Dienstag, 09. Februar 2021Der Tag

mit Yuki Schubert
Yuki Schubert
22:32 Uhr

Das war Dienstag, der 9. Februar 2021

Liebe Leserinnen und Leser,

Schnee und Eis haben Deutschland weiter fest im Griff. Brrr. Eine Entspannung bei der Wetterlage ist noch nicht in Sicht. Ansonsten zeichnet sich vor dem morgigen Treffen von Bund und Ländern bereits eine Verlängerung des Lockdowns bis in den März ab. In dem Beschlussentwurf, der ntv.de vorliegt, wird noch kein fixes Datum angeben. Grund für die Verlängerung sind die grassierenden Virus-Mutationen. Zu der schneller übertragbaren britischen Variante möchte ich Ihnen heute den Text meines Kollegen Kai Stoppel empfehlen, der etwas Hoffnung macht. Alles Wissenswerte rund um das Thema Corona finden Sie in unserem Ticker.

Folgende Themen haben uns in der Redaktion ebenfalls beschäftigt:

Ich hoffe Sie haben mittlerweile ein warmes Plätzchen für sich beansprucht und wünsche Ihnen nun noch einen angenehmen Restabend! Bleiben Sie schön fit und munter.

22:15 Uhr

Älteres Ehepaar wird an eigener Wohnungstür überfallen - 83-Jährige stirbt

Im niedersächsischen Peine klingeln zwei Unbekannte am Nachmittag an der Tür der Wohnung der Seniorin und ihres Mannes. Der 87-jährige Mann öffnete die Tür und ohne Vorwarnung schlugen die Täter auf ihn ein. Das berichtet nun die Polizei. Anschließend schlugen sie auch auf die 83-jährige Frau ein. Sie starb später an ihren massiven Verletzungen. Der Mann wurde ebenfalls schwer verletzt und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Die Polizei fahndet nach den Tätern und ermittelt, ob aus der Wohnung in einem Mehrfamilienhaus etwas gestohlen wurde. Es werden auch Zeugen gesucht.

21:52 Uhr

Biden-Regierung hält an Assange-Auslieferung fest

Menschenrechtler hatten die Biden-Regierung dazu aufgerufen auf eine Auslieferung des Wikileaks-Gründers Julian Assange zu verzichten. Ein Sprecher des US-Justizministeriums erklärte, man wolle weiter gegen die Entscheidung eines britischen Gerichts Einspruch erheben, den 49-Jährigen nicht an die USA zu überstellen. Die Frist dafür läuft am Freitag aus. Die USA werfen Assange unter anderem Verstoß gegen ein Spionagegesetz vor. Die Regierung von Präsident Barack Obama hatte sich noch gegen ein Auslieferungsgesuch entschieden. Sein Nachfolger Donald Trump weitete die Anklage dann aus und forderte eine Überstellung.

21:32 Uhr

Mann schießt in US-Klinik um sich und Bombe geht hoch - mindestens fünf Verletzte

Ein bewaffneter Mann hat in einer Klinik im US-Bundesstaat Minnesota das Feuer eröffnet und Medienberichten zufolge mindestens fünf Menschen schwer verletzt. Demnach explodierte kurz darauf eine Bombe in dem Krankenhaus in der Kleinstadt Buffalo. Der Schütze sei festgenommen worden.

Was man bisher weiß

  • Die Polizei wurde kurz vor 11 Uhr (Ortszeit, 18.00 Uhr MEZ) in die Allina Health Clinic gerufen, wie Polizeichef Pat Budke dem Fernsehsender KSTP sagte.
  • Rund eine halbe Stunde später sei ein Sprengsatz detoniert, berichtete die Zeitung "Star Tribune" unter Berufung auf Notfallberichte. Demnach wurde eine verletzte Frau mit drei Schusswunden in ein Krankenhaus geflogen.
  • Örtlichen Medien zufolge bestand keine weitere Gefahr mehr für die Bevölkerung in Buffalo. Die Stadt liegt gut 60 Kilometer nordwestlich von Minneapolis.
21:25 Uhr

Längste künstliche Wasserstraße wegen Eis für Schiffe gesperrt

Der massive Wintereinbruch hat nicht nur Auswirkungen auf Straße und Schienen, sondern auch auf die Binnenschifffahrt in Norddeutschland. Von Mittwochabend an (18 Uhr) werden der Mittellandkanal und der Elbe-Seitenkanal für die Schifffahrt gesperrt, wie das zuständige Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt in Braunschweig mitteilte. Die Eisbrecher, die sonst auf diesen Kanälen unterwegs sind, werden vorsichtshalber auf die Weser abgezogen, um dort vor Wehren Eisschollen zu brechen - so solle der Druck, der durch das Eis auf diesen Anlagen laste, gemindert werden, sagte ein Sprecher. Mit Blick auf die angekündigte Dauerfrostperiode mit bis zu minus 20 Grad, die mehrere Tage anhalten soll, könnten die Eisbrecher den Mittellandkanal und den Elbe-Seitenkanal voraussichtlich ohnehin nur noch eingeschränkt frei halten. Der Mittellandkanal ist mit gut 320 Kilometern Länge die längste künstliche Wasserstraße in Deutschland.

21:12 Uhr

Atomdeal: Iran und USA streiten darum, wer ersten Schritt macht

Im Atomstreit zwischen den USA und dem Iran setzt sich das Tauziehen darum fort, wer den ersten Schritt zu einer Rückkehr zum Wiener Atomabkommen machen soll. Irans Präsident Hassan Ruhani lehnte erneut die Forderung der USA ab, dass der Iran vor etwaigen Verhandlungen zu seinen Verpflichtungen zurückkehren solle. "Als Erster muss derjenige zurück, der den Verhandlungstisch verlassen und seine Versprechen nicht eingehalten hat - nicht der, der es getan hat", sagte Ruhani. Sobald die USA zu dem Abkommen zurückkehrten, würde der Iran aber sofort folgen. "Wenn die das diese Stunde tun, würden wir das in der nächsten Stunde tun", sagte der iranische Präsident.

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20:47 Uhr

"Cyberpunk 2077"-Entwickler wurde gehackt und erpresst

Der Hype war real um "Cyberpunk 2077". Das Open-World-Rollenspiel, in dem Action-Star Keanu Reeves als Musiker Johnny Silverhand zu sehen ist, sorgte allerdings in den vergangenen Monaten immer wieder für heiße Diskussionen. Denn das Spiel startete mit einigen technischen Macken, entpuppte sich gar als unfertig. Dazu gab es Berichte über schwierige Arbeitsbedingungen der Angestellten.

Anfang Februar wurde das Entwicklerstudio CD Projekt RED - unter anderem auch bekannt durch die berühmte "The Witcher"-Reihe - Opfer eines gezielten Angriffs durch Cyberkriminelle. Das erklärte das Studio nun auf Twitter und hängte den Erpresserbrief gleich mit an. In diesem heißt es, dass unter anderem der Quelltext für "Cyberpunk 2077", "The Witcher 3" und eine unveröffentlichte Version letzteren Spiels kopiert worden sei. Außerdem sollen Interna erspäht worden sein. Die Kriminellen stellten ein Ultimatum von 48 Stunden, sonst würden die Daten geleakt. Persönliche Daten der Spieler seien laut aktuellem Kenntnisstand des Studios nicht betroffen.

20:02 Uhr

Wildschwein bricht durch Eisdecke in Pool - Retter greifen zu raffinierter Methode

Das Wildschwein konnte gerade noch aus dem Pool befreit werden.

Das Wildschwein konnte gerade noch aus dem Pool befreit werden.

(Foto: picture alliance/dpa/Feuerwehr Neuss)

Beinahe wäre es vorbei gewesen mit einem neugierigen Wildschwein. Bei einer Entdeckungstour ist das Tier durch die Eisdecke in einem Swimmingpool eingebrochen. Aus eigener Kraft schaffte es das Wildschwein nicht mehr heraus, berichtete die herangeeilte Feuerwehr. Versuche, dem Tier eine Treppe zu bauen, scheiterten an dessen Misstrauen vor den Menschen. Aber die Feuerwehr griff zu Trick 17. Die Einsatzkräfte füllten den halb leeren Pool mit Wasser auf, sodass das Wildschwein den Beckenrand erklimmen und klitschnass im nächsten Wald verschwinden konnte. Nochmal alles gut gegangen.

19:36 Uhr

Nach Riesen-Erdrutsch: Norwegens Rettungskräfte bergen zwei weitere Leichen

Mit Suchhunden im Schnee auf der Suche nach den Opfern.

Mit Suchhunden im Schnee auf der Suche nach den Opfern.

(Foto: picture alliance/dpa/NTB)

Knapp sechs Wochen nach dem tödlichen Erdrutsch in Norwegen haben die Suchmannschaften die Leichen von einem achten und neunten Todesopfer entdeckt. Die beiden Toten seien mithilfe von Suchhunden am Nachmittag im Katastrophengebiet in der Gemeinde Gjerdrum gefunden worden, teilte die Polizei nun mit. Informationen zur Identität der beiden sollten demnach frühestens im Laufe des Mittwochs bekannt gegeben werden. Damit sind nun die Überreste von neun von zehn Menschen gefunden worden, die bei dem Hunderte Meter langen und breiten Erdrutsch am 30. Dezember in der Gemeinde nordöstlich von Oslo umgekommen waren. Vom 1. bis 3. Januar hatten die Rettungskräfte sieben Todesopfer gefunden - ein zweijähriges Mädchen mit seinem Vater und seiner schwangeren Mutter sowie vier weitere Tote im Alter von 29 bis 69 Jahren.

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19:17 Uhr

Kolumbien kämpft mit Escobars-Nilpferden - Verhütungsmittel muss her

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(Foto: picture alliance/dpa/AP)

Angesichts der ungebremsten Ausbreitung der Nachkommen von Pablo Escobars Nilpferden suchen Behörden und Institutionen in Kolumbien nach einer gemeinsamen Lösung. "Wir haben bei der kolumbianischen Botschaft in den Vereinigten Staaten Unterstützung beim Erwerb eines Langzeitverhütungsmittels für Großtiere beantragt", hieß es in einer Mitteilung der regionalen Umweltagentur Cornare. Ihr unterliegt zusammen mit dem Umweltministerium, dem Instituto Humboldt und Universitäten des südamerikanischen Landes die Entscheidung über die Zukunft der "Kokain-Hippos".

Kolumbianische und mexikanische Forscher hatten in einer Studie kürzlich empfohlen, die Tiere zu töten. Der Drogenbaron Escobar brachte einst vier afrikanische Flusspferde auf seine Hacienda Nápoles, zuletzt streiften geschätzt zwischen 65 und 80 Tiere durch die Region. Sie zerstören Felder, bringen das Ökosystem aus dem Gleichgewicht und Anwohner in Gefahr.

18:48 Uhr

U-Boot-Mörder Peter Madsen wegen Gefängnisausbruch verurteilt

Es ist ein Fall, der bis heute tief erschüttert. 2017 ermordet der dänische U-Boot-Bauer Peter Madsen die junge schwedische Journalistin Kim Wall. Dafür wurde er zu einer lebenslangen Haft verurteilt. Am 20. Oktober 2020 ist es dem Erfinder gelungen, aus dem Hochsicherheitsgefängnis Herstedvester am Stadtrand von Kopenhagen zu fliehen. Nun wurde wegen des Fluchtversuchs eine weitere Gefängnisstrafe gegen ihn verhängt.

Ein Gericht in einem Vorort von Kopenhagen urteilte nach Polizeiangaben, Madsen müsse wegen seines Fluchtversuchs sowie der Bedrohung von Strafvollzugsbeamten, Polizisten und eines Autofahrers ein Jahr und neun Monate zusätzlich hinter Gitter. Die Flucht dauerte nur sechs Minuten, er hatte sie jedoch seit dem Frühjahr minutiös vorbereitet, wie die Anklage nun erläuterte. Madsen hatte mithilfe von arglosen Wärtern Landkarten gedruckt. Außerdem fertigte er in der Gefängniswerkstatt Waffenimitate wie eine unechte Pistole an, mit denen er mehrere Menschen vermeintlich bedrohte. Die erneute Verurteilung Madsens könnte wichtig werden, wenn es um die Frage einer Strafminderung geht, die er ab 2030 beantragen könnte.

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18:26 Uhr

Myanmars Militär zerstört Zentrale von Aung San Suu Kyis Partei

Nach dem Militärputsch in Myanmar hat die Armee die Zentrale der Partei Nationale Liga für Demokratie (NLD) der festgenommenen De-facto-Regierungschefin Aung San Suu Kyi nach Angaben von NLD zerstört. Die "diktatorische" Militärführung habe die Parteizentrale in der Wirtschaftsmetropole Rangun am Dienstagabend gegen 21.30 Uhr (Ortszeit) "durchsucht und zerstört", teilte die Partei bei Facebook mit. Das Militär in Myanmar hatte vor gut einer Woche die Macht an sich gerissen und Suu Kyi nach Angaben der Partei unter Hausarrest gestellt.

17:56 Uhr

19-Jährige wählt Ferienwohnung für Geburtstagsfete - alles endet mit Versteckspiel

Die Geburtstagsparty einer 19 Jahre alten Aachenerin mit 26 Gästen in einer angemieteten Ferienwohnung in Köln hat in der Nacht anders geendet als geplant. Denn die Fete im Keller eines Mehrfamilienhauses wurde dann doch lauter als gedacht. Gegen 1 Uhr riefen Anwohner wegen Ruhestörung die Polizei. Partygäste versuchten sich vor den herannahenden Beamten zu verstecken. Die einen suchten Schutz hinter Türen, die anderen schlossen sich im Badezimmer ein. Wieder andere liefen weg. Das half nur alles nichts. Alle 26 Personen erhielten einen Platzverweis.

Das Ganze hat auch noch ein Nachspiel. Die 19-Jährige und ihre Partygäste erwartet ein Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen Verstößen gegen die Corona-Schutzverordnung. Aber auch für den Vermieter der Ferienwohnung kommt es dicke. Er muss mit einer Anzeige wegen des derzeit bestehenden Beherbergungsverbotes rechnen.

17:02 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:53 Uhr

Paris Hilton berichtet von Folter in Privatschule

"Ich bin der Beweis, dass Geld nicht gegen Missbrauch schützt", sagte Society-Star und Millionenerbin Paris Hilton bei einer Anhörung der Senatskammer im Bundesstaat Utah am Montag. Die 39-Jährige berichtete von psychologischer und körperlicher Gewalt, die ihr während der Schulzeit auf einem privaten Internat widerfahren sein soll. Sie erinnere sich immer noch sehr deutlich daran, in einem blutverschmierten, kleinen Raum ohne Bad eingesperrt worden zu sein. In der Einrichtung seien Kinder gegen die Wand geworfen, stranguliert und sexuell missbraucht worden. Seit 20 Jahren habe sie immer wieder Alpträume, die Erfahrung sei "traumatisch" gewesen. Die Legislative in Utah berät derzeit, ob private Einrichtungen, wie die Schule die Hilton besucht hat, staatlich kontrolliert werden sollten.

16:29 Uhr

Mutmaßlicher Mörder entkommt im Lieferwagen aus Gefängnis

Ein unter Mordverdacht stehender Mann ist in einer filmreifen Flucht aus dem Münchner Gefängnis Stadelheim ausgebrochen. Das bestätigte das bayerische Justizministerium, nachdem zuvor die "Bild"-Zeitung darüber berichtet hatte.

Was war passiert?

  • Dem 24-Jährigen sei es heute gelungen, "in einem Lieferfahrzeug versteckt aus der Anstalt zu entweichen", sagte eine Ministeriumssprecherin.
  • Wenig später wurde der flüchtige Untersuchungshäftling nach einer Großfahndung wieder von der Polizei festgenommen, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums sagte.
Ein Wachturm der Justizvollzugsanstalt Stadelheim.

Ein Wachturm der Justizvollzugsanstalt Stadelheim.

(Foto: dpa)

Was wird dem Mann vorgeworfen?

  • Bei dem 24-Jährigen handelt es sich nach Ministeriumsangaben um einen als mutmaßlichen "Porsche-Mörder" in Untersuchungshaft sitzenden Mann, der sich seit Juni vergangenen Jahres in Stadelheim befand.
  • Er soll im März 2020 einen 25-Jährigen in dessen Sportwagen erschossen haben. Eine Passantin hatte die Leiche auf dem Fahrersitz des abgestellten Sportwagens im Stadtteil Am Hart bemerkt.
  • Hintergrund des Verbrechens sollen Schulden im Zusammenhang mit Drogengeschäften gewesen sein, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft damals mit.

Wie die Flucht aus dem berühmten Münchner Gefängnis gelingen konnte, ist noch ein Rätsel: "Die Umstände, die zu der Entweichung geführt haben, werden derzeit mit Hochdruck aufgearbeitet."

15:59 Uhr

Fast 30 Prozent mehr Sterbefälle bei Menschen Ü80

Auch im Januar haben die Sterbefallzahlen in Deutschland über dem Durchschnitt der Vorjahresmonate gelegen. Nach einer nun veröffentlichten Hochrechnung des Statistischen Bundesamtes starben in diesem Januar 103.804 Menschen, 18 Prozent mehr als durchschnittlich im Januar der vier Vorjahre.

Zunahme bei Ü80-Altersgruppe besonders signifikant

  • Bei dieser Altersgruppe sei die Zahl um 29 Prozent gestiegen. Bei den Menschen unter 80 Jahren liege das Plus bei 4 Prozent.

Vergleich mit Covid-19-Todesfällen

  • Ein Vergleich mit der Zahl der beim Robert-Koch-Institut (RKI) gemeldeten Covid-19-Todesfälle sei derzeit bis einschließlich 10. Januar möglich, erklärte das Bundesamt.
  • In der ersten Kalenderwoche des neuen Jahres seien 4881 Menschen mehr als im Durchschnitt der vier Vorjahre gestorben, registriert worden seien zugleich 4966 Covid-19-Todesfälle, 375 Fälle weniger als noch in der Vorwoche.
  • Einen Höchststand habe die Zahl der bestätigten Covid-19-Todesfälle kurz vor dem Jahreswechsel in der Woche zwischen dem 21. bis 27. Dezember mit 5453 Fällen erreicht.

Besonders auffällige Sterbefallzahlen hat Sachsen

  • Das zeigte sich schon im November 2020 (+39 Prozent) und im Dezember 2020 (+103 %). Der Vergleich bezog sich auf den Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019.
  • In der ersten Woche des neuen Jahres lagen die Zahlen in Sachsen nun bei 77 Prozent oder etwa 887 Fälle über dem Durchschnitt der Jahre 2017 bis 2020.
15:57 Uhr
Breaking News

Lockdown soll bis in den März dauern

Vor dem nächsten Gipfel zwischen Kanzleramt und Länderchefs zeichnet sich eine Verlängerung des Lockdowns bis in den März ab. Aus Sorge vor grassierenden Mutationen bleiben alle bisherigen Regeln in Kraft. Für die Öffnung der Schulen gibt es bisher keinen klaren Fahrplan.

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15:41 Uhr

Türkisches Gericht hält an Ausreisesperre von Kölner Sängerin fest

Die Sängerin Hozan Canê ist auch als Filmemacherin tätig. Seit 2018 befindet sie sich in türkischer Haft.

Die Sängerin Hozan Canê ist auch als Filmemacherin tätig. Seit 2018 befindet sie sich in türkischer Haft.

(Foto: picture alliance/dpa/Management)

Die in der Türkei vor Gericht stehende Kölner Sängerin Hozan Canê darf weiterhin nicht aus dem Land ausreisen. Der Richter im westtürkischen Edirne wies bei einer heutigen Verhandlung einen entsprechenden Antrag ihrer Anwälte ab. Erst wenn geklärt sei, ob sich eine weitere Zeugin in dem Verfahren in der Türkei aufhalte, solle der Antrag bewertet werden, hieß es. Der nächste Prozesstag soll am 5. Mai stattfinden. Die Entscheidung über die Ausreisesperre könnte aber bereits vor dem neuen Termin fallen.

Was wird der Sängerin vorgeworfen?

  • Die deutsche Sängerin Hozan Canê war kurz vor den Präsidenten- und Parlamentswahlen im Juni 2018 in Edirne festgenommen worden. Im November desselben Jahres wurde sie zu sechs Jahren und drei Monaten Haft wegen Mitgliedschaft in einer Terrororganisation verurteilt.
  • Im August 2020 wurde das Verfahren neu aufgerollt, nachdem das höchste Berufungsgericht das Urteil nicht bestätigt hatte. Es gebe keine klaren Beweise für die unterstellte Mitgliedschaft in der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK, hieß es zur Begründung.
  • Die Anklage hatte sich unter anderem auf Inhalte von Facebook- und Twitter-Profilen gestützt.
  • Der Fall hatte die deutsch-türkischen Beziehungen belastet. Die Anwälte Canes bewerteten die Entscheidung des Gerichts positiv. Auch die Angeklagte sagte, sie sei weiterhin hoffnungsvoll.
  • Die 50-jährige Canê litt während der Verhandlung sichtlich unter Schmerzen. Ihren Antrag auf Aufhebung der Ausreisesperre hatten die Anwälte unter anderem mit Verweis auf den Gesundheitszustand ihrer Mandantin begründet.
15:17 Uhr

Russische Witwe wollte achtjährige Stieftochter für Erbe töten lassen

Eine 61-jährige Frau soll in Russland versucht haben, ihre achtjährige Stieftochter per Auftragsmord zu beseitigen, um an das Erbe ihres verstorbenen Mannes zu gelangen. Ermittler in der autonomen Republik Tuwa im Süden Sibiriens vereitelten den Plan jedoch, wie die zuständige Behörde nun mitteilte. Die Witwe hatte es demnach auf zwei Wohnungen abgesehen, deren rechtmäßige Erbin nach dem Tod des Mannes dessen Kind ist.

Wie flog alles auf?

  • Die Frau merkte nicht, dass sie bereits unter Verdacht stand. Ein verdeckter Ermittler gab sich als potenzieller Auftragsmörder aus.
  • Laut Polizei hat die Beschuldigte bei einem Treffen in ihrer Wohnung 180.000 Rubel (rund 2010 Euro) für die Ausführung der Tat angeboten.
  • Außerdem habe sie dem Polizisten erklärt, wo ihre Schwiegertochter lebe und zur Schule gehe, und ihm einen Elektroschocker überreicht.
14:51 Uhr

Rettungswagen steckt im Schnee fest - Anwohner holt Pick-up

Ein Rettungswagen ist in NRW in den Schneemassen stecken geblieben, der Patient konnte aber dank couragierter Helfer doch noch schnell in die Klinik kommen. Der Krankenwagen hatte den Patienten in Herzebrock gerade abgeholt, als am Montagabend auf der Hofzufahrt im Rückwärtsgang Schluss war und der Wagen feststeckte, wie ein Feuerwehrsprecher heute sagte. Feuerwehrleute schaufelten das Fahrzeug anschließend frei, ein Anwohner zog den Rettungswagen mit seinem Pickup heraus. Die "Neue Westfälische" hatte über den Vorfall berichtet.

14:39 Uhr
Breaking News

Mutationen in Tirol: Österreich erlaubt Ausreise nur mit Test

Österreich verhängt im Ringen gegen eine Ausbreitung der Corona-Mutationen nun doch schärfere Maßnahmen in Tirol. Aus dem Bundesland sei - von Osttirol abgesehen - vom kommenden Freitag an für zehn Tage eine Ausreise nur noch mit negativem Coronatest möglich, sagt Kanzler Sebastian Kurz in Wien.

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14:26 Uhr

Betrunkener bricht in Alster ein - und rettet sich auf Betonpfahl

Ein betrunkener Mann ist in der Nähe des Hamburger Rathauses auf die zugefrorene Alster gelaufen und dabei eingebrochen. Der 30-Jährige habe sich anschließend aus dem Alsterfleet selbst auf einen Betonpfahl gerettet, sagte ein Polizeisprecher in Hamburg. Von dort konnten die von Passanten alarmierten Einsatzkräfte den Mann an Land holen. Er wurde zur weiteren Versorgung in ein Krankenhaus gebracht.

14:10 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser, mein Kollege Michael Bauer hat jetzt Feierabend und ich übernehme für ihn. Ich hoffe Sie haben heute die Handschuhe nicht zu Hause vergessen! Bis zum Abend werde ich Sie nun mit News aus aller Welt versorgen. Die ein oder andere Wettermeldung ist sicher auch dabei. Falls Sie Anregungen, Fragen oder Kritik haben, wenden Sie sich an yuki.schubert@nama.de. Ich freue mich darauf.

13:47 Uhr

Frau beheizt eigene Wohnung mit Grill - und wird bewusstlos

Durch einen im Haus als Heizung genutzten Grill hat eine Bewohnerin eine Kohlenstoffmonoxid-Vergiftung erlitten und das Bewusstsein verloren. Nach Polizeiangaben hatten drei Bewohner einer Dachgeschosswohnung in Herford am Montagabend den Grill angezündet, weil die Heizung ausgefallen war. Kurz danach habe sich die betroffene Bewohnerin unwohl gefühlt und das Bewusstsein verloren.

Alarmierte Rettungskräfte brachten die Bewohner zur Untersuchung in Kliniken. Die Feuerwehr lüftete das Mehrfamilienhaus. Die Polizei warnte: "Die Benutzung von Grills in Innenräumen ist lebensgefährlich." Die aufsteigenden Gase seien farb- und geruchslos und würden daher häufig zu spät bemerkt.

13:36 Uhr

Kälte für Obdachlose lebensbedrohend

Angesichts des strengen Winterwetters machen Hilfsorganisationen in Deutschland auf die lebensbedrohliche Lage von Obdachlosen aufmerksam. Die Coronavirus-Pandemie verschärft die Situation zusätzlich, wie es etwa von der Diakonie hieß, dem Wohlfahrtsverband der evangelischen Kirchen. "Aus Hygienegründen können die Einrichtungen nicht so belegt werden wie in den Zeiten vor Corona - wir wissen von Fällen, in denen Betroffene Notunterkünfte aus Angst vor einer Corona-Ansteckung meiden", erklärte Sandra Schuhmann, Vorständin beim Diakonischen Werk Bayern.

In Berlin hält die Kältehilfe derzeit 1426 Plätze für Obdachlose bereit - so viele wie noch nie. "Es ist eine neue Marke, sie ist aber auch nötig, weil sich die Bedingungen erheblich verschärft haben", sagte der Sprecher der Berliner Sozialverwaltung, Stefan Strauß. Durch die Corona-Krise seien viele Möglichkeiten, sich aufzuwärmen oder Geld zu verdienen, weggefallen. Hinzu komme jetzt noch die extreme Kälte.

13:17 Uhr

Autobahn-Sprecher: Lkw-Fahrer für A2-Chaos mitverantwortlich

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Auf der A2 ging gestern stundenlang nichts mehr.

(Foto: dpa)

Das nächtliche Schneechaos auf der A2 ist aus Sicht der Autobahn GmbH Westfalen maßgeblich durch Lastwagenfahrer mitverursacht worden, die sich nicht an das Autobahn-Fahrverbot bis 22.00 Uhr gehalten haben.

  • Viel zu viele Lastwagenfahrer hätten das Verbot missachtet, sagte Autobahn-Sprecher Bernd Löchter. Die Aufhebung des Verbots ab 22.00 Uhr habe die Situation dann auch nicht mehr deutlich verschlimmert. "Staus hatten wir ja da schon. Da hatten wir schon Not durchzukommen. Insofern war es da eigentlich schon zu spät."
  • Grund für die Aufhebung des Fahrverbots zu 22.00 Uhr seien Informationen gewesen, dass die starken Schneefälle nach Norden wegzögen, sagte Löchter. Dann habe die Behörde keinen Grund mehr gesehen, ein Lkw-Verbot aufrechtzuerhalten, zumal die Not der Spediteure groß sei, fahren zu müssen, um ihre Lieferketten und Termine einzuhalten.
12:58 Uhr

Bahn verbannt Papier-Fahrkarten aus Fernzügen

Kunden der Deutschen Bahn können vom nächstem Jahr an keine Papier-Fahrkarten mehr in Fernzügen kaufen. Die Möglichkeit falle am 1. Januar 2022 weg, wie das Unternehmen bestätigte. Stattdessen könnten Reisende von April an noch bis zehn Minuten nach Abfahrt eine digitale Fahrkarte über die App oder die Bahn-Website buchen. Dabei werde kein Bordzuschlag fällig.

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft hatte auf die aus ihrer Sicht falsche Entscheidung aufmerksam gemacht. "Wir haben immer für ein offenes System plädiert, das Reisenden im Fernverkehr spontan die Möglichkeit eröffnet, den Zug als ideales Verkehrsmittel zu wählen", betonte die Gewerkschaft.

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12:31 Uhr

Spuren im Schnee verraten Wodka-Dieb

In Hamburg ist ein Einbrecher aufgrund seiner Spuren im Schnee überführt worden. So haben Beamte nach einem Einbruch in einen Supermarkt nicht nur frische Spuren von Schuhabdrücken in dem Discounter gefunden, wie die Polizei mitteilte. Den gleichen Abdrücken konnten die Einsatzkräfte dank des Neuschnees im Norden auch im Freien folgen. Dabei stellten sie fest, dass sich der Dieb nach dem Einbruch auf den Weg zu einem etwa 500 Meter entfernten Mehrfamilienhaus gemacht - und dabei die Straße sogar ordnungsgemäß auf dem Zebrastreifen überquert hatte.

Dieser Sinn für Sicherheit im Straßenverkehr brachte dem 22-Jährigen am Ende aber wenig. In der Wohnung fand die Polizei den jungen Mann, zwei etwa gleichaltrige Bekannte von ihm und vier Flaschen Wodka. Der angetrunkene 22-Jährige gab die Tat zu. Er muss sich nun wegen des Einbruchs und des Diebstahls verantworten.

12:07 Uhr

Umwelthilfe leakt Scholz' "Nord Stream 2"-Angebot an USA

Die deutsche Umwelthilfe (DUH) hat nach eigenen Angaben den Brief von Bundesfinanzminister Olaf Scholz an seinen US-Amtskollegen Steven Mnuchin veröffentlicht, in dem der SPD-Politiker im August 2020 den USA ein Milliardenangebot für den Fall unterbreitet haben soll, dass sie Nord Stream 2 durchwinken. Die DUH betitelt Scholz' Angebot als "Geheimdeal gegen das Klima".

"Bundesfinanzminister Olaf Scholz hat der Regierung von Donald Trump noch vor wenigen Monaten einen schmutzigen Deal auf Kosten Dritter vorgeschlagen. Die Leidtragenden sind das Klima und der Steuerzahler. Dass der Import von schmutzigem Fracking-Gas aus den USA mit einer Milliarde Euro unterstützt werden soll, ist ein Skandal", schreibt die DUH in ihrer Stellungnahme.

11:44 Uhr

Auch dritte Ehe von Designerin Sarah Kern gescheitert

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Sarah Kern schwört der Männerwelt ab.

(Foto: imago images/localpic)

Aller guten Dinge sind dann wohl doch nicht drei. Designerin Sarah Kern hat nach nur wenigen Monaten Ehe die Reißleine gezogen. Wie sie RTL bestätigte, hat sie sich von ihrem Mann, Matthew Cardona, getrennt. "Nicht im Streit", ließ sie durchblicken. Über die genauen Gründe schwieg sie jedoch. Stattdessen sagte sie: "Ich habe das vollzogen, er musste es einsehen." Für Kern sei damit "alles in Ordnung", sie sei "glücklich allein".

Für sie soll es nach eigenen Angaben "das letzte Mal" gewesen sein, sie wolle der Männerwelt fortan abschwören. Ihre erste Hochzeit feierte Sarah Kern 1995 mit Designer Otto Kern (1950-2017), vier Jahre später ließen sie sich scheiden. 2008 heiratete Kern dann Goran Munizaba. Die Ehe hielt zwei Jahre.

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11:15 Uhr

Mutter bringt Kind allein zur Welt

Eine junge Frau hat in Brandenburg an der Havel einen Polizeieinsatz ausgelöst, weil sie angab, ein neugeborenes Baby im Freien gefunden zu haben. Es stellte sich jedoch heraus, dass sie das Kind am Montagabend in einem Bungalow in der Nähe des Wohnhauses ihrer Mutter allein zur Welt gebracht hatte. Die Frau habe aus persönlichen Gründen die Geburt ihres Kindes nicht bekanntgeben wollen, teilte die Polizei am Dienstagnachmittag mit. Daher habe sie vorgetäuscht, das Baby im Freien gefunden zu haben. "Nach bisherigem Kenntnisstand befand sich das Neugeborene jedoch zu keiner Zeit ungeschützt im Freien", hieß es weiter. Diese ursprüngliche Behauptung habe die Frau bereits am Montagabend bei der Polizei revidiert. Die Mutter und das Kind seien in eine Klinik gebracht worden. Beiden gehe es gut, teilte die Polizei mit.

Hinweis: Zuerst hatte es geheißen, die junge Mutter habe das Baby am Montagabend im Freien ausgesetzt. Die Ermittlungen haben aber ergeben, dass dies nicht der Fall war.

10:49 Uhr

Briten wollen Fischen appetitlichere Namen verpassen

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Zugegeben: Der Flügelbutt guckt tatsächlich etwas grimmig.

(Foto: imago/imagebroker)

Man fragt sich, warum sich Wissenschaftler die Mühe machen, Fischarten zu benennen, wenn die Lebensmittelindustrie im Sinne der Vermarktung später die Namen ändert. Während in den USA und Kanada der englische Name des Schwarzen Seehechts von Patagonian Toothfish (Patagonischer Zahnfisch) in Chilean Seabass (Chilenischer Wolfsbarsch) geändert worden war, legen jetzt die Briten nach ihrem Brexit-Debakel los.

Der Megrim Fish (auf Deutsch: Flügelbutt) habe wegen seines Namens einen "grimmigen" Beiklang, sagte Paul Trebilcock, der Chef des Fischereiverbands von Cornwall, der Zeitung "The Times". Auch der Name der Spider Crab (wörtlich: Spinnenkrabbe, Deutsch: Dreieckskrabbe oder Seespinne) wirke möglicherweise abstoßend. Deshalb will der Verband die Meerestiere in Cornish Dole (Cornwall-Seezunge) und Cornish King Crab (Cornwall-Riesenkrabbe) umbenennen. Wegen des Brexits ist den Fischern ihr Exportgeschäft weggebrochen. Zuvor hatten sie fast alle Flügelbutte und den überwiegenden Teil der Krabben nach Spanien verkauft.

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10:14 Uhr

Kobe Bryants Tochter Natalia unterzeichnet Modelvertrag

Nur wenige Wochen nach ihrem 18. Geburtstag schlägt Natalia Bryant ein neues Kapitel auf. Die Tochter der verstorbenen NBA-Legende Kobe Bryant (1978-2020) will als Model durchstarten. Den Grundstein dafür legte sie nun gemeinsam mit der Modelagentur IMG Models, bei der auch Stars wie Ashley Graham oder Gigi Hadid unter Vertrag stehen. Natalia Bryant darf sich ab sofort zu ihnen zählen.

Wie die Agentur bei Instagram mit einem Schwarz-Weiß-Bild der 18-Jährigen bekannt gab, ist diese eines ihrer neuen Gesichter. Die Freude aufseiten des Nachwuchsmodels ist groß. "Ich habe mich schon immer für Mode interessiert, schon von klein auf", kommentierte Natalia Bryant ihren Einstand.

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09:48 Uhr

"The Supremes"-Sängerin Mary Wilson gestorben

Mary Wilson, ein Gründungsmitglied der Soul-Gruppe "The Supremes", ist im Alter von 76 Jahren gestorben, wie ihr Publizist mitteilte. Die Todesursache ist nicht bekannt. Wilson war Gründungsmitglied der legendären Motown-Gruppe, die für eine Reihe von Hits bekannt war, darunter "Stop! In The Name of Love" und "Back in My Arms Again".

"Die Supremes waren immer als die 'Lieblinge von Motown' bekannt", sagte Berry Gordy, Gründer des Motown-Plattenlabels, in einer Erklärung. Wilson sei eine Vorreiterin gewesen, "eine Diva und wird sehr vermisst werden", sagte Gordy.

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09:21 Uhr

Winterwetter bremst Bahnverkehr weiter aus

Das Winterwetter mit viel Schnee und Eis hat auch heute in vielen Regionen den Fern- und Regionalverkehr der Bahn beeinträchtigt. Im Fernverkehr sind weiterhin insbesondere die Knoten Dortmund, Hannover, Kassel, Erfurt und Halle/Leipzig betroffen, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Es kommt zu Zugausfällen und Verspätungen.

  • Der Nahverkehr in Niedersachsen und Bremen war in weiten Teilen noch eingestellt, auch im Regionalverkehr im nördlichen Nordrhein-Westfalen sowie in Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen gab es noch starke Einschränkungen. Unter anderem war der Fernverkehr zwischen Berlin und Hannover sowie Hamburg und Frankfurt stark eingeschränkt.
  • Auch zwischen Berlin in Richtung Erfurt, Frankfurt und München verkehrten die Züge nur begrenzt. Zwischen Hannover und Köln war der Fernverkehr weiterhin unterbrochen. Gleiches galt für die Strecke von Hamburg in Richtung München, Dortmund und Köln. Auch von Dresden aus verkehren bis auf Weiteres noch keine Fernverkehrszüge in Richtung Leipzig, Frankfurt, Hannover und Köln.

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08:59 Uhr

Drehbuchautor Jean-Claude Carrière gestorben

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Jean-Claude Carrière

(Foto: imago images / Starface)

Der französische Drehbuchautor und Oscar-Preisträger Jean-Claude Carrière ("Cyrano von Bergerac", "Dieses obskure Objekt der Begierde") ist tot. Er sei am Montag in Paris gestorben, berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf die Tochter Kiara Carrière.

  • Carrière war 2016 von der Europäischen Filmakademie für sein Lebenswerk geehrt worden. Zwei Jahre zuvor hatte er einen Ehren-Oscar erhalten. 1957 schrieb er seinen ersten Roman, zahlreiche andere Werke und rund 60 Drehbücher folgten.
  • Der aus Südfrankreich stammende Autor arbeitete mit berühmten Regisseuren wie Luis Buñuel oder Milos Forman zusammen.
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08:55 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:34 Uhr

Deutsches Museum plant Tinder für Kunstwerke

Das Badische Landesmuseum in Karlsruhe arbeitet an einer App, bei der Nutzer aus einer Reihe von Ausstellungsstücken wie auf Dating-Plattformen auswählen und in Kontakt kommen können. Nach dem Motto: Wegwischen, was nicht gefällt. Anklicken, was interessant aussieht.

  • "Das ist wie Tinder für Museumsobjekte", sagte Museumsdirektor Eckart Köhne. Für rund 80 Werke gibt es vorgegebene Dialoge, durch die sich Interessierte klicken können. Dabei sollen sie mehr über das Objekt erfahren als über die Infotafeln im Museum.
  • Die App mit dem Arbeitstitel "Mein Objekt" soll fertig sein, wenn das Museum nach dem Corona-Lockdown wieder öffnen kann. Ursprünglich war sie für das Humboldt-Forum in Berlin entwickelt worden.
08:01 Uhr

Nordkorea und Iran arbeiten wohl an geheimem Raketenprojekt

Nordkorea und der Iran haben nach Erkenntnissen der UNO im vergangenen Jahr ihre geheime Kooperation bei der Entwicklung von Langstreckenraketen wieder aufgenommen. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit seien "wesentliche Bauteile" von Raketentechnologie geliefert worden, heißt es in einem von UN-Experten an den Sicherheitsrat übermittelten Bericht.

Im aktuellen Report heißt es, dass Nordkorea im vergangenen Jahr sein Atom- und Raketenprogramm weiter vorangetrieben und sich damit über die Resolutionen des UN-Sicherheitsrats hinweggesetzt habe. Pjöngjang habe spaltbares Material produziert und die Infrastruktur seines Raketenprogramms modernisiert. Auch habe Nordkorea sich weiterhin um "Material und Technologie für diese Programme aus dem Ausland" bemüht.

07:34 Uhr

Royals winken Hunderte Millionen aus Windpark-Deals

Der Verkauf von Windpark-Rechten vor der britischen Küste auch an deutsche Konzerne könnte die Einnahmen der königlichen Familie vervielfachen. Der neue Deal bringt den Royals in den kommenden zehn Jahren potenziell bis zu 220 Millionen Pfund (rund 250 Mio. Euro) jährlich ein - das Zweieinhalbfache ihres derzeitigen Unterhalts.

Das Geld gehört der Queen und ihrer Familie aber nicht persönlich, sondern wird für ihren Lebensunterhalt sowie den Erhalt ihrer Ländereien genutzt. Der Meeresgrund in der Zwölf-Meilen-Zone für den neuen Windpark gehört dem Königshaus und wird vom Liegenschaftsverwalter Crown Estate verwaltet. Die Einnahmen gehen an den Staat, doch dieser zahlt daraus der Krone einen Anteil - den Sovereign Grant - aus.

Mehr dazu lesen Sie hier.
07:00 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser!

Es bleibt kalt, also so richtig kalt. Und das wirbelt den Alltag der Deutschen natürlich kräftig durcheinander. Unfälle, Stromausfälle, Stau - Schnee und Glatteis werden auch heute wieder auf der Tagesordnung stehen. Wir bleiben für Sie natürlich dran und berichten über die aktuelle Wetterlage.

Diese Themen werden heute sonst noch wichtig:

  • Das zweite Amtsenthebungsverfahren gegen Donald Trump geht in die heiße Phase. Die Verhandlung im Senat beginnt um 19 Uhr unserer Zeit. Die Beratungen dürften einige Tage in Anspruch nehmen.
  • Die Corona-Krise hat der deutschen Exportwirtschaft im vergangenen Jahr schwer zu schaffen gemacht. Wie sich der Außenhandel im Dezember und damit im gesamten Jahr 2020 entwickelt hat, gibt das Statistische Bundesamt um 8 Uhr bekannt. Alle weiteren News zum Thema Coronavirus finden Sie in unserem eigens dafür angelegt Ticker.
  • Der frühere Chef der Europäischen Zentralbank, Mario Draghi, spricht ab 11 Uhr bei der Suche nach einer Regierung für Italien zum zweiten Mal mit den größeren Parteien.
  • Twitter legt um 22.30 Uhr in San Francisco die Bilanz für das 4. Quartal vor.
  • Die Oscar-Akademie will in Los Angeles eine Vorauswahl der Oscar-Anwärter in neun Sparten bekannt geben, darunter "Internationaler Film".

Das soll es fürs Erste gewesen sein. Mein Name ist Michael Bauer und ich betreue "Der Tag" bis in den Mittag. Packen Sie sich gut ein und starten Sie gut in den Dienstag.

06:59 Uhr

Koala verursacht Auffahrunfall und sitzt später selbst am Steuer

Was bei uns in den mittleren Breiten mit Wildschweinen und Rehen so die Fahrbahn kreuzt, sind in Australien Känguru oder Koala. Und ein Exemplar der letzteren Tierart hat auf einem Freeway in der Nähe von Adelaide für einen Auffahrunfall gesorgt. Ruhig und gemächlich sei das Tier laut Augenzeugen über die Fahrbahn geschlichen. Als eine Autofahrerin anhielt, um den Koala zu retten, fuhren mehrere Fahrzeuge auf. Bei dem Unfall seien laut Polizeiangaben keine Autofahrer verletzt worden.

Ann Bigham, eine freiwillige Helferin des Adelaide Koala Rescuer, sagte dem Sender ABC, der Koala sei aus der Tortur "ungeschoren" herausgekommen. "Der Koala war in einem wirklich guten Zustand, es war ein Glück, dass er überhaupt nicht getroffen wurde und dank der Retter wurde er in Sicherheit gebracht", sagte sie. Auf seiner kurzen Spritztour in Richtung eines nahegelegenen Wäldchens krabbelte der Koala durch den Wagen seines Retters - und krallte sich sogar selbst hinter das Lenkrad.

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(Foto: AP)

06:35 Uhr

China verbannt Clubhouse

Der Clubhouse-Hype ist bis nach Fernost rübergeschwappt, doch in China ist der Spaß bereits vorbei. Nach chinakritischen Diskussionen im sozialen Netzwerk hat Chinas Zensur die beliebte Talk-App gesperrt. Nutzer in der Volksrepublik sind nicht mehr in der Lage, sich mit der Plattform zu verbinden, bestätigte der Webdienst Great Fire, der chinesische Internetblockaden verfolgt.

  • Die Sperre folgte auf intensive Debatten in Clubhouse über heikle politische Themen wie Hongkong, Taiwan oder die Verfolgung von Uiguren in China. Diese Diskussionen hatten der Audio-App in China jüngst viel Aufwind gebracht.
  • Clubhouse stand schon seit Oktober nicht mehr im chinesischen Apple-Store zur Verfügung. Trotzdem erfreute sich die App steigender Beliebtheit. Nutzer umgingen die in China üblichen Internetsperren und benutzten ausländische Apple-IDs, um das Programm herunterzuladen.
06:03 Uhr

Berühmter Bergsteiger Cimenti von Lawine überrollt

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Carlalberto Cimenti

(Foto: imago/Italy Photo Press)

In Italien nannten sie ihn nur "Cala" - Carlalberto Cimenti, der berühmte italienische Bergsteiger ist tot. Der 45-Jährige wurde in den Alpen von einer Lawine überrollt und kam dabei ums Leben. "Cala" sowie ein Freund wurden im Oberen Susatal in den italienischen Alpen unter zwei Metern Schnee tot aufgefunden.

Cimenti war unter anderem im Jahr 2019 durch die Besteigung des mehr als 8000 Meter hohen Nanga Parbat im Himalaya berühmt geworden. Der Nanga Parbat ist einer der höchsten Berge der Welt. Im Sommer 2019 war Cimenti auch an der dramatischen Rettung eines Alpinismus-Kollegen beteiligt, der in Pakistan in mehr als 6000 Metern Höhe abgestürzt war und sich schwer verletzt hatte.

05:40 Uhr