Donnerstag, 01. Dezember 2022Der Tag

Heute mit Hedviga Nyarsik und Johanna Ohlau
22:34 Uhr

Das war Donnerstag, der 1. Dezember 2022

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Christbäume vor dem Brandenburger Tor lassen etwas Weihnachtsstimmung in der Hauptstadt aufkommen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Liebe Leserinnen und Leser,

für mich kommt das jetzt doch ganz schön plötzlich - Nein, nicht das WM-Aus für die deutsche Mannschaft in Katar. Der 1. Dezember ist da! Der letzte Monat des Jahres ist angebrochen, in ein paar Wochen ist Weihnachten. Sind Sie schon in Weihnachtsstimmung? Ich habe Ihnen deshalb heute mal ein weihnachtliches Motiv aus Berlin als Bild des Tages ausgesucht.

Alles über das WM-Debakel der deutschen Nationalelf können Sie hier nachlesen. Insbesondere der emotionale Abschied von Thomas Müller dürfte viele interessieren. Zudem empfehle ich Ihnen noch:

Belarus' Rolle im Ukraine-Krieg: Stellt Lukaschenko Putin eine Falle?

Spott aus dem Weißen Haus: Biden trollt Trump jetzt schon

RKI: Sinkender Trend bei Corona-Inzidenz gestoppt

Marokko steht erstmals seit 36 Jahren im WM-Achtelfinale

Außerdem halten wir Sie auch in der Nacht über die Geschehnisse rund um den russischen Krieg gegen die Ukraine in unserem Ticker auf dem Laufenden. Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht.

Ihre Johanna Ohlau

22:20 Uhr

Französische Schauspielerin Mylène Demongeot ist tot

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Eine undatierte Aufnahme der französischen Schauspielerin.

(Foto: picture alliance / abaca)

Am Abend erreichen uns noch traurige Nachrichten aus Frankreich: Die Schauspielerin Mylène Demongeot, die über 70 Jahre lang in Dutzenden Filmen zu sehen war, ist tot. Die französische Leinwandikone starb im Alter von 87 Jahren, berichtet die Nachrichtenagentur AFP unter Verweis auf ihre Sprecherin. Demongeot wurde unter anderem mit der Trilogie "Fantômas" mit Jean Marais und Louis de Funès bekannt, außerdem spielte sie in "Frauen sind schwach" mit Alain Delon, "Bonjour Tristesse" mit David Niven und in der Verfilmung von "Die drei Musketiere". Demongeot stammt gebürtig aus Nizza und war mit Marc Simenon verheiratet, dem Sohn des Schriftstellers Georges Simenon.

21:56 Uhr
Breaking News

WM-Blamage trotz Zittersieg: Deutschland scheitert wieder in der Vorrunde

Schon wieder ein Desaster für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft: Das Team von Bundestrainer Hansi Flick fliegt wie 2018 frühzeitig aus der WM. Der Sieg gegen Costa Rica reicht nicht, weil Japan im Parallelspiel gegen Spanien gewinnt.

Mehr dazu lesen Sie hier.
21:40 Uhr

Gesetze künftig digital: Gedrucktes Bundesgesetzblatt hat ausgedient

Damit ein Gesetz in Deutschland in Kraft treten kann, muss es im Bundesgesetzblatt veröffentlicht werden und zwar gedruckt. Nun kommt unser Gesetzgebungsverfahren auch in der Moderne an: Zukünftig müssen amtliche Verkündungen von Gesetzen nur noch elektronisch, also übers Internet, erfolgen. Durch den Bundestagsbeschluss vom Abend wird die bisherige Praxis abgelöst. Mit der erforderlichen Zwei-Drittel-Mehrheit billigt der Bundestag auch die dafür notwendige Änderung des Grundgesetz-Artikels 82. Damit wird ausdrücklich klargestellt, dass das Bundesgesetzblatt in elektronischer Form geführt werden kann. Die Grundgesetz-Änderung muss allerdings noch vom Bundesrat bestätigt werden.

Die Online-Version finden Sie hier.

21:17 Uhr

Mann mit Schwert raubt Tankstelle aus

Raubüberfall mit Messer oder Pistole sind wohl das "Normale", aber mit einem Schwert? Genau damit ist ein unbekannter Täter in eine Tankstelle in Münster gestürmt. Der Mann bedrohte den Kassierer mit der etwa einen Meter langen Waffe und forderte Geld. Wie die Polizei weiter mitteilt, hat sich die Tat gestern Abend ereignet. Nach einem Griff in die Kasse sei der Mann demnach geflohen. Zur Höhe der Beute machte die Polizei am Donnerstag keine Angaben. Glück im Unglück: Der Mitarbeiter der Tankstellen blieb unverletzt.

20:52 Uhr

Großbritannien: Sunak will härter gegen Klimaproteste durchgreifen

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Ist kein Fan der Klimaproteste von "Just Stop Oil": Rishi Sunak.

(Foto: IMAGO/ZUMA Wire)

Nicht nur bei uns in Deutschland sorgen die Aktionen von Klimaschützerinnen und Klimaschützern - etwa Suppe auf Gemälde zu schütten oder Autobahnen zu blockieren - für sehr kontroverse Debatten und auch manch fragwürdiges Vorgehen von Behörden wie in Bayern. Auch in Großbritannien sorgen die Aktivisten und Aktivistinnen für Gesprächsstoff: Der britische Premierminister Rishi Sunak will härter gegen radikale Proteste von Klimaaktivisten vorgehen. "Wer das Gesetz bricht, soll dessen volle Härte zu spüren bekommen", sagte Sunak nach einem Treffen mit Polizisten zum Umgang mit Straßenblockaden und anderen illegalen Protestformen. Während hier die "Letzte Generation" für Aufsehen sorgt, macht in Großbritannien momentan vor allem die Gruppe "Just Stop Oil" auf sich aufmerksam. Auch die Tomatensuppe auf ein Gemälde von Vincent van Gogh in einem Londoner Museum geht auf das Konto der Gruppe. "Es ist völlig inakzeptabel, dass der Alltag normaler Bürger durch eine egoistische Minderheit gestört wird", sagte Sunak. Die Polizei habe seine volle Unterstützung, entschieden gegen solche Proteste vorzugehen. Einige Beteiligte solcher Aktionen wurden bereits zu Haftstrafen verurteilt.

Zur Forderung der Aktivisten, keine Lizenzen für neue fossile Projekte zu vergeben, äußerte sich Sunak nicht. Die britische Regierung hat erst kürzlich neue Lizenzen für Öl- und Gasfelder in der Nordsee erteilt. Klimaforschern zufolge steht dies im Widerspruch mit dem Vorhaben, bis 2050 klimaneutral zu werden.

20:13 Uhr

Kuscheldecke weg - Sechsjähriger ruft Polizei

Für die Polizei in Karlsruhe gab es einen besonderen Einsatz, einen besonders niedlichen: Ein sechs Jahre alter Junge ruft die Polizei um Hilfe, weil seine Kuscheldecke verschwunden ist. Wer, wenn nicht die Polizei, könnte in dem Fall helfen? Mit Tränen in den Augen schildert der Sechsjährige den Beamten, was ihm so großen Kummer bereitet. Doch auch die Polizisten können nicht ermitteln, wohin das geliebte Stück Stoff ist. Gemeinsam mit den Eltern sei dann als Lösung vereinbart worden, dass eine neue Kuscheldecke angeschafft wird. Mit diesem (V)Ermittlungsergebnis schien der Junge zufrieden zu sein, wie die Polizei in einer Mitteilung schreibt.

19:51 Uhr

Beckmann-Selbstbildnis knackt bei Auktion mit 20 Millionen Euro Deutschland-Rekord

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Das Selbstbildnis des Künstlers, bevor es in den Besitz eines unbekannten Bieters oder Bieterin überging.

(Foto: picture alliance/dpa)

Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht streiten, aber ob ich 20 Millionen Euro für Max Beckmanns "Selbstbildnis gelb-rosa" ausgegeben hätte? Ohne dem Künstler oder dem Werk irgendwie zu nahe zu treten, aber eher nicht. Das ist einfach eine wahnsinnige Summe, mit der man so viel mehr tun könnte, als sich ein Bild ins eigene Haus zu hängen. Dennoch war eine Person mit der Bieternummer 469 heute bereit, die Millionensumme für das Werk des Malers und Bildhauers zu bezahlen - ein Rekordpreis für eine Auktion in Deutschland. Das 1943 entstandene Selbstbildnis ist bei einer Auktion in Berlin für 20 Millionen Euro versteigert worden. Es wurde vom Auktionshaus Grisebach vorher auf 23 Millionen Euro geschätzt. Der Bieterkreis war ziemlich gut betucht, denn es ging nicht wie meist bei Ebay mit einem Euro los, sondern mit 13 Millionen Euro als Mindestgebot. Nur ganze dreieinhalb Minuten später hatte sich der Preis auf 20 Millionen Euro hochgeschraubt. Plus Nebenkosten sind nach Angaben des Auktionshauses nun 23,2 Millionen Euro fällig.

Die Arbeit Beckmanns (1884-1950) stammt aus einer Schweizer Privatsammlung. Der Künstler malte das Werk während seines Exils in Amsterdam, wohin er nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten in Deutschland emigriert war. Im Gemälde selbst finden sich allerdings keine direkten Hinweise auf die damalige Weltlage. Das "Selbstbildnis gelb-rosa" war den Angaben zufolge eines der raren Selbstporträts, das sich noch in privater Hand befand. Zuletzt waren auf dem internationalen Markt das "Selbstbildnis mit Trompete" 2001 für umgerechnet gut 23 Millionen Euro und vier Jahre später das "Selbstbildnis mit Glaskugel" für mehr als 17 Millionen Euro in New York versteigert worden.

19:09 Uhr

Europol deckt illegalen Handel mit Pferdefleisch auf

Achtung, jetzt wird es unappetitlich - zumindest für alle, die Pferdfleisch essen: Die spanische Polizei und die europäische Polizeibehörde Europol haben ein kriminelles Netzwerk ausgehoben, über das potenziell gesundheitsschädliches Pferdefleisch von Spanien aus nach Deutschland und in andere EU-Länder verkauft worden sein soll. 41 Tatverdächtige seien festgenommen worden, sechs von ihnen in Belgien, teilt Europol in Den Haag mit. Bei Durchsuchungen in Spanien sei eine halbe Tonne Pferdefleisch entdeckt worden, das nicht zum Verzehr geeignet gewesen sei. Sechs Unternehmen waren laut Europol beim Verkauf des Fleischs involviert. Einzelheiten dazu nannte die Behörde nicht. Das kriminelle Netzwerk habe bereits 2019 mit den Fleischlieferungen begonnen. Aus ganz Spanien sollen die Kriminellen Pferde in geheime Stallungen gekarrt haben, die sie kostenlos oder für sehr wenig Geld gekauft hatten. Bei einer Razzia von Einheiten der Guardia Civil seien rund 80 verwahrloste Tiere entdeckt worden.

Den Festgenommenen - unter ihnen die Bosse des Netzwerkes sowie Veterinäre, die falsche Bescheinigungen ausgestellt haben sollen - werde Lebensmittelbetrug, Geldwäsche und Urkundenfälschung vorgeworfen. Verkaufsdokumente seien so ausgefertigt worden, dass die wahre Herkunft des Fleisches nicht mehr erkennbar gewesen sei. Dann mal guten Appetit!

18:35 Uhr

Zugstrecke zwischen Hannover und Berlin früher als geplant wieder frei

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Ab dem 11. Dezember können Bahnreisende wohl wieder von Hannover ohne Umleitung nach Berlin fahren.

(Foto: picture alliance/dpa)

Gute Nachrichten für alle, die mit dem Zug zwischen Berlin und Hannover unterwegs sein wollen: Nach der Kollision zweier Güterzüge im Landkreis Gifhorn am 17. November will die Deutsche Bahn die gesperrte Strecke früher als geplant wieder für den Zugverkehr freigeben. Demnach sollen die Züge bereits ab dem 11. Dezember wieder rollen, teilt die Bahn mit. Bislang hatte das Unternehmen geplant, die betroffene Strecke am 16. Dezember wieder freizugeben. "Das hohe Engagement aller Mitarbeitenden und die Unterstützung des Technischen Hilfswerks und der Feuerwehr haben dafür gesorgt, dass die komplizierten Bergungsarbeiten schneller als geplant abgeschlossen werden konnten", heißt es.

Bis zur Freigabe werden Züge noch umgeleitet. Für Fahrgäste im Fernverkehr, die bis zum 16. Dezember eine geplante Reise aufgrund der Zugkollision verschieben möchten, gilt laut Bahn bis einschließlich 23. Dezember eine Sonderkulanz

18:06 Uhr

Patient in Berliner Klinik am falschen Fuß operiert

Wo Menschen arbeiten, passieren Fehler. In den meisten Fällen sind die schnell wieder ausgebessert, aber im OP kann das folgenschwer sein: Ein Patient der Evangelischen Elisabeth Klinik in Berlin ist auf der falschen Seite operiert worden. "Wir bedauern zutiefst, dass es in unserem Haus zu einer Eingriffsverwechselung gekommen ist", teilt eine Sprecherin der Johannesstift Diakonie, zu der die Klinik gehört, mit. Zuvor hatte die "Bild"-Zeitung berichtet. Demnach sollte der Mann Ende November wegen einer Verletzung am linken Fuß operiert werden - der Eingriff erfolgte dann am rechten Fuß.

Üblicherweise gebe es Sicherheitsmaßnahmen, um solche Fehler zu vermeiden, heißt es weiter von der Sprecherin. Man analysiere derzeit "intensiv", wie es dazu kommen konnte, teilt die Sprecherin mit. So wie es sich bisher darstellt, könnte dem Mann der falsche Fuß operiert worden sein, weil der OP-Saal schon für einen anderen Eingriff vorbereitet war - bei dem sollte tatsächlich an der rechten Seite operiert werden. Der Patient werde eine finanzielle Entschädigung erhalten, sagte Chefarzt Friedrich Jah laut Mitteilung. "Wobei uns absolut bewusst ist, dass weder Geld noch gute Worte das Geschehene ungeschehen machen können."

17:28 Uhr

Bundesanwaltschaft wird zu Synagogen-Anschlägen ermitteln

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Polizisten sichern die Alte Synagoge in Essen ab, nachdem Einschusslöcher entdeckt worden waren.

(Foto: picture alliance/dpa/ANC-NEWS)

Die Bundesanwaltschaft wird die Ermittlungen zu Anschlägen auf jüdische Einrichtungen in Nordrhein-Westfalen übernehmen. Einen genauen Zeitpunkt dafür nennt eine Sprecherin der Karlsruher Behörde aber bislang nicht. Auch der konkrete Grund, warum der Generalbundesanwalt den Fall an sich zieht, bleibt noch offen. Mehrere Medien hatten dazu berichtet. In der Nacht zum 18. November war in Essen mindestens dreimal auf das frühere Rabbinerhaus an der Alten Synagoge geschossen worden. Die Tat könnte nach früheren Angaben der Ermittler in NRW in Zusammenhang mit einem Brandanschlag auf die Hildegardis-Schule in Bochum stehen, die ein 35-Jähriger in derselben Nacht verübt haben soll. Der Mann, der die deutsche und iranische Staatsangehörigkeit hat, soll laut der Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf zudem Mitte November versucht haben, einen Mittäter für einen Brandanschlag auf die Synagoge in Dortmund zu gewinnen. Dieser habe abgelehnt und sich der Polizei offenbart. Die geplante Tat sei nicht ausgeführt worden. Der Verdächtige kam in Untersuchungshaft.

17:15 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:57 Uhr

Nach Autopanne: Mann fährt mit Fahrrad im Dunkeln auf der Autobahn

Da hat man eine Panne, es ist dunkel und kalt, und dann hat man auch noch kein Handy dabei! So etwa war es wohl für einen 39-Jährigen auf der Autobahn 4 in Sachsen. Doch was der Mann mit an Bord hatte, war ein Fahrrad. Also warum nicht auf dem Standstreifen bis zur nächsten Ausfahrt radeln und Hilfe holen? Natürlich nicht, weil das lebensgefährlich ist. Das hat die Chemnitzer Polizei dem Spontan-Radfahrer auf der A4 dann auch erklärt, heißt es in einer Mitteilung. Doch was ich ihm hier bei seiner waghalsigen Aktion zu Gute halten will: Der 39-Jährige war vorbildlich mit Warnweste auf dem Fahrrad im Dunkeln unterwegs - immerhin! Einem anderen Autofahrer, der den Mann auf dem Rad entdeckte, war das dann nicht ganz geheuer, weshalb er die Polizei verständigte.

Trotz des vorzeitigen Stopps hat der 39-Jährige an sich sein Ziel erreicht: Sein Wagen wurde abgeschleppt. Doch obendrauf gab es noch eine Belehrung und ein Warngeld fürs Radfahren auf der Autobahn. Nochmal zur Erinnerung: Laut Straßenverkehrsordnung darf man nur mit Kraftfahrzeugen wie Autos, Motorrädern und Co. unterwegs sein, deren Höchstgeschwindigkeit mehr als 60 Kilometer pro Stunde beträgt.

16:33 Uhr

Hisbollah-naher Moscheeverein in Bremen bleibt verboten

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Eine Archivaufnahme von der Durchsuchung im Jahr 2020.

(Foto: picture alliance/dpa)

Ein islamistischer Moscheeverein in Bremen bleibt wegen seiner Unterstützung für die libanesische Terrororganisation Hisbollah verboten. Das Oberverwaltungsgericht der Hansestadt bestätigt das von der Innenbehörde Anfang März verhängte Verbot der Al-Mustafa-Gemeinschaft. Die absolute Mehrheit der Muslime und Muslimas stehe auf dem Boden des Grundgesetzes, sagte Innensenator Ulrich Mäurer von der SPD zu dem Urteil von Ende November. "Die Extremisten sind eine klare Minderheit." Sobald aber Antisemitismus propagiert und die Gewalt von Terrororganisationen glorifiziert und unterstützt werde, seien Verbote das richtige Mittel. Die Al-Mustafa-Gemeinschaft war vor dem Verbot jahrelang vom Verfassungsschutz beobachtet worden, 2020 gab es eine Durchsuchung in der Moschee.

15:57 Uhr

Mann klaut Lego-"Darth Vader" - böse Überraschung beim Verkauf

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Hat nicht die "Macht" einfach zu verschwinden: der Lego-"Darth Vader" im Polizeikommissariat Hannover.

(Foto: Polizeidirektion Hannover)

Die dunkle Seite der Macht hat wohl Besitz von einem Mann in Hannover ergriffen: Der 52-Jährige soll eine 1,35 Meter große Lego-Figur - eine Nachbildung der Figur "Darth Vader" aus der Filmreihe "Star Wars" - gestohlen haben. Das teilt die Polizei mit. Demnach war die Figur am 24. November spurlos von der Laderampe eines Kaufhauses verschwunden. Doch ein Mitarbeiter der Firma, die die Figur abbauen sollte, entdeckte den Bösewicht aus Lego im Internet wieder - dort stand der Film-Schurke zum Verkauf. Allerdings scheinen die Wertvorstellungen bei dem mutmaßlichen Dieb und den rechtmäßigen Besitzern wohl etwas auseinander zu gehen: Der Mann hatte den Lego-Krieger für deutlich weniger angeboten als der geschätzte Wert, der laut Polizei bei etwa 1000 Euro liegt. Die Ermittler tricksten den mutmaßlichen Dieb aus und gaben sich als Kaufinteressenten aus. Bei der Übergabe in Hannover-Ricklingen gab es dann eine böse Überraschung für den 52-Jährigen: Statt Geld für sein Diebesgut bekommt er nun ein Strafverfahren wegen Diebstahls. Der Lego-Bösewicht warte laut Mitteilung jetzt auf Weiterreise im Polizeikommissariat in Hannover zu seinen rechtmäßigen Besitzern. Möge die Macht mit ihm sein ...

15:41 Uhr

Deshalb müssen Dutzende deutsche Fans wohl WM-Tickets verfallen lassen

Etliche Fans der deutschen Fußball-Nationalmannschaft müssen ihre WM-Tickets verfallen lassen, weil sie Probleme mit den Einreisegenehmigungen für Katar haben. Rund 30 Fälle seien der deutschen Fanbotschaft bekannt, wie Sprecher Philipp Beitzel der Deutschen Presse-Agentur bestätigt. Die Fans fürchten, dass sie auf sämtlichen Kosten, unter anderem für Flüge und Hotels, sitzen bleiben, sollte es keine schnelle Lösung geben. Zuvor hatten die Portale "Spox" und "Goal" darüber berichtet. "Das ist eine große Problematik für die Fans. Für uns ist unklar, woran das liegt. Ob es zum Beispiel technische Gründe sind. Das können wir nicht feststellen", sagte Beitzel. Zugleich bemängelte er: "Die Informationen an die Personen, die betroffen sind, fließen eher spärlich."

Wer nach Katar einreisen will, benötigt für die Dauer des Turniers unter anderem eine gültige Hayya-Karte. Einigen Leuten fehle für diese momentan noch die Bestätigung, berichtete Beitzel. "Wir versuchen das mit der deutschen Botschaft zu lösen. Das gestaltet sich schwierig." Das letzte Gruppenspiel der deutschen Mannschaft gegen Costa Rica wird an diesem Donnerstag um 20.00 Uhr MEZ angepfiffen.

Diese Meldung erschien im Sport-Tag.

15:22 Uhr

Trier gedenkt Opfer von Amokfahrt in Trier vor zwei Jahren

Die Zeit rennt manchmal nur so dahin, aber manche - meist schreckliche - Ereignisse blieben unvergessen: Zwei Jahre ist es heute her, dass ein Amokfahrer mit seinem Geländewagen durch eine Fußgängerzone in Trier gerast ist und fünf Menschen getötet sowie viele weitere verletzt hat. Im Oktober 2021 war zudem ein Mann gestorben, der bei der Tat schwer verletzt worden war. Die Stadt erinnerte heute an die Opfer. Viele Menschen hielten inne, als die Glocken des Doms und der Kirchen in der Innenstadt zur damaligen Tatzeit ab 13.46 Uhr vier Minuten lang läuteten. Auch etliche Angehörige und Betroffene hatten sich versammelt. Reden gab es bei der Gedenkveranstaltung nicht. Es sei ganz bewusst ein stilles Gedenken, hatte Oberbürgermeister Wolfram Leibe zuvor erklärt. Es sei wichtig, "dass wir an diesem Tag innehalten und tatsächlich der Toten gedenken. Aber auch der Verletzten", so der SPD-Politiker. Die Tat dürfe nicht verdrängt werden.

Der Täter war Mitte August wegen mehrfachen Mordes und mehrfachen versuchten Mordes vor dem Landgericht Trier zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Zudem wurde seine Unterbringung in der Psychiatrie angeordnet. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

14:51 Uhr

Das sind die beliebtesten Weihnachtsplätzchen

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Gewinner, wenn es um den Geschmack geht: Vanillekipferl.

(Foto: picture alliance / Christophe Gateau/dpa)

Zimtsterne, Lebkuchen oder doch Makronen? Die Auswahl bei den Weihnachtsleckereien ist ja bekanntlich groß, aber backen tun die Deutschen am liebsten: klassische Mürbeteigplätzchen. Das geht aus einer repräsentativen Civey-Umfrage im Auftrag des Lebensmittelverbands Deutschland hervor. Dass mehr als die Hälfte der Befragten (58 Prozent) Mürbeteigplätzchen angibt, liegt ja irgendwie auch auf der Hand: Man kann die kleinen Sterne, Tannen und Herzen doch ganz kreativ mit Schokolade, Zuckerguss, Nüssen und mehr verzieren. Auf Platz zwei folgen Vanillekipferl (40,5 Prozent) vor Zimtsternen (19,6 Prozent). Beim Essen sieht das allerdings anders aus: Auf die Frage, welche Weihnachtsplätzchen am liebsten gegessen werden, stehen an erster Stelle die Vanillekipferl mit 38 Prozent, gefolgt von Lebkuchen (35,7 Prozent) und erst auf dem dritten Rang die Mürbeteigplätzchen (33 Prozent). Die sind also wohl eher was für den Backspaß oder fürs Auge?

Auch interessant: Knapp jeder und jede Zweite möchte nicht in der Weihnachtsbäckerei aktiv werden (44,8 Prozent).

14:18 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

auf zum vierten Start in den Nachmittag im "Tag" in dieser Woche! Meine Kollegin Hedviga Nyarsik darf in den Feierabend entschwinden und ich stürze mich für Sie in die Nachrichtenwelt auf der Suche nach wichtigen Meldungen und der einen oder anderen kuriosen Geschichte. Alles zum russischen Krieg gegen die Ukraine finde Sie wie gewohnt im Ukraine-Ticker.

Bei Anregungen, Fragen oder Kritik erreichen Sie mich am besten per Mail an dertag@n-tv.de.

Ihre Johanna Ohlau

13:57 Uhr

Studenten und Fachschüler bekommen 200 Euro

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Es könnte Monate dauern, bis das Geld bei den Studenten und Fachschülern ankommt.

picture alliance/dpa

Wie schon in der Pandemie werden auch in der aktuellen Energie- und Inflationskrise Studenten mit als letzte bedacht. Jetzt können sie aber aufatmen. Der Bundestag hat die angekündigte 200-Euro-Sonderzahlung für Studierende und Fachschüler beschlossen. Für das Gesetz stimmten die Ampel-Parteien, die Union und die Linke, die AfD enthielt sich. Etwa 3,4 Millionen Anspruchsberechtigte sollen die 200 Euro möglichst bald im neuen Jahr bekommen. Wann genau, ist allerdings offen. Momentan wird noch eine Antragsplattform dafür im Internet aufgebaut. Die Einmalzahlung ist Teil des bereits Anfang September von der Ampel vereinbarten dritten Entlastungspakets zur Abfederung der stark gestiegenen Energiepreise.

  • Anspruch auf die 200 Euro sollen all jene haben, die am 1. Dezember dieses Jahres an einer Hochschule eingeschrieben oder zu diesem Zeitpunkt in einer Fachschulausbildung sind.
  • Voraussetzung ist ein Wohnsitz oder "gewöhnlicher Aufenthalt" in Deutschland zu diesem Stichtag.
  • Auch Teilzeitstudierende, Teilnehmer an einem Dualen Studium, ausländische Studierende und diejenigen, die zurzeit ein Urlaubssemester machen, sollen von der Zahlung profitieren.
  • Gerechnet wird mit Ausgaben von etwa 680 Millionen Euro für rund 2,95 Millionen Studierende und 450.000 Schülerinnen und Schüler.
13:33 Uhr

Pflegerin soll junge Frau mit Brei erstickt haben

Grausamer Fall in Berlin: Eine 27-jährige behinderte Frau soll erstickt sein, weil ihre Pflegerin sie so schnell mit so viel Brei gefüttert hat, dass sie nicht mehr normal schlucken konnte. Die junge Frau hat der Staatsanwaltschaft zufolge über mehrere Atemzüge hinweg einen großen Teil des Breis in die Luftröhre eingeatmet. Die Pflegerin soll die zunehmende Atemnot der jungen Frau erkannt haben, aber diese trotzdem weiter gefüttert haben. Als die junge Frau bewusstlos wurde, soll die Pflegerin keinerlei Hilfe geleistet haben.

Die Tote war von ihren Eltern in der Wohnung der Pflegerin in Prenzlauer Berg gefunden worden. Sie war dort für eine Woche untergebracht. Als sie nicht zurückkam, suchten die Eltern nach ihr und fanden die Leiche. Die Pflegerin wurde kurz darauf von der Polizei in Mecklenburg-Vorpommern festgenommen. Gegen sie ist nun Anklage erhoben worden. Die Staatsanwaltschaft wirft der 45-Jährigen Körperverletzung mit Todesfolge vor.

13:01 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

12:39 Uhr

Warum HIV einen neuen Namen bekommen sollte

"Wir müssen die Art und Weise ändern, wie wir über HIV denken und sprechen. Und beim Ursprung damit beginnen: beim Namen", fordert ein Netzwerk junger Menschen. Das Virus kann unbehandelt zur Immunschwächekrankheit Aids führen, ist aber gut behandelbar. "Der Begriff 'HIV' ist tödlich. Das Leben mit dem Virus (...) muss es nicht sein", schreibt das Netzwerk Youth Against Aids in einem offenen Brief an den Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), Tedros Adhanom Ghebreyesus. HIV-positiv zu sein, bedeute für Millionen Menschen eine Stigmatisierung. Es führe zu Scham, Vorurteilen und falschen Annahmen.

Einen eigenen Vorschlag macht das Netzwerk nicht. Vielmehr werden Leserinnen und Leser aufgefordert, eigene Vorschläge über eine Webseite zu machen, die mit einem QR-Code unter dem Brief erreichbar ist. Fall Sie auch eine Idee haben, können Sie diese hier einbringen.

12:11 Uhr

Unbekannte zünden in Berlin vor Revier geparkte Polizeiautos an

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Wie unschwer zu erkennen ist: An beiden Einsatzfahrzeugen entstand Totalschaden.

picture alliance/dpa

Dass Autos in Berlin hin und wieder brennen, ist nicht unbedingt außergewöhnlich. Wenn es sich aber um Polizeiwagen handelt und diese auch noch direkt vor der Wache in Flammen aufgehen, waren besonders dreiste Brandstifter am Werk. So haben Unbekannte zwei vor einem Polizeirevier in Berlin-Neukölln geparkte Einsatzfahrzeuge angezündet, teilt die Polizei mit. Beamte bemerkten in der Nacht zum Donnerstag die brennenden Gruppenwagen und versuchten mit Feuerlöschern, den Brand zu löschen, was schließlich der Feuerwehr gelang. Jetzt ermittelt Staatsschutz des Landeskriminalamts.

11:26 Uhr

Mann sticht auf Tankwart ein - Polizei stoppt ihn mit Schüssen

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Ob der 43-Jährige die Tankstelle überfallen wollte oder ein anderes Motiv gehabt hat, muss noch ermittelt werden.

picture alliance/dpa/Nord-West-Media TV

In einer Tankstelle in Lengerich bedrängt ein 43-Jähriger eine Angestellte. Als der Tankstellenbetreiber dazwischen gehen will, greift der Mann zum Messer und sticht auf ihn ein, wie die Polizei mitteilt. Zum Glück des Tankwarts steht zufällig ein Polizist mit seinem Streifenwagen an der Zapfsäule, der die Hilferufe im Verkaufsraum hört und zur Hilfe eilt. Mit seiner Dienstwaffe habe er dann mehrmals auf den 43-Jährigen geschossen, sagen Polizei und Staatsanwaltschaft. Der Angreifer und der Tankstellenbetreiber kamen anschließend ins Krankenhaus. Beide mussten notoperiert werden. Nach derzeitigem Ermittlungsstand habe der Tankstellenbetreiber zahlreiche Messerstiche und eine Schussverletzung am Handgelenk erlitten. Zu den Verletzungen des Tatverdächtigen liegen laut Polizei und Staatsanwaltschaft bislang keine aktuellen Informationen vor.

10:34 Uhr

AfD klagt auf Komplett-Wiederholung der Berliner Bundestagswahl

Nach den Pannen am Tag der Bundestagswahl in Berlin vergangenes Jahr steht fest: Die Wahl muss wiederholt werden - allerdings nur in 431 von 2257 Chaos-Wahlbezirke. Der AfD-Bundestagsfraktion reicht das nicht aus. Sie will vor dem Bundesverfassungsgericht eine komplette Wiederholung der Bundestagswahl erreichen. Die Wahl müsse im Land Berlin "vollständig wiederholt werden, sonst ist nicht nur das Ansehen der Demokratie gefährdet", erklärt AfD-Fraktionsjustiziar Stephan Brandner. Er wies darauf hin, dass die Wahl zum Abgeordnetenhaus in Berlin, die zeitgleich mit der Bundestagswahl am 26. September 2021 stattfand, komplett wiederholt wird; dies hatte das Berliner Verfassungsgericht entschieden. Die Bundestagswahl sei "parallel unter gleichermaßen katastrophalen Bedingungen verlaufen" und müsse deshalb ebenso komplett wiederholt werden, argumentiert er.

10:00 Uhr

10.000 britische Krankenwagen warten eine Stunde vor Notaufnahme

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Patienten mit Herzattacken oder Schlaganfällen sollten spätestens nach 18 Minuten von einem Rettungswagen abgeholt werden. Doch tatsächlich dauert es laut BBC im Durchschnitt mehr als 60 Minuten.

picture alliance/dpa/PA Wire

Der Stau von Rettungsfahrzeugen vor Notaufnahmen in Großbritannien wird immer größer. Jede Woche würden mehr als 10.000 Krankenwagen mindestens eine Stunde darauf warten, dass die Patienten übernommen werden, berichtet die BBC unter Berufung auf eigene Auswertungen. Dies bedeute, dass Mitte November jede achte Krankenwagen-Besetzung betroffen gewesen sei. Es sei der höchste Stand seit Beginn der Aufzeichnungen 2010.

Der britische Gesundheitsdienst NHS ist seit Jahren an der Grenze der Belastbarkeit und chronisch unterfinanziert. Im Dezember wollen die Beschäftigten erstmals in ihrer Geschichte an zwei Tagen streiken, um ihren Forderungen nach höheren Löhnen Nachdruck zu verleihen.

09:29 Uhr

33-Jähriger greift Eltern mit Werkzeug an - Mutter schwer verletzt

Ein 33-Jähriger soll in Nordrhein-Westfalen seine Eltern angegriffen und mit einem Werkzeug verletzt haben. Der Vater habe bei dem Angriff in Rödinghausen leichte und die Mutter schwere Verletzungen erlitten, teilen Polizei und Staatsanwaltschaft mit. Die Mutter sei ins Krankenhaus gebracht worden, Lebensgefahr bestehe nicht. Zeugen hatten demnach der Polizei eine Auseinandersetzung zwischen zwei Männern gemeldet. Als die Einsatzkräfte eintrafen, fanden sie die beiden verletzten Eltern. Der 33-Jährige flüchtete zunächst und wurde am Abend festgenommen. Eine Mordkommission ermittelt. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar.

09:11 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:35 Uhr

FDP-Politiker liebt Ex-Pornostar

Erst vor ein paar Wochen machte Annina Semmelhaack von sich reden: Die ehemalige Pornodarstellerin gab bekannt, dass sie sich künftig für die FDP in der Kommunalpolitik engagieren will. Sie strebe ein Mandat an ihrem Wohnort Elmshorn in Schleswig-Holstein an. Jetzt sorgt Semmelhaack für neue Schlagzeilen. Denn sie angelte sich den FDP-Bundestagsabgeordneten Hagen Reinhold. Dieser bestätigt gegenüber der "Ostsee-Zeitung" die Beziehung: "Wir haben uns über die Partei kennen- und lieben gelernt."

Einstmals war Semmelhaack unter dem Namen Annina Ucatis als Darstellerin in der Pornobranche tätig gewesen. 2009 begann der Rückzug aus der Welt der Erotikfilme - die heute 43-Jährige blieb aber weiter durch Auftritte in Kinofilmen wie "Die Superbullen" oder der neunten Staffel von Big Brother in Film und Fernsehen. 2021 ist Semmelhaack in die FDP eingetreten.

07:50 Uhr

Habeck watscht Klimaaktivisten ab: "Protestformen, die verärgern, helfen nicht"

Die Klimaaktivisten der Letzten Generation sind zuletzt heftig in die Kritik geraten, nachdem einige von ihnen am Hauptstadtflughafen BER den Flugbetrieb lahmgelegt hatten. Zu den Kritikern gesellt sich nun auch Robert Habeck - Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz. "Ich verstehe natürlich deren Frust, Zorn, auch die existenzielle Angst", sagt er im Interview mit dem "Stern". "Aber am Ende braucht ein politisches Ziel in einer Demokratie eine Mehrheit. Und dabei helfen Protestformen, die verärgern, nicht wirklich."

Die Tabubrüche der Gruppe Fridays for Future seien so klug dosiert gewesen, dass sich sehr viele Menschen dahinter versammeln konnten, fügt der Minister hinzu. "Sie haben nichts zerstört oder beschmutzt." Dies sei der große Unterschied zur Letzten Generation. "Hier erleben wir eine Radikalisierung der Wenigen. Das ist schlecht", so Habeck. "Wer Klimapolitik aus einer Minderheitenposition heraus betreiben muss, hat schon verloren."

Der Grünen-Politiker räumt aber auch ein, dass Deutschland genau wie der Rest der Welt beim Klimaschutz "Jahre zu spät" dran sei. "Ja, es wird verdammt schwierig", sagt er. Die Aufgabe sei "immens". "Aber die Antwort darauf ist das konkrete Tun."

Mehr dazu lesen Sie hier.
07:13 Uhr

Do you speak German? Briten wollen nicht mehr Deutsch lernen

Wer fünf Sprachen spricht, ist polyglott. Wer zwei spricht, ist bilingual. Und wer nur eine kann, ist Brite. Das ist ein - zugegeben schlechter - Witz. Doch er hat einen wahren Kern, und der gefällt der britischen Regierung nicht: Das Interesse an Fremdsprachen auf der Insel sinkt. Wählten 2005 noch fast 440.000 Schülerinnen und Schülern bei ihren GCSE-Prüfungen - dem Pendant zur Mittleren Reife - eine Fremdsprache als Prüfungsfach, waren es 2021 weniger als 300.000. Besonders im Fokus: Deutsch. "Deutsch ist wieder einmal leicht zurückgegangen", stellt das Kulturinstitut British Council alarmiert fest. 2005 entschieden sich noch mehr als 100.000 Jugendliche in ihren GCSE für Deutsch, 2021 waren es knapp 37.000.

Die Gründe für das nachlassende Interesse: Da Deutsch im GCSE als schwierig empfunden wird und Noten sowie Abschlüsse im Durchschnitt schlechter würden, besteht andererseits wenig Anreiz für Schulen, Deutsch anzubieten. Zudem entscheiden sich viele eher für romanische Sprachen: Das Interesse an Spanisch hat in den vergangenen Jahren deutlich zugelegt.

06:50 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

heute lautet die große Frage für die deutsche Mannschaft in Katar: Heimflug oder Achtelfinale? Ein erster Sieg bei der Fußball-WM in Katar ist Voraussetzung fürs Weiterkommen. Denn die DFB-Elf erlebt derzeit ein Déjà-vu. 2018 in Russland war das Team in der gleichen Situation - und scheiterte. Kommt es heute Abend im Gruppenfinale gegen Costa Rica wieder so weit?

Das wird heute sonst noch wichtig:

  • Der ukrainische Präsident Selenskyj begrüßt die Bundestagsentscheidung, die vor 90 Jahren von der Sowjetdiktatur gezielt herbeigeführte Hungersnot in der Ukraine als Völkermord einzustufen - und hofft auf eine Überstellung von Patriot-Luftabwehrsystemen aus Deutschland.
  • Außenminister der OSZE-Mitgliedsstaaten tagen im polnischen Lodz. Das zweitägige Treffen findet ohne Russlands Chefdiplomaten Sergej Lawrow statt.
  • Als Reaktion auf die größte Protestwelle seit Jahrzehnten hat die chinesische Führung ein hartes Durchgreifen bei neuen Unruhen angedroht. EU-Ratspräsident Charles Michel ist heute zu politischen Gesprächen in China und will in Peking Staats- und Parteichef Xi Jinping treffen.
  • Zur Entlastung bei den Energiekosten wird Gas- und Fernwärmekunden von heute an einen Monat lang der Abschlag erlassen. Sie sind dann nicht verpflichtet, Abschläge zu zahlen.

Außerdem interessant:

  • Der Bundestag stimmt am Vormittag über eine Ratifizierung des EU-Handelsabkommens mit Kanada (CETA) ab.

  • US-Präsident Joe Biden empfängt Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron im Weißen Haus.

  • Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier beginnt einen zweitägigen Besuch in Albanien.

Mein Name ist Hedviga Nyarsik. Ich begleite Sie heute durch den Tag und versorge Sie mit den wichtigsten und interessantesten Meldung aus aller Welt. Bei Frage oder Anregungen schreiben Sie mir gerne eine Mail an hedviga.nyarsik@ntv.de

06:37 Uhr

Christchurch-Attentäter: Schuldeingeständnis angeblich "unter Folter"

Er sitzt wegen 51-fachen Mordes lebenslang in Haft, ohne die Möglichkeit auf vorzeitige Entlassung: Der Rechtsextremist Brenton Tarrant hatte im März 2019 zwei Moscheen in der neuseeländischen Stadt Christchurch angegriffen und 51 Menschen erschossen. Dutzende weitere wurden teils lebensgefährlich verletzt. Das minutiös geplante Massaker übertrug er per Helmkamera live ins Internet. Jetzt behauptet der Verurteilte: Er habe sich nur unter Folter schuldig bekannt. Tarrant will laut dem Berufungsgericht in Wellington das Urteil anfechten. Ein Datum für eine mögliche Anhörung nannte das Gericht nicht.

Bereits Anfang November war bekannt geworden, dass der heute 32-Jährige Widerspruch gegen den Rechtsspruch einlegen wollte. Dies muss aber normalerweise innerhalb von 20 Tagen nach der Urteilsverkündung geschehen. Tarrant behauptete, er lege mit Verspätung Berufung ein, weil er angeblich "unter illegalen und qualvollen Haftbedingungen festgehalten wurde, mir notwendige juristische Dokumente vorenthalten wurden, es Auseinandersetzungen mit früheren Anwälten gab und wegen Irrationalität, die durch die Haftbedingungen verursacht wurde".

06:11 Uhr

Bill Clinton hat Corona

Auch wenn die Pandemie - zumindest gefühlt - vorbei ist, verschwunden ist Corona nicht. Immer noch infizieren sich weltweit viele Menschen. Jetzt hat es den früheren US-Präsidenten Bill Clinton erwischt. Seine Symptome seien jedoch mild, erklärt der 76-Jährige auf Twitter. "Ich bin dankbar, dass ich geimpft und geboostert bin, dadurch verläuft mein Fall milde. Ich rufe jeden auf, das Gleiche zu tun, besonders jetzt, wo die Wintermonate kommen."

Die gesundheitliche Verfassung des Ex-Präsidenten hatte immer wieder Anlass zur Sorge gegeben. Vergangenes Jahr musste er wegen einer Blutvergiftung einige Tage im Krankenhaus verbringen. 2004 unterzog er sich im Alter von 58 Jahren einer vierfachen Bypass-Operation, nachdem die Ärzte eine Herzerkrankung diagnostiziert hatten. Seitdem stellte Clinton, der eine Vorliebe für fettes Essen haben soll, auf pflanzliche Ernährung um. 2010 ließ er sich einen Stent einsetzen.

05:58 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht

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