Donnerstag, 20. August 2020Der Tag

mit Uladzimir Zhyhachou
Uladzimir Zhyhachou
22:52 Uhr

Das war Donnerstag, der 20. August 2020

Alexej Nawalny, der wichtigste Gegner des Kremlchefs Wladimir Putin, ist offenbar vergiftet worden. Der 44-Jährige liegt im Koma in einem Krankenhaus in Sibirien, sein Zustand ist kritisch. Es wird erwartet, dass Nawalny heute Nacht mit einer Spezialmaschine nach Deutschland geflogen wird.

Was war heute sonst wichtig:

Damit verabschiede ich mich in den Feierabend und wünsche Ihnen eine gute Nacht!

22:19 Uhr

"Pädophiles Material": Netflix entschuldigt sich für Werbeplakat

Netflix hat mit seiner Werbeaktion für den französischen Tanzfilm "Cuties" für Aufsehen gesorgt. In dem Streifen geht es um die elfjährige Immigrantin Amy, die sich an ihrer neuen Schule einer Mädchentanzgruppe anschließt. Beworben wurde der Film mit einem Bild der vier im Fokus stehenden Mädchen in freizügigen Cheerleader-Outfits und provokanten Posen.

Ergänzt um den Filmtitel "Cuties" stieß die Promotion auf reichlich Kritik in den sozialen Medien. Etliche Twitter-User brachten ihren Unmut über die in ihren Augen sexualisierte Darstellung Minderjähriger zum Ausdruck. Worte wie "ekelhaft", "pädophiles Material" oder "Schande" sind in dem Kurznachrichtendienst vermehrt zu lesen. Netflix sah sich offenbar zum Handeln gezwungen.

Dem US-Branchenportal "Variety" erklärte ein Sprecher des Unternehmens: "Es tut uns sehr leid, dass wir für 'Cuties' ein unangemessene Plakat verwendet haben." Dieses sei "weder in Ordnung noch repräsentativ für diesen französischen Film" gewesen. Das Werbebild wurde mittlerweile abgeändert.

21:48 Uhr

Piraten kapern Schiff vor Somalia

Vor der Küste Somalias haben Piraten ein Schiff gekapert. Der Frachter, der unter der Fahne Panamas fährt, war auf dem Weg von den Vereinigten Arabischen Emiraten in die somalische Hauptstadt Mogadischu.

"Wir versuchen, dass das Schiff von den Piraten ohne Zahlung von Lösegeld friedlich wieder freigegeben wird", teilte die Polizei mit.

Die Gewässer vor Somalia gelten wegen Piratenangriffen als sehr gefährlich. In den vergangenen Jahren haben in der Region immer wieder Piraten Schiffe gekapert, was als internationale Bedrohung gesehen wird.

21:16 Uhr

Kreuzfahrt-Touristen brechen Corona-Regeln - und dürfen nicht mehr an Bord

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MSC Cruises hat als erste große Reederei nach Corona-bedingter Pause die Kreuzfahrten auf dem Mittelmeer wieder aufgenommen.

(Foto: imago images/Andre Lenthe)

Sie verstießen gegen die Corona-Regeln des Kreuzfahrten-Betreibers MSC Cruises und müssen nun ihren Urlaub abbrechen. Eine italienische Familie habe sich entgegen der ausdrücklichen Vorgaben während eines Tagesauflugs auf die Insel Capri von ihrer Gruppe abgesetzt, teilte die Reederei mit. Sie sei deshalb nicht mehr an Bord der "MSC Grandiosa" gelassen worden.

MSC Cruises hat als erste große Reederei nach Corona-bedingter Pause die Kreuzfahrten auf dem Mittelmeer wieder aufgenommen.

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20:38 Uhr

Macron: Putin sieht OSZE-Rolle in Belarus "zustimmend"

Kanzlerin Angela Merkel und der französische Präsident Emmanuel Macron haben Russland zur Zurückhaltung in Belarus aufgefordert. Man habe Russlands Präsident Wladimir Putin diese Botschaft in Telefonaten mitgeteilt, sagte Macron nach einem Treffen mit Merkel in Bregancon. Dabei habe Putin auf den EU-Vorschlag "zustimmend" reagiert, dass die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit (OSZE) in Belarus vermitteln könne. "Wir zeigen, dass wir mit Russland - wenn gewünscht auch mit Belarus - den Dialog suchen", sagte Merkel. Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko habe aber bisher einen Kontakt abgelehnt.

Merkel betonte, die EU bestehe darauf, dass Lukaschenko inhaftierte Demonstranten freilasse und Demonstrationsrechte gewährt sowie einen innerweißrussischen Dialog mit der Opposition zusagt. 

Macron betonte, Deutschland und Frankreich stünden an der Seite der friedlichen Demonstranten in Belarus. Neben der OSZE sei auch die EU zu einer vermittelnden Rolle bereit, wenn dies gewünscht werde.

20:06 Uhr

Die Videos des Tages

19:59 Uhr

"Mörtel" Lugner kämpft mit Komplikationen nach Sturz

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Die Sorge um Richard Lugner wächst.

(Foto: picture alliance / Herbert P. Oc)

Der Wiener Bauunternehmer Richard "Mörtel" Lugner liegt nach einem Sturz in seinem Haus weiter in einem Wiener Krankenhaus. Neben dem Bruch der Oberschenkelgelenkskapsel scheint es zu Komplikationen zu kommen.

"Eine Lungenentzündung vom Liegen ist im Anmarsch", verriet der 87-Jährige der Zeitung "Kurier". Er fügte hinzu: "Vielleicht kann man sie noch bremsen." Auch Darmblutungen würden ihm zu schaffen machen: "Auch die versucht man in den Griff zu bekommen", so Lugner weiter, der zu Beginn davon ausgegangen war, dass er etwa einen Monat das Klinikbett hüten müsse. Er sei "Matsch".

Wie es zu der Verletzung kam, die er sich am Freitag zugezogen hatte, erzählte Lugner der "Kronen Zeitung": Auf dem Weg zur Toilette sei er auf dem zuvor von seiner Haushälterin gewischten Boden ausgerutscht und "voll aufs Becken gefallen". Dabei habe er sich die "Oberschenkelgelenkskapsel gebrochen".

19:21 Uhr
Breaking News

Merkel bietet Behandlung von Nawalny in Deutschland an

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat eine Behandlung des lebensgefährlich erkrankten Kreml-Kritikers Alexej Nawalny in einem deutschen Krankenhaus angeboten. Deutschland sei zu aller gesundheitlichen Hilfe für Nawalny bereit, "auch in deutschen Krankenhäusern", sagte die Kanzlerin bei einem Treffen mit Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron in Südfrankreich.

Ärzte in Russland kämpfen derzeit in einem Krankenhaus um Nawalnys Leben, der nach Angaben seiner Sprecherin "gezielt vergiftet" worden sein soll.

Update: Nawalny soll unter Umständen bereits an diesem Freitag zur Behandlung nach Berlin geflogen werden. Mehr dazu lesen Sie hier.

19:18 Uhr

Achtjährige stirbt bei Unfall: Zwei Raser unter Mordverdacht

Nach einem mutmaßlichen Autorennen mit einem unbeteiligten getöteten Mädchen in Aachen sind zwei 19 Jahre alte Fahrer wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft gekommen.

  • Die jungen Männer sollen Anfang August einen Unfall verursacht haben, bei dem in einem Auto ein acht Jahre altes Mädchen tödlich und zwei weitere Insassen schwer verletzt worden waren.
  • Die beiden 19-Jährigen hätten sich entschlossen, ein Autorennen zu fahren, schilderte die Staatsanwaltschaft. In der Linkskurve einer Landstraße hätten die hintereinander Fahrenden einen Wagen überholt. Während der erste rechts einscheren konnte, prallte der zweite auf der Gegenspur frontal gegen ein Auto.
  • Dessen Fahrer habe nicht mehr ausweichen können, erklärten die Ermittler.
  • Den 19-Jährigen wird unter anderem Mord, versuchter Mord in zwei Fällen und Teilnahme an einem verbotenen Autorennen vorgeworfen.
Mehr dazu lesen Sie hier.
18:36 Uhr

Tanker geht nach Kollision in Flammen auf

Die Kollision mit einem anderen Schiff endet für einen Tanker im ostchinesischen Meer im Inferno. Das mit Tausenden Tonnen Kraftstoff beladene Schiff steht in Flammen, 14 Personen werden vermisst.

 

18:00 Uhr

Dieses Land produzierte 2019 EU-weit das meiste Speiseeis

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Kein Land in Europa produziert mehr Eis als Deutschland.

(Foto: picture alliance/dpa)

Spanien? Italien? Nein, bei der Produktion von Speiseeis ist Deutschland EU-weit Spitzenreiter!

2019 wurde in der Bundesrepublik - wie schon in den Vorjahren - mehr Eis hergestellt als in allen anderen EU-Staaten. Insgesamt seien es 635 Millionen Liter gewesen, teilte die EU-Statistikbehörde Eurostat mit. Das entspricht mehr als einem Fünftel der gesamten EU-Produktion. Auf dem zweiten Platz landet die traditionsreiche Eis-Nation Italien mit 554 Millionen Liter.

17:22 Uhr

Drei Faktoren kommen zusammen: Extreme Hitzenacht steht bevor

In der Atmosphäre über Deutschland braut sich aktuell einiges zusammen: Zwischen heißer Luft aus Süden und einem Ex-Tropensturm über Irland entsteht eine der heißesten Nächte des Jahres. Teilweise fallen die Temperaturen nicht unter sonst tagsüber übliche Grade.

 

17:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

16:43 Uhr

Airbnb verbietet Partys in Unterkünften

Der Online-Wohnungsvermittler Airbnb verschärft wegen der Corona-Pandemie weltweit die Vorschriften für die Mieter auf Zeit: Partys seien in den vermittelten Unterkünften künftig nicht gestattet, und in einer Unterkunft - auch einer großen - dürften sich höchstens 16 Menschen aufhalten, teilte Airbnb mit. Dies gelte "bis auf Weiteres". Wer sich nicht daran halte, werde gesperrt oder sogar angezeigt.

Einige Nutzer hätten ihre Party-Aktivitäten aus Bars und Diskotheken in Airbnb-Unterkünfte verlegt. "Wir finden ein solches Benehmen unglaublich unverantwortlich", erklärte das Unternehmen, und jeder, der sich so verhalte oder das erlaube, "gehört nicht auf unsere Plattform".

16:20 Uhr

Kreml wünscht Nawalny "schnelle Genesung"

Der Kreml hat dem Regierungsgegner Alexej Nawalny eine baldige Genesung gewünscht. "Wir wissen, dass er sich in einem ernsten Zustand befindet", sagte der Sprecher von Präsident Wladimir Putin, Dmitri Peskow, am Donnerstag zu Journalisten in Moskau. "Wie jedem Bürger der Russischen Föderation wünschen wir ihm eine schnelle Genesung."
Nawalny wird auf der Intensivstation eines Krankenhauses im sibirischen Omsk behandelt, wo er künstlich beatmet wird. Nach Angaben seiner Sprecherin hatte der 44-Jährige während eines Fluges plötzlich das Bewusstsein verloren, was sie auf eine absichtlich herbeigeführte Vergiftung zurückführte.

16:00 Uhr
Breaking News

Ex-Trump-Berater Bannon festgenommen

Der frühere Trump-Berater Steve Bannon ist nach einer Betrugsanklage in New York festgenommen worden. Die New Yorker Staatsanwaltschaft wirft ihm und drei weiteren Personen vor, Geld aus einer Online-Spendenaktion für den Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko unrechtmäßig verwendet zu haben. Die Kampagne unter dem Namen "We Build the Wall" (Wir bauen die Mauer) habe mehr als 25 Millionen Dollar von "Hunderttausenden" Spendern bekommen.

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15:27 Uhr

Bruder von Manchester-Attentäter muss mindestens 55 Jahre in Haft

Der Bruder des Bomben-Attentäters von Manchester muss für mindestens 55 Jahre ins Gefängnis.

  • Der 23-jährige Hashem Abedi habe einen "wesentlichen Anteil" bei der Planung des Terroranschlags mit 22 Toten gehabt, sagte Richter Jeremy Baker in London. Mit ihrer Tat wollten die Brüder die Ideologie des Islamismus vorantreiben.
  • Der junge Mann weigerte sich, zur Urteilsverkündung im Gericht zu erscheinen, und blieb in seiner Zelle.
  • Salman Abedi hatte im Mai 2017 nach einem Pop-Konzert der US-Sängerin Ariana Grande mit einer selbst gebauten Bombe 22 Menschen mit in den Tod gerissen und Hunderte weitere Menschen verletzt. Unter den Opfern waren auch viele Kinder und Jugendliche.
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14:49 Uhr

Innenminister Reul zu Polizeieinsatz: Weitere Videos entlasten Beamten

Der umstrittene Polizeieinsatz gegen einen 15-Jährigen in der Düsseldorfer Altstadt ist von weiteren Videokameras gefilmt worden. Die Bilder entlasten den Beamten nach Angaben des zuständigen Ministers. Aus den Aufnahmen ergebe sich, dass der 15-Jährige "am Kopf" fixiert worden sei, berichtete Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul dem Innenausschuss des Landtags. Demzufolge wäre der Einsatz nach Rechtslage zulässig und rechtmäßig gewesen. Die Ermittlungen seien aber noch nicht abgeschlossen, betonte Reul.

Ein Beamter hatte bei der Festnahme des 15-Jährigen diesen mit seinem Bein am Boden fixiert. Im Netz verbreitete Videoaufnahmen weckten Erinnerungen an den Tod des US-Amerikaners George Floyd. Der Anwalt des Polizisten hatte die Maßnahme in Düsseldorf als vorbildlich verteidigt.

14:32 Uhr

Schichtwechsel

Michael Bauer verabscheidet sich in den sonnigen Feierabend, ab sofort begleite ich Sie durch den "Tag". Mein Name ist Uladzimir Zhyhachou, ich wünsche Ihnen einen schönen Nachmittag!

14:18 Uhr

Staatsanwaltschaft in Belarus ermittelt gegen Opposition

Die Generalstaatsanwaltschaft in Belarus ermittelt gegen den neu geschaffenen Koordinierungsrat der Opposition. Es sei ein Strafverfahren eingeleitet worden, teilte die Behörde in Minsk im Nachrichtenkanal Telegram mit. Das Gremium ziele auf eine Machtergreifung ab und wolle die nationale Sicherheit gefährden, hieß es zur Begründung.

  • Im Falle einer Verurteilung drohen für solche Anschuldigungen in Belarus bis zu fünf Jahren Haft. Lukaschenko hatte den Koordinierungsrat zuvor bereits für illegal erklärt und angekündigt, ihn aufzulösen. Die Opposition unter der Präsidentschaftskandidatin Swetlana Tichanowskaja hatte sich nach der umstrittenen Wahl zu einem Rat zusammengeschlossen, um nach eigenen Angaben eine friedliche Machtübergabe vorzubereiten.
  • Die Wahlkommission hatte Lukaschenko 80,1 Prozent der Stimmen zugesprochen. Der Koordinierungsrat hatte bei seiner ersten Sitzung eine Resolution für den Wandel in Belarus verabschiedet.
13:44 Uhr

China weist Vorwürfe wegen Pool-Party zurück: "Haben Virus besiegt"

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Bisschen Wasser, nette Leute, gute Musik, kein Virus - in China scheint das bereits wieder zum Alltag zu gehören.

(Foto: AFP)

In der chinesischen Millionenstadt Wuhan hatten am Wochenende Tausende Menschen in einem Spaßbad zu elektronischer Musik gefeiert - ohne Gesichtsmasken und Abstandhalten. Bilder und Videos von der Party sorgten weltweit für Empörung. Die chinesische Regierung weist nun die internationale Kritik zurück. Die Bilder zeigten lediglich, dass China das Coronavirus erfolgreich bekämpft und einen "strategischen Sieg" eingefahren habe, sagte ein Sprecher des Außenministeriums in Peking vor Journalisten.

Der chinesische Außenamtssprecher Zhao Lijian sagt am Donnerstag, offensichtlich hätten die Party-Bilder aus Wuhan viele Menschen in Europa und den USA "sehr überrascht". Ausländische Medien sollten in ihren Berichten daher "die reale Situation" in China abbilden.

13:15 Uhr

Nordkorea: Machthaber Kim tritt Befugnisse an Schwester ab

Mit dem Alter muss man es ja etwas langsamer angehen lassen. Das weiß auch Kim Jong Un, seines Zeichens Machthaber in Nordkorea. Mit seinen geschätzten 32 Lenzen tritt er nun Verantwortung an seine Schwester ab, wie der südkoreanische Geheimdienst berichtet.

  • Bei einem nicht öffentlichen Informationsgespräch im südkoreanischen Parlament habe der staatliche Aufklärungsdienst Kims Schwester, Kim Yo Jong, als "De-facto-Führerin Nummer zwei" bezeichnet. Sie sei für die Politik gegenüber Südkorea und den USA verantwortlich.
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    Familienausflug: Kim Yo Jong (l.) und Kim Jong Un.

    (Foto: imago images/ZUMA Press)

  • Als potenziellen Nachfolger habe der Machthaber aber weder seine jüngere Schwester noch irgendjemand anderen ausgewählt. Durch Übertragung von Befugnissen für die Staatsgeschäfte solle Kim Jong Un Arbeitsstress abgenommen und "die Schuld für den Fall des politischen Scheiterns" von ihm abgewendet werden, hieß es. "Der Vorsitzende Kim hat nach wie vor absolute Autorität, doch einiges von ihr ist nach und nach übergeben worden."
12:54 Uhr

Innensenator: Autobahn-Angreifer konnte nicht abgeschoben werden

Nach dem islamistischen Angriff auf der Berliner Stadtautobahn hat Innensenator Andreas Geisel die Duldung des Täters in Deutschland mit den Regeln des Rechtsstaates begründet. Der 30-jährige Iraker sei nach Ablehnung seines Asylantrages 2017 nicht abgeschoben worden, weil Deutschland seit Jahren keine Menschen in das Bürgerkriegsland zurückschicke, sagte der SPD-Politiker im Berliner Abgeordnetenhaus.

  • Es gebe zwar Ausnahmen, etwa bei Menschen, die schwerste Straftaten begangen haben. Die vor dem Anschlag vorliegenden Erkenntnisse über den 30-Jährigen seien dafür indes nicht ausreichend gewesen. Geisel zufolge kam der Iraker 2016 über Finnland nach Deutschland. Strafrechtlich sei er wegen Körperverletzung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte in Erscheinung getreten.
  • Der Iraker hatte am Dienstag auf der Stadtautobahn laut Staatsanwaltschaft gezielt Fahrzeuge angegriffen und gerammt. Er machte demnach Jagd auf Motorräder. Sechs Menschen wurden verletzt, drei davon schwer. Gegen den Angreifer wird wegen versuchten Mordes ermittelt. Er wurde zunächst in der Psychiatrie untergebracht.
12:31 Uhr

Bauarbeiter von drei Meter hoher Betonmauer erschlagen

Auf einer Bremer Baustelle ist ein Arbeiter von einer meterhohen Mauer erschlagen worden. Wie die Polizei in der Hansestadt mitteilte, arbeitete der 44-Jährige am Vortag mit einem Kollegen an der drei Meter hohen Betonmauer. Diese stürzte aus zunächst unbekannten Gründen ein und begrub die Männer unter sich.

Mit einem Kran konnte die Mauer angehoben werden, die Männer wurden von Rettungskräften geborgen. Im Krankenhaus erlag der 44-jährige Arbeiter jedoch seinen schweren Verletzungen. Sein 55-jähriger Kollege überlebte schwer verletzt. Die Polizei leite gemeinsam mit der Gewerbeaufsicht Ermittlungen ein.

11:52 Uhr

Schlagzeilen zur Mittagspause

11:45 Uhr

Iran präsentiert neue ballistische Rakete

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Die "Soleimani" soll eine Reichweite von bis zu 1400 Kilometern haben.

Der Iran hat anlässlich des nationalen Tages der Verteidigungsindustrie eine neue ballistische Rakete präsentiert, die nach dem von den USA getöteten General Ghassem Soleimani benannt wurde. In Anwesenheit von Präsident Hassan Ruhani wurde zudem ein neuer Marschflugkörper vorgestellt. Außerdem wurden die Produktion von Motoren für den im Land hergestellten Kampfjet "Odsch" (Zenit) sowie Errungenschaften der heimischen Drohnentechnologie bekannt gegeben. Details zu den Raketen wurden in den ersten Berichten nicht genannt.

Der Iran hat diverse Mittelstreckenraketen, die eine Reichweite von 2000 bis 2200 Kilometern haben sollen. Das Land behauptet, in der Lage zu sein, die Reichweite jederzeit zu erhöhen. Allerdings können die behaupteten militärischen Fähigkeiten nicht unabhängig verifiziert werden.

11:25 Uhr

Justiz erhebt Anklage gegen Deutsche wegen IS-Mitgliedschaft

Die Bundesanwaltschaft hat Anklage gegen eine deutsche Staatsangehörige wegen Mitgliedschaft in der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) erhoben. Zeynep G. soll sich vor dem Kammergericht Berlin verantworten, wie die Behörde in Karlsruhe mitteilte.

  • Die Frau reiste den Ermittlern zufolge im Jahr 2014 nach Syrien, um dort im IS-Herrschaftsgebiet zu leben. Sie war demnach mit zwei IS-Mitgliedern verheiratet, die beide ums Leben kamen.
  • G. heiratete laut Anklage zunächst einen tschetschenischen IS-Kämpfer. Diesem habe sie es ermöglicht, für die Miliz zu kämpfen. Der Mann sei Mitte 2015 bei einem Gefecht getötet worden. Die Angeklagte sei danach in einem IS-Frauenhaus untergekommen und habe im Herbst 2015 ein aus Deutschland nach Syrien gekommenes IS-Mitglied geheiratet. Der Mann sei im Jahr 2017 ums Leben gekommen.
  • Anfang 2019 wurde G. von kurdischen Kräften aufgegriffen und in ein Flüchtlingslager nach Nordsyrien gebracht. Von dort floh sie Anfang dieses Jahres in die Türkei, wo sie in Abschiebehaft kam. Sie wurde schließlich nach Deutschland abgeschoben und im Mai am Flughafen Frankfurt am Main festgenommen. Sie befindet sich seither in Untersuchungshaft.
10:58 Uhr

Mann fährt auf Flixbus-Fahrradhalter über Berliner Autobahn

 

Auf der Berliner Stadtautobahn ist gestern ein Mann bei Flixbus - oberkörperfrei - auf dem Fahrradständer mitgefahren. Die Berliner Polizei twitterte ein entsprechendes Foto. "Trittbrettfahrer ohne Fahrschein gestern auf der A100", schrieben die Beamten.

10:32 Uhr

Neuer Regierungsflieger bekommt historischen Namen

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Wartet auf die Übergabe - der neue Airbus A350.

(Foto: dpa)

Am Donnerstag soll der neue Airbus-Regierungsflieger vom Typ A350 an das Verteidigungsministerium übergeben werden. Nun ist auch klar, wie das neue Schmuckstück heißen soll. Nach "Spiegel"-Informationen wird er nach einem Gründungsvater der Bundesrepublik benannt. Kurt Schumacher soll der Jet heißen, nach dem ersten SPD-Chef und langjährigen Fraktionschef der Partei. Die bisher eingesetzten Langstreckenflugzeuge A340 sind nach Konrad Adenauer und Theodor Heuss benannt.

10:00 Uhr

Motorradfahrer in Niedersachsen überfährt Neunjährigen

Ein neunjähriger Junge auf einem Fahrrad ist in Oldenburg von einem Motorrad überfahren und schwer verletzt worden. Wie die Polizei mitteilte, hatte sich der Unfall tags zuvor an einer Bushaltestelle ereignet. Der Junge wollte vor einem haltenden Linienbus die Straße überqueren. Hinter dem Bus bildete sich eine Schlange wartender Fahrzeuge. Der 57-jährige Motorradfahrer zog links an dieser Schlange vorbei und stieß vor dem Bus mit dem Jungen zusammen. Der Schüler stürzte auf die Fahrbahn und musste mit schweren Kopfverletzungen in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Polizei leitete Ermittlungen gegen den Motorradfahrer ein.

09:38 Uhr

Mann greift wegen Ruhestörung zum Brotmesser und verletzt Nachbar

Nach einer Beschwerde wegen Ruhestörung hat ein Mann in einem Trierer Wohnhaus mit einem Brotmesser auf einen älteren Nachbarn eingestochen und diesen schwer im Gesicht verletzt. Anschließend habe der 31-Jährige noch versucht, gewaltsam in die Wohnung seines 64-jährigen Opfers einzudringen, teilte die Polizei in der rheinland-pfälzischen Stadt mit. Dorthin hatte sich der Angegriffene nach der Messerattacke flüchten können.

Bei dem nachfolgenden Polizeieinsatz trat der Verdächtige außerdem noch einem Beamten gegen den Kopf, bevor er endgültig überwältigt wurde. Der Polizist erlitt eine Gehirnerschütterung. Nach ersten Erkenntnissen der Ermittler befand sich der Angreifer während des Vorfalls am Dienstagabend wegen einer psychischen Störung in einem Zustand der Schuldunfähigkeit. Ein Richter ordnete an, den Mann zunächst in eine geschlossene psychiatrische Klinik einzuweisen.

09:12 Uhr

AfD-Abgeordneter verweigert in ICE Mund-Nasen-Bedeckung - Polizeieinsatz

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Hat eine Mund-Nasen-Bedeckung, setzt sie aber nicht so gerne auf: Stephan Brandner.

(Foto: imago images/Future Image)

Der AfD-Bundestagsabgeordnete Stephan Brandner hat sich im ICE Berlin-Rügen geweigert, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen und damit einen Polizeieinsatz sowie eine Verspätung des Zuges ausgelöst. Brandner widersetzte sich der Anweisung des Schaffners, den Schutz aufzusetzen, der daraufhin wegen Brandner und einer weiteren Maskenverweigerin die Bundespolizei zu Hilfe rief.

Den Angaben zufolge stoppte der Zug am Bahnhof Pasewalk, wo mehrere Beamte einstiegen. Die Frau habe ein ärztliches Attest vorlegen können. Brandner habe sich jedoch auf der Zugtoilette befunden. Die Polizisten seien daraufhin bis zum Bahnhof Anklam mitgefahren. Dort habe es eine Verzögerung gegeben, weil der Abgeordnete sich immer noch auf der Toilette befand. Erst nach der vorgesehenen Abfahrtszeit habe er diese mit einem Mund-Nasen-Schutz verlassen.

09:02 Uhr

Schlagzeilen am Morgen

08:55 Uhr

Pelosi bescheinigt Trump Respektlosigkeit gegenüber Frauen

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Kein Trump-Fan: Nancy Pelosi.

(Foto: imago images/UPI Photo)

Der Ton im Präsidentschaftswahlkampf wird deutlich rauer. Nach Barack Obama und Hillary Clinton ledert auch die Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, gegen US-Präsident Donald Trump. Sie bescheinigt ihm "Respektlosigkeit gegenüber Fakten, gegenüber Arbeiterfamilien und insbesondere gegenüber Frauen". Das spiegele sich nicht nur in seinem Verhalten, sondern auch in seiner Politik wider, sagte Pelosi in ihrem Beitrag für den Parteitag der Demokraten in Milwaukee (Wisconsin).

"Aber wir wissen, was er nicht weiß: Dass Amerika erfolgreich ist, wenn Frauen erfolgreich sind." Pelosi rief zur Wahl des designierten demokratischen Präsidentschaftskandidaten Joe Biden und von dessen Vize-Kandidatin Kamala Harris auf. Pelosi kündigte an, die Demokraten würden bei der Wahl im November ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus ausbauen und den Senat von den Republikanern zurückerobern.

08:19 Uhr

Google Maps bekommt Generalüberholung


Der Kartendienst von Google soll ordentlich aufgepimpt werden. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Darstellung von Vegetation und Landschaften. Maps hatte bislang häufig Probleme, Unterschiede zwischen bestimmten Vegetationsarten zu machen. "Google Maps bietet hochauflösende Satellitenbilder für über 98 Prozent der Weltbevölkerung", sagte Sujoy Banerjee, Produktmanager für die App dem "Guardian". " Mit einer neuen Algorithmusmethode für die Farbzuordnung können wir diese Bilder in eine noch umfassendere, lebendigere Karte eines Gebiets auf globaler Ebene übersetzen."

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Island vorher ...

(Foto: Guardian)

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... Island nachher.

(Foto: Guardian)

Für Touristen, Fußgänger und Fahrradfahrer soll das Update ebenfalls etwas bringen. Zahlreich Stadtkarten werden detaillierter dargestellt. Dabei beginnen die Entwickler mit London, New York City und San Francisco.

07:38 Uhr

Umfrage: Mehrheit findet Trumps Corona-Krisenmanagement "peinlich"

Mit Ruhm hat sich Donald Trump bei der Handhabung der Corona-Pandemie nicht gerade bekleckert. Die Mehrheit der Amerikaner sieht das einer CNN-Umfrage zufolge ebenso. 62 Prozent finden den Umgang der US-Regierung mit Corona "peinlich". Mit 55 Prozent glaubt die Mehrheit in den USA zudem, dass das Schlimmste der Pandemie noch bevorsteht.

Wie sehen Sie das für Deutschland?

07:25 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,

der Wahlkampf in den USA nimmt so langsam an Fahrt und die Demokraten fahren verbal die harten Geschütze auf. Ex-Präsident Barack Obama und auch Hillary Clinton teilen ordentlich gegen Donald Trump aus. "Donald Trump ist nicht in den Job hineingewachsen, weil er es nicht kann. Und die Folgen dieses Versagens sind schwerwiegend", sagte Obama auf dem Parteitag der Demokraten.

Und diese Themen stehen heute auf dem Plan:

  • Im festgefahrenen Streit über die neue Straßenverkehrsordnung wollen Bund und Länder das weitere Vorgehen beraten. Im Vorfeld der Gespräche auf Ebene der Staatssekretäre wurde nicht mit einer Einigung gerechnet. In Berliner Regierungskreisen hieß es, es handle sich um einen fachlichen und rechtlichen Austausch, es könnte eine Verständigung über das weitere Verfahren geben. Wegen eines Formfehlers waren neue Bußgeldregeln außer Vollzug gesetzt worden.
  • Die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg und weitere Vertreterinnen der Bewegung Fridays for Future sind bei Kanzlerin Angela Merkel zu Gast. Im Kanzleramt in Berlin will Merkel mit ihnen unter anderem über die Klimapolitik der EU sprechen, wie sie angekündigt hat.
  • Die kroatische Tourismusbranche fürchtet eine Reisewarnung der Bundesregierung für das beliebte Reiseland an der Adria. Eine Reisewarnung aus Deutschland "würde uns am härtesten treffen", sagte der Direktor der kroatischen Zentrale für Tourismus in Frankfurt, Romeo Draghicchio, der Deutschen Presse-Agentur. "Die Deutschen sind unsere Urlaubsgruppe Nummer eins."
  • Bundesumweltministerin Svenja Schulze präsentiert in Berlin Erkenntnisse darüber, wie viel Müll und was genau in Parks und auf Straßen landet statt in den Mülleimern.
  • Der Innenausschuss im Düsseldorfer Landtag befasst sich heute unter anderem mit dem umstrittenen Polizeieinsatz in der Düsseldorfer Altstadt.

Alle weiteren wichtigen und wissenswerten Nachrichten liefert Ihnen "Der Tag" natürlich ebenfalls. Bei Fragen oder Anregungen schreiben Sie mir doch einfach eine E-Mail. Mein Name ist Michael Bauer und ich wünsche Ihnen einen guten Start in den Tag.

07:18 Uhr

Heißluftpumpe "Jantra" sorgt für tropische Nächte

Westlich von Irland hat sich Tief "Jantra" eingenistet und saugt auch den ehemaligen Tropensturm "Kyle" noch mit auf. An der Vorderseite dieses Tiefdruckkomplexes wird noch einmal heiße Luft aus Nordafrika zu uns nach Deutschland geführt. Das ist mit einer Warmfront verbunden, die heute dem Norden länger wolkiges Wetter beschert, während sich im Süden nach örtlichem Regen wieder zunehmend die Sonne durchsetzt.

Die kommende Nacht ist vor allem im Westen und Nordwesten wenig schlaftauglich. Im Westen liegen die Temperaturen gegen Mitternacht um die 27 Grad. Von Nordrhein-Westfalen bis zur Nordsee, aber auch in Ballungszentren bekommt man die Wohnung kaum abgekühlt - keine guten Voraussetzungen für einen erholsamen Schlaf! Wohl denen, die in Tal- und Muldenlagen von der Schwäbischen Alb über die bayerischen Mittelgebirge bis ins Erzgebirge wohnen. Dort kann unter 15 Grad abkühlen.

07:15 Uhr
Breaking News

Kreml-Kritiker Nawalny mit Vergiftungserscheinungen auf Intensivstation

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Alexej Nawalny

(Foto: imago images/ITAR-TASS)

Der russische Regierungskritiker Alexej Nawalny ist nach Angaben seiner Sprecherin mit Vergiftungserscheinungen bewusstlos auf einer Intensivstation in einem Krankenhaus. Das teilte sie bei Telegram mit. Eine offizielle Bestätigung der Behörden gab es zunächst nicht.

Ein Flugzeug mit dem 44-Jährigen an Bord sei in der sibirischen Großstadt Omsk zwischengelandet, dann sei Nawalny ins Krankenhaus gebracht worden. Auf den prominenten Anti-Korruptions-Kämpfer hatte es in der Vergangenheit immer wieder Anschläge gegeben.

Mehr dazu lesen Sie hier.
06:40 Uhr

Flint-Bewohner erhalten nach Leitungswasser-Skandal 600 Millionen US-Dollar

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So sah das Leitungswasser 2016 in Flint aus. Es war mit Blei versetzt und machte die Bewohner krank.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Wer den Film "Fahrenheit 11/9" kennt, der wird mit der Geschichte der US-Stadt Flint (Michigan) vertraut sein. Dort hat sich der wohl größte Schmutzwasserskandal der Vereinigten Staaten abgespielt. Der republikanische Gouverneur Rick Snyder hatte 2014 die Wasserversorgung aus dem Huronsee im Rahmen von Sparmaßnahmen einstellen lassen - stattdessen wurde das Leitungswasser der Stadtbewohner aus dem Flint River bezogen. In den Fluss leiteten aber zahlreiche Industrieriesen ihre Abwässer und verseuchten damit das Wasser. Viele der vor allem sozial schwachen Stadtbewohner erkrankten daraufhin, zwei starben. Gegen die Anordnung der Wasserumstellung gingen Tausende dann gerichtlich vor.

Der US-Bundesstaat Michigan wird den Klägern nun 600 Millionen US-Dollar Entschädigung zusprechen. Beide Seite hätten sich auf diesen Vergleich geeinigt. Das berichtet die "New York Times" unter Berufung auf zwei mit der Angelegenheit vertraute Personen. Die Einigung soll im Laufe der Woche verkündet werden. Die einzelnen Beträge sollen vom Leidensgrad und den Schäden der Bewohner von Flint abhängen, die durch das Trinken des Wassers entstanden sind.

06:08 Uhr

Spatzi statt Spezi - Brauerei bekommt Ärger wegen Cola-Mix-Namen

Cola und Orangenlimo gemischt - das ist nicht nur in Gaststätten eine Spezi. Der Name selbst ist markenrechtlich geschützt. Und das bereitet einer Brauerei Probleme. Denn die hat ihren neuen Cola-Mix mit folgendem Slogan beworben: "Spatzi - Don't call it Spezi". Brauer Richard Hopf aus dem oberfränkischen Wunsiedel droht nun viel Ärger. Der Name sei der Marke Spezi zu ähnlich, berichtete der Geschäftsführer der Brauerei Lang-Bräu. Mit dem Brauhaus Riegele aus Augsburg, das Spezi schon in den 1950er Jahren schützen ließ, verhandelten Anwälte nun eine Unterlassungserklärung: Lang-Bräu darf seine Bestände noch verkaufen, dann muss die Produktion unter dem Namen eingestellt werden. "Eine extrem faire Lösung", betonte Sebastian Priller, Geschäftsführer des Brauhauses Riegele.

"Eine kleine Provokation war das schon", räumte auch Richard Hopf ein. Aber zumindest bei Spatzi hätten die Anwälte keine Probleme gesehen. "Wir wollten in keinster Form irgendeinen Angriff starten." Die Brauerei vernichtete schon alle Plakate, löschte die Werbung im Internet und muss sich nun einen neuen Namen überlegen.

05:40 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht