Dienstag, 26. Mai 2020Der Tag

mit Janis Peitsch
Janis Peitsch
22:39 Uhr

Das war Dienstag, der 26. Mai 2020

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(Foto: imago images/Dirk Sattler)

Liebe Leserinnen und Leser,

Bundesregierung und Länder haben nach langen Verhandlungen eine Einigung erzielt. Im Zuge der Corona-Krise sollen die Kontaktbeschränkungen bis zum 29. Juni verlängert werden. Einige Bundesländer pochen jedoch auf Sonderregeln. Was heute sonst noch wichtig war:

Das war es für heute von meiner Seite. Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend - und bleiben Sie gesund!

22:05 Uhr

Rätsel um Dino-Sterben gelöst? Forscher präsentieren neue Studie

Das Rätsel um das Aussterben der Dinosaurier scheint laut einem internationalem Forscherteam nun vollständig gelöst: Der Asteroid, der vor 66 Millionen Jahren drei Viertel aller Tier- und Pflanzenarten auslöschte, stürzte einer neuen Studie zufolge in einem besonders tödlichen Winkel auf die Erde. Laut der Studie, die nun im Fachmagazin "Nature Communications" veröffentlicht wurde, krachte er in einem Winkel von 60 Grad auf die Erde - und löste so das Massensterben aus.

  • Der Asteroid schlug bei seinem tödlichen Einschlag den rund 200 Kilometer großen Chicxulub-Krater im Golf von Mexiko.
  • Forscher vom Imperial College in London, von der Universität Freiburg und von der University of Texas in Austin schauten sich diesen Krater nun genauer an.
  • Mithilfe von 3D-Simulationen stellten sie fest, dass der Asteroid wohl in einem Winkel von 60 Grad auf die Erde traf.
  • Auf diese Weise seien große Mengen von Staub und Gas in die Atmosphäre geschleudert worden, was zu einer starken Abkühlung der Erde und zum Artensterben führte.

 

21:41 Uhr

Schwarzer Verdächtiger stirbt nach brutalem Polizeieinsatz

Ein aufsehenerregendes Video aus der US-Stadt Minneapolis: Ein weißer Polizist drückt sein Knie mehrere Minuten lang an den Hals eines schwarzen Verdächtigen, der wiederholt um Hilfe fleht, bevor er das Bewusstsein verliert. Kurz darauf stirbt der Afroamerikaner in einem nahen Krankenhaus.

Die Polizei Minneapolis will den Fall nun nicht nur intern, sondern auch von der Bundespolizei FBI untersuchen lassen. Der Bürgermeister der Stadt im Bundesstaat Minnesota, Jacob Frey, zeigte sich entsetzt: "Es sollte in Amerika kein Todesurteil sein, schwarz zu sein." Der Mann hätte nicht sterben dürfen, erklärte Frey vor Journalisten. Mit Blick auf das Video sagte er: "Was wir gesehen haben, ist schrecklich."

Die Polizei erklärte, die Beamten seien an den Ort gekommen, um einen Betrugsfall zu untersuchen. Der etwa 40 Jahre alte Verdächtige habe Widerstand geleistet. Ein zehn Minuten langes Video auf Facebook, das den Vorfall zeigt, wurde bis zum Mittag (Ortszeit) bereits rund 700.000 Mal angesehen.

 

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20:50 Uhr

J.K. Rowling veröffentlicht neues Buch im Netz

Inmitten der Corona-Krise entscheidet sich Harry-Potter-Schöpferin J.K. Rowling für einen ungewöhnlichen Schritt. Die Autorin veröffentlicht ein vor zehn Jahren geschriebenes Kinderbuch kostenlos im Internet.

Sie habe beschlossen, das Buch "vom Dachboden zu holen", um Kindern in diesen "seltsamen, beunruhigenden Zeiten" Unterhaltung zu bieten, erklärte die britische Schriftstellerin. Die ersten beiden Kapitel von "The Ickabog" sind bereits auf die Website www.theickabog.com verfügbar. Weitere Teile sollen stückweise bis 10. Juli folgen.

 

20:19 Uhr

Russland werkelt am ersten eigenen Tarnkappenbomber

Russland hat mit dem Bau seines ersten strategischen Tarnkappenbombers begonnen: Der Bau eines Prototypen läuft und soll 2021 abgeschlossen werden, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Tass. Derzeit werde das Cockpit des Kampfflugzeugs vom Typ PAK DA zusammengesetzt.

Der neue Tarnkappenbomber ist die Antwort Russlands auf die US-Modelle vom Typ B-2. Er soll knapp unter Schallgeschwindigkeit fliegen und mit Marschflugkörpern und Hyperschallwaffen ausgerüstet werden. Auch China arbeitet an einem neuen Tarnkappenflugzeug, das laut Medienberichten im November der Öffentlichkeit präsentiert werden soll.

 

19:24 Uhr

"Trink das - dann wirst du immun": Drosten und Lauterbach erhalten Drohpakete

Der SPD-Politiker Karl Lauterbach und der Virologe Christian Drosten haben nach eigenen Angaben Drohpakete erhalten. Lauterbach veröffentlichte auf Twitter ein Bild des Pakets. Auf dem Foto ist eine Ampulle mit einer unbekannten Flüssigkeit zu sehen. Daneben ein Zettel mit der Aufschrift: "trink das - dann wirst du immun".

"Morddrohungen bis zu Beleidigungen aller Art, einige von uns müssen viel hinnehmen", schrieb der Gesundheitsexperte Lauterbach zu dem Bild. "Daher solle jeder mit Restbestand von Charakter die Hetze im Netz gegen Virologen, Epidemiologen oder Politiker einstellen. Es animiere Leute, die unberechenbar sind. Denkt an unsere Familien".

Drosten teilte Lauterbachs Beitrag auf seiner Seite und schrieb dazu, dass auch er so ein solches Paket erhalten habe.

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18:49 Uhr

Ex-Kinderstar Mary-Kate Olsen reicht Scheidung von Sarkozys Bruder ein

Die US-Schauspielerin Mary-Kate Olsen will sich Medienberichten zufolge von ihrem Ehemann Olivier Sarkozy scheiden lassen. Olsen habe einen entsprechenden Antrag eingereicht, berichteten US-Medien.

Einen ersten Versuch habe Olsen bereits vor rund zwei Wochen unternommen, hieß es. Damals sei die Bearbeitung ihrer Dokumente jedoch abgelehnt worden, weil die Gerichte im Bundesstaat New York sich in der Corona-Krise vorübergehend nur um Notfälle gekümmert hatten.

Olsen, die gemeinsam mit ihrer Zwillingsschwester Ashley in den 90er Jahren als Kinderstar durch die Sitcom "Full House" bekannt geworden war, und Sarkozy, der Bruder des früheren französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy, sind seit 2015 verheiratet. Mary-Kate und Ashley Olsen sind inzwischen auch als Mode-Designerinnen und Unternehmerinnen tätig.

18:05 Uhr

Hysterische Frau diffamiert schwarzen Parkbesucher und ruft Polizei

Ein Video eines rassistischen Vorfalls im New Yorker Central Park verbreitet sich derzeit rasend schnell im Netz. Die Aufnahme zeigt einen Streit zwischen einer weißen Hundebesitzerin und einem offenbar schwarzen Mann, der das Ganze filmt. Grund für die Eskalation: Der Mann hatte Medienberichten zufolge die Frau gebeten, ihren Hund an die Leine zu nehmen, was diese verweigerte.

Doch als der Mann seine Aufnahme startet, wird die Frau hysterisch und wählt den Notruf: "Es gibt einen Afroamerikaner, der mich aufzeichnet und mich und meinen Hund mit dem Leben bedroht", behauptet sie. Dabei zieht die Frau ihren Vierbeiner immer wieder am Halsband hoch und schneidet ihm so die Luft ab.

Nachdem das Video auf Twitter die Runde machte, konnte die Frau schnell identifiziert werden. Wie CBS News berichtet, ist sie mittlerweile von ihrem Arbeitgeber, einer Investmentfirma, freigestellt worden. Der Hund befindet sich nun in der Obhut einer Tierrettungsorganisation.

Gegenüber CNN entschuldigte sich die Frau mittlerweile öffentlich. "Ich bin kein Rassist. Ich wollte diesem Mann in keiner Weise Schaden zufügen", sagte sie dem Sender. "Mein ganzes Leben wird gerade zerstört."

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17:19 Uhr

"Demokratie abschaffen" - Tonband belastet AfD-Abgeordneten

Sollte die gesamte AfD vom Verfassungsschutz beobachtet werden? Dieser Fall ist auf jeden Fall ein Argument dafür: Der AfD-Bundestagsabgeordnete Enrico Komning steht nämlich gerade wegen einer aufgetauchten Tonaufnahme aus dem Jahr 2016 unter Druck. Darauf ist zu hören, wie der Politiker in einer internen Runde sagt: "(...) parlamentarischer Staat oder wie auch immer diese Demokratie heißt, ausgeht, die wollen wir ja aber gar nicht. Die wollen wir doch abschaffen."

Die "Schweriner Volkszeitung" machte den Mitschnitt heute publik. Gegenüber der Zeitung bestätigte Komning das Zitat. Er erklärte aber, dass es aus dem Zusammenhang gerissen sei. Er habe sich in der privaten Runde für die Einführung weitreichender direktdemokratischer Elemente und für eine deutliche Begrenzung der Macht der Parteien eingesetzt, erklärte Komning seine Aussage.

Klingt für mich wie eine Ausrede. Und für Sie?

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17:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:41 Uhr

Bayern: Autofahrer rast in Menschenmenge

Im bayerischen Pöcking am Starnberger See ist ein Mann absichtlich mit seinem Auto in eine Gruppe Fußgänger gefahren. Hintergrund sei vermutlich eine Beziehungstat, teilte das Polizeipräsidium Oberbayern Nord mit. Demnach befand sich die 23 Jahre alte Lebensgefährtin des 43 Jahre alten Manns unter den Fußgängern.

Bei der Tat seien vier Fußgänger verletzt worden. Lebensgefahr bestehe bei niemandem, allerdings seien es zum Teil erhebliche Verletzungen. Der Mann sei nach der Attacke geflohen und wenige Kilometer weiter in der Gemeinde Starnberg verunfallt. Dabei habe auch er Verletzungen erlitten, darunter einen Oberschenkelbruch.

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16:04 Uhr

Jahrzehnte ohne Nahrung? Wunder-Yogi stirbt mit 90

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Prahlad Jani stellte sich als Dauerfastender Asket dar.

(Foto: picture alliance / dpa)

Er soll seit seiner Kindheit auf Wasser und Nahrung verzichtet haben: Nun ist der Yogi Prahlad Jani tot. Der 90-Jährige sei in seinem Haus im westindischen Bundesstaat Gujarat an Altersschwäche gestorben, sagte ein Nachbar der Nachrichtenagentur AFP.

Zeit seines Lebens erklärte Jani, er sei von einer Göttin gesegnet worden. Daher müsse er weder etwas zu essen noch etwas zu trinken zu sich nehmen. Mediziner halten die Behauptung für unmöglich. Zwei Mal - 2003 und 2010 - stellten indische Ärzteteams Jani unter permanente Beobachtung. Einen Betrug konnten sie aber nicht aufdecken."Dieses Phänomen bleibt ein Mysterium", sagte damals einer der beteiligten Ärzte vor Journalisten.

15:20 Uhr

USA: Russland schickt Kampfjets nach Libyen

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Das von Africom zur Verfügung gestellte Foto soll einen russischen Jet in Libyen zeigen.

(Foto: U.S. Africa Command)

Der Bürgerkrieg in Libyen steht offenbar vor einer neuen Eskalationsstufe: Nach US-Angaben hat Russland kürzlich Kampfjets zur Unterstützung russischer Söldner in das Land entsendet. Dort sollen sie den Kampf des abtrünnigen Generals Chalifa Haftar unterstützen.

  • Die Kampfjets hätten auf dem Weg nach Libyen einen Zwischenstopp in Syrien eingelegt, wo sie "überstrichen wurden, um ihre russische Herkunft zu verschleiern", teilte das in Stuttgart ansässige US-Militärkommando für Afrika (Africom) mit.
  • Die russischen Kampfflugzeuge dürften den Söldnern der sogenannten Gruppe Wagner zur "engen Unterstützung aus der Luft" sowie mit "Offensivangriffen" dienen.

"Russland versucht eindeutig, zu seinen Gunsten den Ausschlag in Libyen zu geben", erklärte Africom-Kommandeur Stephen Townsend. Russland habe "schon zu lange das volle Ausmaß seiner Beteiligung im anhaltenden Libyen-Konflikt bestritten". Jetzt aber gebe es "kein Leugnen mehr".

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14:37 Uhr

Schauspielerin Renate Krößner ist tot

Als Hauptdarstellerin des DDR-Films "Solo Sunny" von Konrad Wolf wurde sie bekannt. Nun ist die Schauspielerin Renate Krößner im Alter von 75 Jahren gestorben. Das bestätigte ihr Ehemann, Schauspieler Bernd Stegemann, der "Bild"-Zeitung.

In "Solo Sunny" spielte Krößner eine Schlagersängerin. Für die Darstellung wurde sie beim Filmfestival Berlinale in Westberlin mit einem Silbernen Bären ausgezeichnet. Krößner lebte mit ihrem Mann in Berlin, 1985 gingen sie zusammen in den Westen. Nach der Wende stand Krößner weiter für Film und Fernsehen vor der Kamera.

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14:20 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

meine Kollegin Vivian Micks verabschiedet sich in den verdienten Feierabend. Bis zum Abend versorge ich Sie im "Tag" mit Nachrichten aus aller Welt. Bei Fragen, Anregungen oder Kritik - gerne eine Mail an janis.peitsch[at]nama.de.

Los geht's!

14:01 Uhr

Dieb lässt Wasser in Weiher ab und klaut alle Fische

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Wo die Regenbogenforellen jetzt sind, ist unklar.

(Foto: picture alliance / dpa)

Unglaublich, auf was für Ideen manche Menschen kommen. Ein Dieb hat aus einem Fischweiher im bayerischen Leutershausen das Wasser abgelassen und rund 100 kleine Forellen gestohlen. Die Polizei geht davon aus, dass er nachts den Teich eines privaten Pächters leerlaufen ließ und die kleinen Fische lebendig fing. Anschließend leitete der Täter wieder Wasser in den Weiher. Der Pächter bemerkte am Montag den Diebstahl seiner Regenbogenforellen, weil der Teich noch nicht wieder vollgelaufen war. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Dieb die Fische mit einem Anhänger abtransportierte.

13:34 Uhr

Mutter von ausgesetztem Säugling ist Erzieherin

Durch ein Wimmern entdeckt ein Mann zufällig ein in eine Wolldecke eingewickeltes Baby in einem Gebüsch in Norderstedt (Schleswig-Holstein). Der Junge überlebte mit starker Unterkühlung. Jetzt kommen immer mehr Details über den Vorfall ans Licht: Die Mutter, die ihren Sohn vor einer Kita auf einem Gehweg zur Welt brachte, soll nach dpa-Informationen Erzieherin sein. Der Kieler Oberstaatsanwalt Axel Bieler wollte das nicht kommentieren. Außerdem äußerte sich der mutmaßliche Vater. Dem "Hamburger Abendblatt" sagte der 31-Jährige, er und seine Freundin hätten von der Schwangerschaft nichts mitbekommen: "Sie hatte immer so starke Schmerzen und hat Medikamente genommen. Daher dachten wir, dass der Bauch auch daher kam." Die 26-Jährige ist in einer psychiatrischen Klinik untergebracht. Gegen sie hatte ein Gericht Haftbefehl wegen versuchten Totschlags erlassen, den Haftbefehl aber gegen Auflagen außer Vollzug gesetzt. Nach der Geburt hatte sie ihren Sohn ausgesetzt.

13:12 Uhr
Breaking News

Kretschmann: Corona-Politik wird alleinige Ländersache

Das weitere Vorgehen in der Corona-Politik soll nach Angaben des baden-württembergischen Grünen-Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann künftig allein von den Ländern bestimmt werden. "Die Verantwortung liegt jetzt bei den Ministerpräsidenten und Landkreisen", sagte Kretschmann in Stuttgart. Es seien "keine weiteren Konferenzen geplant, weder von der Bundeskanzlerin noch vom Kollegen Söder", fügte er mit Blick auf Kanzlerin Angela Merkel und Bayerns Regierungschef Markus Söder hinzu.

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12:58 Uhr

Mord an Fritz von Weizsäcker: Angeklagter bereut Tat nicht

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"Ich bin froh, dass er tot ist", sagte der Angeklagte vor Gericht.

(Foto: imago images/Olaf Wagner)

Sechs Monate nach der tödlichen Messerattacke auf den Berliner Chefarzt Fritz von Weizsäcker hat der Angeklagte vor dem Landgericht der Hauptstadt gestanden. Er bereue die Tat nicht, erklärte der 57-Jährige am zweiten Prozesstag. Die Tötung des Professors sei geplant und ein Anschlag auf die Familie seit Jahren sein "Lebensziel" gewesen. Dem Angeklagten wird Mord sowie versuchter Mord an einem Polizisten zur Last gelegt. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass er die Tat unter dem Einfluss einer psychischen Erkrankung beging. Der Angeklagte selbst erklärte, er halte seine derzeitige Unterbringung im Krankenhaus für nicht richtig.

Die Tat sei aus einer "Traumatisierung" heraus geschehen, sagte der deutsche Angeklagte. Eigentlich wollte er den ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker töten, doch an den kam er nicht heran. Sein Sohn, Fritz von Weizsäcker, wurde am 19. November 2019 erstochen.

12:30 Uhr

Polizei findet mehr als 200 Fahrräder - womöglich geklaut

In vermeintlich leeren Kellerräumen finden Beamte mehr als 200 Fahrräder und andere teils hochwertige Gegenstände in einem Hochhaus in Dietzenbach in Hessen. Dabei könnte es sich um Diebesgut handeln, sagte ein Polizeisprecher. Wer die Gegenstände dort untergebracht hatte, ist bisher völlig offen, da die Keller seit längerer Zeit keinem Mieter mehr zugeordnet waren und vermeintlich leer standen. Neben den Fahrrädern - vom Kinderrad bis zum teuren E-Bike - sei unter anderem ein Motorrad, ein Außenbordmotor und hochwertiges Werkzeug in den vier bis fünf Kellern gefunden worden. Der Wert dürfte sich nach ersten Schätzungen auf einen fünfstelligen Betrag belaufen. Aufgeflogen ist der Fund, als Mitarbeiter der Hausverwaltung die Keller betreten wollten - diese waren verschlossen und hatten ausgetauschte Schlösser. Nun werde alles registriert und auch ermittelt, ob die Gegenstände tatsächlich aus Diebstählen oder Einbrüchen stammen.

12:15 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:53 Uhr

Hessischer AfD-Abgeordneter wirft Fraktionsspitze Bespitzelung vor

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Sagt, er sei von der AfD-Fraktionsspitze ausspioniert worden: Rainer Rahn.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der AfD-Abgeordnete Rainer Rahn hat massive Vorwürfe gegen die Fraktionsspitze der Rechtspopulisten im hessischen Landtag erhoben. In einer Liste stehen demnach vermeintliche Verfehlungen über ihn und Alterspräsident Rolf Kahnt, sagte der frühere Spitzenkandidat. Die darin erhobenen Vorwürfe seien aber teils "frei erfunden und völlig absurd". Ihm sei offenbar auch hinterherspioniert worden. "Das erinnert mich an Stasi-Methoden." Er überlege, vor das Schiedsgericht zu ziehen, da ein parteischädigendes Verhalten vorliegen könnte, sagte Rahn. Die Vorwürfe gegen ihn sind laut Dossier der Fraktionsspitze, er habe sich auf dem Hessenfest in der Berliner Landesvertretung von der AfD-Fraktion öffentlichkeitswirksam separiert und vorwiegend mit CDU-Politikern gesprochen. Er habe auf dem Fest mit rund 2000 Gästen auch mit Grünen-Politikern und mindestens einem Linken-Politiker gesprochen, sagte Rahn dazu. Das zeige ihm aber, "dass offenbar jemand auf mich angesetzt worden ist."

11:31 Uhr

Zoo in Mexiko benennt Puma-Babys passend zur Corona-Krise

*Datenschutz

Freude über "Pandemie" und "Quarantäne": Zwei in einem mexikanischen Zoo zur Welt gekommene Pumas haben zur Corona-Krise passende Namen bekommen. Das Weibchen heiße Pandemia, das Männchen Cuarantena, sagte Gonzalo Rodríguez vom Africa Bio Zoo in Córdoba. Mit der Namensgebung habe der Tierpark ein "Bewusstsein schaffen wollen, dass wir als Gesellschaft verantwortungsvoll und gemeinschaftlich mit der Krise umgehen müssen".

Die beiden Jungtiere wurden am 20. März geboren, fünf Tage nachdem im selben Zoo ein Tigerjunges auf den Namen "COVID" getauft wurde. Die Coronabeschränkungen und die ausbleibenden Zoobesucher waren für die Geburt der Raubtiere ein Segen, wie die Tierärztin des Zoos, Kitzia Rodríguez, erklärte. "Der Stress durch die Anwesenheit von Menschen kann die Tiere mitunter beeinflussen. Diesmal war das nicht der Fall."

10:56 Uhr

Großstadt-Miete steigt um bis zu 12 Prozent - mit einer Ausnahme

Die Mieten steigen in Deutschland immer rasanter an. In den Großstädten klettern die Preise von Ende 2019 bis Anfang 2020 um bis zu 12 Prozent. Insgesamt in 57 von 81 Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern erhöhen sich die Mieten. Dies zeigt eine Analyse von immowelt, in der Wohnungen von 40 bis 120 Quadratmeter, Baujahr 2016 oder älter in den letzten vier Monaten 2019 mit den ersten vier Monaten 2020 verglichen wurden.

  • München weist eine Steigerung von 4 Prozent auf. Inzwischen beträgt die Miete einer Bestandswohnung im Median 17,30 Euro pro Quadratmeter - so viel wie in keiner anderen Großstadt.
  • Selbst die hochpreisige Finanzmetropole Frankfurt liegt mit 13,60 Euro deutlich dahinter. Auch dort klettern die Mieten in den letzten Monaten um 5 Prozent.
  • Ähnliche Steigerungen konnten auch in Hamburg (+4 Prozent) und ...
  • ... Düsseldorf (+5 Prozent) festgestellt werden.
  • Die größten Anstiege verzeichnen kleinere Großstädte: Ganz vorne ist Reutlingen mit einer Erhöhung von 12 Prozent.
  • Mainz (+10 Prozent) weist ebenso ein zweistelliges Wachstum auf. In beiden Städten kostet der Quadratmeter im Mittel über 10 Euro.

Einen Sonderfall bildet Berlin: Von 10,70 Euro Ende 2019 auf aktuell 10,20 Euro pro Quadratmeter sind die Angebotsmieten zurückgegangen - das entspricht einem Minus von 5 Prozent. Großen Anteil am Rückgang hat der Mietendeckel, der seit Ende Februar gilt. Datenbasis für die Berechnung waren auf immowelt.de inserierte Angebote. Bei den Mietpreisen handelt es sich um Nettokaltmieten bei Neuvermietung. Die Preise sind jeweils Angebots-, keine Abschlusspreise.

10:20 Uhr

Scheidung: Gerichte müssen Benachteiligung von Frauen vermeiden

Die Art und Weise, wie Betriebsrenten bei einer Scheidung zwischen den Eheleuten aufgeteilt werden, verstößt nicht gegen das Grundgesetz. Das hat das Bundesverfassungsgericht entschieden. Die Familiengerichte müssen künftig aber im konkreten Fall darauf achten, dass vor allem die Frauen bei der Berechnung ihrer Ansprüche nicht systematisch benachteiligt werden, wie der künftige Gerichtspräsident Stephan Harbarth bei der Urteilsverkündung in Karlsruhe sagte. Lässt sich ein Paar scheiden, werden die Rentenansprüche prinzipiell miteinander verrechnet. Das nennt sich Versorgungsausgleich. Bei den Betriebsrenten erhält die Frau - anders als bei allen anderen Renten - ihren Anteil nicht automatisch vom Versorgungsträger ihres Ex-Mannes. Bei der Übertragung der Ansprüche an eine andere Unterstützungskasse kommt es wegen der Zinsentwicklung der letzten Jahre oft zu deutlichen Verlusten. Das Oberlandesgericht Hamm hatte das für verfassungswidrig gehalten und die Prüfung angestoßen.

09:56 Uhr

SPD-Spitze hat wohl einen Wunsch-Kanzlerkandidaten

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"Bisher alles Spekulationen", sagt der Sprecher von Fraktionschef Rolf Mützenich.

(Foto: picture alliance/dpa)

Fraktionschef Rolf Mützenich ist einem Bericht zufolge als Kanzlerkandidat der SPD im Gespräch. Er sei der Wunschkandidat der Parteivorsitzenden Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans für die Bundestagswahl 2021, berichtete das Magazin "Cicero". Über die Personalie würden derzeit Gespräche mit führenden Köpfen der Partei geführt. Die SPD will die Kanzlerkandidatur allerdings nicht vor dem Spätsommer entscheiden. Ein Sprecher von Mützenich betonte: "Daher sind alle Meldungen dazu Spekulationen". Der Außenpolitiker Mützenich hatte zuletzt eine Debatte über die nukleare Teilhabe Deutschlands ausgelöst und gehört zum linken Flügel der SPD.

09:31 Uhr

Erste homosexuelle Hochzeit in Costa Rica live im TV

In Costa Rica sind jetzt auch gleichgeschlechtliche Ehen erlaubt. Die erste Hochzeit zwischen zwei Frauen wurde live im staatlichen Fernsehen übertragen - nach einer dreistündigen Sendung zur Feier des "historischen Schrittes" samt Countdown. Es ist die erste offiziell anerkannte gleichgeschlechtliche Ehe Mittelamerikas. Die Zeremonie begann kurz nach Mitternacht in der Nacht zum Dienstag - ab diesem Moment war die zivile Ehe für alle in Costa Rica möglich. Dies sei ein bedeutender sozialer und kultureller Wandel, sagte Staatspräsident Carlos Alvarado in einer Ansprache an die Nation. Dank eines jahrzehntelangen Kampfes erkenne nun das Land die Rechte an, die die LGBTIQ-Gemeinde schon immer verdient habe. "Mögen die Empathie und die Liebe der Kompass sein, der uns erlaubt, voranzukommen und ein Land aufzubauen, in dem für all uns Menschen Platz ist", twitterte der Sozialdemokrat.

09:05 Uhr

CDU will Mindestlohn wegen Corona senken

Üppige Hilfspakete und Druck aus dem von der Corona-Krise betroffenen Gastgewerbe - Wirtschaftspolitiker der Union verlangen eine Aussetzung einer Erhöhung des Mindestlohns oder gar Absenkung. Diese Empfehlung an die Mindestlohnkommission findet sich in einem "Wachstumsprogramm für Deutschland" der AG Wirtschaft und Energie. Der gesetzliche Mindestlohn wurde zuletzt im Januar auf aktuell 9,35 Euro erhöht.

Zuletzt hatte der Sozialverband VdK eine Erhöhung des Mindestlohns auf 13 Euro gefordert. Es könne nicht sein, dass genau die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wieder zurückstecken sollten, die gerade als systemrelevant eingestuft würden. "Bei Kassiererinnen zum Beispiel reicht das Geld kaum bis zum Ende des Monats", sagte VdK-Präsidentin Verena Bentele. Deutschland liege im europäischen Vergleich "auf den hinteren Plätzen".

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08:59 Uhr

Die Schlagzeilen am Morgen

08:20 Uhr

Mann klettert wegen Flasche ins Gleis und wird von S-Bahn erfasst

Ein 62-Jähriger ist in Hamburg von einer einfahrenden S-Bahn erfasst und schwer verletzt worden. Der Mann kletterte gegen 0.40 Uhr auf die Gleise am Bahnhof Landungsbrücken, nachdem er eine PET-Flasche fallen gelassen hatte, wie die Polizei mitteilte. Als er die Flasche auf den Gleisen aufsammeln wollte, sei er von einer einfahrenden S-Bahn erfasst und zwischen dem Zug und dem Bahnsteig eingeklemmt worden. Rettungskräfte mussten ihn mit einem Hebekissen bergen und vor Ort reanimieren. Er liegt mit schweren Verletzungen im Krankenhaus, sein Gesundheitszustand habe sich mittlerweile aber stabilisiert.

08:05 Uhr

Sonne lacht fast überall in Deutschland

Der Tag startet zum Teil recht frisch und mit Dunst- oder Nebelbänken. Vereinzelt gibt es auch leichten Bodenfrost. Dafür wird es tagsüber dank Hoch "Steffen" oft schön. Lediglich von den Alpen bis herauf ans Erzgebirge sind noch kompaktere Wolken mit gelegentlichen Schauern unterwegs.

Die Temperaturen steigern sich im Vergleich zu gestern und auch im Osten sind mal Höchstwerte um die 20 Grad drin. Am wärmsten ist es aber nach wie vor am Rhein und seinen Nebenflüssen bei 20 bis 24 Grad. Am kühlsten verläuft der Tag dagegen an der Küste im Seewind sowie am Erzgebirge und am Alpenrand bei um die 15 Grad.

Die weiteren Aussichten sind nach wie vor geprägt vom Hochdruckeinfluss und damit sind Schauer die absolute Ausnahme und meistens dominiert die Sonne. Die Temperaturen liegen bis einschließlich Pfingstsonntag verbreitet bei 15 bis 24 Grad. Teilweise sind auch mal Spitzenwerte bis 25 oder 26 Grad möglich. Die wärmste Ecke ist und bleibt die Rheinschiene. Ihr Björn Alexander

07:46 Uhr

Verband will Bordelle mit Hygienekonzepten wieder öffnen

Viele Branchen kommen in der Corona-Krise zu kurz. Auch die Prostitution leidet unter den Corona-Verboten. Der Bundesverband Sexuelle Dienstleistungen verlangt deshalb, die Schließungen aller Prostitutionsstätten wieder aufzuheben. Ein Verbot der Prostitution sei durch nichts gerechtfertigt, heißt es in einem Offenen Brief an 16 Bundestagsabgeordnete, die jüngst sogar ein generelles Sexkaufverbot gefordert hatten. Im Gegenteil müsse es angesichts der eingedämmten Pandemie auch der Prostitutionsbranche ermöglicht werden, "wieder Einnahmen zu generieren und den Kunden einen guten Service zu bieten (...)", heißt es in dem Schreiben.

Man habe, wie andere Branchen auch, dazu ein entsprechendes Hygienekonzept erarbeitet und der Politik vorgelegt. Weiter hieß es: "Wenn Sie in Ihrer Haltung noch nicht festgefahren und offen für andere Erfahrungen sind, laden wir Sie - nach der Corona-Öffnung - gern zu einem Bordellbesuch ein. Sie können sich einen Eindruck über die Abläufe in den verschiedenen Segmenten verschaffen und mit Sexarbeiter*innen in den Dialog treten." Ob die Politiker die Einladung annehmen, bleibt abzuwarten.

07:17 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser!

Die besten Nachrichten des Tages gleich vorweg: Die Sonne scheint heute in ganz Deutschland und die Hoffnung auf einen Sommerurlaub wächst: Die Regierung will nämlich die Reisewarnung für 31 Länder aufheben. Auch sonst dreht es sich heute um weitere Corona-Lockerungen, nachdem die Kritik an Thüringen und Sachsen nach dem Vorpreschen weiter wächst. Hier der Überblick, was heute wichtig wird:

  • Landesregierungen beraten über Corona-Lockerungen: Nach dem viel kritisierten Vorstoß von Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow will die Landesregierung über weitere Lockerungen der Anti-Corona-Maßnahmen beraten.

  • Forscher der Nürnberger Firma GfK geben Daten zum Konsumklima bekannt: Im vergangenen Monat war der Wert inmitten der Corona-Pandemie auf historisches Tief abgestürzt. Heute werden neue Zahlen genannt.

  • Karlsruhe verkündet das Urteil zur Altersversorgung geschiedener Frauen: Konkret geht es um die Aufteilung von Betriebsrenten bei einer Scheidung. Die Frage ist, ob Frauen bei der Berechnung ihrer Ansprüche systematisch benachteiligt werden.

  • Das Urteil im Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach wird erwartet. Ein Soldat soll vier Kinder in mehr als 30 Fällen missbraucht und die Taten gefilmt haben.

Kommen Sie gut durch den Tag und vergessen Sie neben Schlüssel und Geldbeutel Ihre Maske nicht. Selbst wenn Sie in Sachsen und Thüringen wohnen - denn auch dort gilt noch immer die Maskenpflicht ... Mein Name ist Vivian Micks. Ich begleite Sie heute bis zum frühen Nachmittag durch den "Tag". Haben Sie Fragen oder Kritik? Sie erreichen mich per Mail unter: vivian.micks[at]nama.de.

06:20 Uhr

Zwei Patienten nach Geiselnahme aus Psychiatrie geflohen

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Schon 2016 haben mehrere Männer versucht, aus der LVR-Klinik in Bedburg-Hau auszubrechen - allerdings erfolglos.

(Foto: picture alliance/dpa)

Zwei Patienten einer psychiatrischen Klinik in der nordrhein-westfälischen Gemeinde Bedburg-Hau sind nach einer Geiselnahme auf der Flucht. Sie sind nach Angaben der Polizei aus dem geschlossenen Bereich des Krankenhauses geflohen. Zuvor hatten die mit einem Küchenmesser bewaffneten Männer im Alter von 38 und 43 Jahren am Montagabend einen Pfleger in ihre Gewalt gebracht und einen zweiten Pfleger eingeschlossen. Sie zwangen ihre Geisel, die Zugangstür zum geschlossenen Bereich der Klinik durch den Pförtner öffnen zu lassen. Anschließend flohen die beiden Männer mit dem Fahrzeug des Pflegers. Beide Klinikmitarbeiter blieben unverletzt. Die Männer wurden demnach wegen Raubdelikten verurteilt und saßen seit Oktober sowie Dezember 2019 im Maßregelvollzug. Die Umstände der Flucht deuten einem Sprecher zufolge darauf hin, dass das Duo gewaltbereit ist.