Dienstag, 19. Januar 2021Der Tag

mit Barbara Mauersberg
Barbara Mauersberg
22:41 Uhr

Das war Dienstag, der 19. Januar 2021

Liebe Leserinnen und Leser,

seit 14 Uhr hat das Bundeskanzleramt mit teils widerspenstigen Ländern um die neuen Corona-Regeln für Deutschland gerungen. Weil sich die Verhandlungen zäh gestaltet haben, will ich Ihnen zum Tagesausklang noch eine kleine Geschichte vermelden, in der alles ganz einfach ist. So einfach, wie selten etwas im Leben.

Die Polizei, dein Freund und Schäfer

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Das Lamm passt in einen Wäschekorb.

(Foto: picture alliance/dpa/Polizei Rhein-Sieg-Kreis)

Zwei Polizeibeamte haben in Sankt Augustin bei Bonn ein einsames Lamm eingesammelt. Als der Schäfer das gerade geborene Tier auf der Wache abholte, machte er die Ordnungshüter aus Dankbarkeit kurzerhand zu Paten. Sie tauften das Lamm "Konrad". Wie ein Polizeisprecher mitteilte, war das mutterlose Tier am Vorabend von der Streifenwagenbesatzung aufgelesen und in die Wache gebracht worden. Nach kurzer "Fahndung" sei klar gewesen: Die Schafherde war auf eine neue Weide getrieben worden und das Lamm blieb unbemerkt zurück. "Schnell holte der Schäfer das Lämmchen von der Wache ab und brachte es zu seiner bereits suchenden Mama", so die Polizei.

Gut, das geht ein wenig in die Richtung von zur Zeit nicht erlaubten Kirchenpredigten - allerdings ohne himmlischen Hirten mit extrem menschlichen Helfern. Nach diesem Moment der inneren Einkehr springe ich geschwind mit beiden Beinen zurück ins schwierige Pandemie-Fahrwasser. Das waren die Beschlüsse und Neuigkeiten des Tages:

Wenn Sie noch nicht schlafen wollen, können Sie hier unseren Corona-Ticker rund um die Uhr verfolgen. Im US-Ticker, der ebenfalls weiterläuft, können Sie nachlesen, dass der scheidende US-Präsident Donald Trump seine Anhänger in seiner Abschiedsrede auffordern wird, für die neue Regierung von Joe Biden zu beten. Amen. 

Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend und eine gute Nacht, morgen ist ein neuer Tag.

22:07 Uhr

Erste kommentierte Ausgabe von "Mein Kampf" in Polen erscheint

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Hitlers "Mein Kampf" stand während der Nazi-Diktatur in jedem deutschen Haushalt.

(Foto: imago images/Camera4)

In Polen wird am Mittwoch erstmals eine kommentierte Ausgabe von Hitlers "Mein Kampf" veröffentlicht. Die Ausgabe umfasst tausend Seiten, die Hälfte davon sind Kommentare. Die Veröffentlichung ist umstritten, Kritiker sehen darin einen Affront gegenüber den Opfern der NS-Diktatur. Der Historiker Eugeniusz Krol bezeichnet die von ihm editierte Ausgabe hingegen als "Würdigung der Opfer des kriminellen Systems und eine Warnung für die kommenden Generationen".

  • Die erste Auflage umfasst 3000 Exemplare, eine Werbekampagne sieht das polnische Verlagshaus Bellona nicht vor.
  • Bislang wurde nur in Deutschland eine kritische Ausgabe von "Mein Kampf" veröffentlicht, die mit Kommentaren 2000 Seiten umfasst und seit 2016 mehr als 100.000 Mal verkauft wurde.
  • In Nazi-Deutschland waren 11,5 Millionen Exemplare der antisemitischen Hetzschrift gedruckt worden.
21:37 Uhr

19-jähriger Messerstecher muss lange ins Gefängnis

Nach der tödlichen Messerattacke auf einen Jugendlichen an einer Haltestelle in Bielefeld hat das Landgericht einen 19-Jährigen zu achteinhalb Jahren Jugendstrafe verurteilt. Die Richter blieben damit hinter den Forderungen von Staatsanwaltschaft und Nebenklage zurück, welche die Tat als Mord bewertet sehen wollen. Das Landgericht wertete die Tat dagegen als Totschlag.

  • Ende April hatte sich der damals 18 Jahre alte angeklagte Deutsche nach Überzeugung des Gerichts mit einem Küchenmesser bewaffnet. Er machte sich auf die erfolglose Suche nach einem ebenfalls bewaffneten Unbekannten, mit dem er zuvor aneinandergeraten war.
  • Stattdessen traf er am Abend auf einen 17-Jährigen an der Haltestelle. Diesen habe er aufgefordert, ihm seinen Rucksack zu geben. Als sich der Jugendliche weigerte, stieß der Angreifer ihn zweimal mit dem Messer in den Bauch. Der Junge verblutete auf der Treppe der Haltestelle.
  • Der Fall hatte hohe Wellen geschlagen, weil der Angeklagte erst wenige Wochen zuvor aus der Untersuchungshaft entlassen worden war. Er war wegen mehrerer Körperverletzungs- und Raubdelikte verhaftet worden.
21:04 Uhr

Wetterwarnung: Über England braust ein Sturm dahin

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Sturm "Ali" fegt mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 140 Kilometern über Irland und Teile Großbritanniens.

(Foto: picture alliance/dpa)

In Teilen Englands wird in den kommenden Tagen mit heftigen Regenfällen und Überschwemmungen gerechnet. Grund ist ein Sturm, der vom Atlantik über die Britischen Inseln zieht. Der britische Wetterdienst gab für große Bereiche in Mittel- und Nordenglands eine Wetterwarnung heraus. Dort sei mit einer Gefahr für Leib und Leben durch Überflutungen zu rechnen, hieß es. Auch Verspätungen und Ausfälle bei öffentlichen Verkehrsmitteln sowie Stromausfälle seien wahrscheinlich. Einige Orte könnten durch überschwemmte Straßen von der Außenwelt abgeschnitten werden. Im Großraum Manchester wurde vorsorglich der Katastrophenfall ausgelöst. Dort wurde bereits für den Abend mit heftigen Regenfällen gerechnet.

20:42 Uhr

Firma weiß von nichts: Der Wendler blamiert sich mit Pumpernickel-Werbung

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Hamstern? Ist derzeit in Deutschland eigentlich kein Thema.

Der skandalträchtige Schlagersänger Michael Wendler hat sich mit einer nicht abgesprochenen Werbung für Pumpernickel-Brot eine scharfe Distanzierung des Herstellers eingehandelt. "Wir sind von den Veröffentlichungen völlig überrascht worden", teilte die betroffene Firma Mestemacher im westfälischen Gütersloh mit. Es gebe "keine Geschäftsbeziehung" zu Michael Wendler. Der Sänger (48, "Egal") hatte vor Tagen auf seinem Instagram-Account für Dosen-Pumpernickel des Unternehmens geworben - mit eher beunruhigenden Worten: "Was essen Sie, wenn die Geschäfte geschlossen oder leer sind? Im Krisenfall werden die Supermärkte binnen weniger Stunden leer sein." Das dunkle Brot sei ein "Langzeitlebensmittel zur Krisenvorsorge".

20:13 Uhr

Unzüchtige Cupcakes: Konditorin in Ägypten festgenommen

Ägyptische Behörden haben eine Frau festgenommen, nachdem sie für eine Geburtstagsfeier angeblich "unzüchtige" Cupcakes gebacken hatte. Die Gebäckstücke waren mit Verzierungen in Form von Genitalien dekoriert, wie ägyptische Medien berichteten. Bilder der Cupcakes lösten in den sozialen Medien eine Debatte aus. Screenshots der Kuchen, die der "Guardian" zeigte, lassen bei der Deko an einen Penis denken. Ägyptische Medien, etwa die Nachrichtenseite Al-Masry al-Youm, zeigten das Gebäck nur verpixelt.

  • Die Cupcakes wurden demnach bei einer Feier in einem angesehenen Sportclub in der Hauptstadt Kairo serviert.
  • Ägyptens Minister für Jugend und Sport, Aschraf Sobhi, ordnete eine Ermittlung an.
  • Die Konditorin erklärte bei der Vernehmung, sie sei nur der Bestellung ihrer Auftraggeberin nachgekommen. Sie wurde gegen eine Kaution von 5000 ägyptischen Pfund (etwa 260 Euro) wieder freigelassen.

 

19:39 Uhr

Mr. Tagesschau Jan Hofer moderiert bei RTL

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Nach seiner letzten Nachrichtensendung am 14. Dezember streift sich Jan Hofer die notorische Krawatte ab.

(Foto: picture alliance/dpa/ARD/NDR)

Ungewöhnlicher Anblick am Mittag: Der langjährige "Tagesschau"-Sprecher Jan Hofer (68) hat bei RTL einen Beitrag im Magazin "Punkt 12" anmoderiert. "Willkommen zurück bei "Punkt 12". Na? Jetzt fragen Sie sich vielleicht: Was macht der denn da?", sprach Hofer in der Ausgabe in die Kamera. Die Auflösung folgte rasch: In dem anschließenden Film ging es um das Tanzen. Hofer, der sich im Dezember als Sprecher der "Tagesschau" in der ARD verabschiedet hatte, ist einer der Kandidaten in der neuen Staffel der RTL-Tanzshow "Let's Dance".

  • Im Gespräch mit Moderatorin Katja Burkard gab Hofer zudem Auskunft über seine Tanzerfahrungen. Er habe ja zeitweise in Köln gewohnt, berichtet der 68-Jährige. In der damaligen "Disco-Szene" sei er "schwer aktiv" gewesen.
  • Gleichwohl habe er vor der Zusage bei "Let's Dance" eine Weile überlegt. "Dann habe ich auch mal einen Arzt befragt - er soll mich mal durchchecken", sagte Hofer.
  • Der habe aber gesagt: "Mach doch."
19:11 Uhr

Brand in Berliner Pflegeheim: Ein Toter, viele Verletzte

Bei einem Feuer in einem Pflegeheim in Berlin-Kladow ist ein Mensch ums Leben gekommen. Es gebe eine "große Anzahl von Verletzten", sagte ein Sprecher der Feuerwehr am Abend. Später war von drei Schwerverletzten die Rede, zehn weitere Menschen wurden leicht verletzt. Das Feuer ist inzwischen gelöscht. Ein Zimmer eines Bewohners im ersten Obergeschoss sei komplett ausgebrannt. Wegen des dichten Rauchs war es laut Feuerwehr für die Pflegebedürftigen schwierig, aus dem Gebäude zu kommen. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot von rund 140 Einsatzkräften vor Ort.

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18:37 Uhr

Rindertuberkulose-Ausbruch bei Bauernfamilie - Mitschüler getestet

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Die Rinderkrankheit ist auf Menschen übertragbar.

(Foto: picture alliance / dpa)

Nach einem Tuberkuloseausbruch auf einem oberbayerischen Bauernhof sind Eltern und Lehrer der Realschule in Geretsried über ein mögliches Ansteckungsrisiko informiert worden. Auf dem Hof war Tuberkulose von den Rindern auf ein Kind und zwei weitere Familienmitglieder übertragen worden. "Die Mitschüler und Lehrkräfte des Kindes werden nun sicherheitshalber getestet", teilte das Landratsamt Bad Tölz-Wolfratshausen mit. Die drei Erkrankten aus der Familie hätten keine Symptome. Die Familie war untersucht worden, weil bei dem Tierbestand des landwirtschaftlichen Betriebes die Rindertuberkulose nachgewiesen worden war. Alle Rinder wurden nach etlichen Krankheitsfällen getötet.

  • Nach Angaben des Bundesinstituts für Risikobewertung in Berlin wurde auch schon in der Vergangenheit in bayerischen Milchviehbeständen Rindertuberkulose nachgewiesen. Die Erreger könnten auch auf Menschen übertragen werden und Erkrankungen auslösen.
  • Die Tierseuche wurde in Deutschland lange bekämpft. Seit mehr als 20 Jahren gelten die Rinderbestände in der Bundesrepublik offiziell als frei von Tuberkulose, wie das Bundesinstitut weiter mitteilte.
  • "Allerdings sind in den vergangenen Jahren sporadisch infizierte Tiere bei Fleischuntersuchungen im Rahmen der Schlachtung festgestellt worden."
18:05 Uhr

Schöner Romeo: Sohn von David Beckham schmückt "Vogue"-Titel

Schmachtender Blick, blondierter Haarschopf, muskelbepackter Bauch. Romeo Beckham, der 18 Jahre alte Sohn des englischen Ex-Fußballnationalspielers David Beckham und seiner Frau, Ex-Spice-Girl Victoria, ist seinem Durchbruch als Foto-Model näher gekommen. Ein Bild von ihm erschien nun auf der Titelseite der zweisprachig englisch-italienischen Modezeitschrift "L'Uomo Vogue". Dazu der Spruch: "Boys will be boys" - Jungs sind nun einmal Jungs. "Stolz auf dich", kommentierte seine Mutter auf Instagram, wo sie mehrere Fotos und eine kurze Video-Collage von dem Shooting teilte. Erfreut zeigte sich auch Papa David. Ebenfalls auf Instagram schrieb er: "So stolz auf dich (...) Was für ein unglaubliches erstes Cover."


17:38 Uhr

Mord an Straßburger Studentin: Verdächtiger gesteht

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Der Fall Sophie Le Tan erschütterte die Franzosen.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Im Fall einer getöteten Straßburger Studentin hat der Hauptverdächtige die Tat gestanden. Er habe ebenfalls zugegeben, die Leiche des Opfers zerstückelt zu haben, um ihren Transport zu erleichtern und sie dann im Wald zu verstecken, teilte die Staatsanwaltschaft der Elsass-Metropole mit. Der rund 60 Jahre alte Mann hatte die Tat trotz bei ihm gefundener Blutspuren mehr als zwei Jahre lang bestritten. Der Tod der Studentin Sophie Le Tan hatte in Frankreich Entsetzen ausgelöst.

  • Die damals 20-Jährige war im September 2018 in der Nähe der elsässischen Metropole auf Wohnungssuche gewesen.
  • Zeugenaussagen führten die Ermittler auf die Spur des Hauptverdächtigen, der eine Immobilienanzeige aufgegeben hatte.
  • Die Leiche der Studentin war im Oktober 2019 in einem Wald rund 30 Kilometer südwestlich von Straßburg gefunden worden.
17:07 Uhr

Putin geht baden

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Ein Eisbad soll die Seele reinigen: Kremlchef Putin nutzt die Gelegenheit dazu.

(Foto: picture alliance/dpa/Pool Kremlin Press Service/AP)

Zehntausende hartgesottene Russen, darunter Kremlchef Wladimir Putin, haben mit einem Sprung ins kalte Wasser das traditionelle Eisbaden eingeläutet. Der Kremlchef bekreuzigte sich bei dem Eisbad vor einem Kreuz aus Eis. Offiziell feierte die russisch-orthodoxe Kirche die legendäre Taufe von Jesus Christus im Jordan. Doch auch für viele Nicht-Gläubige ist das im größten Land der Erde Anlass für den Auftakt in die Saison. Das Eisbaden soll die Gesundheit stärken und die Seele reinigen. Verbreitet ist die Tradition auch in der Ukraine, wo etwa der Ex-Boxweltmeister und Bürgermeister der Hauptstadt Kiew, Vitali Klitschko, ein Bad nahm. "Doch denkt daran: bei starkem Frost - ohne Vorbereitung des Organismus - besser nicht tauchen", sagte er. Sein Eisbad zeigte Klitschko auf Facebook. 

  • Allein in der Ukraine gab es mehr als 600 Badestellen.
  • In Russland hatten Kirche und Behörden ebenfalls angesichts der eisigen Temperaturen und auch wegen der Corona-Pandemie vor dem nicht ungefährlichen Eisbaden gewarnt. Im sibirischen Jakutsk gaben sich Menschen bei minus 56 Grad Celsius dem heiklen Wintervergnügen hin.
  • Weil es bisweilen auch Todesfälle gibt, warnen Behörden vor Risiken vor allem für Ältere und Menschen mit Herz-Kreislauf-Problemen.
16:40 Uhr

Tonnenschwerer Baustahl erschlägt Arbeiter

Im brandenburgischen Hennigsdorf ist ein 54-jähriger Mann bei einem Arbeitsunfall von mehreren Bündeln Baustahl erschlagen worden. Weshalb sich die in einer Produktionshalle aufgestapelten Bündel von Armierungsstahl gelöst hätten, sei unklar, sagte ein Sprecher der Polizei in Neuruppin. Demnach stürzten die Stahlbündel aus einer Höhe von rund drei Metern auf den Mann.

  • Der tonnenschwere Baustahl war zuvor mit einem Kran bewegt worden.
  • Zum Unfallzeitpunkt am Montag stand der Kran jedoch still. Weitere Verletzte gab es nach Polizeiangaben bei dem Vorfall nicht.
  • Die Kriminalpolizei nahm Ermittlungen zur Unglücksursache auf.
16:15 Uhr

"Geheimpalast Putins": Nawalny-Team veröffentlicht Recherche

Das Team von Alexej Nawalny hat einen Tag nach dessen Inhaftierung eine großangelegte Recherche über einen angeblichen superteuren Geheimpalast des russischen Präsidenten Wladimir Putin veröffentlicht. Unter dem Titel "Ein Palast für Putin. Die Geschichte der größten Bestechung" posteten Nawalnys Mitarbeiter ein fast zwei Stunden langes Youtube-Video, in dem der Oppositionsführer dem russischen Staatsoberhaupt vorwirft, sich für 100 Milliarden Rubel (1,1 Milliarden Euro) ein "Königreich" gebaut zu haben, das 39 Mal so groß sei wie Monaco. Innerhalb einer halben Stunde wurde der Film auf Youtube fast eine halbe Million Mal angeklickt. Aus dem Kreml gab es zunächst keine Reaktion.

  • Der Film wurde demnach produziert, während sich Nawalny noch in Deutschland aufhielt, wo er sich bis Sonntag von einem Anschlag mit dem Nervengift Nowitschok im August erholte.
  • Eigentlich habe Nawalny die Recherche selbst nach seiner Rückkehr nach Russland präsentieren wollen, schrieb seine Sprecherin Kira Jarmysch auf Twitter.
  • Doch da er direkt festgenommen wurde, sei das nicht möglich gewesen.

 

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15:49 Uhr

Von Marokko nach Spanien: 150 Flüchtlinge stürmen Grenzzaun

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Ein Zaun zwischen Marokko und der EU: Die spanische Enklave Melilla liegt auf dem afrikanischen Kontinent.

(Foto: picture alliance/dpa/Europapress)

Rund 150 Flüchtlinge haben versucht, den Grenzzaun zwischen Marokko und der spanischen Exklave Melilla zu stürmen. 87 von ihnen gelang es dabei nach Angaben der spanischen Behörden am frühen Morgen, auf spanisches Territorium zu gelangen. Sie seien in einem Aufnahmezentrum registriert worden. Die anderen Migranten wurden demnach von marokkanischen und spanischen Sicherheitskräften aufgehalten. Neun Flüchtlinge seien verletzt worden.

  • Melilla liegt wie die zweite spanische Exklave Ceuta an der nordafrikanischen Küste.
  • Rund um die beiden Städte befinden sich die einzigen EU-Außengrenzen auf dem afrikanischen Kontinent.
  • Daher versuchen Flüchtlinge immer wieder, von Marokko aus über die Grenzanlagen EU-Gebiet zu erreichen.
15:14 Uhr

Wegen Majestätsbeleidigung: Thailänderin muss 43 Jahre in Haft

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Ist sehr schnell beleidigt: Thailands König Maha Vajiralongkorn.

(Foto: picture alliance/dpa/AP)

Eine Thailänderin ist in Bangkok zu 43 Jahren Gefängnis wegen Majestätsbeleidigung verurteilt worden. Die Frau wurde für schuldig befunden, Online-Videos geteilt zu haben, in denen König Maha Vajiralongkorn diffamiert worden sei. Das ging aus Unterlagen des Gerichts hervor. Ursprünglich sei die Angeklagte, die früher als Beamtin bei den Finanzbehörden gearbeitet hatte, zu 87 Jahren Haft verurteilt worden, weil sie aber auf schuldig plädiert habe, sei die Strafe halbiert worden, hieß es.

  • Das südostasiatische Land hat eines der strengsten Gesetze der Welt, wenn es um Kritik am Monarchen oder an seinem Hof geht - darauf stehen 15 Jahre Haft.
  • Die Angeklagte war aber gleich in mehreren Punkten für schuldig befunden worden, darunter Verstöße gegen die Gesetze zur Computerkriminalität.
  • In Thailand gibt es seit Monaten Proteste gegen die Regierung, aber zunehmend auch gegen die Rolle der Monarchie. Dutzende Aktivisten wurden seit November wegen Majestätsbeleidigung angezeigt. Bis zu dem jüngsten Urteil betrug die Höchststrafe, die je dafür verhängt wurde, 35 Jahre.
14:43 Uhr

Brandenburg will Wolf-Abschüsse erleichtern

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(Foto: picture alliance/dpa)

Die Koalitionsfraktionen von SPD, CDU und Grünen im brandenburgischen Landtag wollen den Abschuss von Wölfen erleichtern. "Wir wollen schießen, weil wir in Brandenburg den höchsten Wolfsbesatz haben, der zunehmend zu Schadensereignissen führt", sagte CDU-Fraktionschef Jan Redmann bei der Vorstellung des Koalitionsantrags zu Änderungen in der Brandenburgischen Wolfsverordnung. Die Abschüsse seien auch notwendig, um die Wölfe aus der Nähe der Menschen fernzuhalten. "Sie müssen ihre Scheu behalten vor menschlichen Siedlungen und Stallungen, meinte der Fraktionsvorsitzende. "Wölfe merken, wenn sie nichts zu befürchten haben und werden immer dreister." Und weiter: "Bislang muss vor einem Abschuss gezielt der Wolf identifiziert werden, der für Risse bei Nutztieren verantwortlich ist, das ist meist kaum möglich", erläuterte Redmann. "Künftig sollen Tiere aus dem Rudel, das für Schadensereignisse verantwortlich ist, geschossen werden können."

14:00 Uhr

Schichtwechsel

Mein Kollege Sebastian Huld entschwindet gut eingepackt in den grauen Nachmittag und hat mir das Tagesgeschäft übergeben. Ich heiße Barbara Mauersberg und begleite Sie nun bis zum späten Abend. Über direkte Ansprachen mit Lob, Kritik oder Anregungen freue ich mich: barbara.mauersberg@nachrichtenmanufaktur.de

13:53 Uhr

Universität Oxford erhält Giga-Spende für Forschung zu Antibiotika-Resistenz

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In Oxford wurde bereits das Covid-Impfmittel Astrazeneca entwickelt.

(Foto: picture alliance/dpa/PA Media)

Die Universität Oxford hat eine ungewöhnlich hohe Spende von 100 Millionen Pfund (112 Millionen Euro) für die Erforschung von Antibiotika-Resistenzen erhalten. Die Summe ist eine der höchsten Zuwendungen in der Geschichte der britischen Elite-Uni und kommt von dem britischen Chemieriesen Ineos, wie die Hochschule mitteilte.Mit dem Geld soll ein neues Institut gegründet werden, das sich mit der wachsenden Gefahr durch bakterielle Erreger befasst, die gegen Antibiotika resistent sind. Diese Entwicklung wird durch den übermäßigen und falschen Einsatz von Antibiotika beim Menschen und insbesondere in der Viehmast verursacht. Schon jetzt verursachen die Resistenzen weltweit anderthalb Millionen Todesfälle pro Jahr, wie die Universität Oxford erklärte. Bis 2050 könne diese Opferzahl auf zehn Millionen Todesfälle jährlich steigen.

13:38 Uhr

Polizei sucht Apotheken-Räuber mit goldener Pistole

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(Foto: picture alliance/dpa)

Eine Fahndung der Polizei in Münster erinnert an den James-Bond-Film "Der Mann mit dem goldenen Colt": Nach einem Überfall auf eine Apotheke suchen die Ermittler zwei Räuber, die mit einem Küchenmesser und einer goldenen Pistole bewaffnet waren. Die Täter mit Mundschutz bedrohten am Montagabend die Angestellten und forderten Bargeld. "Mit den Tageseinnahmen und mehreren Münzrollen im vierstelligen Eurobereich flüchteten die Unbekannten anschließend in unbekannte Richtung", teilte die Polizei mit.

13:20 Uhr

Lotto-Gewinner will seine 90 Millionen Euro "ostwestfälisch" nutzen

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Da hat die Glücksfee sich nicht lumpen lassen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Wahnsinn: Neunzig Millionen Euro! Der Gewinner, der mit sieben Richtigen den Eurojackpot knackte, hat sich am Montag bei der Westlotto-Zentrale in Münster gemeldet, wie das Unternehmen heute bekannt gab. Der Ostwestfale soll nun die maximale Gewinnsumme der europäischen Lotterie ausbezahlt bekommen. Schon in der kommenden Woche werde das Geld überwiesen, erklärte Westlotto. Der Spieler hatte für seine Teilnahme 18,75 Euro investiert. In einem vertraulichen Gespräch wurde der frischgebackene Multimillionär zum Umgang mit seinem Gewinn beraten. Dabei wurde laut Westlotto sofort klar, dass der Gewinner bodenständig bleiben will - "eben typisch ostwestfälisch".

13:02 Uhr

Mutmaßlicher Bin-Laden-Leibwächter darf abgeschoben werden

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Osama bin Laden ist tot und sein mutmaßlicher Ex-Leibwächter muss Deutschland verlassen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der mutmaßliche Islamist Sami A. ist mit seinem Asylverfahren auch vor dem nordrhein-westfälischen Oberverwaltungsgericht in Münster gescheitert. Das Gericht ließ die Berufung des Tunesiers gegen ein Urteil des Verwaltungsgerichts in Gelsenkirchen nicht zu. Das Verwaltungsgericht hatte sein Abschiebeverbot für A. im Januar 2019 aufgehoben, weil für ihn in seinem Heimatland keine Foltergefahr mehr bestehe. Der Beschluss des Oberverwaltungsgerichts ist unanfechtbar. Der von den deutschen Behörden als islamistischer Gefährder eingestufte A., der Leibwächter des früheren Al-Kaida-Chefs Osama bin Laden gewesen sein soll, war im Sommer 2018 rechtswidrig nach Tunesien abgeschoben worden. Kurz zuvor hatte das Verwaltungsgericht noch ein Abschiebeverbot verhängt, weil A. in seiner Heimat Folter drohe. Nach einer diplomatischen Zusicherung der tunesischen Botschaft änderte das Gericht seine Meinung.

12:42 Uhr

Mann bei Fällarbeiten von Baum erschlagen worden

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Der Arzt kam herbeigeflogen, konnte den Mann aber nicht retten. (Archivbild)

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

Ein 55-jähriger Mann ist in Mittelfranken bei Fällarbeiten von einem umstürzenden Baum erschlagen worden. Der tragische Unfall ereignete sich am Montag in einem Waldstück bei Langenzenn im Landkreis Fürth, wie das Polizeipräsidium in Nürnberg am Dienstag mitteilte. Ein Notarzt wurde mit einem Rettungshubschrauber zum Unglücksort geflogen. Trotz Wiederbelebungsmaßnahmen starb der 55-Jährige aber noch am Unfallort an seinen schweren Verletzungen. Die ebenfalls anwesenden Angehörigen wurden von einem Notfallseelsorger betreut. Die Kriminalpolizei will den Unfallhergang untersuchen.

12:24 Uhr

Indische Seeleute wegen Handelsstreits sieben Monate lang vor China festgehalten

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Der chinesische Hafen Yangshan: Bestimmte australische Produkte dürfen derzeit nicht eingeführt werden. (Archivbild)

(Foto: picture alliance/dpa/XinHua)

Nachdem sie sieben Monate auf einem Schiff vor der chinesischen Küste festgesetzt worden waren, können 23 indische Seeleute nun wieder heim. Die Seeleute wollten mit dem indischen Schiff "Jag Anand" australische Kohle nach China liefern, als sie zwischen die Fronten eines Konflikts Australiens mit China gerieten, wie der Generalsekretär der indischen Seeleutegewerkschaft, Abdulgani Serang, erklärte. Canberra schloss den chinesischen Telekomanbieter Huawei aus der Errichtung eines 5G-Netzes in Australien aus und Peking verhängte im Gegenzug ein Handelsembargo auf wichtige Exportgüter Australiens, wie Kohle. So mussten die Seeleute in chinesischen Gewässern ausharren. Rund 55 weitere Schiffe würden nach wie vor festliegen, sagte Serang. Nun wurde zumindest die Besatzung der "Jag Anand" ausgetauscht, die mit neuer Besatzung weiter auf eine Einfahrtserlaubnis in einen chinesischen Hafen wartet.

11:55 Uhr

Insassin gibt Gefängnis viereinhalb Sterne und sendet Dankeskarte

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Gefängnisaufenthalte bleiben den Insassen nur selten in guter Erinnerung. (Archivbild)

(Foto: picture alliance/dpa)

Nach ihrer Festnahme und einem mehrtägigen Gefängnisaufenthalt hat eine Frau der kanadischen Polizei eine Dankeskarte mit einer Viereinhalb-Sterne-Bewertung geschickt. Ihr besonderer Dank gelte den "vier Gefängniswärtern, die eine schwere Arbeit verrichten und von den ihnen anvertrauten Menschen oft nicht ausreichend geschätzt werden", hieß es in der Karte, die die örtliche Polizei auf Twitter veröffentlichte. Sie sei während ihres Gefängnisaufenthalts in der Stadt Langford auf Vancouver Island nervös gewesen, aber sie wisse es zu schätzen, "wie hilfsbereit und freundlich alle waren", ergänzte die Frau. Warum sie festgenommen wurde, verriet die Polizei aus Datenschutzgründen nicht. Die Polizei freute sich über die ungewöhnliche Karte.

11:27 Uhr

Fünf Männer nach Unruhen in Erstaufnahmeunterkunft festgenommen

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Die Erstaufnahmeunterkunft in Suhl war schon mehrmals nach Polizeieinsätzen in den Schlagzeilen.

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

Nach Unruhen sind in der Erstaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber in Suhl in der Nacht zum Dienstag fünf Männer vorübergehend in Gewahrsam genommen worden. Anfangs habe ein Mann aus zunächst unbekannten Gründen versucht, das Sicherheitspersonal anzugreifen, teilte die Polizei mit. Der Wachschutz habe den Mann festgesetzt und ihn zur Polizei bringen wollen, wo er in Gewahrsam gebracht werden sollte. Dies habe mehrere Bewohner der Einrichtung dazu veranlasst, Türen und Scheiben zu zerstören. Zudem habe ein Bewohner einen Feuerlöscher aus einem Fenster heraus entleert. Nachdem Kräfte der Bereitschaftspolizei zum Einsatz gekommen seien, habe die Lage beruhigt werden können. Allerdings seien vier weitere Männer in Gewahrsam genommen worden. Nach Abschluss der Vernehmungen wurden die fünf Betroffenen wieder entlassen.

12:00 Uhr

Schlagzeilen am Mittag

11:03 Uhr

Vermeintlicher Arzt wegen Titelbetrugs festgenommen

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Der Mann kam wegen seiner Vorstrafen in Haft, weil von Fluchtgefahr ausgegangen wird. (Archivbild)

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

Polizisten haben im nordrhein-westfälischen Hagen einen vermeintlichen Arzt verhaftet, der bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie eingesetzt war. Dem 32-Jährigen werden gewerbsmäßiger Betrug, Missbrauch von Titeln und Berufsbezeichnungen sowie Urkundenfälschung vorgeworfen, wie Staatsanwaltschaft und Polizei mitteilten. Der Beschuldigte betätigte sich demnach bereits seit 2019 ehrenamtlich beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) Hagen als "Bezirksarzt" und war dann seit Mitte 2020 im DRK-Auftrag für die Stadt in der Pandemiebekämpfung tätig. Zuletzt beauftragte ihn das DRK Hagen mit der Organisation des nichtärztlichen Diensts im Impfzentrum der westfälischen Stadt. Die Staatsanwaltschaft geht nach ersten Schätzung davon aus, dass der mutmaßliche Betrüger einen Schaden von rund 255.000 Euro anrichtete.

10:38 Uhr

Taliban überfallen afghanische Armee und töten 20 Soldaten

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Rekruten der afghanischen Nationalarmee. (Archivbild)

(Foto: picture alliance/dpa/XinHua)

Bei Angriffen in zwei Gebieten der nordafghanischen Provinz Kundus sind mindestens 20 Soldaten getötet worden. Kämpfer der militant-islamistischen Taliban hätten über Nacht Einrichtungen der Soldaten in der gleichnamigen Provinzhauptstadt sowie im Bezirk Dascht-e Artschi attackiert, sagte Provinzratschef Jusuf Ajubi am Dienstag. Zwischen Afghanistans Regierung und den Taliban laufen seit Mitte September 2020 Friedensgespräche in Doha. Eine Waffenruhe lehnen die Taliban weiterhin ab. Die USA hatten Ende Februar 2020 ein Abkommen mit den Taliban unterzeichnet, das einen schrittweisen Abzug der US-Streitkräfte aus Afghanistan vorsieht. Kurz vor Ende der Amtszeit von US-Präsident Donald Trump wurden die Truppen in Afghanistan nach Washingtoner Angaben auf 2500 Soldaten reduziert. Das ist der niedrigste Stand seit 2001.

10:12 Uhr

Polizei in Guatemala geht gewaltsam gegen Flüchtlings-Trek vor

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Die von dem Trek blockierte Straße ist wieder passierbar.

(Foto: picture alliance/dpa/AP)

Sicherheitskräfte in Guatemala haben einen Flüchtlingstreck mit rund 4000 Migranten aus Honduras gewaltsam auseinandergetrieben. Die Polizei ging am Montag (Ortszeit) rund 50 Kilometer von der Grenze zu Honduras im Südosten des zentralamerikanischen Staats gegen die Migranten vor. Einige Honduraner warfen Steine auf die vorrückenden Sicherheitskräfte. Die Polizei antwortete mit Tränengas. Ziel des Polizeieinsatzes war es, die seit Samstag in der Gegend auf die Weiterreise in Richtung USA wartenden Migranten zurück in ihr Heimatland zu treiben und eine durch den Treck blockierte Straße zu räumen. Unter den Menschen, die vor den Sicherheitskräften flohen, waren auch Frauen mit kleinen Kindern. Ein Teil der Migranten kehrte nach Honduras zurück; andere warteten darauf, die Reise fortzusetzen.

09:48 Uhr

Briten verzeichnen mehr Kindesmissbrauchsfälle durch Frauen

In Großbritannien sind Recherchen des Senders BBC zufolge in den vergangenen Jahren deutlich mehr Fälle von Kindesmissbrauch durch Frauen angezeigt worden. Von 2015 bis 2019 stieg deren Zahl demnach um 84 Prozent auf knapp 2300 jährlich. Die Kriminologin Andrea Darling von der Durham University bezeichnete die Zahlen als "Spitze des Eisbergs", da von einer hohen Dunkelziffer auszugehen sei. Es gebe ein große Lücke beim Verständnis von Missbrauch durch Frauen. Oft würde missbräuchliches Verhalten bei Frauen eher "wegerklärt" als bei Männern. Insgesamt gab es in dem untersuchten Zeitraum mehr als 10.400 angezeigte Fälle im Land - das entspricht etwa 40 pro Woche. Katherine Cox von der Hilfsorganisation Survivors UK geht der BBC zufolge davon aus, dass der Anstieg nicht zwangsläufig eine tatsächliche Zunahme des Missbrauchs abbildet, sondern eher zeigt, dass mittlerweile mehr Opfer sich trauten, Anzeige zu erstatten. Noch immer fürchteten viele Betroffene jedoch, man würde ihnen nicht glauben.

09:15 Uhr

Lastwagen in Indien überfährt 20 schlafende Arbeiter

20 schlafende Arbeiter sind in Indien von einem Lastwagen überfahren worden. Mindestens 12 von ihnen starben gleich am Unfallort an ihren schweren Verletzungen, drei weitere kurz darauf im Krankenhaus, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Männer hätten im westindischen Bundesstaat Gujarat neben der Straße übernachtet, als am frühen Dienstagmorgen ein Lastwagen gegen Zuckerrohrstangen prallte, die aus einem Wagen auf der Gegenfahrbahn herausragten. Der Fahrer verlor daraufhin die Kontrolle über seinen Lastwagen. Der Lastwagenfahrer wurde ebenfalls verletzt und in ein Krankenhaus gebracht.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:48 Uhr

400 Polizisten im Einsatz gegen Schleuserbande

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Die Polizei kam der Bande auf die Spur, nachdem sie ein Schleuserfahrzeug auf der A7 bei Füssen erwischt hatte. (Archivbild)

(Foto: picture alliance/dpa/Bundespolizei)

Mehr als 400 Bundespolizisten sind in mehreren Bundesländern gegen eine internationale Schleuserbande vorgegangen. Am Morgen verhafteten sie in Berlin, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Hessen mehrere Verdächtige und durchsuchten Gebäude. Die Staatsanwaltschaft in Kempten wirft 19 Beschuldigten zwischen 21 und 44 Jahren vor, seit mindestens April 2019 gegen hohe Summen Menschen über die sogenannte Balkanroute eingeschleust zu haben. Die mutmaßlich 140 Geflüchteten seien überwiegend aus Syrien. Zusammen mit Ermittlern aus mehreren europäischen Ländern konnte die Staatsanwaltschaft Kempten den mutmaßlichen Kopf der Bande in Österreich ausfindig machen und festnehmen lassen.

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08:27 Uhr

19-Jährige tot auf Parkplatz in Lüneburg aufgefunden

In Niedersachsen hat die Polizei eine 19-Jährige tot in einem Auto gefunden. Die Polizei geht von einem Tötungsdelikt aus. Einer Sprecherin zufolge wurde die Frau am frühen Dienstagmorgen auf einem Parkplatz in Lüneburg in einem von ihr genutzten Auto leblos aufgefunden. Sie habe "mehrere Verletzungen" aufgewiesen, die mutmaßlich zum Tod geführt hätten.

08:03 Uhr

Bergsteiger auf K2-Mission in Pakistan verunglückt

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Der K2 im Sommer.

(Foto: picture alliance/dpa/Anja Blacha)

Ein im Norden Pakistans vermisster Bergsteiger ist nach mehrtägiger Suche tot aufgefunden worden. "Die Leiche des russisch-amerikanischen Bergsteigers Alex Goldfarb wurde von einem Team der pakistanischen Armee nach einer tagelangen Suche am 6209 Meter hohen Pastore Peak gefunden", sagte ein Sprecher des nationalen Alpinclubs. Goldfarb und der Ungar Zoltan Szlanko planten nach Behördenangaben, sich auf dem Pastore Peak zu akklimatisieren. Dieser gilt als leichter Trekking-Gipfel, der in der Nähe des Basislagers von K2 und Broad Peak liegt. Ihre nächste Mission war die Winterbesteigung des 8047 Meter hohen Broad Peak. Hunderte von Bergsteigern, die meisten von ihnen aus Europa, versuchen jeden Sommer, Gipfel in Pakistan zu besteigen. Nur wenige wagen die gefährlichen Unternehmungen im Winter.

07:37 Uhr

Überflutungen in England erwartet

Im Norden und Osten Englands müssen sich die Menschen auf schwere Unwetter gefasst machen. Schuld hat das Sturmtief Christoph, das "lebensgefährliche" Überflutungen bringen könne, heißt es in einer Unwetterwarnung des Met Office. Die Menschen wurden aufgefordert, aufmerksam die Nachrichten zu verfolgen und sich auf mögliche Evakuierungen einzurichten. Zudem könnten Gemeinden zeitweise vom Strom- und Straßennetz abgetrennt werden. Schwere Regenfälle treffen auf wassergesättigte Böden, hinzu kommt schmelzender Schnee aus den Bergregionen. Auch Städte wie Manchester, Leeds und Sheffield sind betroffen.

07:12 Uhr

Bart-Weltmeister hat auch mit FFP2-Maske kein Problem

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Der Vorteil eines großen Barts: Er bleibt trotz Maske erkennbar.

(Foto: picture alliance/dpa)

Wenn der Bart die Spannweite eines Doppelbetts hat, kann eine Schutzmaske schon mal zum Problem werden. Nicht so für Jürgen Burkhardt, den passionierten Bartträger und mehrfachen Welt- und Europameister. "Für den Alltag habe ich mir eine Maske von einer Schneiderin anfertigen lassen", sagt der 63-Jährige aus der Nähe von Stuttgart. "Aber auch mit einer normalen FFP-Maske ist das eigentlich kein Problem, weil ich die langen Zwirbel an den Seiten zwischen die Gummis klemmen kann." Burkhardt ist bekannt für einen Bart, der beim Wettkampf wie zu preußischen Glanzzeiten links und rechts zu fünffachen Spiralen aufgerollt ist. Im Alltag trägt er den Bart in zwei großen Rollen mit zehn Zentimetern Durchmesser.

06:52 Uhr

EU-Parlament befasst sich kurzfristig mit Nawalny

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Nawalny ist wieder in Haft.

(Foto: picture alliance/dpa/@Kira_Yarmysh/AP)

Die Festnahme des russischen Oppositionellen Alexej Nawalny nach dessen Heimkehr nach Russland beschäftigt das EU-Parlament: Kurzfristig wurde eine Debatte während der heutigen Plenarsitzung angesetzt; um 15.00 Uhr soll es losgehen. Die Abgeordneten bereiten auch eine Entschließung vor, die Forderungen nach weiteren Sanktionen gegen Moskau beinhalten könnte. Am Montag verhängte ein Gericht in einem Eilverfahren gegen ihn 30 Tage Haft wegen des Verstoßes gegen Bewährungsauflagen - gegen ein Urteil, dass der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte kassiert hatte.

06:30 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leser,

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Vorbereitungen für die Amtsübergaben in Washington D.C.

(Foto: picture alliance/dpa/AP)

ich begrüße Sie zu Ihrem letzten Tag mit einem US-Präsidenten namens Donald Trump. Weil der Spuk morgen endlich vorbei ist, jubeln viele Trump-Gegner. Nicht wenige aber fürchten auch, dass es erneut zu Gewalt kommen könnte. Wir haben deshalb noch einmal den beliebten US-Liveticker angeschmissen, wo Sie sich jederzeit über alle Ereignisse rund um die Inauguration informieren können.

  • Das andere Tagesthema, das Thema der Jahre 2020 und 2021 schlechthin, hat ebenfalls einen eigenen Liveticker: die Corona-Pandemie. Heute beraten Bund und Länder über den Lockdown. Es stellt sich eigentlich nur noch die Frage: Wie viel länger und wie viel härter wird es denn?
  • Die italienische Regierung von Premier Conte stellt sich nach ihrem erwarteten Sieg im Unterhaus heute der Vertrauensabstimmung im Senat, wo der frühere Premier Renzi den Fortbestand des Bündnisses bedroht.
  • Das Weltwirtschaftsforum stellt seinen Weltrisikobericht vor. Als drängendste Herausforderungen wurden im Vorjahr die Klimakrise, der Verlust der biologischen Vielfalt und ein rekordverdächtiger Artenrückgang vermerkt.
  • Die EU-Wirtschafts- und Finanzminister beraten online über das Corona-Wiederaufbauprogramm der EU, faule Kredite und das Programm der portugiesischen Ratspräsidentschaft.

Ich wünsche Ihnen einen angenehmen Tag und freue mich über Rückmeldungen an sebastian.huld[at]nama.de.

06:26 Uhr

Erdbeben der Stärke 6,4 erschüttert Argentinien

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Ausschläge auf der Richterskala.

(Foto: picture alliance / Martin Gerten/dpa)

Ein Erdbeben der Stärke 6,4 hat den nordwestlichen Teil Argentiniens erschüttert. Das Epizentrum des Bebens von Dienstagmorgen lag nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS etwa 27 Kilometer südwestlich der Stadt Pocito in der argentinischen Region San Juan im Grenzgebiet zu Chile. Berichte über Schäden oder Verletzte gab es zunächst nicht. In Chile kommt es immer wieder zu heftigen Erdbeben. Die gesamte Westküste des amerikanischen Doppelkontinents liegt am sogenannten Pazifischen Feuerring, der für seine hohe seismische Aktivität bekannt ist.

06:06 Uhr

Wagenknecht schimpft über Linke als "Akademikerpartei"

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Wagenknecht hatte nach langen internen Querelen 2019 auf eine erneute Kandidatur für den Posten als Fraktionsvorsitz verzichtet.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die ehemalige Linken-Fraktionschefin Sahra Wagenknecht kritisiert den Kurs ihrer Partei scharf. "Wir sind mehr und mehr zu einer Akademikerpartei geworden, wie viele andere linke Parteien in Europa auch", sagte sie dem Nachrichtenportal "watson". "Unsere Parteiführung hat eine Themensetzung und Sprache, die sich vor allem an Studierende und akademisch Gebildete in den Großstädten richtet. Linke Parteien sind aber eigentlich dafür da, sich für die Benachteiligten einzusetzen, für die Menschen, die in harten und in der Regel wenig inspirierenden Jobs arbeiten, die um ihr bisschen Wohlstand kämpfen müssen, so sie überhaupt welchen haben." Dennoch zeigt sich Wagenknecht bereit, weiterzumachen: "Ich bin Mitglied der Bundestagsfraktion und wenn der NRW-Landesverband das möchte, werde ich wieder über die NRW-Landesliste kandidieren."

06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht