Dienstag, 02. März 2021Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:33 Uhr

Das war Dienstag, der 2. März 2021

Beschlossen ist noch nichts, doch der Lockdown wird bis zum 28. März verlängert, das ist so gut wie sicher. Gleichzeitig sind aber auch Lockerungen geplant. Beim Bund-Länder-Treffen wird morgen entschieden, wie es mit den Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie weitergehen soll. Hier erfahren Sie schon mal, was genau geplant ist.

Was war heute wichtig:

Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht! Bis morgen!

21:45 Uhr

Mann versteckt 22.000 Euro im Auto - und verkauft es

Nach fünf Jahren haben ein verlorengegangenes Sparbuch und Bargeld im Wert von über 22.000 Euro zu ihrem Besitzer zurückgefunden. Ein 69-Jähriger hatte den Briefumschlag mit dem Geld und dem Ersparten in einem Auto vergessen, das er später verkaufte, wie die Polizei Kassel mitteilte.

  • Das Fahrzeug gehörte mittlerweile einem 50-Jährigen aus Kassel, der den Briefumschlag mit den Rücklagen im Februar in einem Fach hinter dem Beifahrersitz entdeckte. Dieses Auto besaß er bereits seit vier Jahren. Der ehrliche Finder brachte das Sparbuch mit dem Guthaben von rund 17.000 Euro und die 5000 Euro Bargeld zur Polizei. Er konnte sich nicht erklären, wie der Umschlag in sein Auto gekommen war.
  • Die Beamten machten den Besitzer in Niedersachsen schließlich ausfindig. Der 69-Jährige vermisste sein Sparbuch bereits seit fünf Jahren.
  • Das Auto des 50-Jährigen hatte zuvor ihm gehört. Während eines Umzugs 2016 hatte der Mann eine Scheune mit diversen Fahrzeugen aufgelöst. Vermutlich habe er den Umschlag mit dem Sparbuch und dem Geld vor einer Probefahrt schnell hinter dem Beifahrersitz versteckt, was später im in Vergessenheit geraten sei.
20:58 Uhr

Zwei Tote bei Brand in Mönchengladbach

Bei einem Brand in einem Einfamilienhaus sind in Mönchengladbach zwei Menschen ums Leben gekommen.

  • Wie die Polizei in der nordrhein-westfälischen Stadt mitteilte, wollten Mitarbeiter der Wasserwerke in das Reihenhaus, weil es in den Kellern der beiden angrenzenden Häuser Wasserschäden gab. Da niemand öffnete, wurden Feuerwehr und Polizei hinzugezogen.
  • Im Haus stießen die Einsatzkräfte dann auf die Leichen der beiden Bewohner. Im Erdgeschoss fanden sie eine tote 81-Jährige und im Obergeschoss ihren 88-jährigen Ehemann. Aufgrund von Rauch- und Rußspuren war erkennbar, dass es im Haus gebrannt hatte.
  • Offenbar gab es im Keller einen Wasserschaden und ein Feuer. Die Senioren könnten erstickt sein.
19:49 Uhr

Reggae-Legende Bunny Wailer gestorben

Die Welt der Reggae-Musik hat einen ihrer ganz Großen verloren. Bunny Wailer ist in einem Krankenhaus in Kingston, Jamaika, verstorben. Wailer, der zusammen mit Bob Marley als Pionier der Reggae-Musik gilt, wurde 73 Jahre alt.

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Bunny Wailer machte jahrelang zusammen mit Bob Marley Musik.

Die Musikkarriere von Bunny Wailer begann Anfang der Sechzigerjahre, als er gemeinsam mit seinem guten Freund Marley und Peter Tosh die Band The Wailers gründete. Zu ihren größten Erfolgen zählt die 1973 erschienene Platte "Catch a Fire".

Nach dem Zerwürfnis der Band und dem frühen Tod Marleys machte Wailer als Solokünstler weiter - mit Erfolg. Insgesamt drei Grammys konnte der Musiker sein Eigen nennen.

19:22 Uhr

Merz kündigt Bundestags-Kandidatur an

Der CDU-Politiker Friedrich Merz hat offiziell bestätigt, für den Bundestag kandidieren zu wollen. "Ich freue mich sehr über die Nominierung und bin bereit anzutreten", schrieb Merz auf Twitter. "Der Hochsauerlandkreis ist meine Heimat. Ich hätte große Freude daran, die Menschen und unsere Region im Bundestag zu vertreten", ergänzte der 65-Jährige. Zuvor war er von den Stadtverbänden Arnsberg und Sundern nominiert worden.

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18:47 Uhr

15 Tote bei schwerem Unfall in Kalifornien

Bei einem schweren Unfall mit einem Laster und einem Auto im Süden des US-Bundesstaats Kalifornien sind Medienberichten zufolge 15 Menschen gestorben. Mehrere weitere wurden verletzt. Der Unfall ereignete sich etwa 16 Kilometer entfernt von der mexikanischen Grenze.

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18:00 Uhr

Dax robbt sich an Allzeithoch heran

Am Montag schließt der Dax nach einem mehrtägigen zähen Ringen wieder über der 14.000-Punkte-Marke. Am Dienstagmorgen fällt er darunter, markiert bei 13.962 Punkten das Tagestief, rappelt sich im weiteren Handelsverlauf aber wieder auf und etabliert sich über der psychologisch wichtigen Kenngröße. Der Dax gewinnt 0,2 Prozent auf 14.040 Zähler. Im Tageshoch, das der Leitindex bei 14.101 Stellen markiert, lag er nur noch knapp 70 Punkte von seinem Allzeithoch entfernt. Negative Vorzeichen an der Wall Street bremsten im späten Handel die Kauflaune der Anleger hierzulande.

Dax
Dax 15.320,52

"Der Dax befindet sich mit seinem aktuellen Niveau über der 14.000er Marke in einem anspruchsvollen Bereich", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Margraf. "So mancher Anleger dürfte sich mit Käufen vor dem morgigen Lockdown-Treffen zurückgehalten haben. Für einen positiven Impuls haben die Inflationsdaten aus der Eurozone gesorgt, die auf keinen erhöhten Inflationsdruck hinweisen", erläutert sie.

Bei den Einzelwerten präsentieren sich Daimler, Allianz und Münchener Rück mit Kursaufschlägen von jeweils um und mehr als zwei Prozent an der Spitze der Gewinnerliste. Auf der Verliererseite liegen RWE und Adeliger Hero mit Abschlägen von mehr und rund zwei Prozent vorn.

Mehr börsenrelevante Nachrichten finden Sie im Börsen-Tag.

18:10 Uhr

Unbekannte stehlen beschlagnahmten Transporter von Polizeigelände

Dreister Diebstahl in Berlin: Unbekannte haben von einem Polizeigelände einen beschlagnahmten Transporter gestohlen.

Wie die Beamten mitteilten, wurde das Fehlen des Wagens im Bezirk Spandau in der vergangenen Woche bemerkt. Dieser war demnach Ende November wegen einer Verkehrsbehinderung abgeschleppt worden.

Beim Abschleppen fiel auf, dass der Transporter unverschlossen war. Im Innern wurden mehrere Fahrradanhänger und ein Autogepäckträger für Fahrräder entdeckt. Da einer der Anhänger einem Diebstahl zugeordnet werden konnte, wurden alle Gegenstände und auch der Lieferwagen zwecks Diebstahlermittlungen beschlagnahmt.

17:15 Uhr
16:53 Uhr

Mann greift Frau an - und verletzt sich selbst mit Armbrust

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Die Frau wurde in Templin auf offener Straße angegriffen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Mit einer Armbrust soll sich ein Mann in Brandenburg selbst verletzt und zuvor eine Frau angegriffen haben.

  • Die 59-Jährige hatte in Templin angegeben, dass sie von einem Unbekannten in der Bahnhofstraße mit einem länglichen Gegenstand am Kopf getroffen worden war, wie die Polizei mitteilte. Den 37-jährigen Tatverdächtigen fand die Polizei in einer Wohnung in der Bahnhofstraße auf.
  • Nach derzeitigem Ermittlungsstand hatte sich der Mann selbst mit einer Armbrust schwer verletzt. "Ob die Verletzungen der Frau ebenfalls mit Hilfe der Armbrust herbeigeführt wurden, ist Gegenstand der Ermittlungen", heißt es in einer Mitteilung der Polizei.
  • Beide wurden in Krankenhäuser gebracht.
16:08 Uhr

Jugendlicher stirbt durch Stromschlag an Bahnhof in Ingolstadt

An einem Bahnhof in Ingolstadt ist ein Jugendlicher durch einen Stromschlag getötet worden.

  • Ein weiterer Jugendlicher wurde schwer verletzt, er schwebte aber nicht in Lebensgefahr, wie die Polizei in der bayerischen Stadt mitteilte.
  • Die Jugendlichen hatten sich nach bisherigen Erkenntnissen zu nah an einer stromführenden Leitung im Gleisbereich des Bahnhofs aufgehalten. Die genaueren Umstände des Unglücks sind noch unklar.
  • Die Identität und das Alter der beiden sind ebenfalls noch unklar.
15:41 Uhr

Zeitraffervideo - Vulkan speit gigantische Aschesäulen

Vulkan Sinabung in Indonesien macht wieder mit spektakulären Eruptionen auf sich aufmerksam. Zeitweise türmt sich die riesige Aschewolke bis zu fünf Kilometer auf. Die insgesamt 13 Ausbrüche sind in einem Zeitraffer-Video gut zu sehen. Auch Vulkan Merapi auf der Insel Java speit Asche und Gestein.

15:13 Uhr

Supermarktschild erschlägt Frau in Russland

Eine 87 Jahre alte Passantin ist in Russland von einem herabfallenden Supermarktschild erschlagen worden. Nach Medienberichten soll sich das meterlange Schild mit dem Namen der Supermarktkette in der Stadt Nischni Nowgorod unter der Schneelast vom Dach gelöst haben. Es wird nun wegen nicht eingehaltener Sicherheitsvorkehrungen und fahrlässiger Tötung ermittelt.

In Russland kommt es immer wieder zu schweren Unglücken, weil Schnee und Eis nicht rechtzeitig von Hausdächern entfernt werden. Jeden Winter sterben Menschen durch herabfallende Schneemassen, Dächer sacken durch die Last ein. Auch durch Eiszapfen wurden schon Menschen erschlagen.

15:09 Uhr

USA verhängen Sanktionen im Fall Nawalny

Die USA verhängen im Fall des inhaftierten Kremlkritikers Alexej Nawalny Sanktionen gegen Russland. Das teilten Vertreter der US-Regierung am Dienstag in Washington mit. Zuvor verhängte auch die EU Sanktionen gegen ranghohe russische Staatsfunktionäre.

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14:31 Uhr

Ku'damm-Raser fünf Jahre nach tödlichem Crash erneut verurteilt

Mehr als fünf Jahre nach einem tödlichen Autorennen auf dem Berliner Kurfürstendamm ist einer der beiden Raser zu 13 Jahren Haft verurteilt worden.

  • Anders als in zwei früheren Urteilen entschied das Landgericht nicht auf Mord. Der inzwischen 29-Jährige wurde in dem neu aufgelegten Prozess des versuchten Mordes und der vorsätzlichen Gefährdung des Straßenverkehrs schuldig gesprochen.
  • Ein zweiter Raser ist inzwischen rechtskräftig wegen Mordes verurteilt.
  • Die beiden Männer waren am 1. Februar 2016 mit bis zu 170 Kilometer pro Stunde mit ihren Wagen über den Kurfürstendamm gerast. Einer der Fahrer rammte schließlich den Jeep eines Unbeteiligten, dieser starb in seinem Wagen. Die beiden Raser wurden kaum verletzt.
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14:20 Uhr

Schichtwechsel

Juliane Kipper verabschiedet sich in den wohlverdienten Feierabend. Ab sofort und bis zum späten Abend versorge ich Sie mit Nachrichten aus aller Welt. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!

13:58 Uhr

Streit bei Autokauf endet mit Messerstich

Ein Autokauf hat in Nürnberg mit einem Messerstich geendet. Nach Erkenntnissen der Ermittler habe ein 37-jähriger Mann einem 55-Jährigen in der Stadt in Mittelfranken ein Auto abkaufen wollen, teilte die Polizei mit. Aus bisher unklarer Ursache seien die beiden Männer am Montagnachmittag in heftigen Streit geraten.

Der Verkäufer habe nach bisherigen Ermittlungsstand schließlich ein Messer gezogen und den Käufer damit am Bein verletzt. Dann sei er mit seinem Auto davon gefahren. Der 37-Jährige wurde den Angaben zufolge im Krankenhaus behandelt. Der 55 Jahre alte Tatverdächtige wurde nach kurzer Fahndung festgenommen. Gegen ihn wird nun wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

13:15 Uhr

Gorbatschow feiert 90. Geburtstag in Corona-Quarantäne

Der frühere sowjetische Staatschef Michail Gorbatschow hat seinen 90. Geburtstag in Corona-Quarantäne verbracht. Der letzte Präsident der Sowjetunion befinde sich "für die Dauer der Pandemie im Krankenhaus in Quarantäne", sagte der Sprecher der Gorbatschow-Stiftung, Wladimir Poljakow. Gorbatschow werde aber mit seiner Familie und seinen Freunden feiern, wahrscheinlich bei einem Video-Treffen. Er sei allerdings - wie alle anderen auch - die Pandemie "leid".

Wie schon am Vortag Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier gratulierte auch Bundeskanzlerin Angela Merkel heute dem Jubilar. Die Kanzlerin dankte Gorbatschow für seinen "wichtigen Beitrag für eine Wiedervereinigung in Freiheit", der in Deutschland "ebenso unvergessen" bleibe wie sein "beständiges persönliches Engagement für freundschaftliche Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern". Gorbatschow könne "mit Stolz" auf sein "Lebenswerk" blicken, fügte die Kanzlerin hinzu.

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13:07 Uhr

Attentäter von Waldkraiburg legt Geständnis ab

Im Prozess um Terroranschläge im oberbayerischen Waldkraiburg hat der Angeklagte ein Geständnis abgelegt. "Das stimmt alles, was die vorgelesen hat", sagte der 26-Jährige vor dem Oberlandesgericht (OLG) München, nachdem eine Vertreterin der Bundesanwaltschaft die Anklage verlesen hatte. Er habe jahrelang Propaganda-Videos der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) geschaut und sich dadurch "unterbewusst radikalisiert", sagte er. "Ich bereue die Taten sehr. Das war einfach so ein Tunnelblick." In der Untersuchungshaft sei ihm aufgefallen, "dass die Welt bunt ist und es nicht nur immer ums Schlachten geht und ums Kämpfen".

12:24 Uhr

Prozess um Flugunglück auf Wasserkuppe: Pilot wegen fahrlässiger Tötung angeklagt

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Das Unglück ereignete sich am 14. Oktober 2018. Eine Mutter und ihre beiden Kinder wurden dabei getötet.

picture alliance/dpa

Rund zweieinhalb Jahre nach einem Flugunglück auf der Wasserkuppe in Hessen mit drei Toten beginnt heute der Prozess gegen den Piloten des Kleinflugzeugs vor dem Landgericht Fulda. Die Anklage wirft dem Mann fahrlässige Tötung vor. Zum Auftakt des Prozesses hat der Angeklagte den Angehörigen sein tiefes Bedauern ausgedrückt. "Es tut mir wahnsinnig leid", sagte der Mann vor dem Landgericht Fulda. "Ich kann nicht verstehen, wie dieser schlimme Unfall passieren konnte, der so viel Leid gebracht hat." Bis heute denke er täglich an den Unfall und träume nachts davon. Sein Anwalt erklärte, sein Mandant würde alles dafür geben, den Flug ungeschehen zu machen.

Bei dem Unglück am 14. Oktober 2018 war das Leichtflugzeug über die Landebahn hinausgeschossen und hatte eine 39 Jahre alte Mutter und ihre beiden elf und zwölf Jahre alten Kinder getötet. Die Maschine durchbrach eine Schranke und erfasste die Passanten auf einem angrenzenden Fußweg mit noch laufendem Propeller.

12:00 Uhr

Schlagzeilen zum Mittag

11:46 Uhr

Jeder Sechste macht Videocall noch in Schlafanzughose

Seit der Corona-Pandemie kommunizieren mehr Menschen über das Internet - und geben sich dabei weniger formell als im Büro. Jeder Dritte, der im Homeoffice Video-Anrufe macht, tut dies mitunter in Jogginghose, erklärte der Digitalverband Bitkom am Dienstag zu einer Umfrage unter rund 1000 Menschen über 16 Jahren. "Jeder Sechste trägt ab und an noch seine Schlafanzughose, während er sich mit Kollegen, Vorgesetzten oder Kunden per Video austauscht."

Die verbreitete Annahme, die Menschen säßen "oben im Hemd und unten in der Unterhose vor der Kamera, ist jedoch ein Gerücht". Nur vier Prozent gaben dies in der Umfrage an. Den allermeisten ist demnach wichtig, bei Videocalls auch optisch einen guten Eindruck zu machen. Fast drei Viertel achten auf einen aufgeräumten Hintergrund - dies betrifft 78 Prozent der Frauen und 69 Prozent der Männer. Zwei Drittel wollen möglichst persönlich gut aussehen - auch hier sind Frauen aufmerksamer (69 Prozent) als Männer (60 Prozent).

11:19 Uhr

15-Jähriger springt aus fahrender Straßenbahn - lebensgefährlich verletzt

Offenbar weil er sich einer Fahrkartenkontrolle entziehen wollte, ist ein 15-Jähriger in Duisburg aus einer fahrenden Straßenbahn gesprungen. Bei dem anschließenden Sturz zog sich der Jugendliche lebensgefährliche Verletzungen zu, wie die Polizei mitteilte. Der 15-jährige Duisburger hatte demnach von innen eine der hinteren Straßenbahntüren geöffnet und war ins Freie gesprungen. Ein Rettungswagen brachte den Jugendlichen ins Krankenhaus. Nach dem Zwischenfall am späten Montagnachmittag wurde ein Rettungshubschrauber zum Einsatzort entsandt.

10:46 Uhr

Attentat von Waldkraiburg: Mutmaßlicher Täter vielleicht psychisch krank

Der mutmaßliche Attentäter von Waldkraiburg ist nach Angaben seines Verteidigers womöglich psychisch krank. "Wir gehen selbst nicht von einer Schuldunfähigkeit, aber von einer verminderten Schuldfähigkeit aus", sagte sein Anwalt Christian Gerber am Dienstag zu Beginn des Terrorprozesses am Oberlandesgericht München. Grund sei "eine psychische Erkrankung" seines Mandanten. Auch das Gericht wies zu Beginn des Prozesses darauf hin, dass eine mögliche psychische Erkrankung des 26-Jährigen und die Unterbringung in einer Klinik im Raum stehe.

Die Bundesanwaltschaft wirft dem Deutschen kurdischer Abstammung mehrere Anschläge auf türkische Läden im multikulturell geprägten, oberbayerischen Waldkraiburg im vergangenen Jahr vor. Er soll sich der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) angeschlossen und einen Hass auf die politische Führung der Türkei entwickelt haben. Die Anklage lautet unter anderem auf versuchten Mord in 31 Fällen, schwere Brandstiftung und die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat.

09:57 Uhr

Justizazubi besserte sich mit Drogen-Schmuggel Gehalt auf

In einem Gefängnis in Baden-Württemberg soll sich ein Justizauszubildender als Schmuggler betätigt haben. Wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Ravensburg mitteilten, schleuste der 20-Jährige gegen Bezahlung mehrfach verbotene Gegenstände für Gefangene in seine Haftanstalt. Zudem erklärte er sich bereit, Rauschgift zu besorgen.

Der junge Mann wurde demnach in der vergangenen Woche im Zuge eines bereits länger laufenden Ermittlungsverfahrens beim Ankauf von Drogen in der Stadt Weingarten festgenommen. Nach Abschluss der Maßnahmen kam er jedoch wieder auf freien Fuß. Er muss sich nun wegen Bestechlichkeit sowie Rauschgifthandels verantworten.

09:30 Uhr

"Faul und sexistisch": Taylor Swift wehrt sich gegen Scherz auf ihre Kosten

Die US-Sängerin Taylor Swift hat die Serie "Ginny & Georgia" für einen abfälligen Scherz kritisiert. Die 31-Jährige postete auf Twitter ein Foto mit einem Zitat aus der Netflix-Serie, in dem es heißt "Was kümmert es dich? Du wechselst die Männer schneller als Taylor Swift" - und schrieb dazu:

  • "Hey Ginny & Georgia, 2010 hat angerufen und will seinen faulen, tief sexistischen Witz zurück." Mit derartigen Scherzen degradiere man hart arbeitende Frauen, erklärte Swift weiter.
  • Die Sängerin hatte sich bereits vor Jahren gegen abfällige Bemerkungen über ihre vermeintlich häufigen Partnerwechsel gewehrt. In ihrem Song "Shake it Off" sang sie 2014 darüber, wie sie Lästereien und Hasskommentare abschüttelt - unter anderem den Vorwurf, dass sie "auf zu viele Dates" gehe.
09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:35 Uhr

Superheld von Vietnam: Mann rettet Kind bei Sturz aus 12. Stock

In Vietnam ist ein zweijähriges Mädchen aus dem zwölften Stock eines Hochhauses gestürzt - und durch den beherzten Einsatz eines Lastwagenfahrers gerettet worden. Das Kind überlebte leicht verletzt. Der 31-jährige Nguyen Ngoc Manh wird seither von Medien in dem südostasiatischen Land als Superheld gefeiert. Der Vorfall ereignete sich am Sonntag in der Hauptstadt Hanoi, wie die Zeitung "VnExpress" berichtete.

Das Mädchen war über das Geländer des Balkons geklettert und drohte, 50 Meter in die Tiefe zu fallen. Der Mann hielt sich in der Nähe auf, als er durch laute Schreie von Anwohnern auf die Gefahr für das Kleinkind aufmerksam wurde. Er habe versucht auszumachen, wo das Kind landen könnte und sei dorthin gerannt, erzählte er lokalen Medien. In nur wenigen Sekunden kletterte er auf ein Vordach aus Metall - rutschte dort aber just in dem Moment aus, in dem das Mädchen abstürzte. Dennoch konnte er mit seinen Armen den Sturz abfangen. Das Mädchen wurde ins Krankenhaus gebracht und habe sich die Hüfte ausgerenkt, sonst aber keine Verletzungen davongetragen, hieß es.

07:47 Uhr

Briefbombe gegen Lidl: Beschuldigter Rentner will es nicht gewesen sein

Vor zwei Wochen wird ein Mann in der Warenannahme eines Getränkeherstellers in Eppelheim durch eine Verpuffung verletzt, als er ein Paket angenommen hatte. Am Folgetag kommt es beim Öffnen eines Briefes in der Lidl-Zentrale in Neckarsulm zu einer Explosion mit drei Verletzten. Nach diesen beiden Fällen in Baden-Württemberg war ein drittes verdächtiges Paket, das an den Babynahrungshersteller Hipp adressiert war, in einem Paketverteilzentrum beim Flughafen München abgefangen und entschärft worden.

Auch jetzt ist das Motiv des beschuldigten Rentners noch weiterhin unklar. Der 66-Jährige bestreite die Tat, teilt die Staatsanwaltschaft Heidelberg mit. Es gebe derzeit keine "auf Tatsachen gegründete Annahmen, was das Tatmotiv anbelangt". Nach Überzeugung der Ermittler hat der Mann die Sprengstoffpakete an einer Ulmer Postannahmestelle abgegeben.

07:16 Uhr

Nach nebligem Start folgt reichlich Sonnenschein

Heute meist sonnig, gebietsweise zäher Nebel, vor allem an der Ostsee. Im Dauernebel kalt, mit Sonne bis 17 Grad. Heute lösen sich die Nebelfelder von Nordhessen, dem Thüringer Becken und dem Raum Leipzig bis in die Lüneburger Heide sowie an der Donau bis zum Mittag meist auf. Im Nordosten und in Nordfriesland können sich Nebel und Hochnebel länger, an der Ostsee auch dauerhaft halten. Abseits des Nebelgraus ist es sonnig. Mit reichlich Sonnenschein steigen die Temperaturen auf 12 bis 17 Grad an, bei überwiegend trübem Wetter werden es nur 2 bis 7 Grad.

06:59 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

die Bundesagentur für Arbeit stellt ihre Arbeitsmarktstatistik für den Monat Februar vor - den vierten Lockdown-Monat in Folge. Experten gehen nicht von allzu großen Bewegungen bei der Zahl der Arbeitslosen aus. Im vergangenen Jahr hatte es im Februar einen leichten Rückgang der Arbeitslosigkeit gegeben. In diesem Jahr könnte eine Frühjahrsbelebung zunächst einmal ausbleiben. Außerdem stehen heute noch folgende Termine an:

  • Der Friedensnobelpreisträger und frühere Sowjetpräsident Michail Gorbatschow feiert seinen 90. Geburtstag. Der gesundheitlich angeschlagene frühere Kremlchef verbringt den Tag allerdings weitgehend in Isolation wegen der Corona-Pandemie, wie er unlängst mitteilte. Als einer der Väter der Deutschen Einheit sicherte sich "Gorbi", wie ihn die Deutschen achtungsvoll nennen, seinen Platz in der Geschichte schon vor rund 30 Jahren. Der frühere Generalsekretär der Kommunistischen Partei der Sowjetunion gilt als einer der größten Reformer des 20. Jahrhunderts.
  • Nach den Anschlägen auf türkische Läden im oberbayerischen Waldkraiburg vor knapp einem Jahr beginnt vor dem Oberlandesgericht München der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter. Die Bundesanwaltschaft wirft dem Deutschen kurdischer Abstammung versuchten Mord in 31 Fällen, schwere Brandstiftung und die Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat vor.
  • Nach einem fulminanten Start 2019 hat das Führungsduo der DZ Bank im Corona-Jahr einige Rückschläge hinnehmen müssen. Angesichts eines Gewinneinbruchs im ersten Halbjahr 2020 verabschiedeten sich die Co-Chefs Cornelius Riese und Uwe Fröhlich im August von ihrem Ziel, im Gesamtjahr einen Vorsteuergewinn am unteren Ende einer Spanne von 1,5 Milliarden bis 2 Milliarden Euro zu erreichen. Heute legt das genossenschaftliche Spitzeninstitut in Frankfurt die Zahlen für das abgelaufene Jahr vor.
  • Nach einem blutigen Familienstreit mit einem toten Jugendlichen in einem Flüchtlingsheim will das Landgericht Augsburg das Urteil verkünden. Die Staatsanwaltschaft hat für den 30 Jahre alten Angeklagten eine lebenslange Haftstrafe wegen Mordes gefordert. Zudem verlangt der Staatsanwalt die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld, sodass voraussichtlich nicht bereits nach 15 Jahren die Gefängnisstrafe zur Bewährung ausgesetzt werden könnte.

Mein Name ist Juliane Kipper und ich begleite Sie heute durch den Tag. Sie haben Fragen oder Anregungen? Sie erreichen mich unter: juliane.kipper@nama.de

06:52 Uhr

Vulkane in Indonesien spucken wieder Asche und Gestein

In Indonesien sind zwei Vulkane ausgebrochen. Auf der Insel Sumatra stieß der Sinabung eine etwa fünf Kilometer hohe Aschesäule aus, wie der geologische Dienst des südostasiatischen Landes mitteilte. Zudem sei ein sogenannter pyroklastischer Strom - ein Gemisch aus heißer Asche, Gasen und Gesteinsstücken - die Hänge des Vulkans heruntergelaufen. Verletzte oder Schäden gab es nach ersten Berichten nicht. Der etwa 2460 Meter hohe Sinabung liegt rund 50 Kilometer südwestlich der Provinzhauptstadt Medan. Nachdem er jahrhundertelang ruhig gewesen war, gab es seit 2010 immer wieder Ausbrüche. Zehntausende Menschen mussten dabei in Sicherheit gebracht werden. Bei besonders schweren Eruptionen 2014 und 2016 kamen mehr als 20 Menschen ums Leben.

Auch der Vulkan Merapi auf der Insel Java habe erneut glühende Asche und Gestein herausgeschleudert, berichteten die Behörden. Das Gemisch sei zwei Kilometer weit die Hänge auf der Südwestseite des Bergs heruntergelaufen. Der knapp 3000 Meter hohe Merapi ist Indonesiens aktivster Vulkan. Er liegt etwa 35 Kilometer nördlich der Großstadt Yogyakarta.

06:10 Uhr

Smudo über Luca-App: "Konzerte sind der Endgegner"

Ein Hip Hopper als Pandemiebekämpfer: Smudo von den Fantastischen Vier sieht das von ihm mitentwickelte System "Luca" als einen der Schlüssel, um das gesellschaftliche Leben wieder hochzufahren. Mit dem System einer App und verschlüsselten QR-Codes könnten etwa Besucher von Restaurants oder Kinos digital einchecken. Bei einer Corona-Infektion fänden die angeschlossenen Gesundheitsämter schneller entsprechende Kontaktpersonen

"Ich bin davon überzeugt, dass "Luca" uns in Kombination mit Testungen, der Corona-App und den AHA-Regeln in ein immer normaleres Leben führen wird", sagte er. "Für uns ist das eine reelle Öffnungsstrategie." Das System könnte langfristig auch bei Musikveranstaltungen zum Einsatz kommen. "Konzerte sind natürlich der Endgegner. Körper an Körper zu stehen und einem Künstler zuzujubeln, das wird bis nächstes Jahr bestimmt nicht funktionieren. Das ist meine persönliche Einschätzung", erklärte Smudo, der am Sonntag in der Talksendung von Anne Will zu Gast war, weiter.

05:53 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht

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