Dienstag, 23. Februar 2021Der Tag

mit Barbara Mauersberg
Barbara Mauersberg
22:48 Uhr

Das war Dienstag, der 23. Februar 2021

Liebe Leserinnen und Leser,

228149664.jpg

Ob dieser Hecht schüchtern ist? Es wäre jedenfalls zu seinem Vorteil.

(Foto: picture alliance / Zoonar)

der kapitale Hecht, mit dem Angler so gerne posieren, könnte sich rar machen - wegen der Angler. Eine Studie belegt nämlich, dass es der menschliche Einfluss ist, der Fische kleiner und scheuer werden lässt. "Über die Fischerei werden vor allem größere und aktivere Fische aus Populationen herausgefangen", erläutert der Berliner Fischereiwissenschaftler Robert Arlinghaus. Damit wirke das Fischen als ein Auslesefaktor, der scheue und kleine Fische bevorteile.

  • Am Beispiel von rund 800 Hechten haben die Forscher vom Berliner Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei (IGB) in einem brandenburgischen See vier Jahre lang untersucht, wie sich die Fischerei auf eine Population auswirkt.
  • "Unsere Arbeit legt nahe, dass der Wettkampf zwischen Natur und Angler dazu führt, dass eher die kleinen, inaktiven und schwerer zu fangenden Hechte überleben", erläutert der Forscher.
  • Der Zusammenhang wird "Schüchternheitssyndrom" genannt.

Diese Einsicht zum Tagesausklang gibt natürlich zu denken. Zu sehr sind wir inzwischen gewöhnt, dass der Einfluss des Menschen vor allem schädlich, tödlich, zerstörerisch ist. Dass die Jagd - sozial gesehen - vornehmere Verhaltensweisen belohnt, ist plausibel und erstaunlich zugleich: Ein Hoch auf die Schüchternheit.

Und hier kommen jetzt die weltbewegenden Nachrichten des Tages. Da geht es natürlich um Mutanten, ums Impftempo, Öffnungen und die dritte Welle:

Damit verabschiede ich mich und wünsche Ihnen eine gute Nacht. Morgen ist ein neuer Tag.

22:21 Uhr

"Absurd": Baerbock missbilligt Zwei-Prozent-Ziel der Nato

232413125.jpg

Grünen-Chefin Baerbock.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Grünen-Vorsitzende Annalena Baerbock hat das Nato-Ziel für die Höhe der nationalen Verteidigungsausgaben ihrer Mitgliedsländer in Frage gestellt. "Ich halte diese Orientierung an diesem Zwei-Prozent-Ziel für eine völlig absurde Debatte", sagte Baerbock am Abend in einem Live-Interview mit der "Zeit". Seit 2014 verpflichten sich alle Nato-Mitgliedsstaaten, bis 2024 mindestens zwei Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts (BIP) für Verteidigung auszugeben. Die deutschen Verteidigungsausgaben im vergangenen Jahr entsprachen letzten öffentlichen Nato-Kalkulationen zufolge einem Anteil von 1,57 Prozent. Insbesondere die USA verlangen von Berlin eine Steigerung. Auf die Frage, ob auf die Verpflichtungen Deutschlands mit einer möglichen Kanzlerin Baerbock kein Verlass mehr wäre, sagte die Grünen-Chefin, mit einem Amtswechsel könnten auch Beschlüsse zurückgenommen werden. So sei das auch in den USA nach der Abwahl des früheren Präsidenten Donald Trump gewesen.

21:46 Uhr

Pariser Vorstädte: Zwei Tote bei Schlägereien von Jugendbanden

Zwei Jugendliche sind in Frankreich nach Prügeleien zwischen Banden im Einzugsbereich von Paris gestorben.

  • Demnach kam bei einer Prügelei in Boussy-Saint-Antoine am Nachmittag ein 13-Jähriger ums Leben. Ein 14-Jähriger wurde bei der Auseinandersetzung mit Messern und Baseballschlägern zwischen etwa 50 Menschen schwer verletzt. Sechs Menschen wurden festgenommen.
  • Etwa 40 Kilometer entfernt war am Vorabend eine 14-Jährige in Saint-Chéron ebenfalls nach einer Schlägerei gestorben. Sie wurde tödlich mit einem Messer im Bauch getroffen, sagte die Staatsanwältin von Evry, Caroline Nisand. Sechs Jugendliche zwischen 13 und 16 Jahren kamen demnach in Haft - drei von ihnen hatten sich der Polizei selbst gestellt. Einer der Verdächtigen habe gestanden, sagte Nisand. Die Justiz ermittele unter anderem wegen Mordes und schwerer Gewalt gegen Minderjährige sowie unterlassener Hilfeleistung.
  • Ein Zusammenhang zwischen den beiden Schlägereien besteht wohl nicht, hieß es aus Polizeikreisen.
21:12 Uhr

Gericht: Koons Werk "Fait d'Hiver" ein Plagiat

Der US-Künstler Jeff Koons ist in einem Berufungsverfahren in Paris wegen unerlaubter Nachahmung einer Werbung des französischen Bekleidungsherstellers Naf-Naf verurteilt worden. Die Richter bestätigten ein im Jahr 2018 gefälltes Urteil zu Koons Werk "Fait d'Hiver". Zugleich erhöhten sie die Entschädigungszahlungen, die Koons dem geistigen Urheber der Werbung aus dem Jahr 1985, Franck Davidovici, leisten muss. Die Werbung zeigte ein Schwein vor einer auf dem Rücken liegenden Frau. Das Gericht urteilte, dass der Urheber dieser Zusammenstellung Davidovici sei. Zwar gebe es "Unterschiede" zwischen der Werbung und Koons' Kunstwerk, allerdings seien die Ähnlichkeiten "vorherrschend". Koons darf sein Werk deshalb künftig auch nicht mehr öffentlich ausstellen oder vervielfältigen lassen.

  • Der Künstler war in der Vergangenheit mehrfach mit Plagiatsvorwürfen konfrontiert worden.
  • Im Dezember 2019 wurde sein Unternehmen in einem anderen Verfahren wegen unerlaubter Nachahmung verurteilt.
  • Koons kontert die Plagiatsvorwürfe mit dem Hinweis, er sei ein "Aneignungskünstler". Seine Arbeiten zählen zu den teuersten Kunstwerken weltweit.
32275017.jpg

Darf künftig nicht mehr ausgestellt werden: Koons "Fait d'Hiver".

(Foto: picture alliance / dpa)

20:38 Uhr

Friedhof stürzt ins Meer - 200 Särge betroffen

233006171.jpg

Bis zu 200 Särge fielen die Steilküste hinab ins Meer.

(Foto: picture alliance / ROPI)

In dem ligurischen Küstenort Camogli sind bei einem Erdrutsch Teile des hoch über dem Meer liegenden Friedhofs mit Dutzenden Särgen in die Tiefe gestürzt. Zusammen mit Stein und Geröll aus der Klippe rauschten bei dem Unglück auch Särge direkt ins Wasser. "Die Suche nach den vom Unglück betroffenen menschlichen Überresten läuft noch", sagte Bürgermeister Francesco Olivari. Feuerwehr, Küstenwache und andere Helfer hatten schon kurz nach dem Abbruch unterhalb des malerisch gelegenen Friedhofs mit Booten die Bergung aus dem Meer gestartet. Nach italienischen Agenturberichten könnte es sich um rund 200 Särge und andere Gegenstände aus den Gräbern handeln. Arbeiter, die auf dem Friedhof tätig waren, hatten ein lautes Geräusch gehört, dann brachen die Außenmauer und ein Stück des Geländes weg. "Ein Teil der abgestürzten Überreste liegt wohl auch am Hang unter dem Geröll", erläuterte Olivari.

  • Die Ursache des Erdrutsches in der bei Touristen beliebten Region mit vielen felsigen Steilküsten bei Genua ist offen.
  • Laut Olivari könnten aber starke Regenfälle in den vergangenen Jahren den Untergrund verändert haben.
  • Bei dem Erdrutsch gab es keine Verletzen. Experten sahen zunächst keine große Gefahr für andere Gebäude in der Nähe.
20:02 Uhr

Party für den Fötus: Werdender Vater stirbt bei Explosion

AP_19304720600443.jpg

Mit dieser Explosion wollten die Eltern mutmaßlich einen Jungen ankündigen. (Archivbild)

(Foto: AP)

Ein 28 Jahre alter Mann ist in den USA bei der Explosion eines Geräts ums Leben gekommen, mit dem er bei einer Party das Geschlecht seines ungeborenen Kindes bekannt geben wollte. Der Mann habe in einer Garage in dem Ort Liberty im US-Bundesstaat New York gemeinsam mit seinem Bruder an dem Gerät gebastelt, teilte die zuständige Polizeibehörde mit. Dabei sei es zu einer Explosion gekommen, bei der der 28-Jährige ums Leben kam und sein 27 Jahre alter Bruder verletzt wurde.

  • Um was für ein Gerät es sich genau handelte und wie es zu der Explosion gekommen sei, werde untersucht, hieß es.
  • Sogenannte "Gender Reveal Partys", bei denen das Geschlecht eines ungeborenen Kindes auf außergewöhnliche Art bekannt gegeben wird, werden in den USA immer beliebter.
  • Immer häufiger gibt es aber auch Berichte über schwere Unfälle bei solchen Veranstaltungen.
19:39 Uhr

Atombehörde wirft Iran geheime Nuklearstandorte vor

231465504.jpg

Irans oberster Führer Ajatollah Chamenei wirft den USA und Europa Arroganz vor.

(Foto: picture alliance/dpa/Iranian Supreme Leader)

Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hat sich "zutiefst besorgt" über mögliches Atommaterial an einem nicht deklarierten Standort im Iran gezeigt. Die Behörde mit Sitz in Wien sorge sich, dass das Material nicht gemeldet worden sei, hieß es in einem Bericht.

  • Zudem verfüge Teheran nun über mehr als das 14-fache der Menge an schwach angereichertem Uran, die nach dem Atomabkommen von 2015 erlaubt ist.
  • Die Außenminister Deutschlands, Großbritanniens und Frankreichs kritisierten den Iran scharf und forderten mehr Transparenz.
  • Der 2015 geschlossene Pakt steht auf der Kippe, seit die USA es 2018 während der Präsidentschaft von Donald Trump einseitig aufgekündigt hatten, Sanktionen wieder einsetzten und der Iran im Gegenzug damit begann, seine Verpflichtungen schrittweise zurückzuschrauben.
Mehr dazu lesen Sie hier.
19:05 Uhr

Vergewaltigungsvorwürfe gegen Gérard Depardieu

Die französische Justiz hat ein formelles Ermittlungsverfahren wegen Vergewaltigung und sexueller Nötigung gegen den Schauspieler Gérard Depardieu eröffnet. Ein Untersuchungsrichter veranlasste dies bereits am 16. Dezember, wie die Nachrichtenagentur AFP aus Justizkreisen erfuhr. Eine junge Schauspielerin wirft dem 72-Jährigen vor, sie im August 2018 zweimal sexuell missbraucht zu haben - der Schauspieler bestreitet die Vorwürfe.

  • Die Schauspielerin erstattete noch im selben Monat Anzeige, dadurch ausgelöste Ermittlungen wurden aber im Juni 2019 eingestellt. Die Pariser Staatsanwaltschaft erklärte damals, es hätten sich keine Hinweise auf mögliche Vergehen Depardieus ergeben.
  • Im August 2020 reichte die Frau eine schärfere Klage ein, weshalb neue Ermittlungen notwendig wurden.
  • Depardieus Anwalt erklärte, sein Mandant "bestreitet die Anschuldigungen gegen ihn vollständig". Die Anwältin der Klägerin bat darum, "die Intimsphäre und das Privatleben" ihrer Mandantin zu respektieren.

Depardieu ist bekannt für seine Rollen in Cyrano de Bergerac und Die letzte Metro. Er hat auch in amerikanischen Filmen wie Green Card, Der Mann in der eisernen Maske und 102 mitgewirkt.

18:34 Uhr

Nach Trump-Niederlage: Sacha Baron Cohen sagt Borat adieu

224301463.jpg

Sollte US-Wahl beeinflussen: Die Kunstfigur Borat kehrt wohl nicht noch einmal zurück.

(Foto: picture alliance / Everett Collection)

Der britische Komiker Sacha Baron Cohen will nicht mehr ihn die Rolle von Kunstfiguren wie die des kasachischen Fernsehreporters Borat schlüpfen. Das sagte der 49-Jährige dem US-Radiosender NPR. "Nein, ich kann das nicht mehr machen", sagte Cohen und fügte hinzu: "Irgendwann einmal versiegt dein Glück." Immer wieder hatte sich der Schauspieler dabei in Gefahr begeben. Als er sich etwa für seinen jüngsten Film "Borat Subsequent Moviefilm" unter die Teilnehmer einer Demo für das Recht auf das Tragen von Waffen in den USA mischte, wurde er erkannt und musste fliehen. Die Entscheidung, noch einmal als Borat aufzutreten, habe er nur getroffen, weil er die US-Wahl im vergangenen Jahr beeinflussen wollte. "Ich hatte große Angst, dass Trump nochmal gewählt wird und Amerika eine rein nominelle Demokratie wird."

18:05 Uhr

Gegen „Periodenarmut“: Tampons an Frankreichs Unis bald umsonst

An Frankreichs Universitäten soll es bald gratis Periodenprodukte geben. Hochschulministerin Frédérique Vidal kündigte an, dass in den kommenden Wochen Spender beim Gesundheitsservice an den Universitäten und in Wohnheimen des Studentenwerks aufgestellt werden. Mit der "Rentrée", dem Beginn der Kurse im Herbst, sollen die Verteiler für Periodenprodukte dann auf dem Campus vorhanden sein und umweltfreundliche Artikel enthalten. Wie Vidal auf Twitter schrieb, ist eine von drei Personen im Hochschulwesen von Periodenarmut betroffen. Das bedeutet, dass sie nicht immer ausreichend Geld haben, um sich etwa Binden oder Tampons zu kaufen.

  • Einer aktuellen Studie unter französischen Studierenden zufolge mussten sich 13 Prozent der mehr als 6500 Befragten schon zwischen dem Kauf von Periodenprodukten und einem anderen zum Leben notwendigen Gut entscheiden.
  • Ein Drittel gab an, finanzielle Hilfe zu benötigen, um ausreichend Periodenprodukte zu haben.
  • Die Studie befragte neben Frauen auch Trans-Männer und nicht-binäre Menschen, also Menschen, die sich außerhalb der Einteilung in zwei Geschlechter verorten.
17:33 Uhr

Drei Paketbomben: Verpackung führt zum Verdächtigen

Nachdem Sprengstoffpakete bei drei süddeutschen Lebensmittelunternehmen für große Aufregung gesorgt haben, rätseln die Ermittler weiter über das Motiv. Auch Tage nach seiner Festnahme äußerte sich der Rentner nicht zu den Anschuldigungen gegen ihn. Die Behörden halten ihn für den Täter, der die explosive Post an Lidl, Hipp und einen Getränkehersteller gesendet haben soll. Klar ist inzwischen, wie die Behörden auf seine Spur kamen: Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Heidelberg brachte ein von Privatpersonen selten verwendetes Verpackungsmaterial den entscheidenden Hinweis. Ermittler hätten herausgefunden, dass der Rentner sich solche Verpackungen kurz vor der Tat beschafft habe. Alle drei Pakete wurden in derselben Poststelle in Ulm aufgegeben.

17:01 Uhr

Verwandter der Queen verurteilt: Frau auf Schloss bedrängt

Glamis Castle.

Glamis Castle, Sitz der Grafen von Strathmore und Kinghorne.

Ein Verwandter der britischen Königin Elizabeth II. (94) ist wegen eines sexuellen Übergriffs von einem Gericht im schottischen Dundee zu zehn Monaten Haft verurteilt worden. Wie die britische Nachrichtenagentur berichtete, hatte der 34 Jahre alte Simon Bowes-Lyon, Earl of Strathmore, den Übergriff auf eine Frau eingestanden. Der Vorfall soll sich vor einem Jahr in einem Schlafzimmer auf Schloss Glamis Castle in der Grafschaft Angus abgespielt haben.

  • In einer öffentlichen Erklärung hatte der Enkel eines Cousins der Queen angegeben, er habe vor dem Übergriff heftig getrunken.
  • Das sei aber keine Entschuldigung für seine Taten, über die er "sehr beschämt" sei, und die "einem Gast in meinem Hause so großes Leiden verursacht haben".
  • Glamis Castle ist der Sitz der Grafen von Strathmore und Kinghorne, die mit der Queen über deren Mutter, der im Jahr 2002 verstorbenen Queen Mum, verwandt sind.
16:31 Uhr

Deutsche Nutzerzahlen: Amazon schlägt Netflix

230917608.jpg

Können die 14 Millionen Amazon Prime-User gerade sehen: Die Neuverfilmung von "Wir Kinder vom Bahnhof Zoo".

(Foto: picture alliance/dpa/Constantin Television/Amazon Prime)

Amazon Prime Video hat der Marktforschungsfirma Ampere Analysis zufolge die meisten Nutzer aller Streamingdienste in Deutschland. Amazon hatte Ende 2020 14,6 Millionen aktive Abonnenten, die Nummer zwei Netflix 10,9 Millionen Abonnenten, wie das "Handelsblatt" unter Berufung auf eine Analyse der britischen Marktforschungsfirma berichtete. Auf Platz drei lag demnach Disney+ mit 2,7 Millionen Abonnenten. Deutschland ist neben Österreich der einzige Markt in Europa, in dem Netflix nicht Marktführer ist, schrieb das Blatt weiter. Weder Amazon noch Netflix oder Disney veröffentlichen Abonnentenzahlen für den deutschen Markt. Ampere kombiniert für seine Schätzung öffentliche Zahlen und eigene Daten, etwa aus Nutzerbefragungen.

16:02 Uhr

Attila Hildmann prahlt mit Haftbefehl

224141432.jpg

Nach einem Aufruf zu Protesten gegen seinen Haftbefehl folgen dem Verschwörungstheoretiker nur zehn Leute.

(Foto: picture alliance / Eventpress Hoensch)

Der Berliner Verschwörungsideologe Attila Hildmann brüstet sich damit, von der Berliner Staatsanwaltschaft mit einem Haftbefehl gesucht zu werden. In diversen Nachrichten auf seinem Telegram-Kanal sprach er laut "Tagesspiegel" von einem "offenen Haftbefehl" gegen sich. Am Montagmorgen rief der Rechtsextremist seine Unterstützer zu einer Kundgebung vor dem Gebäude der Staatsanwaltschaft Berlin in Moabit auf, um die Rücknahme des angeblichen Haftbefehls zu fordern. Während ihm auf Telegram über 114.000 Personen folgen, erschienen jedoch nicht mal zehn Teilnehmer auf dem Bürgersteig in der Turmstraße, berichtete das Blatt weiter. Auch die BZ schrieb über einen Haftbefehl gegen den veganen Kochbuch-Autor.

  • Eine offizielle Bestätigung der Staatsanwaltschaft gibt es allerdings nicht.
  • Man äußere sich nicht zu "noch nicht vollstreckten Haftbefehlen", hieß es.
  • Ob die laufenden Ermittlungen gegen Hildmann wegen mutmaßlicher Volksverhetzung, Beleidigung und Bedrohung damit im Zusammenhang stehen, ist ebenfalls unklar.
15:32 Uhr

See in New Hampshire wird Flug-Landebahn

AP_44223041300.jpg

Nicht super, aber das Eis ist mit 50 Zentimetern jetzt dick genug: Der Lake Winnipesaukee als Rollfeld. (Archivbild)

(Foto: AP)

Wenig ängstliche Piloten können seit kurzem auf einem zugefrorenen See im US-Bundesstaat New Hampshire landen. Die rund 800 Meter lange Bahn auf dem Lake Winnipesaukee wurde vor rund zwei Wochen zur Landung freigegeben - damit ist sie die einzige offiziell genehmigte Landebahn auf Eis in den USA. Zugelassen wird die zur Gemeinde Alton Bay gehörende Bahn ab einer Eisdicke von rund 30 Zentimetern. Am Wochenende war die Eisschicht fast 50 Zentimeter dick, und gleich mehrere Maschinen setzten auf der eisglatten Piste auf.

  • Nicht ohne Probleme, wie Flughafenaufseherin Carol Niewola von New Hampshires Luftfahrtbehörde berichtete: Das Eis sei nun einmal rutschig und erschwere damit jedes Manöver. Zwar sorge eine dünne Schneeschicht für etwas Halt, doch "super" sei es nicht, hätten ihr mehrere Piloten gesagt.
  • Ende des vergangenen Jahres blieb die Bahn im Nordosten der Vereinigten Staaten noch ungeöffnet, weil das Eis auf dem See nicht dick genug war.
  • Paul LaRochelle, der den Flughafen verwaltet, misst fast täglich die Eisdicke. "Wir fahren mit unseren Lastwagen nicht hier raus, wenn wir nicht mindestens 30 Zentimeter Eis haben. Und zwar überall", sagt er.
14:27 Uhr

Unter Drogen: Mann trennt sich Penis ab

In Mainz hat sich ein Mann unter Drogeneinfluss selbst den Penis abgetrennt. Der 47-Jährige verständigte am Montagabend den Notruf, wie die Polizei mitteilte. Vor Ort trafen die Einsatzkräfte auf den Mann und fanden das abgetrennte Körperteil sowie Marihuana.

  • Unter welchen Drogen er genau stand, war laut einem Polizeisprecher nicht bekannt.
  • Der Mann wurde in ein Krankenhaus gebracht, wo er notopriert wurde. Dort sei versucht worden, den Penis wieder anzunähen.
  • Wie es zu dem Vorfall kam und ob die Operation erfolgreich war, blieb unklar.
14:00 Uhr

Schichtwechsel

Meine Kollegin Juliane Kipper hat mir das Staffelholz übergeben. Ich heiße Barbara Mauersberg und begleite Sie bis zum späten Abend durchs Tagesgeschehen. Gerne höre ich - Lob, Vorschläge, Anmerkungen - von Ihnen direkt: barbara.mauersberg@nachrichtenmanufaktur.de

13:56 Uhr

Prozess ohne Leichen: Stiefvater wegen Totschlags an Mutter und Tochter verurteilt

Im Prozess um das Verschwinden einer Mutter aus München und ihrer 16-jährigen Tochter ist der Ehemann der Frau wegen Totschlags in zwei Fällen zu 14 Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Verurteilung wegen Totschlags und Mordes, eine lebenslange Freiheitsstrafe und die Feststellung der besonderen Schwere der Schuld gefordert.

  • Die Suche nach den beiden hatte München im Sommer 2019 in Atem gehalten. Ihre Leichen wurden bislang nicht gefunden, der Angeklagte hat die Vorwürfe bestritten und einen Freispruch für sich selbst gefordert.
  • Das Gericht aber entschied heute: "Nach der Beweisaufnahme sind wir überzeugt, dass die beiden Frauen tot sind." Der Angeklagte nahm das Urteil regungslos entgegen.
13:16 Uhr

Folter-Videos aus russischem Straflager veröffentlicht

Unabhängige Medien in Russland haben erneut Videos veröffentlicht, die Folter von Gefangenen in einem Straflager beweisen sollen. Darauf sind zwei Fälle zu sehen, in denen Wärter brutal auf fast nackte Häftlinge einprügeln; einer der beiden Männer soll nach der Misshandlung im Krankenhaus gestorben sein.

Die kremlkritische Zeitung "Nowaja Gaseta" gab an, die publizierten Aufnahmen seien in den Jahren 2016 und 2017 in einem Lager in Jaroslawl rund 250 Kilometer nordöstlich von Moskau entstanden. Eine Menschenrechtsorganisation soll sie den Journalisten zugespielt haben. Wegen ähnlicher Vorfälle waren bereits in der Vergangenheit Gerichtsverfahren gegen Mitarbeiter des Lagers in Jaroslawl eröffnet worden. Im November wurden elf Angeklagte für schuldig befunden und teils zu mehreren Jahren Freiheitsentzug verurteilt. Aus russischen Straflagern werden immer wieder Fälle roher Gewalt und auch Todesfälle gemeldet.

12:42 Uhr

Hund auf See eingebrochen: 75-Jähriger stirbt bei Rettungsversuch

Ein 75-Jähriger ist in Salzgitter bei einem Rettungsversuch für seinen ins Eis eines Sees eingebrochenen Hund ums Leben gekommen. Wie die Polizei in der niedersächsischen Stadt mitteilte, ereignete sich das Unglück bei einem gemeinsamen Spaziergang des Manns mit seiner Frau. Taucher der Feuerwehr fanden den Mann nach einer Stunde in dem See. Trotz Wiederbelebungsversuchen starb er.

Nach Angaben der Beamten war der Hund des Ehepaars am Montag auf das Eis des Sees gelaufen und eingebrochen. Der Mann wollte ihn retten und brach ebenfalls ein. Seine 78-jährige Frau alarmierte die Rettungskräfte. Eine erste Suche an der Einbruchstelle blieb erfolglos. Erst Taucher fanden den Mann später. Er wurde noch in eine Klinik gebracht, starb aber. Der Hund rettete sich selbst.

12:01 Uhr

Schlagzeilen zum Mittag

11:55 Uhr

Zwei Schweden entdecken 14 Kilogramm schweren Meteoriten

Zwei Schweden haben einen fast 14 Kilogramm schweren Eisenmeteoriten entdeckt. Dabei handelt es sich um das mutmaßliche Hauptstück eines Meteoriteneinschlags vom 7. November, wie das in Stockholm ansässige Naturhistorische Reichsmuseum mitteilte. Zwei Privatpersonen - Geologen aus der Hauptstadt mit einem Interesse an Meteoriten - haben den seltenen Fund demnach in der Nähe von Enköping nordwestlich von Stockholm gemacht und ihn dem Museum übergeben. Nach Museumsangaben ist es das erste Mal seit über 60 Jahren, dass ein beim Absturz beobachteter Meteorit in Schweden gefunden worden ist.

Unzählige Menschen in der schwedischen Region hatten an besagtem 7. November einen Feuerball gesehen, der den Himmel für etwa drei Sekunden erleuchtet hatte.

10:25 Uhr

Polizei schnappt Mann mit 26.000 Plastikflaschen und gefälschten Pfandetiketten

Die Polizei hat in Bayern auf der Autobahn 9 bei Allershausen einen mit 26.000 Plastikflaschen mit gefälschten Pfandetiketten beladenen Lieferwagen gestoppt. Mit dem Einlösen des Pfands wäre ein Schaden von etwa 6500 Euro entstanden, teilte das Polizeipräsidium Oberbayern Nord in Ingolstadt mit.

  • Bei dem Fahrer handle es sich um einen aus Rumänien stammenden 45-Jährigen, der bereits im Jahr 2019 in einem ähnlichen Fall aufgeflogen sei. Damals sei er mit einer Bewährungsstrafe davongekommen.
  • Der bei einer anlassunabhängigen Kontrolle am Sonntag gefasste Mann sei in Untersuchungshaft gekommen, ihm werde unter anderem Urkundenfälschung vorgeworfen.
10:05 Uhr

Kälteste Nacht des Winters: Moskau bibbert bei minus 24 Grad

Bei Temperaturen von bis zu minus 24,1 Grad haben die Menschen in Russlands Hauptstadt Moskau die bislang kälteste Nacht dieses Winters hinter sich. Auch in der Nacht zum Mittwoch soll es noch einmal ähnlich eisig werden, wie aus Daten des Moskauer Wetterbüros hervorging. Ab Donnerstag soll es den Prognosen zufolge dann deutlich wärmer werden.

Der tiefste je gemessene Wert in einer Moskauer Nacht lag bei minus 30,5 Grad im Februar 1945. Erst vor rund anderthalb Wochen hätte Europas größte Metropole beinahe einen Schneerekord geknackt: Innerhalb von Stunden waren 75 Prozent der Schneemasse vom Himmel gekommen, die sonst durchschnittlich im gesamten Februar fällt. Am Ende war die Moskauer Schneedecke 59 Zentimeter hoch - nur einen Zentimeter niedriger als der bisherige Höchstwert, der vor 65 Jahren gemessen wurde.

09:29 Uhr

Teer verseucht Israels gesamte Mittelmeerküste

Israel erlebt gerade eine der schwersten Umweltkatastrophen in der Geschichte des Landes. In den vergangenen Tagen werden dort Dutzende Tonnen Teer angespült. Betroffen ist die gesamte Mittelmeerküste des Landes sowie des Nachbarlandes Libanon. Die Auswirkungen auf die Meerestiere sind verheerend.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:50 Uhr

"Heiliger Gral" verpasst Rekord knapp: Whisky für eine Million Pfund versteigert

232663865.jpg

picture alliance/dpa/Whisky Auctioneer

Bei einer Versteigerung in Schottland ist der angepeilte Weltrekord für eine Flasche Whisky verpasst worden. Das höchste Gebot für die 0,75-Liter-Flasche "The Macallan 1926 Fine and Rare" lag letztlich bei einer Million Pfund (rund 1.157.000 Euro). Im Herbst 2019 war eine Abfüllung aus demselben Fass für knapp 1,5 Millionen Pfund unter den Hammer gekommen.

  • Der Whisky stammt aus einem legendären Vorrat, für Liebhaber ist es der "heilige Gral". Im Jahr 1986 wurden insgesamt 40 Flaschen von dem Fass abgefüllt, davon tragen nur 14 das ikonische Fine-and Rare-Etikett. Die Spirituose gehört zu einer Sammlung von insgesamt 3900 Flaschen, die der US-Unternehmer Richard Gooding zusammengestellt hatte.
  • Er war über Jahrzehnte immer wieder nach Schottland gereist und hatte Flaschen von fast allen Whiskybrennereien erstanden. Angeboten wurden mehr als 1900 Flaschen, ein erster Teil der Kollektion war bereits vor einem Jahr versteigert worden.
08:15 Uhr

60-Jähriger soll drei Raubüberfälle begangen haben

Die Polizei in den Niederlanden hat einen Haftbefehl gegen einen 60-jährigen Deutschen vollstreckt, der an drei Raubüberfällen auf Geldtransporter in Köln und Frankfurt am Main beteiligt gewesen sein soll. Dem Mann werde gemeinschaftlicher schwerer Raub in drei Fällen und ein Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz vorgeworfen, teilte die Staatsanwaltschaft Köln mit. In welcher Stadt in den Niederlanden die Polizei den 60-Jährigen am Dienstagmorgen festnahm, teilte sie zunächst nicht mit.

Die Überfälle wurden demnach im März 2018 und im März 2019 in Köln und im November 2019 in Frankfurt am Main verübt. Bei dem Überfall am Flughafen in Köln-Bonn im Jahr 2019 habe der 60-Jährige ein Maschinengewehr benutzt. Bei dem Überfall in Frankfurt seien zudem zwei Geldboten durch Schüsse schwer verletzt worden. In allen drei Fällen seien die Täter mit in den Niederlanden gestohlenen Autos und falschen Kennzeichen geflüchtet, teilte die Staatsanwaltschaft weiter mit.

07:41 Uhr

Freiwillige retten 20 Grindwale vor Neuseeland

Mehr als 20 Grindwale sind nach einer zweiten Strandung vor Neuseeland wieder in tiefere Gewässer gebracht worden. "Die Wale schwimmen derzeit frei vor der Küste und werden von einem Boot der Naturschutzbehörde überwacht", teilte die Organisation Project Jonah mit. Am Montag waren rund 50 Tiere an der Landzunge Farewell Spit gestrandet. Viele von ihnen verendeten, etwa 28 überlebten aber die Nacht. Helfer fanden diese Gruppe jedoch in der gleichen Gegend vor der Südinsel des Pazifikstaats wieder.

Freiwillige bildeten eine Menschenkette, um die Wale in tieferes Wasser zu treiben. Es gebe eine kleine Gruppe, die sich von der Hauptgruppe entfernt habe, aber diese könne noch frei schwimmen, hieß es in einem Facebook-Beitrag vom Nachmittag. Wissenschaftler versuchen Medienberichten zufolge herauszufinden, warum es in Farewell Spit häufiger zu solchen Vorfällen kommt. Im Februar 2017 waren dort zwischen 600 und 700 Wale gestrandet, 250 von ihnen starben.

06:44 Uhr

Streit um Medieninhalte: Facebook und Australien finden Kompromiss

Facebook hebt seine Blockade von journalistischen Nachrichteninhalten in Australien wieder auf. Wie aus Angaben des australischen Finanzministers Josh Frydenberg und des Australien-Chefs von Facebook, Will Easton, hervorging, wurde im Streit um ein geplantes Gesetz zur Regulierung des digitalen Nachrichtenmarkts offenbar ein Kompromiss erzielt. Facebook werde aufgrund von "Änderungen" an dem Gesetzestext journalistische Inhalte "in den nächsten Tagen" wieder freigeben, kündigte Easton an.

06:35 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

eines ist sicher: Wenn die Bundesregierung die eigene Wohnungspolitik bewertet, wird sie viel Positives notieren. Weniger begeistert zeigen sich Verbände und Opposition. Nach drei Jahren zieht die Bundesregierung heute Bilanz. An der Online-Konferenz nehmen unter anderem Kanzlerin Angela Merkel, Bauminister Horst Seehofer und Finanzminister Olaf Scholz teil. Union und SPD haben in ihrem Koalitionsvertrag eine "Wohnraumoffensive" vereinbart. Damit will das schwarz-rote Bündnis 1,5 Millionen neue Wohnungen und Eigenheime schaffen, zwei Milliarden Euro in den sozialen Wohnungsbau stecken, die energetische Gebäudesanierung fördern und die Rechte von Mietern stärken.

Außerdem werden diese Themen heute wichtig:

  • Unter dem Eindruck der schweren Vertrauenskrise im Erzbistum Köln beginnt die dreitägige Frühjahrsvollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz. Themen sind unter anderem Kirchenaustritte, sexueller Missbrauch, die Debatte um assistierten Suizid und der Reformprozess Synodaler Weg.
  • Die Wehrbeauftragte des Bundestages, Eva Högl, stellt ihren ersten Jahresbericht zur Lage der Bundeswehr vor. Die SPD-Politikerin hat das Amt seit vergangenem Jahr inne. Mit Interesse wird erwartet, welche Auswirkungen Högl durch die Corona-Pandemie sowie die Debatte um Rechtsextremismus in den Reihen der Streitkräfte sieht.
  • Weil er als Mitarbeiter des Bundespresseamtes für einen ägyptischen Geheimdienst spioniert haben soll, muss sich ein 66-Jähriger vor dem Berliner Kammergericht verantworten. Dem Mann wird geheimdienstliche Agententätigkeit zur Last gelegt. Laut Bundesanwaltschaft arbeitete er seit 1999 beim Besucherdienst des Bundespresseamtes. Von 2010 bis 2019 soll er Mitarbeiter des ägyptischen General Intelligence Service (GIS) bei der Informationsbeschaffung unterstützt haben.
  • Beim einst erfolgsverwöhnten Gesundheitskonzern Fresenius reißt die Serie der Negativnachrichten nicht ab. Litt Deutschlands größter Krankenhausbetreiber schon 2020 unter der Corona-Pandemie, steht Fresenius nun ein weiteres schlechtes Jahr bevor. Insbesondere die Dialysetochter Fresenius Medical Care (FMC) erwartet Einbußen, da viele Blutwäschepatienten im Zusammenhang mit dem Coronavirus sterben und so Behandlungen ausfallen. Zudem dürfte es 2021 weniger staatliche Unterstützung im wichtigen US-Markt geben. Fresenius will daher die Kosten senken und Details dazu bei der Vorlage der Jahreszahlen für 2020 vorstellen.
  • Im Streit über zusätzliche Pausen wegen des Tragens von Masken auf einer Intensivstation mit Corona-Patienten treffen sich die Kontrahenten vor dem Arbeitsgericht Herne. Angesetzt ist zunächst eine Güteverhandlung. Die Klägerin, die auf der Station als Krankenschwester arbeitete, hatte Masken- und Trinkpausen alle 75 Minuten verlangt. Das Krankenhaus in Recklinghausen bietet auf Intensivstationen alle 120 Minuten eine Maskenpause und hatte eine Verkürzung abgelehnt. Die Krankenpflegerin wurde auf eine andere Station versetzt.
  • Die Suche nach einer Mutter und ihrer 16-jährigen Tochter hielt München im Sommer 2019 in Atem. Auch wenn ihre Leichen nie gefunden wurden, steht der Ehemann der Frau und Stiefvater des Mädchens inzwischen wegen Mordes vor Gericht. Heute wird das Urteil gegen den 46-Jährigen am Landgericht München I erwartet. Es geht um Totschlag und Mord.

Mein Name ist Juliane Kipper und ich begleite Sie heute bis in den frühen Nachmittag durch den Tag. Sie haben Fragen oder Anregungen? Melden Sie sich unter: juliane.kipper@nama.de.

06:18 Uhr

Am wenigsten Schusswaffen sind in Berlin registriert

In Berlin sind im deutschlandweiten Vergleich am wenigsten Schusswaffen privater Besitzer registriert. Die Behörden erfassten Ende 2019 pro 1000 Einwohner 14 Pistolen und Gewehre. Damit liegt die Hauptstadt auf dem letzten Platz aller Städte und Landkreise. Das ergab eine aufwendige Recherche von Journalismus-Studenten der Universität Leipzig und des Podcast-Radios Detektor.fm.

Für eine vierteilige Serie zu Schusswaffen in Deutschland fragten sie 541 Waffenbehörden ab, weil das Nationale Waffenregister die Zahlen nicht veröffentlichte. Insgesamt sind in Deutschland demnach mehr als 5,3 Millionen Schusswaffen registriert. Die offiziellen Statistiken seien aber zum Teil widersprüchlich. Sehr viele angemeldete Waffen gehören Jägern und Mitgliedern von Schützenvereinen. Dazu kommen weitere nicht registrierte Waffen. Schätzungen gehen auch hier von Millionen aus.

Mehr dazu lesen Sie hier.
05:51 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht