Dienstag, 01. September 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:29 Uhr

Das war Dienstag, der 1. September 2020

Der erste Tag des meteorologischen Herbstes neigt sich dem Ende entgegen, so auch "Der Tag". Aber bevor ich mich in den Feierabend verabschiede, stelle ich Ihnen die meistgelesenen Artikel vor:

Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend und eine gute Nacht! Bis morgen!

22:15 Uhr

Schwarzer Radfahrer von US-Polizisten erschossen

In den USA ist erneut ein Schwarzer bei einem Polizeieinsatz erschossen worden, diesmal in Los Angeles.

  • Es handelt sich um den 29-jährigen Dijon Kizzee, der am Montag mit einem Fahrrad unterwegs war, als zwei Polizisten versuchten, ihn wegen eines nicht näher beschriebenen Verstoßes gegen die Radfahr-Vorschriften anzuhalten.
  • Nach Angaben der Polizei lief Kizzee zunächst davon, schlug dann einem der ihn verfolgenden Beamten ins Gesicht. Er soll ein Kleidungsbündel fallen gelassen haben, in dem sich eine halbautomatische Waffe befunden habe. Daraufhin hätten die Polizisten das Feuer eröffnet.
  • Der Anwalt von Kizzees Familie erklärte, Kizzee habe die Waffe nicht aufgehoben. "Aber die Cops schossen ihm mehr als 20 Mal in den Rücken und ließen ihn stundenlang zurück."
  • Ein Polizeisprecher sagte, es seien weniger als 20 Schüsse gewesen. Eine Autopsie sollte im Laufe des Tages erfolgen.
21:38 Uhr

Arzt dementiert Schlaganfall bei Trump

Der Leibarzt von Donald Trump hat Spekulationen über den Gesundheitszustand des US-Präsidenten zurückgewiesen, die nach der Erwähnung eines ungewöhnlichen Krankenhaus-Besuchs in einem heute erschienenen Buch aufgekommen waren.

  • Trump habe keinen Schlaganfall oder akute Störungen des Herz-Kreislauf-Systems gehabt und sei auch nicht darauf untersucht worden, erklärte der Arzt Sean Conley nach Mitteilung des Weißen Hauses.
  • Ein Reporter der "New York Times", Michael S. Schmidt, erwähnte in seinem Buch "Donald Trump v. The United States", dass Trump im November überraschend in ein Krankenhaus gefahren sei. Der Grund des Besuchs sei ein Mysterium geblieben, schrieb Schmidt, ohne eine nähere Quelle zu nennen.
  • Im Laufe des Tages wurde daraufhin über die möglichen Gründe von Trumps Krankenhausbesuch spekuliert. Joe Lockhart, der einstige Sprecher von Präsident Bill Clinton, warf auf Twitter die Frage auf, ob Trump wohl einen Schlaganfall gehabt habe.
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21:00 Uhr

Die Videos des Tages

20:51 Uhr

Iran nennt Frieden zwischen Israel und VAE "Verrat" an islamischer Welt

Nach dem Friedensschluss zwischen Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten hat Irans geistliches Oberhaupt, Ayatollah Ali Chamenei, dem Land "Verrat" an der islamischen Welt vorgeworfen.

  • "Die Vereinigten Arabischen Emirate haben die Welt des Islam, die arabischen Nationen, die Länder der Region und Palästina verraten", sagte Chamenei in einer im iranischen Staatsfernsehen übertragenen Rede.
  • "Natürlich wird dieser Verrat nicht lange andauern, aber das Stigma wird bleiben", fügte Chamenei in seiner ersten öffentlichen Stellungnahme zu dem Friedensschluss hinzu. "Ich hoffe, die Emiratis wachen bald auf und machen den Schaden wieder gut."
  • Die Emirate sind nach Ägypten und Jordanien erst das dritte arabische Land, das diplomatische Beziehungen zu Israel aufnimmt.
20:04 Uhr

Biden knackt Spendenrekord im Wahlkampf

US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat einem Medienbericht zufolge allein im August mehr als 300 Millionen Dollar an Wahlkampfspenden erhalten. Die endgültige Summe stehe noch nicht fest, dürfte aber die höchste sein, die jemals ein Präsidentschaftskandidat innerhalb eines Monats verbuchen konnte, zitierte die "New York Times" zwei mit dem Vorgang vertraute Personen.

Im Juli hatte Biden 140 Millionen Dollar eingesammelt. Sein Rivale, Amtsinhaber Donald Trump, kam auf 165 Millionen Dollar. Für August hat der Wahlkampfstab des Präsidenten noch keine Zahlen genannt.

19:32 Uhr

ZDF verrät Titel der neuen Böhmermann-Show - nicht besonders originell

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Über den Inhalt der neuen Sendung ist noch nichts bekannt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Im Dezember 2019 lief die letzte Ausgabe des "Neo Magazin Royale". Mit Spannung wird seitdem die neue Show von Jan Böhmermann erwartet, die im ZDF ausgestrahlt werden soll. "Wir starten im November, wenn Corona uns nicht noch einmal einen Strich durch die Rechnung macht", hat nun ZDF-Programmdirektor Norbert Himmler im Interview mit "DWDL" verraten. Das Format wird mit einem nicht allzu überraschenden Titel über die Bildschirme flimmern. Himmler: "Wir freuen uns auf das 'ZDF Magazin Royale', so übrigens der Titel der neuen Sendung."

Über den Inhalt der Sendung dürfe noch nichts verraten werden, erklärte Himmler. "Jan Böhmermann hat mich inständig darum gebeten, keine Kommentare zum Inhalt der Sendung zu geben. Nur so viel: Was er letztes Jahr zum Thema Hohenzollern oder auch Coinmaster gemacht hat, wird ein wichtiger Bestandteil sein."

Update: Am Abend dementierte Böhmermann die Berichte darüber, dass die neue Sendung "ZDF Magazin Royale" heißen wird. "Die neue Sendung heißt Die Jan Böhnermann Show", schrieb er auf Twitter. Ob der Entertainer seinen Namen versehentlich falsch geschrieben hat oder die Sendung wirklich so heißen wird, erfahren wir spätestens im November.

 

19:19 Uhr

"Lächerlich": Pakistan blockiert Dating-Apps

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"Unmoralisch".

(Foto: picture alliance/dpa)

Wegen "unmoralischer" Inhalte haben die Behörden in Pakistan den Zugang zu Dating-Apps wie Tinder und Grindr blockiert. Die betroffenen Anbieter hätten es nicht geschafft, ihre Inhalte "in Einklang mit dem pakistanischen Recht" zu bringen, erklärte die Telekommunikationsbehörde. Die Sperrung solle "die negativen Effekte unmoralischer und unanständiger Inhalte" bekämpfen.

Aktivisten warfen den Behörden vor, sich als "Moralpolizei" aufzuspielen. "Wenn erwachsene Menschen sich entscheiden, eine App zu nutzen, dann ist es nicht am Staat zu diktieren, ob diese App genutzt werden darf oder nicht", sagte Schahsad Ahmad von der für ein freies Internet kämpfenden Gruppe Bytes for All der Nachrichtenagentur AFP. Die Blockade sei "total lächerlich". Die Nutzer würden garantiert Wege finden, sie zu umgehen.

18:46 Uhr

Mann zerrt Elfjährigen vor fahrendes Auto

In München hat ein Mann am helllichten Tag ein ihm unbekanntes elfjähriges Kind ohne Grund gepackt und ist gemeinsam mit ihm vor ein abbiegendes Auto gesprungen. Zum Glück konnte die Autofahrerin rechtzeitig bremsen. Der Junge blieb bis auf kleinere Abschürfungen unverletzt.

  • Bei seiner Festnahme leistete der 35-Jährige erheblichen Widerstand und verletzte einen Polizisten so stark, dass dieser nicht mehr dienstfähig war. Der Mann mit Wohnsitz in München war erst am gleichen Tag aus einem psychiatrischen Krankenhaus entlassen worden; er hatte am vergangenen Freitag in einem Obdachlosenheim missbräuchlich den Feueralarm ausgelöst und auch dort Widerstand gegen die Polizeibeamten geleistet.
  • Er sitzt inzwischen in Untersuchungshaft.
  • Der Junge und seine Begleitung - neben seinen Eltern waren noch seine jüngeren Geschwister sowie ein Freund aus Österreich mit nach München gekommen - wurden von Beamten betreut.
18:16 Uhr

UN: 450 Gefangene in Belarus gefoltert, sechs Menschen vermisst

UN-Menschenrechtsexperten werfen Behörden in Belarus Folter von Gefangenen vor. Sie hätten seit der umstrittenen Wahl am 9. August Berichte mit 450 dokumentierten Fällen von Folter und Misshandlung erhalten, berichteten sie in Genf. Von sechs Menschen fehle bis heute jede Spur.

Die Experten riefen die Behörden auf, die Gewalt umgehend zu stoppen und Polizistinnen und Polizisten, die Gefangene nach Berichten erniedrigen und schlagen, zur Rechenschaft zu ziehen. "Das Verbot von Folter ist absolut im internationalen humanitären Recht", teilten sie in Genf mit.

 

17:38 Uhr

Mädchen nach Unfall mit Kretschmann-Auto in Lebensgefahr

Nach dem Zusammenstoß eines Autos mit einem stehenden Begleitfahrzeug von Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann schwebt ein verletztes einjähriges Mädchen in Lebensgefahr. Das teilte ein Polizeisprecher mit. Ein 33 Jahre alter Mann im selben Auto wurde bei dem Unfall am Montagabend schwer, eine 29-Jährige auf dem Beifahrersitz leicht verletzt.

Das Kind hatte nach Polizeiangaben auf der Rückbank eines Wagens gesessen, der auf nasser Fahrbahn auf der Autobahn 81 nördlich von Heilbronn in das geparkte Begleitfahrzeug gerutscht war. Zuvor war Kretschmanns Dienstwagen ins Schleudern geraten, gegen die Leitplanke geprallt und dann auf dem Standstreifen zum Stehen gekommen. Danach hielten auch das Begleitfahrzeug und ein Polizeiwagen am Straßenrand.

Mehr zum Unfall lesen Sie hier.

17:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:43 Uhr

Tausende Studenten protestieren gegen Lukaschenko - Viele Festnahmen

Zum Start in das neue Studienjahr gingen in Belarus Tausende Studenten auf die Straßen, um gegen die Polizeigewalt und gefälschte Präsidentenwahl zu demonstrieren.

Dabei nahm die Polizei in Minsk wieder viele Menschen fest. Auf Videos war zu sehen, wie nicht nur Polizisten, sondern auch Unbekannte in Sturmhauben und ohne Uniform die Studenten in Fahrzeuge ohne Kennzeichen zerrten.

Am 24. Protesttag in Folge nahmen auch Arbeiter in Staatsunternehmen an Streiks teil. Wie viele Menschen die Arbeit niederlegten, ist bisher unklar.

15:24 Uhr

Knochen aus Wald lösen zehn Jahre alten Vermisstenfall

Vor zwei Wochen wurden in einem Wald in Bayern ein menschlicher Schädel und weitere Knochen entdeckt. Nun hat die Polizei den Fall aufgeklärt: Wie die Ermittler in Regensburg mitteilten, handelte es sich um die sterblichen Überreste eines vor zehn Jahren vermissten 80-jährigen Manns.

Der demenzkranke und auf Medikamente angewiesene Senior hatte im Juli 2010 während eines Urlaubsaufenthalts ein Hotel in Bad Neualbenreuth verlassen und war nicht wieder aufgetaucht. Ein DNA-Test bestätigte die Identität. Hinweise auf ein mögliches Verbrechen fand die Polizei nach eigenen Angaben bislang nicht.

14:45 Uhr

Penis-Tattoo überführt Exhibitionisten

Sein Tattoo am Penis ist einem Exhibitionisten in Oberfranken zum Verhängnis geworden.

  • Im bayerischen Hof beleidigte ein Mann die Besitzerin eines Ladens und entblößte sich vor ihr.  "Der Frau blieb somit der Anblick seines Geschlechtsteils nicht erspart, und sie erkannte bei dieser Gelegenheit ein Tattoo auf dem besten Stück des Manns, der kurz darauf die Flucht ergriff", hieß es in der Polizeimitteilung.
  • Die Beamten hatten sie schnell einen konkreten Verdacht gegen den schon amtsbekannten 46-Jährigen.
  • Einsatzkräfte fanden den Beschuldigten in einer nahen Wohnung und übernahmen danach die Aufgabe, die Indizienlage zu überprüfen. Dabei stellten sie laut Polizeiangaben eine "exakte Übereinstimmung" der Tätowierung mit der von der Frau gegebenen Beschreibung fest.
  • Gegen den Mann wird nun wegen Beleidigung und Exhibitionismus ermittelt.
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14:30 Uhr

Schichtwechsel

Friederike Zörner verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend, ich übernehme ihren Platz in der Redaktion und begleite Sie noch bis zum späten Abend durch den "Tag". Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen entspannten Nachmittag.

13:59 Uhr

Polizist betankt Privatwagen auf Staatskosten und verliert Pension

Weil er auf Kosten des Freistaats Bayern seinen Privatwagen betankt hat, verliert ein Polizeibeamter aus der Oberpfalz seine Pension. Dies entschied der Bayerische Verwaltungsgerichtshof in München nach einem jahrelangen Verfahren. Wie eine Sprecherin mitteilte, hoben die Richter in München ein milderes Urteil des Verwaltungsgerichts Regensburg auf und verhängten die disziplinarische Höchststrafe gegen den 64 Jahre alten Beamten, der seit vier Jahren im Ruhestand ist.

Der Polizist hatte bereits 2013 einen Strafbefehl über 7200 Euro erhalten, weil er in 31 Fällen mit seiner dienstlichen Tankkarte sein eigenes Auto betankt und zudem verbotene Munition in seinem Spind versteckt hatte. Zunächst sollte dem Beamten zusätzlich für fünf Jahre das Ruhestandsgehalt um ein Zehntel gekürzt wird. Dies hielt der Verwaltungsgerichtshof für nicht ausreichend und entzog dem Mann nun die Pensionsansprüche komplett.

13:35 Uhr

"Charlie Hebdo" veröffentlicht erneut Mohammed-Karikaturen

Zum Prozessbeginn gegen die Beschuldigten des Anschlags auf "Charlie Hebdo" veröffentlicht die französische Satirezeitung die umstrittenen Mohammed-Karikaturen, die 2005 heftige Kritik unter Muslimen ausgelöst hatten. "Wir werden niemals ruhen. Wir werden niemals aufgeben", schrieb Reaktionsleiter Laurent Sourisseau, alias "Riss". Am 7. Januar 2015 hatten bewaffnete Islamisten die Redaktionsräume von "Charlie Hebdo" gestürmt und zwölf Menschen erschossen. Die Mohammed-Karikaturen werden auf dem Titelbild der Mittwochsausgabe erscheinen.

  • Zu sehen sind darauf ein Dutzend Zeichnungen, die 2005 erstmals von der dänischen Tageszeitung "Jyllands-Posten" veröffentlicht und 2006 von "Charlie Hebdo" nachgedruckt wurden. Weltweit fühlten sich viele Muslime durch die Abdrucke provoziert.
  • Vor dem Pariser Schwurgericht müssen sich nun 14 Männer verantworten. Sie sollen die Brüder Chérif und Saïd Kouachi unterstützt haben, die am 7. Januar 2015 die Redaktionsräume von "Charlie Hebdo" stürmten und kaltblütig zwölf Menschen töteten.
  • Die Kouachi-Brüder selbst wurden nach einer zweitägigen Verfolgungsjagd durch Elitepolizisten aufgespürt und getötet.

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13:06 Uhr

Schwimmer will Ärmelkanal durchqueren - achtstündige Rettungsaktion

Mehr Glück als Verstand hatte ein Mann, der ohne Begleitung den Ärmelkanal durchschwimmen wollte. Mit seinem Versuch löste er eine fast achtstündige Rettungsaktion aus - und schaffte es in der Zeit gerade einmal 500 Meter weit. Er war zufällig noch vor Sonnenuntergang von einem Schiff aus gesichtet worden.

"Er war unterkühlt und erschöpft, aber ansonsten gesund", zitierten britische Medien einen Sprecher der Küstenwache. Ein Freund hatte Alarm geschlagen, als der Mann sein leichtsinniges Unterfangen angekündigt hatte. Ein Hubschrauber und Rettungsteams waren daraufhin von mittags bis abends im Einsatz. Die etwa 43 Kilometer breite Meeresenge von Dover im Südosten Englands nach Calais in Frankreich gilt als besonders gefährlich, weil sie von vielen großen Schiffen befahren wird.

12:57 Uhr
Breaking News

Wirecard-Skandal: Opposition will U-Ausschuss

Die Opposition im Bundestag will zur politischen Aufarbeitung des Wirecard-Skandals einen Untersuchungsausschuss einsetzen. Nach AfD, FDP und Linke sind nun auch die Grünen dafür, wie der Grünen-Abgeordnete Danyal Bayaz nach einer Sondersitzung des Finanzausschusses in Berlin sagte. FDP, Linke und Grüne haben zusammen die nötige Stimmenzahl für die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses und wollen gemeinsam abstimmen.

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12:25 Uhr

Kölner Oberbürgermeisterin Reker unter Polizeischutz

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Henriette Reker wird bedroht.

(Foto: picture alliance/dpa)

Im Herbst 2015 wird Henriette Reker im Kölner Oberbürgermeister-Wahlkampf von einem rechtsextremistischen Attentäter mit einem Messer in den Hals gestochen und lebensgefährlich verletzt. Die heute 63-Jährige liegt mehrere Tage im künstlichen Koma. Währenddessen wird sie am 18. Oktober zur Oberbürgermeisterin der Stadt gewählt. Sie nimmt die Wahl noch im Krankenhaus liegend an.

Knapp fünf Jahre später erhält die parteilose Politikerin Drohungen. Für Veranstaltungen im Kommunalwahlkampf bekommt Reker daher Polizeischutz. Sie sei unter anderem in sozialen Netzwerken bedroht worden, teilte ihr Wahlkampfbüro mit. "Die Einschätzung der Bedrohungslage wird nicht von uns vorgenommen, sondern die Polizei bewertet sie laufend", erläuterte eine Sprecherin.

12:12 Uhr
Breaking News

Berlin beschließt Maskenpflicht bei Demonstrationen

Nach den umstrittenen Versammlungen gegen die Corona-Maßnahmen am Wochenende hat Berlin eine Maskenpflicht bei Demonstrationen ab 100 Teilnehmern beschlossen. Die Entscheidung traf der Berliner Senat in seiner aktuellen Sitzung. Bei den Demos mit Zehntausenden Menschen waren die Abstandsregelungen vielerorts nicht eingehalten worden. Laut dem nun getroffenen Beschluss soll es aber Ausnahmen etwa für Autokorsos geben.

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12:00 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:55 Uhr

So nennt Ed Sheeran seine neugeborene Tochter

Wir sind ja bereits einige ungewöhnliche Prominachwuchs-Namen gewöhnt. Da wäre X Æ A-12, seines Zeichens Sohn von Tech-Unternehmer Elon Musk und Musikerin Grimes. Oder die Kinder von Gwen Stefani und Gavin Rossdale: Zuma Nesta Rock, Kingston James McGregor, Apollo Bowie Flynn. Oder der Sohn von US-Frontmann Bono: Elijah Bob Patricius Guggi Quincy. Oder Rosalind Arusha Arkadina Altalune Florence, Tochter von Schauspielerin Uma Thurman.

Warum sollte also Ed Sheeran bei seinem ersten Spross weniger kreativ sein? Der Sänger verkündete nun auf Instagram die Geburt seiner Tochter Lyra Antarctica Seaborn Sheeran. Die Kleine und die Mutter, Cherry Seaborn, seien wohlauf und die Familie schwebe auf Wolke sieben, so der 29-Jährige. Und angesichts so mancher anderer Namen erscheint so eine frostige Referenz gar nicht mehr so außergewöhnlich.

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11:28 Uhr

Fliegerbombe in Köln gefunden

Im Walter-Binder-Weg im Kölner Stadtteil Müngersdorf wurde eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Die Feuerwehr mahnt, das betroffene Gebiet zu meiden und den Anweisungen der Einsatzkräfte Folge zu leisten. Der Bereich sollte weiträumig umfahren werden. Bei dem Bombenblindgänger, der bei Sondierungsarbeiten gefunden wurde, handelt es sich nach Angaben der Stadt Köln um eine englische Zehn-Zentner-Bombe mit einem Langzeitzünder. Wegen des Langzeitzünders werden demnach sofort alle Gebäude rund um den Fundort evakuiert. Der endgültige Evakuierungsbereich werde noch bestimmt. Die Fliegerbombe soll schnellstmöglich unschädlich gemacht werden. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst (KBD) und das Ordnungsamt der Stadt Köln sind vor Ort.

Weitere Informationen dazu, was nach einem derartigen Bombenfund geschieht, können Sie auf der Seite der Stadt Köln nachlesen.

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11:01 Uhr

Datenschutzpanne in U-Ausschuss zu Rockeraffäre

Der Themenkomplex hat es in sich: Der Parlamentarische Untersuchungsausschuss (PUA) im Kieler Landtag befragt seit Anfang 2019 Zeugen aus Polizei, Justiz und Politik zu Vorwürfen der Aktenmanipulation, der Unterdrückung von Beweismitteln, Druck "von oben" und Mobbing gegen frühere Ermittler der sogenannten Soko Rocker. Bei der Befragung eines hochrangigen Mitarbeiters des Landeskriminalamts Schleswig-Holstein zu den Sachverhalten gab es nun eine peinliche Datenschutzpanne. Die Vernehmung des Zeugen in nicht-öffentlicher Sitzung am Montagnachmittag wurde über das Parlamentsradio ins Internet übertragen.

"Das war ein ärgerlicher technischer Fehler", sagte eine Landtagssprecherin. Demnach war nach der Landtagssitzung in der vergangenen Woche offenbar eine Tonspur offen geblieben. Der Ausschuss zur Rockeraffäre hatte am Montag ebenfalls im Plenum getagt. Mit dem Fall soll sich nun das Datenschutzgremium des Parlaments befassen. Der SPD-Obmann im Ausschuss, Kai Dolgner, sagte dem NDR, "die nicht-öffentliche Sitzung war relativ kurz und nach meiner Einschätzung flossen keinerlei Informationen, die geeignet wären, Dritte zu gefährden".

10:32 Uhr

Krokodil in hessischem Bach entdeckt

Erst die vergebliche Suche in Sachsen-Anhalt und jetzt das: Im hessischen Wetteraukreis ist ein Krokodil entdeckt worden. Das ein Meter lange Jungtier wurde in einem Bachlauf in Ortenberg gesehen. Es gehe aber keine Gefahr für Menschen von ihm aus, sagte eine Sprecherin der Polizei. Jedoch sollten Landwirte und Viehhalter in diesem Bereich ein offenes Auge haben. Auch wird empfohlen, Hunde beim Spaziergang in diesem Bereich anzuleinen. Wie das Tier in den Bach gekommen ist, ist noch unklar.

Polizei und Stadt bitten nun darum, weitere Sichtungen zu melden. Beobachter sollten das Tier bis zum Eintreffen der Ordnungsbehörde oder der Polizei mit Abstand im Auge behalten. Laut der Stadt hatte ein Bürger vergangene Woche das Tier gesehen und fotografiert. Ein zoologischer Berater habe die Echtheit des Krokodils bestätigt.

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10:05 Uhr
Breaking News

Arbeitsmarkt stabilisiert sich nach Corona-Einbruch

Der deutsche Arbeitsmarkt hat sich nach dem Einbruch durch die Corona-Krise weiter stabilisiert. Im August gab es wie schon im Juli keinen von der Krise ausgelösten Anstieg mehr, teilte die Nürnberger Bundesagentur für Arbeit (BA) mit. Wegen der Sommerpause erhöhte sich die Arbeitslosenzahl im üblichen Rahmen um 45.000 Jobsuchende auf 2,955 Millionen Arbeitslose.

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09:57 Uhr

Trump: Biden lässt sich von dunklen Kräften lenken

Donald Trump teilt erneut gegen seinen Herausforderer Joe Biden aus. In einem Interview unterstellt der amtierende US-Präsident dem Top-Demokraten, er werde von dunklen Mächten kontrolliert.

 

Wenn es nicht so ein ernstes Thema wäre, könnte man meinen, Donald Trump hat zu viel "Star Wars" geschaut. Aber dem US-Präsidenten geht es bei seiner Wortwahl ganz offensichtlich nicht um irgendwelche Jedi-Anspielungen, sondern darum, seinen politischen Gegner zu verunglimpfen und Verschwörungsmystikern Futter zu geben. In einem Interview mit dem Sender Fox News griff Trump den demokratischen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden scharf an und warf ihm vor, von dunklen Mächten kontrolliert zu werden. "Er ist ein schwacher Mensch, er war sein ganzes Leben lang schwach (...). Er sollte nicht für das Amt des Präsidenten kandidieren."

In dem Gespräch brachte Trump verschwörerische Verbindungen ins Spiel, wonach Biden und die gegenwärtige Protestbewegung von Menschen manipuliert würden, die im Verborgenen agierten. Auf die Frage, wen er damit meine, antwortete er: "Leute, von denen man noch nie gehört hat. Leute in einer dunklen Schattenwelt." Das Geld für die Proteste kommt nach Trumps Darstellung "von einigen sehr dummen reichen Leuten". Diese hätten vergangene Woche auch eine Demonstration vor dem Weißen Haus zum Ende des Republikaner-Parteitags finanziert. Im Rennen um die Präsidentschaftswahl im November liegt Trump übrigens aktuellen Umfragen zufolge hinter Biden.

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09:25 Uhr

Versuchten Staatsanwälte Breonna Taylor post mortem zu verunglimpfen?

Ihr Name steht für einen unsäglichen Polizeieinsatz, der noch immer nicht vollständig aufgeklärt wurde: Breonna Taylor. Die 26-jährige Notfallsanitäterin wurde Mitte März in Louisville im US-Bundesstaat Kentucky in ihrer eigenen Wohnung von weißen Polizisten erschossen. Die Beamten in Zivil hatten die Wohnung bei einer nächtlichen Drogenrazzia gestürmt. Taylors Freund, der mit der 26-Jährigen im Bett lag, glaubte nach eigenen Angaben an einen Überfall und eröffnete mit seiner Waffe, die er legal besaß, das Feuer. Die Afroamerikanerin selbst war unbewaffnet. Sie wurde von acht Polizei-Kugeln getroffen. Ihr gewaltsamer Tod hat landesweit für Entsetzen gesorgt und zu massiven Protesten im Zuge der "Black Lives Matter"-Bewegung geführt.

Wie das Portal "TMZ.com" berichtet, versuchten Staatsanwälte Taylor nach ihrem Tod eine Verbindung zu den Drogengeschäften ihres Ex-Freundes Jamarcus Glover anzudichten. Wegen diesen hatte es überhaupt erst einen Durchsuchungsbefehl für ihre Wohnung gegeben. Ermittler gingen davon aus, dass Glover dort Drogenpakete abgelegt haben könnte. Ihm wurde demnach angeboten, seine drohende Gefängnis- in eine Bewährungsstrafe umzuwandeln, sollte er angeben, dass Breonna Taylor ebenfalls mit Drogen handelte. Er habe das Verhandlungsangebot abgelehnt. In dem Appartement von Taylor waren weder Drogen noch Geld gefunden worden, das darauf hindeuten könnte, dass die 26-Jährige in illegale Aktivitäten verwickelt war.

Medienberichten zufolge spricht die Staatsanwaltschaft lediglich von einem "Entwurf", in dem das Angebot an Glover vorkam. Es sei nie zur Umsetzung gekommen und tauche nicht in den entsprechenden Gerichtsunterlagen auf.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:56 Uhr

Schweighöfer über Beziehung: "Wir schlagen uns tapfer"

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Kriegen das bislang wohl ganz gut hin: Matthias Schweighöfer und Ruby O. Fee.

(Foto: imago images/APress)

Im Februar 2019 machten Matthias Schweighöfer und Ruby O. Fee ihre Beziehung publik. Die beiden trennen nicht nur einige Jahre (er ist 39, sie 24). Der Schauspieler hat außerdem einen Sohn und eine Tochter mit seiner Ex-Partnerin Ani Schromm. Das kann durchaus herausfordernd sein, gestand der Mime nun. "Zwei unterschiedliche Altersgruppen und noch Kinder im Spiel, das ist spannend, aber auch cool. Wir schlagen uns tapfer." Inzwischen stellen die beiden ihre Liebe immer wieder öffentlichkeitswirksam zur Schau - das war anfangs nicht so. "Es ging vor allem darum, die Kinder zu schützen. Das war das Wichtigste. Man muss zu Beginn auch die Zeit bekommen, sich in Ruhe kennenzulernen", so Schweighöfer.

08:33 Uhr

Michael B. Jordan trauert um Chadwick Boseman

Die Nachricht vom unerwarteten Tod des Schauspielers Chadwick Boseman hat nicht nur Fans weltweit schockiert, sondern auch Kollegen des Darstellers tief getroffen. Michael B. Jordan brauchte einige Tage Zeit, um auf den Tod seines "Black Panther" Co-Stars zu reagieren. "Ich habe versucht, die richtigen Worte zu finden, doch nichts kommt auch nur annähernd an das heran, was ich empfinde", schrieb der 33-Jährige nun auf Instagram. "Ich wünschte, wir hätten mehr Zeit gehabt. In einem unserer letzten Gespräche hast du zu mir gesagt, dass wir für immer miteinander verbunden sein werden und die Wahrheit dahinter bedeutet mir nun mehr denn je." Boseman habe ihm seit Beginn seiner Karriere den Weg geebnet und ihm gezeigt, wie man ein guter, ehrenvoller Mensch wird.

"Was am meisten schmerzt, ist, dass ich erst jetzt verstehe, was für eine Legende und Held du wirklich warst." Trotz seiner schweren Krebserkrankung habe Boseman nie aufgegeben und sich stattdessen aufopferungsvoll um die Menschen gekümmert, die er "am meisten liebte". Boseman war am vergangenen Freitag im Alter von 43 Jahren an den Folgen einer Darmkrebs-Erkrankung gestorben.

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08:15 Uhr

Regenwolken richten sich im Süden ein

Der meteorologische Herbst beginnt in weiten Teilen Deutschlands so, wie man es von ihm erwartet: unbeständig und feucht. Das betrifft vor allem die Mitte und den Süden Deutschlands. Weitgehend trocken bleibt es nur in der Nordhälfte.

08:04 Uhr

15-jährige Radfahrerin wird von Bahn erfasst und stirbt

Eine 15 Jahre alte Schülerin ist mit einer Bahn zusammengestoßen und tödlich verletzt worden. Das Mädchen fuhr am Montagabend mit ihrem Fahrrad über einen Bahnübergang in Rheda-Wiedenbrück im Kreis Gütersloh. Ein vorbeifahrender Triebwagen erfasste die Fahrradfahrerin nach Angaben der Polizei frontal. Die Schülerin wurde so schwer verletzt, dass sie noch an der Unfallstelle verstarb.

Der Bahnübergang in Rheda-Wiedenbrück ist für den fließenden Verkehr durch Schranken gesichert. Der Fußgängerweg ist nicht beschrankt.

07:43 Uhr

Klingbeil warnt vor "Machtkampf in der Union"

"CDU und CSU verrennen sich gerade zunehmend in Machtfragen und parteipolitischen Interessen." SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil warnt die Union davor, das Regierungshandeln in der Corona-Krise zu vernachlässigen. "Der Machtkampf in der Union droht die politische Handlungsfähigkeit der Bundesregierung zu gefährden."

In der Union wird derzeit auf zwei Ebenen um Führung gerungen. Zuerst soll im Dezember ein neuer CDU-Chef gewählt werden - bewerben wollen sich NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz und der Außenpolitiker Norbert Röttgen. Erst danach soll der Kanzlerkandidat gekürt werden. Neben dem neuen CDU-Vorsitzenden wird dafür auch CSU-Chef Markus Söder gehandelt.

07:25 Uhr

Überlange Verfahren: Immer mehr Verdächtige aus U-Haft entlassen

Weil Strafverfahren zu lange dauern, muss die deutsche Strafjustiz immer häufiger Tatverdächtige aus der Untersuchungshaft entlassen. Im vergangenen Jahr habe es mindestens 69 solcher Fälle gegeben, berichten die Zeitungen der Funke Mediengruppe unter Berufung auf Angaben des Deutschen Richterbunds.

  • 2018 hatten die Justizverwaltungen der Bundesländer demnach 65 solcher Fälle verzeichnet, 2017 waren es 51.
  • In den vergangenen fünf Jahren seien insgesamt mehr als 250 Tatverdächtige aus der Untersuchungshaft entlassen worden, weil Gerichte gegen das Beschleunigungsgebot für Haftsachen verstoßen hätten, schreiben die Funke-Blätter.
  • Diese Zahlen machten sehr deutlich, "dass die Strafjustiz nach wie vor am Limit arbeitet", sagte der Bundesgeschäftsführer des Richterbundes, Sven Rebehn.
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07:01 Uhr

Lkw-Fahrer fährt in Stauende und stirbt

Ein Lastwagenfahrer ist auf der Autobahn 57 bei Köln in ein Stauende gefahren und tödlich verletzt worden. Der Mann wurde in der Kabine eingeklemmt und starb noch an der Unfallstelle, wie die Polizei mitteilte. Der 20-Jährige fuhr den Angaben nach am Montagabend auf einen Lastwagen auf. Der andere Fahrer blieb unverletzt.

Die Autobahn in Richtung Köln war zwischen Köln-Worringen und dem Kreuz Köln-Nord die Nacht über gesperrt. Die Bergungsarbeiten dauern voraussichtlich noch bis 8 Uhr. Die Polizei hat eine Umleitung eingerichtet und empfiehlt, den Abschnitt weiträumig zu umfahren.

06:55 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen,

US-Präsident Donald Trump sieht sich schon seit längerem mit Vorwürfen konfrontiert, er würde das Rassismus-Problem in seinem Land kleinreden. Bei einer Pressekonferenz sagte er nun - wie zum Beweis - , das Problem sei vor allem die "linksgerichtete Indoktrination" in Schulen und Universitäten. "Viele junge Amerikaner sind Lügen beigebracht worden, wonach Amerika ein böses und von Rassismus geplagtes Land sein soll."

Angesichts dieser Aussagen dürfte es auch nicht weiter verwunderlich sein, dass der 74-Jährige den weißen Schützen, der bei einem Protest gegen Rassismus in der Stadt Kenosha zwei Menschen erschossen haben soll, verteidigt. Trump suggerierte, dieser habe in Notwehr gehandelt: Die Demonstranten hätten ihn "sehr gewalttätig" angegriffen und er "wäre wohl getötet worden". Die Untersuchungen liefen noch, fügte er hinzu. Trump will die Stadt in Wisconsin heute besuchen - obwohl ihn der demokratische Gouverneur des Bundesstaats und der Bürgermeister gebeten haben, nicht zu kommen. Fragen, ob sein Besuch in Kenosha wegen der angespannten Lage nicht für weitere Unruhen sorgen könnte, verneinte Trump. Seine Visite könne vielmehr "Liebe und Respekt für unser Land steigern".

Diese Themen sind heute außerdem wichtig:

  • Unter dem Eindruck steigender Infektionszahlen wird die Bundesagentur für Arbeit um 9.55 Uhr die Arbeitslosenzahlen für August vorstellen. Experten erwarten, dass sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt nach dem Schock der Corona-Krise weiter stabilisiert hat.
  • Nach den Berliner Protesten gegen staatliche Corona-Beschränkungen nehmen die Warnungen vor einem wachsenden Einfluss von Rechtsextremen auf die Demonstrationen zu. "Seit den ersten Hygiene-Demonstrationen verfestigt sich der Einfluss rechtsextremer Gruppen auf die Corona-Protestbewegung", sagte etwa der GdP-Vizevorsitzende Jörg Radek den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Das Thema Coronavirus wird auch heute wie gewohnt in unserem Liveticker intensiv abgebildet.
  • Gewerkschaften und Arbeitgeber verhandeln in Potsdam über das Einkommen der rund 2,5 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes von Bund und Kommunen.
  • Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier legt um 11 Uhr in Berlin eine neue Konjunkturprognose vor. Der CDU-Politiker hatte bereits angedeutet, dass die "Interimsprognose" besser ausfallen könnte als bisherige Voraussagen zur wirtschaftlichen Entwicklung.
  • Bei der Gläubigerversammlung der Galeria Karstadt Kaufhof GmbH steht die Vorlage und Diskussion des Insolvenzplans, sowie die Abstimmung darüber im Mittelpunkt. Der Termin ist nicht öffentlich.
  • Ebenso nicht öffentlich ist die Fortsetzung der Sondersitzung des Finanzausschusses im Bundestag zum Komplex Wirecard. Gehört werden soll unter anderem Felix Hufeld, Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin).
  • Begleitet von Protesten gegen die Hongkong-Politik Chinas und Menschenrechtsverletzungen besucht der chinesische Außenminister Wang Yi Deutschland. Bundesaußenminister Heiko Maas wird ihn in der Villa Borsig am Rande Berlins empfangen.

Angesichts der Themenfülle mache ich mir jetzt erst einmal eine Tasse Kaffee. Vielleicht habe ich dann auch wieder "Liebe und Respekt" für das frühe Aufstehen ... Mein Name ist Friederike Zörner. Ich begleite Sie bis zum Nachmittag mit Meldungen aus aller Welt durch den "Tag". Bei Fragen und Anregungen erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]nama.de

06:42 Uhr

Forscher vermessen Weltraumschrott erstmals mit herkömmlichem Laser

Auf den ersten Blick mag diese Nachricht nicht spektakulär klingen. Doch was Schweizer Forscher nun erstmals gelungen ist, hat einen enormen Nutzen. Das Team des Astronomischen Instituts der Universität Bern konnte nach eigenen Angaben erstmals Weltraumschrott bei Tageslicht vermessen - und musste dabei keine heiklen, womöglich Flugzeuge oder Satelliten blendenden Laser einsetzen. Sie schafften dies mit sogenannten geodätischen Lasersystemen statt mit spezialisierten Raumschrott-Lasern hoher Leistung, wie Thomas Schildknecht berichtet.

Genaue Distanzmessungen bei Schrottteilen sind wichtig, um zu bestimmen, ob Weltraumobjekte wie Satelliten teure Ausweichmanöver einleiten müssen. Insgesamt seien rund 20.000 größere Raumschrott-Objekte bekannt, teilte die Universität Bern mit. Bislang seien solche Messungen jeweils nur einige Stunden nach Sonnenuntergang und vor Sonnenaufgang möglich gewesen, weil dafür eigentlich die Messstation im Schatten und das Objekt von der Sonne beleuchtet sein muss, wie Schildknecht sagte. Nun gelinge die Beobachtung durch die Kombination einer aktiven Verfolgung des Schrott-Teils mit Hilfe einer Spezialkamera und einem digitalen Echtzeit-Filter zur Erkennung der vom Objekt reflektierten Photonen.

06:25 Uhr

Trump verzögert Herausgabe seiner Steuerunterlagen

In den USA ist es üblich, dass der Präsident der Öffentlichkeit Einblick in seine Finanzen gewährt und seine Steuererklärung veröffentlicht. Der jetzige Amtsinhaber Donald Trump brach mit dieser Tradition. Er zog durch alle Instanzen, um die betreffenden Dokumente unter Verschluss zu halten. Der Streit ist nun ein Kapitel reicher.

Der Staatsanwalt Cyrus Vance hatte bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Mazars LLP die Steuererklärungen für acht Jahre im Zusammenhang mit einer strafrechtlichen Untersuchung der Geschäftspraktiken des Präsidenten eingefordert und per Gerichtsentscheid die Herausgabe erwirkt. Trump legte dagegen nun Berufung ein. Er forderte das Bundesberufungsgericht auf, die Dokumente nicht an Vance zu übergeben. Falls erforderlich, werde er den Obersten Gerichtshof bitten einzugreifen, erklärte Trump. Durch seine Gegenwehr ist unwahrscheinlich, dass die Steuererklärungen vor den Präsidentschaftswahlen am 3. November veröffentlicht werden. Vance sagte, der fortgesetzte Rechtsstreit habe Trump effektiv eine "vorübergehende absolute Immunität" verliehen, die die Gerichte in den Vorinstanzen immer abgelehnt hätten.

06:08 Uhr

Wieder ein Rennen? Zwei Autos kollidieren in Berlin

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Bei dem Unfall wurde der Wagen von der Seite getroffen und landete auf dem Dach.

(Foto: picture alliance/dpa)

Bei der Kollision zweier Autos in der Berliner Innenstadt sind am Montagabend zwei Menschen schwer verletzt worden. Es handele sich um die Insassen eines Wagens, der sich überschlagen habe, teilte die Polizei mit. Medienberichten zufolge könnte ein illegales Rennen mehrerer Autos stattgefunden haben. Zwei Zeugen des Unfalls erlitten laut Polizei leichte Verletzungen. Die Menschen aus dem zweiten Fahrzeug blieben unverletzt.

Wie viele Autos insgesamt beteiligt waren, ist bislang unklar; ebenso die Ursache für den Unfall am Kurfürstendamm Ecke Cicerostraße im Stadtteil Charlottenburg-Wilmersdorf. "Bild"-Zeitung und "B.Z." berichteten, es habe sich nach Angaben von Zeugen um ein illegales Rennen mit drei beteiligten Wagen gehandelt. Die anderen zwei Autos seien geflüchtet.

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05:53 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht