Donnerstag, 14. März 2019Der Tag

Heute mit Michael Bauer und Friederike Zörner
22:37 Uhr

Das war Donnerstag, der 14. März 2019

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Auch heute wieder im Zentrum des Nachrichtengeschehens: London.

(Foto: picture alliance / dpa)

Ein ereignisreicher Nachrichtentag neigt sich dem Ende zu. Da lohnt sich eine kleine Rekapitulation: Die britischen Abgeordneten wollen einerseits das Volk nicht ein zweites Mal darüber abstimmen lassen, ob Großbritannien aus der EU austreten sollte. Andererseits wünscht sich eine Mehrheit der Parlamentarier bei den Verhandlungen mit der EU mehr Zeit, sprich eine Verschiebung des Brexit über den 29. März hinaus. Dazu müssen sich allerdings auch die 27 verbleibenden EU-Staaten bereit erklären. Es bleibt also spannend. Wenn Sie einen detaillierten Überblick über die Geschehnisse im Unterhaus haben wollen, empfehle ich Ihnen, unseren Liveticker nachzulesen.

Mit vier großen Buchstaben spricht unterdessen US-Präsident Donald Trump ein Machtwort. Die Abstimmung des Senats, wo sich eine Mehrheit für das Ende vom nationalen Notstand (Stichwort: Mauerbau an der Grenze zu Mexiko) ausgesprochen hatte, schmetterte er schlicht mit "VETO" ab. So ein Mittel würde sich Premierministerin Theresa May wohl auch das eine oder andere Mal wünschen.

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Diese Themen bestimmten außerdem die Schlagzeilen:

Kommen Sie gut durch die Nacht. Bis morgen.

22:22 Uhr

Begrenzung der Kanzlerschaft: AfD-Vorstoß abgelehnt

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Stephan Brandner hätte eine weitere Amtszeit von Bundeskanzlerin Merkel wohl gerne verhindert. (Archivbild)

(Foto: picture alliance/dpa)

Die AfD im Bundestag ist mit ihrer Forderung nach einer Begrenzung der Kanzlerschaft auf maximal zwei Amtszeiten auf die Ablehnung aller anderen Fraktionen gestoßen. "Ihr Ansinnen ist in Wirklichkeit, Ihre 'Merkel-muss-weg'-Parole in ein Gesetz zu gießen", sagte der Linke-Abgeordnete Niema Movassat an die Adresse der AfD. "Die AfD scheint ein echtes Trauma mit der Person Merkel zu haben. Sie sollten das bei Gelegenheit wirklich mal austherapieren lassen."

  • Dies zielte gegen den AfD-Abgeordneten Stephan Brandner, der zuvor den Vorstoß seiner Fraktion vor allem damit begründet hatte, dass Deutschland vieles erspart worden wäre, wäre Kanzlerin Angela Merkel nur vier oder acht Jahre im Amt gewesen.
  • Der CDU-Abgeordnete Philipp Amthor nannte es zwar durchaus legitim, über eine Amtszeitbegrenzung zu diskutieren. Der AfD gehe es aber nur um "tagespolitische Kleingeistigkeit" und "stillose Hetze gegen unsere Bundeskanzlerin".
22:05 Uhr

"Tagesschau"-Sprecher Hofer meldet sich aus Klinik

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Jan Hofer konnte die "Tagesschau" heute Abend nicht bis zum Ende moderieren. Zahlreiche Zuschauer machten sich Sorgen, weil sich der 69-Jährige im Verlauf der Sendung zusehends verhaspelte und nach den Wetteraussichten wortlos an den Tisch geklammert dastand.

Nun meldete sich der Chefsprecher persönlich via Twitter. Er bedankte sich für die guten Wünsche und teilte mit, dass ein medizinischer Check keine Auffälligkeiten ergeben habe. Als Grund für seine gesundheitlichen Probleme gab er an, er habe vermutlich ein Medikament nicht vertragen, das er seit kurzem wegen einer verschleppten Grippe einnehme.

21:37 Uhr

Trump droht EU im Handelsstreit

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Donald Trump (rechts) empfing Irlands Premierminister Leo Varadkar.

(Foto: picture alliance/dpa)

"Wenn sie nicht mit uns reden, dann werden wir etwas tun, was wirtschaftlich ziemlich schwerwiegend sein wird." So klingt es, wenn US-Präsident Donald Trump der Europäischen Union eine Drohung ausspricht. Hintergrund sind die potentiellen Verhandlungen über ein Handelsabkommen und die Androhung von Zöllen auf Automobile und Autoteile aus der EU.

Derzeit gastiert der irische Ministerpräsident Leo Varadkar in Washington. In seiner Anwesenheit argumentierte Trump, die Europäer hätten bereits mit Präsident Barack Obama nicht über Handel sprechen wollen. Dies ist allerdings falsch - oder wie Trump sagen würde "Fake News". Die EU und die USA hatten vor seiner Wahl das gemeinsame Freihandelsabkommen TTIP fast zu Ende verhandelt. Nach der Wahl von Trump und noch vor dessen Amtseinführung wurde es auf Eis gelegt. Die EU will nun mit Trump über ein Abkommen für Industrieprodukte verhandeln. Dies soll ihn beschwichtigen.

21:12 Uhr

Drei Raumfahrer auf dem Weg zur ISS

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Alle guten Dinge sind zwei: Die Raumfahrer Alexej Owtschinin und Nick Hague sind erfolgreich zur Internationalen Raumstation ISS aufgebrochen. Wir erinnern uns: Ihr erster Versuch Mitte Oktober war durch einen Fehlstart vereitelt worden. Damals hatte sich die Trägerrakete 119 Sekunden nach dem Start wegen technischer Probleme abgeschaltet und war abgestürzt. Die beiden konnten unverletzt zur Erde zurückkehren.

Nun hob ihre Sojus-Rakete zusammen mit der US-Amerikanerin Christina Koch planmäßig um 20.14 Uhr deutscher Zeit vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan ab. Russlands Raumfahrtbehörde Roskosmos schrieb wenige Minuten nach dem Start auf Twitter: "Flug ist normal." Die Raumfahrer sollten nach etwa sechs Stunden Flugzeit den Außenposten der Menschheit erreichen.

20:50 Uhr

Sorge um "Tagesschau"-Sprecher Jan Hofer

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Jan Hofer ließ sich ärztlich untersuchen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Zuschauer der heutigen Ausgabe der "Tagesschau" machen sich Sorgen um Nachrichtensprecher Jan Hofer. Der Chef-Moderator hatte zunächst in gewohnt souveräner Manier durch die 20-Uhr-Sendung geführt, bekam jedoch im Verlauf der Sendung zunehmend Probleme. Seine Stimme wirkte brüchig und er versprach sich mehrmals. Die eigentliche Abmoderation der Sendung, die nach dem Wetter auf die "Tagesthemen" am späten Abend hinweist, nahm Hofer nicht vor. Auf Twitter kursieren Videos des Vorfalls. Darin ist zu sehen, wie sich der 69-Jährige zur Seite gedreht am Sprechertisch festhält. Dann wurde die Sendung abrupt und mit einem schwarzen Bildschirm abgebrochen.

Update 20.55 Uhr: Inzwischen teilte der Chefredakteur ARD-aktuell, Kai Gniffke, der Deutschen Presse-Agentur mit: "Am Ende der 'Tagesschau' wurde es Jan Hofer schlecht, sodass er die Schlussmoderation nicht wie geplant lesen konnte. Möglicherweise ist ein Infekt, mit dem er kürzlich zu tun hatte, noch nicht vollständig auskuriert." Zurzeit lasse sich Hofer ärztlich untersuchen.

Update 21.08 Uhr: Wie "Tagesschau.de" mitteilt, geht es Jan Hofer inzwischen "deutlich besser".

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20:35 Uhr

Raketenalarm in Tel Aviv - Explosion zu hören

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Das israelische Abwehrsystem "Iron Dome"

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Lage ist noch unübersichtlich: Im Großraum Tel Aviv haben am Abend Alarmsirenen geheult. Es war eine Explosion zu hören. Eine israelische Armeesprecherin sagte, sie könne nur den Alarm bestätigen, aber nicht die Ursache. Einwohner hatten zuvor über die Explosion berichtet. Israelische Medien berichteten, das Abwehrsystem Iron Dome habe eine aus dem Gazastreifen abgefeuerte Rakete abgefangen. Zuletzt war es im Gaza-Krieg im Sommer 2014 zu ähnlichen Angriffen auf den Großraum Tel Aviv gekommen.

Update 20.50 Uhr: Medienberichten zufolge sollen militante Palästinenser im Gazastreifen mindestens zwei Raketen auf den Großraum Tel Aviv abgefeuert haben. Es seien mehrere Explosionen zu hören gewesen.

20:19 Uhr

"Empire"-Star Jussie Smollett plädiert auf nicht schuldig

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Jussie Smollett widersprecht vehement den Vorwürfen gegen ihn.

(Foto: AP)

Die Vorwürfe gegen ihn wiegen schwer: Jussie Smollett soll zwei Männer angeheuert haben, um einen rassistischen und homophoben Angriff auf ihn in Chicago vorzutäuschen. Er wollte damit mutmaßlich mit einem gesteigerten Bekanntheitsgrad höhere Filmgagen verhandeln. Die Polizei kam dem Schauspieler nach eigenen Angaben auf die Schliche. Der 36-Jährige muss sich nun vor Gericht verantworten. Dort beteuerte er seine Unschuld.

Eine Grand Jury im Bezirk Cook County hatte vorige Woche Anklage in 16 Punkten erhoben. Es geht dabei um falsche Angaben gegenüber den Behörden. Bei einer Verurteilung könnte Smollet eine Strafe von mehreren Jahren Gefängnis drohen. Aus Folgen der Dramaserie "Empire" wurde seine Figur inzwischen entfernt.

19:55 Uhr

US-Senat stimmt gegen Trumps Notstandserklärung

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Nach dem US-Repräsentantenhaus hat nun auch der Senat gegen den von Präsident Donald Trump ausgerufenen Notstand zur Finanzierung der Grenzmauer gestimmt. Im Senat in Washington votierten mehrere Mitglieder von Trumps Republikanischer Partei zusammen mit den oppositionellen Demokraten, sodass der Beschluss gegen Trumps Vorgehen zustande kam. Der Präsident will sich allerdings über den Beschluss beider Kongresskammern hinwegsetzen und diesen mit seinem Veto brechen, um die Notstandserklärung zur Finanzierung seiner Mauerpläne aufrechtzuerhalten.

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19:47 Uhr

Schwerer Wintersturm löst Chaos in den USA aus

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Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich bin so langsam aber sicher bereit für den Frühling. Daher schrecke ich bei Nachrichten über Wintereinbrüche und Schneefälle derzeit regelrecht hoch. Doch der Blizzard, der momentan einige Teile der USA heimsucht, ist glücklicherweise weit weg.

Im Zentrum des Landes kam es zu heftigen Schneefällen und starken Windböen, wie der US-Wetterdienst berichtete. Besonders heftig traf es Colorado, wo auf dem internationalen Flughafen von Denver Hunderte Flüge ausfielen. Auf einer Autobahn in dem Bundesstaat steckten etwa 250 Fahrzeuge mehrere Stunden lang im Schnee fest, wie der Sender CNN berichtete. Laut dem Wetterdienst fielen auf einem Bergpass im Süden von Colorado seit Dienstag bis zu 114 Zentimeter Schnee.

19:30 Uhr

Polizei gelingt Schlag gegen Drogen-Ring

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In guten Händen: sichergestellte Drogen in München.

(Foto: picture alliance/dpa)

Sie sehen unscheinbar aus. Auf den kleinen, bunten Tüten stehen harmlose Namen wie "Kräutermischung" oder "Badesalz". Doch ihr Inhalt ist mitunter tückisch: Die chemisch hergestellten Cannabis-Alternativen werden mit Trägermitteln wie Nutzhanf oder Damianakraut gemischt. Da das Mischverhältnis jedoch stark schwankt, können die Stoffe auch tödlich wirken. Chemische Kenntnisse sind zu deren Herstellung nicht erforderlich, sagt Kriminaldirektor Jörg Beyser, Dezernatsleiter für Rauschgiftdelikte am Bayerischen Landeskriminalamt. "Das könnte sogar ein Grundschüler machen."

Der bayerischen Polizei ist es in diesem Kontext gelungen, einen international tätigen Drogenhändlerring auszuheben, wie nun bekannt wurde. Die Organisation um einen 32-jährigen Münchner Drogenproduzenten hatte über mindestens 30 Internetshops "Kräutermischungen" an mehr als 20.000 Käufer in Deutschland und im Ausland verschickt. Das Ermittlungsverfahren war Innenminister Joachim Herrmann zufolge deutschlandweit das bisher größte gegen sogenannte Neue psychoaktive Stoffe (NpS).

19:06 Uhr

Pfleger baden Koma-Patientin zu heiß - Frau stirbt

Zwei Mitarbeiter eines Hamburger Intensivpflegezentrums ließen vor zwei Wochen Badewasser für eine Wachkoma-Patientin ein. Sie überprüften die Temperatur des Wassers und setzten die hilflose 47-Jährige mithilfe eines Lifts in die Badewanne. Vermutlich wegen eines technischen Defekts lief dann jedoch so viel heißes Wasser nach, dass das Wasser in der Wanne viel zu heiß wurde.

  • "Die Pflegefachkraft registrierte dies leider erst, als die eigene Hand mit dem gestützten Kopf der Bewohnerin auf die Wasseroberfläche auftraf", sagte der Geschäftsführer des Pflegezentrums, Michael Schreiner, in einer schriftlichen Stellungnahme.
  • Die Mitarbeiter hätten sofort den Notarzt gerufen. Die 47-Jährige kam mit schweren Verbrühungen in eine Spezialklinik. Am Freitag vorige Woche starb die Frau.
  • "Es laufen im Moment Ermittlungen zur Todesursache. Der Fall liegt derzeit noch beim Institut für Rechtsmedizin", sagte eine Sprecherin der Hamburger Staatsanwaltschaft. Dort werde nun eine Sektion, das ist eine gerichtlich angeordnete Obduktion, durchgeführt. Erst danach werde entschieden, ob gegen das Pflegepersonal ermittelt wird.
18:38 Uhr

Nach Pommes-Klau: Mann schmettert Möwe gegen Wand

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Auch Möwen müssen Nahrung zu sich nehmen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Als Küstenkind weiß ich, wann es klüger ist, nachzugeben: Nämlich dann, wenn eine Möwe auf Nahrungssuche ist. Und irgendwie ist es ja auch schön, wenn diese stattlichen Vögel meinen Geschmack teilen und mich wahlweise meines Fischbrötchens oder Kugeleises berauben ... Ein Mann aus dem walisischen Cardiff teilt ganz offensichtlich nicht meine friedliche Einstellung zur Natur. Bei einem Besuch in dem Ferienort Weston-super-Mare am Bristolkanal genoss er gerade eine Portion Pommes, als eine Möwe ihn anflog und ihm das Essen streitig machen wollte. In der Folge fielen einige Pommes zu Boden. So weit so gut.

Doch der 45-Jährige geriet deswegen derart in Rage, dass er das arme Tier an den Beinen fasste und gegen eine Wand schlug. Mehrere Augenzeugen mussten mit ansehen, wie die Möwe nach der brutalen Aktion im vergangenen Sommer verendete. Nun verurteilte ein Gericht den Mann wegen des Verstoßes gegen den "Wildlife and Countryside Act 1981", wie der "Independent" berichtete. Er darf nun 12 Wochen lang zwischen 20 Uhr abends und 8 Uhr morgens sein Haus nicht verlassen und muss 835 Pfund (umgerechnet rund 980 Euro) zahlen.

18:25 Uhr

Geldgeber sagen sieben Milliarden Dollar für Syrien zu

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Der Aufstand gegen Syriens Präsident Baschar al-Assad jährt sich an diesem Freitag zum achten Mal. Vor diesem Hintergrund sagten internationale Geldgeber auf einer Geberkonferenz in Brüssel nun fast sieben Milliarden Dollar zur Unterstützung syrischer Bürgerkriegsflüchtlinge zu. Das teilte der EU-Kommissar für humanitäre Hilfe, Christos Styliades, mit.

  • Die Summe liegt allerdings unter den 8,8 Milliarden Dollar, die nach UN-Angaben benötigt werden. Demnach wären 3,3 Milliarden Dollar für die Menschen in Syrien und 5,5 Milliarden Dollar für Flüchtlinge in den Nachbarländern notwendig.
  • Entwicklungsminister Gerd Müller kündigte bei der Konferenz an, dass Deutschland bis 2022 weitere 1,44 Milliarden Euro bereitstellen will. Die Bundesrepublik setze damit ein "starkes Zeichen der Solidarität", sagte der CSU-Politiker. Mit der neuen Ankündigung erhöhen sich die deutschen Hilfszusagen seit Kriegsbeginn auf 8,6 Milliarden Euro.
18:15 Uhr

Bundestag stimmt für Einschränkung von Fahrverboten

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Ausnahmen für neue Diesel-Autos, Kontrollen nur als Stichproben: Die Große Koalition will die Folgen von Fahrverboten in Städten möglichst gering halten. Eine der wichtigsten Regelungen, die der Bundestag in Berlin beschloss: Sperrungen für ältere Diesel sollen in der Regel nur in Städten mit relativ deutlicher Überschreitung der Grenzwerte für gesundheitsschädliches Stickstoffdioxid (NO2) als verhältnismäßig gelten. Die Länder sollen dem Gesetzespaket bereits an diesem Freitag im Bundesrat zustimmen.

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17:59 Uhr

FDP-Chef Lindner fordert Reisewarnung für die Türkei

"Im Umgang der Türkei mit deutschen Journalisten zeigt sich das hässliche Gesicht der islamistischen Präsidialdiktatur, die unseren europäischen Regeln und Werten nicht mehr entspricht." Mit diesen Worten plädierte FDP-Chef Christian Lindner im "Tagesspiegel" dafür, eine generelle Reisewarnung für die Türkei auszusprechen. Wenn Präsident Recep Tayyip Erdogan seine politischen Gegner schon am Flughafen festsetzen wolle, könnten sich Europäer nicht mehr frei und unbefangen bewegen, befand er.

Das Presseamt in Ankara hatte dem ZDF-Journalisten Jörg Brase sowie dem "Tagesspiegel"-Reporter Thomas Seibert und dem nicht ständig in der Türkei lebenden NDR-Reporter Halil Gülbeyaz vor Kurzem ohne Angabe von Gründen mitgeteilt, dass sie keine neue Pressekarte erhalten sollten. Brase und Seibert mussten die Türkei verlassen. Brase wurde die Pressekarte mittlerweile wieder bewilligt, Seibert nicht.

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17:31 Uhr

Junge beim Versteckspielen tödlich verletzt

Im nordrhein-westfälischen Goch hat sich am Mittwochabend ein tragischer Unfall ereignet. Ein Achtjähriger wollte sich beim Spielen mit einem gleichaltrigen Jungen zwischen Sträuchern verstecken. Er verletzte sich jedoch dabei so unglücklich am Oberschenkel, dass er verblutete. Ein Notarzt brachte ihn zwar noch in ein Krankenhaus. Dort verschlechterte sich sein Zustand aber so sehr, dass er kurz darauf starb. Nach Angaben der Polizei wurden Glasscherben, abgebrochene Äste und Blutspuren am Ort des Unglücks entdeckt. Unklar ist noch, was genau die Verletzung verursachte. Das soll eine für Freitag geplante Obduktion klären.

17:11 Uhr

Aserbaidschan-Affäre: CDU-Politikerin muss zahlen

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Karin Strenz (rechts) sitzt wie Bundeskanzlerin Angela Merkel auch als Abgeordnete für Mecklenburg-Vorpommern im Bundestag.

(Foto: picture alliance / Jens Büttner/)

Über eine deutsche Firma soll die CDU-Bundestagsabgeordnete Karin Strenz vor einigen Jahren Geld und mutmaßlich andere Gegenleistungen aus Aserbaidschan erhalten haben. Diesen Interessenkonflikt legte die Politikerin dem Europarat nicht offen, für den sie als Wahlbeobachterin in das autoritäre Regime reiste. Wegen des Vorgangs erhielt sie ein lebenslanges Hausverbot von der Parlamentarischen Versammlung des Europarats in Straßburg. Und auch der Bundestag rügte die Abgeordnete aus Mecklenburg-Vorpommern im Januar offiziell, weil sie in diesem Zusammenhang Nebeneinkünfte nicht rechtzeitig angezeigt hatte.

Nun verhängte die Verwaltung des deutschen Parlaments überdies ein Ordnungsgeld in Höhe von zwei Monatsdiäten - knapp 20.000 Euro - wegen Verstößen gegen die Verhaltensregeln. Strenz selbst dementierte die Vorwürfe bislang vehement.

16:36 Uhr

99-jährige Raucherin verbrennt auf Balkon

Wenige Tage vor ihrem 100. Geburtstag ist eine Frau beim Rauchen auf dem Balkon ihres Altenheims in Erding nahe München bei lebendigem Leib verbrannt. Die als starke Raucherin geltende 99-Jährige wurde vom Personal - wie auch in früheren Fällen - zum Rauchen auf den Balkon gebracht, sagte ein Sprecher der Polizei. Aus ungeklärter Ursache habe sich vermutlich durch die Zigarette ihre Kleidung entzündet. Ein Zeuge entdeckte die brennende Seniorin und alarmierte die Feuerwehr. Doch erste Rettungsversuche eines Hausmeisters und dann der Feuerwehr kamen zu spät.

16:15 Uhr

Unbekannte greifen Bus mit AfD-Mitgliedern an

Eine private Reisegruppe von 17 AfD-Mitgliedern wollte eigentlich heute Früh vom Berliner Ostbahnhof aus nach Ungarn aufbrechen. Doch ihr Reisebus wurde von mehreren Unbekannten an der Weiterfahrt gehindert. Nach Angaben der Polizei wurde das Gefährt mit Steinen, Farbbeuteln und Feuerwerkskörpern beworfen. Dabei seien Scheiben zerstört worden. Verletzt wurde niemand. Ein politisches Motiv sei nicht auszuschließen, weswegen der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen habe. Die Berliner AfD teilte mit, sechs bis zehn Maskierte hätten den Bus angegriffen.

15:44 Uhr

Lidl ruft Rohmilchkäse wegen Verdachts auf Bakterien zurück

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So sieht der Käse aus.

(Foto: Lidl)

Käseliebhaber aufgepasst: Weil er mit Kolibakterien belastet sein soll, ruft der Lebensmittel-Discounter Lidl einen Rohmilchkäse der Marke Morbier zurück. Laut einer Mitteilung geht es um das Produkt "Morbier AOP mit Rohmilch hergestellt, 250g", sofern es das Mindesthaltbarkeitsdatum 17.03.2019, die Losnummer 042 und das Identitätskennzeichen FR 25-155-001 CE des französischen Herstellers SA Perrin Vermot trägt. Es wurde mit Ausnahme von Bremen, Hamburg, dem Saarland und Schleswig-Holstein in allen Bundesländern verkauft. Bei einer Untersuchung seien sogenannte E.-coli-Bakterien nachgewiesen worden, die - auch schwere - Durchfallerkrankungen auslösen könnten. Wenn Sie den Käse gekauft haben, sollten Sie ihn keinesfalls essen, sondern bei Lidl zurückgeben.

15:18 Uhr

Storchennest brennt - halbes Dorf hat keinen Strom

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Die Aussicht war bestimmt gut, doch der Nistplatz an sich war nicht so gut von den Störchen ausgewählt.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die gute Nachricht zuerst: Weder Mensch noch Tier sind bei dem Brand eines Storchennestes und den anschließenden Löscharbeiten zu Schaden gekommen. Was war geschehen? Vermutlich ein Kurzschluss setzte am Mittwochabend das auf einem Leitungsmast errichtete Nest in Brand. Die eingesetzten Feuerwehrleute beschädigten dann beim Löschen des Nestes eine Stromleitung. Daraufhin hatten fünf Straßenzüge von Theisbergstegen bei Kaiserslautern kein Strom. Das halbe Dorf saß für drei Stunden im Dunkeln.

Durch das Feuer fielen geschmorte Teile der Stromleitung auf ein Garagendach, die kurz darauf gelöscht wurden und keinen größeren Schaden verursachten. Das Nest war zum Zeitpunkt des Brandes unbewohnt. Die Einsatzkräfte fanden keine verletzten Tiere. Laut Polizei flog allerdings während der Löscharbeiten ein Storch über den Brandort und sah nach dem Rechten.

14:52 Uhr

Atomcode? Französischer Generalstab irritiert mit Tweet

Ein neues covfefe oder doch einfach mausgerutscht? Der französische Generalstab hat die Twitter-Gemeinde mit einem kryptischen Tweet, der eine scheinbar wahllose Aneinanderreihung von Zahlen und Buchstaben enthält, belustigt. Twitternutzer witzelten, dass es sich dabei möglicherweise um den Atomcode oder das Wlan-Passwort des Generalstabs handele.

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Doch weit gefehlt: "Dieser Tweet kündigt die bevorstehende Durchführung einer Cyberabwehr-Übung an", teilte ein Sprecher mit. Der Tweet sei absichtlich verschlüsselt. Entschlüsselt steht dort: "Lancement de la séquence d'initialisation. Programme Defnet. Processing." Der Generalstab organisiert jedes Jahr eine solche Übung, um sich für einen möglichen Cyberangriff zu rüsten. Sie trägt den Namen Defnet.

14:26 Uhr

Tausende Passagiere von Warnstreik in Hamburg betroffen

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All diejenigen, die dem besagten Regenwetter in weiten Teilen Deutschlands entfliehen wollen, haben derzeit schlechte Karten: Denn am Hamburger Flughafen wird seit 12.30 Uhr gestreikt. Zur Arbeitsniederlegung rief die Gewerkschaft Verdi die rund 1000 Beschäftigten der Gepäck- und Flugzeugabfertigung auf. Bis zum frühen Nachmittag sind dadurch bereits 48 Flüge ausgefallen - jeweils zur Hälfte an- und abgehende Maschinen. Dadurch seien bereits Tausende Passagiere betroffen, sagte eine Flughafen-Sprecherin.

Der Warnstreik mitten in den Hamburger Ferien sei völlig verantwortungslos und sozial zutiefst ungerecht, sagte der Geschäftsführer der HAM Ground Handling, Christian Noack. "Verdi trifft damit vor allem die jetzt reisenden Familien."

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14:00 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser, mein Kollege Michael Bauer hat sich in den Feierabend verabschiedet. Angesichts des Schietwetters draußen bin ich froh, nun im warmen Büro zu sitzen und Sie mit Nachrichten aus aller Welt versorgen zu dürfen - außer in Bezug auf den Brexit. Wenn Sie sich für die anstehende Abstimmung im Londoner Unterhaus und alles drum herum interessieren, empfehle ich Ihnen unseren Liveticker. Mein Name ist Friederike Zörner. Bei Fragen und Anregungen erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]nama.de.

13:52 Uhr

Nasa: Frau soll erste Schritte auf dem Mars machen

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Faszination Mars

(Foto: imago/blickwinkel)

Auf dem roten Planeten zu wandern, ist eines der großen Ziele der US-Raumfahrtbehörde Nasa. Bislang haben lediglich Männer einen Fuß auf den Mond gesetzt, beim Mars soll sich das ändern. "Es ist wahr, dass die erste Person auf dem Mars wahrscheinlich eine Frau sein wird", sagte Nasa-Chef Jim Bridenstein "Science Friday". Wie weit in der Zukunft dieses Ereignis liegt, lässt sich aber noch nicht sagen. Zuerst solle aber die erste Frau den Mond betreten.

Eine kleine Premiere feiert die Nasa dann doch noch in diesem Monat: Die Astronautinnen Anne McClaine und Christina Koch werden am 29. März zusammen einen rein weiblichen Allspaziergang abliefern.

13:33 Uhr

Wo die Gender-Gehaltslücke besonders groß ist

Die Gehaltslücke zwischen Männern und Frauen ist in Süddeutschland besonders groß. Laut einer aktuellen Auswertung der Hans-Böckler-Stiftung verdienen weibliche Arbeitnehmer in Baden-Württemberg durchschnittlich 22,7 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. In Brandenburg betrage der Abstand dagegen 14,9 Prozent. Für Gesamtdeutschland beträgt der Unterschied demnach 21 Prozent

  • Der Unterschied lasse sich dadurch erklären, dass das Verarbeitende Gewerbe in Süddeutschland besonders stark verankert sei. Dass die Gehaltslücke im Osten kleiner ausfällt, liege nicht an besonders guten Löhnen für Frauen. Vielmehr verdienten Männer in Ostdeutschland deutlich schlechter als im Westen.
  • Für die Studie zum Eqal Pay Day kommende Woche wertete das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut der Hans-Böckler-Stiftung die Angaben von rund 300.000 Beschäftigten aus. Die Umfrage ist nicht repräsentativ. Aufgrund der hohen Fallzahlen liefert sie demnach aber detaillierte Einblicke in die tatsächlich gezahlten Entgelte.
13:41 Uhr

Sanierung der "Gorch Fock" soll weitergehen

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen will den Zahlungsstopp für die Sanierung des Segelschulschiffs "Gorch Fock" aufheben. Ziel sei es, am Montag wieder mit den Arbeiten zu beginnen, sagte die CDU-Politikerin nach Gesprächen ihres Ministeriums mit der neuen Führung der Elsflether Werft. Der grundsätzlichen Einigung über die Aufhebung des Zahlungsstopps müssen formal noch die am Insolvenzverfahren Beteiligten zustimmen.

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13:03 Uhr

Mafia-Boss Frank Cali in New York erschossen

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"Frank" Cali

(Foto: picture-alliance/ dpa)

Der Mafia-Boss Francesco "Frank" Cali ist vor seinem Haus auf Staten Island in New York erschossen worden. Der 53-Jährige wurde am Mittwochabend von sechs Kugeln getroffen, wie die Polizei meldete. Festnahmen gebe es bislang nicht, berichtete der Sender CNN.

Cali ist der erste ermordete New Yorker Gangster-Boss in mehr als drei Jahrzehnten. Er galt demnach als derzeitiger Chef des berüchtigten Gambino-Clans, der lange als größtes Verbrechersyndikat der USA angesehen wurde. In den 1990er-Jahren kamen mehrere seiner Mitglieder jedoch hinter Gitter.

Angeführt wurde die Familie einst von John Gotti Sr., der von vielen als zweiter Al Capone angesehen wurde. Er war 1992 wegen Mordes und krimineller Geschäfte verurteilt worden und starb 2002 mit 61 Jahren im Gefängnis an Krebs. Gottis Leben wurde mit John Travolta in der Hauptrolle verfilmt; "Gotti" kam im Sommer 2018 ins Kino.

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12:46 Uhr

Dieb flüchtet mit elektrischem Rollstuhl vor Polizei

Mit einem elektrischen Rollstuhl ist ein Dieb nahe Karlsruhe vor der Polizei geflüchtet. Wie kommt man auf diese am Ende erfolglose Idee: natürlich wenn man sich im Vollrausch befindet. Der 21-Jährige wurde in Remchingen von einem Hausbewohner dabei beobachtet, wie er ein Fahrrad stehlen wollte. Als er den jungen Mann darauf ansprach, flüchtete der 21-Jährige ohne Beute.

Eine Polizeistreife entdeckte wenig später einen Mann im Rollstuhl, auf den die Täterbeschreibung passte. Es stellte sich heraus, dass es der 21-Jährige war, der mit dem elektrischen Rollstuhl seines Vaters unterwegs war. Der junge Mann hat keine körperliche Einschränkung und war mit 1,3 Promille merklich alkoholisiert.

12:19 Uhr

So viel geben die Deutschen für Süßigkeiten aus

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Erschlagende Auswahl an Süßwaren im Supermarkt - Widerstehen können die Deutschen aber nicht.

(Foto: imago/Geisser)

Und wir bleiben bei einer süßen Meldung. So richtig gesund sind Süßigkeiten natürlich nicht, aber lecker. Und der Durchschnittsdeutsche lässt sich die süße Versuchung im Jahr fast 100 Euro kosten. Im Schnitt hat jeder Verbraucher in Deutschland im vergangenen Jahr fast 31 Kilogramm Süßigkeiten im Wert von 97,05 Euro gekauft. Das zwar nur ein Plus von 0,1 Prozent zum Vorjahr, da die Menge aber gleich geblieben ist, bedeutet das: Süßwaren sind etwas teurer geworden.  

Am beliebtesten seien bei den deutschen Verbrauchern Produkte aus Schokolade gewesen - fast 9 Kilogramm habe eine Person im Durchschnitt im vergangenen Jahr gegessen. Dahinter folgten feine Backwaren wie Kekse (rund 7,6 Kilogramm) und Zuckerwaren (etwa 5,3 Kilogramm), also etwa Dragees, Bonbons oder Gummibären. Am stärksten zugelegt habe 2018 wegen des langen und heißen Sommers das Speiseeis: Mehr als 4,2 Kilogramm habe jeder Deutsche im Schnitt gegessen, gut 14 Prozent mehr als im Vorjahr.

11:46 Uhr

Mann will Schildkröten als Schokolade schmuggeln

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Falsche Schokoturtles

(Foto: Zoll Berlin)

Ein Mann hat am Berliner Flughafen Schönefeld versucht, drei lebende Schildkröten durch den Zoll zu schmuggeln.

  • Die Beamten fanden im Gepäck des 69-Jährigen eine Verpackung mit seltsamem Inhalt, wie das Hauptzollamt Potsdam mitteilte. Der Mann gab an, dass sich darin Schokolade befinde.
  • Die Süßigkeiten entpuppten sich beim Öffnen allerdings als drei lebende marokkanische Landschildkröten. Die Tiere sind artenrechtlich geschützt und wurden daher beschlagnahmt und an den Grenzveterinär übergeben.
  • Den 69-Jährigen erwartet nun ein Verfahren. Ihm droht nach Angaben des Zolls ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro oder eine Haftstrafe von bis zu fünf Jahren.
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Die angeblichen Süßwaren entpuppten sich als geschützte Art.

(Foto: Zoll Berlin)

 

11:22 Uhr

Konkurrenz für Trump: O'Rourke will US-Präsident werden

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Beto O'Rourke

(Foto: imago/UPI Photo)

Für eine weitere Amtszeit muss sich Donald Trump wohl richtig strecken. Die Demokraten stellen für das kommende Jahr ein breites und starkes Bewerberfeld um das Amt des US-Präsidenten. Der frühere Kongressabgeordnete Beto O'Rourke bewirbt sich nun ebenfalls darum. Er gab seine Bewerbung für die Präsidentenwahl 2020 offiziell bekannt. Der 46-Jährige gilt als ein Hoffnungsträger seiner Partei in der Auseinandersetzung mit US-Präsident Donald Trump.

O'Rourke wurde als Herausforderer des republikanischen Senators Ted Cruz bei den Kongresswahlen im vergangenen Jahr bekannt. Um die Nominierung der Demokraten wollen sich eine Reihe von Politikern bewerben, darunter die Senatoren Cory Booker (New Jersey), Kamala Harris (Kalifornien), Kirsten Gillibrand (New York), Amy Klobuchar (Minnesota) und Elizabeth Warren (Massachusetts) sowie der parteilose Senator Bernie Sanders.

11:00 Uhr

Greta Thunberg für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen

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Greta Thunberg ist das Gesicht der "Fridays for Future"-Bewegung.

(Foto: www.imago-images.de)

In Schweden wurde die 16-jährige Greta Thunberg bereits zur Frau des Jahres gekürt, nun könnte die Klimaaktivistin eine weitaus größere Ehre zuteilwerden. Denn Thunberg ist für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen worden. Dabei kommt der Vorschlag aus dem Nachbarland.

  • Der norwegische Abgeordnete Freddy Andre Östvegard hatte den Vorschlag offiziell eingereicht. Damit könnte die 16-jährige Schülerin noch in diesem Jahr ausgezeichnet werden.
  • Mit ihrem Klimastreik habe Thunberg eine "Massenbewegung" gestartet, die er als einen wichtigen Beitrag zum Frieden betrachte, sagte Östvegard, der für die sozialistische Linke im norwegischen Parlament sitzt. "Wenn wir nichts tun, um den Klimawandel zu stoppen, wird er für Kriege, Konflikte und weitere Flüchtlinge sorgen."
  • Thunberg bleibt seit dem Sommer jeden Freitag der Schule fern und demonstriert vor dem Parlament in Stockholm für den Kampf gegen den Klimawandel.
10:42 Uhr

Bundestag beschließt Gesetz für schnellere Arzttermine

Lange Wartezeiten auf einen Arzttermin bei Kassenpatienten sollen nun ein Ende haben. Darauf zielt ein Gesetz der Großen Koalition, das der Bundestag gegen die Stimmen der Opposition beschlossen hat.

  • Gesundheitsminister Jens Spahn sagte, die Neuregelungen sollten den Alltag für Millionen Menschen konkret verbessern. Wochenlange Wartezeiten gerade im Vergleich zu Privatpatienten seien ein Aufregerthema.
  • Für Ärzte, die zusätzliche Patienten aufnehmen, solle daher künftig auch gelten: "Wer mehr behandelt, soll auch entsprechend besser vergütet werden." Die Pläne sehen unter anderem vor, dass Praxisärzte mindestens 25 statt 20 Stunden in der Woche für gesetzlich Versicherte anbieten müssen.
  • Augenärzte, Frauenärzte und Hals-Nasen-Ohren-Ärzte müssen mindestens fünf Stunden pro Woche als offene Sprechstunde ohne feste Terminvergaben anbieten.

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10:22 Uhr

Flüchtling aus Eritrea gewinnt israelische Lotterie

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(Foto: imago/photothek)

Ein Flüchtling aus Eritrea kann sich in Israel über einen Lotto-Millionengewinn freuen. Der Mann hatte in einem Kiosk im Süden von Tel Aviv ein Rubbellos gekauft - das Gewinnfeld zeigte eine Million Schekel, umgerechnet rund 250.000 Euro. "Er war völlig sprachlos", erzählte der Verkäufer Michael Galilov dem Sender Keschet. Auf Videobildern ist zu sehen, wie der Glückspilz die Angestellten umarmte.

Israel hat Pläne zur Abschiebung von knapp 40.000 afrikanischen Flüchtlingen im vergangenen Jahr vorerst auf Eis gelegt. Das Land stuft die Afrikaner, von denen die meisten aus dem Sudan und Eritrea stammen, als illegale Einwanderer ein. Asylanträge wurden nur in Ausnahmefällen gebilligt.

09:49 Uhr

Herrchen rettet Hund aus brennendem Haus

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Der beste Freund des Menschen ist bekanntermaßen der Hund. Auch Jose Guzman aus Pala in Kalifornien würde alles für sein Haustier Gabbana tun. Unter Beweis gestellt hat er das, indem er seinen Hund aus seinem brennenden Haus rettete - und zwar bevor die Feuerwehr eingreifen konnte.

Das in Flammen stehende Haus wurde gerade von den Feuerwehrmännern gelöscht, als Guzman ins Feuer rannte. Alle Aufforderungen nicht ins mögliche Verderben zu stürzen, konnten ihn nicht aufhalten. Wenige Sekunden später kam er mit Gabbana, der sich im Bad versteckt hatte, wieder heraus. Guzman erlitt bei der Rettungsaktion Verbrennungen an beiden Armen, der Hund an den Pfoten.

09:18 Uhr

Coca-Cola enthüllt Menge der Plastikproduktion

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(Foto: imago/localpic)

Zum ersten Mal überhaupt hat der Coca-Cola-Konzern mitgeteilt, wie viel Plastik das Unternehmen im Jahr produziert. Es sind erschreckende drei Millionen Tonnen, berichtet der "Guardian". Das würde einer Produktion von 200.000 Flaschen pro Minute entsprechen, aufs Jahr bezogen 108 Milliarden Flaschen. Die tatsächliche Produktionsmenge ist jedoch geheim.

Coca-Cola gehört zu den 31 Unternehmen, die Aufschluss über ihre Plastikproduktion gegeben haben. Mars, Nestlé oder Danone hatten die Zahlen bereits vorgelegt. Zusammen kommen die Konzerne auf acht Millionen Tonnen Plastik. Sie haben sich alle der Ellen MacArthur Foundation verschrieben, um Plastikabfälle zu reduzieren.

08:41 Uhr

Tornado in der Eifel: Verletztenzahl gestiegen

Bei dem Tornado in der Eifel-Gemeinde Roetgen sind mehr Menschen verletzt worden als zunächst angenommen. "Fünf Menschen sind leicht verletzt worden, vier von ihnen wurden im Krankenhaus behandelt", sagte ein Feuerwehrsprecher. Außerdem wurden nach Angaben der Feuerwehr bis zu 40 Häuser beschädigt, zehn davon seien derzeit unbewohnbar. Zunächst war von 30 betroffenen Häusern die Rede gewesen.

Am Vormittag setzen 350 Einsatzkräfte die Aufräum- und Reparaturarbeiten fort. "Das ganze Ausmaß der Schäden wird jetzt erst deutlich. Aber hier hat jeder Roetgener geholfen, das war wirklich toll", sagte der Feuerwehrsprecher weiter. Viele Bewohner der beschädigten Häuser seien bei Bekannten untergekommen.

08:12 Uhr

Frau will Hund einfangen und wird von Zug erfasst

Als sie ihren Hund einfangen wollte, ist eine Frau in Bayern von einem Zug erfasst und getötet worden. Die 53 Jahre alte Frau wartete mit ihrem Hund vor einer geschlossenen Schranke an einem Bahnübergang in Garmisch-Partenkirchen, wie die Polizei mitteilte. Als ihr Hund dann plötzlich auf die Gleise lief, eilte die Frau hinterher. Dabei wurde sie von einem Zug erfasst. Sie starb noch am Unfallort. Auch der Hund überlebte den Unfall nicht. Die Bahnstrecke blieb nach Angaben der Deutschen Bahn mehr als drei Stunden lang gesperrt.

07:40 Uhr

US-Bestechungsskandal: Lori Loughlin in Gewahrsam

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In Deutschland kennt man Lori Loughlin aus der Serie "Full House".

(Foto: imago images / Runway Manhattan)

Nun muss sich auch Lori Loughlin den Anschuldigungen der Bestechung stellen. Nachdem die Schauspielerin nach einem Nachtflug aus Kanada in Los Angeles gelandet war, wurde sie in Gewahrsam genommen. Das bestätigte ein Vertreter der US-Anwaltskanzlei Central District dem US-Magazin "People". Am Mittag soll die 54-Jährige dann angeblich vor Gericht erscheinen.

Insgesamt sollen 46 Personen in den Skandal involviert sein. Loughlin und "Desperate Housewives"-Star Felicity Huffman sind zwei von ihnen. Den Frauen wird vorgeworfen, die Studienplätze ihrer Kinder illegal erworben zu haben.

Update: Mittlerweile ist Loughlin wieder auf freienm Fuß. Die Schauspielerin hat eine Kaution in Höhe von einer Million US-Dollar hinterlegt. Sie darf die USA und Kanada aber nicht verlassen.

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07:08 Uhr

Axtwurf wird in den USA zum Kneipensport

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Bierchen, Nachos, Wurfaxt - der perfekte Kneipenbesuch für einen US-Amerikaner.

(Foto: picture alliance/dpa)

Das Wochenende naht. Was haben Sie so vor? Vielleicht das Tanzbein oder gar die Axt schwingen? Diese Frage stellt sich immer mehr US-Amerikanern, denn landesweit öffnen immer mehr Kneipen, die statt zum Dart oder Bowling zum Axtwurf laden.

  • Nach einer Sicherheits-Einweisung bekommen Gäste wie beim Bowling eine eigene Bahn sowie Handäxte, die sie auf hölzerne Zielscheiben schleudern müssen. Meist bleibt ein Mitarbeiter durchgehend in der Nähe und gibt Tipps.
  • Der Trend begann dem Magazin "Forbes" zufolge 2011 im kanadischen Toronto und verbreitete sich von dort rasch in den USA. "Jeder kann eine Axt werfen", schreibt das Unternehmen Bury the Hatchet, das in den USA bereits etwa ein Dutzend Filialen betreibt.
  • Die meisten Menschen hätten bei ihrem ersten Besuch noch nie eine Axt geworfen und würden gegen Ende ins Schwarze treffen. Der Freizeitsport eigne sich für Firmenausflüge oder für ein romantisches Date, um "den inneren Holzfäller zu wecken".

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07:05 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser,

auch auf die Gefahr hin, dass das jetzt wie eine Wiederholung der vergangenen beiden Tage klingt: Das britische Parlament wird auch heute wieder über den Brexit abstimmen. Und zwar, ob es eine Verschiebung des Austrittsdatums geben wird. Nach dem Willen von Premierministerin Theresa May sollen sich die Parlamentarier zwischen einer kurzen und einer langen Verschiebung des EU-Austritts entscheiden. Gestern konnte sich das Parlament immerhin - erneut - festlegen, dass ein harter Brexit vermieden werden soll.

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Schon Asterix hatte sich über die Briten gewundert: "Die trinken Wasser! Heißes Wasser mit Milch! Diese Barbaren!" Für Verwirrung sorgen auch die Abstimmungen zum Brexit.

(Foto: imago stock&people)

Und das wird heute sonst noch wichtig:

  • Der Bundestag will Regelungen zu Diesel-Fahrverboten beschließen. Dabei geht es darum, Ausnahmen für Handwerker, Müllabfuhr, Feuerwehr und neue Autos festzulegen.
  • Der Bundestag soll ebenso ein Gesetz beschließen, das Kassenpatienten zu schnelleren Terminen verhelfen soll. Die Pläne von Gesundheitsminister Jens Spahn sehen unter anderem vor, dass Praxisärzte mindestens 25 statt 20 Stunden in der Woche für gesetzlich Versicherte anbieten müssen.
  • Angesichts der sich eintrübenden Konjunktur wollen die Spitzen der schwarz-roten Koalition über die Eckpunkte für den Haushaltsentwurf 2020 beraten. Streit bahnt sich vor allem um den Wehretat an.
  • Vertreter von mehr als 80 Staaten und Organisationen wollen in Brüssel über neue Hilfen für das Bürgerkriegsland Syrien beraten.
  • Die schwächelnde VW-Tochter Audi präsentiert um 10 Uhr in Ingolstadt ihre Jahresbilanz und ihre neuen Sparpläne.
  • Fünf Monate nach einem dramatischen Fehlstart sollen die beiden Raumfahrer Alexej Owtschinin und Nick Hague nun um 21.14 Uhr MEZ zur Internationalen Raumstation ISS fliegen.
  • Ohne den gesperrten Trainer Adi Hütter und den verletzten Stürmer Ante Rebic will Eintracht Frankfurt um 21 Uhr im Rückspiel bei Inter Mailand das Viertelfinale der Europa League erreichen. Das Hinspiel ging 0:0 aus.

Es steht also eine Menge auf dem Programm. Alle weiteren wichtigen und wissenswerten Meldungen liefert Ihnen natürlich "Der Tag". Bei Fragen oder Anregungen schreiben Sie mir doch einfach eine E-Mail. Mein Name ist Michael Bauer, starten Sie gut in den Donnerstag.

 

06:55 Uhr

Formel-1-Renndirektor Charlie Whiting ist tot

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Charlie Whiting

(Foto: www.imago-images.de)

Die Formel 1 betrauert kurz vor dem Start in die neue Saison den plötzlichen Tod ihres langjährigen Renndirektors. Charlie Whiting erlag in Melbourne im Alter von 66 Jahren einer Lungenembolie, teilte der Motorsport-Weltverband FIA mit. Am Sonntag wird mit dem Großen Preis von Australien im Albert Park die Saison der Königsklasse eröffnet.

Mehr dazu lesen Sie hier.

06:46 Uhr

Erst kühler Dauerregen, dann wird es milder

Die schier endlose Reihe der Tiefdruckgebiete will auch heute noch nicht abreißen. Denn Tief "Franz" ist noch gar nicht ganz abgezogen, da überqueren uns heute die Ausläufer von Tief "Gebhard". Damit breitet sich von West nach Ost teils ergiebiger Dauerregen aus, der im Bergland oberhalb von 500 bis 1000 Metern in Schnee übergeht. Außerdem gesellt sich zum trüb-nassen Wetter auch weiterhin ein teilweise starker bis stürmischer Westwind, der dafür sorgt, dass sich die Höchstwerte von 3 bis 10 Grad nochmals kälter und ungemütlicher anfühlen. Am heftigsten bläst es auf den Gipfeln von Schwarzwald und Alpen mit Orkanböen.

Somit kann es eigentlich nur besser werden. Und das wird es auch. Zwar bringt der Freitag noch viele Wolken, Regen und Wind. Aber bei 7 bis 14 Grad wird es immerhin schon mal etwas milder. Am Wochenende kann sich dann vor allem der Süden auf die Frühlingssonne bei bis zu 18 Grad freuen. Und auch im übrigen Land bestehen mehr Chancen auf ein paar Sonnenstrahlen und weniger Regen.

Ihr Björn Alexander

06:39 Uhr

"Stromkrieg" in Venezuela beendet

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Caracas bei Nacht

(Foto: www.imago-images.de)

Nach einer knapp einwöchigen Unterbrechung ist die Stromversorgung in Venezuela Regierungsangaben zufolge landesweit wiederhergestellt. Die Stromversorgung funktioniere wieder zu "100 Prozent", sagte der venezolanische Kommunikationsminister Jorge Rodriguez im Fernsehen. Dies gelte für "praktisch das ganze Land", fügte Rodriguez hinzu.

Maduro sprach im Staatsfernsehen von einem "Sieg im Stromkrieg" mit den USA. Der Linksnationalist hatte den USA und der Opposition wiederholt vorgeworfen, hinter der massiven Panne zu stecken. Maduros Gegenspieler, der selbsternannte Übergangspräsident Juan Guaidó, hatte dagegen zu Protesten gegen die Regierung wegen des Stromausfalls aufgerufen.

Venezuela war seit Donnerstag vergangener Woche von einem massiven Stromausfall betroffen. Die Regierung hatte die Schule ausfallen lassen und die Arbeit der öffentlichen Verwaltung eingestellt. Nahezu das ganze Land kam zum Erliegen. Seit Montagabend verfügen immer mehr Teile des Landes wieder über Strom.

06:06 Uhr

Hippie wehrt Bogen-Angriff mit Smartphone ab

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Handy und Pfeil. Eine seltene Kombination. Aber in diesem Fall lebensrettend.

(Foto: picture alliance/dpa)

Streit unter Nachbarn. In Australien fiel der leicht mittelalterlich aus, die Rettung war dann sehr modern. Mit seinem Smartphone hat ein 43-Jähriger einen Pfeil abgewehrt, den ein Nachbar auf ihn geschossen hatte. Die beiden Männer waren in der Hippie-Gemeinde Nimbin an der australischen Ostküste aneinandergeraten, wie die Polizei mitteilte. Plötzlich ging der Jüngere mit Pfeil und Bogen auf den anderen los.

Der 43-Jährige wollte die Szene mit seinem Smartphone fotografieren, als der Angreifer auch schon einen Pfeil auf ihn abfeuerte. Das Geschoss durchbohrte das Handy, blieb aber stecken. Nur die Spitze kam durch. So kam der Mann mit einer Kratzwunde am Kinn davon. Der Angreifer wurde festgenommen, kam gegen Kaution aber frei. Nächsten Monat soll er vor Gericht kommen.

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