Dienstag, 15. Oktober 2019Der Tag

mit Juliane Kipper
22:29 Uhr

Das war Dienstag, der 15.Oktober 2019

Liebe Leserinnen und Leser,

eigentlich wollte die CSU mit der Maut triumphieren - doch inzwischen geht es nur noch um Schadensbegrenzung. Dem zuständigen Minister stehen nun monatelange Untersuchungen mit politischen Risiken bevor. Für Verkehrsminister Andreas Scheuer nimmt der Ärger um die Pkw-Maut so bald kein Ende - ganz im Gegenteil. Nach dem krachenden Scheitern des Prestigeprojekts am Europäischen Gerichtshof (EuGH) wird es für den Verkehrsminister jetzt gleich an zwei Fronten ungemütlich: Die Oppositionsfraktionen von Grünen, Linken und FDP stellten die Weichen für einen Untersuchungsausschuss im Bundestag. Und erwartet wird außerdem, dass die gekündigten Maut-Betreiber bald noch millionenschwere Forderungen an den Bund auf den Tisch legen.

Außerdem waren heute noch diese Themen wichtig:

Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend und wenn Sie mögen: Bis morgen!

22:05 Uhr

Jennifer Anistons Debüt-Selfie begeistert Fans auf Instagram

*Datenschutz

Jennifer Aniston ist jetzt auch auf Instagram und begeistert gleich mit ihrem ersten Post Millionen Fans. "Und jetzt sind wir auch Instagram-Friends", schreibt die Schauspielerin zu einem Selfie, welches sie mit Kollegen aus der früheren Erfolgs-Sitcom "Friends" zeigt, darunter Lisa Kudrow, Courteney Cox und David Schwimmer. In wenigen Stunden erhielt der Beitrag knapp drei Millionen Likes.

Freunde gratulierten Aniston zu ihrem eigenen Instagramaccount. "Endlich", mit vier roten Herz-Emojis versehen, kommentierte die Schauspielerin Olivia Wilde den Neuzugang. Anistons Ex-Ehemann Justin Theroux hieß sie mit einem "Juchhu!" willkommen.

Die Schauspielerin folgt mehr als 80 Accounts, darunter Kollegen wie Leonardo DiCaprio, Julia Roberts, Nicole Kidman, Gwyneth Paltrow und auch Theroux, von dem sie sich Anfang 2018 nach zweieinhalb Jahren Ehe trennte.

21:27 Uhr

Deutscher bei Raubüberfall in Tunis gestorben

Ein Deutscher ist bei einem gewaltsamen Raubüberfall in Tunesiens Hauptstadt Tunis getötet worden. Der Mann sei am Sonntag im Ortsteil Sidi Bechir im Stadtzentrum mit Verletzungen gefunden worden, teilte das tunesische Innenministerium mit. Zeugen hätten beobachtet, wie er sich mit einer Gruppe Männer stritt. Einige von ihnen seien festgenommen worden.

  • Aus dem Auswärtigen Amt in Berlin hieß es, die deutsche Botschaft bemühe sich im Kontakt mit den örtlichen Behörden um Aufklärung des Falls. Woher genau in Deutschland der Getötete kam, teilten tunesisches Innenministerium und deutsches Außenministerium nicht mit.
  • Am Montag war ein französischer Tourist bei einer Messerattacke im tunesischen Bizerte getötet worden. Der Tourist und ein Soldat wurden dem Innenministerium zufolge angegriffen, als sie eine Badeanstalt verließen. Der Soldat wurde dabei verwundet. Der mutmaßliche Angreifer wurde am Dienstag festgenommen.
  • In einem dritten Fall wurde eine aus Italien stammende Frau tot in einem Badezimmer in Bizerte aufgefunden. Gegen ihren Ehemann werde ermittelt, hieß es aus dem Innenministerium. Dessen Sprecher Khaled Hayoun bestritt einen Zusammenhang zwischen den drei Taten.

Unklar war zunächst, ob einer oder mehrere der Angriffe einen terroristischen Hintergrund haben. In Tunesien kommt es immer wieder zu islamistischen Angriffen auf Sicherheitskräfte. Vor zwei Jahren waren im tunesischen Nabeul zwei deutsche Urlauberinnen bei einer Messerattacke verletzt worden. Die Behörden stuften den Fall aber nicht als terroristisch ein.

20:21 Uhr

Felicity Huffman geht für zwei Wochen ins Gefängnis

Die Schauspielerin Felicity Huffman die wegen Betrugs in einem Hochschul-Bestechungsskandal für zwei Wochen ins Gefängnis muss, hat ihre Haftstrafe angetreten. Die 56-jährige habe sich am Morgen in einer Haftanstalt im nordkalifornischen Dublin eingefunden, teilte der Sprecher der Schauspielerin US-Medien mit. Nach ihrer Entlassung werde Huffman die weiteren Auflagen erfüllen, darunter 250 Stunden gemeinnützige Arbeit, zitierten die Branchenblätter "Variety" und "Hollywood Reporter" aus der Mitteilung.

Ein Gericht in Boston hatte Mitte September das Urteil gegen Huffman verhängt. Die Schauspielerin hatte sich im Mai schuldig bekannt, 15 000 Dollar (etwa 14 000 Euro) Schmiergeld gezahlt zu haben, damit Antworten ihrer ältesten Tochter bei einer Aufnahmeprüfung nachträglich aufgebessert wurden.

19:40 Uhr

Netanjahu setzt sich für mutmaßliche Drogenschmugglerin ein

Vor rund einem halben Jahr nehmen russische Behörden laut Medienberichten eine Israelin am Flughafen Moskau mit 9,6 Gramm Marihuana im Gepäck fest. Sie habe sich auf der Durchreise von Indien nach Israel befunden und besitze auch einen amerikanischen Pass. Die laut "Haaretz" 25-Jährige war am Freitag wegen Drogenschmuggels zu 7,5 Jahren Haft verurteilt worden. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat nach Angaben seines Büros Russlands Präsident Wladimir Putin jetzt um ihre Begnadigung gebeten.

Netanjahu habe auch im Namen von Präsident Reuven Rivlin darum gebeten, dass die junge Frau nach Israel zurückkehren dürfe, teilte sein Büro mit. Israelische Medien hatten vergangene Woche berichtet, Russland habe die junge Frau gegen einen russischen mutmaßlichen Hacker austauschen wollen, den Israel an die USA ausliefern will. Israel habe dies abgelehnt. Nach israelischen Medienberichten hatte Israel 2015 den russischen mutmaßlichen Hacker festgenommen. Dieser wurde mit internationalem Haftbefehl gesucht und soll nun in die USA ausgeliefert werden.

19:06 Uhr

Bund will Nahverkehr mit 1,2 Milliarden Euro bezuschussen

Die Förderung des Nahverkehrs ist ein Teil des sogenannten Klimapakets der Bundesregierung. Der Staat hatte darin angekündigt, Alternativen zum Fliegen und Fahren mit Verbrennungsmotor attraktiver zu machen. Die Bundesregierung will den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs stärker fördern als bisher geplant. Insgesamt seien 1,2 Milliarden Euro bis zum Jahr 2023 geplant, hieß es aus dem Bundesfinanzministerium.

  • Das Ministerium plant demnach, die sogenannten Regionalisierungsmittel aufzustocken, die schwerpunktmäßig den Betrieb von Regional- und S-Bahnen finanzieren, teils aber auch für den Betrieb öffentlicher Busse verwendet werden.
  • Die Mittel sollen laut einem Spiegel-Bericht 2020 um 150 Millionen Euro erhöht werden, 2021 und 2022 je noch einmal um 300 Millionen Euro.
  • 2023 sollen sogar 450 Millionen Euro zusätzlich mobilisiert werden. Die Erhöhung des Finanzvolumens erfolge ergänzend zu anderen geplanten Anhebungen.
  • Schon im derzeit geltenden Regionalisierungsgesetz ist vorgesehen, dass das jährliche Finanzvolumen von aktuell rund 8,6 Milliarden Euro bis einschließlich 2031 um jeweils 1,8 Prozent des Vorjahreswertes angehoben wird.
18:27 Uhr

Hochentzündliches Gift legt A29 lahm

Ein gefährliches Gift ist beim Unfall eines Gefahrguttransporters auf der Autobahn 29 in Niedersachsen ausgetreten. Nach Polizeiangaben war der giftige und hochentzündliche Stoff Isocyanat ausgetreten. Die Umgebung wurde gesperrt und eine Sicherheitszone eingerichtet. Die Behörden hatten am Nachmittag die Bevölkerung aufgerufen, im Umkreis von 1000 Metern Fenster und Türen geschlossen zu halten. Menschen, die mit dem Gefahrgut in Berührung gekommen seien, sollten die Kleidung wechseln, in einem verschlossenen Behälter verpacken und einen Arzt aufsuchen. 

Ein Gefahrguttransporter hatte am Mittag bei Wardenburg in Fahrtrichtung Oldenburg die Mittelleitplanke durchbrochen, war auf der Gegenfahrbahn umgekippt und auf der Seite liegen geblieben. Der Lastwagenfahrer wurde bei dem Unfall schwer verletzt. Es seien aber theoretisch auch alle Autofahrer oder Helfer in der Nähe der Unfallstelle wegen möglicher Kontakte mit dem Gift als Verletzte anzunehmen, sagte ein Polizeisprecher. Die Polizei riet Autofahrern, die Autobahnen 1 und 28 zu nutzen und das Gebiet weiträumig zu umfahren, weil auch die Nebenstraßen überlastet seien.

18:09 Uhr
Breaking News

U-Ausschuss soll Scheuers Vorgehen bei Pkw-Maut durchleuchten

Schon seit Wochen hagelt es Vorwürfe gegen Verkehrsminister Andreas Scheuer wegen der gescheiterten Pkw-Maut. Jetzt machen die Kritiker ihre Drohung wahr und wollen eine "umfassende Aufklärung" im Parlament angehen. Die Oppositionsfraktionen von Grünen, Linken und FDP brachten mit der erforderlichen Zahl an Abgeordneten einen Einsetzungs-Antrag auf den Weg, wie es aus den Fraktionen hieß. Für einen Untersuchungsausschuss nötig ist ein Viertel aller Parlamentarier.

Das Gremium soll die Maut-Vorbereitungen seit dem Start der vorherigen großen Koalition Ende 2013 überprüfen. Damit rückt auch der Ex-Minister und jetzige CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt ins Visier. Die Opposition warnt vor Millionenschäden. Scheuer wies Vorwürfe zurück.

Mehr dazu lesen Sie hier

17:16 Uhr

Ex-Thomas-Cook-Chef will Boni nur ungern zurückgeben

Der ehemalige Chef des bankrotten britischen Reisekonzerns Thomas Cook, Peter Fankhauser, will seine 2017 erhaltene Bonuszahlung von einer halben Million Pfund (577.000 Euro) offenbar nur ungern zurückgeben. Vor Abgeordneten des britischen Parlaments sagte Fankhauser trotz mehrfacher Nachfragen, er werde sich heute nicht festlegen. "Ich werde überlegen, was richtig ist." Die Bonuszahlung für 2018 hat Fankhauser nicht erhalten.

  • Fankhauser entschuldigte sich erneut für die Pleite und für die Folgen, die dieses Versagen für Kunden, Geschäftspartner und Mitarbeiter hat.
  • Der ehemalige Unternehmenschef stand einem Ausschuss des Parlaments mehr als zwei Stunden lang Rede und Antwort.
  • Er weigerte sich, die alleinige Verantwortung für den Unternehmenszusammenbruch zu übernehmen.
  • Zahlreiche Akteure hätten an der Rettung gearbeitet, die letztlich nicht gelungen sei, sagte er.
  • Fankhauser gab zu, dass Thomas Cook sich nicht schnell genug an die Veränderungen durch das Internet angepasst habe. Er führte den riesigen Schuldenberg an, der das Unternehmen manövrierunfähig gemacht habe.   
16:42 Uhr

Til Schweiger eröffnet weiteres Hotel

Schon vor zwei Jahren eröffnet der Schauspieler und Regisseur Til Schweiger sein erstes Hotel in Timmendorfer Strand bei Lübeck. Jetzt kommt eine Lodge in Südafrika in der Nähe des Addo Elephant Parks nordöstlich der Stadt Port Elizabeth hinzu. Es sei seit Wochenbeginn in Betrieb, sagte eine Sprecherin des Hamburgers.

Die Barefoot-Lodge mit zehn Suiten, Restaurant, Lounge-Bereich, Bar und Außenpool ist den Angaben zufolge von Schweiger selbst designt worden. In dem Restaurant werde es für die Region typisches Essen geben.

16:00 Uhr

Wohl ältester Deutscher feiert 114. Geburtstag

125588733.jpg

Gerneth ist gelernter Maschinist und wurde am 15. Oktober 1905 in Stettin geboren, dem heutigen polnischen Szczecin.

(Foto: picture alliance/dpa)

Als Gustav Gerneth geboren wurde, hatte Deutschland einen Kaiser und Robert Koch erhielt den Nobelpreis für seine Tuberkulose-Forschung. 114 Jahre später sitzt der Senior mit Enkeln und Urenkeln beim Frankfurter Kranz zusammen.

Bürgermeister Bernd Poloski besuchte den wohl ältesten Mann Deutschlands zu Hause und sagte anschließend: "Er isst nach wie vor gern Süßigkeiten." Entsprechend brachte das Stadtoberhaupt neben Grüßen des Ministerpräsidenten und des Landrats sowie einem großen Blumenstrauß einen Präsentkorb mit Gerneths Lieblingssüßigkeiten mit. Wie in den Vorjahren habe der nun 114-Jährige im kleinen Kreis gefeiert. Über Gerneth sagte Poloski: "Er ist nach wie vor interessiert, insbesondere an Fußball." Sie hätten sich unter anderem über Bayern München unterhalten.

15:21 Uhr

Kirche will sich bei Notre-Dame-Restaurierung nicht reinreden lassen

Nach der Brandkatastrophe von Notre-Dame im April wurde über mögliche moderne Änderungen der Architektur debattiert. Sogar ein begrüntes Dach oder ein neuer Turm aus Laserstrahlen waren zeitweise im Gespräch. Staatschef Emmanuel Macron kündigte einen internationalen Wettbewerb an, bei dem ein "zeitgenössisches architektonisches Statement" für den beim Brand zerstörten Spitzturm entwickelt werden könnte.

Sechs Monate nach dem verheerenden Brand mahnt die katholische Kirche jetzt in Paris zur Vorsicht bei der Restaurierung der weltberühmten Kathedrale. Die Kirche sollte um ihre Zustimmung bei Änderungen der Architektur gebeten werden, sagte Monseigneur Benoist de Sinety von der Erzdiözese Paris. Es gehe darum, das Wesen und die Geschichte der Kathedrale zu bewahren, erklärte de Sinety. Es bedürfe großer Demut, um an einem Gebäude wie Notre-Dame zu arbeiten, sagte der Geistliche.

Frankreichs Kulturminister Franck Riester versprach, dass sowohl die Kirche als auch die Stadtverwaltung bei der Gestaltung Notre-Dames mitreden würden - letztendlich entscheide als Eigentümer jedoch der Staat. Der Kirche als offiziellen Nutzer des Gebäudes komme eine wichtige Rolle zu. Sie habe Mitspracherecht, betonte Riester. Die bereits gezahlten und angekündigten Spenden für den Wiederaufbau Notre-Dames beliefen sich Riester zufolge derzeit insgesamt auf rund 922 Millionen Euro. Davon seien rund 104 Millionen Euro bereits gezahlt worden.

14:55 Uhr

Aiwanger plädiert auf Recht Messer tragen zu dürfen

*Datenschutz

Bislang ist das Mitführen von feststehenden Messern mit einer Klingenlänge von zwölf Zentimetern erlaubt. Messerverbote haben bereits die Innenminister Bremens und Niedersachsens dem Bundesrat vorgeschlagen: Generell sollen demnach Klingenlängen über sechs Zentimetern in der Öffentlichkeit verboten werden.

Bayerns Vize-Ministerpräsident Hubert Aiwanger hält davon anscheinend wenig. "Ich bin überzeugt, Bayern und Deutschland wären sicherer, wenn jeder anständige Mann und jede anständige Frau ein Messer in der Tasche haben dürfte und wir würden die Schwerkriminellen einsperren. Das wäre der richtige Weg", erklärte er am Wochenende öffentlich bei den Internationalen Jagd- und Schützentagen auf Schloss Grünau bei Neuburg an der Donau. Wen genau er mit "anständigen Leuten" meinte, klärte er auch gleich: "Leute mit mehreren Straftaten und Körperverletzungsdelikten" sollten sich nicht mehr frei in Deutschland bewegen dürfen.

Aiwanger erklärte auf Nachfrage, die Interpretation, er habe zur Selbstbewaffnung aufgerufen, sei "böswillig absichtlich fehlinterpretiert". Es gehe schlichtweg darum, dass er gegen weitere Verschärfungen des ohnehin strengen deutschen Waffenrechts sei, "was vor allem legale Waffenbesitzer treffen würde, zum Beispiel Schützenvereine und Trachtengruppen".

Mehr zum Thema lesen Sie hier

14:23 Uhr

Schichtwechsel

Mein Kollege hat sich für heute in den Feierabend verabschiedet. Ich übernehme an dieser Stelle in der Redaktion und versorge Sie bis in den späten Abend mit den kleinen und großen Nachrichten aus aller Welt. Mein Name ist Juliane Kipper. Haben Sie Fragen oder Anregungen? Sie erreichen mich unter: juliane.kipper@nama.de

14:07 Uhr

AfD-Politiker empört mit Äußerung zu Terror in Halle

Der AfD-Landtagsabgeordnete und Leipziger Stadtrat Roland Ulbrich sorgt mit Äußerungen zum Terroranschlag in Halle für Empörung. "Was ist schlimmer, eine beschädigte Synagogentür oder zwei getötete Deutsche?", fragte er auf seiner Facebook-Seite am Tag nach dem Terroranschlag.

  • Der Täter gestand am Freitag die Bluttat und bestätigte ein rechtsextremistisches, antisemitisches Motiv. Ulbrich hingegen stellt infrage, dass der Attentäter Rechtsextremist ist. "Er könnte auch ein Psychopath sein. Warum schießt ein Rechtsextremist auf 'Volksgenossen'?", sagte er der dpa heute.
  • Die Welle der Empörung, die sein Facebook-Beitrag ausgelöst hatte, habe ihn überrascht. Der Linken-Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende der Linksfraktion im Leipziger Stadtrat, Sören Pellmann, kritisierte: "Ulbrich ist in wenigen Worten gelungen, die Gedankenwelt der AfD zu entlarven. Gleichzeitig verhöhnt er damit die über 50 potenziellen jüdischen Opfer in der Synagoge, die nur durch Glück das Attentat unversehrt überleben konnten", teilte er mit.
  • Auch Grünen-Stadtrat Jürgen Kasek schrieb auf seinem Blog: "In all diesen Äußerungen schimmert der Geist des Nationalsozialismus durch."
13:52 Uhr

Familie lebt jahrelang isoliert in Keller

In den Niederlanden hat die Polizei auf einem abgelegenen Bauernhof im Osten des Landes eine Familie entdeckt, die dort bereits Jahre isoliert in einem Keller gelebt haben soll. Dabei soll es sich offenbar um einen 58-Jährigen und seine sechs nun erwachsenen Kinder handeln. Der Familienvater wurde vorläufig festgenommen.

  • Der Wirt einer nahe gelegen Kneipe in der Gemeinde Ruinerwold hatte die Polizei alarmiert, nachdem sich ein verwirrter junger Mann bei ihm gemeldet hatte. Der 25-Jährige habe gesagt, dass er neun Jahre lang nicht draußen gewesen sei, erzählte der Wirt dem TV-Sender RTV Drenthe. "Er sagte, dass er weggelaufen war und Hilfe brauchte."
  • Die Polizei war daraufhin zu dem Bauernhof gefahren und hatte dort sechs Personen vorgefunden. "Sie werden nun versorgt", teilte die Polizei mit.
  • Über die genauen Lebensumstände und den Gesundheitszustand machte die Polizei bislang keine Angaben. Die Untersuchungen seien noch in vollem Gange. "Alle Szenarien sind noch offen", sagte ein Sprecher.
13:24 Uhr

Merkel fordert erneut Ende der Syrien-Offensive

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die Türkei erneut dazu aufgerufen, die Militäroffensive in Nordsyrien zu beenden. Sie bringe "erkennbar sehr viel menschliches Leid mit sich" und führe mit Blick auf die Terrororganisation Islamischer Staat zu neuer Unsicherheit, sagte Merkel nach einem Treffen mit der norwegischen Regierungschefin Erna Solberg in Berlin zur Begründung.

Merkel zeigte sich zufrieden mit der scharfen Verurteilung der Offensive durch alle 28 EU-Staaten beim Außenministertreffen in Luxemburg am Montag. "Ich freue mich auch, dass es da eine Einigkeit gab", sagte sie.

Auch in der Nato, zu der die Türkei gehört, müsse das Thema besprochen werden, betonte die Kanzlerin. Zu möglichen Konsequenzen innerhalb des Bündnisses äußerte sich Merkel allerdings nicht.

12:57 Uhr

Achtjähriger baut Autounfall

Ein Achtjähriger und sein fünf Jahre alter Bruder haben in Nordrhein-Westfalen den Wagen ihrer Eltern genommen und einen Unfall gebaut.

  • Verletzt wurde niemand. Das Auto wurde allerdings so stark beschädigt, dass es abgeschleppt werden musste.
  • Gestern gegen 23.30 Uhr riefen Zeugen die Polizei zu dem Unfall in Hagen. Der Achtjährige soll am Steuer und der Fünfjährige auf dem Beifahrersitz gesessen haben.
  • Die Brüder schafften es, wenige Meter über die Straße zu fahren und in die nächste Straße abzubiegen. "Dort kollidierte der Wagen mit einem geparkten Anhänger, der wiederum in ein weiteres geparktes Auto geschoben wurde", so die Polizei.
  • Die Eltern erklärten, dass die Kinder sich unbemerkt rausgeschlichen hätten. Die Polizei erstattete Anzeige gegen sie wegen Verletzung ihrer Aufsichtspflicht.
12:15 Uhr

US-Polizist erschießt Frau in ihrem eignen Haus

125587640.jpg

In diesem Haus in Fort Worth hat ein weißer Polizist eine 28-jährige Afroamerikanerin erschossen.

(Foto: picture alliance/dpa)

In der Stadt Fort Worth im US-Staat Texas soll ein Polizist eine 28-jährige Afroamerikanerin in ihrem eigenen Haus erschossen haben. Er wurde bereits am Montag festgenommen und muss sich nun wegen Mordes vor Gericht verantworrten.

  • Die Polizei veröffentlichte Aufzeichnungen der Körperkamera des weißen Polizisten. Sie zeigen, wie der Mann im Garten stehend eine Taschenlampe gegen das Bettzimmerfenster hält und ruft: "Hände hoch! Zeigen Sie mir Ihre Hände!" Unmittelbar darauf feuert er einen Schuss ab.
  • Es gebe keine Zweifel daran, dass der Beamte unangemessen gehandelt habe, erklärte der Interims-Polizeichef der Stadt, Ed Kraus.
  • Der Polizist habe am Montag gekündigt und sei damit einer Entlassung zuvorgekommen. Eine zusätzliche interne Untersuchung soll weitere Erkenntnisse über die Hintergründe der Tat bringen.
11:52 Uhr

Dänisches Parlament versinkt in kollektivem Lachanfall

Die dänische Regierung hat ein Herz für Dickhäuter. Um vier Zirkus-Elefanten einen glücklicheren Lebensabend zu ermöglichen, werden sie kurzerhand abgekauft. Als Ministerpräsidentin Frederiksen dem Parlament davon erzählt, bricht das Haus in schallendes Gelächter aus.

 

11:41 Uhr

Dutzende weitere Flüge in Barcelona gestrichen

Nach den massiven Protesten gegen die harten Gerichtsurteile für katalanische Separatistenführer ist der Flugverkehr auf dem Flughafen Barcelona immer noch beeinträchtigt.

Nachdem bereits am Vortag zahlreiche Verbindungen gestrichen werden mussten, wurden im Zuge der Aktionen auch heute mindestens 45 Flüge gecancelt. Dutzende weitere Flugzeuge konnten nur mit Verspätung starten.

10:35 Uhr

Aktivisten: Kurden erobern Grenzstadt Ras al-Ain zurück

Die Kurdenmilizen haben in Nordsyrien einen Gegenangriff auf türkische Truppen begonnen und laut Aktivisten die strategisch wichtige Grenzstadt Ras al-Ain zurückerobert.

  • Kämpfer der Syrischen Demokratischen Kräfte hätten den Ort nach schweren Gefechten eingenommen, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.
  • Türkische Truppen hatten den Ort mit Unterstützung von Rebellen der syrischen Nationalarmee zwei Tage zuvor unter ihre Kontrolle gebracht.
  • Kurdische Quellen bestätigten den Gegenangriff und die Eroberung von Ras al-Ain. Die Kurdenmilizen hätten auch das nahe gelegene Dorf Tall Halaf am Stadtrand von Ras al-Ain eingenommen.
Mehr dazu lesen Sie hier.
10:11 Uhr

Großbritannien legt offenbar neue Brexit-Vorschläge vor

Im Streit um den Brexit legt Großbritannien Berichten zufolge der EU neue Vorschläge vor. Dabei geht es um die irische Grenzfrage, berichteten der irische Sender RTÉ und die britische BBC. Zuvor hatte der britische Premierminister Boris Johnson laut RTÉ in der Nacht eineinhalb Stunden lang mit Vertretern der nordirisch-protestantischen DUP gesprochen. Eine Regierungssprecherin in London wollte sich dazu auf Anfrage der dpa zunächst nicht äußern. 

09:43 Uhr

Sohn soll Mutter in Brunnen ertränkt haben

121753822.jpg

Die Leiche der Frau wurde bereits Ende Juni gefunden.

(Foto: picture alliance/dpa)

Im Münsterland soll ein Mann seine 79 Jahre alte Mutter in einem Brunnenschacht ertränkt haben. Offenbar aus Habgier - die Frau wollte Großteile ihres Grundbesitzes verkaufen.

  • Die Tat ereignete sich bereits Ende Juni, der 55-Jährige wurde heute Nacht festgenommen.
  • Der Mann soll seine Mutter zunächst angegriffen haben. Die wehrlose Frau soll er dann an einem Gurt in den Brunnen herabgelassen haben, wo sie ertrunken ist.
  • Der Sohn soll seine Pläne, das Anwesen der Mutter geschäftlich für eigene Zwecke zu nutzen, durch deren Verkaufspläne in Gefahr gesehen haben. Der leitende Mordermittler Joachim Poll erklärte, "durch den plötzlichen Tod seiner Mutter soll er versucht haben, seine finanzielle Situation zu retten".
09:11 Uhr

Vierfachmörder fährt mit Leiche zur Polizei

Im US-Staat Kalifornien hat ein Mann vier Menschen getötet. Dann packte er eine der Leichen ins Auto und fuhr damit zur Polizei.

Der Mann sei auf einer Polizeidienststelle in Mt. Shasta nördlich von San Francisco erschienen und habe den Beamten dort erzählt, er habe vier Menschen getötet, berichtete der Sender CNN. Eine der Leichen habe er im Auto mitgebracht, die drei anderen Toten seien in seiner Wohnung im etwa 300 Kilometer entfernten Roseville bei Sacramento.

Der Mann und die Opfer kannten sich offenbar. Über ein mögliches Tatmotiv ist noch nichts bekannt.

08:45 Uhr

Bombendrohung im Kölner Rathaus

64366703.jpg

Das Rathaus soll in einer Stunde angeblich in die Luft fliegen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Im Kölner Rathaus ist am Morgen eine Bombendrohung eingegangen. Das berichtet der "Express".

  • Die Bombe befinde sich in einem dunklen Sportrucksack in der Nähe des Haupteingangs, heißt es in dem Drohschreiben. „Wenn Sie diesen sehen, schütteln oder heben Sie ihn nicht vom Boden auf“, zitiert die Zeitung aus dem Brief.
  • Der Rucksack sei mit dem Plastiksprengstoff Acetonperoxid gefüllt, dieser werde sich gegen 9.45 Uhr durch einen chemischen Zeitzünder selbstständig aktivieren und dabei das halbe Rathaus samt den Mitarbeitern mit in die Luft reißen.
  • Unterzeichnet ist die Drohung von der „Cyber Reichswehr“.
Mehr dazu lesen Sie hier.
07:36 Uhr

SEK überwältigt bewaffneten Mann auf A10-Rastplatz

Spezialeinsatzkräfte der Polizei haben am Rastplatz Michendorf Süd an der Autobahn A10 bei Berlin einen bewaffneten Mann überwältigt. Dabei kam es zum Schusswaffengebrauch durch die Polizisten, teilten die Beamten mit. Der Mann wurde verletzt und kam in ein Krankenhaus.

Wegen des Polizeieinsatzes war die Autobahn über mehrere Stunden in beide Fahrtrichtungen gesperrt. Auf den umliegenden Straßen kam es zu langen Staus.

*Datenschutz

Mehr dazu lesen Sie hier.
07:08 Uhr

Asylbewerber attackiert Betreuer und ersticht Bauern

In Wullowitz im österreichisch-tschechischen Grenzgebiet soll ein 33-Jähriger einen 32 Jahre alten Betreuer in einem Heim für Asylbewerber mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt haben. Auf der Flucht soll er auf einem nahe gelegenen Bauernhof den 63-jährigen Besitzer getötet haben, ehe er anschließend mit dessen Auto flüchtete.

Nach Medienberichten wurde der mutmaßliche Täter später weiter südlich in Linz gefasst

Der Mann aus Afghanistan soll am Morgen vernommen werden. Zum Tatmotiv konnten daher noch keine Angaben gemacht werden.

06:55 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser! Herzlich willkommen im "Tag"! Schauen wir schon mal, was heute auf der Agenda steht - außer das schöne Wetter zu genießen.

  • Die 27 bleibenden EU-Staaten beraten in Luxemburg über die Chancen für eine Brexit-Einigung mit Großbritannien. Es geht um die Frage, ob beim EU-Gipfel am Donnerstag eine Vereinbarung über einen geregelten Austritt Großbritanniens am 31. Oktober gelingen kann. Andernfalls könnte erneut eine Fristverlängerung anstehen.
  • Die Oppositionsfraktionen FDP, Grüne und Linke wollen heute einen Untersuchungsausschuss im Bundestag zur gescheiterten Pkw-Maut auf den Weg bringen.
  • In Frankfurt wird am Abend die Buchmesse eröffnet. Die weltgrößte Bücherschau steht in den ersten drei Tagen nur Fachbesuchern offen, am Wochenende sind dann alle Bücherfreunde willkommen. Zum Auftakt hat sich die frischernannte polnische Literaturnobelpreisträgerin Olga Tokarczuk angekündigt. Gastland in diesem Jahr ist Norwegen.

Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich versorge Sie in der ersten Tageshälfte mit den neuesten Nachrichten aus der ganzen Welt. Ich wünsche Ihnen einen guten Start in den Tag!

06:54 Uhr

Der Tag, an dem der Mensch erstmals in die Luft abhob

1783.jpg

Wussten Sie, dass … einem 29-jährigen Franzosen heute vor 236 Jahren ein Meilenstein in der Luftfahrtgeschichte gelungen ist? Am 15. Oktober 1783 hob im französischen Versailles eine Montgolfière ab - mit an Bord: Jean-François Pilâtre de Rozier. Der Aufstieg dieses Heißluftballons gilt als erste bemannte Luftfahrt der Menschheitsgeschichte.

imago93117354h.jpg

Allzu hoch hinaus kam de Rozier vorerst nicht, aber immerhin 26 Meter.

(Foto: imago images / Photo12)

Neugierig geworden? Dann lesen Sie hier mehr dazu.

Das passierte außerdem am 15. Oktober:

  • Vor 56 Jahren tritt der erste deutsche Bundeskanzler Konrad Adenauer nach 14-jähriger Amtszeit zurück.
  • Vor 63 Jahren wird die 20-jährige Lehrerin Petra Schürmann als erste Deutsche zur "Miss World" gekürt.
  • Vor 79 Jahren feiert der Film "Der Große Diktator" von und mit Charlie Chaplin in den USA Premiere.

Wir gratulieren …

  • imago43148419h.jpg

    Erlebt hin und wieder auch angenehme Tage in München: Geburtstagskind Niko Kovac.

    (Foto: imago images/Sven Simon)

    Niko Kovac, meisterlicher Fußball-Trainer in Diensten des FC Bayern, zum 48. Geburtstag.
  • Mesut Özil, weltmeisterlicher Fußballer und Politik-Fan, zum 31. Geburtstag.
  • Sarah Ferguson, Skandal-Herzogin, Kinderbuchautorin und Ex-Gattin des britischen Prinzen Andrew, zum 60. Geburtstag.
  • Chris de Burgh, irischer Barde mit Welterfolgen wie "Lady in Red", zum 71. Geburtstag.
Riekes-Rücks-Logo.jpg

Redakteur Christoph Rieke wirft in "Riekes Rückspiegel" täglich einen Blick in die Vergangenheit.

06:24 Uhr

Oktober bleibt nur noch kurz golden

Mit Frühwerten, die häufig zwischen 11 und 19 Grad liegen, beginnt auch der heutige Tag wieder sehr mild. Noch wärmer startet der Tag am Nordrand des Harzes mit leichten Föhneffekten bei 20 bis 22 Grad. Frischer ist es lediglich in Teilen Süddeutschlands, wo es gebietsweise einstellige Werte zwischen 6 und 9 Grad sind. Außerdem wabern vor allem im Bayern zum Teil dichte Nebelfelder mit Sichtweiten unter 100 Meter.

Björn Alexander

Björn Alexander

Tagsüber lösen diese sich aber mehrheitlich auf und dann können wir uns verbreitet über viel Sonne nebst harmloser Wolken freuen. Allerdings bleibt es nicht überall schön. Im Westen macht sich nämlich ab dem Mittag der bevorstehende Wetterwechsel bemerkbar. Tief "Sebastien" bringt zwischen der Nordsee und dem Schwarzwald kompaktere Wolken mit Regengüssen und lokalen Gewittern.

Zuvor erreichen die Temperaturen nochmals 22 bis 25 Grad, während es im Westen schon eine erste Abkühlung mit maximal noch 16 bis 21 Grad gibt. Der Wind kann besonders in Schauer- und Gewitternähe stark bis stürmisch auffrischen. Auf den Bergen im Südwesten drohen auch satte Sturmböen.

Die weiteren Aussichten: Morgen und am Donnerstag bleibt es im Süden und Südosten noch überwiegend freundlich bis sonnig und trocken. Ansonsten geht es wechselhaft oder wolkig mit Schauern weiter. Die Temperaturen gehen spürbar zurück und bringen es morgen nur noch auf teils windige bis stürmische 13 bis 19 Grad. Der Donnerstag wird wieder etwas milder bei 14 bis 21 Grad. Ihr Björn Alexander