an Bord war dabei die Frau, die fast 2,4 Promille Alkohol intus hatte.

Laut Bundespolizei wollte die Frau noch zur Bordtoilette gehen, als das Flugzeug bereits auf dem Weg zu seiner Startposition war. Ein Steward habe das verhindert. Als der Frau auch der Zugriff auf ihr Gepäck verwehrt wurde, habe sie gesagt, dass in ihrem Koffer eine Bombe sei.

Der Pilot habe die Maschine umgehend zurück auf die Ausgangsposition gefahren. Polizisten durchsuchten anschließend das Gepäck, fanden aber nichts. Die Frau muss sich nun wegen Verstoßes gegen das Luftsicherheitsgesetz verantworten.

09:24 Uhr

Barbra Streisand deutet Romanze mit Prinz Charles an

Schon seit Jahren ranken sich Gerüchte um eine angebliche Affäre zwischen Sängerin Barbra Streisand und Prinz Charles. Nun hat die Sängerin bei einem Konzert in London den Spekulationen neue Nahrung gegeben.

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Ein Bild aus alten Tage. Charles und Streisand im Jahr 1974.

(Foto: imago/ZUMA Press)

"Hätte ich die Karten richtig ausgespielt, hätte ich die erste jüdische Prinzessin werden können", verkündete die 77-Jährige ihren Fans und präsentierte einen Zeitungsausschnitt über sich und Prinz Charles sowie alte Fotos gemeinsamer Treffen.

Fakt ist, dass Streisand und Prinz Charles sich erstmals 1974 getroffen hatten. 20 Jahre später sahen sie sich wieder, als Streisand bei seinem Charity-Konzert im Wembley-Stadion auftrat.

Laut britischen Medien war Charles damals angeblich sehr in Streisand verliebt. Bei einer Reise in die USA im November 1994 soll er die Sängerin sehr umworben haben.

Was wohl Herzogin Camilla dazu sagt? Immerhin war Charles zu dem Zeitpunkt bereits wieder mit seiner alten Jugendliebe zusammen.

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08:54 Uhr

Warnstreik beim WDR - Sender zeigt Aufzeichnung

Fernsehzuschauer dürften sich heute verwundert die Augen gerieben haben. Denn wer zwischen sieben und acht Uhr das ARD-"Morgenmagazin" einschaltete, sah eine Wiederholung der vorherigen Stunde. Auch die anschließende Tagesschau lief vom Band.

Grund ist ein Warnstreik beim Westdeutschen Rundfunk zu dem die Gewerkschaft Verdi aufgerufen hatte. Die Verhandlungen über eine Tariferhöhung brachten Ende Juni kein Ergebnis, weshalb Verdi für heute zur Arbeitsniederlegung aufrief.

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07:54 Uhr

Ex-SED-Funktionär Krenz veröffentlicht neues Buch

Er war der letzte Generalsekretär der SED: Nun hat der ehemalige DDR-Politiker Egon Krenz ein neues Buch geschrieben.

In "Wir und die Russen" plädiert der 82-Jährige in alter Tradition für eine engere Zusammenarbeit mit Russland. In der deutschen Politik sieht Krenz eine "Russenphobie", die verbannt werden müsse. Am Donnerstag will der einstige Spitzenfunktionär sein Werk in Berlin vorstellen.

07:15 Uhr

Zahl der Dollar-Millionäre sinkt

Eine Studie, die aufhorchen lässt: Erstmals seit sieben Jahren sind die Reichen dieser Welt nicht mehr reicher geworden, sondern haben sogar Vermögen verloren. Das geht aus einer Untersuchung des Beratungsunternehmens Capgemini hervor.

  • Demnach verringerte sich das Vermögen der Reichen gegenüber 2017 um fast drei Prozent auf 68,1 Billionen Dollar.
  • Zugleich sank die Zahl der Dollar-Millionäre um 0,3 Prozent auf 18 Millionen Menschen.
  • In Deutschland verringerte sich die Zahl der vermögenden Privatanleger um 1,1 Prozent auf 1,35 Millionen. Das Gesamtvermögen verringerte sich dabei um 3,9 Prozent auf gut fünf Billionen Dollar.
  • Als Grund für die Verluste wird die Flaute am Aktienmarkt genannt.

Trotz der Vermögensverluste - Sorgen um ihre Alterssicherung müssen sich die Millionäre wohl nicht machen. Ähnlich sieht es auch Capgemini-Experte Klaus-Georg Meyer. Ihm zufolge ist es normal, dass es im Laufe der Jahre auch mal einen Rückgang gebe.

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06:50 Uhr

Temperaturen nähern sich der Sommermarke

Auch heute geht es mit Frühwerten zwischen 3 und 13 Grad sowie gelegentlichem Bodenfrost mal wieder ziemlich kühl los. Dafür wird es anschließend ein meist freundlicher, teils auch sonniger Tag. Oftmals bekommen wir nämlich 8 bis 14 Sonnenstunden.

Am meisten Sonne bekommt der Südwesten. Deutlich weniger sonnig bleibt es lediglich in einem Streifen von der Nordsee bis herunter ans Erzgebirge, wo außerdem noch einzelne Schauer niedergehen können. Dementsprechend ist hier die Sonnenbilanz deutlich eingeschränkter mit 4 bis 6 sonnigen Stunden.

Björn Alexander

Björn Alexander

Die Temperaturen: Auch wenn die eingeflossene Polarluft jetzt unter Hochdruckeinfluss gerät, mehr als 15 bis 21 Grad sind häufig nicht drin. Nur am Oberrhein kommt die Sommermarke bei Höchstwerten von 22 bis 24 Grad allmählich wieder in Sichtweite. Eine gute Nachricht für die Urlauber an den Küsten gibt es aber in jedem Fall: der kühle Nordwestwind lässt auch im Norden immer mehr nach.

Die weiteren Aussichten: es wird wärmer, aber auch schwüler und damit steigt ab der Wochenmitte die Wahrscheinlichkeit für teilweise kräftige Schauer und Gewitter. Wo es am meisten regnet und wie es mit dem Sommer weitergeht, das finden Sie hier. Ihr Björn Alexander

06:16 Uhr

Hongkongs Regierungschefin erklärt Auslieferungsgesetz für "tot"

Die zahlreichen Proteste haben offenbar Wirkung gezeigt: Hongkongs Regierungschefin Carrie Lam hat nun das endgültige Aus des geplanten Auslieferungsgesetzes verkündet. Es gebe "keinen Plan", das auf Eis liegende Gesetzgebungsverfahren wieder in Gang zu bringen, sagte Lam. "Das Gesetz ist tot."

Das Gesetzesvorhaben, das erstmals Auslieferungen an Festland-China ermöglicht hätte, hat die größten Proteste seit der Rückgabe der einstigen britischen Kronkolonie an China im Jahr 1997 ausgelöst. Wiederholt gingen in der Finanzmetropole Hunderttausende Demonstranten auf die Straße.

06:10 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

nach einem trüben Montag zeigt sich die Sonne heute wieder von ihrer besten Seite - zumindest hier in Berlin. Mein Name ist Janis Peitsch und ich begleite Sie bis zum Nachmittag durch den Tag. Bei Fragen, Anregungen und Kritik schreiben Sie mir gerne eine Mail.

Folgende Themen stehen heute auf der Agenda:

  • Zum Atomabkommen mit dem Iran hält der Gouverneursrat der Internationalen Atomenergiebehörde eine Sondersitzung ab.
  • Das belgische Königspaar besucht Thüringen.
  • Im Kampf um die Nachfolge der britischen Premierministerin May liefern sich die Kandidaten Johnson und Hunt ein TV-Duell.
  • Der Prozess gegen den mutmaßlichen IS-Prediger Abu Walaa geht weiter.
  • Im Fall der mehr als fünf Jahre lang verschwundenen Maria H. wird ein Urteil erwartet. Dem 58-jährigen Angeklagten werden die Entziehung Minderjähriger und schwerer sexueller Missbrauch von Kindern vorgeworfen.