Dienstag, 18. August 2020Der Tag

mit Volker Petersen
Volker Petersen
22:35 Uhr

Das war Dienstag, der 18. August 2020

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Diese schöne Aufnahme entstand heute in der russischen Stadt Smolensk.

(Foto: REUTERS)

Die Coronavirus-Lage wird langsam wieder ernster, heute haben unsere Kollegen bereits mehr als 1500 Neuinfektionen gezählt. Mehr dazu lesen Sie natürlich weiterhin, auch in der Nacht, im Liveticker zum Thema. Diese Meldungen stießen heute auf gesteigertes Interesse:

Ich verabschiede mich und wünsche einen schönen Restabend!

22:07 Uhr

Früherer islamistischer Kämpfer in Potsdam festgenommen

Erfolg für die Sicherheitsbehörden - in Potsdam nimmt die Polizei einen verdächtigen früheren Dschihadisten fest. Der Syrer Khaled A. soll sich 2013 den als Terrororganisationen eingestuften Gruppen "Ahrar al-Tabka" und "Ahrar al-Sham" angeschlossen haben, teilt die Bundesanwaltschaft mit. Die Gruppen kämpften im syrischen Bürgerkrieg gegen Machthaber Baschar al-Assad sowie für eine islamistische Gesellschaftsordnung. Er soll mit einem Maschinengewehr bewaffnet an Kämpfen rund um die Stadt Tabka teil, war aber auch an der Beschaffung von Wohnungen durch die Vertreibung der rechtmäßigen Eigentümer beteiligt. Das gilt als Kriegsverbrechen.

21:58 Uhr

Leipzig liegt zur Pause mit 0:2 hinten

Das sieht nicht gut aus für alle Leipzig-Fans und jene, die sich ein rein deutsches Champions-League-Finale wünschen: Die Sachsen liegen gegen Paris St. Germain zur Pause mit 0:2 zurück. Die Tore erzielten Marquinhos und Di María.

Mehr dazu im Liveticker.

21:34 Uhr

US-Post legt Sparpläne auf Eis - Erfolg für Demokraten

Im Streit über die Briefwahl in den USA legt der Chef der US-Post, Louis DeJoy, seine Reformpläne für das Unternehmen auf Eis. Warum das eine Nachricht ist? Weil befürchtet wurde, dass der Trump-Unterstützer seine Macht nutzt, um die Post mehr oder weniger lahmzulegen, damit die Briefwahl nicht funktioniert. Nun teilte er mit, alle seine Initiativen würden bis zur Wahl am 3. November ausgesetzt.

  • Er bestätigte damit Informationen aus einem zuvor von Reuters eingesehenen Erklärungsentwurf. Demnach soll mit dem Schritt "schon der Eindruck vermieden werden, dass es Auswirkungen auf die Briefwahl" geben könnte.
  • DeJoy, der vor seiner Ernennung Präsident Donald Trump und dessen Republikaner mit Spenden in Millionenhöhe unterstützt hatte, beugte sich damit der Kritik von Demokraten. Sie fürchteten, dass das Sparprogramm bei der Post die Briefwahl beeinträchtigen und Trumps Wahlchancen erhöhen könnte.
21:13 Uhr

Springsteen stellt sich mit Video hinter Biden - und gegen Trump

Kennen Sie Bruce Springsteen? Das ist der meiner Meinung nach größte noch lebende Rockstar und einer der besten Livemusiker aller Zeiten. So, nachdem das geklärt wäre, hier die eigentliche Nachricht.

Ebenjene Legende hat ein Video zum Parteitag der US-Demokraten beigesteuert, das die Gefühlslage der Amerikaner ansprechen soll - und sie freundlich in Richtung einer Stimmabgabe für Joe Biden am 3. November zu animieren scheint. Aber sehen Sie selbst. Das zu hörende Lied ist "The Rising", das der "Boss" unter dem Eindruck des 11. September 2001 schrieb. In der Preisklasse befinden wir uns nun also wieder.

20:20 Uhr

Russischer General bei Anschlag in Syrien getötet

Ohne die Hilfe Russlands wäre das syrische Regime um Assad wohl nicht mehr an der Macht - doch der Beistand führt seit 2015 immer wieder zu toten Soldaten aus den Reihen der Russen. Nun trifft es sogar einen General. Im Osten Syriens wird der Mann durch eine Explosion tödlich verletzt. Zwei weitere Soldaten seien verletzt worden, als ihr im Konvoi fahrendes Fahrzeug in der Nähe von Deir Essor an einem "improvisierten Sprengsatz" vorbeifuhr, melden russische Medien. Im syrischen Bürgerkrieg starben bislang mindestens 380.000 Menschen, Millionen Menschen flohen.

19:51 Uhr

Experten warnen vor unbestellten Pflanzensamen in der Post

Hatten Sie zuletzt unerwartete Post im Briefkasten? Ich spreche nicht von der neuen Lidlmediamarktrossmann-Postille, sondern Pflanzensamen. Denn vor ebenjenen warnt nun das Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen.

  • Derzeit würden weltweit solche Lieferungen verschickt, teilte das Julius Kühn-Institut mit. In Deutschland seien derartige Päckchen in Bayern und Hessen aufgetaucht. Der konkrete Absender sei unbekannt, jedoch führe die Spur nach Asien. Vermutet wird eine Online-Marketing-Betrugsmasche. Die JKI-Experten warnten vor dem Aussäen der Samen.
  • Am und im Saatgut könnten sich Krankheitserreger befinden, wie Pilze, Bakterien oder Viren, die in Europa als sogenannte Quarantäneschadorganismen eingestuft seien und deren Einschleppung unbedingt verhindert werden solle.
  • Was möglicherweise als Werbeaktion von Online-Händlern gedacht sei, könnte den Angaben zufolge für heimische Gärten, Parks, Wälder und Felder zur Gefahr werden. Aus diesen Gründen sollten die Samen nicht ausgesät und möglichst im Hausmüll entsorgt werden und nicht über den Kompost oder die Biotonne.
19:21 Uhr

Polizei Freiburg ermittelt nach Massentod von Fledermäusen

Etwa 2400 Fledermäuse sind in die Lüftungsanlage eines Gebäudes der Universität Freiburg geflogen - knapp 700 von ihnen starben. Ende Juli hatten Mitarbeiter die Fledermäuse in verschiedenen Etagen des Gebäudekomplexes der Chemie entdeckt, wie ein Uni-Sprecher mitteilte. Als klar war, dass die Tiere durch die ständig laufende Lüftung in das Gebäudes gelangt waren, informierte die Universität Naturschutzbehörden und das Freiburger Institut für angewandte Tierökologie.

Mehr als eine Woche lang versuchten Mitarbeiter der Universität und ehrenamtliche Helfer, die Flugtiere unter Anleitung von Experten zu retten. Weil schon im Jahr 2001 Tiere an der Lüftungsanlage entdeckt worden waren, wurde sie mit einem Fledermaus-Schutzgitter versehen. Dieses wurde aber beschädigt - weshalb nun die Polizei ermittelt.

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18:53 Uhr

Sollte man Karneval noch einmal ausfallen lassen?

Gesundheitsminister Jens Spahn schockt das Rheinland und andere Karnevalsregionen mit der Überlegung, Karneval, Fasching oder wie auch immer sie die sogenannte fünfte Jahreszeit nennen, noch einmal abzusagen. Wegen der Corona-Krise natürlich. Was halten Sie davon? Stimmen Sie ab!

 

18:17 Uhr

Merkel sagt typischen Merkel-Satz über Laschet

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Laschet und Merkel mit dem Corona-Gruß.

(Foto: AP)

Eigentlich sah Angela Merkel ja Annegret Kramp-Karrenbauer als ihre Nachfolgerin an der CDU-Spitze. Nachdem sich das erledigt hat, scheint sie nun auf Armin Laschet umzuschwenken - was sie vermutlich niemals zugeben würde. Aber sie hat sich bei ihrem Besuch in NRW schon recht freundlich geäußert: "Wenn Sie das größte Bundesland der Bundesrepublik Deutschland regieren, in einer Koalition CDU-FDP, die effizient arbeitet, die nicht durch besonders viel Streitereien auffällt, dann ist das zumindest ein Rüstzeug, das durchaus Gewicht hat." Ein typischer Merkel-Satz - man kann ihn als Lob verstehen. Oder ist es doch einfach nur eine Tatsache? Wir halten das Popcorn warm und verfolgen das Rennen um den CDU-Vorsitz weiter von der Seitenlinie.

 

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18:07 Uhr

Dax geht erst hoch und bläst dann zum Rückzug

Der heutige Ausflug des Dax über die 13.000er-Marke war nur von kurzer Dauer. Am späten Nachmittag wurde nach Eröffnung der Wall Street wieder zum geordneten Rückzug geblasen, die Anleger nahmen Gewinne mit.

Dax
Dax 13.206,90

"Angesichts des steigenden Euro sind die Anleger hin- und hergerissen", sagt ein Marktteilnehmer. Die Gemeinschaftswährung näherte sich der Marke von 1,20 US-Dollar, mit 1,1965 Dollar stand sie auf dem höchsten Stand seit Mai 2018. Das bietet US-Anlegern zwar die Chance auf Währungsgewinne, dämpft aber auch die Exportchancen.

Einem Marktteilnehmer in Frankfurt zufolge blieb aber auch heute die allgemeine Grundstimmung auf dem Börsenparkett positiv. Laut einer neuen Umfrage der Bank of America unter den internationalen Fondsmanagern ist die Eurozone nun der klare Anlagefavorit unter den Regionen: "Hier läuft die wirtschaftliche Erholung deutlich schneller als in den USA", so der Marktteilnehmer. Das spreche für eine vergleichsweise gute Entwicklung der Aktienmärkte.

Heute machte der Dax erst einmal auf Defensive und ging mit einem Minus von 0,3 Prozent auf 12.882 Punkte aus dem Handel. Sein Tageshoch hatte bei 13.053 Stellen gelegen. Der MDax sackte um 0,6 Prozent auf 27.312 Zähler ab, der TecDax um 0,5 Prozent auf 3093 Stellen. Der EuroStoxx50 notierte 0,7 Prozent tiefer bei 3283 Punkten.

Im Dax zogen exportorientierte Titel an. Covestro verteuerten sich erneut und stiegen um 2,7 Prozent. Short-Deckungen ließen Wirecard um 6,2 Prozent auf schlappe 1,29 Euro steigen. Zeitweise hatte die Aktie um 20 Prozent zugelegt. "Offensichtlich denken Marktteilnehmer, nach dem Rauswurf aus den Indizes können Short-Deckungen schwieriger werden", sagt ein Marktteilnehmer. Das Dax- und TecDax-Abenteuer der Aschheimer ist nach Lage der Dinge am Freitagabend Geschichte. (wne)

Dieser kleine Text erschien zuerst im Börsen-Tag, wo Sie viele weitere börsenrelevante Nachrichten finden.

17:42 Uhr

102-Jährige lässt Trickbetrüger abblitzen

Bei älteren Herrschaften versuchen Trickbetrüger besonders gern ihr niederträchtiges Handwerk anzuwenden - doch bei einer 102-Jährigen aus Celle waren sie an der falschen Adresse.

  • Ein Mann tischte ihr die Lüge auf, ihre Tochter habe einen tödlichen Unfall verursacht, sitze im Gefängnis und könne nur gegen Kaution freigelassen werden. Nötig seien mehrere Zehntausend Euro.
  • Doch die 102-Jährige durchschaute den Trick und sagte dem Anrufer, dass sie nicht so viel Geld habe. Daraufhin legte der Betrüger auf.

Betrüger haben übrigens noch mehr Tricks auf Lager. Hier finden Sie eine Übersicht.

17:08 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:46 Uhr

Lage in Mali wird heißer - Schüsse auf Stützpunkt

Wenn in Mali etwas passiert, ist das mittlerweile auch relevant für Deutschland - denn die Bundeswehr ist in dem Land mittlerweile mit bis zu 1500 Soldaten präsent. Bis zu 1100 sind Teil der UN-geführten Mission Minusma, die das Land "stabilisieren" soll, und 450 weitere bilden im Namen der EU Soldaten aus. Von der Bundeswehr heißt es, der Einsatz erlaube auch den Einsatz von Waffen. Es wird aber betont, es gehe vor allem um Aufklärung, Sanitätsdienste und Beratung. Die Hauptverantwortung für den Schutz der Menschen bleibe bei den malischen Truppen.

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Bundeswehrsoldat in Mali.

(Foto: picture alliance/dpa)

Das, was passiert ist, klingt erstmal nur begrenzt spektakulär: Auf einem Militärstützpunkt nahe der Hauptstadt Bamako gaben Soldaten Schüsse in die Luft ab. So weit so gut, aber in dem Land schwelt seit Monaten die Unzufriedenheit über Präsident Ibrahim Boubacar Keita, so hieß es schnell, ein Putschversuch gegen ihn könne in Gang kommen.

Seit einiger Zeit gibt es immer wieder Massenproteste gegen den 75-Jährigen, der es trotz des Minusma-Beistands nicht geschafft hat, einen schon acht Jahre währenden Dschihadisten-Aufstand im Norden niederzuschlagen. Im Gegenteil, die Fanatiker haben sich mittlerweile ins Zentrum des Landes vorgekämpft.

Die Bundesregierung rechtfertigt den Einsatz übrigens auch damit, dass so Fluchtursachen bekämpft werden - denn wenn Mali vollends im Chaos versinkt, wäre für viele Menschen die gefährliche und ungewisse Reise nach Europa noch verlockender.

Update 19:29  Mittlerweile ist von einer "Meuterei" der Armee die Rede - die Aufständischen haben gerade mitgeteilt, Präsident Keita und Regierungschef Cissé festgenommen zu haben.

Mehr dazu lesen Sie hier.
16:17 Uhr

Schichtwechsel

Wie, schon wieder Schichtwechsel? Ja! Kollege Uladzimir Zhyhachou widmet sich aus aktuellem Anlass einem Text über sein Heimatland, das selbst er meist noch Weißrussland nennt, obwohl er uns schon vor einiger Zeit darüber aufklärte, dass das irgendwann einmal falsch übersetzt wurde, und eigentlich Belarus heißt. Wie sie hier übrigens nochmal nachlesen können. Hier springt Volker Petersen ein, der auf einem schwarzen Pferd angaloppiert war und mit einem Hechtsprung auf den Schreibtischstuhl sprang. (Enthüllung: Eine Information in diesem Absatz stimmt nicht). Wohlan! Kontakt: volker.petersen (at) nama.de

16:08 Uhr

Messerangriff auf Kontrolleur in ICE: Polizei fasst Verdächtigen

Am Sonntagnachmittag sticht ein Mann in einem ICE auf einen Fahrkartenkontrolleur ein. Der Bahn-Mitarbeiter wird schwer verletzt. Zwei Tage später nimmt die Polizei den mutmaßlichen Täter fest.

Einem Zugbegleiter sei während einer Fahrt nahe Erfurt ein Mann aufgefallen, der auf die von der Polizei veröffentlichte Täterbeschreibung passte, sagte ein Polizeisprecher. Gemeinsam mit einem Polizisten, der zu der Zeit ebenfalls im ICE saß, habe er den 25-Jährigen angesprochen. Der Polizist habe den Mann schließlich festgenommen und in Erfurt an die Bundespolizei übergeben. Er soll im Laufe des Tages einem Haftrichter vorgeführt werden.

15:52 Uhr

Kalbitz verzichtet auf AfD-Fraktionsvorsitz in Brandenburg

Der Brandenburger Rechtsaußenpolitiker Andreas Kalbitz verzichtet auf den AfD-Fraktionsvorsitz im Potsdamer Landtag. Kalbitz erklärte, dass er sich heute von der Fraktionsspitze zurückgezogen habe. Anfang August hatte die Fraktion beschlossen, dass der wegen angeblicher rechtsextremer Verbindungen aus der AfD ausgeschlossene Kalbitz den Fraktionsvorsitz vorerst bis zur juristischen Klärung seiner Parteizugehörigkeit ruhen lässt.

15:21 Uhr

Weitere Hersteller benennen "Zigeunersauce" um

So wie es aussieht, verschwindet die "Zigeunersauce" wohl bald für immer von unseren Tellern, zumindest unter diesem Namen. Nach Knorr wollen auch weitere Anbieter ihre Produkte umbenennen. Die Lebensmittelhersteller Homann und Bautz'ner teilten heute mit, dass ihre entsprechenden Würzsaucen bald anders heißen sollen. Über die neuen Namen gaben die Firmen noch keine Auskunft.

Aus dem Hause Edeka hieß es, dass eine Umbenennung der Würzsaucen der Eigenmarken von Edeka und beim Netto Marken-Discount geprüft werde.

14:30 Uhr

Krank durch Vibrionen im Wasser - erste Fälle an der Ostsee

Diese Gattung von Bakterien ist an der gesamten Ostseeküste bis in den baltischen Raum verbreitet, vermehrt sich ab Wassertemperaturen von etwa 20 Grad verstärkt und kann in seltenen Fällen schwere Infektionen verursachen: Vibrionen. An der Ostseeküste sind zum ersten Mal in diesem Sommer erste Fälle erfasst worden.

Wie der Chef des Landesamts für Gesundheit und Soziales in Rostock, Heiko Will, sagte, wird eine 87-jährige Frau auf der Intensivstation in einem Krankenhaus in Ribnitz-Damgarten in Mecklenburg-Vorpommern wegen einer durch Vibrionen verursachten Blutvergiftung behandelt. Darüber hinaus gebe es zwei weitere Fälle in Greifswald, Details darüber lägen noch nicht vor.

13:49 Uhr

"Mörtel" Lugner verletzt sich bei Sturz schwer

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Lugner beim Wiener Opernball 2014, begleitet von It-Girl Kim Kardashian.

(Foto: imago/SKATA)

Goldie Hawn, Kim Kardashian, Pamela Anderson - der österreichische Bauunternehmer Richard "Mörtel" Lugner ist bekannt für seine weiblichen Star-Begleitungen beim Wiener Opernball. Doch nun liegt Lugner nach einem Unfall schwer verletzt im Krankenhaus. Wie österreichische Medien berichteten, brach sich der 87-Jährige bei einem Sturz im Badezimmer die Oberschenkelgelenkkapsel und muss nun wochenlang im Bett liegen.

"Ich muss einen Monat still liegen und darf nicht mal aufs Klo gehen", sagte Lugner der österreichischen Nachrichtenagentur APA. "Es geht mir nicht so aufregend gut." Er sei am vergangenen Freitag auf dem Weg zur Toilette auf dem von seiner Haushälterin frisch gewischten Boden ausgerutscht, erzählte Lugner mehreren Medien telefonisch aus dem Krankenbett. Ein Rettungswagen habe ihn dann ins Krankenhaus gebracht.

13:17 Uhr

34-Jähriger soll fast hundert Autos zerkratzt haben

Ein Kratzer im Auto ist äußerst ärgerlich für den Eigentümer - besonders wenn dieser mutwillig zugefügt wurde. Die Eigner von fast hundert Autos in Neubrandenburg in Mecklenburg-Vorpommern dürften sich ebenso ärgern - ein 34-Jähriger soll insgesamt 93 Fahrzeuge zerkratzt haben, wie die Polizei mitteilte.

Der polizeibekannte Mann wurde am Montagnachmittag in der Nähe eines Tatorts festgenommen. Dort soll er auf einem Parkplatz sein Unwesen getrieben haben. Der Sachschaden soll weit über hunderttausend Euro betragen.

12:00 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:55 Uhr

Merkel telefoniert mit Putin über Situation in Belarus

Mit dem belarussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko hat Angela Merkel bisher nicht telefoniert - auch wenn dieser dies behauptet. Dafür hat sich die deutsche Kanzlerin mit jemand anderem telefonisch über die Situation in Belarus beraten: dem russischen Präsidenten Wladimir Putin.

Angesichts der anhaltenden Proteste forderte Merkel dabei von der Regierung in Minsk einen "nationalen Dialog mit Opposition und Gesellschaft", um die Krise in der ehemaligen Sowjetrepublik zu überwinden, wie Regierungssprecher Steffen Seibert anschließend mitteilte. Ferner habe die Kanzlerin unterstrichen, dass die belarussische Regierung auf Gewalt gegen friedliche Demonstranten verzichten und politische Gefangene unverzüglich freilassen müsse.

11:30 Uhr

Fixierter 15-Jähriger - Anwalt von Polizisten: "Das wird so gelehrt"

Der Anwalt eines Polizisten, gegen den nach einem umstrittenen Einsatz in Düsseldorf ermittelt wird, hat das Vorgehen gegen einen 15-Jährigen verteidigt: "Der Einsatz ist genauso abgelaufen, wie man das trainiert", sagte Rechtsanwalt Christoph Arnold. "Das war ein vorbildlicher Ablauf." Der 15-Jährige hätte am Boden noch einen Arm frei unter dem Körper. Das sei eine gefährliche Situation für die Beamten, da er sich hochstemmen könnte oder zum Beispiel auch eine Waffe hervorholen könnte. Daher habe sein Mandant ihn mit dem Schienbein am Kopf auf dem Boden fixiert. "Das wird so gelehrt", sagte Arnold.

11:04 Uhr

Sechsjähriger radelt über Autobahn - Polizei: Richtung stimmte

Auf der Autobahn ist so einiges unterwegs - radelnde Sechsjährige sollten jedoch nicht darunter sein. Doch genau dies ereignete sich in Kanada. Anrufer hatten am Montag die kanadische Polizei auf einen Jungen aufmerksam gemacht, der mit Helm auf dem rechten Seitenstreifen des Highway 403 in der Großstadt Hamilton nach Toronto unterwegs gewesen sei, meldete die Polizei via Twitter.

Beamte konnten Schlimmeres verhindern und den Jungen nach wenigen Minuten aufhalten. Er blieb unverletzt. "Unser junger Radfahrer war vom Haus seiner Großmama aus auf dem Weg zu seiner Mama. Ich weiß nicht, ob er wusste, wohin er fuhr, aber er fuhr in die richtige Richtung", sagte Daniel Hunter von der Polizei Ontario dem Sender Global News. Der Sechsjährige sei als vermisst gemeldet worden.

10:20 Uhr

Urteil: "Containern"-Fans droht Bestrafung wegen Diebstahl

Manche halten es für eine Art, die Verschwendung von Lebensmitteln in unserer Gesellschaft zu begrenzen, andere sehen darin schlicht Diebstahl: Es geht ums "Containern", das Retten von Lebensmitteln aus Abfallcontainern von Supermärkten. Das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe hat nun ein Urteil gefällt: Menschen, die beim "Containern" von Lebensmitteln erwischt werden, müssen weiter damit rechnen, als Diebe verurteilt zu werden.

Zwei Studentinnen aus Oberbayern sind mit ihren Verfassungsbeschwerden in Karlsruhe gescheitert. Der Gesetzgeber dürfe grundsätzlich auch das Eigentum an wirtschaftlich wertlosen Sachen strafrechtlich schützen, findet das Bundesverfassungsgericht. Die jungen Frauen hatten nachts in Olching bei München Obst, Gemüse und Joghurt aus dem Müll eines Supermarktes gefischt. Weil der Container verschlossen zur Abholung bereitstand, werteten die Gerichte das als Diebstahl.

09:44 Uhr

Hamas greift Israel erneut mit Kampf-Ballons an

Die islamistische Hamas hat eine neue Waffe gegen Israel entdeckt: Ballons, an denen Brandflaschen oder Sprengsätze befestigt sind. Erneut ließ die Hamas Dutzende dieser Ballons aus dem Gazastreifen in Richtung Israel fliegen. Auch Raketen wurden wieder auf Israel abgefeuert.

Und erneut reagierte Israels Armee und beschoss jeweils Ziele im Gazastreifen. Unterirdische Einrichtungen der Organisation seien in der Nacht auf Dienstag unter anderem mit Kampfflugzeugen angegriffen worden, teilte das israelische Militär mit. Zudem wurden Waren- und Treibstofflieferungen in das Küstengebiet untersagt. Nur noch wichtige humanitäre Güter dürfen die Grenze passieren.

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Vorbereitungen für Attacken auf israelisches Staatsgebiet: Ballonbomben der Hamas.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

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09:27 Uhr

So viele Geldwäsche-Fälle wie noch nie in Deutschland

Die Verdachtsfälle von Geldwäsche und Terrorfinanzierung in Deutschland sind nach einem Bericht des "Tagesspiegels" auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Das geht aus dem neuen Jahresbericht für 2019 der Financial Intelligence Unit hervor, der der Zeitung vorab vorliegt. Nach der Aufstellung der zum Zollkriminalamt gehörenden Behörde erhöhte sich die Zahl der Meldungen gegenüber dem Vorjahr um fast 50 Prozent auf 114.914 Verdachtsfälle.

Seit Jahren gibt es zum Beispiel immer wieder Hinweise, dass gerade der Immobiliensektor ein Einfallstor auch für kriminelle Clans ist, um über den Kauf von Immobilien Gelder zu waschen. "Ein Problem für uns ist, dass die Verfolgungskultur bei Geldwäsche in Deutschland traditionell nicht hoch entwickelt ist", sagte FIU-Chef Christof Schulte dem "Tagesspiegel".

09:04 Uhr

Kalbitz boxt AfD-Kollegen krankenhausreif

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Kalbitz und Hohloch (v.l.): Zwischen ihnen soll es vor dem Boxhieb keinen Streit gegeben haben.

(Foto: imago images/Martin Müller)

Es sollte wohl nur eine freundschaftliche Begrüßung sein: Doch nun liegt der Parlamentarische Geschäftsführer der Brandenburger AfD-Fraktion, Dennis Hohloch, im Krankenhaus, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland berichtet. Was war passiert? Andreas Kalbitz, derzeit im Ruhestand befindlicher AfD-Fraktionsvorsitzender im Brandenburger Landtag, soll Hohloch mutmaßlich zur Begrüßung geboxt haben. Hohloch vertritt Kalbitz an der Fraktionsspitze, da dieser derzeit aus der Partei ausgeschlossen ist.

Doch die Aktion fiel wohl deutlich zu heftig aus: Hohloch klage nach dem Boxhieb über heftige Magenschmerzen. Ärzte stellten am folgenden Tag innere Verletzungen fest. Das Ganze sei eine "Verkettung unglücklicher Umstände", hieß es aus dem Umfeld von Kalbitz. Es habe keinen Streit und keine Auseinandersetzung gegeben.

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08:29 Uhr

Sean Penn bringt Jennifer Aniston und Brad Pitt zusammen

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Aniston und Pitt waren fünf Jahre verheiratet.

(Foto: imago images/Picturelux)

Die Ex-Ehepartner Jennifer Aniston und Brad Pitt arbeiten erstmals seit seinem Gastauftritt im Jahr 2001 in ihrer Erfolgsserie "Friends" wieder zusammen. Bei dem neuen Projekt handelt es sich um die Live-Lesung der Erfolgskomödie "Ich glaub', ich steh' im Wald" ("Fast Times At Ridgemont High", 1982). Möglich gemacht hat diese Reunion Hollywood-Kollege Sean Penn.

Die mittlerweile 52 Jahre alte Aniston und der 56-jährige Brad Pitt lernten sich 1998 kennen und heirateten im Juli 2000. Im Jahr 2005 folgten Trennung und Scheidung. Aniston war ab 2015 mit Justin Theroux verheiratet, Anfang 2018 gaben sie die Trennung bekannt.

08:01 Uhr

30 neue Tierarten vor Galapagos-Inseln entdeckt

Der Mensch weiß noch lange nicht alles über die Welt - in der Tiefsee vor den Galapagos-Inseln hat ein internationales Team von Meeresforschern 30 neue Tierarten entdeckt. Unter den Neuentdeckungen seien vierzehn Korallen, ein Seestern, elf Schwämme sowie vier bisher unbekannte Krustentiere, erklärte der Galapagos-Nationalpark.

Die Forscher der Charles-Darwin-Stiftung erforschten in Zusammenarbeit mit der Stiftung für Ozeanforschung die Tiefsee um die Inselgruppe vor der Küste Ecuadors bis in Tiefen von 3400 Metern.

07:38 Uhr

Abtreibung bei vergewaltigter Zehnjähriger spaltet Brasilien

Es ist eine Tragödie, die in Brasilien eine heftige Kontroverse auslöst: Ein zehnjähriges Mädchen wurde von ihrem Onkel vergewaltigt und schließlich schwanger. Darauf folgte eine in solchen Fällen legale Abtreibung. Wie verschiedene brasilianische Medien berichteten, forderte die Justiz des Bundesstaates Espírito Santo nun soziale Netzwerke dazu auf, Veröffentlichungen mit Informationen über das Mädchen zu löschen.

Die Frauen- und Familienministerin Damares Alves bedauerte auf Facebook die Entscheidung der Justiz, die dem Mädchen das Recht zugestanden hatte, die Schwangerschaft abzubrechen. Die rechte Aktivistin Sara Winter veröffentlichte sogar den Namen des Mädchens sowie des Krankenhauses. Das Mädchen musste in ein Spezialkrankenhaus gebracht werden, nachdem eine Klinik in Espírito Santo den Eingriff abgelehnt hatte. Vor dem Krankenhaus hatten sich Abtreibungsgegner und konservative Politiker versammelt, die den zuständigen Arzt als "Mörder" bezeichneten.

07:14 Uhr

Elf Häftlinge bei Flucht aus Gefängnis in Papua-Neuguinea erschossen

Es ist mindestens der vierte Massenausbruch in Papua-Neuguinea in diesem Jahr: Dabei sind elf Häftlinge erschossen worden. 36 weitere Insassen seien auf der Flucht, teilten die Behörden des Pazifikstaates mit. Die Gefangenen seien aus dem Buimo-Gefängnis in Lae, der zweitgrößten Stadt des Landes ausgebrochen.

Zu dem Ausbruch kam es laut dem Kommissar des Justizvollzugs, als ein erkrankter Gefangener aus medizinischen Gründen verlegt worden war. Eine Gruppe Häftlinge habe einen Wächter überwältigt und sei durch das Gefängnistor entkommen. Die Gefängnisse in dem Inselstaat sind häufig überfüllt und die Haftbedingungen schlecht.

06:56 Uhr

Das wird heute wichtig

Der Sommer, wer hätte das gedacht, bekommt im August noch mal richtig Schwung. Wenn da diese Sorge um das Coronavirus nicht wäre, könnte man das Ganze vielleicht noch ein bisschen mehr genießen. Neben Dauerthema Corona gibt es heute noch andere Themen, die wichtig sind:

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    Am 14. Februar 2005 tötete eine Bombe den damaligen libanesischen Ministerpräsidenten Rafik Hariri und hinterließ einen gewaltigen Krater.

    (Foto: AP)

    Sonder-Tribunal: 15 Jahre nach der Ermordung des früheren libanesischen Premiers Rafik Hariri fällt heute das Urteil gegen vier Angeklagte.

  • Merkel besucht NRW-Kabinett - Ministerpräsident Armin Laschet empfängt die Kanzlerin.

  • Mit den Vereinigten Arabischen Emiraten führt Bundesaußenminister Maas Gespräche über Libyen und Israel.

  • Wie lief die Ernte 2020? Die deutschen Landwirte ziehen schon mal Bilanz.

Und es wird auch noch Fußball gespielt bei einem, wie ich finde, erfreulich turbulenten Champions-League-Blitzturnier in Lissabon. Fußball-Bundesligist RB Leipzig versucht im Halbfinale gegen den französischen Meister Paris Saint-Germain das Finale zu erreichen (21 Uhr im Liveticker bei ntv.de und ansonsten bei Sky und DAZN).

Ich wünsche Ihnen einen guten Start in den Tag.

Ihr Kai Stoppel

06:46 Uhr

Deutscher Alpengletscher kurz vorm Verschwinden

Die Klimaerwärmung wird Deutschland einen seiner Gletscher kosten: Von den bislang noch fünf kleinen Gletschern in den deutschen Alpen werden bald nur noch vier übrig sein. Die Tage des südlichen Schneeferners sind wohl gezählt: "Der südliche Schneeferner ist eigentlich schon nicht mehr existent und die Eisreste werden sicherlich in wenigen Jahren verschwunden sein", sagte der Münchner Geowissenschaftler Christoph Mayer auf Anfrage.

Dieser schwindende Gletscher liegt mit seinem Nachbarn, dem nördlichen Schneeferner, auf dem Zugspitzplatt unweit des höchsten deutschen Gipfels im Wettersteingebirge bei Garmisch-Partenkirchen. Dritter deutscher - beziehungsweise bayerischer Gletscher - ist der ebenfalls im Wettersteingebirge gelegene Höllentalferner, Nummer vier und fünf sind das Blaueis und der Watzmanngletscher in den Berchtesgadener Alpen. Der Flächenverlust der Gletscher habe seit der Jahrtausendwende rapide zugenommen, so Mayer.

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Innerhalb eines Jahrzehnts ist gut ein Drittel der deutschen Gletscher abgetaut.

(Foto: dpa)

06:30 Uhr

Michelle Obama: Trump versucht sich "durchzuschummeln"

Kein gutes Haar lässt US-Präsident Donald Trump bekanntermaßen an seinem Vorgänger Barack Obama. Wenig verwunderlich, dass sich daher die Ex-First-Lady Michelle Obama auf die Seite von Trumps Herausforderer Joe Biden schlägt. Auf dem Nominierungsparteitag der US-Demokraten sagte sie: "Lassen Sie mich so ehrlich und klar wie möglich sein: Donald Trump ist der falsche Präsident für unser Land."

Sie habe selbst an der Seite ihres Mannes und früheren Präsidenten Barack Obama erfahren, wie machtvoll das Amt sei, aber auch wie schwer. Man benötige einen starken Glauben und einen moralischen Kompass, dass jedes einzelne Leben der über 320 Millionen Einwohner der Vereinigten Staaten Sinn und Wert habe. "Man kann sich in diesem Job nicht durchschummeln", sagte sie in Bezug auf den amtieren Präsidenten.

Mehr dazu lesen Sie hier.
06:18 Uhr

Schweres Erdbeben erschüttert Philippinen-Insel

Der Pazifische Feuerring ist die geologisch aktivste Zone der Erde. An dieser Linie ereignen sich rund 90 Prozent aller Beben weltweit. Nun gab es auf den Philippinen ein schweres Erdbeben, welches am Morgen die Insel Masbate erschütterte.

Das Beben der Stärke 6,6 ereignete sich gegen 8.03 Uhr Ortszeit (2.03 Uhr MESZ) rund 430 Kilometer südlich von Manila, wie aus der Webseite des staatlichen seismologischen Instituts Phivolcs hervorging. Das Zentrum des Bebens lag demnach rund fünf Kilometer südöstlich des Ortes Cataingan in rund 21 Kilometern Tiefe.

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Gebäude und Straßen wurden bei dem Beben beschädigt. Berichte über Verletzte oder Tote gab es zunächst nicht.

(Foto: dpa)

06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht