Dienstag, 23. März 2021Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:36 Uhr

Das war Dienstag, der 23. März 2021

Liebe Leserinnen und Leser,

in den Feierabend möchte ich mich mit meinem persönlichen Lieblings-Tweet des Tages verabschieden:

Freuen Sie sich schon auf die "Ruhetage"? Was diese für Arbeitnehmer bedeuten, ist allerdings noch ziemlich unklar. In diesem Artikel finden Sie schon mal ein paar Infos dazu.

Was war heute sonst wichtig:

Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht! Bis morgen!

21:57 Uhr

Woelki befürwortet Segnungsverbot für homosexuelle Paare

Zahlreiche katholische Gremien und Verbände wenden sich gegen die Entscheidung des Vatikans, gleichgeschlechtlichen Paaren die Segnung zu verweigern. Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki dagegen schließt sich der umstrittenen Entscheidung an. Woelki sehe in der Haltung des Vatikans "eine Stärkung des katholischen Ehe- und Familienverständnisses", wie das Erzbistum Köln dem "Bonner General-Anzeiger" mitteilte.

Woelki sagte weiter, er werde sich "weiterhin dafür einsetzen, dass wir Menschen einander - gleich welcher sexuellen Orientierung auch immer - mit Respekt, gegenseitiger Achtung und Wertschätzung begegnen." Es bleibe "für uns die Aufgabe, die mit der kirchlichen Beheimatung und Seelsorge für Menschen mit gleichgeschlechtlicher Neigung verbundenen Fragen weiterzuführen."

21:09 Uhr

Prognose: Netanjahus Likud gewinnt Wahl in Israel

Die rechtskonservative Likud-Partei des Regierungschefs Benjamin Netanjahu ist bei Israels vierter Parlamentswahl binnen zwei Jahren laut Prognosen stärkste Kraft geworden. Die Likud-Partei kam demnach auf 31 Mandate, etwas weniger als bei der Wahl vor einem Jahr. Auf Platz zwei kam die Zukunftspartei des Oppositionsführers Jair Lapid.

20:39 Uhr

Häftling tötet zwei Gefängnismitarbeiter in Iowa

In einem Gefängnis im US-Bundesstaat Iowa hat ein Häftling mehrere Angestellte angegriffen - zwei davon starben an ihren Verletzungen.

Der Insasse sei auf der Krankenstation der Haftanstalt in der Stadt Anamosa auf Bedienstete und andere Häftlinge losgegangen, erklärte die Strafvollzugsbehörde in Iowa. Eine Krankenschwester und ein Justizvollzugsbeamter seien ums Leben gekommen.

Der Vorfall wird untersucht. Nähere Informationen zu dem Vorfall gab es bislang nicht.

20:12 Uhr

Die Videos des Tages

20:00 Uhr

Geschwister-Streit um Internet - Mutter ruft Polizei

Zwei Geschwister sind in Lindau am Bodensee so heftig in Streit geraten, dass ihre Mutter die Polizei gerufen hat. Die Auseinandersetzung zwischen dem 15-jährigen Jungen und seiner 18 Jahre alten Schwester habe begonnen, als die Mutter das Internet in der Wohnung abschaltete, teilte die Polizei mit. Der Junge habe die Schwester massiv an den Haaren gezogen, sagte ein Sprecher. Die Beamten nahmen ihn vorübergehend in Polizeigewahrsam, um zu verhindern, dass er erneut gewalttätig werde. Gegen den 15-Jährigen wird nun wegen Körperverletzung ermittelt. "Die Polizei ist bei jedem Verdacht einer Straftat verpflichtet, zu ermitteln", sagte der Sprecher. Letztlich entscheide die Staatsanwaltschaft, ob sie Anklage erhebe oder das Verfahren einstelle.

19:52 Uhr

Fall George Floyd: Auswahl der Geschworenen steht

Die Auswahl der Geschworenen im Prozess gegen einen weißen Ex-Polizisten wegen des gewaltsamen Todes des Afroamerikaners George Floyd ist abgeschlossen. Heute wurde ein 15. Mitglied der Jury bestimmt. Zwölf Geschworene werden ab Montag in dem Verfahren in Minneapolis im US-Bundesstaat Minnesota über die Schuld oder Unschuld des Angeklagten Derek Chauvin entscheiden. Richter Peter Cahill forderte außerdem die Ernennung von drei Ersatzkandidaten.

Die Jury-Auswahl war höchst komplex und hatte zwei Wochen in Anspruch genommen: Die Geschworenen müssen unvoreingenommen in die Hauptverhandlung gehen. Allerdings ist über Floyds Tod am 25. Mai 2020 und das Vorgehen des angeklagten Ex-Polizisten umfassend berichtet worden. Staatsanwaltschaft und Verteidigung stellten zahlreiche Fragen, um zu prüfen, ob die Jury-Kandidaten sich bereits eine Meinung zu dem Fall gebildet haben.


Mehr dazu lesen Sie hier.
19:02 Uhr

Fauler Mann verliert Führerschein und fährt betrunken Rollstuhl

Als fauler Mensch kommt man ohne Auto nicht aus. Doch was tun, wenn man keinen Führerschein hat? Genau, auf ein anderes Fortbewegungsmittel ausweichen.

Mit einem Bier in der Hand ist ein offensichtlich betrunkener Elektro-Rollstuhlfahrer aus Rösrath in Nordrhein-Westfalen in eine Polizeikontrolle geraten. Beamte stoppten den 45-Jährigen auf einer Straße und waren überrascht: Der Mann gab zu, dass er den Rollstuhl gar nicht benötige und diesen nur nutze, weil er keinen Führerschein mehr besitze und nicht zu Fuß laufen wolle. Wie sich herausstellte, hatte er neben Alkohol auch Marihuana konsumiert. Zudem war er ohne gültigen Versicherungsschutz im Rollstuhl unterwegs und erhielt dafür eine weitere Anzeige.

18:38 Uhr

Mann fährt in Menschengruppe - fünfeinhalb Jahre Haft

Der Mann hat laut Anklage seinen Wagen in die Menschenmenge gelenkt, um sich für eine Abtreibung zu rächen.

Der Angeklagte wollte seine Freundin und deren Tochter umbringen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Für die Fahrt mit einem Auto in eine Menschengruppe im oberbayerischen Pöcking vor knapp einem Jahr ist der Angeklagte zu fünfeinhalb Jahren Haft verurteilt worden. Angeklagt war er wegen fünffachen Mordversuchs, verurteilt wurde er nun vor dem Landgericht München II wegen gefährlicher Körperverletzung, vorsätzlichen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und Fahrerflucht. Die Staatsanwaltschaft warf ihm vor, im Mai vergangenen Jahres in eine Menschengruppe gefahren zu sein, um seine damalige Lebensgefährtin und deren ein Jahr alte Tochter umzubringen.

17:55 Uhr

Tulavirus erstmals bei Menschen in Deutschland nachgewiesen

Erstmals ist das vor allem bei Feldmäusen vorkommende Tulavirus direkt als Ursache einer Erkrankung bei einem Menschen in Deutschland festgestellt worden.

  • Der molekularbiologische Nachweis des zu den Hantaviren gehörenden Erregers wurde gemeinsam von Forschern des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) und der Charité in Berlin erbracht. Bislang gab es in Deutschland nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) nur sehr wenige indirekte Hinweise für eine solche Infektion.
  • Laut FLI zeigte ein junger Mann im Krankenhaus Symptome eines akuten Nierenversagens. Weitere Untersuchungen bestätigten den Verdacht einer Hantaviruserkrankung. Eine molekulare Analyse erbrachte dann den erstmaligen molekularen Nachweis einer Tulavirus-Infektion bei einem Patienten in Deutschland.
  • Hantaviren werden über Nagetiere wie Ratten und Mäuse auf den Menschen übertragen. Meist werden die Viren eingeatmet, etwa durch kontaminierten Staub. Von Mensch zu Mensch breiten sich die Viren in Deutschland nicht aus. Infektionen mit dem Hantavirus rufen meist Erkrankungen mit grippeähnlichen Symptomen hervor - hohes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen; zudem Übelkeit oder Erbrechen. Auch die Nieren können beeinträchtigt werden, bis hin zu akutem Nierenversagen.
17:13 Uhr

Prinz Harry hat einen neuen Job

Prinz Harry geht jetzt arbeiten - der Royal hat einen Job bei einem Coaching-Unternehmen in den USA angenommen.

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Coach Harry.

(Foto: picture alliance/dpa)

  • Wie die Firma Better Up mitteilte, soll der 36-Jährige als Chief Impact Officer künftig die Geschäftsführung verstärken. Über das genaue Arbeitsverhältnis und die Bezahlung, die Harry für seine Dienste erhalten soll, schwieg sich das Unternehmen aus.
  • Harry hat nach Angaben von Geschäftsführer Alexi Robichaux keine Personalverantwortung. Er werde aber sicherlich einige Zeit in der Zentrale des Unternehmens in San Francisco verbringen, wenn das wieder möglich sei, und an besonderen Events des Unternehmens teilnehmen.
  • Better Up wirbt damit, die Leistungsfähigkeit von Mitarbeitern durch individuelles Coaching und Datenanalyse erheblich verbessern zu können.
16:38 Uhr

Chinas Botschafter zu "dringendem Gespräch" ins Auswärtige Amt geladen

Wegen der Verhängung chinesischer Sanktionen gegen Europäer ist der chinesische Botschafter in Berlin zu einem "dringenden Gespräch" ins Auswärtige Amt geladen worden.

Staatssekretär Miguel Berger habe Botschafter Wu Ken die Auffassung der Bundesregierung verdeutlicht, dass die chinesischen Sanktionen "eine unangemessene Eskalation darstellen, die die Beziehungen zwischen der EU und China unnötig belasten", hieß es aus dem Auswärtigen Amt.

Peking hatte mit den Strafmaßnahmen auf EU-Sanktionen reagiert, die wegen der Unterdrückung der muslimischen Minderheit der Uiguren gegen China verhängt worden waren.

15:33 Uhr

Dutzende Vermummte bewerfen Polizeiwagen mit Steinen

Kaum zu glauben, dass sich solche Szenen im Zentrum der deutschen Hauptstadt abspielen. Heute Morgen ist im Stadtteil Kreuzberg ein Polizeiauto von Dutzenden Unbekannten angegriffen worden.

Das Polizeiauto war unterwegs, als plötzlich ein Müllsack auf die Straße geworfen wurde und das Auto zum Anhalten zwang, wie die Polizei mitteilte. Anschließend erschien eine Gruppe "vermummter, lautstark schreiender" Unbekannter und bewarf das Polizeiauto mit Steinen. Die Beamten wurden bei dem Vorfall nicht verletzt.

Der Einsatzwagen musste vor der Gruppe von 25 bis 30 Menschen rückwärts davonfahren, wendete dann und entfernte sich. Die Heckscheibe des Autos wurde komplett zerstört, die Täter flüchteten unerkannt.

14:57 Uhr

Raser tötet 14-Jährigen - lebenslange Haft wegen Mordes

Am 15. November 2019 tötete ein Raser mit seinem Auto einen Jugendlichen in München und verletzte einen anderen schwer. Nun ist er wegen Mordes und vierfachen Mordversuchs zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das entschied das Landgericht München I.

Der Mann war kurz vor Mitternacht auf der Flucht vor einer Polizeikontrolle auf der Gegenfahrbahn durch die Stadt gerast. Er soll geflohen sein, weil er unter Drogeneinfluss stand, damit gegen Bewährungsauflagen verstieß und Angst hatte, ins Gefängnis zu kommen. Nach Angaben der Ermittler ignorierte er mehrere rote Ampeln und erfasste mit mehr als 120 Kilometern in der Stunde zwei 14 und 16 Jahre alte Jugendliche, die gerade die Straße überquerten. Der 14-Jährige starb, die 16-Jährige wurde schwer verletzt.

14:28 Uhr

Mann geht mit Machete auf Polizisten los und wird angeschossen

Polizisten haben in einem Einfamilienhaus in Baden-Württemberg einen Mann angeschossen. Der 24-Jährige sei mit einer Machete auf die Beamten losgegangen, sagte ein Polizeisprecher. Dabei sei es am Montagabend zu einem Schusswaffengebrauch gekommen.

  • Der Mann kam mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus. Er soll zuvor in dem Haus in Bretzfeld bei Heilbronn drei Familienangehörige und einen weiteren Menschen mit einem Messer bedroht haben. Dabei wurde den Angaben zufolge ein Familienmitglied verletzt.
  • Beim Eintreffen der Polizei hatte sich der 24-Jährige demnach mit der Machete in einem Zimmer verschanzt. Währenddessen konnten die Familienmitglieder durch mehrere Polizeibeamte in Sicherheit gebracht werden.
14:16 Uhr

Schichtwechsel

Hallo liebe Leserinnen und Leser, ich begrüße Sie ganz herzlich im "Tag". Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich bin bis zum späten Abend für Sie da. Meinem Kollegen Michael Bauer wünsche ich einen schönen Feierabend, Ihnen einen entspannten Nachmittag.

13:55 Uhr

Falsche Polizistin bedrängt Fahrgast in S-Bahn

In Rheinland-Pfalz ist eine falsche Polizistin aufgeflogen, nachdem sie einen Fahrgast in einer S-Bahn bedrängt hat. Die 35-Jährige habe im Zug für Recht und Ordnung sorgen wollen, teilte die Polizei Mainz mit.

  • Bekleidet mit einer Strickmütze mit der Aufschrift "Polizei" sprach die Frau einen Reisenden an, der seine Füße auf dem gegenüberliegenden Sitz abgelegt hatte. Sie forderte den Mann nachdrücklich auf, seine Füße herunterzunehmen. Dieser habe geahnt, dass etwas faul ist und sich der Aufforderung widersetzt.
  • Daraufhin begann die 35-Jährige, den Mann mit ihrem Handy zu filmen und sagte, dass sie das zur Anzeige bringen werde. Im Hauptbahnhof Mainz klärten die inzwischen hinzugerufenen echten Bundespolizisten den Sachverhalt auf. Sie beschlagnahmten die Strickmütze und ermitteln nun gegen die Frau wegen Amtsanmaßung und Nötigung.
12:55 Uhr

Flugtaxis oder Paketboten - Scheuer will Drohnennutzung vorantreiben

Drohnen als Flugtaxis oder zum Transport von Paketen oder Medikamenten: Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer will innovative Anwendungen und Konzepte für die unbemannte Luftfahrt voranbringen. Dazu legt das Ressort ein neues Förderprogramm auf. Startup-Firmen und Kommunen sollten dabei unterstützt werden, Ideen auch umzusetzen, sagte der CSU-Politiker in Berlin.

Deutschland entwickle und forsche viel, bei der Umsetzung aber gebe es Nachholbedarf. Für das neue Förderprogramm stehen laut Ministerium mehr als 11 Millionen Euro bereit. Scheuer nannte Drohnen "unscheinbare Helfer", die in Zukunft vieles ermöglichen und erleichtern und eine "neue Dimension" der Luftfahrt eröffnen könnten. Sie könnten schnell Pakete und lebenswichtige Medikamente transportieren sowie die Feuerwehr oder Bergwacht bei Einsätzen unterstützen.

12:25 Uhr

Polizei findet geheimes Kriegswaffenarsenal bei Jäger

Bei einem 69-jährigen Rentner im Main-Tauberkreis ist ein umfangreiches geheimes Waffenarsenal entdeckt worden. Wie die Zollfahndung Stuttgart mitteilte, fanden die Ermittler im Haus des Mannes in einem schwer zugänglichen Geheimraum rund 60 Kriegswaffen, 140 Kurzwaffen, 70 Langwaffen, 8000 Schuss Munition und sechs Kilogramm Treibladungspulver für die Munitionsherstellung.

  • Der Beschuldigte ist Jäger und besaß den Angaben zufolge die Erlaubnis für den Besitz und das Führen von bestimmten Zivilwaffen. Der Grund für die Ermittlungen war zunächst der Verdacht einer zurückliegenden illegalen Einfuhr eines Sturmgewehrs und von Munition aus der Schweiz.
  • Der Beschuldigte wurde nach seiner vorläufigen Festnahme wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Ermittlungen wegen des Verdachts von Verstößen gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz, Waffengesetz und Sprengstoffgesetz dauerten den Angaben zufolge an.
12:08 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:38 Uhr

Doppelmörder kommt nach 58 Jahren Gefängnis frei

Nach mehr als 58 Jahren Haft kommt ein 84 Jahre alter verurteilter Doppelmörder frei. Das Oberlandesgericht Karlsruhe ordnete nach Angaben die Entlassung des Mannes aus der Strafhaft an. Der Mann war am 30. Mai 1963 vom Landgericht Berlin wegen zweifachen Mordes verurteilt worden. Er hatte in Berlin ein Paar in einem Auto überfallen und erschossen. Bisher hatten zuständige Gerichte seine Anträge auf Aussetzung des Restes der lebenslangen Freiheitsstrafe zur Bewährung stets abgelehnt. Zuletzt wies das Landgericht Karlsruhe sein Ansinnen ab. Dagegen hatte die Anwältin des Mannes Beschwerde eingelegt - mit Erfolg.

11:01 Uhr

Woelki gibt "systembedingte Vertuschung" im Erzbistum Köln zu

Kardinal Rainer Maria Woelki hat "systembedingte Vertuschung" im Erzbistum Köln eingeräumt. Das in der vergangenen Woche veröffentlichte Gutachten zum Umgang mit Missbrauchsvorwürfen gegen Priester habe dies nachgewiesen, sagte Woelki .

  • "Das hätte so nie passieren dürfen", sagte der Chef des größten deutschen Bistums. Deshalb müsse nun "rigoros gehandelt" werden, um dies für die Zukunft zu verhindern. Woelki räumte "Chaos in der Verwaltung" sowie ein "System aus Schweigen, Geheimhaltung und mangelnder Kontrolle" ein. "Generell fehlte es an Mitgefühl, generell fehlte es an Empathie", konstatierte der Erzbischof.
  • Aus dem Gutachten hatte sich ergeben, dass aufgrund der noch verfügbaren Akten im Erzbistum Köln zwischen 1975 und 2018 314 Personen - meist Jungen unter 14 Jahren - Opfer von sexualisierter Gewalt geworden waren.
10:46 Uhr

Twitter-Chef versteigert Jubiläums-Tweet für Millionensumme

Am 21. März 2006 setze Twitter-Mitgründer und Softwareentwickler Jack Dorsey seinen ersten Tweet ab. Zum 15-jährigen Jubiläum versteigerte er nun den Beitrag über die Plattform "Valuables by Cent". Das Endgebot liegt bei etwas mehr als 2,9 Millionen US-Dollar, umgerechnet etwa 2,4 Millionen Euro. Ersteigert wurde der Tweet von Sina Estavi, dem CEO der Blockchain-Firma Bridge Oracle.

Dorsey hatte 2006 gerade einmal fünf kurze Worte getwittert: "just setting up my twttr" (dt. "Richte nur mein twttr ein"). Er hatte kürzlich angekündigt, die Gewinnsumme nach der Auktion in Bitcoins umzuwandeln und an GiveDirectly zu spenden. Die Organisation unterstützt unter anderem Corona-Nothilfen in Afrika.

10:10 Uhr

China und Russland pochen auf UN-Sondersitzung wegen US-Außenpolitik

Russland und China rücken angesichts des Kurswechsels in der US-Außenpolitik zusammen und fordern eine Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates. In einer Zeit zunehmender globaler Turbulenzen sei ein Gipfel der permanenten Mitglieder des UN-Sicherheitsrates nötig, damit ein direkter Dialog zur Lösung der gemeinsamen Probleme der Menschheit begonnen werde, heißt es in einer gemeinsamen Stellungnahme der beiden Länder.

Bei dem Gipfel solle es auch um den Erhalt der globalen Stabilität gehen. Erst am Montag hatten die USA, die EU und Großbritannien in einer koordinierten Aktion Sanktionen gegen China wegen der Unterdrückung der muslimischen Minderheit der Uiguren und anderer Vorwürfe beschlossen. Die Spannungen zwischen den USA und Russland sind gestiegen, nachdem Joe Biden vergangene Woche die Frage bejaht, ob er den russischen Präsidenten Wladimir Putin für einen "Killer" halte.

09:43 Uhr

Keanu Reeves spielt Hauptrolle in eigener Comic-Verfilmung

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Die erste Ausgabe der 12-teiligen Comic-Serie erschien Anfang März und wurde demnach bereits über 615.000 Mal verkauft.

(Foto: BOOM! Studios)

Der kanadische Schauspieler Keanu Reeves wird die Hauptrolle in der Netflix-Adaption seines eigenen Comics "BRZRKR" (ausgesprochen "Berserker") spielen. Der Streamingriese hat die Filmrechte erworben und will nach dem Spielfilm auch ein Anime-Spinoff produzieren.

  • Darin wird Reeves der Hauptfigur seine Stimme leihen. Das teilte Netflix auf seiner Internetseite mit. Basierend auf der Originalidee von Reeves, hat der Schauspieler mit Matt Kindt, der bereits als Autor für Marvel und DC geschrieben hat, die Geschichte um den unsterblichen Krieger "B" entworfen.
  • In dem Comic geht es um einen Halbgott, der seit 80.000 Jahren in unterschiedlichen Schlachten kämpft und nun auf der Erde mit der US-Regierung zusammenarbeitet. Einen Zeitplan für die Veröffentlichung der Produktionen gibt es noch nicht.
09:14 Uhr

Mann rettet Frau aus brennendem Fahrzeug

Ein Mann hat nach einem Verkehrsunfall in Gladbeck (Kreis Recklinghausen) eine verletzte Frau aus einem brennenden Fahrzeug gerettet. Am Montagabend waren auf der B224 in Fahrtrichtung Essen zwei Fahrzeuge zusammengestoßen, wie die Feuerwehr mitteilte. Eines der Autos sei auf ein Feld geschleudert und so stark beschädigt worden, dass es Feuer fing.

Ein vorbeikommender Autofahrer rettete die Fahrerin des Wagens demnach aus dem Auto. Bei dem Unfall seien insgesamt zwei Personen verletzt und in umliegende Krankenhäuser gebracht worden. Laut Polizei handelte es sich dabei um die beiden Unfallbeteiligten. Weitere Hintergründe waren zunächst nicht bekannt.

08:52 Uhr

Wahlauszählung in Israel dauert mehrere Tage

Die Ergebnisse der Parlamentswahl in Israel sind nach Angaben der Vorsitzenden des Zentralen Wahlkomitees nicht vor Freitag zu erwarten. Nach Beginn der Abstimmung sagte Orly Adas der Nachrichtenseite ynet, man werde die Ergebnisse sehr gründlich prüfen. "All dies braucht Zeit, deswegen werden die Ergebnisse in der Nacht nur langsam einlaufen." Sie hoffe, dass man bis zum Morgen etwa 70 Prozent der Ergebnisse in den regulären Wahlstationen sehen könne. Die Auszählung der sogenannten doppelten Umschläge mit Stimmen von Soldaten, Diplomaten, Häftlingen und Corona-Kranken solle erst am Mittwochabend beginnen.

08:18 Uhr

Fünf Menschen bei Bombenanschlag in China getötet

Bei einem Bombenanschlag in einem Dorf nahe der südchinesischen Metropole Guangzhou sind fünf Menschen getötet worden. Unter den Toten sei auch der mutmaßliche 59-jährige Täter, teilte die Polizei im Online-Dienst Weibo mit. Fünf weitere Menschen seien bei der Explosion verletzt worden. Dorfbewohnern zufolge könnte der Anschlag im Zusammenhang mit einer geplanten Zwangsräumung von Bauernfamilien stehen.

07:48 Uhr

Jamie Foxx wird für Mini-Serie zu Mike Tyson

Dass Jamie Foxx Personen der Zeitgeschichte darstellen kann, bewies er bereits 2004 eindrucksvoll - für seine Darbietung des blinden Musikers Ray Charles (1939-2004) in "Ray" erhielt er einen Oscar. Statt am Klavier zu sitzen, wird er für sein nächstes Projekt aber in den Ring steigen müssen. Laut "Variety" soll er in einer angekündigten Miniserie, die unter anderem von Martin Scorsese produziert wird, den Skandalboxer Mike Tyson verkörpern.

Die biografische Miniserie werde demnach den Titel "Tyson" tragen und von Regisseur Antoine Fuqua ("Training Day") umgesetzt. Es habe bislang zwar noch kein Sender oder Streamingdienst bei den Rechten an dem Projekt zugeschlagen, dies sei angesichts des namhaften Line-ups vor und hinter der Kamera allerdings wohl nur noch eine Frage der Zeit.

07:41 Uhr

Festnahme nach spektakulärem Raubüberfall am Berliner Ku'damm

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Ein Tatverdächtiger konnte aufgrund eines Haftbefehls wegen schweren Raubes und gefährlicher Körperverletzung festgesetzt werden.

(Foto: imago images/Olaf Wagner)

Nach dem spektakulären Überfall auf einen Geldtransporter auf dem Berliner Kurfürstendamm vor gut vier Wochen hat die Polizei einen Tatverdächtigen festnehmen können. Der 30 Jahre alte Mann wurde von einem Spezialeinsatzkommando der Polizei im Auftrag der Staatsanwaltschaft Berlin am Montagabend verhaftet. Das teilte die Staatsanwaltschaft via Twitter mit.

Am 19. Februar hatten mindestens vier Täter, die in ihrem leuchtend orangefarbenen Outfit ähnlich wie Müllmänner gekleidet waren, einen Geldtransporter vor einer Bankfiliale am Ku'damm überfallen. Nach Angaben der Polizei bedrohten und verletzten sie zwei Wachleute im Alter von 37 und 60 Jahren, bevor sie mit mehreren Geldkassetten in einem Fluchtauto verschwanden.

07:20 Uhr

Petition soll "Giftberg" in Niedersachsen verhindern

Anwohner des Leinetals bei Hildesheim setzen sich mit einer Petition an den niedersächsischen Landtag für mehr Naturschutz ein. Sie befürchten anhaltende Umweltschäden am Gelände des ehemaligen Kalibergwerks Desdemona in Alfeld-Godenau, das im Zweiten Weltkrieg als unterirdische Munitionsfabrik genutzt worden sei.

  • Der Petition zufolge sollen dort knapp 134.000 Tonnen belastetes Material mit einer Schicht aus 786.000 Tonnen mäßig belastetem Material abgedeckt werden. Eine spätere Sanierung durch Ausbaggern sei damit "de facto ausgeschlossen", kritisieren die Antragsteller.
  • Die Bürgerinitiative "Keine Altlasten im Leinetal" warnt vor einem 400 mal 100 Meter großen und 11 Meter hohen "Giftberg", der nur mit einer Folie oder Tonschicht versiegelt werden solle. Bei Starkregen oder Hochwasser könnten so Giftstoffe ins Grundwasser gelangen, heißt es.
07:11 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser!

Die Bund-Länder-Beratungen haben sich gestern Abend zu einem echten Marathon entwickelt. Klar ist in jedem Fall: Die Maßnahmen werden verlängert und die Notbremse ab einer Inzidenz über 100 wird strikt durchgesetzt. Vom 1. bis einschließlich 5. April, also vom Gründonnerstag bis Ostermontag, soll das öffentliche, wirtschaftliche und private Leben weitgehend heruntergefahren werden, um die dritte Welle der Pandemie zu durchbrechen. Alle weiteren wichtigen Entwicklungen rund um die Pandemie können Sie in unserem Corona-Ticker verfolgen.

Und diese Themen werden heute sonst noch wichtig:

  • Der Kölner Kardinal Rainer Maria Woelki will ab 10 Uhr Konsequenzen aus dem vergangene Woche veröffentlichten Missbrauchsgutachten vorstellen. Aus dem Gutachten hatte sich ergeben, dass aufgrund der noch verfügbaren Akten im Erzbistum Köln zwischen 1975 und 2018 314 Personen - meist Jungen unter 14 Jahren - Opfer von sexualisierter Gewalt geworden waren.
  • Angela Merkel berät ab 19 Uhr bei einem digitalen "Autogipfel" mit Vertretern der Branche über den Strukturwandel in der deutschen Schlüsselindustrie.
  • Israels Bürger sind heute zur Wahl eines neuen Parlaments aufgerufen - zum vierten Mal binnen zwei Jahren. Rund 6,6 Millionen Menschen können ihre Stimme für eine von knapp 40 Listen abgeben. Laut Umfragen könnte auch diese Wahl wieder ohne oder mit einer sehr knappen Regierungsmehrheit enden.
  • Welfenprinz Ernst August von Hannover muss sich heute vor dem Landesgericht Wels in Österreich verantworten. Ihm wird laut Gericht "das Begehen einer mit Strafe bedrohten Handlung im Zustand voller Berauschung" vorgeworfen. Der Verdacht lautet unter anderem auf Widerstand gegen die Staatsgewalt, schwere Körperverletzung und Nötigung.
  • Gut eine Woche nach der Landtagswahl beginnen in Rheinland-Pfalz die Koalitionsverhandlungen für eine Neuauflage der Ampel-Regierung.
  • Das EuGH-Urteil zu Recht auf Entschädigung für Fluggäste bei einem angekündigten Streik wird ab 09.30 Uhr erwartet.
  • In München wird um 14 Uhr das Urteil im Mordprozess gegen einen Raser erwartet, der einen 14-Jährigen erfasst und getötet haben soll.

Es steht also noch eine ganze Menge auf dem Programm. Bei Fragen oder Anregungen schreiben Sie mir doch einfach eine E-Mail unter michael.bauer{at]nama.de. Ich wünsche Ihnen einen guten Start in den Dienstag.

06:42 Uhr

Astronom entwickelt Navi für interstellare Reisen

Bislang haben erst zwei Sonden unser Sonnensystem verlassen, die Grenze liegt rund 15 Milliarden Kilometer entfernt. Das Problem bei Sonden wie Voyager 1 (2012) und Voyager 2 (2018): Bis Signale die Raumfahrtbehörde Nasa erreichen, dauert es 28 Stunden. Eine Steuerung von der Erde aus ist somit zwar nicht unmöglich, aber enorm zeitaufwendig und wenig flexibel.

Der Astronom Coryn A.L. Bailer-Jones hat nun ein Navigationssystem entwickelt, damit Sonden auch in unbekannten Sonnensystemen autonom steuern. "Ein interstellares Raumschiff muss autonom navigieren und anhand dieser Informationen entscheiden, wann Kurskorrekturen vorgenommen oder Instrumente eingeschaltet werden müssen", schreibt Bailer-Jones in einem wissenschaftlichen Beitrag. Ein solches Raumschiff muss in der Lage sein, seine Position und Geschwindigkeit nur anhand von Messungen an Bord zu bestimmen." Dafür benötigt eine Raumsonde die Abstände zu mehreren pulsierenden Neutronensternen und Werte aus sechs Dimensionen. Zum einen sind das die drei Dimensionen des Raumes und drei der Geschwindigkeit, gemessen mit Doppler-Effekt, Parallaxe und Aberration des Lichts.

06:17 Uhr

US-Beraterfirma McKinsey zahlt 45 Millionen in Opioid-Krise

Der US-Gesundheitsbehörde CDC zufolge führte die Epidemie von süchtig machenden Schmerzmitteln seit der Jahrtausendwende bereits zu mehr als 450.000 Toten durch Überdosierungen und richtet weiterhin in vielen Regionen des Landes großes Unheil an. Neben dem verantwortlichen Pharmakonzern Purdue muss auch dessen Beraterfirma McKinsey zahlen.

  • Die Unternehmensberatung zahle zur Beilegung eines Verfahrens wegen dubioser Geschäftspraktiken im US-Bundesstaat Nevada 45 Millionen Dollar (37,7 Mio Euro), teilte der dortige Generalstaatsanwalt Aaron Ford (Ortszeit) mit.
  • Das Unternehmen wird beschuldigt, der Opioid-Epidemie durch rücksichtslose und aggressive Vermarktung von Oxycontin Vorschub geleistet zu haben.
  • McKinsey hatte im Februar bereits einen Vergleich über 573 Millionen Dollar mit 47 Bundesstaaten sowie dem Regierungsbezirk Washington DC und fünf US-Territorien geschlossen, an dem sich Nevada allerdings nicht beteiligte.
06:04 Uhr

Todesursache geklärt - daran starb Musiker-Sohn Bobby Brown Jr.

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Bobby Brown (2.v.l.) und sein Sohn (r.)

(Foto: imago images/MediaPunch)

Der im November tot aufgefundene Sohn des US-Musikers Bobby Brown ist laut Gerichtsmedizinern an einer versehentlichen Überdosis von Drogen, Medikamenten und Alkohol gestorben. Der Autopsie zufolge wurden unter anderem Kokain und das starke Schmerzmittel Fentanyl nachgewiesen.

  • Der Bericht der Behörde in Los Angeles lag der Deutschen Presse-Agentur vor. Bobby Brown Jr. war am 18. November in seinem Haus in Los Angeles tot aufgefunden worden. Er wurde 28 Jahre alt.
  • Er ist der Sohn Bobby Browns aus dessen Beziehung mit Kim Ward. 2015 starb bereits Tochter Bobbi Kristina aus der Ehe des 52-jährigen Sängers mit der Musiklegende Whitney Houston.
05:37 Uhr

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