Dienstag, 08. Dezember 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:34 Uhr

Das war Dienstag, der 8. Dezember 2020

In Sachsen "reicht es nicht" - das Bundesland ist besonders stark vom Coronavirus getroffen. Die Regierung greift durch: Ab kommender Woche wird der Freistaat wieder bis auf einen Notbetrieb heruntergefahren. Derweil dringen auch weitere Länder auf einen bundesweiten Lockdown.

Was war heute sonst wichtig:

Ich verabschiede mich in den Feierabend und wünsche Ihnen einen schönen Restabend und eine gute Nacht!

21:59 Uhr

Biden nominiert Ex-General Austin als Pentagon-Chef

Der gewählte US-Präsident Joe Biden hat den pensionierten Vier-Sterne-General Lloyd Austin als Verteidigungsminister nominiert. Der 67-Jährige soll damit als erster Afroamerikaner der Geschichte die Spitze des Pentagon übernehmen, wie Bidens Übergangsteam mitteilte.

21:21 Uhr

Elon Musk kehrt Kalifornien den Rücken und zieht um

Der Chef des Elektroautobauers Tesla, Elon Musk, ist nach Texas umgezogen. Der Milliardär kehrt damit Kalifornien den Rücken. Er wolle sich auf das neue Tesla-Werk in Texas und sein Unternehmen SpaceX konzentrieren, sagte Musk in einem Interview des "Wall Street Journals". "Das Silicon Valley und die Gegend um die Bucht von San Francisco haben zu viel Einfluss auf die Welt."

 

20:46 Uhr

Patricia Kelly kam mit "sehr untypischen" Corona-Symptomen in Notaufnahme

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Patricia Kelly hofft, dass sie sich bald über Antikörper freuen kann.

(Foto: imago images/Future Image)

Sängerin Patricia Kelly hat sich vor zwei Wochen mit dem Coronavirus infiziert. Im Interview mit der "Bild"-Zeitung berichtet sie über ihre Erkrankung, mit der sie schwer zu kämpfen hatte. Mit Bauchkrämpfen und starken Nierenschmerzen wurde sie in die Notaufnahme einer Düsseldorfer Klinik eingeliefert.

"Es kam aus dem Nichts! Die Symptome waren auch sehr untypisch, ich dachte gar nicht an Corona", sagte Kelly. Ein Test auf Covid-19 sei dann positiv ausgefallen. "Die Schmerzen waren ein Auf und Ab, das war keine gerade Linie", erklärte die Sängerin. "Aber ich war insgesamt schwach, lag eine Woche lang im Bett, hatte auch kaum Appetit." Sie habe sich bereits besser gefühlt, als die Schmerzen zurückgekehrt seien. "Ich dachte schon, ich wäre wieder gesund, da ging's von vorne los, die gleichen Schmerzen wieder."

Heute gehe es ihr wieder besser und sie hoffe, dass es damit ausgestanden sei und sie sich bald "über Antikörper freuen kann."

20:16 Uhr

Drakonische Haftstrafen für Malen auf Bürgersteig in Minsk

Einen Tag nach der umstrittenen Präsidentenwahl in Belarus erschossen die Sicherheitskräfte in Minsk einen unbewaffneten Demonstranten. Während die Behörden nach der Tat am 10. August noch immer kein Ermittlungsverfahren eingeleitet haben, geht das Regime weiterhin mit aller Härte gegen Andersdenkende vor.

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Am Tatort entstand eine Gedenkstätte, die von den Behörden immer wieder zerstört wird.

(Foto: imago images/ITAR-TASS)

Nach der Tötung des 34-jährigen Alexander Tarajkowskij entstand in der Nähe des Tatortes eine spontane Gedenkstätte, die von den Behörden immer wieder geräumt wird. Auch der Schriftzug "Wir werden nicht vergessen" auf dem Bürgersteig wurde mehrmals entfernt - und entstand jedes Mal neu.

In den Monaten nach der Wahl wurden mehrere Menschen für das Malen des Schriftzugs auf den Bürgersteig festgenommen. Fünf davon wurden heute wegen "Rowdytums" zu harten Strafen verurteilt:

Zwei Männer im Alter von 25 und 26 Jahren müssen jeweils zwei Jahre ins Gefängnis. Eine 25-Jährige und zwei weitere Männer hatten mehr Glück: Die Frau wurde zu anderthalb Jahren auf Bewährung verurteilt, die beiden Männer im Alter von 25 und 42 Jahren kommen für ebenfalls 18 Monate in den offenen Vollzug.

19:26 Uhr

Unbekannter wirft Sechsjährige in eiskalten Fluss

Dieser Fall gibt der Polizei in Halle Rätsel auf. Eine Sechsjährige, die am Sonntag vor dem Ertrinken aus der Saale gerettet wurde, ist nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft Opfer einer Straftat geworden.

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Ungefähr so könnte der Gesuchte aussehen.

(Foto: Polizei Halle)

 

  • Nach Behördengaben soll ein unbekannter Mann das Kind am frühen Sonntagmorgen "höchstwahrscheinlich überwiegend auf dem Arm" durch die Innenstadt getragen haben. Die Strecke beträgt mehrere Hundert Meter, über den Marktplatz bis zur Saale. Das Mädchen war nur mit einem grau-beigen Schlafanzug mit Tiermotiven und mit lilafarbenen Strümpfen bekleidet.
  • Von dem Unbekannten im Alter zwischen 20 und 40 Jahren wurden zwei Phantombilder erstellt und veröffentlich.
  • Nach Angaben der Polizei hatten zwei Jogger das Mädchen am Sonntag gegen 8.30 Uhr aus der Saale gerettet. Die Eltern hatten ihr Kind gegen 7.30 Uhr letztmalig in der Wohnung gesehen und es bei der Polizei als vermisst gemeldet.
18:41 Uhr

Senior fährt nach Beerdigung in Trauergäste - vier Verletzte

Nach einer Beerdigung im mittelfränkischen Treuchtlingen sind vier Trauergäste bei einem Unfall schwer verletzt worden.

  • Nach der Trauerfeier wollte ein 87-Jähriger mit seinem Wagen wegfahren, andere Trauergäste machten sich zu Fuß auf den Weg. Der alte Mann touchierte mit seinem Auto zunächst zwei Frauen und überfuhr anschließend zwei Männer, die unter den Wagen gerieten. 
  • Einer der Männer erlitt dabei lebensgefährliche Verletzungen. Ein weiterer Mann kam ebenso wie die beiden Frauen mit schweren, aber nicht lebensgefährlichen Verletzungen davon.
  • Der Autofahrer blieb körperlich unverletzt. "Wir gehen davon aus, dass es sich um einen tragischen Unfall handelte", sagte der Polizeisprecher.
17:58 Uhr

Texas zieht in Wahlstreit für Trump vor Oberstes Gericht

In den USA zieht das Lager von Donald Trump nach Dutzenden abgeschmetterten Klagen nun vors Oberste Gericht, um das Ergebnis der verlorenen Präsidentenwahl zu kippen.

Der Justizminister des Bundesstaats Texas, Ken Paxton, verklagt dazu vier andere Bundesstaaten. In der Klageschrift forderte er, das Wahlergebnis in Pennsylvania, Georgia, Michigan und Wisconsin für ungültig zu erklären. Dort hatte sich der demokratische Herausforderer Joe Biden den Sieg gegen Trump gesichert. Ungewiss ist, ob der Supreme Court in Washington die Klage annehmen wird.

Als Begründung führte Paxton an, in den vier Bundesstaaten sei die Verfassung verletzt worden - unter anderem, weil Wähler nicht gleich behandelt worden seien und es Unregelmäßigkeiten gegeben habe.

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17:23 Uhr

Erster Monolith in Deutschland aufgetaucht

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Außerirdische in Sulzbach?

(Foto: picture alliance/dpa/Wiesbaden112.de)

Die mysteriösen Monolithe erreichen Deutschland. In der hessischen Taunusgemeinde Sulzbach ist eine rätselhafte Metallsäule aufgetaucht.

Sie steht am Rande eines Ackers - in der Nähe eines großen Einkaufszentrums. Wer die über drei Meter große Säule dort aus welchem Grund aufgestellt hat, und ob es einen Zusammenhang mit den anderen Stelen gibt, ist ein Geheimnis.

"Sie wurde am Samstag von Spaziergängern entdeckt, die Herkunft können wir uns nicht erklären", sagte ein Sprecher der Gemeinde Sulzbach. Der Landwirt des Ackers im Main-Taunus-Kreis habe versichert, damit nichts zu tun zu haben.

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17:19 Uhr
Breaking News

Öffentlich-rechtliche Sender ziehen vor Bundesverfassungsgericht

Die öffentlich-rechtlichen Sender wollen wegen der Blockade aus Sachsen-Anhalt gegen einen höheren Rundfunkbeitrag vor das Bundesverfassungsgericht ziehen. Das kündigten ZDF, die ARD-Anstalten und das Deutschlandradio unabhängig voneinander an.

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16:19 Uhr

Teenager düst mit Christbaum im Sportwagen zur Schule

Ein 14-jähriger Junge will in Bayern einen Christbaum zur Schule bringen, doch der Busfahrer nimmt ihn nicht mit. Was tun? Der Teenager überlegt kurz und nimmt einfach den Sportwagen seiner Eltern.

  • Der Jugendliche fuhr das 200-PS-starke Mercedes Sportcoupé unfallfrei in die etwa zehn Kilometer entfernte Schule in Monheim im schwäbischen Landkreis Donau-Ries.
  • Das Ausparken nach Unterrichtsschluss verlief allerdings nicht so glatt. Der Junge krachte dabei in ein weiteres Auto und verursachte einen Blechschaden. Nach dem Unfall flüchtete der 14-Jährige nach Hause.
  • Aufgrund von Zeugenaussagen konnte ihn die Polizei schnell ermitteln.
15:44 Uhr

Scholz verstößt gegen Maskenpflicht im Bundestag

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Scholz bekam einen Mund-Nasen-Schutz von einer Mitarbeiterin - und ging weiter, ohne ihn aufzusetzen.

(Foto: imago images/photothek)

Vizekanzler Olaf Scholz macht ein paar Schritte von seinem Platz ans Rednerpult des Bundestags ohne Maske - und kassiert sofort eine Ermahnung von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble.

Er habe dem Finanzminister eine Maske bringen lassen, sagte Schäuble nach dessen Rede in der Haushaltsdebatte. Die Maskenpflicht gelte im Bundestag für alle, die nicht an ihrem Platz säßen. "Ich bitte Sie, das in der Zukunft zu beachten", sagte Schäuble.

Scholz nahm die Maske von einer Mitarbeiterin an, dankte ihr - und ging mit Maske in der Hand die wenigen Meter zu seinem Stuhl auf der Regierungsbank.

15:13 Uhr

"Judensau"-Plastiken in Bayern dürfen bleiben

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"Judensau" an der Stadtkirche Sankt Marien in Wittenberg.

(Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild)

In Bayern gibt es rund ein Dutzend "Judensau"-Plastiken an Gotteshäusern - das sind antijüdische Skulpturen aus dem Mittelalter in Form von Wasserspeiern, Schnitzereien oder Reliefs. Und diese sollen nicht entfernt werden.

Die Darstellung der sogenannten "Judensau" müsse aber "sichtbar und gut erkennbar" eingeordnet werden, betonte Bayerns Antisemitismusbeauftragter Ludwig Spaenle in München. Darauf einigten sich der Landesverband der Israelitischen Kultusgemeinden, Vertreter der christlichen Kirchen und staatlicher Einrichtungen.

Der Runde Tisch habe sich einstimmig gegen eine Demontage ausgesprochen. Wenn die Skulpturen aus dem Kontext gerissen würden, wäre eine Erläuterung nur schwer möglich, erklärte Spaenle. Außerdem könnten die Darstellungen dann nicht mehr ihre mahnende Funktion erfüllen.

14:36 Uhr

Sportflugzeug stürzt in Rheinland-Pfalz ab

In Rheinland-Pfalz ist am Vormittag ein Sportflugzeug abgestürzt. Ein Mensch kam dabei ums Leben. Das Unglück ereignete sich zwischen Flammersfeld und Seelbach im Westerwald. Das Flugzeug stürzte an einer Kreisstraße ab. Wie und warum es zum Absturz kam, ist noch unklar.

14:30 Uhr

Schichtwechsel

Volker Petersen verabschiedet sich in den Feierabend. Ich heiße Uladzimir Zhyhachou und begleite Sie bis zum späten Abend durch den "Tag". Los geht's!

14:16 Uhr

AfD beansprucht Scheitern der Beitragserhöhung für sich

Die Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, Alice Weidel, ist überzeugt, dass Sachsen-Anhalt die Erhöhung des Rundfunkbeitrags ohne Zutun ihrer Partei nicht blockiert hätte - auch wenn es ein Streit in der Kenia-Koalition war. Es habe sich wiederholt gezeigt, "dass die AfD auch aus der Opposition heraus Wirkung entwickeln kann", sagte Weidel. Ohne die AfD wäre die Erhöhung des Beitrags "reibungslos und ohne Widerspruch durchgegangen". Der öffentlich-rechtliche Rundfunk müsse "ganz neu aufgestellt und verschlankt" werden, forderte Weidel.

13:58 Uhr
Breaking News

Sachsen geht wieder in den harten Lockdown

In Sachsen grassiert das Coronavirus besonders stark, und das hat jetzt die Folgen, die viele auch für ganz Deutschland erwarten: Einen harten Lockdown. Dieser gilt ab dem kommenden Montag. Schulen, Kindergärten, Horte und der Einzelhandel mit Ausnahme der lebensnotwendigen Versorgung sollen geschlossen werden, wie Ministerpräsident Michael Kretschmer nach einer Kabinettssitzung in Dresden ankündigte. Der Lockdown soll demnach bis zum 10. Januar gelten.

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13:37 Uhr

China droht den USA

In den internationalen Beziehungen zwischen den Staaten läuft es manchmal wie auf dem Schulhof. Es wird gerangelt und gedroht, und am Ende fliegen die Fäuste. So weit sind China und die USA noch nicht (und werden es auch erstmal nicht sein), aber verbal geht es schon rund. China droht nach neuen US-Sanktionen mit Vergeltungsmaßnahmen.

  • Man habe den ranghöchsten amtierenden US-Diplomaten in Peking einbestellt, um formell gegen die Verhängung weiterer amerikanischen Sanktionen zu protestieren, teilte das Außenministerium mit. Dabei habe man "reziproke" Gegenmaßnahmen angekündigt.
  • China verurteile das Vorgehen der Amerikaner scharf. Die USA hatten am Montag alle 14 stellvertretenden Vorsitzenden des Ständigen Ausschusses des Nationalen Volkskongresses mit Einreiseverboten belegt und ein Einfrieren möglicher Vermögen in den USA veranlasst. Zur Begründung wurde auf das sogenannte Sicherheitsgesetz verwiesen, das nach Auffassung der USA die Freiheiten in der chinesischen Sonderverwaltungszone Hongkong untergräbt.
13:00 Uhr

Rapper Kollegah vor Gericht freigesprochen

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(Foto: imago images/Arvid Müller)

Eine Verurteilung hätte sich im Gangster-Rapper Lebenslauf zwar gut gemacht, aber Kollegah bleibt eine Strafe wegen unerlaubten Waffenbesitzes erspart. Vor dem Amtsgericht Viersen hatte er erklärt, er wisse nicht, wie die von der Polizei entdeckte Waffe, vermutlich ein Schreckschussmodell, in seinen Wagen gekommen sei.

  • "Da hat wohl jemand dem Boss eins auswischen wollen", sagte der 36-Jährige. Der Wagen habe eine Woche lang defekt auf einem öffentlichen Parkplatz gestanden - mit dem Schlüssel auf einem der Reifen. Er habe repariert werden sollen. Der Schlüssel sei später genauso verschwunden gewesen wie die Waffe.
  • Zwischendurch habe ein Unbekannter die Waffe im Wagen deponiert, fotografiert und das Bild im Internet hochgeladen. Dann habe ein anonymer Anrufer der Polizei einen Tipp gegeben.
  • Weil Kollegah alias Felix Blume diese Version nicht zu widerlegen war, hatte auch die Staatsanwältin schließlich Freispruch beantragt.
12:36 Uhr

Mount Everest ist höher als gedacht

Gut, groß ist der Unterschied nicht, aber ein Team nepalesischer Vermesser hat neues Maß am Mount Everest genommen und ist auf eine neue Höhe gekommen: Der höchste Berg der Welt misst nun 8848,86 Meter. Die Komma-acht-sechs am Ende sind neu. Allerdings hieß es in einer Mitteilung, Nepal und China hätten sich auf diese Höhe geeinigt - als ob es Verhandlungssache gewesen wäre. Die Chinesen hatten jedenfalls die Höhe des Kolosses mit vier Metern weniger angegeben. Ich glaube, ich muss es selbst noch mal nachmessen. Wenn ich nur nicht immer meinen Zollstock verlegen würde.

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12:17 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:53 Uhr

Drogenverdacht bei Polizei München weitet sich aus

In München ermitteln 20 Polizisten gegen ihre eigenen Kollegen - diese sollen Kokain genommen haben und es an Kollegen weitergegeben haben. Sie gerieten unter Verdacht, nachdem ein Drogenhändler sie nach seiner Festnahme in einer Diskothek beschuldigt hatte. Inzwischen ermittle die sogenannte Soko Nightlife gegen 30 Beschuldigte, teilte das bayerische Landeskriminalamt in München mit. Dies sind neun Beschuldigte mehr als noch im September.

  • Neben dem Ermittlungsschwerpunkt zu Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz gebe es gegen einzelne Beschuldigte auch Vorwürfe auf den Verdacht der Strafvereitelung im Amt, der Verfolgung Unschuldiger, der Körperverletzung im Amt oder des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.
  • Die ausgeweiteten Vorwürfe ergaben sich aus bisher dreieinhalb Millionen ausgewerteten Chatnachrichten, mehr als drei Millionen Bildern und über 75.000 Videodateien.
11:41 Uhr
Breaking News

Haseloff schafft Fakten - keine Abstimmung im Landtag

Sachsen-Anhalt blockiert die Erhöhung des Rundfunkbeitrags in Deutschland. Ministerpräsident Reiner Haseloff zieht den Gesetzentwurf zum Staatsvertrag vor der entscheidenden Abstimmung im Parlament zurück, wie die Staatskanzlei mitteilte. Ohne grünes Licht aus allen Ländern bis Jahresende tritt der Vertrag samt Beitragsplus nicht in Kraft.

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11:30 Uhr

Polizisten entgehen Diskokugel-Angriff

Nein, vermutlich wollte der Mann die Polizisten nicht zum Tanzen auffordern, die er in Soest (NRW) mit einer Diskokugel bewarf. Die Beamten waren wegen einer Ruhestörung zur Wohnung des 30-Jährigen gerufen worden.

  • Der Mann habe seine Tür nicht aufgemacht und stattdessen damit gedroht, seinen Baseballschläger und seine Pistole zu holen, um die Einsatzkräfte damit "fertigzumachen".

  • Schließlich holte er demnach doch seinen Personalausweis hervor. Als die Beamten das Haus verließen und vor dem Gebäude mit zwei Gästen des Wohnungsinhabers sprachen, habe der Mann die Kugel geworfen. Die Polizei habe ihn anschließend mit zur Wache genommen.

10:57 Uhr

Deutsche Bahn plant neue Nachtzugverbindungen

Sind Sie schon einmal Nachtzug gefahren? Ich hatte das Vergnügen, bevor die Bahn die meisten Strecken eingestellt hat. Es war nicht besonders komfortabel im Sechser-Abteil, aber ok. Großartig ist aber, dass man abends in Berlin in den Zug und morgens in München aussteigen kann - ohne das Gefühl zu haben, ewig unterwegs gewesen zu sein. Und ohne Auto- oder Flughafenstress. Ich komme darauf, weil die Deutsche Bahn jetzt doch wieder mehr Nachtzüge anbieten will, nachdem sie diese in den vergangenen Jahren mehr und mehr stillgelegt hatte. Aber jemand muss festgestellt haben, dass Bahn fahren doch klimafreundlicher ist als zu fliegen.

  • Ab Dezember 2021 soll es eine entsprechende Verbindung zwischen Wien, München und Paris sowie zwischen Zürich, Köln und Amsterdam geben, wie es aus Bahnkreisen hieß. Im Jahr 2023 sollen dann Wien-Berlin-Brüssel und Wien-Berlin-Brüssel-Paris folgen.
  • Das Projekt stehe in der Tradition der Zusammenarbeit der Bahn-Konzerne in Europa, hieß es. Beteiligt sind demnach neben der Deutschen Bahn die Österreichische und die Schweizer Bundesbahn sowie der französische Bahnkonzern SNCF.
10:19 Uhr

Deutscher Minister macht Druck auf Briten

Noch knapp drei Wochen, dann endet die Übergangszeit, in der man vom bereits erfolgten Brexit nicht viel bemerkt. Ohne neues Abkommen mit der EU wird Großbritannien dann keinerlei Privilegien mehr haben - und EU-Bürger dort auch nicht. Noch wird verhandelt, man hofft auf einen Last-Minute-Vertrag. Europaminister Michael Roth fordert nun von der britischen Regierung ein Einlenken bei den Verhandlungen der künftigen Beziehungen.

  • "Wir wollen ein Abkommen, aber nicht um jeden Preis", sagte der SPD-Politiker vor den Beratungen der Europaminister der EU-Staaten. Es gehe auch darum, ob es weiter vertrauensvolle Beziehungen mit Großbritannien gebe.
  • Er verwies darauf, dass der britische Premierminister Boris Johnson in den kommenden Tagen für Verhandlungen nach Brüssel reisen wolle.
09:35 Uhr

Legendärer Pilot Yeager gestorben

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(Foto: dpa)

Der berühmte US-Pilot Charlie "Chuck" Yeager, der als erster Mensch die Schallmauer durchbrochen hat, ist tot. Wie seine Frau Victoria über Twitter mitteilte, starb Yeager in der Nacht im Alter von 97 Jahren.

  • "Der größte Pilot Amerikas und sein Vermächtnis von Stärke und Patriotismus werden für immer in Erinnerung bleiben", schrieb sie.
  • Yeager schrieb 1947 als Testpilot Geschichte, als er mit seinem Flugzeug vom Typ Bell X-1 schneller als der Schall flog. Dazu beschleunigte er auf Überschalltempo, das heißt, seine Fluggeschwindigkeit war mit 1130 Kilometern pro Stunde größer als die Geschwindigkeit, mit der sich der Schall in der Luft ausbreitet.
09:14 Uhr

Grauer Himmel lässt Sonne kaum Chance

Nach einer kalten Nacht klettern die Temperaturen beinahe überall in Deutschland wieder über 0 Grad, im Osten sind es sogar bis zu 8 Grad. In den nächsten Tagen bringt der graue Himmel stellenweise Schnee oder Regen.

09:01 Uhr

Bremer CDU-Chef will Spahn als Kanzlerkandidat

Wer wird der nächste CDU-Chef? Merz, Laschet oder Röttgen? Der Bremer CDU-Chef Carsten Meyer-Heder hat einen Favoriten, sieht aber jemand anderen als Kanzlerkandidaten. "Wenn ich es mir aussuchen würde: Herr Röttgen macht den Parteichef und Jens Spahn wird Kanzlerkandidat", sagte Meyer-Heder dem Nachrichtenportal "The Pioneer". Spahn sei durchsetzungsfähig und habe in der Pandemie gezeigt, dass er mit Fehlern umgehen könne. Diese Fehlerkultur sei etwas, das der Politik insgesamt komplett fehle, sagte Meyer-Heder. Auch Röttgen mache eine gute Arbeit. Friedrich Merz hingegen treibe die Grünen in eine Koalition mit SPD und Linken.

08:47 Uhr

So viel weniger Geld bekommen Frauen

Frauen verdienen weniger Geld als Männer in Deutschland, wobei das Wörtchen "verdienen" irgendwie nicht passt, oder? Es sagt ja wörtlich, dass Frauen weniger bekommen sollten. Eine bessere Bezeichnung zu finden, ist aber gar nicht so leicht. Also belasse ich es vorläufig bei dieser Wendung: Frauen verdienen mehr als sie verdienen. Nun zur Sache:

  • Der Verdienstunterschied zwischen Männern und Frauen in Deutschland ist im vergangenen Jahr leicht gesunken. Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamts (Destatis) verdienten Frauen 2019 durchschnittlich 19 Prozent weniger als Männer. 2018 waren es 20 Prozent gewesen.
  • 71 Prozent des Verdienstunterschieds sind strukturbedingt, also unter anderem darauf zurückzuführen, dass Frauen in schlechter bezahlten Branchen und Berufen arbeiten und seltener Führungspositionen erreichen.
  • Bereinigt um diese Unterschiede verdienten Frauen 2018 rund 6 Prozent weniger als Männer. Der Unterschied war damit noch genauso groß wie 2014. Die Verdienstunterschiede in dieser Abgrenzung werden nur alle vier Jahre berechnet.
08:11 Uhr

Viel mehr zivile Opfer in Afghanistan in Trumps Amtszeit

Während der Amtszeit des scheidenden US-Präsidenten Donald Trump hat sich die Zahl der zivilen Opfer bei Luftangriffen in Afghanistan einer Studie zufolge deutlich erhöht.

  • Sie stieg zwischen 2017 und 2019 um 330 Prozent an, wie aus einem Bericht des Watson-Instituts für internationale Studien der Brown-Universität hervorgeht.
  • 2019 seien etwa 700 Zivilisten bei Angriffen der US-Luftwaffe und der afghanischen Armee getötet worden. Die USA hätten ihre Luftangriffe intensiviert, da sie über weniger Bodentruppen verfügten, erklärte die Studienautorin Neta Crawford. Sie seien aber auch als Mittel eingesetzt worden, um die radikalislamischen Taliban zu Verhandlungen zu bewegen.
07:48 Uhr

China greift gegen Demokratie-Aktivisten durch

Als die Welt noch mit großer Aufmerksamkeit nach Hongkong schaute und die Proteste der Demokratie-Aktivisten verfolgte, schien China sich nicht so recht zu trauen, gegen diese vorzugehen. Das hat sich geändert. Wieder nimmt die Polizei mehrere Menschen fest, die das wollen, was bei uns selbstverständlich ist: Meinungsfreiheit, Rechtsstaatlichkeit, Demokratie.

  • Den acht Aktivisten, darunter drei ehemalige Parlamentsabgeordnete, werde die Organisation und Teilnahme an einer nicht genehmigten Demonstration gegen das Gesetz am 1. Juli vorgeworfen, teilte die Polizei mit. Bei einer Verurteilung nach dem Sicherheitsgesetz drohen den Aktivisten bis zu fünf Jahre Haft.

  • Unter den Festgenommenen sind der bekannte Demokratie-Aktivist Leung Kwok-hung, der frühere Vorsitzende der Demokratischen Partei von Hongkong, Wu Chi-wai und der Ex-Abgeordnete Eddie Chu.

  • Die Festnahmen erfolgten wenige Stunden, nachdem die USA als Reaktion auf den Ausschluss pro-demokratischer Abgeordneter aus dem Hongkonger Parlament 14 chinesische Führungsvertreter mit neuen Sanktionen belegt hatten.

07:24 Uhr

Bauern-Protest - Traktoren blockieren Discounter-Lager

An mehreren Orten protestieren wieder Bauern mit ihren Traktoren gegen ihrer Ansicht nach zu niedrige Preise im Lebensmittelhandel.

  • In Niedersachsen meldete die Polizei an mindestens acht Standorten über das Bundesland verteilt Blockadeaktionen mit teils bis zu 200 Treckern. Zeitweise waren Zu- und Ausfahrten für den Lieferverkehr nicht mehr passierbar.
  • Auch im nordrhein-westfälischen Greven standen etwa 50 Traktoren vor einem Zentrallager. In Montabaur in Rheinland-Pfalz wurde eine Blockade mit über einem Dutzend Traktoren bekannt.
07:06 Uhr

Das wird heute wichtig

Das Robert-Koch-Institut meldet 14.054 Neuinfektionen binnen der vergangenen 24 Stunden - 450 mehr als vor einer Woche. Also Maske tragen und möglichst wenig Leute treffen, sonst kommt der harte Lockdown, behaupte ich jetzt mal. Jedenfalls reden immer mehr Politiker darüber. Alles Weitere zur Corona-Krise lesen Sie im Liveticker zum Thema. Diese Themen sind heute wichtig:

  • Der US-Kongress soll heute den neuen Verteidigungshaushalt beschließen - das ist auch für Deutschland relevant, weil darin auch die Sanktionen gegen die Nord-Stream-2-Pipeline stehen und der Truppenabzug Tausender US-Soldaten aus hiesigen Basen verhindert werden soll.
  • In den USA ist dieser Dienstag ein wichtiges Datum - bis heute müssen die Bundesstaaten ihre Wahlergebnisse ans Wahlleute-Gremium melden. Damit ist es dann offiziell. Die Wahlleute sollen Wahlsieger Biden dann am 14. Dezember offiziell wählen, am 20. Januar wird er vereidigt und tritt sein Amt damit an.
  • Der AfD-Chef Tino Chrupalla besucht den russischen Außenminister Lawrow in Moskau. Geplant ist ein Mittagessen, außerdem will er in der Duma Gespräche führen.
  • In der Fußball-Champions-League erlebt RB Leipzig eine Sternstunde: Der englische Rekordmeister Manchester United gastiert. Dortmund reist derweil zu Zenith St. Petersburg.
  • Philipp Lahm gibt eine Pressekonferenz zur Euro 2024, gemeinsam mit Leipzigs OB Jung, in, genau: Leipzig.

Haben Sie Glück, bleibt genug Zeit, über die Frage zu meditieren, ob Sie ihre gesamte Nikolaus-Schokolade nun kurz und schmerzlos verspeisen sollten oder den Vorgang über mehrere Tage strecken möchten. Ich heiße Volker Petersen und bin unter volker.petersen (at) nama.de erreichbar und habe die Frage noch nicht entschieden.

06:35 Uhr

Massengrab mit 131 Leichen in Mexiko gefunden

Mexiko ist ein wunderschönes Land mit vielen Vorzügen und Sie ahnen es, jetzt kommt ein großes "Aber": Aber die Gewalt wegen der Drogen-Kartelle führt in manchen Teilen des Landes zu bürgerkriegsähnlichen Zuständen. Jetzt wurden 131 Menschen in einem Massengrab gefunden.

  • Das Grab war am 1. Oktober in der Ortschaft El Salto im Bundesstaat Jalisco entdeckt worden. Die Hintergründe sind unbekannt.
  • Rund 79.500 Menschen gelten in dem nordamerikanischen Land als verschollen. Fast alle von ihnen verschwanden seit Ende 2006, als der damalige Präsident Felipe Calderón den Drogenkartellen den Krieg erklärte. Seitdem wurden mehr als 350.000 Menschen getötet, im Schnitt gibt es 100 Morde am Tag.
06:18 Uhr

Wirtschaft könnte Ende '21 Vorkrisenniveau erreichen

Michael Hüther, Leiter des IW.

Michael Hüther, Leiter des IW.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Corona-Krise hat Deutschland in die Rezession geschickt, der Impfstoff macht dagegen Hoffnung, dass es bald wieder aufwärtsgehen könnte. Wenn alles gut läuft, könnte das Vorkrisenniveau Ende des kommenden Jahres erreicht werden, hat man beim Institut der deutschen Wirtschaft (IW) errechnet.

  • Das Bruttoinlandsprodukt werde ab dem Frühjahr Fahrt aufnehmen und 2021 um vier Prozent wachsen, heißt es in der Prognose des arbeitgebernahen Instituts.
  • "Wenn das Impfen gut anläuft und die Infektionszahlen sinken, werden die Menschen zuversichtlicher, und konsumieren und investieren mehr", sagte IW-Direktor Michael Hüther. "Setzt sich die Entwicklung erfolgreich fort, erreicht die deutsche Wirtschaft schon Ende des kommenden Jahres wieder ihr Vorkrisenniveau."

2020 werde es einen Einbruch von rund 5,5 Prozent geben.

06:02 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht