Dienstag, 22. September 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:29 Uhr

Das war Dienstag, der 22. September 2020

Liebe Leserinnen und Leser,

der Sommer 2020 ist nun Geschichte. Unbemerkt - dank schönem Wetter - hat heute um 15:31 Uhr der Herbst begonnen. Und wenn es auch manch einer betrüblich finden könnte: Wir sollten alle auf einen feuchten Herbst hoffen. Warum, lesen Sie hier.

Was war heute wichtig:

Ich verabschiede mich in den Feierabend und wünsche Ihnen eine gute Nacht! Bis morgen!

22:10 Uhr

Kurz: Flüchtlingsverteilung in der EU ist "gescheitert"

Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz hat die Flüchtlingsverteilung in der EU als "gescheitert" bezeichnet. "Das lehnen so viele Staaten ab. Das wird auch nicht funktionieren", sagte der konservative Politiker im Interview mit der Nachrichtenagentur AFP - einen Tag, bevor die EU-Kommission in Brüssel ihre neuen Vorschläge für die seit Jahren umstrittene Asylreform vorstellen will.

21:39 Uhr

Botschafter beklagt "antirussische Hysterie"

Russlands Botschafter in Deutschland hat im Fall des vergifteten Kremlkritikers Alexej Nawalny vor Schuldzuweisungen gegen sein Land gewarnt. Es sei künstlich eine "antirussische Hysterie" entfacht worden, sagte Sergej Netschajew der "Berliner Zeitung". "Was wir überhaupt nicht hinnehmen können, ist die ultimative Feststellung, dass die russische Regierung etwas mit dem Fall zu tun hat. Wir können Ultimaten und Drohungen mit Sanktionen nicht hinnehmen."

Netschajew forderte die deutschen Behörden auf, russischen Fahndern Beweise vorzulegen, damit diese offiziell Ermittlungen einleiten könnten. Bisher gibt es lediglich Vorermittlungen in Russland. Die Bundesregierung hat Russland aufgefordert, den Fall aufzuklären.

21:27 Uhr

Johnsons umstrittenes Gesetz nimmt weitere Hürde im Parlament

Das umstrittene Binnenmarktgesetz des britischen Premiers Boris Johnson hat im Londoner Parlament eine weitere Hürde genommen. Johnson will mit dem Gesetz den gültigen, mühsam ausgehandelten Brexit-Deal mit der EU in Teilen aushebeln. Eine Mehrheit der Abgeordneten stimmte einem Kompromiss des Premiers mit seinen Kritikern zu, so dass keine formelle Abstimmung mehr über deren Antrag stattfinden musste.

Für die EU handelt es sich bei Johnsons Vorstoß um einen Rechtsbruch. Brüssel forderte London daher auf, bis Ende September einzulenken.

20:55 Uhr

Ruhani vergleicht US-Sanktionen mit Tod von George Floyd

Der iranische Präsident Hassan Ruhani hat die weitreichenden US-Sanktionen gegen Teheran mit der Tötung des Afroamerikaners George Floyd bei einem Polizeieinsatz in den USA verglichen.

"Die Bilder über den Umgang der amerikanischen Polizei mit einem demonstrierenden US-Bürger sind für uns nichts Neues. Das Knie auf dem Hals des US-Bürgers ist wie das Knie des Imperialismus auf dem Hals unabhängiger Staaten", sagte Ruhani in seiner Videoansprache bei der UN-Generaldebatte in New York. Der Iran zahle seit Jahrzehnten einen "ähnlich hohen Preis". Gegenwärtig sei die iranische Bevölkerung den "härtesten Sanktionen" durch die USA ausgesetzt.

20:16 Uhr

Fünf Überlebende mehr als 30 Stunden nach Haus-Einsturz gerettet

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Nach dem Haus-Einsturz im indischen Bhiwandi suchen die Rettungskräfte weiter nach möglichen Überlebenden.

(Foto: imago images/Xinhua)

Nach dem Einsturz eines Wohnhauses in Indien gelingt den Rettungskräften ein Wunder: Mehr als 30 Stunden nach dem Unglück werden fünf Menschen lebend aus den Trümmern geborgen. "Bisher konnten wir 25 Menschen retten. 20 Menschen sind bereits tot", sagte ein Sprecher der Katastrophenschutzbehörde. Die fünf Geretteten wurden schwer verletzt in Krankenhäuser gebracht.

Das dreistöckige Gebäude in der Stadt Bhiwandi bei Mumbai stürzte am Montag ein. Die Such- und Bergungsarbeiten dauern an.

20:00 Uhr

Die Videos des Tages

19:38 Uhr

"Sex an the City"-Star Cattrall ist jetzt US-Bürgerin

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In England geboren, in Kanada aufgewachsen, in den USA Karriere gemacht: Kim Cattral.

(Foto: picture alliance / dpa)

Die Schauspielerin Kim Cattrall ist US-Bürgerin geworden. Darüber plauderte der "Sex and the City"-Star jetzt in der Show "Live with Kelly and Ryan". Der Grund, warum die 64-Jährige diesen Schritt erst jetzt gegangen ist, liegt für sie dabei auf der Hand: "Damit ich bei dieser Wahl mitmachen kann." Sie wolle am demokratischen Prozess Amerikas teilhaben und deswegen auch bei der kommenden Präsidentschaftswahl im November abstimmen.

Cattrall wurde im englischen Liverpool geboren, zog aber bereits im Alter von drei Jahren mit ihren Eltern nach Kanada. Sie besitzt sowohl die britische als auch die kanadische Staatsbürgerschaft. In New York City startete sie dann Mitte der 70er-Jahre ihre Karriere und lebt seitdem im Big Apple. Derzeit verbringt sie gemeinsam mit ihrem Partner Russell Thomas viel Zeit in Vancouver, dort lebt ihre Mutter in einem Seniorenheim.

18:55 Uhr

Gruppe grölt Nazi-Parolen und schlägt Passanten

Entsetzliche Szenen in Wuppertal: Eine zehnköpfige Gruppe hat dort in der Nacht zu Sonntag Nazi-Parolen gegrölt und Passanten angegriffen.

Ein 41-Jähriger sei von hinten niedergeschlagen und ein 62-Jähriger mit Migrationshintergrund getreten worden, berichteten heute Polizei und Staatsanwaltschaft. Außerdem seien mehrere Autos mit Hakenkreuzen beschmiert worden. Die Polizei nahm die Personalien von sechs Männern und vier Frauen auf. Für den Angriff auf den 62-Jährigen wird nun gegen einen 27 Jahre alten Mann aus der Gruppe wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

18:14 Uhr

Italien nimmt 300 Moria-Flüchtlinge auf

Italien will nach dem Brand im Flüchtlingslager Moria in Zusammenarbeit mit der katholischen Kirche 300 Migranten von der griechischen Insel Lesbos aufnehmen. Dies sei "die erste italienische Antwort auf den Appell der Europäischen Union", hieß es in einer Mitteilung der katholischen Gemeinschaft Sant'Egidio, die sich unter anderem für Migranten einsetzt.

Nach dem Großbrand im Lager Moria vor gut zwei Wochen waren auf Lesbos gut 12.000 Migranten obdachlos geworden. Deutschland hatte sich daraufhin nach und nach bereit erklärt, insgesamt 2750 Geflüchtete von den griechischen Inseln aufzunehmen. Nach dem Brand hatte es viel Kritik an der fehlenden Bereitschaft der übrigen EU-Staaten gegeben, sich an der Aufnahme von Migranten zu beteiligen.

17:43 Uhr

Mann sticht 62 Mal auf schlafende Eltern ein - lebenslange Haft

Am Silvestermorgen 2019 stach er 21 Mal auf seinen schlafenden Vater und 41 Mal auf seine Mutter ein - nun hat das Landgericht Rostock einen 39 Jahre alten Rostocker zu lebenslanger Haft verurteilt und die besondere Schwere der Schuld festgestellt.

Einige Stunden nach der Tat stellte sich der Mann der Polizei. Laut Urteilsbegründung wollte er seine knapp über 60 Jahre alten Eltern dafür bestrafen, dass sie ihn aus der Wohnung werfen wollten. So hätte sein bequemes Leben ein Ende gehabt. Der gelernte Fleischer ging keiner Arbeit nach, nahm Kürzungen von Sozialleistungen hin und verwahrloste zunehmend. Versorgt wurde er von Mutter und Vater. Als diese wegen seiner Anwesenheit um ihr Wohngeld Angst haben mussten, baten sie ihn auszuziehen.

17:12 Uhr

Zwei Männer nach Kik-Fabrikbrand in Pakistan zum Tode verurteilt

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Beim Brand in einer Textilfabrik in Karachi starben im September 2012 fast 260 Menschen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Acht Jahre nach einem verheerenden Brand in einer Textilfabrik in Pakistan mit fast 260 Toten sind zwei Hauptverdächtige zum Tode verurteilt worden. Ein Gericht in Karachi sah es als erwiesen an, dass die beiden den Brand gelegt hatten. Vier weitere bekamen Haftstrafen.

  • Der deutsche Textildiscounter Kik soll damals Hauptauftraggeber der Fabrik in Karachi gewesen sein. Bei dem Brand waren im September 2012 in Karachi 258 Arbeiter getötet worden.
  • Grund für die Brandstiftung war den Aussagen der Hauptverdächtigen zufolge die Tatsache, dass die Inhaber sich geweigert hatten, Schutzgelder zu zahlen.
  • Pakistanische Behörden hatten die beiden Hauptverdächtigen 2016 mit Hilfe von Interpol in Saudi-Arabien und Thailand fassen können. In dem langjährigen Prozess wurden 400 Zeugen befragt.
17:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:31 Uhr

Mann rast mit 128 km/h in 30er-Zone: "Muss dringend aufs Klo"

Bei dieser Ausrede rümpften die Polizisten die Nase: Im nordrhein-westfälischen Moers ist ein Mann nachts mit 128 km/h durch eine 30er-Zone gerast, weil er angeblich dringend zur Toilette musste. Weil den Beamten bei ihrer Kontrolle allerdings auch der Verdacht kam, dass der 29-Jährige Drogen genommen haben könnte, musste er für eine Blutprobe mit auf die Wache. Den Führerschein des Mannes beschlagnahmte die Polizei.

16:22 Uhr

Trump wirft China vor, die Welt "infiziert" zu haben

US-Präsident Donald Trump hat in seiner Rede bei der Generaldebatte der UN-Vollversammlung China und die Weltgesundheitsorganisation wegen der Corona-Krise scharf attackiert. Die Vereinten Nationen müssten China wegen der Pandemie "zur Rechenschaft ziehen", sagte Trump in einer Videoansprache. So habe China zu Beginn der Pandemie seinen Bürgern erlaubt, ins Ausland zu reisen "und die Welt zu infizieren".

Mehr dazu lesen Sie in Kürze auf ntv.de

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16:05 Uhr

"Charlie Hebdo"-Personalchefin muss nach Morddrohungen umziehen

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Marika Bret von "Charlie Hebdo" kann nicht mehr zurück in ihre alte Wohnung.

(Foto: imago/Pacific Press Agency)

Die Personalchefin der französischen Satirezeitung "Charlie Hebdo" hat nach der Wiederveröffentlichung umstrittener Mohammed-Karikaturen Morddrohungen erhalten. Sie wurde daraufhin an einen sichereren Ort gebracht. "Ich hatte zehn Minuten, um zu packen und mein Zuhause zu verlassen", berichtete Marika Bret im Magazin "Le Point". Das sei "sehr heftig" gewesen. Doch seien die in der vergangenen Woche eingegangenen Drohungen konkret genug gewesen, um sie ernst zu nehmen.

Bret sprach von einem "überwältigenden Hass rund um 'Charlie Hebdo'". Dass sie ihr Zuhause nun in aller Hast verlassen musste, zeige, welchem "beispiellosen Druck" die Mitarbeiter des Magazins ausgesetzt seien. In ihre alte Wohnung werde sie nicht mehr zurückkehren.

15:07 Uhr

"Jesus von Sibirien" und Ex-Polizist: Sektenführer festgenommen

Spezialeinheiten der russischen Polizei haben einen sibirischen Sektenführer festgenommen, der behauptet, eine Wiedergeburt Jesu zu sein. Der 59-jährige Sergej Torop alias Wissarion wurde mit zwei Helfern in einer abgelegenen Siedlung in der sibirischen Region Krasnojarsk gefasst. Die Ermittler werfen dem selbsternannten Messias vor, Anhänger finanziell ausgenommen und seelisch misshandelt zu haben.

Der frühere Verkehrspolizist Torop hat nach eigenen Worten nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion eine "Erweckung" erlebt. 1991 gründete er eine Sekte namens Kirche des Letzten Testaments. Sie hat Tausende Anhänger, die in abgelegenen Siedlungen in Sibirien leben. In den 90er Jahren waren mehrere Sektenmitglieder durch Suizide oder in Folge der harten Lebensbedingungen und mangelnder medizinischer Versorgung in ihren Siedlungen gestorben.

14:26 Uhr

Psychiater: Assange hört Stimmen und ist akut suizidgefährdet

Nach Aussagen eines Psychiaters ist der im Gefängnis sitzende Wikileaks-Gründer Julian Assange akut suizidgefährdet.

Es gebe ein "hohes Risiko", dass der 49-Jährige sich das Leben nehmen wolle, berichtete der Psychiater Michael Kopelman vor dem Londoner Old Bailey-Gericht, nachdem er Assange etwa 20 Mal in seiner Untersuchungshaft besucht hatte. Der bereits seit mehr als einem Jahr im Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh eingesperrte Assange leide seit längerer Zeit an Halluzinationen und höre etwa Stimmen, die sagten "Wir kommen, um dich zu holen".

Vor dem Londoner Gericht läuft derzeit die Anhörung zum US-Antrag auf Auslieferung des gebürtigen Australiers. Bei einer Verurteilung drohen ihm bis zu 175 Jahre Haft. Die Wikileaks-Enthüllungen hatten zur Aufdeckung von Kriegsverbrechen durch amerikanische Soldaten geführt.

14:15 Uhr

Schichtwechsel

Michael Bauer verabschiedet sich in den Feierabend, ich übernehme den "Tag". Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, los geht's.

13:53 Uhr

Explosion in iranischer Atomanlage war interner Sabotageakt

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Atomanlage Natans

(Foto: dpa)

Die Explosion in der iranischen Atomanlage Natans im Juli war nach Angaben der iranischen Regierung ein interner Sabotageakt. "Es war definitiv ein Sabotageakt, und es gibt nun auch einen starken Verdacht, dass interne Täter in den Vorfall verwickelt waren", sagte Regierungssprecher Ali Rabiei.

  • Es gebe jedoch noch andere Thesen und daher ermittele der Geheimdienst auch in andere Richtungen, sagte Rabiei laut Nachrichtenagentur IRNA. Die Explosion Anfang Juli in einem Industrieschuppen in der Anlage Natans hatte nach Angaben der iranischen Atomorganisation (AEOI) "beachtliche Schäden" angerichtet.
  • Aus sicherheitstechnischen Erwägungen aber wollte die AEOI über die genaue Ursache des Vorfalls nichts bekannt gegeben. Der Schuppen solle jedoch bald moderner und effektiver als zuvor wieder aufgebaut werden, hieß es. In Natans werden sowohl Uran angereichert als auch neue Zentrifugen gebaut und getestet.
13:29 Uhr

Terrorzelle informierte sich über Flugschulen in NRW

Eine Terrorzelle des sogenannten Islamischen Staats in Nordrhein-Westfalen hat sich laut Bundesanwaltschaft in Flugschulen nach Gleitschirm- und Drachenflügen erkundigt. Die terrorverdächtigen Tadschiken hätten sich auch mit Drohnen und Bombenbau beschäftigt, sagten Vertreter der Behörde im Hochsicherheitstrakt des Düsseldorfer Oberlandesgerichts.

Dort begann der erste Prozess gegen einen der mutmaßlichen IS-Terroristen der Zelle - einen 30-Jährigen aus Wuppertal. Er schwieg beim Prozessauftakt zu den Tatvorwürfen. Der Angeklagte soll mit weiteren Landsleuten Mord- und Terroranschläge in Deutschland und Albanien geplant haben. Außerdem wird ihm Terrorfinanzierung vorgeworfen.

12:57 Uhr

John Lennons Mörder entschuldigt sich bei Yoko Ono

John Lennons Mörder hat sich offenbar bei Yoko Ono entschuldigt. Wie unter anderem "ABC News" berichtet, soll Mark David Chapman bei einer Anhörung gesagt haben, sein Mord an dem Sänger sei "verabscheuungswürdig".

Bei der Anhörung in New York am 19. August soll dem 65-Jährigen eine Entlassung aus dem Gefängnis verweigert worden sein, weil "dies mit dem Wohl der Gesellschaft unvereinbar wäre". Den Antrag hatte er zum elften Mal gestellt.

12:29 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

12:26 Uhr

Autofahrer verhindert mit mutigem Überholmanöver größeren Unfall

Ein Autofahrer hat bei Pulheim im Rhein-Erft-Kreis mit einem geistesgegenwärtigen Überholmanöver einen größeren Verkehrsunfall verhindert. Zu der Heldentat kam es auf der Bundesstraße 59, wie die Polizei berichtete. Eine 35-Jährige war dort mit ihrem Wagen unterwegs, als sie die Kontrolle über das Fahrzeug verlor und zeitweise in den Gegenverkehr geriet.

Grund war nach Angaben der Beamten ein internistischer Notfall bei der Frau - nähere Angaben machten sie nicht. Der 56 Jahre alte Autofahrer hinter ihr bemerkte die brenzlige Situation aber geistesgegenwärtig - und überholte den Wagen. Dann bremste er das Auto nach Angaben der Polizei mit einem mutigen Manöver aus und rief Rettungskräfte. An seinem eigenen Auto entstanden bei der Aktion leichte Schäden.

12:00 Uhr

Lufthansa ist "im Überlebenskampf"

Nach den deutlichen Verlusten von gestern weiten die Lufthansa-Aktien ihre Verluste aus und geben weitere 3,3 Prozent nach. Zum Wochenauftakt hatten die Papiere 9,5 Prozent an Wert eingebüßt. Die Fluggesellschaft verschärft wegen der Corona-Krise ihren Sparkurs und lässt die Flotte stärker als bisher geplant schrumpfen.

Die Lufthansa befinde sich mitten im Überlebenskampf, sagt Ulrich Reitz, Leiter der ntv-Telebörse.

Alle weiteren Meldungen rund um das Geschehen auf und abseits der Aktienmärkte können Sie in unserem "Börsen-Tag" verfolgen.

11:54 Uhr

Jan Fedders "Großstadtrevier"-Wagen versteigert

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"Bronko"

(Foto: dpa)

Jan Fedders Ford Explorer und letzter "Großstadtrevier"-Wagen hat dem Hamburger Michel eine Spendensumme in Höhe von 61.201 Euro beschert. Für diese Summe wurde der Wagen beim Onlinedienst ebay-Charity versteigert. "Als ich hörte, dass der Michel durch Corona in Not ist und zur Aufrechterhaltung des Betriebes den Spendenaufruf "Rettungsringe für den Michel" gestartet hat, habe ich mich entschieden, zu helfen", hatte seine Witwe Marion Fedder die Auktion angekündigt.

Der Wagen (Baujahr 1993) habe in Jan Fedders Leben eine große Rolle gespielt. Liebevoll der "Bronko" genannt, sei er nicht nur am Filmset des "Großstadtreviers", sondern auch privat sein Favorit gewesen. Als Polizist Dirk Matthies hatte Jan Fedder in der ARD-Vorabendserie "Großstadtrevier" jahrzehntelang für Recht und Ordnung auf dem Hamburger Kiez gesorgt. Er war am 30. Dezember 2019 im Alter von 64 Jahren gestorben. Seit Anfang September erinnert auch eine Michel-Tafel auf dem Kirchplatz der St. Michaelis-Kirche an den beliebten Schauspieler.

11:24 Uhr

Uniklinik-Hacker sollen aus Russland kommen

Nach dem Hacker-Angriff auf die Düsseldorfer Uni-Klinik führt eine mögliche Spur der Täter laut Justizministerium nach Russland. So hätten die Hacker eine Schadsoftware namens "DoppelPaymer" in das System eingebracht. Dieser sogenannte Verschlüsselungstrojaner sei bereits in zahlreichen anderen Fällen weltweit gegen Unternehmen und Institutionen von einer Hacker-Gruppe eingesetzt worden, die nach Einschätzung privater Sicherheitsunternehmen in der Russischen Föderation beheimatet sein soll. Das teilte das Ministerium von Nordrhein-Westfalen in einem Bericht an den Rechtsausschuss mit.

Bei dem Hacker-Angriff vor zwei Wochen waren 30 Server der Uni-Klinik verschlüsselt worden - wobei die Erpresser offenbar eigentlich die Düsseldorfer Universität attackieren wollten. Als die Polizei den Hackern ihren mutmaßlichen Fehler mitteilten, schickten sie einen digitalen Schlüssel. Die IT der Uni-Klinik ist weiter nicht voll einsatzbereit.

10:22 Uhr

Nasa nennt Kosten für bemannte Mondmission

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(Foto: dpa)

Für die von den USA bis 2024 angestrebte Astronauten-Reise zum Mond braucht die Raumfahrtbehörde Nasa in den kommenden fünf Jahren nach eigenen Angaben 28 Milliarden Dollar (knapp 24 Milliarden Euro).

  • Allein 16 Milliarden Dollar davon werde voraussichtlich die zu bauende Mondlandefähre kosten, sagte Nasa-Chef Jim Bridenstine am Montag. Sollte der US-Kongress bis Weihnachten die erste Tranche in Höhe von 3,2 Milliarden Dollar bewilligen, könne das umstrittene Ziel 2024 eingehalten werden.
  • Im März 2019 hatte die US-Regierung auf Anordnung von Präsident Donald Trump die ursprünglich für 2028 geplante nächste bemannte Mond-Mission um vier Jahre vorgezogen. Unter den Astronauten soll erstmals auch eine Frau sein. Experten halten das Ziel 2024 für sehr ehrgeizig. Unter Verweis auf die bevorstehenden Präsidentschafts- und Kongresswahlen im November betonte Bridenstine erneut, dass "politische Risiken" oft die größte Bedrohung für die Arbeit der Nasa darstellten.
10:02 Uhr

Rummenigge tritt gegen Kovac nach und adelt Flick

Karl-Heinz Rummenigge sieht im Trainerwechsel beim FC Bayern München einen maßgeblichen Grund für das sportliche Hoch des FC Bayern München. "Als Hansi im November als Cheftrainer übernommen hat, war das ein Glücksfall für den FC Bayern. Es war ein Effekt, als wenn einer das Licht wieder angeschaltet hätte", sagte Rummenigge im Interview der Deutschen Presse-Agentur. Als Nachfolger von Niko Kovac führte der 55 Jahre alte Flick die Bayern zum Triple und machte den deutschen Fußball-Rekordmeister mit dem Gewinn der Champions League zur aktuellen Nummer 1 in Europa.

Flick sei es gelungen, "die Spielkultur FC Bayern" wiederzubeleben, die der Verein Jahre zuvor unter den Trainern Pep Guardiola, Jupp Heynckes und auch Louis van Gaal habe genießen können. "Ich habe es noch nicht erlebt, dass wirklich alle Spieler so hinter einer Philosophie standen. Es ist eine große Leistung, dass Hansi den Charakter der Mannschaft nachhaltig positiv beeinflusst hat", schwärmt der Ex-Nationalspieler Rummenigge. Flicks Vertrag als Münchner Cheftrainer wurde im Frühjahr bis 2023 langfristig verlängert. Der Verein müsse ihn "jetzt gut begleiten", um den Erfolg dauerhaft aufrechtzuerhalten, betont Rummenigge."

Alle weiteren Meldungen aus der Welt des Sports können Sie in unserem Sport-Tag nachverfolgen.

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09:44 Uhr

Mann in Thüringen lagert Sprengstoff im Backofen

Ein 38-Jähriger hat auf einem Backblech im Backofen seiner Wohnung Sprengstoff gelagert. Das Mehrfamilienhaus im thüringischen Apolda wurde evakuiert, nachdem Spezialkräfte und ein Spürhund das hochexplosive Material gefunden hatten. Wie eine Polizeisprecherin mitteilte, wurde der Sprengstoff im Freien kontrolliert vernichtet.

Die Beamten waren zuvor darüber informiert worden, dass in der Wohnung des 38-Jährigen der gefährliche Sprengstoff sein soll. Der Mann war zur Zeit des Einsatzes in einer psychiatrischen Einrichtung. Nach ersten Erkenntnissen soll der 38-Jährige den Sprengstoff selbst hergestellt haben.

08:59 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:50 Uhr

Vater und Sohn stürzen im Streit vom Balkon

Zwei Männer sind im Streit in Welzheim in Baden-Württemberg vom Balkon gestürzt und schwer verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, berichtete ein Zeuge von einer körperlichen Auseinandersetzung, wobei die Männer vom Balkon im zweiten Obergeschoss fielen. Wie sich später herausstellte, handelte es sich um Vater und Sohn. Der 60-Jährige sowie sein 30 Jahre alter Sohn kamen mit schweren Verletzungen in eine Klinik.

08:16 Uhr

Steuer-Razzia bei Clan-Chef Abou-Chaker

Die Berliner Polizei soll mit insgesamt 300 Beamten insgesamt 14 Objekte durchsucht haben, die dem Clan-Chef Arafat Abou-Chaker zugeordnet werden. Das berichtet die "Bild"-Zeitung. Dabei soll es um Betrug, Steuerhinterziehung und Geldwäsche gehen. Arafat Abou-Chaker soll Hauptverdächtiger sein, wurde im Zuge der Razzia aber nicht festgenommen.

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08:08 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

heute beginnt kalendarisch der Herbst. Dabei wird es heute nochmals überwiegend sonnig und spätsommerlich warm. Es werden Höchstwerte zwischen 20 und 28 Grad Celsius erwartet.

Und diese Themen kommen heute nachrichtlich auf uns zu:

  • Beschäftigte von Kitas, Krankenhäusern und anderen Einrichtungen des öffentlichen Dienstes wollen in einzelnen deutschen Städten heute ihre Arbeit niederlegen. In den betroffenen Städten müssen unter anderem Eltern von Kita-Kindern mit Einschränkungen rechnen. Die Warnstreiks sollen der Auftakt zu weiteren Aktionen in den Tagen darauf sein.
  • Vor dem Hintergrund der Coronavirus-Pandemie beginnt um 15 Uhr die Generaldebatte der UN-Vollversammlung. Zum Auftakt werden vorab aufgezeichnete Video-Reden, unter anderem Ansprachen von US-Präsident Donald Trump, Irans Präsident Hassan Ruhani und Kremlchef Wladimir Putin, erwartet.
  • Am Bundesverwaltungsgericht beginnt um 9 Uhr die mündliche Verhandlung über die Klagen zweier Umweltverbände und mehrerer Fährunternehmen gegen die Planungen für den Ostseetunnel. Das Gericht hat bis zu sieben Verhandlungstage für dieses Großverfahren eingeplant.
  • Ein mutmaßlicher IS-Terrorist aus Wuppertal muss sich von heute (10.30 Uhr) an in Düsseldorf vor Gericht verantworten.

Für Nachrichten rund um das Pandemie-Geschehen kann ich Ihnen unseren Corona-Ticker ans Herz legen. Mein Name ist Michael Bauer und ich wünsche Ihnen einen guten Start in den Tag.

07:57 Uhr

Immobilienmagnat und Xi-Kritiker zu 18 Jahren Haft verurteilt

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Ren Zhiqiang - die "Große Kanone"

(Foto: AP)

Der chinesische Immobilienmagnat Ren Zhiqiang, ein Kritiker von Staatschef Xi Jinping, ist wegen Korruption und Veruntreuung zu einer Haftstrafe von 18 Jahren verurteilt worden.

  • Der 69-Jährige wurde von einem Gericht in Peking unter anderem für schuldig befunden, öffentliche Gelder in Höhe von knapp 50 Millionen Yuan (6,3 Millionen Euro) veruntreut zu haben, wie das Gericht mitteilte. Auch soll Ren demnach 1,25 Millionen Yuan an Bestechungsgeldern angenommen haben. Das Gericht erklärte, der Unternehmer habe in allen Anklagepunkten "freiwillig und wahrheitsgemäß" seine Schuld eingestanden und wolle keine Berufung einlegen.
  • Gegen Ren wurde auch eine Geldstrafe von 4,2 Millionen Yuan verhängt. Ren zählte früher zur Elite der Kommunistischen Partei. Er leitete vormals den staatlichen Immobilienkonzern Huayuan. Durch seine oftmals unverblümte Kritik an Xi erwarb sich Ren den Beinamen Ren Zhiqiang. Seit März war er aus der Öffentlichkeit verschwunden.
07:26 Uhr

Polizei findet Drogen in Beinprothese von Dealer

Bei Personenkontrollen in Münster haben Polizisten Drogen in der Beinprothese eines Dealers entdeckt. Laut Polizeiangaben kontrollierten die Beamten 67 Personen rund um den Hauptbahnhof. Darunter seien ein 25-Jähriger und ein 39-Jähriger gewesen, die der Polizei als Dealer bekannt waren. Bei dem Jüngeren fand die Polizei Päckchen mit Kokain. Als sie den 39-Jährigen auf der Polizeiwache genauer durchsuchten, fanden sie in seiner Beinprothese 35 Gramm Kokain, fünf Gramm Heroin und mehrere Pillen Ecstasy. Für beide Männer wurde für Dienstag ein Termin beim Haftrichter angesetzt.

07:17 Uhr

Mehrheit der Bundesbürger hat Verständnis für Warnstreiks

Die von den Gewerkschaften angekündigten Warnstreiks im öffentlichen Dienst stoßen bei der Mehrheit der Bundesbürger auf Verständnis. 63 Prozent der Befragten äußerten sich in einer Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL und n-tv dementsprechend. Das gilt demnach auch für Befragte, die damit rechnen müssen, dass sie von den Streiks betroffen sein werden. 32 Prozent zeigten kein Verständnis für die Streiks.

Im Tarifstreit über die Gehälter der 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen rufen die Gewerkschaften für Dienstag ab 06.00 Uhr regional zu ersten Protestaktionen und Warnstreiks auf. Betroffen sind unter anderem städtische Behörden und Betriebe in mehreren Bundesländern. Verdi und der Deutsche Beamtenbund fordern 4,8 Prozent höhere Löhne, monatlich jedoch mindestens 150 Euro mehr Geld. Die Arbeitgeber legten bislang kein Angebot vor.

06:46 Uhr

Trump wollte Dollar-Kurs im Streit mit China anpassen

Ein Vorschlag von Donald Trump zur Änderung des Dollarkurses im Währungsstreit mit China ist dem US-Präsidenten zufolge von seinen Mitarbeitern zurückgewiesen worden. "Ich gehe zu meinen Leuten (und sage) 'Wie wäre es damit, den Dollar ein wenig zu bewegen?'", sagte Trump bei einem Wahlkampfauftritt in Dayton im Bundesstaat Ohio. "'Sir, das können wir nicht tun'", hätten diese geantwortet.

Der Kurs des US-Dollar müsse frei vom Markt bestimmt werden. Eine Stellungnahme des Finanzministeriums in Washington lag zunächst nicht vor. Trump hat China vorgeworfen, die Landeswährung zu manipulieren, um einen wirtschaftlichen Vorteil zu erzielen. Die Zentralbank in Peking weist dies zurück.

05:57 Uhr

Rekordbergsteiger Ang Rita Sherpa gestorben

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Ang Rita Sherpa - der "Schneeleopard"

(Foto: AP)

Der nepalesische Rekordbergsteiger Ang Rita Sherpa ist im Alter von 72 Jahren gestorben. Er erreichte 1983 erstmals den Gipfel des Mount Everest. Seine Familie teilte mit, dass Ang Rita am Montag in der Hauptstadt Kathmandu gestorben ist. Er hatte Gehirn- und Lebererkrankungen. Sein Tod gilt als großer Verlust für Nepal und die Klettergemeinschaft.

2017 wurde Ang Rita von den Guinness-Weltrekorden als einzige Person der Welt anerkannt, die zwischen 1983 und 1996 zehnmal ohne Sauerstoff in Flaschen den höchsten Berg der Welt bestiegen hat. Der Rekord steht noch immer. 1987 erreichte er auch den ersten Winteraufstieg auf den 8848 m hohen Berg ohne zusätzlichen Sauerstoff. Seine Fähigkeiten im Klettern brachten ihm den Spitznamen "Snow Leopard" ein.

05:41 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht