Dienstag, 03. November 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:38 Uhr

Das war Dienstag, der 3. November 2020

Liebe Leserinnen und Leser,

während ich mich langsam in den Feierabend verabschiede, wird die ntv.de-Redaktion immer voller. Denn das wichtigste Ereignis des Tages steht erst bevor - die US-Wahl. Auf unserer Seite finden Sie die ganze Nacht über alle Infos rund um das Thema.

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Was war heute sonst wichtig:

22:11 Uhr

Im BER regnet es rein - zwei Tage nach Eröffnung

Der Flughafen BER wurde erst am vergangenen Samstag eröffnet - und schon regnet es durch eine undichte Stelle rein. Ein Twitter-Nutzer postete ein "Beweis"-Foto und schrieb dazu: "Vermutlich Teil des verbesserten Brandschutzsystems."

Bei dieser Stelle handele es sich "um ein offenbar nicht richtig abgedichtetes Oberlicht in einem Treppenhaus, das zur Besucherterrasse führt", sagte Daniel Tolksdorf, Sprecher der "Flughafen Berlin Brandenburg GmbH" der "Berliner Morgenpost", und fügte hinzu: "So etwas kann bei einem großen Projekt leider immer mal vorkommen." Man werde diesen bekannten Fehler so schnell wie nur möglich beheben.

21:32 Uhr

Wien eingeschüchtert? - "Schleich di, du Oaschloch!"

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Der 20-jährige "Oaschloch" war den Behörden bekannt.

Auf den islamistischen Anschlag in Wien reagiert die Stadt auf ihre eigene Art und Weise. "Schleich di, du Oaschloch!": Das soll ein Wiener aus seinem Fenster dem schießenden Attentäter hinterher gerufen haben. Dieser Ruf, angeblich auf Video eingefangen, geht viral als Symbol für die Widerstandsfähigkeit der Stadt. Dabei handelt es sich allerdings möglicherweise "um so etwas wie Mythenbildung", heißt es in einem Bericht des ORF. "Bewiesen" ist lediglich der Ruf "Arschloch" (in diesem Video zu hören).

 

 

Ein Twitter-Nutzer entwickelte sogar eine Browser-Erweiterung, die den Namen des Täters durch das Wort "Oaschloch" ersetzt. Hier ist die Anleitung:

 

21:05 Uhr

Kinder wegen "Terrorverherrlichung" in Frankreich unter Verdacht

Gut zwei Wochen nach dem Mord an einem Lehrer in Frankreich wird gegen mehrere Schüler wegen des Verdachts der "Terrorverherrlichung" ermittelt.

Unter anderem sollen zwei Zwölfjährige im Großraum Straßburg die Enthauptung des Pädagogen befürwortet haben, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Auch gegen Grundschüler im Alter von acht und neun Jahren werde ermittelt, hieß es. Der Lehrer hatte vor seinem Tod Mohammed-Karikaturen im Unterricht gezeigt.

Seit der Ermordung des 47-jährigen Samuel Paty wurden nach Angaben des französischen Innenministeriums insgesamt 66 Untersuchungen wegen "Terrorverherrlichung" eingeleitet. Innenminister Gérald Darmanin äußerte sich zuletzt "extrem besorgt" darüber, dass junge Leute zwischen zwölf und 16 Jahren eine "Haltung gegenüber extremer Gewalt an den Tag legen, die durch den Islamischen Staat beeinflusst ist".

20:17 Uhr

So reagiert RTL auf Wendlers Entschuldigung

RTL zeigt sich von den jüngsten Äußerungen des Michael Wendler weitestgehend unbeeindruckt. Der Schlagersänger hat sich in einer Instagram Story gegen die Bezeichnung als Verschwörungstheoretiker und Corona-Leugner gewehrt. Stattdessen sehe er sich als einen "Corona-Realisten" und "Pandemie-Maßnahmen-Skeptiker".

In seinem Statement Anfang Oktober hatte Wendler dem Fernsehen vorgeworfen, "gleichgeschaltet" zu sein. Diesen Vorwurf nahm er nun zurück und entschuldigte sich dafür. Dass er ein Interview mit RTL abgelehnt hatte, bezeichnete er zudem als "großen Fehler". Der Sender reagierte nun darauf mit den Worten: "Wer in der Öffentlichkeit steht und sie für seine Botschaften aktiv nutzt, sollte doppelt gut nachdenken, bevor er sich äußert. Wir haben das aktuelle Statement von Michael Wendler wahrgenommen, ohne dessen Gehalt beurteilen zu können oder zu wollen."

Zudem setzte der Privatsender einen Tweet ab, in dem es heißt, dass es momentan "so viel wichtige Themen" gebe. Dazu würden besonders Wien, Corona sowie die Präsidentschaftswahl in den USA zählen. Aber: "Wendlers Instagram-Story gehört nicht dazu."

 

19:44 Uhr

Autofahrer fährt ungebremst gegen Laterne und stirbt

Ein 83-jähriger Autofahrer ist in Frankfurt gegen eine Straßenlaterne gefahren und wenig später im Krankenhaus gestorben. In einem Kreuzungsbereich prallte er mit seinem Wagen ungebremst gegen den Mast. Zeugen eilten sofort zur Hilfe. Die Polizei ermittelt nun Unfallhergang und dessen Ursache.

19:20 Uhr

IS reklamiert Anschlag in Wien für sich

Die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat hat den Anschlag in Wien mit vier Toten für sich reklamiert. Ein "Soldat des Kalifats" sei für die tödlichen Schüsse in der Nähe einer Synagoge und der Oper verantwortlich, hieß es in einer bei Telegram veröffentlichten Erklärung. Das IS-Propagandaorgan Amaq veröffentlichte eine weitere Erklärung zu "einem Angriff mit Schusswaffen", der "gestern von einem Kämpfer des Islamischen Staats in der Stadt Wien" begangen worden sei, und veröffentlichte zudem ein Foto des bewaffneten Angreifers.

18:49 Uhr

Belarus nimmt umstrittenes Akw an EU-Grenze ans Netz

Das umstrittene Atomkraftwerk in Belarus an der EU-Grenze - ein Prestigeprojekt des Diktators Lukaschenko - ist unter Protest des Nachbarlandes Litauen ans Netz gegangen. Es ist das erste AKW des Landes.

Das neue Kernkraftwerk liegt nur 50 Kilometer von der litauischen Hauptstadt Vilnius entfernt. Unmittelbar nach der Inbetriebnahme stoppte Litauen seinen Bezug von Strom aus dem Nachbarland. Damit setzte der Stromnetzbetreiber Litgrid ein zuvor vom Parlament in der Hauptstadt Vilnius verabschiedetes Gesetz um.

Die Ex-Sowjetrepublik war 1986 wie kein anderes Land von der Atomkatastrophe in Tschernobyl in der benachbarten Ukraine betroffen. Das war das schlimmste Unglück in der zivilen Nutzung der Kernkraft.

18:07 Uhr

Jugendlicher in Berlin erstochen: Haftbefehl gegen 41-Jährigen erlassen

In einem Tunnel gegenüber der Museumsinsel im Zentrum Berlins war es am Samstagabend zu einem Streit zwischen einer Gruppe vor allem von Jugendlichen und Kindern sowie einem 41-Jährigen gekommen. Dabei soll der Mann mit türkischer Nationalität den 13 Jahre alten Syrer mit einem Messer niedergestochen haben. Außerdem soll er einen 22-Jährigen ebenfalls mit einem Messer schwer verletzt haben. Der 13-Jährige starb am Tatort, der 22-Jährige wurde ins Krankenhaus gebracht.

Nun ist gegen den mutmaßlichen Täter ein Haftbefehl erlassen worden. Der 41-jährige Mann, der sich am Montag der Polizei gestellt und die Tat gestanden hatte, kommt in Untersuchungshaft. Die Polizei hat keine Hinweise auf ein rassistisches Motiv.

17:35 Uhr

Sechsjähriger Pianist scheitert vor Gericht: Doch kein Konzert in Berlin

Er hat sich so sehr auf das Konzert am heutigen Dienstag gefreut, doch dann kam der Teil-Lockdown dazwischen. Ein sechsjähriger Pianist und eine erwachsene Pianistin reichten gegen das Konzertverbot eine Beschwerde ein - diese wurde nun vom Berliner Verwaltungsgericht zurückgewiesen.

Das Verwaltungsgericht sah den von den Pianisten gerügten Eingriff in die Kunstfreiheit "als nicht offenkundig rechtswidrig" an. Die Corona-Maßnahmen verfolgten den "legitimen Zweck, Neuinfektionen mit der Krankheit Covid-19 soweit als möglich vorzubeugen", erklärte das Gericht.

Doch man muss auch das Positive sehen: Die Pianisten haben nun einen freien Abend und können ihn beim Schlendern durch Einkaufszentren verbringen.

17:07 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:42 Uhr

Getreten, geschlagen, bespuckt: Quarantäne-Verweigerer geht auf Polizisten los

Er sollte eigentlich in Quarantäne, doch das war einem Mann aus Mittelhessen offenbar egal. Am Montagmittag verließ der alkoholisierte 31-Jährige seine Wohnung in Büdingen und fuhr mit seinem Auto davon. Die alarmierten Polizisten wollten ihn daran hindern - daraufhin griff er sie an. Zwei Beamte wurden leicht verletzt, teilte die Polizei mit. Er habe sie geschlagen, getreten, bespuckt und beleidigt.

Der Mann wurde wegen seines alkoholisierten Zustands mit dem Rettungswagen in eine Klinik gebracht. Ob er mit dem Coronavirus infiziert ist, teilte die Polizei nicht mit.

15:56 Uhr

Proteste gegen Porno-Verbot in Thailand

In Thailand gibt es seit Monaten immer wieder Proteste der Demokratiebewegung gegen die Regierung. Die Demonstranten fordern eine Neuwahl, umfassende Reformen und nun auch freien Zugang zu Pornos.

Die Behörden hatten zuvor den Zugang zu fast 200 URL's mit pornografischem Inhalt blockiert. Diese sind Teil der beliebten Seite "Pornhub". "Tut einsamen Menschen nicht weh, indem ihr den Zugang verbietet. #SavePornHub", war bei der Kundgebung in Bangkok auf Schildern zu lesen.

Der Minister für digitale Wirtschaft und Gesellschaft, Buddhipongse Punnakanta, hatte am Dienstag erklärt, er habe mit dem Schritt auf zahlreiche Beschwerden von Eltern und Erwachsenen reagiert, "die um die Jugend besorgt sind". Porno-Webseiten sind in Thailand illegal.

15:18 Uhr

Wer vermisst Heiligenstatuen? Polizei fasst mutmaßliche Diebe

Liebe Leserinnen und Leser, wenn Sie eine oder mehrere Heiligenstatuen vermissen, dann sollten Sie sich jetzt an die Polizei wenden. Die Beamten haben mutmaßliche Diebe geschnappt, konnten das Diebesgut aber bisher keiner Straftat zuordnen.

Als die Polizei am Montagabend im niederbayerischen Marklkofen ein Auto kontrollieren wollte, floh der Wagen, landete kurz darauf jedoch im Straßengraben. Im Kofferraum fanden die Beamten dann die Statuen, die "nach ersten Erkenntnissen aus Diebstählen stammen dürften". Den Angaben zufolge handelte es sich um jeweils zwei hochwertige Jesus- und Marienstatuen. Sie wurden beschlagnahmt. Der 28-jährige Fahrer des Autos und seine 26-jährige Beifahrerin wurden festgenommen. Die Polizei bat die Eigentümer, sich zu melden.

14:57 Uhr

Halle-Attentäter ist voll schuldfähig

Stephan B., der Attentäter von Halle, ist nach Einschätzung eines Gutachters voll schuldfähig. "Es spricht nichts für eine krankhafte Störung", sagte der Sachverständige Norbert Leygraf in der Verhandlung vor dem Oberlandesgericht Naumburg. Eine Beeinträchtigung der Schuldfähigkeit sei "aus psychiatrischer Sicht nicht anzunehmen".

Mehr dazu lesen Sie hier.
14:32 Uhr

Rund 120 gestrandete Wale gerettet - Helfer 18 Stunden im Einsatz

In einer 18-stündigen Rettungsaktion haben freiwillige Helfer und Marinesoldaten vor der Küste Sri Lankas rund 120 gestrandete Grindwale gerettet. Ihnen gelang es, die Tiere wieder ins offene Meer zurückzuziehen. Die Meeressäuger waren am Samstag am Strand von Pandura rund 25 Kilometer südlich der Hauptstadt Colombo gestrandet.

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Vier Tiere konnten nicht mehr gerettet werden.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Marine, unterstützt von der Küstenwache und dutzenden Anwohnern, zog die Wale mit einem kleinen Patrouillenboot zurück in tieferes Wasser. Drei Wale und ein Delfin verendeten jedoch. Es war die bisher größte Massenstrandung von Walen in Sri Lanka.

Es kommt immer wieder vor, dass Gruppen von Walen stranden. Die Gründe dafür liegen trotz jahrzehntelanger Forschungen noch immer im Dunkeln. Eine Theorie lautet, dass die sehr sozialen Tiere verirrten Mitgliedern ihrer Gruppe folgen und dann ebenfalls die Orientierung verlieren.

14:15 Uhr

Schichtwechsel

Juliane Kipper hat sich vor wenigen Minuten in den Feierabend verabschiedet. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich begleite Sie bis zum späten Abend durch den "Tag". Zu den drei wichtigsten Themen des Tages finden auf unserer Seite jeweils einen Liveticker:

Anschlag in Wien

US-Wahl

Coronavirus

Ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!

13:58 Uhr

Bunte Lego-Rampen machen Rollstuhlfahrern freie Fahrt

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Die Legosteine sollen ein Bewusstsein für die Alltagsprobleme von Menschen mit Behinderung schaffen, die den meisten Menschen sonst verborgen bleiben.

Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Kleine Rampe mit großer Wirkung: Bunte Legosteine helfen Rollstuhlfahrern in der bayrischen Stadt Würzburg, Barrieren im Alltag zu überwinden. "Stufen, Bordsteine und Kopfsteinpflaster sind eine tägliche Hürde", sagte Julian Wendel von "Selbstbestimmt Leben Würzburg"(WüSL). Der Verein setzt sich für ein selbstbestimmtes Leben von Menschen mit Behinderung ein. In der Würzburger Innenstadt bauen ehrenamtliche WüSL-Mitarbeiter Lego-Rampen für die Eingänge von Cafés oder Läden.

Die Idee wird bereits in mehreren Regionen in Deutschland umgesetzt, etwa in Köln, Essen, Hanau, Bielefeld, Donauwörth, Würzburg und der Eifel. In mühevoller Kleinarbeit werden teilweise mehr als Tausend Steine aneinander gesetzt und verklebt - jede Rampe ein Unikat in Maßanfertigung. Rita Ebel aus dem hessischen Hanau gilt als eine der ersten in Deutschland, die den Bau der Lego-Rampen vorangebracht hat. In sozialen Medien ist sie mittlerweile bekannt als "Lego-Oma". "Ich möchte Denkanstöße für eine behinderten-freundlichere Gesellschaft geben und den Impuls vermitteln, wie man selbst aktiv werden und etwas verbessern kann", sagte Ebel.

13:35 Uhr

Straßenbahn in Mainz erfasst 93-Jährigen

Ein Senior mit Rollator ist in Mainz von einer Straßenbahn erfasst und leicht verletzt worden. Der 93-Jährige überquerte einen Fußgängerüberweg an einer Haltestelle, als eine Straßenbahn einfuhr, wie die Polizei mitteilte. Der Fahrer bremste laut Polizei stark ab und warnte den Mann mit einem Signalton, konnte den Zusammenstoß aber nicht mehr verhindern.

Der Mann wurde nach dem Unfall am Montag mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht, konnte nach Angaben einer Polizeisprecherin aber inzwischen wieder entlassen werden. Die Insassen der Straßenbahn blieben nach Angaben der Polizei unverletzt.

13:02 Uhr

Polizei nimmt in Paris Mann mit Machete fest

In Paris hat die Polizei einen Mann festgenommen, der im Parkfriedhof Père Lachaise mit einer Machete unterwegs war. Der Mann sei in seinem Hotelzimmer in Gewahrsam genommen worden, sagte ein Polizeisprecher in Paris. Passanten hätten die Polizei auf den Mann hingewiesen. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sei nichts über mögliche Opfer bekannt. Die Ermittlungen seien im Gange. Weitere Details waren zunächst nicht bekannt.

In Frankreich gab es in den vergangenen Wochen mehrere Messerangriffe durch mutmaßliche Islamisten. So war am 16. Oktober in einem Vorort von Paris der Geschichtslehrer Samuel Paty von einem 18-Jährigen auf offener Straße enthauptet worden.

12:32 Uhr

Forscher entdecken neues Mineral vom Mond

In einem Meteoriten vom Mond haben Forscher ein neues Mineral entdeckt. Es bestehe aus Kalzium-, Aluminium-, Silizium- und Sauerstoffatomen, teilte das Deutsche Geoforschungszentrum (GFZ) Potsdam mit. Das neue Mineral bekam demnach den Namen Donwilhelmsite - zu Ehren des US-Mondforschers Don Wilhelms. Den Fund beschreibt ein Team um Jörg Fritz vom Zentrum für Rieskrater und Impaktforschung Nördlingen im Fachblatt "American Mineralogist".

Entdeckt wurde das neue Mineral im Mondmeteoriten "Oued Awlitis 001", der 2014 in der Westsahara gefunden wurde. Laut dem Berliner Naturkundemuseum, das ebenfalls an der Untersuchung beteiligt war, sind weltweit etwa 5000 Minerale bekannt, weniger als 50 würden jährlich neu beschrieben. "Der Fund dieses Minerals ist für die Erforschung der Entstehungsgeschichte des Mondes und die im Erdinneren ablaufenden Prozesse von großer Bedeutung", hieß es.

12:00 Uhr

Schlagzeilen zum Mittag

11:48 Uhr

Til und Dana Schweiger wohnen wieder zusammen

Schauspieler und Regisseur Til Schweiger und seine Ex-Frau Dana Schweiger wohnen wieder zusammen. Wegen der Corona-Pandemie hatte die 52-Jährige gemeinsam mit Tochter Emma ihr Haus in Malibu verlassen und ist seitdem in Hamburg gestrandet. "Emma und ich sind seit Ende Juli in Hamburg. Wir wohnen gerade im "Hotel Til" und sind froh, wieder zu Hause zu sein", sagte sie der "Bild"-Zeitung. Von einem Aufflammen der alten Liebe könne aber keine Rede sein. "Wir hatten immer schon ein Gästezimmer in unseren Häusern füreinander. Til und ich sind nicht perfekt, aber geben unser Bestes, uns gegenseitig zu respektieren. Es läuft super!", so die Amerikanerin.

11:17 Uhr

Junge Union steht hinter Merz

Der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz geht als Favorit der Nachwuchsorganisation Junge Union (JU) in die Abstimmung über den Parteivorsitz: Bei einer Mitgliederbefragung erhielt Merz rund 51,6 Prozent der Stimmen, wie JU-Chef Tilman Kuban mitteilte. Eine Schlappe erlitt NRW-Ministerpräsident Armin Laschet: Er landete mit nur 19,8 Prozent auf dem dritten Platz hinter dem Außenexperten Norbert Röttgen, der auf 27,9 Prozent kam.

11:05 Uhr

Prozess im Missbrauchsprozess Münster begonnen

In Münster beginnt der Prozess gegen einen 53 Jahre alten Angeklagten begonnen und damit die gerichtliche Aufarbeitung des Missbrauchskomplexes mit zahlreichen Beschuldigten. Dem Mann aus Norderstedt in Schleswig-Holstein wirft die Staatsanwaltschaft vor, im August 2019 einen damals neunjährigen Jungen aus Münster schwer sexuell missbraucht zu haben. Noch vor Verlesung der Anklageschrift wurde die Öffentlichkeit aus Gründen des Opferschutzes ausgeschlossen, wie ein Sprecher des Landgerichts schilderte.

Bei dem Opfer handelt es sich den Ermittlungen zufolge um den Ziehsohn des Hauptbeschuldigten in dem Gesamtkomplex. Dieser gesondert angeklagte 27 Jahre alte Hauptbeschuldigte soll den Sohn seiner langjährigen Lebensgefährtin mehrfach anderen Männern für sexualisierte Gewaltverbrechen zur Verfügung gestellt und das Kind auch selbst immer wieder vergewaltigt haben. Bei dem nun angeklagten 53-Jährigen soll eine Wohnung in Münster der Tatort gewesen sein. Der Mann hatte die Vorwürfe laut Staatsanwaltschaft eingeräumt und in seiner Aussage auch Angaben zu weiteren Beschuldigten aus mehreren Bundesländern in dem Gesamtkomplex gemacht.

10:24 Uhr

Holzlaster fährt auf A1 auf Stauende auf

Ein Holzlaster ist in ein Stauende gefahren und hat dabei mehrere andere Fahrzeuge erfasst. Nach ersten Angaben der Polizei schob der Lkw bei Stapelfeld vier Lastwagen und Autos zur Seite und kippte um, wobei sich seine Ladung auf der Fahrbahn verteilte.

Es gab nach ersten vorläufigen Informationen mindestens sechs Verletzte. Wie die Beamten in Ratzeburg mitteilten, waren zwei weitere Lastwagen, ein Pkw und ein Pritschenwagen an dem Unfall beteiligt. Dieser wurde anscheinend schwer beschädigt. Ein Großaufgebot an Rettungskräften war im Einsatz.

09:42 Uhr

Retter bergen Vierjährige 91 Stunden nach Beben in Türkei

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Fast vier Tage nach dem Erdbeben finden Helfer ein kleines Mädchen unter den Trümmern.

AP

91 Stunden nach dem schweren Erdbeben in der Ägäis haben Rettungsmannschaften ein vierjähriges Mädchen aus den Trümmern in Izmir lebend geborgen. Der Bürgermeister der zweitgrößten türkischen Stadt, Tunc Soyer, sprach auf Twitter von einem "Wunder" und von einer "Freude inmitten des großen Schmerzes". AFP-Korrespondenten berichteten, wie die Retter die kleine Ayla unter dem Beifall von Beistehenden aus den Trümmern holten.

Ein Erdbeben der Stärke 7 hatte am Freitag die Westtürkei und die griechische Insel Samos erschüttert. Nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS lag das Zentrum des Bebens in der Ägäis zwischen Samos und der türkischen Provinz Izmir. Vor allem in der Stadt richteten die Erschütterungen schwere Schäden an, zahlreiche Gebäude stürzten dort ein und begruben die Bewohner unter sich.

Mehr dazu lesen Sie hier.
09:16 Uhr

Telefonbetrüger bringen alte Leute um ihr Geld

Telefonbetrüger haben in Wilhelmshaven massiv versucht, alte Leute um ihr Geld zu bringen. Ein Polizeisprecher sagte, dass am Vortag neun derartige Fälle gemeldet worden seien. In einem Fall seien 1000 Euro Bargeld und eine EC-Karte mit Geheimnummer erbeutet worden. Die Anrufer gaben sich demnach als Bankangestellte aus und spielten den Opfern vor, dass es Probleme mit ihren Konten gebe. Sie versuchten die durchweg über 80 Jahre alten Menschen zur Preisgabe der Kontodaten oder zur Abhebung von Bargeld zu überreden.

In einigen Fällen behaupteten die Betrüger, sie seien Polizisten. Die Polizei gehe davon aus, dass es sich immer um dieselben Täter aus der organisierten Kriminalität gehandelt habe, sagte der Sprecher. Oft kämen solche Anrufe aus dem Ausland; es gebe aber Komplizen vor Ort, die Bargeld abholen sollen.

09:00 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:34 Uhr

Unbekannte stehlen Leergut im Wert von knapp 4000 Euro

Rund 15.000 Pfandflaschen haben Unbekannte im südhessischen Heppenheim gestohlen. Wie die Polizei in Darmstadt am Montagabend mitteilte, hebelten die Täter am Wochenende einen Leergutcontainer auf und entwendeten die in Plastiksäcken verpackten Flaschen.

Den Schaden bezifferte die Polizei auf etwa 3700 Euro. Die Beamten gingen davon aus, dass das Diebesgut mit einem Fahrzeug abtransportiert wurde. Sie baten mögliche Zeugen, sich zu melden.

08:00 Uhr

US-Rapperin Cardi B will sich jetzt doch nicht scheiden lassen

Cardi B und ihr Rapper-Kollege Offset sorgen mit ihrer turbulenten Beziehung immer wieder für Schlagzeilen. Seit 2017 ist das Paar verheiratet. Im Juli 2018 kam die gemeinsame Tochter Kulture Kiari Cephus zur Welt. Im Dezember 2018 trennte sich das Paar, raufte sich aber wieder zusammen. Dem US-Magazin "People" zufolge hatte Cardi B ihre Ehe in dem Scheidungsantrag im September noch als "unwiederbringlich kaputt" bezeichnet. Den Geburtstag der Rapperin am 11. Oktober feierte das Paar dann wenige Wochen später aber schon wieder zusammen in Las Vegas.

Jetzt will die Rapperin ihrer Ehe offenbar eine weitere Chance geben. Wie US-Medien berichten, soll die 28-Jährige den Scheidungsantrag zurückgezogen haben. Laut Gerichtsunterlagen im Bezirk Fulton County (US-Staat Georgia) hat der zuständige Richter am Montag das Verfahren eingestellt.

07:25 Uhr

Statt Gänsekeulen-Essen: Frank Zander unterstützt Foodtrucks für Obdachlose

Normalerweise veranstaltet der Berliner Entertainer Frank Zander mithilfe Hunderter Ehrenamtlicher jährlich eine Weihnachtsfeier für etwa 3000 Obdachlose und Bedürftige im Estrel-Hotel Berlin. In diesem Jahr wäre es die 26. Feier gewesen. Doch Corona macht dem 78-Jährigen dieses Jahr einen Strich durch die Rechnung. Ganz ohne Unterstützung müssen die Bedürftigen dieses Jahr aber trotzdem nicht auskommen.

Zander und seine Familie unterstützen dieses Jahr nämlich Food Trucks für Obdachlose und Bedürftige von Caritas und Diakonie mit 40.000 Euro. "Es ist ein tolles Gefühl, dass es mit der Hilfe weitergehen kann", sagte Zander. Das Geld wäre demnach normalerweise in die Weihnachtsfeier im Estrel-Hotel geflossen. In der Woche vor Weihnachten wollen Zander und Helfer auch Geschenke verteilen. Er freue sich, dass er bereits so lange von Sponsoren unterstützt werde. "Wir sind eben immer da und helfen nicht nur einmal. Die Firmen und anderen Sponsoren wissen das", sagte Zander.

07:12 Uhr

Berlins Polizei ermittelt wegen Rechtsextremismus in den eigenen Reihen

Die Polizei in Berlin geht nach eigenen Angaben mehreren Dutzend Verdachtsfällen auf Rechtsextremismus in den eigenen Reihen nach. Derzeit würden wegen solcher Vorwürfe knapp 40 Disziplinarverfahren geführt, sagte die Berliner Polizeipräsidentin Barbara Slowik der Zeitung "Die Welt". Die Hälfte dieser Verfahren werde mit dem Ziel geführt, "die Betroffenen aus dem Dienst zu entlassen".

Trotz hoher Hürden der Verwaltungsgerichte bei Entlassungen von Beamten gehe sie davon aus, "dass wir bei zumindest manchen Fällen Recht behalten", sagte Slowik. Die große Mehrheit der Polizisten in der Hauptstadt sei aber nicht extremistisch gesonnen, betonte sie: "Von den 26.000 Beschäftigten der Polizei Berlin stehen 99,9 Prozent fest auf dem Boden des Grundgesetzes." Sie sei "genervt und wütend, dass einige wenige unseren Ruf so beschmutzen".

06:52 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

Trump oder Biden? Nach einem beispiellosen Wahlkampf wird in den USA heute der Präsident gewählt. Demokrat Joe Biden will US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus ablösen. Beide Seiten erklärten die Abstimmung zu einer Schicksalswahl. Schon vor dem Wahltag haben bereits fast 100 Millionen US-Bürger per Brief oder in vorab geöffneten Wahllokalen frühzeitig abgestimmt. Das und noch viel mehr erfahren Sie heute schon den ganzen Tag über in unserem Liveticker zur US-Wahl. Die Entwicklungen nach dem Terroranschlag in Wien können Sie heute auch in einem Liveticker verfolgen. Ansonsten stehen heute noch diese Themen auf dem Programm:

  • Kurz nach Beginn erneuter bundesweiter Beschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus äußern sich Bundesgesundheitsminister Jens Spahn und mehrere Experten zum weiteren Vorgehen. Bei einer Pressekonferenz werden unter anderem auch Vertreter des bundeseigenen Robert-Koch-Instituts (RKI), von Corona-Testlaboren und der Intensivmedizin erwartet.

  • Im Prozess um den Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke soll ein Ex-Verteidiger des Hauptangeklagten Stephan Ernst aussagen. Dabei dürfte es auch um die angebliche Ankündigung finanzieller Hilfe durch "Kameraden" gehen.

  • Den rechtsterroristischen Anschlag von Halle hat der Angeklagte im Prozess gestanden - doch ist er auch schuldfähig? Diese Frage soll bei der Verhandlung ein psychiatrisches Gutachten klären. Der Gutachter hat dazu schon vor Prozessbeginn Gespräche mit dem Angeklagten geführt und dessen Verhalten an den ersten 17 Prozesstagen beobachtet.

  • Mit einem Prozess gegen einen 53-Jährigen aus Schleswig-Holstein beginnt eine erste gerichtliche Aufarbeitung des Missbrauchsfalls Münster. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, im August 2019 einen damals neunjährigen Jungen aus Münster schwer sexuell missbraucht zu haben. Bei dem Kind handelt es sich um den Ziehsohn des Hauptbeschuldigten in dem Gesamtkomplex.

  • Das Bundesverwaltungsgericht verkündet seine Entscheidung zum umstrittenen Fehmarnbelttunnel. Im September und Oktober hatten die Leipziger Richter über mehrere Klagen gegen das deutsch-dänische Milliardenprojekt verhandelt. Unter anderem hatten sich zwei Umweltverbände und mehrere Fährunternehmen gegen die Planungen gewandt.

  • Erstmals nach einer Gewinnwarnung legt der Agrarchemie- und Pharmakonzern Bayer Quartalszahlen auf den Tisch. Ende September hatten die Leverkusener ein weiteres Sparprogramm verkündet und geschäftlich einen "erheblichen Gegenwind" durch die Covid-19-Pandemie eingestanden, vor allem in der Landwirtschaft.

  • Osram steht eine schwierige außerordentliche Hauptversammlung bevor. Ab 10.00 Uhr sollen die Aktionäre über den Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit dem Mehrheitseigner AMS entscheiden, der das Ende von Osrams Eigenständigkeit besiegelt. Zwar gilt die Zustimmung angesichts des vom österreichischen Sensorspezialisten gehaltenen Anteils als sicher, doch die Osram-Spitze wird sich vielen Fragen stellen müssen. In Kreisen heißt es, dass mehr als 100 Fragen von Aktionären eingegangen sind.

Mein Name ist Juliane Kipper und ich begleite Sie heute bis in den frühen Nachmittag durch den Tag. Sie haben Fragen oder Anregungen? Sie erreichen mich unter: juliane.kipper@nama.de.

06:23 Uhr

"Bestellt bei McDonalds": Fast-Food-Kette macht Werbung für Rivalen

In ungewöhnlichen Zeiten hat sich die Fast-Food-Kette Burger King in Großbritannien zu einem Werbe-Gag entschieden. "Bestellt bei McDonalds", ist auf einem Instagram-Post von Burger King UK zu lesen. "Wir hätten auch nie gedacht, dass wir das einmal schreiben würden", hieß es weiter. In diesen Zeiten benötige die Gastronomie, die Tausende von Arbeitsplätzen schaffe, aber jede Unterstützung - das gelte auch für Rivalen wie KFC, Subway und andere. Mit Takeaway-Angeboten oder Bestellungen von zu Hause aus sei es aber auch im Lockdown möglich, die Unternehmen zu unterstützen. In England gilt ab Donnerstag ähnlich wie in Deutschland ein Teil-Lockdown, bei dem auch Restaurants, Pubs und Cafés schließen müssen.

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