Donnerstag, 02. Januar 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
22:33 Uhr

Das war Donnerstag, der 2. Januar 2020

Liebe Leserinnen und Leser,

den ersten Arbeitstag des Jahres haben wir nun erfolgreich überstanden und bewegen uns jetzt schon rasant in Richtung Wochenende.

Was war denn heute alles wichtig?

  • Nach dem verheerenden Brand im Affenhaus des Krefelder Zoos melden sich die mutmaßlichen Verursacher - Mutter und ihre Töchter - selbst bei der Polizei. Welche Strafe den Frauen droht, erfahren Sie hier.
  • Der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Marcel Fratzscher, behauptet im ntv Frühstart, ein Wahlsieg Donald Trumps wäre eine katastrophe für die Weltwirtschaft. Warum, lesen Sie hier.
  • Das türkische Parlament macht den Weg für ein militärisches Eingreifen Ankaras im Libyen-Konflikt frei.
  • Bürger und Gemeinden sollen künftig für Windräder in ihrer Umgebung belohnt werden, um die Akzeptanz für Windparks zu steigern. Wie genau das aussieht, soll eine Arbeitsgruppe bis Ende März erarbeiten. Nach dem Willen der SPD sollen die Anwohner direkt profitieren.

Damit verabschiede ich mich in den Feierabend und wünsche Ihnen eine gute Nacht. Bis morgen!

22:10 Uhr

Marmorstück fällt in Vatikanischen Museen herab - Frau unter Schock

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Die Vatikanischen Museen gehören zu den meistbesuchten der Welt.

(Foto: picture-alliance/ ZB)

Weil ein Stück Marmor von der Decke gefallen ist, hat eine Touristin in den Vatikanischen Museen in Rom eine Panikattacke bekommen. Die Frau aus den USA habe den Terroranschlag vom 11. September 2001 in New York überlebt und habe deshalb einen Schock erlitten, berichteten die italienischen Nachrichtenagenturen Ansa und Adnkronos unter Berufung auf die Einsatzkräfte. Der Marmor habe sich im Eingang des Museens gelöst. Niemand sei verletzt worden.

21:49 Uhr

USA verbieten Verkauf vieler aromatisierter E-Zigaretten

Die US-Regierung will den Verkauf von E-Zigaretten mit Geschmacksrichtungen beschränken, die besonders Jugendliche ansprechen. Die Aufsichtsbehörde FDA (Food and Drug Administration) teilte mit, nach dem Ablauf von 30 Tagen seien solche Geschmacksrichtungen, wie etwa Frucht oder Minze, nicht mehr erlaubt.

  • Die Geschmacksrichtungen Tabak und Menthol sind von der Beschränkung nicht betroffen, ebenso wenig andere Modelle wie E-Zigaretten mit kleinen Tanks, die selbst befüllt werden können.
  •  Zur Begründung hieß es, man sei darum bemüht, gegen die zunehmende E-Zigaretten-Nutzung unter Jugendlichen vorzugehen und zugleich erwachsenen Nutzern Rechnung zu tragen, die mit E-Zigaretten von herkömmlichen Tabakprodukten loskommen wollten.
  • Erst kürzlich hatten die USA das Mindestalter zum Kauf von Tabakprodukten und E-Zigaretten von 18 auf 21 Jahre angehoben.
21:19 Uhr

Rollstuhlfahrer stirbt beim Rauchen auf dem Balkon

Bei einem tragischen Unglück in einem Alten- und Pflegeheim im niedersächsischen Soltau ist ein 65-jähriger Mann ums Leben gekommen. Der im Rollstuhl sitzende Bewohner hatte auf einem Balkon des Gebäudes geraucht. Dabei fing seine Kleidung Feuer.

Der Mann erlag noch am Brandort seinen Verletzungen. Hinweise auf ein Fremdverschulden hatte die Polizei nach ersten Ermittlungen nicht.

20:55 Uhr

Katalanische Separatisten ermöglichen Wiederwahl von Sánchez

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Nun steht Pedro Sánchez vor seiner Wiederwahl als Spaniens Regierungschef.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die katalanische Partei Esquerra Republicana de Catalunya (ERC) hat den Weg für eine Wiederwahl des spanischen Regierungschefs Pedro Sánchez frei gemacht. Der Parteivertreter Pere Aragonès gab nach einem Spitzentreffen bekannt, dass sich die 13 ERC-Abgeordneten bei der Abstimmung im Parlament in Madrid enthalten werden. Damit gilt die Wiederwahl des Sozialisten Sánchez, der eine Koalition mit der linksgerichteten Partei Podemos vereinbart hat, als gesichert.

20:20 Uhr

Sachsens Justizministerin erklärt ihre Punk-Vergangenheit

Sachsens grüne Justizministerin Katja Meier hat sich nach Kritik an einem gewaltverherrlichenden Liedtext ihrer ehemaligen Punkband gerechtfertigt.

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Katja Meier

Nicht alle Texte, zu denen ich mit 16 Jahren Bass gespielt habe, teile ich über 20 Jahre später inhaltlich

(Foto: imago images / photothek)
  • "Ich habe immer gesagt, nicht alle Texte, zu denen ich mit 16 Jahren Bass gespielt habe, teile ich über 20 Jahre später inhaltlich", sagte sie. "Ich verurteile jegliche Form von Gewalt. Gewalt ist durch nichts zu rechtfertigen und ihr muss mit den Mitteln des Rechtsstaats begegnet werden. Dies gilt auch für die Gewalttaten in der Silvesternacht in Connewitz", machte Meier deutlich.
  • So heißt es in einem Lied der Punkband Harlekins, in der Meier in den 1990er Jahren Bass spielte: "Advent, Advent - ein Bulle brennt, erst eins, dann zwei, dann drei."
  • Die AfD hatte Meier für ihre Punk-Vergangenheit kritisiert und der Ministerin vorgeworfen, früher Gewalt befürwortet zu haben. AfD-Fraktionsvorsitzende im sächsischen Landtag, Sebastian Wippel, forderte ihr Rücktritt.
  • Die Justizministerin hatte während des Wahlkampfes kein Geheimnis daraus gemacht, in einer Zwickauer Punkband Bass gespielt zu haben. Die Texte hat sie nach eigenen Angaben allerdings weder geschrieben noch gesungen.
Mehr dazu lesen Sie hier.
19:47 Uhr

Barcelona verbietet ältere Autos

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Künftig gibt es keine Oldtimer mehr auf Barcelonas Straßen.

(Foto: imago/blickwinkel)

Im Kampf gegen die Luftverschmutzung greift Barcelona zu drastischen Mitteln. Die Behörden verhängen in Spaniens zweitgrößter Stadt ein Fahrverbot für ältere Fahrzeuge.

  • Vor dem Jahr 2000 in Spanien zugelassene Benziner und vor 2006 zugelassene Dieselautos sind nun werktags zwischen 7.00 und 20.00 Uhr auf den meisten Straßen der Stadt verboten. Die Fahrer müssen bei einem Verstoß mit einer Geldstrafe von mindestens 100 Euro rechnen.
  • Die neuen Vorschriften werden voraussichtlich rund 50.000 Fahrzeuge pro Tag betreffen und zu einer 15-prozentigen Reduzierung der Stickstoffdioxid-Emissionen führen.
  • Alle betroffenen Fahrzeuge dürfen zehn Mal im Jahr in die Stadt fahren. Außerhalb Spaniens zugelassene Autos können bei der Stadtverwaltung eine Sondergenehmigung beantragen. Ab 2021 sollen auch ältere Lieferwagen, Lastwagen und Busse verboten.
19:09 Uhr

Deutscher Skifahrer stirbt bei Pistenunfall in Schweiz

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Zum Unglück kam es in Corviglia bei St. Moritz.

(Foto: picture alliance / Christian Beu)

Ein Skifahrer aus Deutschland ist in der Schweiz bei einem Unfall auf einer Piste gestorben.

Der 57-Jährige wurde bei der Kollision im Skigebiet Corviglia bei St. Moritz über den Pistenrand geschleudert. Trotz Reanimation starb der Mann vor Ort. Woher genau aus Deutschland er stammte, blieb zunächst unklar.

Ein 52-Jähriger aus der Schweiz wurde bei dem Unfall leicht verletzt und musste ins Krankenhaus gebracht werden.

18:41 Uhr

Jugendlicher soll Vater erstochen haben

Im Hamburger Stadtteil Billstedt soll ein 17-Jähriger seinen Vater erstochen haben. Ersten Erkenntnissen zufolge griff der Jugendliche den 57-Jährigen nach einem Streit mit einem Messer an. Dieser starb noch am Tatort. Die Polizei nahm den 17-Jährigen fest und stellte die mutmaßliche Tatwaffe sicher.

18:20 Uhr

Schweinepest nur 21 Kilometer vor deutscher Grenze gemeldet

Die Afrikanische Schweinepest ist noch näher an die deutsche Grenze herangerückt. Ein positiv getesteter Wildschwein-Kadaver wurde nach Angaben des Bundesagrarministeriums nur 21 Kilometer von der Grenze entfernt gefunden.

  • Insgesamt seien dem Ministerium acht neue Schweinepest-Fälle von den polnischen Behörden angezeigt worden. Ein weiteres mit dem Virus infiziertes totes Wildschwein lag demnach 32 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt.
  • Bisher betrug die kürzeste Entfernung eines bekannten Falles in Polen zur Grenze nach Deutschland 40 Kilometer.
  • Im Grenzgebiet zu Polen besteht nach Einschätzung des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI) vom 23. Dezember ein hohes Risiko, dass die Schweinepest durch wandernde Wildschweine auf Deutschland übergreift. Die Behörden beider Länder stehen dazu im Austausch, nach Angaben der Bundesregierung ist Deutschland auf den Ernstfall vorbereitet.
17:46 Uhr

Nach Einser-Abi: 15-Jährige fühlt sich an der Uni gefordert

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Mandy Hoffmann ist 15 und studiert an der TU Braunschweig Mathe und Chemie.

(Foto: picture alliance/dpa)

Mit der Abitur-Note 1,0 im Alter von nur 14 Jahren ist Mandy Hoffmann im Sommer in die Schlagzeilen gekommen. Das Mädchen aus dem niedersächsischen Peine ist eine der jüngsten Absolventinnen Deutschlands mit diesem Ergebnis.

Inzwischen ist die mittlerweile 15-Jährige gut an der Technischen Universität Braunschweig angekommen. Seit dem Wintersemester studiert Mandy dort Mathe und Chemie. Das Studium fordere sie mehr als die Schule, sagte sie. "Dadurch, dass ich zwei Studiengänge mache, ist es schon anspruchsvoll und auch sehr zeitintensiv."

Der Altersunterschied zu den anderen Studierenden spiele "eigentlich keine große Rolle", erzählte Mandy Hoffmann. "Die meisten Leute wissen ja auch nicht, dass ich wesentlich jünger bin. Die meisten Dozenten merken das wohl auch nicht. Ich bin quasi eine normale Studentin."

17:10 Uhr

Postbote entsorgt mehr als 400 Briefe

Da war wohl jemand überfordert in seinem Job. Ein Postzusteller hat im niedersächsischen Duingen-Lübbrechtsen mehr als 400 Briefe in einen Altpapiercontainer geworfen.

  • Zeugen riefen die Polizei und berichteten von der ungewöhnlichen "Entsorgungsaktion" des Mannes.
  • Die Beamten schauten daraufhin in dem Container nach und fanden dort tatsächlich eine große Anzahl Briefe.
  • 405 Postsendungen holten die Beamten umgehend aus dem Container, weitere rund 50 Briefe mussten noch von den zuständigen Abfallwirtschaftsbetrieben geborgen werden.
  • Alle Sendungen werden nun zugestellt.
  • Den Postboten erwartet ein Strafverfahren wegen Verstoßes gegen das Post- und Fernmeldegeheimnis.
17:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:46 Uhr

Kurz kündigt Steuersenkung in Österreich an

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Ex-Kanzler Kurz wird bald wieder Kanzler.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die künftige schwarz-grüne Regierungskoalition in Österreich will die Einkommen- und Körperschaftsteuer senken. Das kündigte der designierte Bundeskanzler Sebastian Kurz bei der Vorstellung des Regierungsprogramms seiner ÖVP mit den Grünen an. Die Körperschaftsteuer solle von 25 auf 21 Prozent verringert werden. Für die Einkommen- und Lohnsteuer kündigte Kurz Tarifstufen von 20, 30 und 40 Prozent statt derzeit 25, 30 und 42 Prozent an.

Mehr dazu lesen Sie hier.
16:32 Uhr

US-Wahl: Nächster Demokrat verlässt das Rennen

Der US-Demokrat Julian Castro hat bekannt gegeben, aus dem Wahlkampf um die Präsidentschaftskandidatur seiner Partei auszusteigen.

*Datenschutz

  • Castro, der einzige Bewerber mit lateinamerikanischen Wurzeln, erklärte, er beende seine Kampagne "schweren Herzens", werde aber "weiter kämpfen" für ein besseres Amerika.
  • Der 45-Jährige hatte zuletzt sowohl in Umfragen als auch beim Einwerben von Spenden zurückgelegen.
  • Castro war unter US-Präsident Barack Obama Wohnungsbauminister. Zuvor war er Bürgermeister der Stadt San Antonio in Texas.
  • Mit seinem Rückzug verbleiben noch 14 Kandidaten im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten. In Umfragen steht Vizepräsident Joe Biden an der Spitze, gefolgt von den Senatoren Bernie Sanders und Elizabeth Warren sowie Pete Buttigieg.
16:04 Uhr

Dschungelcamp verzichtet auf Lagerfeuer

Wegen der schweren Waldbrände in Australien muss die RTL-Show "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" ohne den traditionellen Camp-Mittelpunkt auskommen. Es werde "diesmal nur gasbetriebenes Feuer geben", teilte der Sender auf Anfrage mit.

  • In weiten Teilen Australiens wüten seit Wochen heftige Buschbrände. Mindestens 17 Menschen starben seit dem Ausbruch der ersten Feuer. Dutzende werden vermisst. Nach Behördenangaben verbrannten schon mehrere Millionen Hektar Land.
  • "Wir verfolgen die dramatische Situation in Australien genau", sagte ein Sprecher des Senders. "Das Areal, auf dem das Dschungelcamp in Australien liegt, ist von den Buschbränden nicht betroffen. Es ist auch nahezu ausgeschlossen, dass die Brände das Gebiet des Dschungelcamps erreichen können."
  • Die Show, die am 10. Januar startet, werde darum wie geplant stattfinden können - nur eben ohne Lagerfeuer und ohne Kerzen.
15:45 Uhr
Breaking News

Türkisches Parlament erlaubt Militärintervention in Libyen

Das türkische Parlament hat grünes Licht für eine mögliche Militärintervention in Libyen gegeben. Präsident Recep Tayyip Erdogan erhielt damit für ein Jahr die Erlaubnis, Truppen in das Bürgerkriegsland zu schicken.

Mehr dazu lesen Sie hier.
15:38 Uhr

Tote Menschenaffen werden nicht beerdigt

Die durch den Brand im Krefelder Zoo umgekommenen Menschenaffen können nicht beerdigt werden. Da es sich bei ihnen nicht um Haustiere, sondern um Wildtiere handele, sei eine Beerdigung nicht erlaubt, sagte Zoosprecherin Petra Schwinn. Die Tiere seien dem Veterinäruntersuchungsamt übergeben worden. Zoointern werde es eine Trauerfeier geben. Die Anteilnahme aus der Bevölkerung sei "sehr, sehr groß".

14:27 Uhr

Nach Affenhausbrand: Real stoppt Verkauf von Himmelslaternen

Die Supermarktkette Real zieht Konsequenzen aus dem verheerenden Brand im Affenhaus des Krefelder Zoos. Das Unternehmen stoppt den Verkauf von Himmelslaternen auf ihrem Online-Marktplatz.

  • "Ausgelöst durch die Diskussion, die sich im Zusammenhang mit dem tragischen Brandunglück in Krefeld entwickelt hat, haben wir entschieden, dass diese Artikel von Drittanbietern nicht länger Teil unseres Angebotes sind", sagte ein Unternehmenssprecher.
  • Der Sprecher betonte, die Himmelslaternen seien nicht Teil des Real-Sortimentes gewesen, sondern von Dritten auf der Online-Plattform der Handelskette angeboten worden. Die Himmelslaternen seien mit Warnhinweisen versehen gewesen, dass der Gebrauch "in fast allen Bundesländern verboten" sei.
  • Auf zahlreichen anderen Online-Seiten sind die Himmelslaternen weiter im Angebot.
14:20 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

Meine Kollegin Juliane Kipper verabschiedet sich in den Feierabend. Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, auch ich wünsche Ihnen ein frohes und gesundes neues Jahr!

14:00 Uhr

Ruhrgebiet leidet besonders unter Silvester-Effekt

Auch am zweiten Januar ist die Feinstaubbelastung durch das Silvesterfeuerwerk in einigen deutschen Regionen recht hoch geblieben. Nach den vorläufigen Daten des Umweltbundesamtes (Uba) wurde der Tagesgrenzwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft vor allem im Ruhrgebiet erneut überschritten. Ganz genau lasse sich das aber erst am Freitag sagen, schränkte eine Uba-Expertin ein. Denn auf den aktuellen Uba-Karten im Internet würden gleitende Tagesmittelwerte angezeigt. Das heißt, dass zunächst alle Werte der vergangenen 24 Stunden eingerechnet würden. 

Am Vormittag lagen die Feinstaubwerte in Essen und Dortmund, berechnet nach gleitenden Mittelwerten, weiter über 100 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft - also mehr als doppelt so hoch wie der Tagesgrenzwert. Schlechte Luft gab es auch im Rhein-Main-Gebiet, in Saarbrücken und in einigen bayerischen Städten.

Grund für die anhaltend hohen Werte sei eine Inversionswetterlage, hieß es aus dem Umweltbundesamt. Dabei seien die oberen Luftschichten wärmer als die unteren. Die Luft durchmische sich kaum und auch Feinstaub sitze wie unter einem Topfdeckel fest.

13:39 Uhr

Temperatur-Rekord: In Norwegen ist es ungewöhnlich warm

In dem kleinen norwegischen Ort Sunndalsøra haben Meteorologen einen Temperatur-Rekord gemessen. Einem Medienbericht zufolge führt der Wetterexperte Martin Granerød die für den Januar ungewöhnlich hohe Temperatur von 19 Grad auf einen Föhnwind zurück, der häufig in der Nähe von Gebirgen vorkommt. Sunndalsøra ist von Bergen umgeben. Wegen ihrer steilen Hänge sind sie bei Basejumpern beliebt.

Am Freitag sollte es dem Wetterdienst zufolge wieder kühler werden. Der letzte Wärmerekord für einen Januartag wurde 1989 im Dorf Tafjord gemessen - damals lag der Wert bei 17,9 Grad. Sunndalsøra und Tafjord liegen beide in der Provinz Möre und Romsdal.

12:52 Uhr

Leiche in Schlammbecken von Trierer Klärwerk entdeckt

In Trier macht ein Mitarbeiter des Hauptklärwerks einen grausigen Fund: Er entdeckt eine Leiche in einem Schlammbecken der Kläranlage, wie die Polizei mitteilte. Der Mitarbeiter rief umgehend Rettungsdienst und Polizei. Wie sich herausstellte, handelte es sich um die Leiche eines Mannes.

Die Identität des Toten stand zunächst nicht fest, wie die Ermittler weiter mitteilten. Aufschluss über die Todesursache sollen nun die weiteren Ermittlungen geben.

12:17 Uhr

Schweizer zeichnen Pferdefleisch als "kulinarisches Erbe" aus

Neben Edelstücken wie Filet und Entrecôte eignet sich Pferdefleisch auch als Ragout, Geschnetzeltes oder Gehacktes sowie für Roh- und Kochwürste, Terrinen und Pasteten. In der Schweiz werden pro Kopf gut 50 Kilogramm Fleisch verzehrt, davon 450 Gramm Pferdefleisch.

Neuerdings gehört Pferdefleisch zum kulinarischen Erbe der Schweiz. Es wurde in die Liste mit mehr als 400 Produkten aufgenommen, die "regional und national mit den traditionellen Ess- und Trinkgewohnheiten verwurzelt sind", wie der Verein Kulinarisches Erbe der Schweiz mitteilte. In der Liste sind etwa auch Bündnerfleisch, Glarner Alpkäse und Walliser Roggenbrot enthalten.

  • Um zu verhindern, dass Metzger Pferde- als Rindfleisch ausgeben, durften die beiden Fleischsorten in der Schweiz bis 1995 nicht in denselben Räumen verkauft werden.
  • Metzger, die Pferdefleisch anboten, mussten als "Rossmetzg" gekennzeichnet sein, schreibt der Verein.
  • Das Verbot wurde vor 25 Jahren aufgehoben, als klare Vorschriften zur Kennzeichnung in Kraft traten.
11:11 Uhr

Manuela Schwesig spricht über ihre Brustkrebs-Erkrankung

*Datenschutz

Für Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig ist Zeit mit der Familie das beste Mittel gegen ihre Brustkrebs-Erkrankung. Sie verbringe "so viel Zeit wie möglich mit der Familie - das ist die beste Medizin", sagte die 45-Jährige der "Bild". Der Zeitung zufolge ist Schwesig derzeit mit Ehemann und Kindern im Kurzurlaub auf der Ostsee-Insel Hiddensee. Sie hoffe im neuen Jahr, "dass meine Familie gesund bleibt und ich wieder gesund werde", sagte sie.

Nach der Diagnose im Sommer habe sie "eine Riesenangst" gehabt. "Auf einen solchen Moment ist niemand gefasst: Was wird aus meiner Familie, meinen Kindern? Das waren furchtbare Wochen, in denen mein Mann Stefan mir sehr zur Seite stand. Dann endlich wurde klar, dass mein Brustkrebs heilbar ist. Und welche Therapiemöglichkeiten es gibt. Da konnte ich aktiv werden. Die Diagnose Brustkrebs ist nicht das Ende. Es gibt Hoffnung, und es lohnt sich, zu kämpfen."

12:00 Uhr

Schlagzeilen zum Mittag

10:26 Uhr

Trump plant wohl Teilnahme am Weltwirtschaftsforum in Davos

US-Präsident Donald Trump will Medienberichten zufolge am diesjährigen Treffen des Weltwirtschaftsforums in Davos teilnehmen. Obwohl sein Name nicht auf der offiziellen US-Delegiertenliste stehe, werde mit seiner Teilnahme gerechnet, berichtete der US-Sender CNN unter Berufung auf einen ungenannten Regierungsbeamten. Als Leiter der Delegation wird in einer Mitteilung des Weißen Hauses allerdings Finanzminister Steven Mnuchin aufgeführt.

Trump hatte 2018 eine Rede in Davos gehalten, 2019 seine Teilnahme aber wegen des Haushaltsstreits mit den oppositionellen Demokraten und des daraus resultierenden Regierungsstillstandes abgesagt. Spekuliert wurde zuletzt, der Präsident könne seine Teilnahme dieses Jahr wegen des bevorstehenden Amtsenthebungsverfahrens absagen. Der Delegation gehören außer Mnuchin unter anderem Handelsminister Wilbur Ross, der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer, Trumps älteste Tochter Ivanka sowie dessen Berater und Schwiegersohn Jared Kushner an.

09:31 Uhr

Parken für Anwohner könnte deutlich teurer werden

Der Deutsche Städtetag will das Parken für Anwohner am Straßenrand deutlich teurer machen. Die Städte sollten für die Parkausweise selbst einen Jahrespreis im Rahmen von 20 bis 200 Euro festsetzen dürfen, sagte Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy der "Saarbrücker Zeitung".

  • Derzeit dürfe ein Anwohnerparkausweis für ein Jahr nicht mehr als 30 Euro kosten. "Das deckt oft noch nicht einmal den Verwaltungsaufwand der Städte für Schilder und die Ausweise", kritisierte Dedy. Öffentlicher Raum sei knapp, er habe seinen Wert.
  • Die Kommunen müssten zudem die Möglichkeit erhalten, eine "City-Maut" einzuführen, forderte der Verbandspräsident: "Der Städtetag will keine bundesweiten neuen Abgaben. Aber eine Stadt, die eine City-Maut erheben will, soll das machen können."
  • Dafür seien Änderungen im Bundes- und im Landesrecht notwendig. Perspektivisch müsse es weniger Individualverkehr mit Autos in den Städten geben, "dafür mehr Mobilität auf der Schiene, im Bus, auf dem Fahrrad und zu Fuß", forderte Dedy.
09:09 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:43 Uhr

Ex-Freund von Bobbi Kristina Brown ist tot

Der frühere Freund der 2015 verstorbenen Tochter von Whitney Houston, Bobbi Kristina Brown, ist nach Angaben seines Anwalts tot. Nick Gordon sei im Alter von 30 Jahren gestorben, teilte Anwalt Joe Habachy mit.

Zur Todesursache äußerte sich Habachy nicht. Er erklärte, es sei "wirklich herzzerreißend" gewesen, die "Zerstörung einer Gruppe junger Freunde durch die Drogensucht" miterlebt zu haben. Gordon habe in den vergangenen Jahren trotz aller Herausforderungen hart daran gearbeitet, "den Kopf hochzuhalten und nüchtern zu bleiben". "Mehr als alles andere wollte er ein glückliches, gesundes Leben mit seiner Familie", erklärte Habachy.

Bobbi Kristina Brown war im Januar 2015 bewusstlos in einer Badewanne in ihrem Haus in Atlanta gefunden worden. Nach einem monatelangen Koma starb sie im Juli 2015. Gerichtsmediziner wiesen in ihrem Blut Marihuana, Alkohol, Kokain und Morphium nach. Ihre Mutter, US-Superstar Whitney Houston, war 2012 unter ähnlichen Umständen tot in einer Badewanne aufgefunden worden.

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08:01 Uhr

Razzien gegen Clan-Kriminalität zeigen erste Wirkung

Nach mehreren Jahren verstärkter Aktivität gegen kriminelle Mitglieder arabischstämmiger Clans sieht die Berliner Polizei Erfolge. "Wir haben genügend Anzeichen, dass es auf jeden Fall Unruhe gibt, dass wir die geschäftlichen Tätigkeiten stören und dass die Beteiligten sich deutlich gestört fühlen", sagte Berlins Polizeipräsidentin Barbara Slowik.

Barbara Slowik spricht bei der Senatspressekonferenz. Foto: Christophe Gateau/dpa/Archiv

Berlins Polizeipräsidentin Barbara Slowik

(Foto: Christophe Gateau/dpa/Archiv)

Im November 2018 hatte die Berliner Landesregierung, der Senat, einen Fünf-Punkte-Plan gegen Clans vorgestellt. Kurz zuvor waren zahlreiche Häuser und Wohnungen von mutmaßlichen Clanmitgliedern vorläufig beschlagnahmt worden.

Slowik wies Vorwürfe zurück, die häufigen Razzien in Neukölln und anderen Berliner Bezirken richteten sich vor allem gegen harmlose Shisha-Bars und seien daher wirkungslos. "Unsere Kontrollen und Maßnahmen wurden wiederkehrend kritisiert. Kritiker sehen leider nur die Bewegungen an der Oberfläche und nicht die Ermittlungen, die wir darunter führen - man kann es auch gut mit dem Eisberg-Prinzip vergleichen."

Die Annahme, die Kontrollen von Shisha-Bars machten den Kampf gegen die Organisierte Kriminalität (OK) aus, greife deutlich zu kurz, betonte Berlins Polizeichefin. Vielmehr gehe es dabei um weitere Themen: um den Widerstand gegen aggressives und einschüchterndes Dominanzverhalten, die Ablehnung gesellschaftlicher Regeln und Straßenkriminalität.

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07:32 Uhr

Kubicki rechnet 2020 mit Platzen der GroKo

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Wolfgang Kubicki

2020 erleben wir wahrscheinlich das Ende der Großen Koalition. Die Krisensituation wird sich fortsetzen.

(Foto: dpa)

Der stellvertretende FDP-Chef Wolfgang Kubicki rechnet mit einem Platzen der schwarz-roten Bundesregierung in den kommenden Monaten. "2020 erleben wir wahrscheinlich das Ende der Großen Koalition", sagte er der "Passauer Neuen Presse". "Die Krisensituation wird sich fortsetzen."

Ohne Neuwahlen werde die FDP nicht als Koalitionspartner zur Verfügung stehen, bekräftigte Kubicki. "Auch die Grünen werden nicht als kleinerer Koalitionspartner ohne Neuwahlen in eine Jamaika-Regierung eintreten. Ohne Neuwahlen wird es keine neue Regierung geben."

06:54 Uhr

Taiwans Generalstabschef nach Helikopterunglück vermisst

Am vergangenen Donnerstag muss ein Militärhubschrauber mit 13 Passagieren in den Bergen nahe der taiwanesischen Hauptstadt Taipeh notlanden. Der Helikopter vom Typ UH-60M Black Hawk habe etwa eine halbe Stunde nach dem Start aus ungeklärter Ursache in einer bergigen Gegend notlanden müssen, teilte das Verteidigungsministerium mit.

Zehn Menschen konnten von den Bergungskräften lebend gefunden werden. Wie jetzt bekannt wird, gilt der Generalstabschef der dortigen Streitkräfte seitdem als vermisst. Shen Yi-ming befand sich auf dem Weg zu einem Routinebesuch bei Soldaten in der nordöstlichen Region Yilan.

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06:40 Uhr

Nebel sorgt für Dauerfrost

Der Tag startet verbreitet mit Frost oder Bodenfrost und zum Teil mit der Gefahr von Reifglätte. Am kältesten ist es in den Muldenlagen von Erzgebirge und Bayerischer Wald. Stellenweise mit strengem Frost um die minus 11 oder minus 12 Grad. Gleichzeitig befinden sich aber auch die wärmsten Orte Deutschlands in diesen Regionen: Nämlich in den Berglagen im Südosten, wo es demzufolge ziemlich extreme Temperaturunterschiede gibt.

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Die Wetterstation in Marienberg (Hauptort) meldet derzeit plus 7 Grad. Rund neun Kilometer entfernt befindet sich Marienberg-Kühnhaide in einer Mulde, in der sich die kalte Luft gesammelt hat und so aktuell für eine Temperatur von minus 11 Grad sorgt. Das macht also fast 20 Grad Unterschied. Hoch "Xia" versorgt über Österreich dabei besonders die Südosthälfte - abseits von teils zähen Nebelfeldern - mit viel Sonne. Hier sind gerne mal 6 bis 8 Sonnenstunden drin.

Deutlich grauer bleibt es dagegen im Westen und Nordwesten mit Nebel und Wolkenfeldern, die die Sonnenbilanz auf 0 bis 3 Stunden zusammenschrumpfen. Die Temperaturen erreichen vor allem am Nordrand vom Erzgebirge zweistellige Werte bis 11 Grad. Ansonsten werden es oft 2 bis 9 Grad. Einzig der Dauernebel sorgt zum Teil für Dauerfrost mit maximal 0 Grad.

Die weiteren Aussichten: morgen und übermorgen von Westen wechselhafter mit Schauern und einem teilweise starken bis stürmischen Wind. Die Temperaturen bringen es hierbei am Freitag auf 4 bis 11 Grad, bevor es am Wochenende kühler wird. Am Samstag bei 0 bis 7 Grad, sodass die Schneefallgrenze bei etwa 300 Metern liegt. Der freundlichere und meist trockene Sonntag bringt uns dann minus 1 bis 7 Grad.

Ihr Björn Alexander

06:32 Uhr

Das wird heute wichtig

Liebe Leserinnen und Leser,

bevor wir zusammen einen Blick darauf werfen, was der Tag heute bringt, will ich Ihnen ein frohes neues Jahr wünschen. Haben Sie es mit Raketen und Böllern so richtig krachen lassen? Oder das erste Mal komplett auf Feuerwerk verzichtet? Über Sinn und Unsinn von Böllerei angesichts von Klimaschutz sowie Lärm und Aggressionen lässt sich schließlich hitzig streiten. Zum ersten Mal waren in der deutschen Hauptstadt Raketen und Böller dieses Jahr nicht nur auf der Partymeile verboten, sondern auch in anderen Bereichen - unter anderen rund um den Alexanderplatz.

Das wird heute wichtig:

  • Die konservative ÖVP und die Grünen wollen heute ihr gemeinsames Regierungsprogramm für Österreich vorstellen. Am Samstag stimmt ein Sonderparteitag der Grünen über die Regierungsbeteiligung ab, es wird mit einer Zustimmung gerechnet.
  • In der Türkei berät das Parlament über einen Antrag auf Truppenentsendung nach Libyen. Der türkische Präsident Erdogan will die international anerkannte Regierung in Tripolis in ihrem Kampf gegen den abtrünnigen General Haftar unterstützen. Für den Einsatz türkischer Soldaten in Libyen ist die Zustimmung des Parlaments erforderlich.
  • Vor der geplanten Amtseinführung der neuen spanischen Regierung will die Führung der katalanischen Partei Esquerra Republicana de Catalunya (ERC) heute entscheiden, ob sie eine Koalitionsregierung des Sozialisten Sánchez unterstützen will. Sánchez, der eine Koalition mit der linksgerichteten Partei Podemos vereinbart hat, ist auf die Unterstützung der ERC angewiesen.

Mein Name ist Juliane Kipper und ich begleite Sie heute bis in den frühen Nachmittag. Bei Fragen oder Anregungen erreichen Sie mich unter juliane.kipper@nama.de. Packen wir es an.

05:55 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht