Dienstag, 17. März 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:35 Uhr

Das war Dienstag, der 17. März 2020

Liebe Leserinnen und Leser,

das Robert-Koch-Institut stuft das Risiko für die Bevölkerung durch das Coronavirus jetzt als "hoch" ein. Was das bedeutet, lesen Sie hier. Um die steigende Zahl von Patienten besser versorgen zu können, wollen Bund und Länder die Zahl der Intensivbetten verdoppeln. Ab sofort lässt Deutschland niemanden mehr von außerhalb der EU ins Land. Die Fußball-EM fällt dieses Jahr aus. Autobauer VW, Audi, Ford und Mercedes schließen ihre Werke. Nicht mal vor Friedrich Merz macht das Coronavirus Halt. "Bleibt zu Hause", flehen Ärzte und Pfleger.

Gibt's überhaupt noch gute Nachrichten? Ja, hier gibt es gleich drei!

Und hier noch eine: Coronavirus beschert Venedig klares Wasser.

Ich verabschiede mich in den Feierabend und wünsche Ihnen eine gute Nacht!

21:59 Uhr

Proteste gegen Quarantäne: Großeinsatz in Flüchtlingsheim

Vor einigen Tagen war in einem Flüchtlingsheim in Thüringen ein Mann positiv auf das Coronavirus getestet worden, danach waren alle etwa 500 dort lebenden Asylbewerber unter Quarantäne gestellt worden. In den vergangenen Tagen hatten einige von ihnen versucht, die Einrichtung zu verlassen. Am Montag hatten 15 bis 20 Menschen offenbar aus Protest gegen die Quarantäne zudem teilweise den Weg zur Kantine blockiert.

Nun greift die Polizei durch.

  • Die Beamten haben heute mehrere Männer aus der unter Quarantäne stehenden Landeserstaufnahmestelle für Asylbewerber in Suhl verlegt. Es seien 22 Personen in die ehemalige Jugendarrestanstalt in Arnstadt gebracht worden, teilte ein Sprecher der Landespolizeidirektion in Erfurt mit.
  • Die mutmaßlichen Störer hätten sich in den vergangenen Tagen in grober Weise den getroffenen Quarantäneanordnungen widersetzt, hieß es.
  • Die Polizei war mit etwa 200 Beamten im Einsatz, darunter auch Spezialkräfte des Landeskriminalamtes sowie viele Bereitschaftspolizisten. Auch die Feuerwehr war vor Ort gewesen, weil der Verdacht bestand, die Störer hätten das Gebäude in Brand setzen können.
21:12 Uhr

Lukaschenko empfiehlt Wodka und Traktor gegen Coronavirus

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Kein Alkohol am Arbeitsplatz.

(Foto: picture alliance/dpa)

Weißrussland hat noch vergleichsweise wenig Coronavirus-Infizierte. Bislang wurden 36 Fälle festgestellt, obwohl das Land in Osteuropa so gut wie keine Maßnahmen zur Einschränkung des öffentlichen Lebens eingeführt hatte. Vielleicht liegt das an den Empfehlungen des Staatschefs? Um sich nicht anzustecken, sollte man nach Ansicht des Präsidenten Alexander Lukaschenko Folgendes tun:

  • Häufiger Hände waschen
  • Regelmäßig essen
  • Wodka trinken - "Um dieses Virus zu vergiften. Aber nicht während der Arbeit"
  • In die Trockensauna gehen - "Am besten zwei- bis dreimal die Woche. Die Chinesen haben uns gesagt, dieses Virus stirbt bei 60 Grad"
  • Einfach arbeiten - "Am besten auf dem Feld mit einem Traktor (…) Leute auf dem Dorf arbeiten mit dem Traktor, keiner spricht über die Viren. Dort wird der Traktor alle heilen, das Feld wird alle heilen."

Wie andere Länder gegen das Coronavirus kämpfen, erfahren Sie hier.

Anmerkung: Dass diese Empfehlungen nicht ernst zu nehmen sind, versteht sich von selbst.

20:23 Uhr

Bauer entdeckt Schädel von vermisstem Rentner

In Niedersachsen hat ein Landwirt einen menschlichen Schädel im Unterholz entdeckt.

Die alarmierten Polizeibeamten fanden bei der anschließenden Suche Knochen und Kleidung, wie ein Sprecher mitteilte. Mit größter Sicherheit handele es sich bei dem Toten um einen seit Anfang Juni vermissten Rentner aus Dannenberg. Der 74-Jährige litt an Demenz.

Die am Montag im Bereich Bückau gefundene Bekleidung konnte laut Polizei eindeutig identifiziert werden, das Ergebnis eines abschließenden DNA-Abgleichs stand noch aus. Es gibt keine Hinweise auf eine Gewalttat oder einen anderen strafrechtlichen Hintergrund.

20:05 Uhr
Breaking News

Deutschland setzt Einreiseverbot sofort um

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat eine umgehende Umsetzung der Einreisebeschränkungen für Nicht-EU-Bürger nach Deutschland zugesagt. "Deutschland wird das sofort umsetzen", sagte Merkel in Berlin auf einer Pressekonferenz nach dem Videogipfel mit ihren EU-Kollegen zum Vorgehen in der Coronavirus-Krise. Die Beschränkung gelte zunächst für 30 Tage.

Die Staats- und Regierungschefs sprachen auch über den gemeinsamen Kampf gegen die dramatischen wirtschaftlichen Folgen der Epidemie. Wichtig sei es, den freien Fluss von Waren aufrechtzuerhalten, sagte Merkel. Es müsse mit "ernsten, sehr ernsten Konsequenzen" für die Wirtschaft gerechnet werden.

Mehr dazu lesen Sie hier.
20:00 Uhr
19:28 Uhr

Trump besteht auf Bezeichnung "Chinesisches Virus"

*Datenschutz

Statt die Bevölkerung mit Tests zu versorgen, macht US-Präsident lieber das, was er am besten kann: hetzen und einen Schuldigen suchen. Den Corona-Krankheitserreger nannte er gestern in einem Tweet "Chinesisches Virus". Jetzt verteidigt er seine Wortwahl.

  • Zuerst habe Peking behauptet, dass das US-Militär den Erreger nach China gebracht habe, sagte Trump in Washington. "Anstatt zu streiten, habe ich gesagt, dass ich es danach benennen muss, wo es herkommt. Es kommt aus China. Deshalb denke ich, das ist ein sehr treffender Begriff."
  • Auch US-Außenminister Mike Pompeo bezog sich bei seiner Erwähnung des Erregers mehrfach auf China, als er von dem "Wuhan Virus" sprach.
  • Die Weltgesundheitsorganisation WHO spricht sich gegen die Benennung von Viren nach Nationen oder Regionen aus.
18:57 Uhr

Gerichtsverhandlung trotz Corona? Anwalt zeigt Richter an

Ein Anwalt hat einen Richter des Landgerichts München I wegen versuchter Körperverletzung angezeigt, weil er trotz der Corona-Pandemie auf eine Verhandlung bestand.

  • Der Richter habe "bewusst eine Gefahrenlage" geschaffen und nahm "sehenden Auges in Kauf, dass sich die Anwesenden im Sitzungssaal einem erhöhten Ansteckungsrisiko aussetzen", heißt es in der Anzeige des Rechtsanwaltes Thomas Pfister.
  • Während der Verhandlung um versuchten Totschlag seien mehr als 50 Menschen im Gerichtssaal anwesend gewesen. "Eine derartige Anzahl von Personen wird nach allgemeiner Auffassung (...) als absolute Hochrisikoveranstaltung bezeichnet", kritisierte Pfister.
  • Die Verteidiger hätten sich geweigert, den Sitzungssaal zu betreten, der Richter habe aber darauf bestanden, die Verhandlung zu beginnen. Pfister stellte daraufhin nicht nur Strafanzeige, sondern erstatte auch eine Dienstaufsichtsbeschwerde.
  • Gerichtssprecher Florian Gliwitzky wies die Vorwürfe gegen den Richter zurück. Die Justiz könne auch in Zeiten des sich rasant verbreitenden Coronavirus nicht die Arbeit einstellen. "Die Justiz ist in bestimmten Bereichen systemrelevant", sagte er.
18:19 Uhr
Breaking News

Bund und Länder wollen Zahl der Intensivbetten verdoppeln

Bund und Länder wollen im Kampf gegen das Coronavirus die Zahl der Intensivbetten verdoppeln. Die Länder sollten mit den Kliniken nun Pläne erarbeiten, "um dieses Ziel durch den Aufbau provisorischer Intensivkapazitäten zu erreichen", heißt es in einem Beschluss von Bund und Ländern.

Mehr dazu lesen Sie hier.
18:08 Uhr

Jared Leto wusste nichts von Corona-Pandemie

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Corona was?

(Foto: imago images / Pacific Press Agency)

Das Coronavirus und seine Auswirkungen bestimmen das Weltgeschehen; im Radio, im TV und in den sozialen Medien gibt es fast kein anderes Thema. Kaum zu glauben also, dass jemand noch nicht mitbekommen hat, dass sich die Welt im Kampf gegen eine Pandemie befindet.

Doch genau so ist es Jared Leto ergangen: Der Sänger und Schauspieler befand sich bis vor Kurzem auf einer zwölftägigen Meditation in der Wüste - ohne Handy und Zugang zum Internet oder den sozialen Medien.

"Wir waren völlig isoliert, hatten keine Ahnung, was sich außerhalb der Einrichtung abspielt", schrieb Leto nun auf Twitter. Als er am Montag von seiner Meditation zurückgekehrt sei, habe er die Welt "sehr anders" und "für immer verändert" vorgefunden. "Das übersteigt meinen Verstand, um es gelinde zu sagen." Er hoffe deshalb, dass seine Fans und ihre Familien in Ordnung seien. "Bleibt drin, bleibt gesund", schreibt er.

*Datenschutz

17:29 Uhr

Frau stürzt in Bus aus Rollstuhl und stirbt

Ein weiterer tragischer Unfall: Eine Seniorin ist im Norden von Baden-Württemberg in einem Bus so unglücklich aus ihrem Rollstuhl gestürzt, dass sie sich tödlich verletzte. Der Rollstuhl war während der Fahrt in der Stadt Wiesloch ins Rollen geraten. Infolge dessen kam die Frau zu Fall. Die alte Dame starb am Unfallort.

17:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:46 Uhr

Tödliche Attacke in Augsburg: Sechs Verdächtige kommen frei

Am Abend des 6. Dezember 2019 war ein Familienvater bei einem Streit zwischen zwei Männern und sieben Jugendlichen am Augsburger Königsplatz ums Leben gekommen. Der Hauptbeschuldigte soll den 49-Jährigen mit einem Schlag getötet haben. Die Staatsanwaltschaft wirft dem mutmaßlichen Haupttäter Totschlag und seinen sechs Begleitern Beihilfe dazu vor, alle sieben kamen deshalb in Untersuchungshaft.

Doch nun kommen die sechs Begleiter wieder auf freien Fuß. Warum? Gegen einen 17-Jährigen ist unrechtmäßig Haftbefehl erlassen worden. Die weiteren fünf mutmaßlichen Mittäter würden "aus Gleichbehandlungsgründen" ebenfalls freigelassen, teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Der Anwalt von einem der mutmaßlichen Mittäter hatte gegen den Haftbefehl Verfassungsbeschwerde eingelegt, die Richter in Karlsruhe gaben ihm Recht. Der 17-Jährige sei "in seinem Grundrecht auf Freiheit der Person verletzt", befanden die Bundesrichter.

16:09 Uhr

Zwei Menschen unter Gebäudeteilen und Baugerüst verschüttet

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Dramatische Rettungsaktion auf St. Pauli.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ein schwerer Unfall in Hamburg hält Rettungsdienste in Atem. Am Millerntorplatz im Stadtteil St. Pauli sind Gebäudeteile und ein Baugerüst eingestürzt. Mindestens zwei Menschen sind unter dem Gerüst und den Mauerresten verschüttet.  

  • Sechs weitere Menschen wurden demnach von dem einstürzenden Baugerüst getroffen. Fünf davon wurden leicht verletzt, eine Person schwer.
  • Über den Zustand der beiden verschütteten Menschen ist noch nichts bekannt.
  • Polizei, Feuerwehr und Notarzt sind im Stadtteil St. Pauli mit vielen Einsatzkräften vor Ort und räumen die Trümmer von der Straße.
  • Das Baugerüst hat Augenzeugen zufolge mindestens fünf Etagen.

Update: Einer der Verschütteten ist gestorben, ein anderer wurde verletzt, ist aber ansprechbar.

15:38 Uhr

"Game of Thrones"-Star Kristofer Hivju mit Coronavirus infiziert

Auch Kristofer Hivju, "Game of Thrones"-Fans als Tormund Riesentod bekannt, ist am Coronavirus erkrankt. Er weise derzeit aber nur leichte Symptome auf, beruhigt er seine Instagram-Follower.

  • "Grüße aus Norwegen", beginnt Hivju seinen Post. "Ich muss euch leider mitteilen, dass ich heute positiv auf Covid-19, das Coronavirus, getestet wurde. Meine Familie und ich befinden uns zu Hause so lange, wie es nötig ist, in Selbst-Quarantäne."
  • Bei ihm seien bislang aber nur sehr milde Symptome ausgebrochen, vergleichbar mit einer Erkältung, schreibt er weiter.
  • Gemeinsam, da ist sich der Schauspieler sicher, werden wir die Krise in den Griff bekommen. Bis dahin hält er seine fast vier Millionen Follower dazu an, unbedingt die Hygiene- und Sicherheitsanweisungen einzuhalten, um diejenigen zu schützen, für die das Coronavirus eine ernsthafte Gefahr für Leib und Leben sein kann.
*Datenschutz

15:08 Uhr

Auch Blablabus stellt Betrieb ein

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Kein Blabla mehr.

(Foto: picture alliance/dpa)

Das Fernbusunternehmen Blablabus stellt den Betrieb ein. Zuvor hatte schon Konkurrent Flixbus angekündigt, ab Mitternacht keine Busse mehr in, von und nach Deutschland fahren zu lassen. "Blablabus setzt aufgrund der aktuellen Situation alle innerdeutschen und internationalen Linien mit Wirkung ab dem 18. März um 7 Uhr aus", teilte das Unternehmen mit. "Danach wird bis auf Weiteres kein Blablabus mehr verkehren."

Der Mitfahrdienst Blablacar, über den Kunden Mitfahrgelegenheiten bilden können, bleibt davon unberührt. Die Blablacar-Plattform werde "weiterhin für diejenigen zur Verfügung stehen, die unbedingt reisen müssen", hieß es.

14:26 Uhr

Zoll beschlagnahmt 108 geschmuggelte Pfeilgiftfrösche

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(Foto: picture alliance / Peter Gercke/)

Der Zoll hat in Nordrhein-Westfalen mehr als 100 mutmaßlich illegal geschmuggelte Pfeilgiftfrösche beschlagnahmt. Die Tiere seien aus der Slowakei nach Hamm gebracht worden, teilte das Zollfahndungsamt in Essen mit. Trotz der Absage einer Reptilienbörse habe ein Amphibienhändler aus der Slowakei die bestellten Frösche an Kunden übergeben wollen. Der Marktwert der Tiere beläuft sich demnach auf etwa 25.000 Euro.

Die 35-jährige Kurierin wurde in einem Hotelzimmer angetroffen, wie der Zoll weiter mitteilte. Bei der Durchsuchung wurden 108 aus Panama stammende Frösche entdeckt. Es bestehe der Verdacht, dass es sich dabei um sogenannte Wildfänge handle, die der Natur illegal entnommen worden seien.

14:10 Uhr
Breaking News

Friedrich Merz positiv auf Coronavirus getestet

Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz hat sich mit dem neuartigen Coronavirus angesteckt. "Ein am Sonntag bei mir durchgeführter Corona-Test ist positiv. Ich werde bis Ende nächster Woche zu Hause unter Quarantäne stehen", sagte Merz.

Mehr dazu lesen Sie hier.
14:00 Uhr

Schichtwechsel

Franziska Türk macht jetzt Feierabend, ab sofort und bis zum späten Abend begleite ich Sie durch den "Tag". Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!

13:47 Uhr
Breaking News

Uefa will Fußball-EM auf Sommer 2021 verschieben

Die Uefa will die Fußball-Europameisterschaft wegen des Coronavirus auf den Sommer 2021 verschieben. Ursprünglich war das Turnier für den 12. Juni bis 12. Juli 2020 geplant. Die Zustimmung der Verbände steht noch aus.

Mehr dazu lesen Sie hier.
13:42 Uhr
Breaking News

Flixbus stellt Betrieb ein

Der Fernbusanbieter Flixbus stellt wegen der Corona-Krise den Betrieb ab Mitternacht bis auf Weiteres ein. FlixBus werde alle nationalen sowie grenzüberschreitenden Verbindungen von und nach Deutschland ab 17. März 2020 24 Uhr aussetzen, teilte das Unternehmen mit.

13:33 Uhr

Polizei beendet "Corona-Partys"

Zwei sogenannte Corona-Partys hat die Polizei in Franken beendet. Rund 100 junge Menschen hatten sich am Montagabend in einem Nürnberger Stadtpark zum Feiern getroffen und dazu eine mit Generatoren betriebene Musik- und Lichtanlage laufen lassen, hieß es von der Polizei. In Schwabach trafen sich den Angaben zufolge 50 Jugendliche in einem Skater-Park und feierten ebenfalls lautstark mit einer Musikanlage. Sie hatten sich offenbar über soziale Medien zu der Feier verabredet.

Die Polizei beendete beide Partys, stellte die Anlagen sicher und erteilte Platzverweise. Sie appellierte eindringlich, derartige Zusammenkünfte zu unterlassen. Es liege in der Verantwortung jedes Bürgers, die Coronavirus-Infektionsrate so gering wie möglich zu halten und damit lebensbedrohliche Erkrankungen vor allem in Risikogruppen zu vermeiden.

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Weil Kneipen und Clubs geschlossen sind, verabredeten sich die Teenager zu Partys im Park.

(Foto: picture alliance / dpa)

13:17 Uhr
Breaking News

13 Jahre nach Verschwinden: Mörder von Georgine verurteilt

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Georgines Leiche wurde bis heute nicht gefunden.

(Foto: picture alliance / dpa)

Mehr als 13 Jahre nach dem rätselhaften Verschwinden der Berliner Schülerin Georgine Krüger hat das Landgericht in der Hauptstadt einen 44-jährigen Mann wegen Mordes und Vergewaltigung zu einer lebenslangen Gefängnisstrafe verurteilt. Die Leiche des Mädchens wurde nie gefunden.

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13:02 Uhr

Fake-Vorwürfe: Heufer-Umlauf wird Preis aberkannt

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Heufer-Umlauf hatte sich nach den Fake-Vorwürfen entschuldigt - es gehe in seiner Show mehr um Unterhaltung als um klassischen Journalismus.

(Foto: picture alliance/dpa)

Dem Entertainer Klaas Heufer-Umlauf wird nach Fake-Vorwürfen ein Journalistenpreis aberkannt. Das habe das Jury-Team mehrheitlich beschlossen, teilte das "Medium Magazin" als Gründer des Preises "Journalistinnen und Journalisten des Jahres" mit. Der 36-Jährige war auf Platz 3 in der Kategorie Unterhaltung gewählt worden - die Preise für das Jahr 2019 wurden Mitte Februar verliehen.

Später erhob das Reportageformat "STRG_F" des Norddeutschen Rundfunks Vorwürfe gegen Heufer-Umlauf und seinen Kollegen Joko Winterscheidt: In ihren TV-Einspielfilmen würden sie offenbar Schauspieler einsetzen, obwohl Ereignisse als spontan und echt dargestellt würden. Als ein Beispiel wurde ein angeblicher Fahrraddiebstahl in der Sendung "Late Night Berlin" angeführt, die von Heufer-Umlauf auf ProSieben präsentiert wird.

12:25 Uhr

Botschaft aus Wiener Klinik geht viral

*Datenschutz

Heute Morgen habe ich Ihnen den Wiener Piloten vorgestellt, der die Menschen dazu auffordert, wegen des Coronavirus zu Hause zu bleiben. Nun geht ein Facebook-Post zweier Wiener Krankenschwestern viral - und ihre Botschaft ist exakt dieselbe. "Wir bleiben für euch da. Bleibt ihr bitte für uns daheim", ist auf einem Plakat geschrieben, das die Krankenschwestern vom Wilhelminenspital in die Kamera halten. Inzwischen wurde der Beitrag Tausende Male geteilt - und zahlreiche weitere Pflegekräfte posteten ähnliche Fotos.

12:01 Uhr
11:33 Uhr

Baerbock erwartet klare Ansage von Merkel an Erdogan

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Wegen des Coronavirus könnte Merkel die geforderten "sehr deutlichen" Worte nicht persönlich sondern nur per Videoschalte übermitteln.

(Foto: picture alliance/dpa)

Grünen-Chefin Annalena Baerbock hat Druck im Ringen um eine Lösung für den Umgang mit Flüchtlingen aus Syrien gemacht. Mit Blick auf ein Gespräch von Kanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan sagte Baerbock im Inforadio des RBB: Sie erwarte eine "sehr deutliche Ansage vonseiten der Bundeskanzlerin und dem französischen Präsidenten". Merkel, Erdogan und Macron wollen per Videoschalte über den Syrien-Konflikt und seine Folgen beraten. Es dürfte vor allem um die Lage der Flüchtlinge an der türkisch-griechischen Grenze gehen.

11:12 Uhr

Bergmann stirbt bei Grubenunglück in Polen

Nach einem Grubenunglück in einem Steinkohlebergwerk in Polen ist ein dabei verschütteter Bergmann gestorben. Rettungskräfte hätten unter Tage versucht, den 41-Jährigen wiederzubeleben, dies sei aber nicht gelungen, sagte ein Sprecher des Grubenbetreibers laut Nachrichtenagentur PAP.

Das Unglück in dem Bergwerk Bobrek im schlesischen Bytom hatte sich am Montag ereignet, als drei Bergarbeiter 840 Meter unter Tage Rohre auswechseln wollten. Ein Abschnitt des Grubenausbaus stürzte ein. Zwei der drei Kumpel konnten sich den Angaben zufolge unverletzt aus dem Schutthaufen befreien. Zu dem dritten hatten die Retter zunächst Sprachkontakt gehabt. Die Rettungsaktion dauerte zehn Stunden. Der Bergmann ist das vierte Todesopfer im polnischen Bergbau in diesem Jahr.

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(Foto: picture alliance / dpa)

10:43 Uhr

Sozialverbände fordern Verstaatlichung von Wohnungen

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Die Initiative fordert den Bau von 100.000 Sozialwohnungen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Gegen soziale Not wegen mangelnden Wohnraums hat ein Bündnis von Sozialverbänden den Bau von jährlich mindestens 100.000 Sozialwohnungen gefordert. Notfalls müssten Unternehmen, die mit Wohnraum spekulieren, sogar vergesellschaftet werden, heißt es in einem Aufruf der "Sozialen Plattform Wohnen". Dies ist ein neuer Zusammenschluss des Paritätischen Gesamtverbands, des Sozialverbands VdK, des Sozialverbands Deutschland, der Volkssolidarität, des Kinderschutzbunds und anderen Verbänden.

10:30 Uhr
Breaking News

RKI setzt Corona-Risikoeinschätzung auf "hoch"

Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts steht Europa ab sofort im Fokus der Coronavirus-Pandemie. Das Institut stuft deshalb die Gefährdungslage für die deutsche Bevölkerung als "hoch" ein.

Mehr dazu lesen Sie hier.
10:11 Uhr

Raketen schlagen auf Nato-Stützpunkt im Irak ein

Es ist bereits der dritte Raketenangriff innerhalb einer Woche: Auf den von internationalen Streitkräften genutzten Militärstützpunkt Besmaja im Irak trafen am Montagabend mehrere Raketen, teilt die irakische Armee mit. Auf der Basis sind unter anderen spanische Soldaten der US-geführten Koalition gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) sowie Ausbildungskräfte der Nato aus den USA, Großbritannien, Kanada und Australien stationiert. Zu möglichen Todesfällen oder Verletzten ist bislang nichts bekannt. Bereits am vergangenen Mittwoch und am Samstag hatte es Attacken auf Basen gegeben, bei denen mehrere Soldaten getötet wurden.

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09:47 Uhr

Prozess gegen Pariser Attentäter angeordnet

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Salah Abdeslam ist der einzige überlebende IS-Attentäter der Anschläge.

(Foto: picture alliance / Belgian Feder)

Mehr als vier Jahre nach den Pariser Anschlägen vom November 2015 mit 130 Toten ist der Prozess gegen eine Reihe von Verdächtigen ein weiteres Stück näher gerückt. Französische Richter ordneten am Montagabend den Prozess gegen den einzigen überlebenden Attentäter Salah Abdeslam und 19 weitere Verdächtige an. Der formale Schritt erfolgte, nachdem die Staatsanwaltschaft im November ihre umfassenden Ermittlungen zu den Anschlägen abgeschlossen hatte.

Zu den Anschlägen hatte sich die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) bekannt. Am Abend des 13. November 2015 hatten sich während eines Fußballspiels Deutschland gegen Frankreich zunächst drei Selbstmordattentäter vor dem Stadion nördlich von Paris in die Luft gesprengt. Anschließend überfielen Terrorkommandos den Pariser Konzertsaal Bataclan und mehrere Restaurants und Bars mit Kalaschnikows.

09:22 Uhr

Pflicht-Kurse gegen Rassismus in Deutschland gefordert

Deutschland muss nach Ansicht des Anti-Diskriminierungs-Ausschusses des Europarats (ECRI) mehr Aufklärungsarbeit in Institutionen leisten. Vor allem in Schulen, Universitäten und bei der Polizei müssten entsprechende Kurse gegen Rassismus und Diskriminierung verpflichtend werden, erklärte die Finnin Reetta Toivanen, eine Autorin des Berichts des ECRI-Gremiums.

Bei der Polizei seien verpflichtende Kurse besonders wichtig, um Racial Profiling entgegenzuwirken. Beim Racial Profiling werden Menschen auf Grundlage von Stereotypen und äußerlichen Merkmalen als verdächtig eingestuft und überprüft. Opfer diskriminierender und rassistischer Gewalt trauten sich deshalb oft nicht zur deutschen Polizei, so Toivanen - es fehle das Vertrauen. "Auch wenn es hinreichende Beweise für ein extensives Racial Profiling gibt, sind sich viele Polizeidienste und -vertreter dessen nicht bewusst oder leugnen deren Existenz", heißt es in dem Report.

09:19 Uhr
Breaking News

Weltweite Reisewarnung - Rückholaktion für Deutsche

Bundesaußenminister Heiko Maas hat eine Rückholaktion für Tausende Deutsche gestartet, die wegen Reisebeschränkungen in der Corona-Krise im Ausland festsitzen. Er kündigte an, bis zu 50 Millionen Euro dafür zur Verfügung zu stellen. Das Auswärtige Amt gibt außerdem eine Reisewarnung für touristische Reisen weltweit aus.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:57 Uhr
Breaking News

VW setzt wegen Coronavirus Produktion aus

Der VW-Konzern will die Produktion in vielen Werken wegen der Ausbreitung des Coronavirus vorübergehend aussetzen. An den allermeisten Standorten solle an diesem Freitag (20. März) die letzte Schicht laufen, hieß es aus dem Betriebsrat in Wolfsburg.

Mehr dazu lesen Sie hier.
08:21 Uhr

Pilot fliegt "Stay home"-Botschaft über Wien

#Stayhome - unter diesem Hashtag werden Menschen seit Tagen in den sozialen Netzwerken dazu aufgefordert, zu Hause zu bleiben, um die weitere Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern. Ein Hobbyflieger aus Österreich ging nun sogar noch einen Schritt weiter: Er flog die Botschaft in kilometergroßen Buchstaben über der Wiener Neustadt. Der knapp halbstündige Flug ist auf der Flugüberwachungswebsite Flightradar24 zu erkennen - und die Botschaft bedarf wohl keiner weiteren Erklärung.

*Datenschutz

07:52 Uhr

Eltern von sterbendem Kind erpresst - drei Jahre Haft

Eine Frau, die die Eltern eines sterbenden Kindes erpresst hat, ist in Australien zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden. Die 25-Jährige gab vor, das gestohlene Handy der Mutter zu haben, auf dem viele Bilder der elf Monate alten Tochter waren. Sie forderte in Textnachrichten 1000 Australische Dollar - umgerechnet 550 Euro - sonst würde sie das Smartphone verkaufen. Das Handy soll im April 2019 in einem Einkaufszentrum gestohlen worden sein, wenige Tage, bevor das Kind starb, berichtet die australische Nachrichtenagentur AAP.

Die Erpresserin hatte demnach bei Facebook gesehen, dass die Mutter danach sucht. In Wirklichkeit hatte sie das Handy jedoch nie. Sie nutzte lediglich die Not der Eltern aus - auch noch nach dem Tod des Kindes. Diese mussten sich in einem Krankenhaus in Melbourne von ihrer Tochter verabschieden, die eine neurologische Erkrankung hatte.

07:30 Uhr

Ostdeutsche arbeiten mehr und verdienen weniger

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Der Bruttomonatsverdienst im produzierenden Gewerbe ist in Ostdeutschland deutlich niedriger.

(Foto: picture alliance / dpa)

Beschäftigte in Ostdeutschland verdienen weniger und arbeiten länger als die Arbeitnehmer in Westdeutschland. Das geht aus Daten der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder hervor, die die Linken im Bundestag ausgewertet haben. So leisteten in Ostdeutschland Arbeitnehmer zuletzt über alle Wirtschaftsbereiche hinweg pro Jahr 63 Arbeitsstunden mehr als die Arbeitnehmer in Westdeutschland. Die Bruttomonatsverdienste im produzierenden Gewerbe und Dienstleistungsbereich liegen in Ostdeutschland mit durchschnittlich 2833 Euro immer noch deutlich niedriger als die in Westdeutschland. Dort sind es 3371 Euro.

07:02 Uhr

Filmmusical "Cats" mit Schmähpreisen überschüttet

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Die "Auszeichnungen" dürften die "Cats"-Macher wohl alles andere als freuen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die geplante Bekanntgabe der Hollywood-Schmähpreise "Goldene Himbeeren" vor einem Publikum war am Wochenende wegen der Coronavirus-Krise abgesagt worden. Doch nun haben die Verleiher der "Razzies" (kurz für Raspberry/Himbeere) doch noch die Spott-Preisträger benannt. Das von Kritikern verrissene Filmmusical "Cats" ist mit sechs Trophäen der große "Gewinner", gaben die Juroren in einer Videobotschaft bekannt.

Die Kinoverfilmung von Andrew Lloyd Webbers Musical-Klassiker unter der Regie von Tom Hooper holte unter anderem die Schmähpreise für den schlechtester Film, die Regie und die Nebendarsteller Rebel Wilson und James Corden. Als schlechteste Hauptdarsteller wurden John Travolta ("The Fanatic" und "Trading Paint") und Hilary Duff ("The Haunting of Sharon Tate") ausgewählt.

Mehr dazu lesen Sie hier.
06:45 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

egal ob Sie gerade im Homeoffice sitzen oder in halb leeren Bahnen beziehungsweise auf halbleeren Straßen auf dem Weg zur Arbeit sind - Sie können es sich wohl denken, was auch heute wieder das vorherrschende Thema ist: das Coronavirus. Die EU-Staats- und Regierungschefs wollen deshalb in einer Videoschalte darüber beraten, wie sie das Virus eindämmen können. Ebenfalls in einer keimfreien Videokonferenz besprechen sich die Mitgliedsverbände der UEFA - im Raum steht eine EM-Absage. In München kommt heute Morgen derweil das Kabinett mit Gesundheitsminister Spahn zusammen, um 14 Uhr informiert außerdem die WHO-Region Europa in einer Pressekonferenz über die Coronaviruslage. Diese Themen erwarten uns heute sonst noch:

  • Die Vorwahlen der US-Demokraten gehen in Arizona, Florida, Illinois und Ohio weiter.

  • Nach dem Absturz des Dax und dem Einbruch der asiatischen und des amerikanischen Marktes blicken wir weiter auf die Entwicklung der internationalen Finanzmärkte.

  • Der Anti-Diskriminierungs-Ausschuss des Europarats (ECRI) stellt seinen Bericht zu Deutschland vor.

  • Mehr als 13 Jahre nach dem spurlosen Verschwinden der Berliner Schülerin Georgine Krüger wird heute das Urteil gegen ihren mutmaßlichen Mörder erwartet.

  • Im Prozess um die rechtsterroristische Gruppe "Revolution Chemnitz" stehen heute die Plädoyers der Verteidigung an.

  • Das Landgericht Berlin verkündet seine Entscheidung zur Versicherung der gestohlenen Goldmünze aus dem Bode-Museum. Der Privateigentümer klagt auf die Auszahlung der vollen Versicherungssumme von rund vier Millionen Euro. Bislang hat der Versicherer nur rund 800.000 Euro gezahlt.

Allen Iren unter Ihnen einen schönen St. Patrick's Day - feiern kann man ja schließlich auch zu Hause. Kommen Sie gut und gesund durch den Dienstag!

06:22 Uhr

Dienstag bringt frühlingshafte Temperaturen

Björn Alexander

Der Tag beginnt von Sachsen-Anhalt und dem südlichen Niedersachsen bis herunter nach Niederbayern mit dichten Wolken und etwas Regen oder Nieselregen. Im übrigen Land ist es hingegen oft freundlicher und trocken. Im Tagesverlauf ziehen die Wolken mit letztem Regen dann Richtung Tschechien ab und dahinter ist es ebenfalls öfter trocken mit gelegentlichem Sonnenschein. Dafür breiten sich im Norden und Nordwesten nachmittags ein paar kompaktere Wolken aus. Die Temperaturen zeigen sich verbreitet frühlingshaft mild bis warm bei meistens 14 bis 19 Grad. Lediglich die östlichen Mittelgebirge und die Nordlichter bekommen frischere 10 bis 12 Grad.

Die weiteren Aussichten: im Süden nach Auflösung von lokalen Nebelfeldern auch morgen und am Donnerstag viel Sonne, während weiter nordwärts auch mal dichtere Wolkenfelder durchziehen und leichten Regen bringen können. Hierbei erreichen die Temperaturen zwischen knapp 10 und 21 Grad; wobei es im Südwesten am wärmsten ist. Der Freitag wird dann ebenfalls noch eher mild bei 7 bis 19 Grad, bevor kalte Luft polaren Ursprungs mit wechselhafterem Wetter bei uns vorbei schaut. Somit werden die Nächte häufiger frostig. Und auch tagsüber sind es am Samstag maximal 4 bis 13 und am Sonntag 2 bis 12 Grad. Ihr Björn Alexander

05:59 Uhr