Dienstag, 22. Januar 2019Der Tag

Heute mit Uladzimir Zhyhachou und Friederike Zörner
22:37 Uhr

Das war Dienstag, der 22. Januar 2019

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Heute begann das Weltwirtschaftsforum im schweizerischen Skiort Davos.

(Foto: picture alliance/dpa)

In Zeiten der nationalen Alleingänge (Stichwort Brexit) fallen Deutschland und Frankreich mit einem symbolischen Akt auf, der so viel mehr sein soll als eine leere Absichtsbekundung. Der heute unterzeichnete Aachener Vertrag vertieft nämlich die Zusammenarbeit der europäischen Nachbarländer in Politik, Wirtschaft und Forschung. Mehr als 60 gemeinsame Projekte sind geplant. Staatspräsident Emmanuel Macron und Bundeskanzlerin Angela Merkel bemühten sich um ein Signal der Solidarität.

"Deutschland und Frankreich müssen in dieser Welt und in diesem Europa ihre Verantwortlichkeiten wahrnehmen und den Weg weisen", sagte Macron. Die Liebe zur Heimat und die europäische Integration seien keine Widersprüche. "Wir lieben unsere Vaterländer", fuhr er fort, "aber wir lieben auch Europa".

Diese Themen waren ebenfalls bedeutsam:

Kommen Sie gut durch die Nacht. Bis morgen.

 

22:16 Uhr

Shutdown: FBI kann Informanten nicht mehr bezahlen

Donald Trump beschwert sich derzeit nicht nur über die Medien (siehe unten), sondern auch die Demokraten, die seit Wochen den Milliarden für den Mauerbau an der Grenze zu Mexiko nicht zugestimmt haben. Wie jetzt bekannt wurde, schränkt der aus dem Haushaltsstreit resultierende Shutdown auch die Arbeit des FBI erheblich ein. Die Bundespolizei könne etwa Informanten und Übersetzer nicht mehr bezahlen und auch keine Drogen für verdeckte Einsätze kaufen, prangerten anonyme FBI-Mitarbeiter laut einer Mitteilung ihres Berufsverbandes FBIAA an.

Wenn aber Quellen des FBI nicht mehr bezahlt werden könnten, bestehe das Risiko, "sie und die von ihnen gelieferten Informationen für immer zu verlieren", wurde ein Mitarbeiter zitiert. Ein FBI-Büro beschwerte sich dem Verband zufolge etwa auch darüber, dass es an Geld für DNA-Testsätze, Ersatz-Autoreifen und Kopierpapier fehle. Die Mehrzahl der rund 13.000 FBI-Sonderagenten muss indes weiterhin arbeiten - obwohl sie infolge der Haushaltssperre ihre Gehälter nicht ausgezahlt bekommen.

21:52 Uhr

Trump beklagt "rüde" Berichte über Sprecherin Sanders

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Nachrichten aus dem Weißen Haus sollen zukünftig eher selten bei sogenannten Pressebriefings überbracht werden. Laut US-Präsident Donald Trump machten diese ohnehin keinen wirklich Sinn. Er habe seiner Sprecherin Sarah Sanders gesagt, sie solle sich wegen der Briefings "keinen Kopf machen", schrieb Trump auf Twitter.

  • Die unter früheren Präsidenten regelmäßigen formellen Briefings im Presseraum des Weißen Hauses sind ohnehin bereits zur Seltenheit geworden. Ihr jüngstes derartiges Briefing gab Sanders am 18. Dezember.
  • Stattdessen spricht sie häufiger informell und spontan mit Journalisten. Bei diesen Gelegenheiten haben die Reporter aber weniger Zeit und Gelegenheit, Fragen zu stellen und nachzuhaken.
  • Der Grund, warum Sanders nur noch selten auf das Podium im Presseraum gehe, sei die "rüde" und "inkorrekte" Berichterstattung über ihre Äußerungen, merkte Trump dazu an.
21:26 Uhr

Haus von Boxer Pacquiao während WM-Kampf ausgeraubt

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In einem einseitigen Kampf bezwingt der philippinische Box-Superstar Manny Pacquiao den US-Amerikaner Adrien Broner am Samstag in Las Vegas klar nach Punkten. Von 70 Profi-Kämpfen hat der "Pac-Man" damit 61 gewonnen, 39 davon per K.o. Doch was der 40-Jährige im Rausch des Triumphs nicht wissen kann: Sein Anwesen im rund 400 Kilometer entfernten Los Angeles wird fast zur gleichen Zeit ausgeraubt. Nach Angaben des Los Angeles Police Department plündern Verdächtige in den späten Nachmittagsstunden das Haus und entwenden Eigentum. Was die Unbekannten erbeuten konnten, ist derzeit nicht bekannt.

20:56 Uhr

Brasiliens Präsident speist in Davos im Supermarkt

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Nichts geht über eine ordentliche Portion Kartoffeln und eine Frikadelle - das dachte sich wohl auch Brasiliens neuer Präsident. Vor seiner Rede bei der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums (WEF) im schweizerischen Davos stärkte sich Jair Bolsonaro nicht etwa in illustrer Runde, sondern in einem schnöden Supermarkt.

"Ich habe gerade mein Essen bekommen, da habe ich zur Seite geschaut und da war Bolsonaro", zitierte die Wirtschaftszeitung "Valor" einen Brasilianer, der in der Schweiz lebt und scheinbar an einem benachbarten Biertisch saß. Mehrere Brasilianer nutzten die Gelegenheit, um ein Selfie mit ihrem Präsidenten zu machen. Ganz zufällig dürfte der Auftritt in dem Alpenort allerdings nicht gewesen sein. Das brasilianische Präsidialamt verbreitete Fotos von dem Supermarktausflug. Bolsonaros Sohn Eduardo retweetete einen Beitrag, in dem es unter einem Foto seines speisenden Vaters hieß: "Tausende Millionäre in Davos, und Bolsonaro isst mit seiner Mannschaft in einem Selbstbedienungsrestaurant."

20:29 Uhr

Mutter von Esterhazy-Chef soll entführt worden sein

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Stefan Ottrubay

(Foto: imago/Viennareport)

Unbekannte haben offenbar die Mutter des Direktors der Esterhazy-Stiftungsgruppe, Stefan Ottrubay, entführt. Das berichten mehrere österreichische Medien. Demnach war die 88-Jährige am Dienstagnachmittag mit einer Pflegerin auf der Esterhazy-Straße in Eisenstadt unterwegs, als zwei schwarze Limousinen anhielten und sie gewaltsam in einen Wagen zerrten. Ihr Sohn gilt als "der letzte Fürst des Burgenlands", wie das Portal "OE 24" schreibt.

Die Polizei hat inzwischen eine Großfahndung initiiert, berichtet die Nachrichtenagentur APA. Die Identität des Opfers wollte ein Sprecher allerdings nicht bestätigen. In einer der beiden Limousinen saß den Angaben zufolge eine große, schlanke, blonde Frau, die eine Haube getragen haben soll. Details zum Kennzeichen des Wagens waren nicht bekannt.

20:08 Uhr

Rabiater Schlüsseldienst tritt Tür ein

Etwas Gutes hatte diese eigenwillige Aktion dann doch: Der Mann, der sich ausgesperrt hatte, konnte zurück in seine Wohnung. Nur hatte er sich das Ganze sicherlich anders vorgestellt. Aber der Reihe nach: Ein 68-jähriger Bewohner in Schweinfurt vergaß seinen Schlüssel und wählte in seiner Not die Nummer einer Vermittlung für Schlüsseldienste, die er im Internet gefunden hatte. Der daraufhin angerückte, angebliche Mitarbeiter eines entsprechenden Dienstes trat kurzerhand die verschlossene Tür ein.

Der verblüffte Kunde weigerte sich nach Angaben der Polizei, die Rechnung in Höhe von etwa 150 Euro zu zahlen. Daraufhin verließ der rabiate Dienstleister das Haus. Wieso er die Tür eintrat, obwohl er Werkzeug dabei hatte, war nicht bekannt. Auch ob es sich bei ihm tatsächlich um einen professionellen Schlüsseldienst-Mitarbeiter handelte oder um einen Betrüger, konnte die Polizei nicht sagen.

19:36 Uhr

"Verzaubert": Polizist sucht auf Instagram nach Frau

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"Die sollen Verbrecher jagen!", schallte es empört durch die Redaktion, als ich von dieser kuriosen Suche der Berliner Polizei erzählte. Deswegen will ich auch Ihnen die Instagram-Story, um die es geht, nicht vorenthalten: Offenbar hat sich ein Berliner Beamter verknallt. Er wurde am Montagnachmittag von einer Frau am Halleschen Tor nach dem Weg gefragt.

"Dein Lächeln hat ihn verzaubert", heißt es weiter. "Du gehst unserem Kollegen nicht mehr aus dem Kopf." Die Herzdame wird gebeten, sich via Instagram zu melden. Auch wenn diese offensive "Fahndung" etwas fehl am Platz anmuten mag, drücke ich insgeheim doch die Daumen, dass die beiden irgendwie zusammen finden...

19:08 Uhr

"Politico": CDU-Politiker Brok kassierte bei Besuchern doppelt

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Elmar Brok sitzt seit 1980 im EU-Parlament.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der dienstälteste Abgeordnete im Europaparlament Elmar Brok soll bei Besuchen von Bürgern in Brüssel doppelt kassiert haben. Das berichtet die Nachrichten-Website "Politico". Demnach habe der CDU-Politiker von den Besuchern eine Kostenbeteiligung von 150 Euro verlangt und zugleich Subventionen des Europaparlaments erhalten. Dadurch habe er in den Jahren 2016 und 2017 fast 18.000 Euro zusätzlich eingenommen. "Politico" stützt seine Vorwürfe auf Abrechnungen, von denen das Magazin nach eigenen Angaben Kopien aus Kreisen der CDU erhalten hat.

Brok wies die Vorwürfe umgehend zurück. Die Mittel des Europaparlaments seien korrekt verwendet worden, betonte er. Dies hätten die Prüfungen durch das Parlament ergeben. Die Beiträge der Besucher seien für Leistungen erhoben und ausgegeben worden, die von den Zuschüssen des Parlaments nicht gedeckt seien. Er habe die Unterlagen nun noch einmal an den zuständigen und vom Europaparlament anerkannten Steuerberater gesandt und um eine neue Prüfung gebeten. Am Montag gab Brok bekannt, dass er nicht noch einmal für das Parlament, das im Mai neu gewählt wird, kandidieren wird. Hintergrund sind Querelen mit seinem nordrhein-westfälischen Landesverband.

18:40 Uhr

US-Experten warnen vor Raketenbasis in Nordkorea

Bei ihrem Gipfeltreffen in Singapur kommen US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un einer Denuklearisierung des ostasiatischen Landes nach eigenen Aussagen einen Schritt näher. Kim macht Zugeständnisse und lässt unter anderem ein Atomtestgelände zerstören. Doch offenbar arbeitet das Regime im Geheimen weiter an Raketenstützpunkten.

 

18:24 Uhr

Deutschland setzt Beteiligung an Sophia-Mission aus

Erst im Dezember konnte das drohende Aus für den EU-Marineeinsatz im Mittelmeer abgewendet werden. Die EU-Staaten beschlossen, das am 31. Dezember endende Mandat der Operation "Sophia" um drei Monate zu verlängern. Ein Kompromiss, nachdem Italien zuvor monatelang mit einem Veto gedroht hatte.

Nun hat Deutschland nichtsdestotrotz die Beteiligung an der zur Bekämpfung der Schleuserkriminalität gedachten EU-Mission ausgesetzt. Nach dpa-Informationen wird nach dem Einsatz der Marine-Fregatte "Augsburg" zunächst kein weiteres Schiff vor die libysche Küste geschickt. Die Operation "Sophia" war während der Flüchtlingskrise 2015 gestartet worden.

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17:53 Uhr

Trump lässt sich auf Fotos offenbar schlanker machen

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Mehr als 25 Millionen Nutzer haben die Facebook-Seite von Donald Trump abonniert. Auf Instagram verbucht der US-Präsident rund 11,6 Millionen Abonnenten. Kein Wunder also, dass der Staatsmann auf einen aussagekräftigen Auftritt in den sozialen Medien Wert legt. Doch greift er dafür auch in die Trickkiste? Einer Recherche des Blogs "Gizmodo" zufolge, weisen einige gepostete Bilder auf den Plattformen tatsächlich gewisse Manipulationen auf: Sie stellen Trump fitter und schlanker dar, als er tatsächlich ist.

Mindestens drei Fotos seien seit Oktober 2018 retuschiert worden. Bei einem Vergleich mit den Original-Bildern, die teilweise auf der Flickr-Seite des Weißen Hauses veröffentlicht wurden, sind eindeutig Körperpartien zu erkennen, die leicht verändert wurden (etwa die Schulterpartie, die Hände, das Gesicht oder der Bauchumfang). Angesichts seines tagtäglichen Feldzugs gegen angebliche "Fake News" ist der Umgang des Präsidenten mit der Wahrheit im Zusammenhang mit seinem Körper also durchaus scheinheilig.

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17:27 Uhr

Zuwanderung nach Deutschland hat sich stark verringert

"Im Jahr 2017 zogen mit 1,55 Mio. deutlich weniger Menschen zu uns als in den Vorjahren." Laut dem Migrationsbericht 2016/2017 der Bundesregierung hat die Zuwanderung deutlich abgenommen. Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland aus dem Bericht zitiert, waren demgegenüber die Fortzüge wesentlich höher: "2016 waren es 1,37 und 2017 1,13 Mio. Personen. Damit gab es nach dem sehr hohen Wanderungsgewinn im Jahr 2015 von fast 1,14 Mio. Personen geringere Wanderungsgewinne von ca. 0,5 Mio. im Jahr 2016 und 0,4 Mio. 2017."

Darüber hinaus zeige sich bei den Asylzahlen ein deutlicher Rückgang der "Fluchtmigration" nach Deutschland. Während viele der im Jahr 2015 eingereisten Asylbewerber erst im Jahr 2016 einen Asylerstantrag gestellt hätten, sei die Zahl der Asylerstanträge im Jahr 2017 auf 198.000 zurückgegangen. Dies entspreche einem Rückgang von 72,5 Prozent. Nach Einschätzung der Bundesregierung "zeigt sich insgesamt, dass Deutschland die hohe Zuwanderung von Schutzsuchenden bewältigt hat".

17:01 Uhr

Russe wollte Flugzeug nach Afghanistan entführen

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Die Maschine musste in Chanty-Mansijsk landen.

(Foto: imago/ITAR-TASS)

Der mutmaßliche Entführungsversuch eines Russen ist glimpflich ausgegangen. Der Mann wollte ein russisches Passagierflugzeug auf dem Weg nach Moskau zu einer Kursänderung zwingen. Der Verdächtige wollte wenige Minuten nach dem Start die Aeroflot-Maschine in Surgut (Westsibirien) nach Afghanistan umsteuern lassen, teilte das Nationale Anti-Terror-Komitee mit. Der Pilot leitete sofort eine Sicherheitslandung in Chanty-Mansijsk ein.

Niemand wurde verletzt. Dem Täter drohen Medienberichten zufolge bis zu zwölf Jahre Haft. Der Mann habe möglicherweise psychische Probleme, meldete die Agentur Tass unter Berufung auf einen Behördensprecher. Er sei bereits früher auffällig gewesen und mehrmals unter Alkoholeinfluss festgenommen worden. Von einem terroristischen Hintergrund wird nicht ausgegangen.

16:36 Uhr

Hannover führt gendergerechte Sprache ein

Hannover nimmt eine Vorreiterrolle in Sachen geschlechtergerechte Sprache in Verwaltungen ein. Wie nun bekannt wurde, hat die niedersächsische Landeshauptstadt eine entsprechende Empfehlung herausgegeben, wonach der Vielzahl geschlechtlicher Identitäten Rechnung getragen werden soll. Oberbürgermeister Stefan Schostok sieht darin laut Pressemitteilung "ein wichtiges Signal" sowie einen Schritt, "alle Menschen unabhängig von ihrem Geschlecht anzusprechen."

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Die neue Empfehlung ist für sämtlichen Schriftverkehr der Verwaltung verbindlich. Sie wird der Stadt zufolge schrittweise in Emails, Präsentationen, Broschüren, Presseartikeln, Drucksachen, Hausmitteilungen, Flyern, Briefen, Formularen und Rechtstexten umgesetzt. Als wichtigste Grundregel wird aufgeführt, überall da, wo es möglich ist, geschlechtsumfassende Formulierungen zu verwenden. In einem Flyer heißt es dazu als Beispiel, dass aus "Rednerpult" künftig "Redepult" gemacht werden soll. Das "Wählerverzeichnis" wird zum "Wählendenverzeichnis", "Lehrer" zu "Lehrenden" und "Antragssteller" zu "Antragsstellenden". Erst in zweiter Linie, wenn eine solche Formulierung nicht möglich ist, wird der "Genderstar" eingesetzt. Statt "liebe Kolleginnen und Kollegen" lautet die Anrede entsprechend "liebe Kolleg*innen".

16:08 Uhr

Sorge um Designer: Karl Lagerfeld verpasst Modenschau

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Die Modewelt macht sich Sorgen um Karl Lagerfeld. Der Stardesigner ist zum allerersten Mal in seiner Zeit als Chanel-Kreativdirektor nicht am Ende der Modenschau seines Hauses aufgetreten. Lagerfeld habe sich müde gefühlt, so das offizielle Statement von Chanel. Für das Modehaus trat nur Kreationsleiterin Virginie Viard vor das Publikum.

Die Show wurde am Morgen im Pariser Grand Palais gezeigt. An der Nachmittagsshow sollte Lagerfeld aber teilnehmen - erschien jedoch ebenfalls nicht. Eine Mode-Kritikerin sagte AFP, sie könne sich nicht erinnern, dass Lagerfeld in seinen 40 Jahren bei Chanel jemals eine Schau verpasst habe.

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15:33 Uhr

Schule in Sachsen lehrt in Bio-Heft "Rassenlehre"

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Ausschnitt aus dem "Lehrbuch"

(Foto: Petra Zais)

An einer Oberschule im Kreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge lernen Schüler der 10. Klasse im Biologie-Unterricht, dass es "negride, mongolide und europäische Rassenkreise" gibt. Sie müssen diesen angeblich typische Hautfarben, Nase- und Gesichtsformen zuordnen. So schildern es jedenfalls empörte Eltern, die entsprechende Hinweise an die Grünen weitergegeben haben. Der Einsatz des veralteten Biologie-Lehrhefts mit der "Rassenlehre des Menschen" sorgt derzeit in Sachsen für Wirbel. Die Grünen verlangten in einer Kleinen Anfrage Aufklärung vom Kultusministerium, wie ein solches Heft in den Unterricht gelangen kann.

Nach Angaben des Ministeriums handelt es sich bei dem Buch um das Themenheft "Naturwissenschaft Biologie, Chemie, Physik - Farben" aus dem Jahr 1998. Eine Sprecherin sprach von einem "bedauerlichen Einzelfall". Sie verwies auf die Eigenverantwortung der Schulen bei der Auswahl der Lehrmittel. In Sachsen müssen nur Schulbücher für die Fächer Religion und Ethik zugelassen werden.

15:12 Uhr

Süßwarenindustrie spürt Folgen des heißen Sommers

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Als Sommersnack eher ungeeignet.

(Foto: imago/CHROMORANGE)

Ich weiß ja nicht, wie es Ihnen geht, aber mein Appetit auf Süßigkeiten kann durch nichts und niemanden erschüttert werden. Darum finde ich es schwer nachvollziehbar, wenn die Industriebranche meines Vertrauens einen schwindenden Absatz bilanziert. Doch anscheinend greifen die Deutschen an heißen und trockenen Tagen - wie zuletzt im Sommer/Herbst 2018 - seltener zu Waren, die leicht den Aggregatzustand ändern.

Während die Produktion von Knabberartikeln um 3,2 Prozent und Speiseeis wegen des heißen Sommers sogar um 11,3 Prozent zulegte, ging sie sowohl bei Zuckerwaren als auch feinen Backwaren um jeweils 2,5 Prozent zurück. Hinzu kommt, dass die Preise für die Kühlung von Rohstoffen und Produkten sowie die Anschaffung etwa von Vollmilchpulver und Butter stiegen. Wenn das so weitergeht (#klimawandel), sollten sich die betreffenden Personenkreise wohl ein paar Innovationen ausdenken.

14:48 Uhr

Verfassungsschutz: Höckes "Flügel" beeinflusst AfD mit Erfolg

Seit vergangener Woche ist klar: Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) nimmt die AfD insgesamt und den rechtsnationalen "Flügel" der Partei verstärkt unter die Lupe. Nun sickern Details aus einem Gutachten des BfV an die Öffentlichkeit. Demnach hält der Verfassungsschutz es für möglich, dass der "Flügel" um die Leitfigur Björn Höcke den Kurs der gesamten Partei beeinflusst hat. Es sei zu befürchten, dass diese Strömung mit ihren "mutmaßlich verfassungswidrigen Einwirkungsversuchen auf die Gesamtpartei schon erste Erfolge erzielt hat", zitiert die dpa aus dem Dokument.

Der "Flügel" habe auch "Verbindungen zu bekannten rechtsextremistischen Organisationen; maßgebliche Mitglieder, einschließlich der Führungsfigur Höcke, haben sich in der Vergangenheit auch schon selbst für rechtsextremistische Organisationen betätigt". Nach seiner Analyse von Textpassagen des 2018 erschienenen Buches "Nie zweimal in denselben Fluss, Björn Höcke im Gespräch mit Sebastian Henning" bilanziert der Inlandsgeheimdienst: "Nicht der Nationalsozialismus selbst, sondern die Niederlage von 1945 scheint für Höcke die eigentliche Katastrophe zu sein."

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14:35 Uhr

Deutscher Beitrag "Werk ohne Autor" für Oscar nominiert

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Anwärter auf den Oscar: Florian Henckel von Donnersmarck.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nachdem der deutsche Film "Werk ohne Autor" bei den Golden Globes leer ausgegangen ist, hat das Künstlerdrama von Florian Henckel von Donnersmarck nun Chancen auf einen Oscar. Der Streifen ist einer von fünf Anwärtern in der Sparte "nicht-englischsprachiger Film", wie die Oscar-Akademie bekannt gab. Mit nominiert sind unter anderem die Filme "Roma" (Mexiko) und "Cold War" (Polen).

In "Werk ohne Autor" geht es um den Findungs- und Schaffensprozess eines Künstlers. Inspiriert ist der Film von dem Leben des deutschen Malers Gerhard Richter. Der 86-jährige Künstler ist inzwischen zu Donnersmarck auf Distanz gegangen und hat den Film als Verzerrung seiner Biografie kritisiert.

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14:15 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser, die Sonne scheint schon wieder über Berlin. Deswegen ist es meinem Kollegen Uladzimir Zhyhachou wohl besonders leicht gefallen, sich vom Schreibtisch zu lösen und in den Feierabend zu verschwinden. Ab jetzt verschriftliche ich Nachrichten aus aller Welt und begleite Sie durch die zweite Tageshälfte. Mein Name ist Friederike Zörner. Bei Fragen und Anregungen erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]nama.de

14:13 Uhr

Langstreckenbomber stürzt in Russland ab

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Zwei Besatzungsmitglieder kamen beim Absturz des Tu-22M3 ums Leben.

(Foto: picture alliance / dpa)

In Russland ist erneut ein Militärflugzeug abgestürzt.

  • Nach Militärangaben sind beim Absturz eines Langstreckenbombers in Nordrussland zwei Besatzungsmitglieder getötet worden. Zwei Menschen hätten überlebt. Die Maschine des Typs Tupolew Tu-22M3 sei im Gebiet Murmansk beim Landeanflug in eine Schneeböe geraten und auf der Bahn zerschellt, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit.
  • Der in den 1970er-Jahren von der Sowjetunion entwickelte Bomber sei bei dem Übungsflug unbewaffnet gewesen, meldete die Agentur Interfax.
  • Vergangene Woche waren im Fernen Osten Russlands zwei Jagdbomber über dem Meer kollidiert. Von vier beteiligten Piloten wurde nur einer gerettet.

Update 17.30 Uhr: Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums kamen drei der vier Besatzungsmitglieder bei dem Absturz ums Leben.

13:45 Uhr

Chris Brown wegen Vergewaltigungsverdacht festgenommen

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Brown war 2009 wegen eines Angriffs auf Rihanna zu fünf Jahren Haft auf Bewährung und 180 Tagen gemeinnütziger Arbeit verurteilt worden.

(Foto: imago/ZUMA Press)

2009 hatte Chris Brown kurz vor der Grammy-Verleihung so schwer auf seine damalige Freundin Rihanna eingeprügelt, dass sie ihren Auftritt bei der Gala absagen musste.

  • Nun hat der US-Rapper wieder Ärger mit der Justiz. Brown ist in Paris wegen Vergewaltigungsverdachts festgenommen worden.
  • Eine Frau beschuldigt ihn, sie gemeinsam mit einem Freund und seinem Leibwächter missbraucht zu haben. Brown werden außerdem Drogendelikte zur Last gelegt.
  • Nach Angaben der Frau soll sich die Gruppenvergewaltigung in der Nacht zum 16. Januar in einem Hotel im Zentrum der Stadt ereignet haben.

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13:17 Uhr

Timoschenko will ukrainische Präsidentin werden

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(Foto: picture alliance / dpa)

Die in ihrer Heimat höchst umstrittene ehemalige ukrainische Ministerpräsidentin Julia Timoschenko tritt bei der Präsidentschaftswahl am 31. März an.

  • "Ich kandidiere für das Präsidentenamt", sagte Timoschenko bei einem Treffen ihrer nationalistischen Vaterlandspartei in der Hauptstadt Kiew.
  • In jüngsten Umfragen liegt Timoschenko vor Amtsinhaber Petro Poroschenko, der seine Kandidatur noch nicht offiziell bekannt gegeben hat. Demnach kommt sie auf 16 Prozent, Poroschenko auf knapp 14 Prozent.
  • International bekannt wurde Timoschenko durch die Orangene Revolution in der Ukraine im Jahr 2004.

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12:45 Uhr

Angeblicher US-Spion bleibt in russischer U-Haft

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Paul Whelan wurde Ende Dezember in Russland festgenommen.

(Foto: REUTERS)

Der in Russland festgesetzte angebliche US-Spion kommt vorerst nicht auf freien Fuß.

  • Paul Whelan bleibe weiter in Untersuchungshaft, entschied ein Moskauer Stadtgericht. Die Richter wiesen damit einen Einspruch von Whelans Anwalt zurück. Er hatte gefordert, den Mann auf Kaution wieder freizulassen.
  • Der 48-Jährige wurde Ende Dezember in Moskau festgenommen. Er soll nach Darstellung des russischen Geheimdienstes als Spion auf frischer Tat ertappt worden sein. Daraufhin berichteten zahlreiche Medien, dass der Mann gegen die Russin Maria Butina eingetauscht werden könnte. Sie sitzt seit einigen Monaten in den USA in Haft, weil sie als Studentin getarnt Einfluss auf politische Organisationen genommen haben soll.
  • Whelans Anwalt sagte mit Blick auf den Spionagevorwurf, er schließe politische Motive aus. "Whelan hat geheime Daten auf einem USB-Stick erhalten." Er sei aber davon ausgegangen, dass sie von kultureller Bedeutung seien.
12:15 Uhr

Gartendeko entpuppt sich als 1400 Jahre alte Kunstwerke

*Datenschutz

Ein Kunstexperte aus den Niederlanden hat zwei antike Steinblöcke mit Reliefs aus einer Kirche in Spanien in einem Privatgarten in London wiedergefunden.

  • Der renommierte Kunstdetektiv Arthur Brand, der acht Jahre lang nach den rund 1400 Jahre alten Kunstwerken gesucht hatte, übergab das Diebesgut nun an die spanische Botschaft in der britischen Hauptstadt.
  • Die Kunstwerke "von unschätzbarem Wert" waren 2004 von professionellen Kunstdieben aus der westgotischen Kirche Santa María de Lara bei Burgos in Nordspanien gestohlen worden. Ende 2018 fand er sie im Garten einer Adelsfamilie in London wieder: Sie waren mit Erde und Laub bedeckt, über ihre Geschichte wusste die Familie nichts.
  • Der auch als "Indiana Jones der Kunstwelt" bekannte Niederländer hatte seit 2010 nach den Reliefs gesucht. Damals hatte ihm ein britischer Informant erzählt, dass etwas "Merkwürdiges" in London aufgetaucht sei. Der Mann starb aber kurz darauf. Nach jahrelanger Suche fand Brand heraus, dass die Steine von einem französischen Kunsthändler nach London gebracht und als Gartendeko verkauft worden waren - für mehr als 55.000 Euro pro Stück.

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11:49 Uhr

Merkel und Macron unterzeichnen Freundschaftsvertrag

Exakt 56 Jahre nach Unterzeichnung des Élysée-Vertrages haben Deutschland und Frankreich einen neuen Freundschaftspakt besiegelt.

  • Im Krönungssaal des historischen Aachener Rathauses setzten Bundeskanzlerin Angela Merkel und Staatspräsident Emmanuel Macron ihre Unterschriften unter einen neuen deutsch-französischen Freundschaftsvertrag.
  • Der "Vertrag von Aachen" legt fest, dass Deutschland und Frankreich ihre Zusammenarbeit unter anderem in der Europapolitik verstärken und sich für eine gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik einsetzen wollen.
  • Außerdem soll die Integration der beiden Volkswirtschaften vertieft werden. Schulabschlüsse sollen gegenseitig anerkannt werden, außerdem ist geplant, deutsch-französische Studiengänge zu schaffen.

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11:35 Uhr

Frau überfällt Spielhalle mit Pürierstab

Eine maskierte und "bewaffnete" Frau hat im westfälischen Hamm eine Spielhalle überfallen.

  • Die unbekannte Täterin drohte dem Mitarbeiter der Spielhalle mit einem Pürierstab und forderte zugleich in englischer Sprache Bargeld.
  • Der 56-jährige Angestellte zeigte sich allerdings unbeeindruckt und nahm der Frau den Pürierstab ab, der in einem schwarzen Jutebeutel steckte.
  • Anschließend beförderte der Überfallene die Täterin aus der Spielhalle. Die verhinderte Räuberin suchte unerkannt das Weite.
11:18 Uhr

Nach Lynchmorden: Whatsapp schränkt Weiterleiten ein

Whatsapp schränkt im Kampf gegen die Verbreitung von Falschmeldungen die Weiterleitung von Nachrichten deutlich ein.

  • Nach einer halbjährigen Test-Phase können Nutzer Nachrichten künftig global nur noch an einen beschränkten Kreis von fünf Empfängern weiterleiten, hieß es in einem Blog-Eintrag des Messenger-Dienstes. Bislang konnten Nachrichten an bis zu 20 Chat-Teilnehmer verschickt werden.
  • Damit reagiert der Facebook-Konzern unter anderem auf Vorfälle in Indien, wo die neuen Regeln bereits seit einer Weile getestet wurden. Dort waren nach der Verbreitung von Falschmeldungen mehrfach Menschen durch Lynchmorde zu Tode gekommen.
  • Whatsapp habe diese Beschränkungen getestet und über einen Zeitraum von sechs Monaten das Feedback von Nutzern ausgewertet. Die Anzahl der weitergeleiteten Nachrichten sei "global erheblich reduziert" worden. Damit könne der Chat-Dienst wieder vorrangig für private Nachrichten mit engen Kontakten genutzt werden.

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11:07 Uhr

Berliner Eisbärchen macht erste Gehversuche

*Datenschutz

Rund acht Wochen nach seiner Geburt unternimmt das Berliner Eisbärenbaby erste Gehversuche. Es sei aber gar nicht so einfach, die vier kleinen Pfoten koordiniert einzusetzen, so dass fast jeder Fortbewegungsversuch noch in einer kleinen Rolle ende, berichtete der Tierpark. Eisbärenmutter Tonja unterstütze das "kleine Moppelchen" aber geduldig.

  • Laut Zoo- und Tierparkdirektor Andreas Knieriem kann sich das Eisbärchen noch Zeit lassen. "Erst im Frühjahr sollte es kräftig genug sein und seiner Mutter auf die Außenanlage folgen."
  • Absolute Ruhe für die Mutter und den Eisbärennachwuchs ist demnach ein entscheidender Faktor für den Erfolg der Aufzucht, deshalb näherte sich bisher niemand der Wurfhöhle. Voraussichtlich Anfang Februar steht die erste tierärztliche Untersuchung für das Eisbärchen an, bei der dann auch das Geschlecht bestimmt werden soll.
  • Dennoch besteht Knieriem zufolge aufgrund der hohen Sterblichkeitsrate bei jungen Eisbären "noch immer ein gewisses Restrisiko". Die neunjährige Tonja hatte das Jungtier am 1. Dezember zur Welt gebracht. Die beiden Babys, die die Bärin 2017 zur Welt gebracht hatte, starben. Nun hofft der Zoo, dass der neue Nachwuchs von Tonja und Vater Wolodja überlebt.
10:36 Uhr

Barley kritisiert Mays "Plan B" als "Nullnummer"

Bundesjustizministerin Katarina Barley hat die jüngsten Brexit-Vorschläge der britischen Premierministerin Theresa May als "ziemliche Nullnummer" kritisiert.

  • "Wenn man ankündigt, einen Plan B vorzulegen, dann sollte man es auch tun", sagte die SPD-Spitzenkandidatin für die Europawahl dem Deutschlandfunk. Sie warf May vor, auf Zeit zu spielen. Das sei "ein Spiel mit dem Feuer".
  • Inhaltliche Korrekturen am Austrittsabkommen lehnte Barley ab. "Inhaltlich wird an dem Abkommen nichts geändert. Das ist ganz klar", betonte die Ministerin, die auch die britische Staatsbürgerschaft hat. Das "eigentliche Problem" sei die Irland-Frage, in der "beide Seiten am wenigsten nachgeben können, auch die EU nicht".
  • Ein zweites Referendum sei eine Möglichkeit, die "verfahrene Situation" rund um den Brexit "aufzulösen", sagte Barley. In diesem Fall gebe es auch "Spielräume" bei den zeitlichen Vorgaben zum Austritt.
10:02 Uhr

Mann stirbt nach Polizeieinsatz: Beamte setzten Taser ein

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(Foto: picture alliance/dpa)

Nach einem Polizeieinsatz im rheinland-pfälzischen Pirmasens ist ein 56-Jähriger an einem Herzinfarkt gestorben. Weil er sich gegen seine geplante Unterbringung in der psychiatrischen Abteilung eines Krankenhauses wehrte, setzte die Polizei eine Elektroschockpistole ein, wie die Staatsanwaltschaft Zweibrücken mitteilte. Dadurch konnte der Mann überwältigt werden.

Auf dem Weg ins Krankenhaus kollabierte er aber und starb in der Notaufnahme. Die Kriminaldirektion Kaiserslautern ermittelt nun, ob ein Zusammenhang zwischen dem Polizeieinsatz und dem Tod des Manns besteht. Der Vorfall ereignete sich bereits am vergangenen Freitag.

09:27 Uhr

Betrunkene Mutter mit zwei Kindern fährt ohne Licht auf A6

Eine Mutter mit zwei Kleinkindern ist auf der Autobahn 6 bei Ramstein in Rheinland-Pfalz ohne Licht, dafür aber betrunken unterwegs gewesen.

  • Polizeibeamte hielten die 32-Jährige am frühen Morgen an, nachdem ihnen das unbeleuchtete Auto auffiel. Ein Alkoholtest ergab einen Wert von 1,83 Promille.
  • Die beiden ein und vier Jahre alten Kinder saßen ohne Kindersitz im Auto.
  • Die Frau musste auf der Dienststelle eine Blutprobe abgeben, ihr Führerschein wurde sichergestellt.
09:07 Uhr

Dutzende Tote nach Anschlag in Afghanistan

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Ein großer Teil des Daches des Gebäudes stürzte ein.

(Foto: AP)

In Afghanistan sind bei einem Anschlag auf einen Stützpunkt des Geheimdienstes mindestens 65 Menschen getötet worden. Etwa 65 Leichen seien nach dem Anschlag am Montag geborgen worden, sagte ein Vertreter des Provinzrats in Wardak. Ein Sicherheitsvertreter sprach von mindestens 70 Toten.

Am frühen Montagmorgen hatte ein Selbstmordattentäter eine Autobombe in der Nähe des Stützpunkts gezündet. Daraufhin hatten drei Angreifer die Basis gestürmt. Zu dem Zeitpunkt befanden sich Behördenvertretern zufolge rund 150 Spezialkräfte des Geheimdienstes NDS in der Basis.

Die Taliban bekannten sich zu dem Anschlag.

Mehr dazu lesen Sie hier.

08:38 Uhr

Weil: Tempo 130 auf Autobahnen ist längst Realität

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hält ein gesetzliches Tempolimit von 130 Kilometern in der Stunde in Deutschland für überflüssig. Der Grund: Eine solche Begrenzung sei faktisch längst Realität. "Ich fahre viel auf deutschen Autobahnen", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Nach seinen Erfahrungen gebe es de facto fast bei keiner Fahrt mehr eine Durchschnittsgeschwindigkeit von mehr als 130 km/h. "Die Realität auf unseren vollen Straßen hat diese Diskussion nicht nur eingeholt, sondern überholt."

Am Freitag waren Überlegungen über ein Limit von Tempo 130 auf Autobahnen innerhalb einer Regierungskommission bekannt geworden. Das Limit soll dem Klimaschutz dienen. Laut Regierungssprecher Steffen Seibert will die große Koalition bis Ende Februar das weitere Vorgehen mit Blick auf ein Klimaschutzgesetz abstimmen.

08:05 Uhr

Herabfallendes Hotelfenster erschlägt Touristin

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Vor fünf Jahren kam in diesem Hotel Edward Snowden unter.

(Foto: imago/Kraehn)

In Hongkong ist eine Touristin von einem herabfallenden Hotelfenster erschlagen worden.

  • Das Fenster fiel aus dem 16. Stock eines Hotels im beliebten Einkaufsviertel Tsim Sha Tsui. Eine 24-jährige Chinesin wurde getroffen und konnte von Ärzten nicht mehr gerettet werden. Ihre Begleitung erlitt leichte Verletzungen.
  • Die Polizei nahm eine Reinigungskraft des Hotels vorübergehend fest. Diese kam später auf Kaution frei; die Ermittlungen dauern an.
  • Laut Polizei konnte das Hotelfenster nur von Angestellten mit einem Spezialschlüssel geöffnet werden. "Wir glauben, dass die Reinigungskraft versucht hat, das Fenster zu öffnen", sagte eine Polizistin. Das Fenster sei vermutlich "sofort" nach dem Öffnen hinuntergefallen.
  • Der Vorfall ereignete sich im Hotel Mira. Das Hotel machte 2013 Schlagzeilen, weil damals der frühere US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden dort unterkam, nachdem er sich mit Geheimdokumenten über weltweite Überwachungsprogramme aus den USA abgesetzt hatte.
07:29 Uhr

Bergung des kleinen Julen: Vertikaler Tunnel ist fertig

Auch mehr als eine Woche nach dem Sturz in einen Brunnenschacht halten es Experten nicht für ausgeschlossen, dass der kleine Julen noch lebend gerettet werden könnte.

  • Bei der Suche nach dem Zweijährigen in Spanien ist die Bohrung eines senkrechten Parallel-Tunnels nun abgeschlossen.
  • Der vertikale Tunnel wurde von 60 Metern Tiefe am späten Montagabend fertiggestellt. Von dessen Grund aus wollen die Helfer einen horizontalen Zugang zu dem Schacht graben, in den der Junge am 13. Januar gestürzt war.
  • Der Versuch, zu dem kleinen Kind vorzudringen, gestaltet sich nach wie vor extrem schwierig: Das Loch hat einen Durchmesser von nur 25 bis 30 Zentimetern und soll 107 Meter tief sein. Julen wird in 70 bis 80 Metern Tiefe vermutet.
07:02 Uhr

Flugzeug muss wegen Boxkampf an Bord umdrehen

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Wegen eines Boxkampfs an Bord hat ein Passagierflugzeug auf dem Weg von Australien nach Singapur umkehren müssen.

  • Die Maschine der Billig-Fluglinie Scoot landete in Sydney, nachdem zwei männliche Fluggäste aneinandergeraten waren, wie die australische Polizei mitteilte. Einer der beiden Streithähne wurde festgenommen.
  • Auf einem Handy-Video ist zu sehen, wie die beiden Sitznachbarn aufeinander einprügeln. Zunächst gelingt es anderen Passagieren, die beiden zu trennen. Dann reißt sich einer der beiden jedoch sein Hemd vom Leib und fängt von vorne an. Die Szene endet damit, dass er mit gefesselten Händen auf dem Boden liegt.
  • Ein Passagier berichtete dem TV-Sender ABC, dass der Mann gleich nach dem Start begonnen habe, kräftig Alkohol zu sich zu nehmen. Nach 20 Minuten sei er aggressiv geworden. Die Crew habe ihn dann auf einen anderen Platz gesetzt. Zwei Stunden später sei die Situation jedoch eskaliert. Der Pilot entschloss sich daraufhin, umzudrehen.
06:44 Uhr

Das wird heute wichtig

Die krachende Niederlage im Parlament für ihren Brexit-Deal hat Theresa May offenbar nicht zum Umdenken bewegt. Ihr Plan B ähnelt mehr ihrem erfolglosen Plan A. Brüssel soll ihr aus der Patsche helfen, deutete sie gestern an. Heute will die EU-Kommission nun offiziell zu den Vorschlägen der britischen Premierministerin Stellung nehmen. In einer ersten Reaktion hatte Brüssel aber bereits ablehnend auf Mays Vorstoß zu Nachverhandlungen reagiert. Seit vergangener Woche habe sich nichts geändert, erklärte ein Sprecher von EU-Ratschef Donald Tusk. Dennoch gelte: "Wir sind immer bereit, uns zu treffen und zu reden."

Was wird heute sonst wichtig:

  • Das Weltwirtschaftsforum eröffnet in Davos offiziell seine 49. Jahrestagung. Am ersten Tag ist eine Rede des rechtspopulistischen neuen brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro geplant. Bei dem viertägigen Treffen in den Schweizer Alpen diskutieren mehr als 3000 Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft über Lösungen für internationale Probleme wie Klimawandel, Cyberattacken und Handelskriege.
  • IN Aachen wollen Bundeskanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Emmanuel Macron einen neuen deutsch-französischen Freundschaftsvertrag unterzeichnen - auf den Tag genau 56 Jahre, nachdem in Paris der erste Vertrag unterzeichnet wurde. Der "Vertrag von Aachen" legt fest, dass Deutschland und Frankreich ihre Zusammenarbeit unter anderem in der Europapolitik verstärken und sich für eine gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik einsetzen.
  • In Los Angeles werden die Nominierungen für die Oscars bekannt gegeben. Zu den Favoriten zählen die Filme "A Star is Born", "Vice", "Green Book" und "Bohemian Rhapsody". Schauspieler wie Christian Bale, Bradley Cooper, Rami Malek, Lady Gaga, Glenn Close, und Olivia Colman können auf eine Nominierung hoffen.

Klingt nach einem spannenden Tag! Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen schönen guten Morgen.

06:14 Uhr

Der Tag beginnt eiskalt

Der Start in den Tag ist heute mal wieder frostig bis eiskalt. Denn besonders im Bereich der Mittelgebirge liegen die Frühwerte im zweistelligen Frostbereich zwischen minus 10 und minus 20 Grad. Im Erzgebirge örtlich sogar darunter. Leichte Plusgrade gibt es nur bei Seewind an der Küste. Dafür geht es für die meisten von uns abermals freundlich oder sonnig los. Doch es gibt auch neblig-trübe Regionen, in denen die Sichtweiten zu Beginn unter 100 Meter liegen. Das gilt nämlich in Teilen von Schleswig-Holstein und von Mecklenburg-Vorpommern sowie gelegentlich auch im Süden Deutschlands.

n-tv Meteorologe Björn Alexander

n-tv Meteorologe Björn Alexander

Im Tagesverlauf bleibt es vielerorts beim schönen Winterwetter. Lediglich im Westen verdichten sich die Wolken und bringen später von der Eifel über das Rheinland und das Ruhrgebiet bis rauf an die Nordsee Schnee mit entsprechender Glätte mit. Bis zum Mittwoch in der Früh könnten vom Saarland über das westliche Rheinland-Pfalz, die Westhälfte von NRW bis rauf zur Nordsee 2 bis 5 örtlich bis zu 10 Zentimeter Schnee liegen. Zuvor erwarten uns heute Temperaturen zwischen minus 3 Grad im süddeutschen Dauernebel und maximal plus 2 Grad am Rhein. Und auch in den kommenden Tagen geht es winterlich kalt weiter. Morgen bei höchstens minus 4 bis plus 1 Grad. Am Donnerstag und Freitag sind nur noch minus 5 bis plus 1 Grad drin.

Ihr Björn Alexander

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