Dienstag, 06. Oktober 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:27 Uhr

Das war Dienstag, der 6. Oktober 2020

Liebe Leserinnen und Leser, vor einer halben Stunde hat uns die Nachricht erreicht, dass der legendäre Rock-Gitarrist Eddie Van Halen gestorben ist. Aus diesem traurigen Anlass gibt's heute zum Abschied das Video zum berühmtesten Lied der band Van Halen.

Was war heute sonst wichtig:

Damit verabschiede ich mich in den Feierabend und wünsche Ihnen eine gute Nacht! Bis morgen!

22:00 Uhr

Dieter Bohlen stichelt gegen den Wendler

"DSDS"-Juror Michael Wendler wird es nicht zur nächsten Aufzeichnung der RTL-Castingshow am 7. Oktober schaffen. Der Schlagersänger und seine Freundin Laura Müller sind zurück in die USA geflogen. Offenbar ohne Absprache mit der Produktion sei das Paar vor fünf Tagen in den Flieger gestiegen. Kehrt das Paar zurück, wartet nach dem Auslandsaufenthalt auch noch die Quarantäne.

In einem Video-Statement hat sich Dieter Bohlen zu dem Ausfall geäußert: "Es gibt Wunder und es gibt Sachen, die man erwartet. Ich hatte ehrlich gesagt erwartet, dass es bisschen Probleme gibt mit dem Wendler."

Zu spät auf eine Pressekonferenz kommen, tue man eigentlich auch nicht, spricht Bohlen einen anderen Vorfall an. Zu diesem Zeitpunkt habe sich angeblich der Fahrer des Sängers verfahren. "Ist auch wirklich schwierig, wenn man dahin fährt, wo man am Tag vorher war. Höchstwahrscheinlich hat der Flieger sich jetzt auch irgendwie verflogen", stichelt Bohlen.

21:55 Uhr

Rock-Legende Eddie Van Halen gestorben

Der Rock-Gitarrist Eddie Van Halen ist tot. Nach Angaben seines Sohnes erlag der Musiker im Alter von 65 Jahren einem Krebsleiden. Sein Vater habe "heute Morgen seinen langen und anstrengenden Kampf gegen den Krebs verloren", schrieb Wolf Van Halen auf Twitter. Eddie Van Halen gehörte zur Band Van Halen, die unter anderem durch den Song "Jump" Berühmtheit erlangte.

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21:35 Uhr

Das machte Nobelpreisträgerin Ghez als erstes nach dem Anruf

Nach der Nachricht von ihrer Ehrung mit dem Physik-Nobelpreis hat Andrea Ghez als erstes ihre beiden Söhne per SMS informiert. "Ich wollte sie nicht wecken, aber ich wollte, dass sie als erstes davon erfahren. Sie sind Teenager, also schlafen sie lange", sagte die Astronomie-Professorin an der University of California in Los Angeles bei einer Online-Pressekonferenz. 

Die Nachricht aus Stockholm habe sie gegen 2.00 Uhr Ortszeit in Los Angeles erreicht. "Ich habe tief geschlafen und musste erstmal erkennen, dass da das Telefon um 2.00 Uhr morgens klingelt. Und dann musste ich meine Angst davor überwinden, dass das schlechte Nachrichten sein könnten. Als ich gemerkt habe, dass es nicht schlechte, sondern gute Nachrichten sind, war ich einfach begeistert und ein bisschen sprachlos und stumm." Im Lauf des Tages wolle sie noch mit Kollegen und Freunden feiern - soweit das unter Einhaltung der Corona-Regeln möglich sei.

Der Nobelpreis für Physik geht in diesem Jahr zur einen Hälfte an Roger Penrose (Großbritannien) sowie zur anderen Hälfte an Ghez (USA) und Reinhard Genzel (Deutschland). Sie werden damit für ihren Forschungen zu Schwarzen Löchern geehrt.

21:15 Uhr

Michelle Obama teilt gegen Trump aus

Die frühere First Lady Michelle Obama ist vier Wochen vor der US-Präsidentschaftswahl hart mit Amtsinhaber Donald Trump ins Gericht gegangen. Trump sei im Umgang mit der Corona-Pandemie "gescheitert", er schüre Ängste vor Afroamerikanern, spalte das Land und verbreite Verschwörungstheorien, sagte die Ehefrau des ersten schwarzen US-Präsidenten Barack Obama in einer Videobotschaft. "Was der Präsident macht, ist offenkundig falsch, moralisch falsch und ja, es ist rassistisch."

Trump versuche unter anderem, Wähler davon abzuhalten, am 3. November ihre Stimme abzugeben, sagte Obama in der Videobotschaft zur Unterstützung des demokratischen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden. Außerdem "lüge" er über Minderheiten und behaupte, diese würden US-Vorstädte ruinieren.

Trump sei "richtig, richtig gut darin, Angst und Verwirrung zu nutzen und Lügen zu verbreiten, um zu gewinnen", sagte Obama. Bei einer Wiederwahl drohe Trump die USA zu "zerstören".

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20:46 Uhr

Apple gibt Vorstellungstermin des neuen iPhone bekannt

Apple wird am 13. Oktober neue Produkte vorstellen - aller Voraussicht nach das neue iPhone 12. Die neue Generation der Apple-Telefone war wegen der Coronakrise nicht wie sonst üblich im September präsentiert worden. Auf dem September-Event stellte Apple dagegen eine neue Version seiner Smartwatch sowie neue iPad-Modelle vor.

Das neue iPhone soll in diesem Jahr erstmals für den superschnellen 5G-Datenfunk gerüstet sein, nachdem Apple die Streitigkeiten mit dem Modem-Spezialisten Qualcomm beilegte. Außerdem wird von Apple noch in diesem Jahr ein erstes Modell der Mac-Computer mit Prozessoren aus eigener Entwicklung statt Intel-Chips erwartet.

20:27 Uhr

Die Videos des Tages

20:00 Uhr

Viele Tote bei Explosion in Syrien

Bei der Explosion einer Autobombe in der nordsyrischen Stadt Al-Bab sind mindestens 19 Menschen ums Leben gekommen. 82 weitere wurden verletzt, viele von ihnen schwer.

Wer für die Explosion verantwortlich ist, ist noch unklar. Al-Bab liegt nordöstlich der Großstadt Aleppo. Die Region wird von der türkischen Armee und mit ihr verbündeten syrischen Rebellen kontrolliert. Dort war es in der Vergangenheit immer wieder zu Explosion gekommen. Am Wochenende starben bei einer Detonation in Al-Bab mindestens drei Menschen.

19:26 Uhr

Unruhen in Kirgistan: Ministerpräsident tritt zurück

Nach den Unruhen in Kirgistan ist der Ministerpräsident des zentralasiatischen Landes, Kubatbek Boronow, zurückgetreten. Der erst am Vortag von Demonstranten aus dem Gefängnis freigelassene Politiker Sadyr Schaparow wurde vom Parlament zum neuen Regierungschef gewählt.

Wegen des offiziell verkündeten Wahlsiegs des politischen Lagers von Staatschef Sooronbai Dscheenbekow war es zu massiven Protesten gekommen, woraufhin das Wahlergebnis annulliert worden war.

19:05 Uhr

Berliner Pop-up-Radwege dürfen vorerst bleiben

Gute Nachrichten für Berliner Radfahrer - die in der Corona-Krise eingerichteten Pop-up-Radwege in der Hauptstadt dürfen vorerst doch bleiben.

  • Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg entschied, dass der gegenteilige Beschluss des Verwaltungsgerichts Berlin vorläufig außer Vollzug gesetzt wird. Die Richter folgten damit einem Antrag des Landes Berlin.
  • Das Berliner Verwaltungsgericht hatte Anfang September entschieden, die temporären Radwege müssten weg. Wegen "ernstlicher Zweifel an der Rechtmäßigkeit" verpflichtete das Gericht die Verkehrssenatsverwaltung, die entsprechende Beschilderung an acht Pop-up-Radwegen zu entfernen, gegen die sich ein Eilantrag konkret gerichtet hatte.
  • Gegen die Pop-up-Radwege hatten der AfD-Verkehrspolitiker Frank Scholtysek und der Abgeordnetenhausfraktionsvize und Rechtsanwalt Marc Vallendar geklagt.
18:26 Uhr

Mann stirbt bei Polizeieinsatz

Bei einem Polizeieinsatz in Leichlingen bei Köln ist ein von Beamten fixierter 54-Jähriger gestorben.

Wegen des Anfangsverdachts der Körperverletzung mit Todesfolge ermittelt die Kölner Staatsanwaltschaft gegen sechs Polizisten, wie die Behörde erklärte. Nach der Obduktion des Leichnams hätten sich Hinweise darauf ergeben, dass der eingetretene Herzstillstand auf die Fixierung des Mannes in Bauchlage zurückzuführen sein könnte.

Die Polizei war am frühen Montagmorgen wegen eines Familienstreits gerufen worden. Als die Beamten in einer Wohnung eingetroffen seien, habe der 54-Jährige auf seiner Schwester gehockt und sie massiv gewürgt, berichteten Polizei und Staatsanwaltschaft. Nach derzeitigem Ermittlungsstand hätten die Beamten die Geschwister getrennt und den Mann aus dem Haus gebracht. Dort soll er massiv Widerstand geleistet haben. Polizisten hätten den ehemaligen Kampfsportler am Boden kurzfristig in Bauchlage fixiert. Trotz Reanimationsmaßnahmen sei er noch am Einsatzort gestorben.

17:48 Uhr

Polizei löst Hochzeit mit 380 Gästen auf - nicht nur wegen Corona

Es sollte eine Traumhochzeit werden - doch dann kam das Ordnungsamt, und dann auch noch die Polizei…

Die Dortmunder Beamten lösten die Veranstaltung mit 380 Gästen am Samstagabend auf. Und das nicht nur wegen Nichteinhaltung der Corona-Maßnahmen: "Auch aus bauordnungsrechtlichen Gründen wurde eine weitere Nutzung des Festsaals untersagt", teilten die Behörden mit. Demnach wurde die Polizei zur Unterstützung gerufen, weil sich einige Gäste aggressiv verhalten hatten. Erlaubt gewesen wären 150 Gäste.

Dortmunds Polizeipräsident Gregor Lange appellierte an Festveranstalter und Gäste, die Vorschriften einzuhalten: "Unter großen Anstrengungen mit weitreichenden Folgen für Familie und Beruf haben wir im Frühjahr die Infektionszahlen in den Griff bekommen. Diesen mit viel Verzicht und Disziplin erreichten Erfolg dürfen wir nicht aufs Spiel setzen."

17:02 Uhr

Banküberfall in Berlin: Täter mit drei Personen verbarrikadiert

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Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort.

(Foto: picture alliance/dpa)

Im Einkaufszentrum "Forum Köpenick" in Berlin ist eine Postbankfiliale überfallen worden.

  • Der Täter befindet sich noch immer im Gebäude - zusammen mit drei weiteren Menschen. Ob es sich um eine Geiselnahme handelt, kann die Polizei noch nicht sagen; es könne auch sein, dass die drei Personen den Täter beruhigen wollen, sagte ein Polizeisprecher laut "Berliner Zeitung".
  • Ob der Täter bewaffnet ist, ist auch noch unklar. Das Einkaufszentrum wurde geräumt.
  • Die Polizei bemühe sich um Kontakt zum Täter, so eine Sprecherin. Mehr als 200 Beamte sind im Einsatz.

Update: Die Polizei hat den Täter festgenommen. Er habe zwei Frauen und einen Mann in der Bankfiliale bedroht, teilte die Polizei auf Twitter mit.

17:00 Uhr
16:35 Uhr

Chef sitzt im Ausland fest - Mitarbeiter haut mit Firmengeld ab

Firmengeld klauen und damit abhauen - spätestens seit Hitchcocks "Psycho" weiß jeder: Das kann nur schiefgehen. Ein Angestellter eines Münchner Unternehmens hat das coronabedingte Rückreise-Verbot seines Chefs ausgenutzt, um mit Firmengeldern zu türmen. Den sechsstelligen Betrag fand die Polizei nun in der neuen Wohnung des Mannes im Kreis Birkenfeld in Rheinland-Pfalz.

An das Bargeld war der 63 Jahre alte Mann gekommen, weil der Firmeninhaber zwischen Ende März und Anfang Juni wegen der Reisebeschränkungen im Ausland festsaß. Er bat seinen damaligen Mitarbeiter, die Firmengelder von einem Konto abzuheben und in einem Tresor zu verwahren. Stattdessen kündigte der Mann und zog aus seiner Wohnung im Landkreis Starnberg aus.

16:05 Uhr

Deutscher Botschafter verlässt Belarus

Der deutsche Botschafter in Belarus, Manfred Huterer, hat das Land vorübergehend verlassen - "um Gespräche in Berlin zu führen", wie die dpa aus dem Auswärtigen Amt erfuhr. Die Bundesregierung will sich damit solidarisch mit Polen und Litauen zeigen, die ihre Botschafter bereits zuvor aus der belarussischen Hauptstadt Minsk abgezogen hatten. Zuvor hatte die Führung in Minsk verlangt, dass beide Länder ihr diplomatisches Personal in Belarus stark reduzieren.

In Belarus gehen die Menschen seit der umstrittenen Präsidentenwahl Anfang August regelmäßig gegen Machthaber Alexander Lukaschenko auf die Straße. Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja wurde nach der Wahl aus dem Land vertrieben. Sie lebt im Exil in Litauen. Heute besucht Tichanowskaja Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin.

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15:47 Uhr

Mordfall Maria Baumer: Harte Strafe für Verlobten

Und noch ein Pfleger muss lebenslang in Haft - dieser hat aber nicht Patienten, sondern seine Verlobte umgebracht. Der 36-Jährige hat im Mai 2012 die 26-jährige Maria Baumer mit Medikamenten getötet und ihre Leiche in einem Waldstück vergraben, weil er in eine Patientin verliebt war.  

Das Landgericht Regensburg hat den Mann nun wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Gericht stellte zudem die besondere Schwere der Schuld fest, was eine frühzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren ausschließt.

Der Krankenpfleger Christian F. soll seine Partnerin mit einer Überdosis Beruhigungsmittel getötet und anschließend ihre Leiche in einem Waldstück beseitigt haben, weil er in eine Patientin verliebt war.

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14:47 Uhr

Pfleger bringt drei Patienten um - lebenslange Haft

Er soll seinen pflegebedürftigen Patienten Insulin gespritzt haben, das als Überdosis tödlich sein kann: Wegen Mordes an drei Patienten ist ein Hilfspfleger vom Landgericht München I nun zu lebenslanger Haft und anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt worden. Das Gericht stellte außerdem die besondere Schwere der Schuld fest.

Der 38 Jahre alte Pole hatte eine Aussage vor Gericht verweigert, sich in seinem letzten Wort aber bei den Angehörigen der Opfer entschuldigt und gesagt, er bereue seine Taten zutiefst: "Das, was ich getan habe, ist sehr brutal und bleibt brutal."

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14:30 Uhr

Schichtwechsel

Hallo, mein Name ist Uladzimir Zhyhachou und ich begleite Sie ab sofort und bis zum späten Abend durch den "Tag". Meiner Kollegin Johanna Ohlau, die für Sie am Vormittag da war, wünsche ich einen schönen Feierabend!

14:17 Uhr

Samurai-Wespe erstmals in Deutschland nachgewiesen

Der Feind meines Feindes ist mein Freund - ungefähr so ist die Beziehung der deutschen Bauern zu Samurai-Wespe zu beschreiben. Eigentlich gehört die asiatische Schlupfwespe nicht nach Europa, und Landwirte sind meistens wenig erfreut über exotische Insekten auf ihren Feldern. Doch dieses Mal löst der Nachweis der Samurai-Wespe von Experten bei Heidelberg große Freude bei den Landwirten aus: Das Insekt ist zwar nur wenige Millimeter klein, aber ganz groß als Gegenspieler eines anderen Schädlings: der Marmorierten Baumwanze. Die wurde wohl 2004 - ebenfalls aus Asien - nach Europa eingeschleppt und bedroht seitdem den Obst- und Gemüsebau.

Deshalb sei der Nachweis der Samurai-Wespe vor allem für Landwirte eine gute Nachricht, schrieb das Landwirtschaftliche Technologiezentrum Augustenberg in Karlsruhe. Die Marmorierte Baumwanze sauge an Blättern und Früchten von mehr als 300 Pflanzenarten und richte so große Schäden an, teilte die Landesanstalt weiter mit. 2019 habe sie beispielsweise in Südtirol für Ernteverluste von mehr als 500 Millionen Euro gesorgt. In Deutschland sind demnach vor allem Südbaden und die Bodenseeregion betroffen. Die Karlsruher Experten wollen nun erforschen, wie die Samurai-Wespe in der biologischen Schädlingsbekämpfung eingesetzt werden kann.

14:14 Uhr
Breaking News

Zwölf Jahre Haft für Angeklagten im Missbrauchsfall Bergisch Gladbach

Im Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach ist ein zentraler Angeklagter zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden. Zudem ordnete das Landgericht Köln am Dienstag die Unterbringung des 43 Jahre alten Vaters, der seine Tochter missbraucht hatte, in der Sicherungsverwahrung an.

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13:36 Uhr

Unbekannter wollte in Leipzig Kinder entführen

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Die Leipziger Polizei hat Bereiche im Stadtteil Paunsdorf abgesperrt und sucht mit einem Großaufgebot nach dem Mann.

(Foto: dpa)

Es ist wahrscheinlich die Horror-Vorstellung aller Eltern: In Leipzig hat ein Mann am Vormittag offenbar mehrmals versucht, Kinder zu entführen. Die Leipziger Polizei sucht mit einem Großeinsatz nach dem Unbekannten, der in drei verschiedenen Fällen versucht haben soll, Kinder gewaltsam wegzuziehen. In keinem Fall sei es ihm jedoch gelungen, den Eltern die Kinder zu entreißen, und er flüchtete. Die Vorfälle ereigneten sich den Angaben zufolge in der Nähe des Paunsdorfer Wäldchens.

Nach Angaben der Polizeidirektion Leipzig ist ein starkes Aufgebot mit einer Diensthundestaffel und einem Hubschrauber im Stadtteil Paunsdorf im Osten Leipzigs unterwegs. Weitere Einzelheiten wollte die Polizei noch nicht nennen. Zuerst hatte die "Leipziger Volkszeitung" darüber berichtet. Im Laufe des Tages will die Polizei weitere Angaben zu den Vorfällen veröffentlichen.

Update: Die Polizei hat einen Mann festgenommen. Jedoch sei noch unklar, ob es sich tatsächlich um den Gesuchten handelt, sagte ein Polizeisprecher. Daher wollte er keine Angaben zum Alter des in Tatortnähe Festgenommenen machen. Die Polizei sei weiter präsent, die Ermittlungen dauerten an.

13:18 Uhr

Nawalny in Video-Interview: Putin steht hinter Giftanschlag

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Alexej Nawalnys Genesung wird laut seiner Ärzte noch Monate dauern.

(Foto: dpa)

Kremlkritiker Alexej Nawalny ist weiter auf dem Weg der Besserung. Für den russischen Oppositionellen ist klar: Präsident Wladimir Putin steht hinter seiner Vergiftung. Den Vorwurf gegen Russlands Staatschef hat Nawalny heute in einem ersten Video-Interview bekräftigt. Seine Version sei, dass die Tat auf Anweisung Putins begangen worden sei, sagte der 44-Jährige in dem zweieinhalbstündigen Gespräch mit Russlands prominentesten Blogger Juri Dud. "Ist es möglich, Nowitschok im Supermarkt zu kaufen?" Es hätten weniger Menschen Zugang zu einem Kampfstoff als etwa zu einer Pistole, meinte Nawalny.

Aus seiner Sicht schränkt diese Tatsache den Kreis der möglichen Täter ein. Es sei kein Größenwahn von ihm, das zu behaupten. Es gebe keinen Schwarzmarkt für Nowitschok, sagte der Oppositionelle. Er war am 20. August während eines Inlandsflugs in Russland zusammengebrochen und später zur Behandlung nach Deutschland gebracht worden. Wochenlang lag er dort im künstlichen Koma. Nach dem Befund eines Speziallabors der Bundeswehr wurde Nawalny mit dem Kampfstoff der Nowitschok-Gruppe vergiftet. Das sollen auch Labors in Frankreich und Schweden bestätigt haben.

12:41 Uhr

Mindestens 17 Kinder: Arzt befruchtete Frauen mit eigenem Sperma

Ein niederländischer Gynäkologe hat Patientinnen ohne deren Wissen mit seinem eigenen Sperma befruchtet und so mindestens 17 Kinder gezeugt. Der inzwischen gestorbene Arzt war an der Klinik in Zwolle zwischen 1981 und 1993 Spezialist für künstliche Befruchtungen mit Spender-Sperma. Das Isala-Krankenhaus in Zwolle, etwa 100 Kilometer östlich von Amsterdam, machte den Fall - auch im Namen der betroffenen Kinder - jetzt öffentlich. Das Verhalten des Arztes sei "moralisch unakzeptabel", erklärte die Klinik. Der Fall kam ans Licht, nachdem sich einige der heute erwachsenen Kinder unabhängig voneinander auf die Suche nach ihrem biologischen Vater begeben hatten. Die DNA-Proben der suchenden Kinder stimmten überein mit denen von anderen Suchenden - und auch mit der DNA-Probe eines Angehörigen des Arztes. So kam man auf den Namen des Mediziners.

Es wird nicht ausgeschlossen, dass der Mediziner noch mehr Kinder gezeugt hat. "Zur Zeit der Befruchtung in den 80er Jahren wurde den Wunscheltern geraten, die künstliche Befruchtung mit Spender-Samen zu verschweigen", heißt es in der Erklärung des Krankenhauses. Vor einigen Jahren hatte ein ähnlicher Fall in den Niederlanden für Entsetzen gesorgt. Ein umstrittener Fortpflanzungsmediziner hatte in den 1980er und 1990er Jahren mit seinem Sperma mindestens 49 Kinder gezeugt. Auch in diesem Fall wussten die Eltern nichts davon.

12:10 Uhr
Breaking News

Physik-Nobelpreis an Deutschen, Briten und US-Forscherin

Der Nobelpreis für Physik geht in diesem Jahr zur einen Hälfte an Roger Penrose (Großbritannien) sowie zur anderen Hälfte an Reinhard Genzel (Deutschland) und Andrea Ghez (USA) für Forschungen zu Schwarzen Löchern. Das teilte die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften am Dienstag in Stockholm mit.

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12:08 Uhr

Deutsche Bahn erhöht Preise im Fernverkehr

Bahnfahren wird wieder teurer: Zum Fahrplanwechsel am 13. Dezember steigen die Fahrkartenpreise im Fernverkehr um durchschnittlich ein Prozent, wie die Deutsche Bahn mitteilte. Super-Sparpreise und Sparpreise bleiben demnach unverändert, ebenso die Preise für die Bahncards 25 und 50. Fahrkarten zum sogenannten Flexpreis verteuern sich im Schnitt um 1,5 Prozent, für Streckenzeitkarten und die BahnCard 100 liegt der Aufschlag im Durchschnitt bei 1,9 Prozent. Die Bahn erinnerte daran, dass die Preise noch zu Jahresbeginn um zehn Prozent gesunken waren. Grund war eine Mehrwertsteuersenkung. Das Sitzplatzangebot und der Komfort in den Intercity- und ICE-Zügen werde erhöht, fügte das Unternehmen hinzu.

11:59 Uhr
11:41 Uhr

Rechtsextremismus: Seehofer sieht "kein strukturelles Problem"

Datenmissbrauch für "NSU 2.0"-Drohbriefe, rechtsextreme Hetze in privaten Chatsgruppen - rechtsextreme Fälle innerhalb der Polizei häufen sich. Bundesinnenminister Horst Seehofer sieht jedoch "kein strukturelles Problem mit Rechtsextremismus in den Sicherheitsbehörden" in Deutschland. Das stellte Seehofer in Berlin bei der Vorlage des ersten Lageberichts Rechtsextremismus klar. Zur Begründung verwies er darauf, dass man es hier "mit einer geringen Fallzahl zu tun" habe. Dies gelte besonders, wenn man auf die erwiesenen Fälle schaue, sagte Seehofer weiter. Der Minister betonte aber auch, jeder bekannt gewordene Fall müsse "konsequent aufgeklärt und rigoros verfolgt" werden. Auch wenn die Zahlen niedrig seien, sei "jeder erwiesene Fall eine Schande" auch für die Sicherheitsbehörden insgesamt. Seehofer verwies dabei auch auf die besondere Vorbildfunktion des öffentlichen Dienstes. In den vergangenen Wochen war Seehofer wiederholt dafür kritisiert worden, dass er eine Untersuchung zu Rassismus in der Polizei ablehnt. Mehrere Bundesländer wollen dies nun in Eigenregie vorantreiben.

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11:23 Uhr

Led Zeppelins "Stairway to Heaven" kein Fall für den Supreme Court

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Die Musiker John Paul Jones, Robert Plant und Jimmy Page von Led Zeppelin (von links) haben den jahrelangen Rechtsstreit gewonnen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die legendäre Rock-Ballade "Stairway to Heaven" von Led Zeppelin ist fast ein halbes Jahrhundert alt. Nicht ganz so lang, aber schon viele Jahre dauert ein Rechtsstreit um den Song. Und das wohl aus nachvollziehbaren Gründen: Es geht ums Geld, genauer gesagt um Tantiemen in Millionenhöhe. Diesen Streit um Urheberrechtsverletzungen hat die britische Band nun endgültig gewonnen. Das Oberste Gericht der USA nahm eine Plagiatsklage gegen Led Zeppelin nicht an - und beendete damit den jahrelangen Streit. Darin ging es um die melancholische zweiminütige Gitarrensequenz zu Beginn des achtminütigen Stückes. Led Zeppelin war vorgeworfen worden, dafür beim Song "Taurus" abgekupfert zu haben, den der verstorbene Gitarrist Randy Wolfe Ende 1966 für die kalifornische Band Spirit geschrieben hatte.

Die Klage gegen Led Zeppelin hatte Wolfes Nachlassverwalter angestrengt. Mit der Nichtannahme des Falles durch den Supreme Court bleibt ein im März gefälltes Urteil eines Berufungsgerichtes in San Francisco bestehen. Page und Plant wiesen den Plagiatsvorwurf stets zurück. Sie argumentierten unter anderem, die Akkordfolge gebe es in der Musik bereits seit Jahrhunderten.

10:59 Uhr

Bundesratsinitiative: NRW will Minijob-Grenze auf 530 Euro anheben

450 Euro darf man in Deutschland momentan steuerfrei verdienen. Diese Verdienstgrenze für Minijobs soll bald von 450 auf 530 Euro im Monat angehoben werden. Das sieht eine Bundesratsinitiative des Landes Nordrhein-Westfalen vor, die Ministerpräsident Armin Laschet und Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart in Berlin vorgestellt haben. Seit Anfang 2013 sei die Verdienstgrenze nicht mehr angehoben worden, betonte Pinkwart.

10:39 Uhr

Instagram feiert zehnten Geburtstag

*Datenschutz

Das ist das erste Foto, das auf Instagram vor zehn Jahren gepostet wurde. Allerdings feierte das erste Bild schon am 16. Juli 2010 Premiere auf der Foto-Plattform. Co-Gründer Mike Krieger hat vor dem Release im App-Store schon viele der quadratischen Fotos gepostet. Am 6. Oktober 2010 ging Instagram dann an den Start, allerdings die ersten zwei Jahre nur für iPhone-Nutzer. Die konnten ihre Schnappschüsse mit Filtern wie "Hefe" oder "Valencia" aufpolieren oder gewollt mit einem Retro-Look versehen. Damit trafen die Entwickler der App einen Nerv der Zeit.

Schließlich übernahm Facebook die App Instagram für eine Rekordsumme von einer Milliarde US-Dollar. Endlich konnten auch Android-Nutzer - zunächst sehr holprig - mitmachen, es kamen Messenger, Slideshows, Videos, Stories und noch weitere Funktionen dazu, die Instagram mit der Zeit weiter professionalisierten und von einer Foto-App zu einem gigantischen sozialen Netzwerk machten. Schließlich fiel der Kommerzialisierung auch das Quadrat-Format für Fotos zum Opfer. Wo sich vor zehn Jahren noch Amateurfotografen tummelten und sich an Filter-Funktionen erfreuten, befindet sich zehn Jahre später eine riesige Werbe- und Informationsplattform voller Hochglanzaufnahmen von Influencern und Stars. Für diese vorgegaukelte Perfektion wurde das Netzwerk auch immer wieder als realitätsfremd kritisiert. Die Filter gibt es übrigens noch heute, aber sie sind wohl nicht mehr als ein Relikt aus Anfangszeiten.

10:00 Uhr

Zoll entdeckt Renoir-Gemälde im Kofferraum

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"Frühstück der Ruderer" - die Gemälde von Renoir gelten als Meisterwerke des Impressionismus.

(Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)

Eine ganz besondere "Impression" bot sich Zollbeamten in Baden-Württemberg: Im Kofferraum eines Autos entdeckten sie ein Ölgemälde des französischen Malers Pierre-Auguste Renoir. Das Gemälde des weltbekannten Impressionisten im Wert von mehr als 120.000 Euro wurde Ende September bei einer Kontrolle in Bietingen an der Grenze zur Schweiz gefunden, wie das Hauptzollamt Singen mitteilte.

Der 67-jährige Fahrer gab bei der Einreise nach Deutschland an, keine anmeldepflichtigen Waren dabeizuhaben. Die anschließende Fahrzeugkontrolle förderte jedoch im Kofferraum des Wagens ein Paket und den Katalog eines namhaften Schweizer Auktionshauses zutage. Der Kurier erklärte daraufhin, dass er das Paket im Auftrag einer Galerie in der Schweiz abgeholt habe und nach Prag bringen sollte. Als die Zöllner das Paket öffneten, stießen sie auf das Originalkunstwerk von Renoir. Wegen des Nichtanmeldens des Bilds wurde gegen den 67-Jährigen ein Strafverfahren eingeleitet. Die Abgaben für die Einfuhr sowie die Sicherheitsleistung für die zu erwartende Geldstrafe belaufen sich auf insgesamt mehr als 12.000 Euro. Da der Mann den Betrag nicht zahlen konnte, beschlagnahmte der Zoll das Gemälde.

09:39 Uhr

Altmaier: EU soll bis 2050 klimaneutral werden

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Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier

(Foto: REUTERS)

Mit seiner "Charta" für den Klimaschutz hat Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier vor einigen Wochen ziemlich überrascht und auch seine Kabinettskollegen überrumpelt. Und der CDU-Politiker drückt auch in Brüssel aufs Tempo: Die Europäische Union sollte möglichst schon vor 2050 klimaneutral werden, sagte Altmaier vor Beratungen der EU-Energieminister. Wichtig sei, klare Zwischenschritte zu bestimmen und nicht erst alle nötigen Maßnahmen kurz vor dem Zieldatum 2050 vorzusehen, fügte Altmaier hinzu. Die Minister wollen nach seinen Worten den Vorschlag der EU-Kommission beraten, die Treibhausgase bis 2030 bereits um mindestens 55 Prozent unter den Wert von 1990 zu senken.

Thema soll zudem das geplante "Grenzausgleichsinstrument" sein. Gemeint ist damit ein Aufpreis oder eine Abgabe auf Importwaren aus Ländern, die nicht so klimafreundlich produzieren wie die EU. Es sei eine "große Kraftanstrengung", als erster Kontinent weltweit klimaneutral zu werden, sagte Altmaier. Dabei benötigten Unternehmen Unterstützung, sagte Altmaier. Doch liege im "Green Deal" der EU-Kommission auch eine "einzigartige Chance", und er unterstütze dies von ganzem Herzen.

09:38 Uhr
Breaking News

EuGH: Pauschale Vorratsdatenspeicherung nicht zulässig

Eine flächendeckende und pauschale Speicherung von Internet- und Telefon-Verbindungsdaten ist nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) nicht zulässig. Ausnahmen seien aber möglich zur Bekämpfung schwerer Kriminalität oder im Fall einer Bedrohung der nationalen Sicherheit, teilte der EuGH in einem Urteil mit.

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08:59 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:48 Uhr

Großes Ozonloch hält sich über der Antarktis

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Grafische Darstellung des Ozonlochs über der Antarktis.

(Foto: dpa)

Eines der größten und tiefsten Ozonlöcher der vergangenen 15 Jahre hält sich über der Antarktis. Es habe inzwischen seine maximale Ausdehnung erreicht, teilte der Atmosphärenüberwachungsdienst (CAMS) im englischen Reading mit. Das Ozonloch ähnele dem von 2018, das auch groß gewesen sei, sagte der Chef der Organisation, Vincent-Henri Peuch. Die Situation zeige, wie wichtig das Montrealer Protokoll zum Verbot ozonschädlicher Substanzen sei, so Peuch. Viele Länder hatten sich in dem Abkommen von 1987 verpflichtet, die Produktion solcher Chemikalien - vor allem von Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW) - schrittweise zu stoppen.

Die Ozonschicht wirkt wie ein Filter für die Hautkrebs auslösenden ultravioletten Strahlen. Seit Jahrzehnten entsteht über der Antarktis nach dem dortigen Winter - wenn die Bedingungen für einen Abbau der Ozonschicht herrschen - für einige Monate ein Ozonloch. Das Phänomen war 1985 entdeckt worden. Wissenschaftler hoffen, dass sich das Ozonloch in den kommenden Jahrzehnten wieder ganz schließt. Starke Schwankungen der Polarwirbel und der Temperaturen in der Stratosphäre in 15 bis 50 Kilometer Höhe können aber die Ozonschicht unterschiedlich stark ausdünnen. Das Ozonloch von 2019 war wegen besonderer meteorologischer Bedingungen sehr klein.

08:11 Uhr

"The Blacklist"-Star Clark Middleton ist tot

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Clark Middleton mit seiner Frau Elissa.

(Foto: picture alliance / dpa)

Traurige Nachrichten aus Hollywood: Schauspieler, Regisseur und Produzent Clark Middleton ist tot. Er starb am Sonntag im Alter von 63 Jahren am West-Nil-Fieber, wie seine Ehefrau laut "Variety" bestätigte. Bekannt wurde Clark Middleton durch Rollen im Film "Kill Bill - Volume 2" oder in der TV-Serie "The Blacklist". Seine Frau Elissa schrieb dem Bericht zufolge, der "geliebte Schauspieler, Autor, Regisseur, Lehrer, Held, Ehemann, Freund" sei am Sonntag aufgrund des West-Nil-Virus verstorben. Ihr Mann sei ein wundervoller Mensch gewesen, der "ein Leben lang Grenzen überschritten und sich für Menschen mit Behinderungen eingesetzt hat".

Neben "The Blacklist" war Middleton im Fernsehen unter anderem auch in "Law & Order" zu sehen. In David Lynchs "Twin Peaks"-Revival von 2017 war er als Charlie zu sehen. Er arbeitete mit weiteren bekannten Regisseuren zusammen, wie mit Quentin Tarantino. Auch im Oscar-Film "Birdman" wirkte Middleton mit.

07:50 Uhr

Hurrikan "Delta" nimmt Kurs auf Mexiko und Süden der USA

Der Hurrikan "Delta" bedroht die mexikanische Yukatan-Halbinsel und den Süden der USA. Der Wirbelsturm befand sich nach Angaben des US-Hurrikanzentrums am Montagabend südwestlich von Jamaika und bewegte sich auf die US-Golfküste zu.

Den Experten zufolge wird er in den kommenden Stunden an Stärke zunehmen und voraussichtlich heute Abend im Nordosten der Yucatan-Halbinsel auf Land treffen. Dort besteht eine Hurrikan-Warnung.

Zwischen Donnerstagabend und Freitagmorgen soll der Hurrikan den Süden der USA erreichen. "Delta" ist der 26. namentlich verzeichnete Sturm der atlantischen Sturmsaison in diesem Jahr. Wegen der Vielzahl an Stürmen in der laufenden Saison mussten die Meteorologen bei den Namen bereits auf das griechische Alphabet zurückgreifen, da die Anfangsbuchstaben von A bis Z schon alle vergeben wurden.

07:25 Uhr

Warnstreiks gehen in Hessen in neue Runde

In Hessen hat eine neue Runde mit Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr begonnen. In mehreren Großstädten wie Frankfurt, Wiesbaden und Kassel blieben Bahnen und Busse in den Depots. Die Frankfurter Verkehrsgesellschaft VGF ging davon aus, dass für 24 Stunden alle neun U-Bahn- und zehn Straßenbahnlinien nicht fahren. In Wiesbaden waren alle Buslinien betroffen, der Schienenverkehr sollte aber planmäßig laufen. Im Großraum Kassel standen sowohl Straßenbahnen als auch Busse still. Anders als in der Vorwoche sind Schüler auf dem Weg zum Unterricht diesmal nicht von den Einschränkungen betroffen - in Hessen sind Herbstferien.

07:12 Uhr

Tief "Cathrin" bringt Wolken und Regen

Tief "Cathrin" mit Zentrum über der Nordsee lenkt heute feuchte und recht kühle Atlantikluft nach Deutschland; Tief "Brigitte" hat sich dafür Richtung Schottland verzogen. Am Vormittag ist es von der Ostsee bis zur Lausitz noch trocken und freundlich, auch in den Alpen fällt vorerst kaum Regen. Sonst sind die Wolken aber zahlreicher und es fällt immer wieder Regen. Am Nachmittag kommen die Schauer auch in den Osten und Richtung Alpen voran, vereinzelt sind auch Gewitter dabei. Bei kräftigem, auf den Bergen stürmischem Wind (im Hochschwarzwald sind sogar orkanartige Böen dabei) erreichen die Höchstwerte 14 bis 17, im Bergland 11 bis 13 Grad.

06:51 Uhr

So viel hat das Merkel-Graffiti in Essen gekostet

Hömma, datt wäre auch geklärt: Ein Graffiti zum Besuch von Kanzlerin Angela Merkel in Essen mit dem Slogan "Hömma, schön, datte hier bist!!!" hat laut Landesregierung alles in allem 4000 Euro netto gekostet. Das geht aus der Antwort auf eine Kleine Anfrage der SPD im Landtag hervor. Das großflächige Kunstwerk mit einem Porträt der Kanzlerin war im Auftrag des Landes Mitte August auf Zeche Zollverein angebracht worden.

Die SPD-Fraktion hatte das bundesweit beachtete Graffiti des Künstlers Beni Veltum als "Werbemaßnahme" bewertet - mit dem Ziel, Merkel zu schmeicheln. Laut Landesregierung war das Werk Teil der Öffentlichkeitsarbeit anlässlich des Besuchs der Kanzlerin. In den Kosten seien Konzeption, Koordination, Material, Gestaltung und Lieferung enthalten.

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(Foto: dpa)

06:43 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

eine unter anderem von zahlreichen SPD-Politikern geforderte wissenschaftliche Studie zu Rechtsextremismus und Rassismus in der Polizei hat Innenminister Horst Seehofer bislang mit dem Argument abgelehnt, man dürfe die Polizeibeamten nicht unter Generalverdacht stellen. Sein Kompromissangebot: Ein Lagebericht zu rechtsextremistischen Verdachtsfällen in den Sicherheitsbehörden von Bund und Ländern. Dieser wird heute in Berlin vorgestellt. Erstellt wurde der Bericht, der neben den Polizeibehörden auch die Geheimdienste umfasst, vom Bundesamt für Verfassungsschutz. Das Bundesamt hatte dafür einen Fragebogen an jede einzelne Behörde verschickt. Experten geben zu bedenken, dass die Ergebnisse aus den einzelnen Bundesländern stark damit zusammenhängen, wie ausgeprägt das Problembewusstsein der politisch Verantwortlichen in dem jeweiligen Land ist. Außerdem werden heute noch diese Themen wichtig:

  • Bundeskanzlerin Merkel will die belarussische Oppositionelle Swetlana Tichanowskaja zu einem persönlichen Gespräch treffen. Der Austausch mit Merkel sei für die Bürgerbewegung extrem wichtig, sagte Tichanowskaja in einem "Spiegel"-Interview.
  • Am zweiten Tag der Nobelpreis-Bekanntgaben werden die Physik-Nobelpreisträger verkündet. Die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften in Stockholm gibt frühestens um 11.45 Uhr preis, wer von ihr diesmal in der zweiten der insgesamt drei wissenschaftlichen Nobel-Kategorien ausgewählt worden ist.
  • Eine Woche nach ersten Warnstreiks im Öffentlichen Nahverkehr wird es heute erneut zu Ausfällen für Bus- und Straßenbahnpassagiere kommen. Die Gewerkschaft Verdi hat in Hessen zu Warnstreiks aufgerufen, die mit Beginn der Frühschicht (in Frankfurt 03.00 Uhr) starten sollen
  • Die EU-Wirtschafts- und Finanzminister beraten Details des 750-Milliarden-Euro-Plans zur wirtschaftlichen Erholung nach der Corona-Krise. Konkret geht es um die Regeln für den geplanten Aufbaufonds - die sogenannte Aufbau- und Resilienzfazilität -, über die 90 Prozent des Geldes verteilt werden sollen.
  • Im Prozess gegen einen zentralen Verdächtigen im Missbrauchskomplex Bergisch Gladbach wird das Urteil erwartet. Dem 43 Jahre alten Vater wird vor dem Landgericht Köln vorgeworfen, seine 2017 geborene Tochter immer wieder sexuell missbraucht zu haben. Die Staatsanwaltschaft fordert eine Freiheitsstrafe von 13,5 Jahren.
  • Im Prozess gegen einen Hilfspfleger wegen sechsfachen Mordes vor dem Landgericht München I wird das Urteil erwartet. Der 38-Jährige soll seinen pflegebedürftigen Patienten an verschiedenen Tatorten in Deutschland Insulin gespritzt haben, das in Überdosis verabreicht tödlich sein kann.
  • Mehr als acht Jahre nach dem Tod Maria Baumers wird im Prozess gegen ihren Verlobten vor dem Landgericht Regensburg das Urteil erwartet. Nach dem Willen der Staatsanwaltschaft soll der angeklagte deutsche Krankenpfleger zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe wegen heimtückischen Mordes verurteilt werden.
  • Nach einem illegalen Autorennen mit tödlicher Folge auf dem Berliner Kurfürstendamm steht ein 28-Jähriger zum vierten Mal vor dem Landgericht der Hauptstadt. Der Bundesgerichtshof (BGH) hatte in dem Fall zuletzt im Juni entschieden. Die Verurteilung wegen Mordes gegen einen der beiden Angeklagten bestätigte der BGH, der Schuldspruch des 28-Jährigen wurde aufgehoben und zurückverwiesen.

Mein Name ist Johanna Ohlau und ich begleite Sie heute durch den Tag. Sie haben Fragen oder Anregungen? Melden Sie sich gern unter: johanna.ohlau[at]nama.de

06:23 Uhr

Sammler ersteigert seltenen Diamanten und benennt ihn nach Tochter

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Der 2018 in einer kanadischen Grube entdeckte Diamant war erst der achte seiner Art, der weltweit versteigert wurde.

picture alliance/dpa

Ein seltener Diamant ist in Hongkong für 121 Millionen Hongkong Dollar, umgerechnet 13,3 Millionen Euro, versteigert worden. Der private Sammler aus Japan, der den Zuschlag erhielt, nannte den weißen ovalen Diamanten mit 102,39 Karat nach seiner zweiten Tochter "Maiko Star", wie das Auktionshaus Sotheby's mitteilte.

Dahinter steckt eine teure Familientradition: Im vergangenen Jahr hatte derselbe Sammler einen anderen wertvollen Diamanten bei Sotheby's gekauft und ihn "Manami Star" nach seiner ältesten Tochter benannt. Wie das Auktionshaus mitteilte, steigerte der Käufer am Telefon mit. Andere Angebote wurden auch online gemacht.